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Full text of "Neuhebräisches und Chaldäisches Wörterbuch über die Talmudim und Midraschim;"

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V 



NEÜHEBRÄLSCHE8 UND CHALDÄLSCHE.S WÖRTERBUCH. 



VIERTER BAND. 

s-n 



Nr 



/ 






NEÜIIEBUÄISCIIES UND CIIALDÄISCIIES 

WÖRTERBUCH 



ÜBER DIE 



TALMUDIM UND MIDßASCHIM. 

VON 

Prof. Db. JACOB LEVY, 

RABBINER. 
NEBST BEITKÄGEN 

VON 

Prof. Dk. HEINRICH LEBERECHT FLEISCHER. 



VIERTER BAND. 

s-n 







LEIPZIG : 
F. A. BEÜCKHAUS. 

1889. 



Digitized by the Internet Archive 

in 2011 witii funding from 

University of Toronto 



Iittp://www.arcliive.org/details/neuliebriscliesu04levy 



2 Pe (und als aspir. 5, Phe), der siebzehnte 
Buchstabe des Alphabeth, bedeutet eig. Mündung, 
Oeffnung, s. n?; er wechselt mit den ihm ver- 
wandten Buchstaben, ;j, 3 und i, s. d.; vgl. 

auch '152 = lin schreien, 3b3=abs theilen, ypü 
:=y2? spalten, ■'a-^i--, ■'£7312 (tojjltct], pompa) 
feierlicher Aufzug u. m. -^ d steht oft auch 
für grioch. 9, z. B. N;~i2 (9op£Üov) Tragsessel, 
Bett, ly^E (9taXi)) Schäle u. dgl. m. 

'3N2, ■'J2, besond. ^sns n-in, las n'^n Beth 
Phage, Vorstadt Jerusalems, s. n';a. 

riKS, nS''3/. (=bh. riNE, Grndw. nd, arab. 

ILi syn. mit r:2, bedeutet eig. spalten, vgl. auch 
-152 u. a.) 1) Haarlocke (CNi riNo), das vom 
Vorderkopfe und an den Schläfen her- 
abhängende Haar. Schabb. 64'' nax ns::'!'' 
n3:nb rri-ia; riNsa . . . das Weib darf am Sab- 
bat mit fremder Locke (falschem Haar) in das 
Gehöfte hinausgehen, weil dies zum weiblichen 
Putz gehört. Nas. 28 '' liDSN 130 aizp N3n 
N?:r;TT ■'T'^n nina: ns-'D nao lam rr^naa riN-'Da 
rrb Nni3 Nb rr^b Ar. (Agg. N^^rnTT . . . tin^j 'm) 
der erstere Autor (in der Mischna das., welcher 
sagt: der Mann dürfe das Nasiratgclübde seiner 
Frau nicht auflösen, obgleich sie sich das Haar 
abscheeren müsse und sie hierdurch hässlich 
aussehen würde) ist der Ansicht, sie könne ja 
falsches Haar tragen. Rabbi hing, ist der An- 
sicht: falsches Haar ist dem Manne unlieb, weil 
es Schweiss bringt; daher darf der Ehemann 
ein solches Nasirat auflösen. Snh. ll-i" ns^'D 
NPaoa ■'bm . . . rroiaa nain^^n . . . n-i-ia: fal- 
sches Haar, das an ihrem Körper sich befindet, 
solches, das am Nagel hängt. Arach. T** dass. 
— 2) (ma pnd) das Aeusserste des Ackers 
oder Baumgartens, dessen Früchte nach Lev. 
19, 9 fg. den Armen gehören, die Peah. Sifra 
Kedosch. Anf. cap. 1 iib''an r5an72 sbN hn^'d T'N 
riioa Nbs riN-iD i\ni d-j r;b co Nbs nx^c ';-'i<i 
die Peah wird blos beim Aufliören des Krntens 
gelassen (d. h. es ist nicht nuthig, die Früchte 
des Eckfeldes als Peah zu lassen, sondern sie 

Lbvt, NeuUebr. u. Chald. Wörterbuch. IV. 



darf auch in der Mitte eines Beetes gelassen 
werden); ferner bezeichnet Peah blos einen an- 
sehnlichen Theil des Feldes und endlich bezeich- 
net Peah nur das Ende des Feldes. Peah 1, 
2. 3. 4 n);u3:i baix Ni-\a ba riNaa ti'jn bba 
Dvpb io'':awi pnsa in:2-'pbi y-iNn \^2 ibnai 
riNDa a^'Ti als eine Hauptregel sagten die Ge- 
lehrten hinsichtl. der Peah: Alles, was zum 
Essen dient (wovon Färbepflanzen ausgeschlossen 
sind), was aufbewahrt wird (wovon freigegebene 
Früchte ausgeschlossen sind), was aus der Erde 
wächst (wovon Schwämme, Morcheln u. dgl. 
ausgeschlossen sind), was zu einer Zeit gelesen 
wird (wovon Feigen, die nach und nach in ver- 
schiedenen Jahreszeiten gelesen werden, ausge- 
schlossen sind) und was zur Aufbewahrung ein- 
geheimst wird (wovon die verschiedenen Kräuter 
ausgeschlossen sind) — alle diese Arten sind 
der Pflicht, die Peah zurückzulassen, unterwor- 
fen. Das. 2, 1 fg. u. ö. — Davon rührt auch 
der Name des Talmud -Tractats nsD, Peah, 
oder Pea her, der zumeist über diese Gesetze 
handelt. — .3) Fes ton oder Guir lande, die 
von einer Stange zur andern gezogen wird. 
Tosef. Eil. IV Dnb ncyi i-i-ipiT: Di:p •\'<ri üa 
nbyJoba ^nd wenn spitze Stangen da waren, 
über welche man eine Guirlande gezogen hat. 
Erub. 11'' dass. — PI. das. 11» nj'anx yy; 
riTan rris^ yantja •[■'Dniip Ar. (Agg. m3'>D) 
Jem. steckte vier Stangen an den vier Guir- 
landen des Feldes u. s. w. — Ferner rrs"'3 
j. Schabb. VI, 8° mit. u. ö. für r;Ni3, s. d. 

SnN2, Sn2 eh. (syr. }l\I , (fi^nss) das 
äusserste Ende, Ecke; ferner: Locke, s. 
TW. — PL Ber. 13" u. ö. "hn? na Ar. Var. 
(s. ""nnü) Sohn der Vornehmen, Fürsten. 
Ar. vergleicht das W. mit aNi53 tins (Nuni. 
24, 17) „die an der Spitze Moabs stehen" = 
D-'2ii:p. 

NnX2 masc. eh. (=Nni2, s. sn-s) Schlinge, 
Falle. Trop. Arach. 19» nhnd «n-'aa Nao 
Niriaa ein Greis im Hause ist eine Falle im • 
Hause, s. aa. 



D"X£ 



o 



]V-5£ 



C^Nß Schabb. 81" s. z^-^. 

■"SSE m. (syr. \^\^ , ?-a^, gl"- TOTTTaf, papa) 
1) Vater. PI. Sot. 42'' "dnc hnh na Ar. (Agg. 
■'DE) der Sohn von 100 Vätern, vgl. 'NJNj. — 
•2)'Papi, N. pr. B. bath. aö*" un. nNSTi '■'END 
Papi, der Grieche, s. auch nde und •'de. 

Tt'ESS Pavillon, s. liibiBr. 

mXS ,/'. (arab. ^Li, verwandt mit bb. ""iNts, 

Stw. ine) Sehne, Muskel, Saite. PI. Ab. 

sar. 47* ninsEb '\~i2 rr'J'?: "sn darf man die 

Därme (eines als Götzen angebeteten Thieres) 
zu Saiten einer Cither verwenden? 

N"IXS chald. (=mNE) Saite, Band. PI. 
Schabb. 59 '' "nN: Nupr: eine weibliche Putz- 
sache (vgl. N^ypj'j) mit flatternden Bändern. 

■'"INS m. pl. (viell. verkürzt aus lat. furfures) 
Kleien. Git. 56'' ■'HNDt s-ia rirpiat» NUp Niar 
'dt am ersten Tage gab man ihm (dem R. Za- 
dok, der 40 Jahre vor der Tempelzerstörung 
gefastet haben soll; damit er nach und nach 
Speisen zu sich nehmen könnte) Wasser, in wel- 
chem Kleien geweicht waren, vgl. NjjpiE^c. Das. 
^d'- un. n^Ej C-'-n ■'nNE grobe Kleien, die im 
Siebe obenauf liegen. B. bath. 92'' imTwi ■'n;ja 
y~iB''N ■'"INE von deinem Schuldner nimm auch 
Kleie als Zahlung au. B. kam. 46'' u. ö. dass. 
Bech. 7" i-,NBT v.b-2- Ar. (Agg. Nicm) der 
Dampf der Kleie. Pes. 111'' •'•jp Nn"'33 ■'nsB 
NPrii'b Kleie, die im Hause herumgestreut 
liegt, befördert die Armuth. — inxE blühen; 
B. bath. 18'' u. ö. s. ■^ie. — Xum. r. sct. 12, 
214^ ■'"INE laufen; öfter" ■'iE s. d. 

XilE m. 1) Kinnlade, eig. wohl: das Grüb- 

chen im Kinnbacken; ähnlich arab. TJ- ein 

Weg zwischen Bergen. Pes. 112" ob. NjEb NT 
NnnEb N3-n Ar. u. Ms. M. (Agg. ^«■"S^^sN) die 
Hand auf den Kinnbacken gelegt, ist der Ueber- 
gang zur Angst. Jem. näml., der sich ängstigt, 
pflegt seine Hand aufs Kinn zu legen. B. mez. 
9* rt'jB rT'31 m7:n der Eisel und das Gehäuse 
seines Kinnes, d. h. der Zaum. Nach Ar.: 
die Riemen der Halfter, die am Kinne her- 
abhängen. — 2) Zaum an den Kinnbacken 
des Esels. PI. Schabb. 51'' "'aBa N3ib N"i52n 
NbrnsT ein libyscher Esel mit den eisernen 
Zäumen. 

;jSj Ithpo. JjiEPS s. ;iE. 

HJIS /. (=bh. Stw. 3iE unreif sein) 1) un- 
reife Frucht, bes. Feige oder Dattel, von 
der blos die Knospe gezeitigt ist. Tosef. Schabb. 
XVI (XVII) pP3 n:::att5 ™e eine unreife 
Feige, die mau in Stroh gelegt hat, damit sie 



reif werde, j. Pes. II, 29'' mit. u. ö. dass. j. 
Kil. I, 27'' mit. baan crmp. aus pna. Trop. 
Genes, r. sct. 2 Anf. nsE N-m -y während der 
Dornstrauch noch unreif ist, s. N31S I. — Suh. 
107" nbaNa sb« inb vyc rn' r^r-^n niisn 
riJB Bath Scheba war würdig für David, allein 
sie genoss unreife Frucht; d. h. sie kam zu ihm, 
als sie noch verheirathet und für ihn also ver- 
boten war. — PI. j. Orl. I, 61'' un. ^-ie '["'JS 
die unreifen Früchte werden als Früchte ange- 
sehen. Das. m::n -je unreife Datteln. Jom. 
SG*" u. 0. rr'r'nffi ""iE die unreifen Feigen im 
Brachjahr, vgl. auch ')"B"'py. Levit. r. sct. .31, 
175'' eine Frau, die zur Strafe dafür, dass sie 
unreife Feigen des Brachjahres gegessen hatte, 
im Circus herumgeführt werden sollte, bat den 
König: "^ip?; . . . "iNiira ibbn •j-'iBri pn nbp 
'SN ib^naao f jm"' in nsisa ■j-'jEr; pn ■j^ntiib 
Pirna hänge diese Feigen um meinen Hals, 
denn dadurch, dass man die Feigen an meinem 
Halse sehen wird, werden Alle wissen, dass ich 
blos um ihretwegen (d. h. wegen eines kleinen 
Vergehens) herumgeführt werde. Xum. r. sct. 
19, 238'' u. ö. dass. Schebi. 7, 4, s. nnr. Exod. 
r. sct. 52, llS"* yi-i'Q ^33 die Feigen von Madon 
(oder Maron, ^ntt). Pes. 53* ■'snp p''3 ■'SB 
Ar. (Ms. M. •'ipi-'a, Agg. ^:t; p-id) die Feigen 
von Beth Thewani. — 2) übrtr. die weibliche 
Brust beim Beginn der Keife. Xid. 47% 
s. bm'a. — !i3"'E s. d. in '■'d. 

— T 

X|£ eh. (syr. ^^=raE) unreife Feige, 
Beere, s. TW. — Denom. als Adj. Levit. r. 
sct. 25, 168* sage deiner Mutter: ib'Ca ^Tim 
ir5B Nbi dass jene Feigen schon reif, nicht un- 
reif waren. 

Sji;? s. -üaE , n-iiaE. 

n"'JE {—'Sm mit Wechsel der Guttur.) be- 
gegnen, zusammentreffen, s. TW. 

X;pi:E oder S;pi:a Pegutja, Penutja, 
Name eines samarit. Ortes, j. Dem. H, 22"* ob., 
s. NäE:. — j. Ab. sar. II, 41'' nn. ••;;aE crmp. 
aus "t::: s. d. 

'JE Phage, s. ■'iNE. — Cant. r. sv. üSttS, 
17° s. "iiniE. 

"■"^J?/. pl. Adj. verschiedenfarbig. Cant. 
r. sv. ■'PDiob, D"* Pharao ritt auf einem roth- 
weissen und schwarzen Pferd, deshalb zeigte sich 
ihm Gott '[^■'JE 11101Ö br auf verschiedenfarbigen 
Pferden, mit Ansp. auf ■]-'ono, Hbk. .3, 9. 

iV^£' i^'^'r »""*c- (l'it- pugio-onis) kleines, 
zweischneidiges Schwert. Kel. 13,1 Ti'JBn. 
Tosef. Kel. B. mez. III Anf. dass. Bech. 5, 3 
iSTNa msi ivsB ba: (Tlmd. Agg. 35' dub 
crmp.) er nahm ein Schwert und verwundete 
das Ohr des Thieres. 



^IJS 



— 3 — 



i?33 



V"iüS. '7lJi"'S m. (:=bh. bia:) Gräuel, Ver- 
worfenes: insbes. Piggul von den Opfern, 
bei deren Schlachten oder Blutsprengen 
(bei Melil- oder Trankopfern, bei deren Dar- 
bringen, Dampfen u. dgl.) der Opferer die 
Absicht hatte, das Opfer später als in 
der gesetzlich gestatteten Zeit (zwei oder 
einen Tag) zu essen. Stw. 3:2 (syn. mit "ijb 
s.d. Grndw. js, s. 31:) eig. geschwächt, trop. 
der Sühiiekraft beraubt sein. — Seb. 29^ 
„Wenn es gegessen werden sollte am drit- 
ten Tage, so ist es ;i;d" (3DN'' brsr;, Lev. 7, 
18. 19, 8); ■'U'^bo- nrn inatJ: bisxb ncn'ja 
Dvb inDT;a bsisn sbx irs in na^: aman 
boQ"'i "iiTn-' ni2J3 Nina nns m?:« lo-ibia die 
Schrift spricht hier von Jemdm., der beim 
Schlachten des Opfers die Absicht hat, das 
Fleisch am dritten Tage zu essen. Vielleicht 
jedoch ist dem nicht so, sondern dass hier Jem. 
gemeint ist, der am dritten Tage das Opfer- 
fleisch isst? Dagegen kannst du einwenden: 
Wie sollte das Opfer, das einmal tauglich war, 
später (durch das Essen am dritten Tage) wie- 
der Ulitauglich werden'? Das. 29'' wenn man 
das Opfer schlachtet u. s. w. , in der Absicht, 
einen Theil desselben zu essen oder zu dampfen 
bi;3 iD53Tb Y^n ma 13 yü^ bi3D i-:ip5ab yin 
ms T'b? ';"'3"'Tn ausserhalb der dafür bestimm- 
ten Räumlichkeit (Jerusalem, Tempel), so ist 
das Opfer untauglich, auf dessen Genuss aber 
ist die Strafe der Ausrottung nicht gesetzt; wenn 
aber später als in der festgesetzten Zeit, so ist 
das Opfer Piggul und auf dessen Genuss ist die 
Strafe der Ausrottung gesetzt. Das. IS*" fg., 
28" fg. und sehr oft. Tosef. Seb. (Korban.) V 
Anf. 'D373 birs üts): 'jrr'by •j-'n-'-'n rfa-11 ^=03 
D''-imN a''7:3n"i T'nij 'n inai itpj^ narr; ania 
inaT N^ai2 mNa birs dto?3 ^rfb? iia-"n i-s 
DV D"'n\aj' nnsb tisdii Dit; betreffs der Trank- 
opfer des Viehs (bei deren Spenden man die 
Absicht iiatte, das Opfer später zu geniessen) 
ist man wegen Piggul straffällig; denn das ge- 
sprengte Blut des Opfers macht sie fähig: so 
nach Ansicht des K. Meir. Die Chachamim 
hing, sagen: Hierauf erfolgt nicht die Strafe 
des Piggul: da Jem. heute sein Opferthier, die 
Trankopfer hing. 20 Tage später darbringen 
darf. Pes. 82'' s. iia'y. — PI. Sifra Achre 
Par. .•> cap. 7 D-'b^a-'-rn. Meil. 2". Canf. r. sv. 
'b-bs T'T 28'^ u. 0. 

• N/US eil. (=biä3) das durch verbotene 
Absicht verworfene Opfer, Piggul. Men. 
5!)"'' Nnaca i<bi:i-3 b-'a^T Jem., der Piggul am 
Sabbat ass; d. h. die Ueberre>te der Oniergarbe 
oder der Schaubrote, bei deren Darbringung der 
„Handvoll Blehl", ymp u. dgl. man die Absicht 
hatte, jene später als in der gesetzlichen Zeit 
zu genies-eu. 



vj£. ^j'^ Pi. (denom. von bia?) ein Opfer 
durch die beim Schlachten oder Dam- 
pfen gehegte Absicht, es später als in 
der vorgeschriebenen Zeit zu essen, ver- 
werflich, Piggul machen. — Hithpa. und 
Nithpa. (vom Opfer) durch solche Absicht 
verwerflich gemacht werden. Seb. 13'' ■'in 
Nb "^nw Ni:m rs-^na rb;2T3 yasN rrar xnn 
rbssp'': Nbi ribasin in einer Borajtha heisst es: 
Das tintauchen des Fingers in das Blut des 
Sündopfers (Lev. 4, 6) in der Absicht, die Fett- 
stücke, n"'~n'a"'N, am folgenden Tage zu dampfen, 
macht das Opfer verwerflich. In einer anderen 
Borajtha hing, heisst es: Das Eintauchen des 
Fingers in einer solchen Absicht macht das 
Opfer nicht verwerflich, auch wird es nicht durch 
eine andere Handlung verwerflich; d. h. es scha- 
det auch nicht, wenn man beim Schlachten 
u. dgl. die Absicht hatte, das Fingereintauchen 
später zu vollziehen. Das. ö. Men. 13'' b;^3 
bsnu b;a fiT: bs^r: wsb i'-ai bia "^"V^ wenn 
der Opferer beim Schlachten oder Blutsprengen 
die Absicht hatte, die eine (rechte) Seite des 
Opfers später als es erlaubt ist, zu essen, so ist 
noch die andere (linke) Seite nicht verwerflich 
geworden. Das. 17" m::pr; nbisn -i'^p- das 
Dampfeu des einen Theiles des Mehlopfers be- 
wirkt die Verwerflichkeit des anderen Theiles; 
wenn uäml. der Opferer beim Dampfen der 
„Handvoll'' des Mehles die Absicht hatte, den 
„Weihrauch" einen Tag später zu dampfen, so 
ist das Opfer verworfen, Piggul: vgl. auch -jos. 
j. Jom. VI g. E., 44" pi-iib l'jn-J-a tidtoih U^-Si 
riiniab bj''D nnwb t'-iiij-'s T'up-b bj-iD -in7:b ^jt 
'D^ bJ'^D Nb -in73b paa n« die „Farren, die 
verbraunt werden" (vgl. Lev. 4, 12. 21), welche 
man in der Absicht suhlachtete, ihr Blut einen 
Tag später zu sprengen, machte man verwerf- 
lich; ihre Fettstücke einen Tag später zu dam- 
pfen, machte man verwerflich; wenn aber, um ihr 
Fleisch einen Tag später zu verbrennen, machte 
man sie nicht verwerflich. Seb. 28*" die Worte 
T^oba nat (Lev. 7, 18) besagen Folgendes: nn 
•[■^baan?:! ■j-'bjaji ba qx •j-'b^an?;! •\-^hiDi2 a-iabc 
so wie das Friedensopfer Bestandtheile hat, die 
theils verwerflich machen, theils auch verwerf- 
lich werden (d. h. wenn man beim Schlachten 
des Opfers die Absicht hatte, die Fettstücke 
zur Unzeit zu dampfen oder das Fleisch zur 
Unzeit zu essen, so macht das Blut die letzte- 
ren untauglich, wodurch dieselben untauglich 
gemacht werden); ebenso müssen bei allen Opfern, 
wenn sie anders Piggul werden sollen, untaug- 
lich machende und untauglich werdende Bestand- 
theile vorhanden sein. Davon sind z. B. die 
Mehlopfer der Priester u. dgl. ausgeschlossen, 
weil sie nicht diese beiden Arten von Bestand- 
theilen enthalten, j. Jom. V, 42'' un. nr baar: 
,-!T bsanST das Eine sowohl, wie das Andere 
wurde verwerflich. Part. pass. Tosef. Men. V 

1* 



biB 



4 — 



d;£ 



fg. ba'iDa, 'l''?3iS73 verworfen, untauglich. (Im 
Rituale am Vorabend des Versöhnungsfestes: 
trop. 1120 bSD verwirf, d. h. mache wirkungslos, 
das Sündenverzeichniss des Satans! — Bereits 
in meinem 1867 erschienenen Trg. Wrtrb. sv. 
b^a^'E sagte ich: dass Gesenius im hbr. Wrtrb. 
sv. bsE [„Im Tlmd. Pi. faul, stinkend machen, 
Hithpa. so gemacht werden"] sich lediglich, wie 
sonst oft, von Buxtorf hat irre leiten lassen, 
und fügte hinzu, „dass von alledem im Tlmd. 
keine Spur anzutreifen ist". Aber dessen unge- 
achtet trug man keine Bedenken, diesen Non- 
sens des ehrlichen, aber irregeleiteten Gesenius 
auch in der 8. Aufl. seines Wrtrbs. abzudrucken.) 

/j2 cJi. Pa., Ithpa. b^E'^N (=532, bainn) 
v er wer flieh machen, V er wer flieh gemacht 
werden. Men. 16'''' ibiis "in-''93 könnte er es 
denn noch einmal verwerflich machen'? Das. ö. 
Das. 14* fg. Chull. 58" ■'b^3E\s y:yb betreffs 
des Verwerfiichwerdens. 

N'T'JIS m. (syr. Ü-.G-a) eine weiche Rettig- 
art, fa9avL^, raplianus sativus, Stw. arab. 

JW weich und dicht sein. Ber. .36* u. ö. •j'iJi: 
iibjisn NPTnx ■'CrN •'yu; den harten, holzigen 
Rettig pflegt man in der Absicht zu pflanzen, 
um den weichen Rettig, der daraus wächst, zu 
essen, vgl. Raschi. Chag. 1.5" Elischa ben Abuja 
nnian n"12^?:73 Nb:;iD -ipy riss einen Rettig aus 
dem Beete am Sabbat, j. Ab. sar. II, 44* un. 
j. Ter. VIII, 45'» ob., s. 5<^73. — PI. j. Pea VII, 
20'' ob. 'j-'b-.iE ■j-'nn zwei Rettige. j. D. bath. IX, 
17* mit. dass. Genes, r. sct. 67, 66"^ -ipy ^nia 
'dt yv^pi b-TOT ■;''mm i''b;iD Rabbi begann die 
grossen Rettige auszureissen und kleinere ein- 
zusetzen. Dadurch gab er dem Antonin zu er- 
kennen, er müsse die älteren duces absetzen und 
neue anstellen, vgl. siain. 

^\b^ib:i^ s. ribiav?^. 

CJ1''S. DITS, C.;S masc. (gr. Trrjyavov, syr. 
ii.,_Ȁ, \L~s) Raute. Kil. 1, 8 ';"'3"'Dn53 -[W 
'lb"'N3 pT' Ni~a •'rD?: r;'nb mp ■'3: br üa-d 
man darf nicht die Raute auf die weisse Kassia 
pfropfen, weil dies eine Vermischung von Grün- 
kraut und Baum wäre. Schebi. 9, 1 D:cDr! als 
ein Kraut, das man nicht zu verzehnten braucht. 
Maim. z. St. erklärt das W. durch ';;^d und 
N-i'Ti. Ukz. 1, 2 d;-'D!-:i Nnr'^r; •"^Tc die Wur- 
zeln der Minze und der Raute. Schabb. 128* 
neben Nn-'aN s. d. Genes, r. sct. 20, 21'' s. -lis 
nr. 7. Tosef. B. bath. VI Anf. mvD s. nDi:ü. 
Ab. sar. 28*, s. Nirr. 

CIjS. SCJ"£ m. (gr. tc^yjj.«) 1) Gerüste, 
Gestell, eig. Zusammengefügtes. Erub. 
5, 1 (52'') cijD 2:2; m;D NJtv ni3 0:32 rr-a 
ni:t' wenn ein Haus der Stadt nach einwärts 



(innerhalb der Mauer) und ein Haus nach aus- 
wärts gebogen ist; ein Gerüste nach einwärts 
und ein anderes Gerüste nach auswärts gebogen 
ist; vgl. R. Chananel in Tosaf. z. St. und Ar. 
liv. Raschi und Maim. hing, halten ci:;s für ein 
Part. pass. von Dje s. d., „abgebrochenes 
Stück eines Gebäudes", j. Erub. V Anf., 
22* Dijcb ünao ■[■'ims man zieht ein Gerüste an 
das andere; d. h. wenn ein Gerüste aus der 
Stadtmauer vorragt und ein anderes Gerüste von 
ihm etwa 70 Ellen entfernt ist, so wird auch 
letzteres der Stadt einverleibt, vgl. i^a-y. Das. 
'31 N725'D 172 n\DKn '[''N Wenn du vom Gerüste 
an misst. Das. ö. — 2) Gerüste, d.h. Be- 
hältniss, wo man die Tauben einfängt, 
eine Art Taubenschlag. Mögl. Weise ist unser 
W. hier das gr. TräyY] od. Tuayi?: Schlinge, Falle. 
Snh. 25'' diejenigen, welche die Tauben zum Fluge 
reizen (eine Art Hazardspiel, vgl. ■'-itj, ""1:9), 
sind als Zeugen nicht beglaubigt; imTH ■'na-si 
•jr^iT^ac PN nacCM wann zeigt sich ihre Busse? 
Wenn sie ihre Fangbehältnisse zerbrechen u. s. w. 
Raschi erklärt das W. durch Bretter, womit 
man die Tauben einjagt, j. Schebn. VII, 37* 
un. und j. R. hasch. I g. E., 57" dass. 

33 (Grndw. 52 s. ;ie) 1) etwas abbrechen, 
schadhaft machen, Abbruch thun, ver- 
mindern, verstümmeln. Keth. 87* nSaiEn 
'31 r;ri3iri2 eine Ehefrau, die ihre Kethuba 
(Hochzeitsverschreibung) vermindert, erhält die 
Zahlung blos gegen einen Eidj was das. wie 
folgt erklärt wird: Der Mann sagt: Du hast den 
Betrag deiner Kethuba von 1000 Sus ganz be- 
zahlt bekommen, wogegen die Frau einwendet: 
Sie habe blos eine Abschlagszahlung von 100 
Sus erhalten. Das. 87'' i-rii; D:n2- dass. be- 
treffs eines Wechsels, j. Keth. IX, 33'' ob. 
nn^ins rnmEn xb rroaicn nur wenn die Frau 
ihre Kethuba abbricht (eine erhaltene Abschlags- 
zahlung eingesteht, so erhält sie den Rest gegen 
einen Eid), nicht aber wenn sie ihre Kethuba 
verringert ; d. h. wenn sie selbst eingesteht, dass, 
trotzdem ihre Kethuba auf 200 Sus laute, sie 
dennoch ursprünglich blos 100 Sus zu bean- 
spruchen gehabt hätte, j. Snh. VIII, 26'' un. 
u. ö. — 2) Jemndn. körperlich verletzen 
oder ihm eine Ehrenverletzung zufügen; 
dah. auch entwürdigen. Keth. 40'' b^a 
r!/2iJE er wohnte einer Verletzten (d. h. bereits 
Geschändeten) bei. j. Schabb. VI, .S» un. n^i'SS 
(1. naiJs). j. Snh. II, 20'' mit. „Abigajil sagte zu 
David: Mögest du deiner Magd eingedenk sein!" 
(1 Sm. 25, 31) mpE-ö irsT nasr mp2ö nsb73 
mrsn niois ~^2^:i.y das besagt, dass sie sich 
freigegeben (d. h. ihm angedeutet habe, er möge 
sie nach ihres Mannes Tod hcirathen); infolge 
dessen aber, dass sie sich freigegeben, vermin- 
derte die Schrift sie; indem näml. bald darauf, 
V. 32, ilir Name: b;"2N, ohne Jod lautet, an- 



d:3 



c;e 



statt sonst b'i-'aN. Num. r. sct. 21, 243° bs 
i?2y innca^j rx asis tjs? pn Daicrr wer sich 
selbst entwürdigt, entwürdigt auch seine Familie 
mit sich; mit Bez. auf Num. 25, 14: ,,Simri, der 
P'ürst Simons." Genes, r. sct. 6 Anf. nachdem 
die Schrift „Sonne und Mond, die beiden 
grossen Lichter" genannt hatte (Gen. 1, 16), 
Dms D31ET "iTin verringerte die Schrift den 
Mond, indem sie ihn später „das kleine Licht" 
nannte. Arach. 16'' DJ2:t DAID "'NSsrN der seine 
Herberge oft wechselnde Gast bringt den Wirth 
sowohl, als auch sich selbst in bösen Ruf; indem 
man sie Beide für unverträglich hält. — Uehrtr. 
Pes. 105'' TOJD layu wenn man den Wein ge- 
kostet hat, so macht man diesen Becher 
unbrauchbar; dass man näml. den Segen beim 
Tischgebet u. dgl. nicht mehr darüber sprechen 
darf. Das. 106* fg. 

Nif. verstümmelt, verletzt werden. 
Bech. 37* i:ts< nr^^EJ wenn das Ohr des erst- 
geborenen Thieres verstümmelt wurde, vgl. d^HD. 
Das. 39'' s. ';3iT. j. Chag. II, 77*= un. vgl. rj IL 
Kel. 13, 3, s.'-iinnn. Trop. Arach. 16^ s. dje. 

CiS eh. (=D3E) verletzen, verderben, 
entwürdigen. Keth. 41* rib D"'3D Sp er ver- 
letzte sie durch das Beiwohnen, j. Ber. IX Anf., 
12'' naJS na ra-wia bD je mehr man ihn (den 
unschätzbaren Edelstein) preist, desto mehr ver- 
letzt man ihn; vgl. N^'rri";, N";o u. a. — Ithpe. 
verletzt, verdorben werden. B. mez. 116* 
Scheeren u. dgl., ib'jjia sbi •'ntp n;:;^«! "[I^s 
da solche Instrumente leicht verdorben werden, 
so nimmt man es damit genau und verleiht sie 
nicht. 

D1j£ »'. (eig. Part, pass.) verdorben, insbes. 
ein hinsichtlich der ehelichen Vermi- 
schung Illegitimer. Kidd. 3, 12 (66'') bD 
-ns ^b^^: nbir; t,-^z:> C'i y^-ctip "c^o mp72 
CiJET! in allen Heirathsfällen , wobei die Ehe 
giltig, aber eine Gesetzübertretung damit ver- 
bunden ist, gleicht das dieser Ehe entsprossene 
Kind der verdorbenen Ehehälfte. Wenn z. B. 
ein Priester eine Geschiedene heirathet, so ist 
das Kind für die Priesterschaft untauglich, Cha- 
lal, s. bbn, ?ibbn; wenn ferner ein Israelit einen 
weiblichen Bastard heirathet, so ist das Kind 
ebenfalls ein Bastard, ir:;:, s. d. u. dgl. m. Das. 
67*'' ^^^? -{sr. T^\nnD -3-- -ns lb~ n':iN3 
cr;''3'£2M3 m^Dn bei den Völkern gleicht das 
Kind der männlichen Ehehälfte (d. h. wenn ein 
NichtJude einem Weibe von den sieben kanani- 
tischen Volkerschaften, die man nicht am Leben 
lassen darf [Dt. 20, 16] beigewohnt hat, so darf 
man das Kind als einen Sklaven nehmen, vgl. 
Lev. 25, 45). Wenn sie aber Proselyten gewor- 
den sind, so gleicht das Kind dem verdorbenen 
Thcile der Beiden (wenn z. B. ein Ammonitcr 
eine Egypterin geheirathet hat, so ist das männ- 
liche Kind gleich dem Vater zu behandeln, dass 



es näml. nie in die Israelitengemeinde aufge- 
nommen werden darf; das weibliche Kind hing, 
ist erst in der dritten Generation zur Ehe ge- 
stattet. Wäre letzteres hing, dem amnionitischen 
Vater gleich zu behandeln, so würde es, als 
eine Ammoniterin schon in der ersten Gene- 
ration als zur Ehe erlaubt gewesen sein, vgl. 
i;i::?). j. Kidd. III, 64" mit. u. ö. 

U^2 m. 1) Schlechtes, das Verderben. 

Pes. 44'' nbnr: "ir-.-iiT -pts uizb syj im: ba 
Alles, was einen Geschmack zum Verdeiben 
(einen schlechten Geschmack) bereitet, darf ge- 
nossen werden; dies entnehmen wir dem Ver- 
bot des gefallenen A'iehs (Dt. 14, 21); d. h. wenn 
eine schlecht schmeckende, verbotene Speise mit 
einer erlaubten Speise vermischt wurde, so darf 
die Mischung genossen werden. Denn betreffs 
des Aases heisst es: „Man gebe es dem Fremd- 
ling zum Essen", woraus zu entnehmen ist, 
dass eine unerlaubte Speise nur dann nicht ge- 
gessen werden darf, wenn sie zum Essen taug- 
lich ist, nicht aber, wenn sie einen schlechten 
Geschmack hat. Ab. sar. 67'' 2yji ■jnD nn^^ 
Txa '-\ ""nm -i:n nncb c?:: ir" insi c;rb 
nm;3 D^tbn mcN nznsb -X'H iiy?:-:: 'n sei es, 
dass eine verbotene Speise einen schlechten, 
oder dass sie einen guten Geschmack einer an- 
dern Speise verleiht, so darf letztere nicht ge- 
gessen werden; so nach Ansicht des R. Meir 
(aus dem oben erwähnten Schriftwort, dass ein 
gefallenes Thier nur dann verboten ist, wenn es 
zum Essen tauglich ist, entnimmt er blos, dass 
ein bereits verwestes, stinkiges Aas, nmiD nba:, 
vom Verbote ausgeschlossen ist). R. Schimeon 
sagt: Eine verbotene Speise, die einen guten 
Geschmack verleiht, darf nicht gegessen werden, 
die aber einen schlechten Geschmack verleiht, 
darf gegessen werden. Das. 68* fg. — 2) Ver- 
letzung, bes. das Geld, das der VerTüh- 
rer für die Verletzung einer Jungfrau 
zahlen muss. Keth. 39* c;:i rcia "irr: nrDT:- 
c;pT der Verführer zahlt für die Schande, die Ver- 
letzung und ausserdem noch Strafgeld. Das. 40* 
r;-:3 prcn .-ns^:: nnro nt; ib'^SD rtns -j-nit dad 
nsD^ nt: r;":3i rtr-' nriT! was die Verletzung anbe- 
trift't, so betrachtet man die Verletzte, als ob 
sie eine Magd wäre, die zum Verkaufe feil ge- 
boten wird, und man schätzt ab, wie viel sie 
früher (vor der Verletzung) werth war und wie 
viel sie jetzt werth ist (nach Gem. das.: wenn 
der Käufer sie an einen ihm lieb gewordenen 
Sklaven verheirathen will); diese Differenz muss 
er zahlen. Das. 41* fg. j. Keth. IV, 28" ob. 
u. ö. — 3) Ehrenverletzung, j. B. kam. VII 
g. E., 6"= r;n:'C'2 a;s die Ehrenverletzung, 
Schändung der Familie. Git. 59'" p3 -nx 1-3 
Nb •'ib nns rb iicnt bo i?:jd üy:i^: N-ip' Nb 
2r;'':c D5D S'-Ti x~p'' ein Priester darf nicht 
hinter einem Priester einen Thoraabschnift ver- 



Nc:s 



6 — 






lesen, wegeu Ehrenverletzung des Erstereu. (Nach 
dem Rituale soll näml. zuerst ein Priester, so- 
dann ein Lewit und hierauf ein Israelit zum 
Verlesen aufgerufen werden. NVeun nun die in 
der Synagoge Anwesenden den Priester als den 
zu zweit Aufgerufenen sehen werden, so werden sie 
sich denken, dass der Erstere als ein unwürdi- 
ger oder als ein illegitimer Priester befunden 
wurde, weshalb er durch einen würdigeren Prie- 
ster hätte ersetzt werden müssen.) Ein Lewit 
darf nicht hinter einem Lewiten einen Thora- 
abschnitt verlesen, wegen der Ehrenverletzung 
Beider. (Einige der Anwesenden könnten näml. 
denken, der Erstere wäre als ein unwürdiger 
Lewit befunden worden; Andere wiederum, der 
Zweite wäre kein Lewit, sondern blos ein Israe- 
lit.) Jom. 70* (mit Bez. auf die Mischna das. : 
„Der Hohepriester verliest am Versöhnuugstage 
die Bibelstellen Lev. cap. 16 und das. 23, 
26—32; aber die St. Num. 29, 7—11 liest er 
auswendig." Darauf wird gefragt: Warum 
rollt man nicht die Thora, bis man zu letzterer 
St. gelangt, auf? Antwort: In Gegenwart der 
Gemeinde ist dies unschicklich), «r^nns "r'>'':T 
•jics- bc rziz DTo:3 . . . ■»npn aber, möge man 
doch eine andere Gesetzrolle herbeischaffen und 
daraus jene St. aus Num. 1. c. verlesen! Das 
wäre eine Ehrenverletzung für die erstere Ge- 
setzrolle. Man würde näml. glauben, dass die 
betr. St. darin fehle. Sot. 41* dass. Cant. r. 
SV. iri73ip r.sT, Sl** Chananja, Mischael und 
Asarja entgegneten dem Nebukadnezar (Dan. 3, 
18): '21 D^D n-'Z in-»; ^ryn •;;{< wir wollen dem 
Götzen einen Makel, Verletzung beibringen; da- 
mit die Völker sagen: Wenn auch Alle den 
Götzen anbeten, Israel betet ihn nicht an. 

ü^l^, N-^'t cÄaW. (=D5e) Verletzung, 
Ehrenverletzung. Jora. 70* und Sot. 41* 
Nna; ir, ni:;e Nz^b ■'-i3a snbna ■'-i3i Nrbr 
N^JS N3''s """iDO ■'-ra wenn drei Personen aus 
drei Gesetzrollen Bibelabschnitte verlesen, so 
entsteht keine Ehrenverletzung; wenn aber eine 
Person aus zwei Gesetzrollen verliest, so ent- 
steht eine Ehrenverletzung. Daher werden näml. 
an dem Neumond Tebeth, der auf einen Sabbat 
trifft, drei Gesetzrollen herbeigebracht, aus deren 
einer der betr. Wochenabschnitt, aus deren zwei- 
ter die Stelle vom Neumond (Num. 23, 1 — 10) 
und ans deren dritter die St. des Chanuckafestes 
(Num. cap. 7) verlesen werden. Wenn hing, der 
Hohepriester am Versöhnungsfeste aus zwei Ge- 
setzrollen Bibelabschnitte verlesen würde, so 
würde eine Ehrenvcrletzung für die erstere ent- 
stehen; s. vrg. Art. — Trop. Pesik. Hachodcsch, 
53» „die Augen Zidkijas blendete man" (2 Kn. 
25, 7); r;;:3-D 57 «nn-'O sn das war der Mond 
in seiner Abnahme; bildl. für den Untergang 
des israelitischen Staates: vgl. auch N"^"?. Pesik. 
r. 32* dass. 



n^-^ia. miy^/em. N. a. das Abbrechen, 
der Abbruch, Verletzung. R. hasch. 23'' 
NbT nsab ba nn73i33 r,i2n nrsi «b übvn 
n-ap b\3 ~r?:"';D niemals stand die Sonne dem 
dunkeln Fleck (eig. sie sah nicht den abgebro- 
chenen Theil) des Mondes oder dem dunkeln 
Fleck des Regenbogens gegenüber; mit Ansp. 
auf Hi. 25, 2. j. R. hasch. II, 58^ mit. nr7:3-'o 
dass. Gant. r. sv. niss, 19"= u. ö. dass. j. Her. 
IX, IS"* un. wie lange spricht man den Segen 
über den Neumond (vgl. mri)? Nb^ionö ly 
nn72"'j3 bis seine Dunkelheit (eig. Lichtabnahme) 
ausgefüllt ist; d. h. bis zum 14. des Monats, 
Vollmond. Pesik. r. sct. 43 Anf. dass. — PI. 
ChuU. 17'' fg. n:23 asr r'rjs in ^<vz^i^ obo 
Hson '-I a-'Oip3 aT3 n73-'J3 i-oan itin n-:'3S 
n7:^;D '^= in^i-ijs ibiDi . . . V^s nz^i^ qs -i):« 
'31 naTQ- drei Arten von Abbruchen (Ver- 
letzungen) giebt es, die als eine Schadhaftigkeit 
anzusehen sind und für welche ein und dasselbe 
Mass gilt und zwar 1 ) das Abbrechen von einem 
Knochen des Pesachopfers (Es. 12, 46); 2) das 
Abbrechen, Verletzen des Ohrs vom erstgebore- 
nen Thiere (infolge dessen es nicht geopfert 
werden darf, vgl. anna); 3) die Verletzung eines 
Opferthieres durch andere Leibesfehler (d. h. 
eines weiblichen Sündopfers, vgl. laii). R. Chisda 
fügte hinzu: Die Verletzung, Schadhaftigkeit, 
d. h. Scharte des Schlachtmessers (womit man 
nicht schlachten darf, vgl. -,''23). Das Mass aller 
dieser Verletzungen gleicht dem des Opferaltars 
(auf dem, wenn ein Stück davon abgebrochen 
ist, nicht geopfert werden darf, vgl. Seb. 59*). 
Wie ist das Mass der letzteren Verletzung? 
Wenn der Fingernagel daran stösst, stolpert, 
vgl. Hin nr. 2. 

N;2!2r£ /. (verk. aus «aTSins , gr. Trpayjjia- 
-'.ov) Waare. Pesik. r. sct. 21, 40*^ xraT sn 
Nüij-^^nD Nn n::":;"'d srt az^vz ar, hier ist die 
Waare und hier der Verkäufer (dieselbe Phrase 
griechisch übersetzt:); hier rpa7iJ.aTt.0v und hier 
Tzga.y\i.aiiviTr[C ! 

]j£ Hif. l"'3DrT lärmen, schreien. B. kam. 
11 4'' und Taan. 18*, s. •;J3. 

p3 od. pJS eh. (=ljs) lärmen, schreien, 
s. TW. — «'js denom. von «32 s. d. 

«r:?!. Nn:'':S/. (syr. iLJ.) Geschrei, 
bes. Schreien vor Schmerz, s. TW. — 
n:312 m. (syr. \i^z^) Klage, s. n:313. 

"2 »H. (lat. paganus) Dörfler, Landmann, 
Bauer. Genes, r. sct. 50 Anf. ein Gleichniss 
von .Jemdm., der vom Könige die Obergewalt 
(N"'3i7:ir!, -fiysiiovia) erlangt hatte und der, be- 
vor er in seinen Regierungsbezirk gekommen 
war, 'ai \izz 'fimz n*"" wie ein Dörfler einher- 



y:s 






^:s 



ging n. s. w. Levit. r. sct. 26, 169'' dass., vgl. 
';"'^niN II und ■j-'-iin-a. Jelamd. zu Lev. 5, 21 
(citirt vom Ar.) "^brr; ns is-'yD-o i^si nbicb 
pb -rnN o-'wm ■'oin-'j :»nT^ nrn nb^sT, . . . 
■'Oir-'J JiTi irNi Nin yrnn i^Dn bnx i\-i;nr! 
'si ein Gleichniss von einem Königsdiener und 
einem Dörfler, welche den König erzürnt hat- 
ten; letzterer bestrafte seinen Diener, den Dörf- 
ler aber Hess er unbestraft. Er sagte: Dieser 
mein Diener kennt meine Verordnungen und 
ärgerte mich dennoch, deshalb tödtete ich ihn; 
der Dörfler hing, ist ein Idiot und kennt nicht 
meine Verordnungen, deshalb liess ich ihn un- 
bestraft. Tanch. Behaloth., 207* ins ciDiss 
crmp. aus i;a, s. oisnü^N. — PI. j. Schabb. XII, 
13'' un. Ni-':aDi N^umbna ';''-i3'':i:3 \1^r, ■j^''ynT ■j-'-n 
«■'anbin inm dt' ban «"Cii rr'nbiaa •j'-bso -jinri 
■(iDn N'^SJE •jibTN iimp i-ipc:! •^vz-fp ■j''-^ 
'm ^lanp biiyu yy:i iinx NP-'-nsn zwei Fami- 
lien gab es in Sepphoris, deren eine Adlige 
(Rathsherren, et ßouXsyxai) und deren andere 
Landleute (pagani) waren, welche täglich den 
Fürsten (Nasi) hegrüssten; die Adligen gingen 
als die Ersten hinein und kamen als die Ersten 
heraus. Die Landleute jedoch zeichneten sich 
später durcli Kenntniss der Gesetzlehre aus; 
weshalb sie nun als die Ersten den Fürsten be- 
grüssen wollten. Hierüber befragt, sagte R. 
Jochanan: Selbst ein Bastard hat, wenn er ein 
Gelehrter ist, vor einem unwissenden Hohen- 
priester den Vorzug, j. Hör. Ende, 48*^ dass. 
Exod. r. sct. 15, 114'' D-'JNjsn die Laudieute. 
— Davon Adj. Midrasch Samuel zu l Sm. 
28, 8: „Saul zog andere Kleider an", ii^n^j 
Np-isjE, d. h. bäuerische Bekleidung, vesti- 
menta' paganica. Levit. r. sct. 26, 179** Npis:, I. 
Np-'SSD. — NDr2 s. Da-»E. 

yjS (=bh. Grndw. ;3 vgl. auch äsB) an- 
stossen, zusammentreffen, insbes.oft feind- 
lich anfallen, j. Schabb. IX, ll"" un., vgl. länn. 
Snh. 81'' s. N.-p. Num. r. sct. 5, 192'' sba -^ns 
'm ri'^-prt npb yin ht: obina yas-i damit die 
göttliche Strafe nicht alle Nachkommen des 
Kehath (wegen der Sünde Korachs) träfe, ver- 
band Gott einen Theil seines Xamens mit dem 
W. n-p, näml. rr, woraus ^nn-pri. Dafür auch 
ys:, vgl. \sd:. 

Nif. befallen, betroffen werden; insbes. 
oft: von Plagegeistern, Dämonen heim- 
gesucht werden. Schabb. IS** ;?aD: naia 'j-'n 
der Wahnsinnige wird nicht von Plagegeistern 
befallen; d. h. er ist gefühllos gegen Leiden. 
Chag. 14'' yjD:T y^iir; n7:it p Ben Sonia schaute 
(d. h. vertiefte sich zu sehr in metaphj-sische 
Betrachtungen) und wurde wahnsinnig, j. f'hag. 
11, 77'' ob. steht dafür yjCjT y'£- ■'Nir p. 
Da jedoch das. vorkommt yina": n"1t p ■'nn 
Ben Soma ist ja draussen, d. h. nicht bei Sin- 
nen, so dürfte die LA. in bab. Gem. richtiger 



sein. j. Schabb. VI, 8'' mit. Nbiött . . . yicsica 
yiEl wenn man von Plagegeistern befallen wurde 
u. s. w. Dav. »■'3272 s. d. 

y32 cÄ. (syr. vs_ls=y3E) begegnen, zu- 
sammentreffen, j. Ber. II, 5° un. ri^n y^c 
'li:''b nn ein Spötter begegnete ihm. Genes, r. 
sct. .36 Anf. NTna rr'a y:iD ein Dämon begegnete 
ihm. Uebrtr. bitten, eig. in Jemdn. dringen. 
Das. sct. 58, 57" ib ni:iy;D bittet ihn für mich, 
vgl. -iD")0. 

n>""'j2/. N. a. 1) das Begegnen, j. B. 
mez. II g. E., 8*^ ni72bn ujn72 nyjD biD-^ yjsn -'s 
nsnn -»a -taib unter yaon 13 (Ex. 23, 4) könnte 
man ein wirkliches Begegnen verstehen (d. h. 
man müsse das entlaufene Thier eines Andern 
nur dann zurückführen, wenn man es treffe), 
daher heisst es, das. V. 5: n^nn •■:> „wenn du 
es blos sehen wirst." B. kam. 87* -UTO icnn 
'st r,y-i inyjD ppi was den Taubstummen, 
den Wahnsinnigen und den Unmündigen anbe- 
langt, so ist ihr Begegnen insofern böse, als 
Jem., der sie beschädigt, straffällig ist, dass sie 
aber, wenn sie Schaden zufügen, nicht strafbar 
sind. — 2) übrtr. das Dringen in Jemdn., 
dah. Bitten, Beten, j. Ber. IV, 7'' ob. i"-« 
rtbsn Nbs ny^JD das W. y;D (Gen. 28, 11) be- 
deutet nichts anderes als Beten; mit Bez. auf 
.Ter. 7, 11. 27, 18; Jakob soll näml. das Abend- 
gebet eingeführt haben. Genes, r. sct. 68, 67''. 
Sot. 14» u. ö. dass. 

yJS m. (=bh.) was Jemdm. begegnet, 
Ereigniss, xux^ttj. — PI. D''y5E, T'^Ji? oder 
yS'iys (von einem sngl. Nyi:iE) anfallende 
Dämonen, Plagegeister. Schebu. 15** "fO 
Q^Sis bia der Psalm zum Schutz gegen die 
Plagegeister, näml. Ps. 91, 1 — 9. (Nach einer 
andern Ansicht heisst dieser Psalm: Va yvi 
a"'y;3 zum Schutz vor Plagen, d. h. V. 10 ein- 
schliesslich, wo yj3T steht.) Num. r. sct. 12, 214"' 
dass. — j. Schabb. VI, 8'' mit. ■j-'yijs ba T'ffl, 
näml. Ps. 3 ganz und Ps. 91, 1—9. j. Erub. X 
g. E., 26° D-'y^D bia Tiiij. 

>:£), X>;:2 eh. (syr. jil^=yaE) Anfall, 
Plage. PI. Ruth r. sv. n-.n n7jNm, 38'' wird 
■■D ■'ysDn bx (Ruth 1, 16) gedeutet: ^by sann «b 
'st ■'373 l^iy^E 'jinon sb sündige nicht um meinet- 
willen, dass du nicht durch dein Dringen in 
mich, dich zu verlassen, dir Plagen zuziehest, s. 
auch TW. 

i'y^S m. pl. Pflaumen. Schabb. 144" ob. 

Iiuji-inni l-'yjDD 'j-'amo man drückt die Pflau- 
men und die Quitten aus. Ar. erklärt das W. 
durch NJins, Raschi ffiinnc, pruna. 

"1j2 . Pa. laE (arab. '^ auflösen, hinfliessen 

machen); übrtr. 1) zerstören, niederreissen. 
Pesik. Sach., 26» wird ny i-y (Ps. 137, 6) 



iij;^» 



jiiJiis 



übersetzt: n;D i-jd zerstöret sie, zerstöret sie! 
Thr. r. SV. -n:T , Gd^ dass. Pesik. Anija, 135* 
nsJD Tin;d dass. Trop. Part. pass. Levit. r. 
sct. 19, 162"= Nnb ■'7;32T3 diejenigen, die wüsten 
Herzens sind, vgl. TTja. — '_',) stören. Keth. 
lO.S*" Rabbi dacbte bei sich: ri^niDN Kb ich will 
ihn (den R. Chija in seinen frommen Hand- 
lungen) nicht stören. — Ferner 3) intrnst. 
ohne Beschäftigung sein, daher müssig- 
gehen (ähnlich bh. -la--). Schabb. 129"' NBV 
123-1 rT'3 ■'-JD72T der Tag, an welchem die Ge- 
lehrtenschüler müssiggehen, Ferien haben, vgl. 
asa. — Ithpe. dass. Keth. 111'' R. Chija bar 
Abba, der Jugendlehrer des Resch Lakisch, 
■'S?:« rf? -i7:n n.hn 'd ■'hn «Vt 'TST' xpbn las^N 
n-i5D"'N verabsäumte drei Trage und kam nicht; 
als er wieder kam, sagte jener zu ihm: Wes- 
halb verabsäumtest du? Genes, r. sct. 94 g. E. 
1)3 15DX S53?y n"a dass. — Af. zerstören, 
beschädigen. Nid. 66* ~,>ü^2 "'"iiaDN msina 
nb die Röhre (zum Untersuchen des Leibes) 
würde ihren Körper verletzen. 

"n3'£3 m. N. a. das Zerfallen. Zerstörung, 
s. TW. 

"liS m. (=bh.) Leichnam, eig. Hingefal- 
lenes. PI. trop. Genes, r. sct. 44, 43'' (mit 
Ansp. auf Gen. 15, 11 n'i:"i = 2iä^T gedeutet) 
Gott sagte zu Abram: «ba a^~i^ "1^33 royissb 
irib ^\1^a^y ^msT n73Sjn y-n wenn deine Kin- 
der Leichname (d. h. hinfällig, saftlos), ohne 
Sehnen und Gebeine sein werden, so wird deine 
Tugendhaftigkeit ihnen beistehen. 

XS. NT2, NTS eh. (syr. ^.I^, (^.J=-ijü) 
1) Leichnam, s. TW. — 2) übrtr. Schaden, 
Verlust. B. mez. 69'' n^jdi n-iJN nros der 
Vermiether eines Schifi'es darf Miethslohn, aber 
auch Ersatz für den Verlust (wenn es schadhaft 
geworden) nehmen. Das. 70* ^s•:s^D •'33 ";n: 
-T'30 r;"w3 Nn;2 -a-'a'a rj'03 kiax die 
Schiffsleute beobachten folgenden Brauch: Das 
Miethslohn zahlen sie, sobald sie das Schiff an 
sich nehmen; den Schadenersatz aber, wenn das 
Schiff beschädigt wurde. — Tosef. Kel. B. mez. 
IV Auf. -:;Dn ed. Zkrm. (etwa— Na| s. d., rieht, 
ed. Wilna u. a. ws'inB) Zaum od. Halfter. 

il'^S eig. (=bh. Grndw. ss) auf Jeradn. 
stossen. Nifal. und Nithpa. Jemdn. beim 
Zusammentreffen seine Uebermacht füh- 
len lassen; ähnlich arab. ,Z^- Deut. r. sct. 

9, 261'' 'rsi isbnr; a^ Ü3EP:a 3pr-'D -i3J i7J 
wer ist denn ein Mann wie Jakob, der, beim Zu- 
sammenstossen mit dem Engel, ihn seine Ober- 
macht fühlen Hess u. s. w. Das. sct. 11, 262'' 
Jakob sagte zu Mose: Ich bin grösser als du, 
noö nb -\^zn in« •vinssi n^bj^r; D7 %T:j;s;a 
nbi? •':ni "jbu ims-iiDa iN37:n dj» rojs: nnK 



[ •':«7: ■I■'N^^-l52 int pb-a ■jim^T'ss ibss denn 
! ich stiess mit dem Engel zusammen und besiegte 
ihn. Mose aber entgegnete ihm: Du sties- 
sest auf den Engel auf deinem Gebiete (d. h. 
auf Erden, 7:äp{x"?°"^' ^'S- Umgegend) ; ich hing, 
ging zu den Engeln in ihr Gebiet (den Himmel) 
und dennoch fürchteten sie sich vor mir; mit 
Ansp. auf Ps. 68, 13. 19. Ar. citirt aus Jelamd. 
zu Gen. 48, 1 "jNbttn üy oiDr73T ismn pb 
Laban verfolgte den Jakob und letzterer stiess 
auf den Engel. 

ti*J2 chald. {—'5iB) stark, mächtig sein, 
werden, s. TW. 

li^'|S oder l1*^£ m. (syr. ]• ''- oder ] « '■^■ ^ 
vgl. Smith Thes. Syr. I, Col. 448) grosser 
Schleuderstein. Tosef. Kel. B. mez. IH Anf. 
«;3Dn ed. Zkrm. (a. Agg. ipaEn) der grosse 
Schleuderstein. Ferner Name eines Ortes, 
j. Ab. sar. V, 44"* mit. t:;ad -id3 das Dorf Pa- 
gasch. — Fem. -isias od. -läiaE. PI. Kel. 
16, 8 müiJcr! rT'3 (Ar. und R. Siinson haben 
die Var. nrjiD-, s. \vm) das Behältniss 
grosser Schleudersteine. — Dafür auch im 
Trg. NT313S oder sinaD, s. TW. 

S~S oder N~ji m. Griff, Stiel: vielL mit 
arab. j,^i od. j^.^ zusammenhängend. B. kam. 

27'' -■'^n?;! »'.12-1 mo bpia Ar. (Agg. nhsd) er 
nahm den Stiel der Hacke und schlug ihn da- 
mit. — PI. das. '31 N1D3 i'^o nN73 (Nn:B3 ■'nio) 
hundert Schläge sollte er ihn mit dem Stiel 
schlagen; d. b. er war im Rechte. — Ferner 
N. pr. Padda (oder Peda Nns). Nas. 5'' fg. 
u. ö. N-7D -13 Bar Padda. Davon verlängert 
Khl. r. SV. D3n-3 ^3, 89"*. Pesik. Par. 37'' nn 
r.^^-Zi Bar Paddaja; öfter n-D '~i R. Paddath. 
j. Jom. IV, 41'' un. u. ö. 

NCS~3 ni. (arab. -fjki) Schleier vor dem 
Gesichte. Schabb. 66'' N73i<nE Ar. (Agg. wais) 
als eine Uebers. von ';n7;üp:x s. d. 

;1Ji~S, JlüTS >». (gr. -ai&ayuYÖ?) Päda- 
gog, Erzieher. Genes, r. sct. 1 Anf. wird 
in:;« (Spr. 8, 30, mit Bez. auf iKar,, Xum. 11, 
12) erkl. durch iians. Das. sct. 28, 27'' ba7j 
m3-ipb iN-'i:im iisiob 1:3 n« 13730 ib7:b 
'dt ~y\ ein Gleichniss von einem König, der 
seinen Sohn einem Erzieher anvertraut hatte, 
welcher ihn aber zur Unzucht verleitete u. s. w^. 
Das. sct. 31, 29* ii;i3 ib riTiD D-'3b72 pb bOTS 
rni; ''tu jiaiD rrn nno rr'na ^21 b3 ein 
Gleichniss von einem Königssohn, der einen Er- 
zieher hatte ; so oft nun der Erstere sich etwas 
zu Schulden kommen Hess, wurde der Erzieher 
gezüchtigt. Pesik. Bachod., 101'' u. ö. laiJT'D 
sein Erzieher. Exod. r. sct. 21, 121"". Das. sct. 
'• 37 Anf., 1. -ipn. Das. sct. 42 Ende. j. Snh. X, 



NJüns 



9 — 



ris 



28'' UD. u. ö. Thr. r. sv. 'r: nba, 68» „Asaf 
sang: Gott, die Völker kamen in dein Heilig- 
thum" (Ps. 79, 1). Ein Gleichniss von einem 
Könige, der einen herrlichen Hochzeitsbaldachin 
für seinen Sohn anfertigte und der, da Letzte- 
rer entartete, den Baldachin zerstörte u. s. w. 
'st -!7jt73 n-im D^3p bü ma-iN nbio aians bü3T 
da nahm sein Erzieher eine Flöte von Rohr und 
spielte Weisen, indem er sagte: Ich bin froh, 
dass der König seinen Zorn blos auf den Bal- 
dachin und nicht auf seinen Sohn ergoss. Eben- 
so sang (m72T33) Asaf, dass Gott über den Tem- 
pel von Holz und Stein seinen Zorn ausschüt- 
tete, Israel aber verschonte; vgl. ßer. 7'', mit 
Bez. auf Ps. 3, 1, s. njip. — PI. Num. r. sct. 1 
Anf. ü^1^2^ priN riU)7a V^'i^l? nujbia die drei 
Erzieher Israels, näml. Mose, Aharon und Mir- 
jam. Deut. r. sct. 2, 251* ein Gleichniss von 
einem Königssohn ib rm ny-i mmnb N2:'">ü 
'st '[■'aiJnD niabia welcher der Unzucht verfal- 
len war und welcher drei Erzieher hatte, deren 
Einer sagte: Man möge für ihn Fesseln im 
Werthe von 100 Litras anfertigen u. s. w. 

Kjl3"!2 dl. (syr. ^l^i^s=3i.nE) Erzieher. 
— Fem. Nraia-iE Erzieherin, s. TW. 

X'lJtiS, rfin^i/. (gr. TtoSaypa) Podagra, 
Fussgicht. j. Schabb. VI, 8" ob. sbaa '[■'NST' 
mmD ni3''Sr! b:>0 „man darf am Sabbat aus- 
gehen mit dem Sela anf dem leidenden Fuss" 
(das. Mischna 6, 6), das bedeutet: Fussgicht. 
In bab. Gem. hing, erklärt durch nj'-in nn 
Fussverhärtung, Ballen. Sot. lO'' „In sei- 
nem Alter war Asa krank an seinen Füssen" 
(1 Kn. 15, 23); nisiid inmNia n iun Rah 
sagte: Die Fussgicht überfiel ihn. — j. Maasr. 
I, 49* un. mJT^D crmp. aus m;-iiD s. d. 

CIJllS m. Adj. (gr. TCoSaypixo?, TOSaypö?) 
podagrisch, an Podagra leidend. Levit. 
r. sct. 5, 149'' o-i-iJiiD N-'DNT sn3-'T3 NT! nmby 
'st (Ar. SV. aby liest oiü-'-iJUo) unglücklich ist 
die Stadt, deren Arzt an der Fussgicht leidet. 
Vgl. Nuoip-'N. — PI. Jalk. II, 25'' iiaiann 
li-ianism die Schwächlinge und die an der Fuss- 
gicht leiden. 

nniS/. (von mD?) Stirn. Jeb. 120* nms 

•jiN nnlD Nbl D-iSD t|1S-lD D^3D tl1S-)D Nbl 

Damn av oniso i-'n-'U) 13» T'tj'73 (wenn eine 
Frau, deren Mann fortgegangen ist, behauptet, 
er sei gestorben und Zeugen aussagen,) sie haben 
die Stirn der Leiche, aber nicht das Gesicht 
derselben, oder: sie haben das Gesicht, aber 
nicht die Stirn gesehen; so ist ein solches Zeug- 
niss mangelhaft, bis sie bezeugen, sie haben 
jene beiden (Stirn und Gesicht) sammt der Nase 
gesehen. Bech. 46'' dass. Das. ein Kind, von 
dem der grösste Theil des Kopfes aus dem Mut- 
terleibe herausgekommen ist, wird als geboren 

Lbvt, Neuhobr. u. Clialrt. Wörterbuch. IV. 



betrachtet. inmD NSrmS Tasi m infNi 
was bedeutet „der grösste Theil des Kopfes"? 
Wenn seine Stirn herausgekommen ist. Mac. 
20*'' inmD seine Stirn. Schabb. 54'', s. pny. 

Srini? eh. (=nr!ns) Stirn, s. TW. 

N^nS «!. pl. (gr. -jcaiiSii; mit semit. Endung) 
Kinder, j. Git. V, 47'' mit. wird müPSN 
(maiyD) erklärt durch Nins (manche Agg. crmp. 
ni'^-id) Kinder. 

^L?2"'~£ m. pl. (gr. xaiSsuToi) erzogen, un- 
terrichtet, j. B. bath. VIII, 16'' un. iins 1113 
'dt liDb n-^nn-'T titz ^b i^n ^^sinD ipp da ihr 
nun ungerathene, schlechtgezogene Kinder (etwa 
xaxoTcaiSeuTOt.) seid, so gebet mir das zurück, 
was ich euch bereits gegeben habe; denn euer 
verstorbener Vater hat mir seinen Nachlass blos 
für gerathene Kinder (n^-irm ■'133) übergeben. 

n"~iS/. N. a. (von i-id, rrjE) das Auslösen. 
Bech. 12''. 13* fg. mS7:b n73Tip rr'-'isrr ms» 
nD'iiy das Gebot des Auslesens (eines erst- 
geborenen Esels, Ex. 13, 13) geht dem Gebot 
des „Genickbrechens" voran; denn blos, „wenn 
du es nicht auslösest, so zerbrich sein Genick." 
— PI. Ber. 55'' ni'-irr mb'ii; drei Erlösungen, 
d. h. drei Schriftstellen , wo das W. ms vor- 
kommt. 

'^VIB m. (=bh. nrns und y-ß) das Löse- 
geld. Bech. 12'' -iiTan nas iii-id das Lösegeld 
für den erstgeborenen F^sel. Das. "i^rt •ji-ins das 
Lösegeld für den erstgeborenen Sohn (Ex. 13, 
13). Das. 1:12 -iiay?: iriD das Lösegeld für 
den zweiten Zehnten (Dt. 14, 26). Kidd. 6''. 
j. Pea Vn g. E., 20"= u. ö. 

n>1C~2 j. Kil. I, 27* mit. crmp., s. n5i«"i5. 

|1S, Xj'^S m. (syr. ^^, hbr. "[nc. Stw. ms, 

arab. j^ schneiden, pflügen) 1) Joch oder 
Pflugschar. Thr. r. sv. nbs by, 59'' "j-nn in« 
■[313 •'-lOT löse das Geschirr deines Ackerviehs 
und löse deine Pflugschar. Das. rfins ■j'^st er 
verkaufte seine Pflugschar. Pesik. r. sct. 43, 
47'' s. Nsq II. — 2) übrtr. Joch für Gespann 
der Pflugthiere (=hbr. 1732: s. d.). B. kam. 
96'' ■'ninn n3TD ein Joch Rinder, s. auch TW. 

pnS Kel. 3, 6 s. ou-=3. 

yiS (=hbr. ysi- mit Wechsel von t und s) 
verwunden. Grndw. ns, ys eig. einschneiden, 
öti'nen. Snh. 109'' (ein Urtel der sodomitischen 
Richter) rr'b sn rr'b ■'nöN n-inanb nib ynsT 
N731 bpU5T Niax (in einigen Agg. crmp. y-isn) 
wenn Einer den Andern verwundet hatte, sagten 
sie zu Letzterem: Gieb ihm dafür Belohnung, 
dass er dir zur Ader gelassen hat. Das. rr^yns . 
Ms. M. (Agg. inTino, y in ■i verw.) man verwun- 

2 



Nl-'IE 



10 — 



HB 



dete ihn. Levit. r. sct. 12, 155"* rr^rncT --ivn« 
sie (die Wächter) schlugen ihn und yerwunde- 
ten ihn. j. Kidd. I g. E., 61"* wird irtsiD (Hi. 
33, 24) gedeutet: 'j^mc'>''3 ir!?iD verwunde ihn 
durch Züchtigungen. 

S>c~£' ">-"£ »'• (hbr. y^^) Wunde, Ver- 
wundung. Khl. r. SV. •OS'" "'S, So' -yns in 
eine Wunde. — PI. Levit. r. sct. 12, löö"* rab 
15721 T"~E „wer hat unverdiente Wunden"? 
(Spr. 23,' 29). Esth. r. sv. N-r Vs, 105'' dass. 
— Fem. Ab. sar. 28* nt: Nn:-D Nry-s 'nh 
'dt die Verwundung durch das Schwert ist 
lehensgefährlich; man darf daher um ihretwil- 
len den Sabbat entweihen; s. auch TW. 

N>;i"?, Nj;""? masc. (syr. llo'^) Beil od. 

Streithammer, womit man verwundet, s. TW. 

IjS »i. (=bh.) Schmeer, Fett. Stw. arab. 

jtXi weich, fett sein. Tamid 31" -rtsn rti b::3 

rrbrrb ffiNnr-; rr^n'a D^n b? i3m;i man nahm 
den Schmeer und legte ihn auf die Schlacht- 
stelle des Kopfes nach oben zu. ChuU. 27^'' 
u. ö. — PI. j. Jom. IV, 41** un. '[■'"ilEi a''T3"'N 
die Glieder und die Schmeerstücke der Opfer. 
Genes, r. sct. 6S, 67'* E. Tanchuma sagte: ib'ES 
B-i-nsi cnn-'s ijrr vz"? rtb c-" a-rn nbcn 
nnr»- br iinh cbsNr?: -r—,v auch das Abend- 
gebet hat seine Begründung, näml. entsprechend 
den Gliedern und Scbmeerstücken, welche des 
Abends auf dem Altar verbrannt wurden, vgl. 
3N II und 3-r. 

1~£, Pa. -j^E verachten, schmähen. Das 

Wort hängt wallrsch. mit arab. ' ^i : schwäch- 
lich sein, zusammen. Thr. r. sv. lac'', 63^ fünf 
Fürsten sagten zu Zidkija: Nmab;:] ^5^^^•' rmn "jb 
N— w2 bzKT r;\— 'rn n7:NT rr'b n-,nD Nin qs 
Nrn:-N-i Ar. (Agg. -iS'nrinrb -ti-,:?;; Sed. 
65* TT^":) dir allein geziemt die Regierung; 
und er selbst schmähte den Nebukadnezar, in- 
dem er sagte: Ich sah ihn, Fleisch eines leben- 
den Hasen essen. Zidkija soll näml. den Ne- 
bukadnezar dabei angetroffen haben, als letzte- 
rer von einem lebenden Hasen ein Stück Fleisch 
abgerissen und verzehrt habe; was zu jener Zeit 
als ein grosser Schimpf augesehen wurde. Zid- 
kija soU nun den geleisteten Eid, dieses nicht 
zu verrathen, gebrochen haben. Darin habe 
„seine Widersetzlichkeit und Eidesbruch" (2 Chr. 
36, 13) bestanden. 

S1~''£ tnasc. eine Excrementenmasse, 
welche durch die Sonnenhitze getrocknet und 
fest wurde. Nid. 28* N~iT'EN3 nitd "'33 by 'dto 
Ar. (Agg. d''-ven) man verbrannte die Leiche 
auf solcher Masse u. s. w., vgl. n":-!"'-:n. Ar. 
citirt die LA. Hai's sn-iB 133 b? (ohne «"-"ENa) 
dass. 



jTJ"l"j£, richtiger n"";--! s. d. 

n£ m. St. c. -E (=bh. Stw. wahrsch. ns oder 
ms s. die) 1) Mund, eig. Spalt, Oeffnung, 
sow. vom Munde des Menschen, als auch von 
dem des Thieres. Exod. r. sct. 5, 107'* Tnyn pb 
b33 D"';3b~ rryc 'ir --1 r!E3 nbnra 1^3 
an3 deshalb Hess Pharao die Israeliten anfänglich 
durch Anwendung sanfter Worte arbeiten (eig. mit 
weichem Mund, '^-, r;E3 als Deutung des Ws."]-ie3), 
damit sie die Ziegeln mit aller Kraft anfertigen. 
Sot. ll'' ob. dass., vgl. auch nr-i-E. Oant. r. 
sv. bn3M3, 21'' mio ~e ein übelriechender 
Mund, näml. des Götzen Dagon. Chull. 142* 
-Ey -■!";■' rvb;~.7; p-'BriC ns der Mund, der 
Perlen (bildi. für treffliche Lehren) vorbrachte, 
soll nun Staub lecken! vgl. -jnb. Kidd. 39'' 
dass., s. auch ■j-'zb-rc. Tosef. Kel. B. mez. VII 
DTT'D ^^^ s. rtjy^. Schabb. 140''. 141* ob. 
yn TT'E'w r:;;r;3 . . . "b"' n'EO nans ein Thier, 
dessen Maul gut, reinlich ist (das näml. keinen 
Schleim in das Futter wirft, wie z. B. ein Esel); 
ein Thier, dessen ^Maul schlecht, unreinlich ist 
(das Schleim in das Futter wirft, z. B. ein 
Rind). Roth. 6'' u. ö., s. ss"^^;;. — --e by !:iN 
obgleich, s. :]t<. -«Eb, •^3^dV s. d. W. Git. 72'' 
u. ö. HB by3"i; C"'~3T die Worte, die mündlich über- 
liefert wurden, d. h. die traditionelle Lehre, 
Ggs. 3n33'a D''-i3T die schriftliche Lehre, vgl. eps. 
— PI. Deut. r. sct. 2, 253* ^r-ä c-ttiso ni'En 
lyiri ir~3'' ■;- m-'ic- (mögl. Weise zu lesen rrs 
von rfE) „die Münder, welche sagen: Es 
giebt zwei Gottheiten, werden vertilgt und ver- 
nichtet werden"; ansp. auf Sach. 13, 8. Cant. 
r. sv. bn;«3, 20'' (mit Ansp. auf n-'Ebrb, HL. 
4, 4) -31" n^B ib i-i72N"w ~zo das Buch, das 
mehrere Münder gesagt haben; d. h. die Psal- 
men, welche von 10 Weisen abgefasst sein sol- 
len, vgl. B'bnri, n"'b''P (näml. r'!'B-bn gedeutet). 
Das. 20** dass. '— Cebrtr. Schärfe. Ber. 5* 3-;n 
nvE TTw b\a ein Schwert mit zwei Schärfen, rVE"'D 
(Ps. 149, 6). — 2) Muttermund. Nid. 16'' 
riE— -ir3 piinB -,y eig. während der Speichel 
im Munde ist; d. h. während das Blut in der 
Scham ist. Snh. 100* wird nEiinb inbyi 
(Ez. 47, 12) nach einer Ansicht gedeutet: das 
Blatt jenes Baumes diente dazu, ns "'rnb 
m~,py n-> -rmb . . . n"':bw um den Mutter- 
mund zu lösen; um den Muttermund der Un- 
fruchtbaren zu lösen, dass sie näml. gebären 
sollen, j. Schek. VI, 50* un. dass. Midr. Tillim 
zu Ps. 103 Anf. rr'Bi nnN Nn;iB ms bir-' ax 
'd"i r!2::b -■'b nNTn r;DN-i ribsis mya- rrrab 
wenn Jeni. eine Geldkatze, deren Oeffnung nach 
unten zu gewendet ist, trägt, so fällt das Geld 
heraus; das Weib hing, hat die Oeffnung nach 
unten zu gewendet, aber dennoch bleibt das 
Kind im Leibe, vgl. "üppN. — 3) Name des 
Buchstabens Pe. Schabb.' 104* riB r;BiE3 na 
airs riB n-PE ns niiroB Ms. M. (Agg. •'s) das 



ns 



— 11 — 



J1S 



krumingebogene Pe und das gradgestreckte 
(Schluss-) Pe bedeutet: Der Mund sei bald ge- 
öffnet, bald geschlossen; d. li. der Lehrer öft'ne 
den Mund vor wissbegierigen Hörern; schliesse 
ihn aber, wenn kein Verlangen nach Belehrung 
vorhanden ist, vgl. läss Pael. Snh. 104'' b''3"i:3 
Dr;iD3 n!:Na D''V;t3 b'^^iaa '[''"yb nc Di-ipn n?: 
DrfJ-'yn int N3U na weshalb setzte die Schrift 
das Pe vor das Ajin (näml. Klgl. 2, 16 fg.)? 
Wegen der Kundschafter, welche mit ihrem 
Munde aussprachen, was sie mit ihren 
Augen niclit gesehen hatten. — PI. Schabb. 
lOS*" man muss die Buchstaben deutlich schrei- 
ben, ■|in-'ü T'D''s 'jis-'E ■j\-iiu . . . mns'' xbia 
dass man nicht etwa die Teth's wie die Pe's 
oder die Pe's wie die Teth's schreibe. 

ns od. ns m. eine Wespenart, vgl. auch 
nn. Nach Lewys. Zool. d. Tlmd. p. 305 Fei- 
gengallwespe , Feigenbohrer. Schabb. 90* 
-S^iNm HD die Wespe in den Feigen. Das. ein 
Schüler, der in Gegenwart des R. Jochanan 
Feigen ass, rief aus: nax D''3Nr3 TU"' ü^^'^'p 
■;->nb ns n-'büp i^nv 'i Ms. M. (Agg. nbnp) 
Dornen sind in den Feigen (d. h. es sticht mich 
im Magen)! R. Jochanan sagte hierauf: Die 
Feigenwespe beschädigte diesen. 

KnS (syr. («tls) herumirren; ähnl. arab. 

lii etwas vernachlässigen. Part, n^he (syrisch 
'ilar.s) der Irregehende, Herumlaufer, s. 
TW. 

^rfSi ''ns m. (syr. ]^(tl£) das Hin- und 
Hergehen, zweckloses Herumlaufen. Meg. 
IS*" un. „Die Gesetze des Königs befolgen sie 
nicht" (Esth. .3, 8); iniD ■'n-'ian Nnöb n-ib -ips'JT 
NanD mn"' Nbi Ms. M. sie verbringen das Jahr 
mit Stehenbleiben und Herumlaufen und zahlen 
keine Steuern (Agg. Tib Tito 3, wohl durch die 
Deutung Dvn naö Qvn pdü „heute ist Sab- 
bat, heute ist Pesach" verleitet; und der letzte 
Satz fehlt ganz), s. auch TW. 

pnS, Pi. pn-'S (ähnlich arab. ^j&i) gäh- 
nen, Grndw. ns, eig. den Mund aufsperren. 
Ber. 24'''' •pr\^Bi •pr,-':^ (Ar. pmsi pm;, Part. 
Kai, wohl verschrieben) er rülpste und gähnte. 
Das. ö. 'p'Ti^^ gähnend, j. Ber. HI, 6'^ uu. dass. 
Nid. 63* un.' r;2:ay5Ji npns?: sie gähnte und 
nieste. Schabb. 136" nm pnisia das Kind 

gähnte und starb; vgl. arab. ^(.i vom Aus- 
hauchen der Seele des Sterbenden. 

pin"'S m. N. a. das Gähnen. Ber. 24'' ob. 
pin^si -p^r.^i Ms. M. (Agg. pnD7:i "pr.m) das 
Rülpsen und das Gähnen. 

nSIS/. (arab. -^U, bh. N. pr. ntj^E , rrz) 
Färberröthe, Krapp. Schebi. 5, 4 Vä nsic 



rr'T'y die Färberröthe in einem fetten Boden (?). 
Das. m;3in^p3 nmx •;i-ipiyc nj-b:: b".a nsis 
PDiiij biD die Färberröthe, die auf Felsen wächst, 
welche man mit metallenen Aexten ausreisst 
(m3'b::=mybo, D^ybo. j. Schebi. V, 36* ob. erkl. 
dies durch m::iD, Ar. ed. pr. N"i::ii, d. h. TOTpa, 
petra, Fels; und erklärt r''T'y und myb:; als 
Städtenamen). Schabb. 66'' nsis ■'Top (Ms. 
M. nN's, ebenso Ar. ed. pr. an vielen St.) 
Krappbündel, als Heilmittel. Raschi: nS3"ij, 
garance, Krapp, j. Schabb. VI, S** ob. Nnn 
Nin 3a ';^J3 3a np"'y nxiD der Krapj) ist ein 
gutes Heilmittel, wenn er viele Knoten hat. j. 
Erub. X g. E., 26"= dass. Meg. 4, 1. Schabb. 
89'' und 90*, s. o'^uo^n H. Tosef. Schabb. IX 
(X) u. ö. — Denom."' Part. Pnal Tosef. Ter. VII 
g. E. 'di ti-'io': n^'^'iDa ib^'DN '[■'bp-i:23 i:n: ed. 
Zkrni. (Varr. n-<iD7a und T^isa) wenn man die 
nicht zugedeckte Schale mit Getränk in einem 
Triclinium niedergestellt hat, so ist es, selbst 
wenn letzteres mit Krapp gefärbt oder mit Kalk 
beworfen ist, zum Trinken verboten, weil die 
Schlange auch in solche angestrichene Gemächer 
eindringt und von dem Getränk getrunken haben 
könnte, vgl. ii';\i. 

XmS eh. (syr. |ia-s = nNiE) Färberröthe. 
Schabb. 66'' nt'33 Ndid boD die Färberröthe 
fiel in den Brunnen; bildl. für; Niemand dürfte 
alle dort angegebenen Vorschriften beobachten, 
um dadurch eine Heilung zu erlangen; vgl. auch 

N3-'n3. 

JIS (=bh. , syn. mit piE und aram. ps:, 
Grndw. 3S, pD) eig. ausgehen, bes. schwin- 
den, vom Geruch, den Lebensgeistern u. dgl. 
(bh. 3b :»D = 3b n::\ vgl. auch Hbk. 1, 4 Ji3n 
ri-nn=^nmn NXn die Lehre schwindet). Schabb. 
40'' man darf am Sabbat ein Bchältniss mit 
Wasser vor der Flamme halten, ';n3''i: sisiru ■'13 
Ar. (Agg. ;i3nü b"'3T253) damit seine Kält6 
schwinde. Jom. 34'' u. ö. s. r^toöy nr. 2. j. 
Schabb. III, 6'' ob. dass. Ker. 6'' a-'iö'Tüjn mW3 
nn"'n ^lar Nbö ^ns m3ii: im Winter schüttet 
man die Specereien des Räucherwerks auf einen 
Haufen, damit sein Geruch sich nicht verliere. 
j. Bez. I, 60*^ ob. ;d \i2VJi der Geruch der Ge- 
würze, die einen Tag vorher gestossen wurden, 
verliert sich. 

Hif. a'^Dn herausbringen, vertreiben. 
Pes. 41* yp-Ciiz -in-:j xi^yo •jia^o;: ■;•'««> d^id rv2^ 
"iDia b3> Nb i^yü ';ij''D?3U5 da man das Pesach- 
tleisch im Wasser niclit kochen darf, obgleich 
letzteres dem Fleische keinen Geschmack bei- 
bringt, um wie viel weniger darf man es in an- 
deren Getränken kochen, welche ihren Geschmack 
ins Fleisch hineintragen ! Bez. 14'' 'j^J'^D?: ';"'b3nn bD 
n73yu nJ'iOa nsw nbai xi2T<2 alle Gewürze ver- 
lieren ihren Geschmack, das Salz aber verliert 
nicht seinen Geschmack. Das. 34* i''a-'Q73 ']■'« 
IMonb ■'■13 1:1X3 ';mN man darf neue Oefen und 



j!|& 



— 12 — 



•^is 



Herde am Feiertage nicht durch kaltes Wasser 
kühl machen (eig. ihre Hitze heraustreiben), um 
sie fest zu machen. Jom. igt" man rief dem 
Hohenpriester am Vorabend des Versöhnungs- 
festes zu, als man merkte, dass er einschlafen 
wollte: nES-^.n b? rna ssm nias stehe auf 
und vertreibe den Schlaf durch einen Tritt auf 
den Fussboden. B. bath. 10* s. nzB. Snh. 22*" 
■jit; TN i^j'Eü inia bs n^-nai b^ä "]-n das 
Gehen eines Mil (2000 Ellen) und ein wenig 
Schlaf vertreiben den Weinransch. Erub. 64'' n. ö. 

J1£, perf. JE eh. (syr. _.^=vrg. sie) eig. 
fortgehen, dah. auch nachlassen, erschlaf- 
fen, j. Pes. m, 30* ob. ima^;: ns^^e Nb:: der 
Thau ist von ihnen (den Kräutern) schon ge- 
schwunden. Trop. Meg. 25'' "irr^ryi nj-'-'e NSb''T 
Nmaltn es könnte der Sinn der Gemeinde (durch 
das Verlesen der Flüche ans der Schrift) er- 
schlaffen, eig. schwinden. — Pa. i"E (syr. ^■^) 
erschlaffen lassen, kraft- oder wirkungs- 
los machen, s. TW. 

Ithpo. 3?.iErN eig. sich kühlen, die Wärme 
verlieren; übrtr. (vgl. mn r\ntp) Kühlung 
des Gedankens haben, den Kummer ver- 
lieren; dah. sich ergötzen. Levit. r. sct. 27, 
171'"= als die Völker Gott sagen hörten: „Kom- 
met, wir wollen rechten, eure Sünden, die dem 
Purpur gleichen, sollen schneeweiss werden" 
(Jes. 1, 18), da sagten sie: N;;iDrNb Nbx Npn «b 
"'133 Dy er kam blos, um sich mit seinen Kin- 
dern zu ergötzen; denn wo ist hier, trotz des 
Vorhaltens der Sünden, irgend eine Androhung 
der Strafen erwähnt? Als sie ferner die Straf- 
rede (Mich. 6, 2 fg.) hörten, sagten sie eben- 
falls: •'iin er NJj^En;: «bx Nnx Nb er kam 
blos, um sich mit seinen Kindern zu ergötzen. 
Num. r. sct. 9, 205'' und Cant. r. sv. isn, 27» 
-MiEnnb dass. 

S:i£ Puga. B. bath. 90^ s. xais. 

l:c-;"'£ s. TIS. 

niE (=bh. syn. mit he:, Grndw. he) eig. 
ausblasen. Trop. Num. r. sct. 20, 242'' Bileam 
dachte bei sich: nx mEb ib^N ^b"- •'"n na 
'si iffiBS wozu sollte ich zu Balak gehen, um 
ihn zu kränken (eig. seine Seele auszublasen), 
da mir Gott befohlen hat, Israel zu segnen? 
vgl. nE. — Hif. blasen, daher: Blähungen 
haben. Schabb. 49'' beim Anlegen der TefiUin 
muss man einen reinen Körper haben, n-'E'' «bia 
IHD damit man nicht etwa, während sie anlie- 
gen, Blähungen habe. Das. 130» dass., vgl. 
auch ün'^E. 

Pi. n"':;B Figuren malen, eig. wohl: Far- 
benstoffe aufblasen. B. bath. 60'' i-'ni"'3M iin 
mr. 1ÜT3 v'^'""'-'- r**^ ^^^ darf in jetziger Zeit 
(wegen Trauer um die Tempelzerstörung) die 
Gebäude nicht täfeln und nicht mit Figuren be- 



malen. Das. Part. pass. nnf-isTS isn ein be- 
malter Hof. Tosef. B. bath.' II g. E. dass., vgl. 
auch "•'^E. 

niS eh. perf. he (syr. ^Äa=vrg. r^E) 1) aus- 
blasen, aushauchen, s. TW. — 2) bestrei- 
chen. Ned. 51» ob. nibis n^TiE Ar. (Agg. 
rriiEn) er bestrich ihn (den Korb) mit Pech. 
— sniE, NPnnE /. Wind, Hauch, s. TW. j. 
R. hasch. 11, 58'' ob., s. umh. 

St2i£ masc. (gr. <füc, pl. ^üta) Licht. 
Jeiamd. zu Nura. 10, 29 D^arBa ".■'Nno bs-'ais 
NU1B n-'iT'^ imN riNO a^aiü Ar. ed. pr. „Pu- 
tiel" (war der Beiname Jithro's, Ex. 6, 25 
bi<"'qiE=bN''::iE, Potiel gedeutet), weil er durch 
Tugenden vorleuchtete; denn im Griech. heisst 
das Licht (9«:) (pwTa. — PI. Jalk. II, 80* 
nsT'b mT'Na (nrais) mias Lichter leuchteten 
dem Jona. 

*1"tP''£ m. (gr. (pu-stvoi;, cv) glänzend, 
erleuchtet. Genes, r. sct. 86, 84° 7-E^aiD 
■jiJiaiD T-i-ayj -icn m-'ü i^s {~b 1721:? srns rr-xi 
Ar. (Agg. •jir^iiD) Potiphera hiess der Diener 
Pharao's (während sonst: -,e''üie), weil er sich frü- 
her vor dem Götzen entblösste (einGötzenknlt, vgl. 
y-E); als aber der Stier (d. h. Josef, Apis, s. 
B^en) nach Egypten zu ihm kam, so wurde er 
erleuchtet, ■'üid; d. h. er verliess den Götzen- 
dienst. 

i^Tplij »8. (gr. TCO-T^'fiov) Becher, j. Pes. 
X, 37° ob. ii^^ans •'bo-'T ein Doppelbecher, vgl. 
NbB-1. Genes, r. sct. 51, 50"* steht dafür "'b"'^DS 
'j"'"i"'aiE ((piaXT) TCoxTptov), wahrsch. jedoch zu 
lesen iiTiyiD ^bE-ins; eine Deutung der Worte 
D01D n:73 (Ps. 11, 6). Das. sct. 10, 11" ivd 
I Ni'-:3 T113 yn-,5ab o;e3 . . . ^cnb (ona-'ü) nbro 
! lairr' a:3;i -.mmsb y ba T'T'aiE ■'b-'is iN^an 
'st i73ain ~in2 als Titus nach Rom kam, so 
ging er ins Bad; bei seinem Heranskommen 
brachte- man ihm einen Doppelbecher Wein zum 
Trinken; da kam eine Mücke in seine Nase 
u. s. w., vgl. äinr Das. sct. 88 Auf. u. ö. 

N»Tp1S/. Scholle od. Halbfisch. Lewys. 
Zool. d. Tlmd. p. 274 erblickt in dem W. das 
gr. »jj-^TTa oder ^riGaix. Pes. 24» Nn-'aiD bsN 
^DiN npib Jem., der die Scholle isst, wird mit 
vierfacher Geisselung bestraft; weil dies als ein 
Reptil und als ein Wasserthier anzusehen ist. 
Raschi erkl. das W. durch w'^r, yfS; Ar. ver- 
steht darunter einen unreinen Fisch u. zw. iden- 
tisch mit Nr"-!!;, s. d. W. Mac. IG'' und Erub. 
28» dass. 

T]1S »n. (==bh. verwandt mit "je:, Grndw. 
•]B s. d.) Stibium, Pulver aus schwarz- 
gebranntem Spiessglaserz, das gew. als 
Augenschminke diente. Schabb. 109» T'nyr -;id 
'dt -bn na die Schminke vertreibt den bösen 



b^B 



— 13 — 



Dlc^is 



Geist, der das Auge umflort u. s. w., vgl. "r'-'-- 
B. bath. 16'' wird -^iDn pp (Hi. 42, 14) erklärt: 
Npia-'i NbmD Ar. (Agg. Npffli-iT N723-nDr) Sti- 
bium von der Farbe des Gartensafrans. Bh. 
bedeutet "jns auch ( = Nbni3 s. d.) einen Edel- 
stein von der Farbe des Stibiums. 

7lE masc. (Stw. bi:, b-'E = "'bD, s. d.) Un- 
tersuchung. Tosef. Kel. B. kam. I mit. R. 
Elieser sagte zu R. Simon, der ihm erzählt hatte, 
er wäre ohne Waschung der Hände und 
Füsse in den Tempel gegangen: ib'DN minyr: 
Nbu3 NbN i^T^Tsa imij pn 'i-'j'sio 0333 bina ins 
biDn bj'3 "Niia beim Tempeldienst sei es ge- 
schworen, dass man selbst dem Hohenpriester 
(der ohne Waschung in den Tempel geht) die 
Hirnschale mittelst Holzkloben spaltet; allein 
der Aufseher, Untersuchungsführer, hat dich da- 
bei nicht angetroffen. 

jvIS masc. pl. (für '\''h-\'2, gr. ßouXaioi) Ge- 
sandte, Rathsherren, s. TW., vgl. auch 

■'bS'!-''!. 

^1S m. (=bh.) Bohne. Kil. 1, 1. 2 bis 
pbn die weisse Bohne (Ar. erkl. Np";ba NrJ'ND, 
faba blanca). Das. iisMn biD die egyptische 
Bohne. — PI. Tosef. Kil. U i'^3ib?:;- ybis (ed. 
Zkrm. blos i-ibisn) die grossen Bohnen. Mit 
prosthet. n: bisN, I^en, s. d. W. — biE falle, 
s. bsj. — bis einrühren, s. biD. 

S'pla eh. (=biE) Bohne, j. Kil. VHI, 31<= 
mit. und j. Schabb. V Anf., 7'' «■'■'■ii:;^ «biD die 
egyptische Bohne, s. i^h. j. Kil. 1, 27^^ ob. wird 
b"iD erklärt durch sbis R. Simson zu Kil. 1, 1 
(Agg. nb-'S, 1. nbiD). 

N/'IIS od. S*^V2 /. (lat. pallaod. pallium, nd.- 
Xi.ov)Oberkleid, Staatskleid. Genes, r. sct.36, 
35° „Sem und Jefeth nahmen das Kleid" u. s. w. 
(Gen. 0, 23). sbiiob ns-'i rr'b-jb D-a riDT ■^D-'cb 
(Nbrcb) infolge dessen erhielt Sem den Gelehr- 
tenmantel und Jefeth das Staatskleid. 

XvIS Name einer Stadt, viell. Pholia oder 

T : 

Phialia in Arkadien, vgl. Neub. Geogr. d. Tlmd. 
p. 419. Midr. Tillim zu Ps. 9 N^bis n33 oib-"D 
Philos (oder Phialos) baute Pholia. Jalk. H, 
92^ dass. 

]iö\'^1S, pü\'rS m. (lat. foliatum) wohl- 
riechendes Oel aus Nardenblättcrn. Gant, 
r. SV. iTi-ib, 6*^ „Gehe aus deinem Lande" u. s. w. 
(Gen. 1!, 1) iiü"'-'biD bia rr^mbirb r^^2^-t riTi nMb 
'oi nn« rT'iTa rin3i7: nnTio wem ist das zu 
vergleichen? Einer Schale mit wohlriechendem 
Nardenöl, die in einem Winkel gestanden, wo 
sie keinen Wohlgeruch verbreitete u. s. w. Snh. 
108* iia-'ibs dass., s. qn;. Kel. 30, 4, s. nna I. 
Ab. sar. So*" u. o. j. Dem. I g. E., 22'' iiüiib^iD. 
j. Schabb. I, 3'' mit. Das. VI, S*» mit. dass. 

pjplüviS m. Adj. (wahrsch. für iisaioo^biD, 



gr. 7ioXtccovd|jLOv) Stadt Verwalter. Num . r. sct. 
13, 219» '31 yn-it!3 33:na ii37aiü''biD pb bca 
ein Gleichniss von dem Sohne eines Stadtver- 
walters, der im Badehause gestohlen hat u. s. w., 
vgl. iba. 

]1p"'P''pl2 m. (gr. iToXiTtxov, politicum) bür- 
gerlich, für die Bürger bestimmt. Ter. 
2, 5 •jip-'^-'biD b3N)a Speise der Bürger (ns-'nTsrf'Sa), 
nicht der Dörfler, B"'nEi3. Ar. erkl. das W. 
durch N-iubs "33 b\a b3N73 die Speise der Schloss- 
hauptleute, palatini. 

"l1i3''/lD wi. (gr. 7:oXTjf>ipi.ov) Ort, woWaa- 
ren verkauft werden, Marktplatz, j. 
Schebi. VII, 37° ob. mü-ibio iniay Nba n3b3i 
jedoch darf er nicht den Ort zum Marktplatz 
machen ; was das. erklärt wird : Er darf an jener 
Stelle nicht jedes Jahr verkaufen. 

liDn^ViS m. (gr. :roXui:pixov) eig. dick 
behaart; d. h. eine Wasserpflanze mit 
vielen feinen, haarähnlichen Blättern. 
j. Schabb. XIV, 14° mit. iisi-mibiD als Ueber- 
setzung von "ijyi"' s. d. 

C^IS /. (gr. TToXt«) Stadt. Pesik. Wajhi 
bachzi, 63'' u. ö. s. 0''biDi"'bN. 

DlS''7iS m. (gr. zoXuTcou?) Polyp, eig. Viel- 
fuss, übrtr. Nasengeschwür oder Fleisch- 
gewächs an der Nase. Keth. 77" in der 
Mischna siD-'biD bS3 Jemdn., der mit einem 
Polyp behaftet ist, zwingt man zur Ehescheidung. 
Ein Autor in Gem. das. erklärt das W. durch 
DLJinr; rr'n übler Geruch aus der Nase. Tosef. 
Keth. VII g. E. durch rßn n-'l ein übler Ge- 
ruch aus dem Munde. Schabb. 109* ob. t» 
Ois^ibis ribj"73 das Berühren der Nase (oder des 
Mundes) mit der Hand, die man des Morgens 
nicht gewaschen hat, bringt den Polyp hervor". 
Midr. Tillim zu Ps. 7, 16 r,T2i~i 3iu Nim p^i^ 
N1-1 yiai m-'bsnM b\a töi3Mi 3r!T bia ';i733>Db 
oiDibis nby)3 namni miys niüNb n7jn nüih 
ein Frommer, der leutselig ist, gleicht einer gol- 
denen Schelle, deren Klöppel ein Edelstein ist; 
ein Frevler, der auch gegen Menschen schlecht 
ist, gleicht einer hässlichen Frau, an deren Nase 
ein Polyp ist. 

OiC'piS »«. (gr. ii:öXe[ji.o;) Krieg. Sot. 9, 14 
(49") 0i3''"'DsaN bia Di7abiE der Krieg unter 
Vespasian. Das. •jinnsn Di7abis der letzte Krieg, 
d. h. die Revolution unter lladrian. Nach Raschi: 
die Tempelzerstöruug unter Titus, vgl. auch 
Oiü-'U. Tosef. Sot. XV g. E. dass. j. Ab. sar. 
I, 39° ob. yvitv iin "Min m3b73i Qini:?: m3b7o 
T'jnin 13N %-ia tj n?3s ib-"« D2> ib^N nanb73 
ni3b7j bstt) i-'pnsi ini3 ht a? nr Bi73biD3 
nb »7ju5-'i •]3nn bs bis nba N3S niab n72Nn\a 
'31 nbnn ni3b7;n aisnn das egyptische Reich 
und das römische Reich führten stets mit ein- 



NDlO^iS 



— u 



Snn2 DIE 



ander Krieg. Später jedoch sagten sie: Wie 
lange noch werden wir uns im Kriege einander 
tödten? Kommet, wir wollen die Verordnung 
treffen, dass dasjenige Reich, das zu seinem 
Feldherrn sagen wird: Wirf dich auf dein 
Schwert und er ihm gehorchen wird, zuerst die 
Regierung erhalten solle; vgl. 0"'"i3i3''';. — PI. 
Par. 8, 9 pi'3i:jbi: s. dt3. j. Jom'. Y, 42* un. 
nrDi73biD3 "ima O'^ana ■'Sia zwei Priester ent- 
flohen in den Kriegszeiten. 

NCiC'7iS eh. (=oiabiE, eig. gr. ::oX£[j.io;= 
jroXeijiixci?) Krieger, kriegerischer Trupp, 
Mannschaft. Ber.30'' NOiabis xnsT N?aTi Nin- 
Nnjjb NDb'2T an jenem Tage, als der kriegerische 
Trupp des Königs nach der Stadt (Nehardaa) 
kam. Ab. sar. 70''. Chull. 40^ NDiMbis Ninn 
KrT^nn mob npst ein Kriegertrupp, der nach 
Pumbeditha kam. — PL l-'Si::!:!!: s. TW. 

Dl2"lC^*7i£ masc. (gr. Tzo\i\}.a.g-/^oc) der den 
Krieg anführt, Oberfeldherr. Pesik. 
Schuba, 160^ -\y2n nbo Y''-^ miHa n31^5:b 
oi3i':"'biD imj« n-rn nn-'nnnb nns oiDnji-'bis 
'dt maT'JiT ■'pa ein Gleichniss von einer Stadt, 
die von dem Könige abfiel und nach wel- 
cher er einen Oberfeldherrn abschickte, um sie 
zu zerstören. Da aber jener Oberfeldherr er- 
fahren und überlegt war, so sagte er zu den 
Stadtbewohnern: Wahret die Zeit, damit der 
König euch nicht auf die Weise zerstöre, wie er 
jene Stadt zerstört hat. Ebenso sagte der Pro- 
phet zu Israel: Meine Kinder, thut Busse, da- 
mit Gott nicht mit euch ebenso verfahre, wie 
er mit Samarien verfahren (Hos. 14, 1. 2). Sifre 
Balak § 131 Anf. dass". — PI. Thr. r. Einleit. sv. 
-nDTi, 47"- •]^3n-:^bi2 nins Ar. ed. pr. (Agg. 
öiDn'3''bD crmp.)'das W. ü^ia (Ez. 21, 27) be- 
deutet Oberfeldherren; s. auch TW. 

ND'piS- n^1S> zb'B m. (lat. foUis, 9oXXtr) 
Follis, Follera, eig. lederner Sack, Beutel, 
als Werthbezeichnung. üeber die verschiedenen 
Werthe des Follis vgl. Zkrm. Ueber talmud. 
Münzen p. 32. B. niez. 47" wird ';i;:''On (acrj- 
|AOv) erklärt durch tobiD (Ar. nd^d). Schabb. 
65" NcbiD ~b ^3y■'b möge man doch für den 
Fussballen (üjnN ra) zur Heilung den Follis 
auflegen! j. Pea I, lö* un. -ibis in ein Follis, 
s. liuJa-'UN. Genes, r. sct. 35 g. E. dass. — PI. 
Genes.' r. sct. 70, 70* mn •;'« Nbj< p -iffiDi« 
■'-ibiD N;D7:n n-ib airf mn T'ibis '^z nbyis 
':. ri-'b 2->rT' r,^r, ']"'-ibiD 'i3 ri\-ibm73 mn dnt 
';''-ibiD wäre es denn möglich (dass Jakob den 
Laban ganz „ohne Lohn bedient" hätte, Gen. 
29, 15)? Allein, wenn die Arbeit zehn Folios 
(Follera) werth war, so gab letzterer ihm fünf 
FoUes; wenn sein Trägerlohn sechs FoUes be- 
trug, so gab er ihm dafür drei FoUes. Die 
Trgg. haben auch Db-'S, s. TW. Syr. (^sls 
Gast, wahrsch. crmp. aus jj^a-s. 



nVL:0l':'12 j. Bez. Y Anf., 62 '^ PT^=ibi2n 
crmp. aus muiob ■'on, s. rmnob. 

HIB, C£) NI^IS masc. eh. (s.vr. ioo-s, ^'^ -i.'^ 
= hbr. ri2, Grndw. id, vgl. aisb, syr. loal^) 
Mund, Mündung, Oeffnung. Dan. 6, 18. 
7, 5 Dp. — Schabb. 67*" R. Akiba sprach, bei 
Gelegenheit der Verheirathung seines Sohnes, 
über jeden Becher, den man ihm vorgesetzt 
hatte: •;33n aiob NT^m ■'"'n y.^-t m^b •'•'m n~,^zn 
lirf'T'Mbn msbi Wein und Leben (d. h. Lebens- 
kraft) komme in den Mund der Gelehrten! 
Leben und Wein in den Mund der Gelehrten 
und in den Mund ihrer Schüler! Das. 141* 
NTSiüT NaiDN . . . N-'n-'bT NölDN an der IMün- 
dung der Stange, an der Mündung des Kruges. 
Khl. r. sv. r^asnn, 88"= u. ö. süiaib NMid i« 
ans dem Mund geht die Speise in die Speise- 
röhre, vgl. Nn:3. j. Ter. YHI, 45* ob. •jis-'ns 
•Ol -a \7)V2 ' 'übt T'ffi'iJn Nn-'^nan nab an-'ab 
':i NDiT Tnp Nb-'ünm nbid ij i"'ü'<ns man 
mnss das für bedenklich (schädlich) halten, was 
die Menschen dafür halten, dass man z. B. Mün- 
zen nicht in den Mund nehme, Speisen nicht 
unter das Bett stelle u. dgl. m. j. Ab. sar. 
II, 41* un. dass. mit einigen Abänderungen, 
j. Ned. VII g. E., 40"= T33 nm smiK n-ib 
n'TT'an n"'-i3'':33 -i;:-'): ■'yn Nancn rr'ian -an ist 
es denn nicht die Art des Menschen, dass er, 
wenn er .leradn. am Eingange (Mündung) des 
Ortes sieht, sagt: Ich sah ihn in Tiberias! — 
Mit vorges. Partikeln a^3S, aiüb (=hbr. -«ds, 
-cb), gemäss, weil, vgi. niDb. — 15 D^s^ 
(=hbr. -[a-Eb) deshalb, j. Ber! I, 3"= un. aisS 
"iBia "^-li: \h deshalb muss man sagen u. s. w. 
j. Kil. VI, 30° mit. j. R. hasch. I, 56'^ mit u. ö., 
vgl. auch «"ny. — Trop. Ber. 62* r;i7aiD •'131 
Nb-wan q-iia' «bna Nasi eig. der Mund Abba's 
(Rab's) ist so, als ob er nie eine Speise ge- 
schlürft hätte; d. h. sein Verfahren beim Coitus 
ist so, als ob er ihn nie vollzogen hätte. Chag. 
5'' u. ö. — PI. j. Ber. I, 'S^ ob. R. Simon bar 
Jochai sagte: -lan-T N5an-i ■»aip -yan;^ NJinn 
'iT 1-aiE ii-in 122 "lab ich würde Gott gebeten 
haben, dass dem Menschen zwei Münder erschaf- 
fen worden wären, mit deren einem er das Ge- 
setzstudium betriebe und deren anderen er zu 
weltlichen Dingen angewandt hätte, j. Schabb. 
I, 3"' ob. dass. — Auch in hbr. Phrasen. Tosef. 
Ter. Y g. E. und j. Ter. lY, 43* mit. aa •O"' DN 
'an i^moN i-aicn nsb dnt ribsn i^ais nxa 
wenn 100 Oeffnungen (der Fässer mit Früchten, 
auf welchen die Feigen der Teruma gepresst 
wurden) vorhanden sind, so wird das Verbot 
der Teruma aufgehoben, wo nicht, so sind die 
Früchte an den Oeffnungen verboten u. s. w. 

XrrnS eis , öfter Xn''-3t:i£ P u m b e d 1 1 h a , 
Name eines babyl. Ortes, der wegen seiner .\.ka- 
demie berühmt war; eig. Mündung des Flusses 



N^n; D13 



— 15 — 



n;is 



Beditha. CbuU. 46" s. NCi7:biD. Snh. 17'' ^nD 
■'Nm73N . . . Nn-innTaisn iD-'i'n . . . Ni-r^nD^^isT 
Nn-'naöiET die Gelehrten Pumbedithas, die Scharf- 
sinnigen Pumbedithas, die Amoräer Pambedi- 
thas. B. bath. 46^ Nn^in^a'iCT 'N;:-i die Betrü- 
ger Pumbedithas, vgl. auch Nb^E u. a. — Da- 
von X. gent. r;Nn-'n3-:iE. Chull. 127* NP'i-nTiiD 
'7T''STrnN ""iaN ■[•'•nb" (I. riNn-'naaiD) wenn ein 
Einwohner Pumbedithas dich begleitet, so 
wechsle deine Herberge, weil er dich bestehlen 
könnte. — PI. Schabb. 153* ■'NninB^on-- die Pum- 
bedithäer. 

N"inj CS Pum Nahara, Name eines babyl. 
Ortes, eig. Mündung des Stromes. Jeb. 17* üla 
sagte zu R. Hamnuna: narr' NDTib NPb:ibij CiOD 
Nnn3 mo: p dn Trb -)12H xin: msb n-'b i?jn 
'dt PN WO zahlst du deine Steuern? Letzterer 
sagte: In Pum Mahara. Demnach, versetzte 
jener, bist du aus Pum Xahara u. s. w. Ber. 
31* u. ö. 

Ny;;2tt1£ m. eig. Ort der Mündung, d. h. 
die Naht an den Fransen eines Kleidungs- 
stückes. PI. Kidd. 32* iji;i3:;'iD3 rr'b n33»T 
er machte es (d. h. trennte das Kleidungsstück 
auf) an den Nähten der Fransen; wobei das 
Kleid keinen Schaden erlitt. 

S^SpiE m. pl. eine Art Reibeisen, nach 
seinen vielen Löchern, Mündungen so benannt. 
j. M. kat. II, Sl"" ob. N"373ii: •5151x3 i-nn i70n '-i 
'di Nnyina iiJinay»: inia R. Ami erlaubte, jene 
Reibeisen in den Mitteltagen des Festes anzu- 
fertigen, wenn man sie zum Fest braucht. Pne 
Mosche erklärt das W. durch Pumpe (?). 

"•SpiS. ""IlCiB /. (gr. 7to(jL7ü-ir] , pompa) feier- 
licher Aufzug unter grossem Geleit, 
Proccssion, Pomp: daher übrtr. Oeffent- 
lichkeit, Verbreitung, j. Schek. I Anf., 45'' 
HDnb 13731D mttjyb inD Dip-is ':>n n72N n7:bi 
(gew. jedoch in j. Gem. 127212) weshalb sagten 
die Gelehrten, dass man drei Mal im Jahre die 
Sekels in der Tempelhalle in drei verschiedene 
Parten theile (vgl. D"nn)? Um der Angelegen- 
heit eine grosse Verbreitung zu verschaffen, j. 
Jörn. II, 39"* mit. Das. II Ende, 40* bei der 
Opferung des Widders waren 11, bei der des 
Farren waren 24 Priester beschäftigt, mayb i-D 
1D721D behufs grösserer Verbreitung, j. Suc. IV, 
54'' un. u. ö. Pesik. r. sct. 12, 21*'' msirii vn 
'st 1^7310 Dnb nd'D n^'n^ mi3 sie (die Leichen 
der Erzmütter) wnrilen am Tage zur Gruft ge- 
tragen, was ihnen einen feierlichen Aufzug ver- 
schaffte; denn Alle kamen zum Todtcngelcite. 
15. bath. 145'' ia;> miryb -cipai in?Ji33 vjy noy 
-{-ns ■]«? n-aya 1373122 ib n7:ib biDi r;y3S3 
i73y nnsyia wenn A. bei B. als ein Ilochzeits- 
kamcrad in grosser Feierlichkeit fungirt (wo- 
durch er von letzterem ein Gleiches zu bean- 



spruchen hat, vgl. mraiiiä), A. aber von ihm 
verlangt, dass er bei seiner, im Stillen gefeier- 
ten Hochzeit als ein Kamerad fungire, so ist B. 
zu der Entgegnung berechtigt: Nur in deiner 
in grosser Feierlichkeit stattfindenden Hochzeit 
will ich bei dir fungiren, auf dieselbe Weise wie 
du bei mir fungirt hast. Das. 137:12 iinr, s. d. 
Bildl. Ab. sar. 54'' die Frevler, ibc yho iiaiJi'U 
135312 welche mein Münzengepräge zur Oeifent- 
lichkeit machen; d. h. sie erzengen Bastarde 
mit Anderer Frauen, welchen das göttliche Ge- 
präge aufgedrückt wird, vgl. nnin. 

pSplB m. Adj. (gr. TcojxTritov) zum feier- 
lichen Aufzuge gehörend. Num. r. sct. 12, 
215'' n-ay bsnaib min -[nib (rripn) nstdd 
'di bn:i ■ji3»i2 als Gott kam, um Israel die Ge- 
setzlehre zu geben, so veranstaltete er einen 
grossen feierlichen Aufzug; denn es heisst: „Das 
ganze Volk gewahrte die Donnerstimmen und die 
Fackeln" u. s. w. (Ex. 20, 18). 

|1D Prtkl. (verw. mit bh. ie) etwa, wohl, 
vermuthlich, s. TW. Die 'Composita s. in 
ibN. 

XJ''£} »I. (viell. syr. iljc_s) Erwiderung, 
Echo, s. TW. 

N~J1S> n~:i3/. (lat. funda) Geldbeutel, 

Geldkatze. Kel. 29, 1 fg. s. rTii2y-3. Tosef. 
Ber. VII (VI) g. E. man darf nicht auf den 
Tempelberg gehen yin373 ib n-,i3n im3i23 
(Var. im:iDN) mit seinem Geldbeutel, den man 
auswendig (d. h. über die Kleider) gegürtet hat. 
Ber. 62'' steht dafür iinnsb nbM"2i73 in 3133 
mit seinem Geldbeutel, der ihm von hinten nach- 
schleppt. Schabb. 113* in 5*n:i2 vb? iniD 
Nipi02 man wickelt darüber eine Geldkatze oder 
einen Gurt (fascia). j. Schabb. XVI, 15'' ob. 
u. ö. — PI. Sabim 4, 4 'n bi' . . . b"^i73r! 3T 
ni'njiE ein SchleimHüssiger, welcher auf fünf 
Geldkatzen liegt. Mit prosthct. n: "•i;i2N s. d. 

jV^JlS m. (verk. aus iii'i3i2ili) Pondion, 
Name einer Münze =; As, wofür lat. dupondium, 
vgl. Zkrm. Ueber talmud. Münzen p. 23. Maas, 
scheni 4, 8. j. Maas, scheni IV, 55'' ob. 1:0 
1iin3i2 'ji-ioiN zwei As sind ein Pondion. Kel. 
17, 11, s. 133. j. Maas, scheni III Anf, 54\ — 
PI. j. Kidd.' i, öS"* mit. r!3'73 ii;ii'i3id 131D zwei 
Pondions sind eine Maah. Tosef. Maas, scheni 
IV u. ö. 

p~;isi s. d. in '32. 

njl£/. (Stw. 11E oder i;d) Wendung (vgl. 
bh. nsiE m. 2 Chr. 25, 23 nsiEn -isia „das 
Thor der Wendung"). — PI. Sot. 15'' nisiE bn 
11731 "]-n sbN ini Kb niiE nnNa alle Wen- 
dungen, die du im Tempel vornimmst, sollen 
blos nach der rechten Seite gerichtet sein. Seb. 



iTJB 



16 



PIB 



12'' u. ö. dass. m:iD Ar. (Agg. mrc). j. Bic. 
11, 65* un. „Du sollst dich wenden am Mor- 
gen" u. s. w. (Dt. 16, 7). (p-ins-) m:^Dr: bs Nn 
~.pi33 nVn irf Nb n:iD rinsia daraus ist zu ent- 
nehmen, dass alle Wendungen, die du vor- 
nimmst, blos am frühen Morgen stattfinden sol- 
len. Sifre Eeeh § 134 dass. 

n^JlS j. Schabb. VI, 8" un., s. in 'ss. 

i"j1S w. pl. (wahrsch. gr. o tz^^c^, dor. köl- 
vo?, pannns) Tüchlein. j. Schebi. IX g. E., 
39" iibpiüNb '[■'■'31S3 xbD"» ina darf man die 
Früchte des Brachjahres in Tüchlein (d. h. in 
kleinen Parten) von Palästina nach Askalon (wo- 
selbst man solche Früchte geniessen darf) tra- 
gen? Nach den Commentt. bedeutet unser W. : 
eine Handvoll. 

n'''"1 J12 /. (gr. 9av£pa oder 9avspo3'.,;) das 
Offenbarmachen, deutliche Erklärung, 
j. Snh. X, 28^ ob. ■^23» -[nNiara tid3 nobo 
'zT rrD-'KT i-^bNi nu3M p ib"'Ni rf-i-iiis drei 
Propheten hielten ihre Prophetie zurück wegen 
deutlicher Erklärung (d. h. sie sprachen nicht 
ein unzweifelhaftes Eintreffen ihrer Prophezeiung 
aus, sondern machten sie von Bedingungen ab- 
hängig, damit das Volk beim Eintreffen dieses 
oder jenes Ereignisses sich selbst von der 
Wahrhaftigkeit des Prophetenwortes überzeuge), 
näml. folgende: Mose („wenn diese Menschen 
eines gewöhnlichen Todes sterben werden, so 
hat mich Gott nicht gesendet; wenn aber" u. s.w., 
Num. 16, 29 fg.), Elias (1 Kn. 18, 37 „damit 
dieses Volk wisse" u. s. w.), Micha (Michajhu, 
„wenn du unversehrt zurückkehrst, so hat Gott 
nicht durch mich geredet", 1 Kn. 22, 28). Vgl. 
N. Brüll, Jahrb. I, 219, welcher mit Recht die 
Erklärung unseres Ws. durch Tcovrjpca, Bosheit 
zurückweist. 

D13 s. 0^=. 

HOiS/. (lat. fossa) Graben. Tosef. Ahil. 
XVI g. E. D"iai"ir! nainb T'5"'^'2ib noid ein Gra- 
ben, in welchen man Erschlagene hineinwirft. — 
Denom. (fossare) ausgraben. Genes, r. sct. 31, 
30* r^r, V- "10013 ib rrrt l^up-iap i^z^ Noah 
hatte in der Arche eine Art Fallthüre (xarap- 
päxTYi?) und grub die Misthaufen von der Seite 
aus. 

■'piS /. (gr. Trayct?) Pause, Unterbre- 
chung. PI. Tosef. Pes. (citirt von Rokeach 
§. 283 und Jos. Karo im Tnr Orach chaim 
§. 472) i^piDD iNnia wenn Jem. die vier Becher 
Wein am Pesachabend in Pausen getrunken hat. 
Dafür auch y-po^'D, s. •Tjns. 

D1^P^^S '«. (wahrsch. für OTmso, arsipa) 
Windung, Spirallinie oder Schnecken- 
gang, j. Ber. IX, 13° ob. dort war eia ge- 
schlängelter Weg (vgl. r-'-a^iapy), ononoinNiKs 



Ar. (ed. Lehm, snons; a. Agg. onosis) wie jener 
Schneckengang. j. Ab. sar. I g. E., 40* un. 
oi-ions dass. j. Erub. VIII, 25'' ob. oinova. 
j. Schek. VII, 50"= un. dass. 

SnpiS /. (pers. püst) eig. Fell, Leder, wor- 
auf geschrieben wird; übrtr. Seite einer 
Schrift. Git. 58* N;bsi snois eine und eine 
halbe Seite; nach Raschi: v\-i, vgl. narx. 

yi2 1) (=n-5) einathmen. — Hif. ein- 
hauchen. Exod. r. sct. 1, 101"^ nrTiia ny^o 
dt: d^"i)21n ttiod pimn tn ny<DM die Heb- 
amme hiess „Puah" (Ex. 1, 15), weil sie dem 
neugeborenen Kinde Lebensgeist einhauchte, 
wenn man es für todt hielt. Andere Deutungen 
dieses Namens s. in ys''; vgl. auch lys, nys. 
Deut. r. sct. 1, 249"* TiribM (1. y2i::) y^D'z ■'3N 
ich werde meine Herrschaft strahlen lassen. — 
2) (—ysz, wie y.z—ys:) sprengen, zer- 
schellen, s. TW. — Pilp. jiEy-i s. d. 



SnyiS fem. (=Nry5a) aufgebrochene 
Wunde, eiternde Beule, s. TW. 

'ilS s. ■'DiEvx. 

;*1S (=bh., syn. mit yc:. Grndw. ys) sich 
ausbreiten, j. Snh. I, 19^ un. •= ob. ein Autor 
sagt: isiE-i NKia -i-p-^y bD 'j-'Cir ii« r:-,TiDa 
NMa "Dra ■'ym n-'si bs-ic'' y-xb isa-""! m'by 
Tm-^p ■'T'b iN3''i a'3"'iNr; liriD'^ zerstreut lie- 
gende Städte (welche zum Götzendienst verlei- 
tet wurden; nach Dt. 13, 13 fg. soll eine solche 
Stadt verbrannt werden) verurtheilt man über- 
haupt nicht als eine solche; denn die Nicht- 
juden könnten sich ausbreiten und in Palästina 
eindringen. Ein anderer Autor sagt: Man hat 
zu besorgen, dass die Feinde eindringen und 
solche Landesstrecken ganz kahl machen wer- 
den; daher darf man auch drei nahe an einander 
liegende Städte nicht verurtheilen; vgl. Snh. IG*". 

Pol. eig. (=bh.) zerschmettern. Uebrtr. 
Levit. r. sct. 27, 171* rssiD;: nrnb bip n3 rnTir 
Na-' bü D7 bys'ä ^•z ba' nn-^iNi a-'-inn -nsKna 
moiiJ biüiT die himmlische Stimme wird einst 
starke (e:g. schmetternde) Töne auf den Berg- 
spitzen erdröhnen lassen: „Wer mit Gott gewirkt 
hat, komme und nehme seinen Lohn"; mit Ansp. 
auf Num. 23, 23. — Hithpol. zerschmettert 
werden. Suc. 52'' wenn der Trieb zum Bösen 
dich verlocken will, so führe ihn in das Studien- 
haus: y^iEp;? Nin bria DwX msi: «in pN a« 
wenn er von Stein ist, so wird er erweicht, wenn 
er von Eisen ist, so wird er zersplittert: mit 
Ansp. auf Hi. 14, 19 und Jer. 23, 9. 

pIS (intens, von ans; oft im Chald. = pD:, 
Grndw. ps) herausgehen, j. Erub. VIII g. E'., 
25'' pisb, s. P2E. — Hif. p-^s- (=bh.) her- 
ausbringen. Trop. Kidd. PS*" u. ö. p-isno ns 
'o^ rrbsTTj der Mund, der Perlen hervorbrachte, 



:e 



Nani2 



s. -rjnb und ns. Erub. 65* nyaa \y^2 p-'Diart bn 
'dt inyn mn:,: •[■'jjmm •j^n^io msi für den, der 
die Leidenschaft (eig. was das Herz bedeckt, 
beschildet) zur Zeit ihrer Ueberhebung vertreibt, 
verschliesst und verstopft man die Leiden; d. h. 
man hält sie ihm fern (mit Ansp. auf Hi. 41, 7). 
R. Jochanan liest: 'dt ■p^^n irNO ba für den, 
welcher der Leidenschaft nicht freien Lauf lässt 
u. s. w. Raschi's Erklärung: )y2 bedeutet die 
zweite Benediction im Achtzehngebete (omaN pn), 
leuchtet nicht ein. 

'p1£ Hi. pl. (=hbr. 'NSir) Ausgang, j. 
Pea Vn, 20'' ob. Nra \r-'-i -^piDn am Ausgang 
des Neujahrs, d. h. am Tage nach Neujahr, j. 
Taan. I, 64*= mit. «nnra -piDa am Tage nach 
Sabbat, j. Ab. sar. V, 44"* un. ndiuj ■'pioa dass. 
Mit N prosthet. ipiäN s. d. 

""ppl^/. (viell.) Lampe od. Laterne. Tosef. 

Kel. B. mez. IV Anf. bi3p ni3 ~2 Co •':3piD 
"liZ'ä ed. Zkrm. (ed. Wilna 05s) eine Lampe, die 
ein Behältniss zum Oel hat. 

]'''lp'lS m. (gr. TCOxapiov) Häuflein gescho- 
rener Wolle, bes. eine Art Perrücke von 
gefärbter Wolle anstatt der Haare, Tosef. 
Schabb. V (VI) Anf. n?2:: -»D'icm ^■'npiDn •j-'n^t' 
man darf am Sabbat mit einer Perrücke und 
mit Wollflocken ausgehen. Schabb. 50* iinpi-33 
Ms. M. u. Ar. (Agg. ■ji-npDn). Genes, r. sct. 77, 
76* Tii«i:i: by im •j-'-ipis 3'py^ i^^nx ba: unser 
Erzvater Jakob nahm eine mit Wolle besetzte 
Binde und legte sie um seinen Hals, vgl. 

OipTOID. 

112 »I. (=bh., eig. pers. Ursprungs, vgl. La- 
garde, Ges. Abhandl. S. 164. 165) Loos. Schabb. 
149'' wird lobnn (Jes. 14, 12, vgl. obn) erklärt: 
'si msbn- ^bina by -na b■''J^2 n-i-a Nebukad- 
nezar warf das Loos auf die Grossen des Rei- 
ches, um zu ermitteln, wer zu unzüchtigen 
Handlungen verwendet werden sollte. Trop. 
j. Ber. IV, 7* un. R. Jochanan betete oft: Dein 
Wille, Gott, sei es, rinns irimsa pön;a 
'an mym niba mnsT dass du in unser Loos 
kommen lassest Liebe, Freundschaft, Friede und 
Geselligkeit! — PI. D"'"ite das Loosfest, Purim. 
Ab. sar. 17'' fg. Wi^o V:2 nvto das Purlmgeld 
zur Vertheilung an die Armen. Tosef. Heg. I 
Anf. Qi-ns n-'Ssn die Almosensammlung am 
Purim, vgl. rr^ari. Meg. 7'' D■'^^D mi3>o die 
Mahlzeit des Purimfestes. 

XniS eh. (=-w:) Loos, s. TW. — PI. Meg. 
Taan. XII rr'a lor na'onm rfz -.oy nsansa 
nD07:b Nbn iir^x n^hid ■'»■' am 14. und am 15. 
Tage dieses Monats (Adar) sind die Purimtage, 
an welchen man keine Trauer abhalten darf. 
Pes. es*" u. ö., s. Nn-i:iy. j. B. mez. V g. E., 10° 
un. die Eseltreiber wollten Jemdm. Flachs ab- 
kaufen; NbkX iMO nn:3T)3 Tyna n-<b inb ina 

IiKvv, Neuhebr. u. Chald. W'ürterbuch. IV, 



'ai «■'TiDa er sagte zu ihnen: Ich beabsichtige 
ihn nicht jetzt, sondern erst zur Purimzeit (wo 
ein höherer Preis zu erzielen ist) zu verkaufen. 

r\~pS) fem. (viell. gr. 6 zcgoc.) Ausgang, 
Durchgang, Strasse, j. B. kam. II g. E., 3* 
»-\^n nay nmsa mi^bs p-'s« ü3 na nn 
rfiam Jem. trug sein feines Geschirr nach dem 
Ausgang, das ein vorübergehender Esel zer- 
schlug. 

N'li£ I masc. (=«^-112« gr. cTCopa) Obst, 
Baumfrucht. PI. Ruth r. Anf., 35'' bD3 
N^'niDT p-i-iya der Marktpreis der Banmfrüchte 
ist gefallen, d. h.- es gab viel Obst. j. Taan. III, 
66'' ob. att'a-i i;:-ii-- ivzn iirTiN kommet und 
sehet die Früchte, "welche die Sonne (trotz des 
Regenmangels) zur Reife brachte. 

N^llS II m. (gr. (popeüov) Bett, eig. Sänfte, 
Tragsessel. Ueber das syr. ^JaJ vgl. Michael, 
in Gast. Lex. hv. Keth. 10'» 'jiam T^nDO N"'"ns 
rfby das Bett heisst Ni-nc, weil man darauf 
fruchtbar ist und sich vermehrt, näml. von ins; 
eine agad. Deutung. Schabb. 118" wird r3:n3 
rü^'b erklärt durch N"'nD ■'ai «"ims Bett und 
Polster. B. bath. 9» dass. M. kat. 11% s. )-^yp, 
vgl. auch Nn''7?ia. Git. 69" Np\ny ni-iidt «bON 
der Strick eines alten Bettes. — Auch als hbr. 
Cant. r. sv. nD5, 23'' rr'-iiDa nauT' it nbs na 
'an so wie die Braut in ihrer Sänfte sitzt u. s. w., 
vgl. rrny nr. 2. — Fem. Snh. 109'' die Sodo- 
miter imis nb? ■>2:7J nm NPiniD inb Niin 
rT>b yr]Tyi2 y\3 ■'d rrb v^^:. T'In;: '■'b hatten ein 
Bett, auf welchem sie die Gäste schlafen Hessen; 
war ein Gast zu lang, so schnitten sie ihm ein 
Stück ab; war er zu kurz, so streckten sie ihn 
aus. — PI. Schabb. 121'' ob. Nrii;-iiD inb irr^iN 
man brachte ihnen Sophas zum Daraufsitzen. 

ITIIE m. (gr. (popeiov) Sänfte, Tragsess^l 
Num. r. sct. 12, 215" ein Gleichniss von einem 
Könige, der eine schöne und vielgepriesene 
Tochter hatte; aüi72 •jT^mD -b Toy "^bart na« 
'st "ja '[T'nis ■;« 'na ba rf^-^^i nsnna Musaf. 
(Agg. DvnD crmp.) der König sagte: Machet 
für sie einen Tragsessel, denn es ist besser, dass 
die Schönheit meiner Tochter vom Tragsessel 
aus gesehen werde. Ebenso sagte Gott: Machet 
eine Lade für die Bundestafeln: mit Ansp. auf 
■jTinDN, HL. 3, 9. Cant. r. sv. im»y, 19"'' dass. 
Mechil. Mischpat. Par. 2, s. Np->qpb. 

X^nlS eh. (=11^-112) Sänfte, Tragsessel, 
s. TW il, 290". 

Nf^VliS 7)1. (gr. 9op7i[ia = 9s'p£Tpov) Trag- 
sessel, Sänfte, j. Keth. II Anf., 26" l-'3an 
N73Ti-nD i''n;;N «am die Gelehrten von hier 
(Palästina) erklären das N7313ti der Mischna 
durch Tragsessel. Nach Piucles' Darka schel 
Tora p. 82 wäre NJjinns das gr. Ttsptupii; ein, 

3 



KiniE 



— 18 — 



Nr£ 



die Schultern umgebendes Gewand, wo- 
nach nyns nuJsm NTaima nNST' „die Braut 
ging mit diesem Gewand aus, während ihr Kopf 
entblösst war." In bab. Keth. IT*" steht dafür 
NONT Ninsr, s. d. Cant. r. sv. T'mTai', IG^' nai j 
N72T'-iD irnsN Nin (rieht. nMT'Tis) was bedeu- 
tet irnoN (HL. 3, 9)? Tragsessel, d. h. die 
Bundeslade. 

NJ'liE m. (gr. Tcopveiov) Buhlerstätte, Un- 
zuchtsort. Genes, r. sct. 41, 40* „Lot wählte 
sich den ganzen Umkreis des Jordan" (Gen. 
13, 11), ^n■'^aa'^ nsnic nnm a-'i-'NS wie Jem., 
der sich den Unzuchtsort seiner Mutter wählt. 
Dort wird näral. behauptet, dass dieser ganze 
Vers unzüchtige Handlungen bezeichnet, yi-ab 
T,^-\y. — ^51^2 s. d. in 'ic. — namc Kel. 11, 
4, s. 1-^s. 

"'i")1S/. (gr. TOpvT)) Buhlerin, feile Dirne. 
Levit. r. sct. 33, 177'' ■'Sms riNibo (TiaXaiol 
jtöpvTj) alte Buhlerin, s. iba, «ba. Cant. r. sv. 
□sas, 17° (mit Bez. auf Jes. 47, 1) die Toch- 
ter Jerusalems spricht zur Tochter Babels: ■'Stis 
■'jJiO DTip r-.n-'h'o Musaf. in Ar. sv. \s 6 (Agg. 
crmp. D"'pp '"52) Tro'pvT) naXana. xot^iSis X*.^*^ 
„alte Buhlerin setze dich auf die Erde nieder". 
(Das in 173N3 Gesagte ist darnach zu berich- 
tigen.) 

Olil.lS m. (gr. TTÖpvo?) Hurer, Ausschwei- 
fender. PI. Sifre Haasinu § 320 wird naonn 
(Dt. 32, 20) gedeutet: dn D'^aniE ür: Di33E3Dn 
sie sind Wandelbare, sie sind Ausschweifende 
oder Abschweifende.; auf ähnliche Weise wird 
DiElD als transp. gedeutet: Tco'pvoi,, vgl. pnn L 
Var. in Sifre 1. c. hat diDTis (ebenso Jalk. z. 
St.) wahrsch. zu lesen a"'3'inD (gr. -röpSuv) 
Farzer, Spottname der gemeinen Kyniker. Die 
Erkl. des Ws. als ein Denom. von tie: ver- 
wildert wie ein Maulthier, leuchtet nicht 
ein; vgl. auch rr^ann?. 

NOnlS »«■ (gr. e9opoc) Ephor, Aufseher. 
PI. Jom. 9'^ ■'O'J'iE T'mms ■'stt was bedeutet 
•ji-nmc? Ephoren. Jeb. 45'' u. ö. rr^iiasN N2T 
bnm ^D"nc3 n-'-'^m bm nn •^na 'nb Raba er- 
klärte den R. Mari, Sohn der Rahel, als legi- 
tim (trotzdem seine Mutter von einem Nicht- 
juden, der erst später Proselyt wurde, -idin 
Nmij s. d. schwanger wurde) und ernannte ihn 
als einen der Ephoren Babels, weil näml. seine 
Mutter eine geborene Israelitin war, vgl. MMii2J73. 

i<rniS/. (verk. aus NPTiD5>=mi3?-a s. d.) 
Tuch, Ueberwurf, in welchem der Reisende 
sein Geld trug. j. Ber. 11, 5* un. R. Acha bar 
Jakob, der Geld bei sich hatte und sein Gebet 
verrichten wollte, 'dt r!\miDb nTiiE lap 
knüpfte sein Tuch an das Tuch des R. Chiskija 
u. s. w., damit er nicht allein die Last trüge. 
Auf ähnliche Weise ist das Tragen am Sabbat, 



wenn es durch zwei Personen geschieht, nicht 
verboten, imNiBy© D-'Sia; vgl. Sirlio 2. St. Die 
Erkl. Nn-.1D wenig trifft nicht zu. — nn-ns 
wenig s. in 'id. 

Kn"]1£ /. (syr. jIjoä) Wnth, Raserei; 
mögl. Weise von -iiE = "nB: Ungltick, eig. 
Bruch, s. TW. 

ii'1£ I (syn. mit -äü:, eh. öie: s. d.) aus- 
ruhen. Schabb. 5'' laicb tizy der Träger einer 
Last blieb stehen, um auszuruhen; Ggs. 1129 
Einab er blieb stehen, um sich die Last besser 
auf die Schulter zu legen. Das. ö. B. kam. 31', 
s. eins im Piel. 

li*1S II eh. (=bh., syr. ^Ls, syn. mit y^a) 
eig. sich ausdehnen, ausweiten, dah. zu- 
nehmen, viel sein. Schabb. 32* ob. ■aiiSTi 
'm NnMN OTTTi wenn die Widersetzlichkeit der 
Magd zunimmt u. s. w., vgl. Nnqnu. Das. 89'' 
'dt rib inb toe . . . D-'irBn inb' las es blie- 
ben ihnen 50 Jahre, es blieben ihnen 25 Jahre 
übrig u. s. w. Meg. 21''. 22* -^T inb lös es 
würden zwei Verse übrig bleiben. Keth. 106' 
133"! DTiNai NEbN •'•ä^^ü iir, es blieben 1200 
Gelehrte zurück. Das. ö. Taan. 20'' s. riNpa. 

NmS für sriNiE s. hinter hn^e. 

sniis s. NPTE. 

nnIS oder nni£ /. (=bh. riPE, pl. rinä, 
1 Kn. 7, 50 für nniD, mniE) das Loch, worin 
sich die Thürangel befindet, cardo femina. 

Stw. arab. ^Li, wovon ^'l Zwischenraum, 

z. B. zwischen zwei Fingern. Grndw. ^ also 

eig. Mündung. Kel. 11, 2 -■'Sr; nnnc nriErt 
Ar. (Agg. rmEn) das Loch unter der Thür- 
angel. Xum. r. sct. 12, 215* dass. zur Erkl. des 
bh. niriE. — Davon chald. ■'HNE, Ar. liest inns 
(=naT3 b;:; ns, s. n| nr. 2) die weibliche 
Scham, s. TW. — Davon auch st. c. Tosef. 
Ahil. X Anf. nsr: tie ed. Zkrm. (a. Agg. nms) 
die Weite einer Faustbreite. Das. ö. 

XrirnS Brot. j. Ab. sar. II, 41' un. s- 
Nn^E. 

ST^E m. eh. (=hbr. te, Stw. tie: absondern, 

i scheiden) gediegenes, geläutertes Gold. 
Trgg. und Syr. haben dafür Nr:o snm. Git. 
58* Nnn N73by3 mn: nt^e nttisn ibpna ^-nn 
N73by ibisa snm ■'i^Tia zwei Gewichte eines 
Staters aus gediegenem Golde kamen in die 

j Welt, deren eines kam nach Rom und deren 
anderes in die ganze übrige Welt. — Denom. 
Ab. sar. 11'' ■'nE inr ranN bpn?^ Ar. (Ms. M. 
NTIE mit eingeschalt. ^; Agg. »r^i) ein Gewicht 
von vier Sus aus gediegenem Gold, vergoldet. 



xnrE 



19 



Tir£ 



i^TirS m. (=n■•r^) gediegenes Gold, s. 
TW.' 

TTS (=bh. arab. ^) 1) beweglich sein, 

hüpfen. Davon tsn mit prosthet. n (wie Odn== 
DOE u. a.). Uebrtr. voreilig, übereilt sein. 
Schabb. 55'' wird ms (Gen. 49 , 4) als Abbre- 
viatur gedeutet: Nnbf rtrari nrtD du warst 
voreilig, begingst die Sünde und entwürdigtest. 
Ar. ed. pr. erklärt ünTi)=rin-iTS du zerstreutest 
das semer. virile; vgl. auch rnü. — 2) klingeln, 
erschallen. Num. r. sct. 4, igi** ttd» imz 
TTiD ibip "i-iby rsTia isiO'in ^rtir, rfnis was 
bedeutet ttd73 (2 Sm. 6, 16)? Von dem gedie- 
genen Golde, das David auf sich (seinen Klei- 
dern) trug, klingelte der Schall. 

ST'TS w. Adj. beweglich, unruhig; daher 
voreilig, übereilt. Schabb. 88* un. ein Hä- 
retiker sagte zu Raba: ir-';:npT nt-'TS nu" 
nn-'7:i-'p 13-'\-!1iitd3 tsn iD'^-'JTisb id-'t:i3 Ar. 
(Ms. M. i3''iT''TS3; Agg. iD">\-iiTnD3) voreiliges 
Volk, die ihr euer Versprechen dem Anhören 
(eig. euren Mund euren Ohren) vorangeschickt 
habet (,,Wir wollen thuii und hören", Ex. 24, 7, 
vgl. Nnib'^by); noch immer bleibt ihr bei eurer 
A'oreiligkeit ! Keth. 112'' dass. Ar. erklärt un- 
ser W. durch bDDT nap üv starrsinniges 
und thörichtes Volk. Damit würde das syr. 
\yt\s>: hart, \Loyt}.^ ■. Härte, Hartherzigkeit 

übereinstimmen (also NivE, >{mT''TE); was jedoch 
im Zusammenhang nicht passt. 

NmnS/e)«. N. a. Voreiligkeit, üeber- 
■eilung. Schabb. 88» und Keth. 11 2^ s. vrg. 
Art. 

)TT2 Verstümmlung des Ws. "tit". Nas. 1, 1, 
vgl. pv: u. a. 

VS Pasi, N. pr. j. Sot. IX Ende, 24<= u. a. 
■'TD n^T 1'h'^ti jene Familienglieder des Bar 
Pasi, s. inn. Pesik. Par., 33 =■ ■'Td na 'j^;n 'n 
R. Chanin bar Pasi. 

7?£ (syn. mit tte) sich schütteln, sich 
bewegen. Pesik. r. sct. 14, 24"^ wenn die Kuh 
schon ein Joch getragen hat, nbsnoai pbnc 
bi53 bewegt sie sich hin und her und sieht sich 
nach dem Joche um. 

NCT2 /. (gr. 9äc[Aa) Erscheinung, Vision. 
Pesik. Bachodesch, lOl*" „Er rettete mich, denn 
er hat Wohlgefallen an mir" (Ps. 18, 19). N73TD 
Nn-iniN •^b irT'iia n-'n npbs «■'n rr^TT Ar. (Ag. 
N7371D) seine Vision stieg auf ihn (den Sinai), 
als er mir die Gesetzlchre gab. Midr. Tillim 
zu Ps. 22, 9 und Jalk. II, 97 ■= dass. — Sachs' 
Beitr. II, 180 emend. n^^tdtd, 4'T)9ta(xa, Gc- 
richtsbeschluss. 



"'j^pIlS. "'j^CT?/. pl. (wahrsch. pers.) feine, 
elegante Schuhe; vgl. auch Du Gange Glos- 
sar. I, 1125 7racJ|jLäx^7i? , calceorum feminarum 
confector. Schabb. 10" Raba bar Huna ■'«n 
■<bsai ■'plana (Ms. M. iparna, n eingesch.) legte 
seine feinen Schuhe an, wenn er beten wollte. 
Raschi: D-'aiffln niNb-'a:«. Schebu. 31* Raba 
bar Huna sagte zu den Processführenden: laib'a 
I Nmb imm la-'ipnTTD legt eure feinen Schuhe 
I ab und tretet vors Gericht. — Ferner ein Be- 
standtheil der Rüstung der Krieger. 
Schabb. 62* wird a'^"'Di"3 erklärt durch ip73TD 
hohe Stiefel, welche das Schienbein be- 
decken. 

i1p"'P.rS, pp^lCrS m. eig. von Natur An- 
geborenes (etwa gr. 9U(jixöv), übrtr. Ererb- 
tes. Midrasch Tillim zu Ps. 18, 41: „Meiner 
Feinde Nacken wandtest du mir zu." iti n«N 
'i-\ mirr^b nsn iunitü Nin iba ■;ipi-i7aT-'a 
(Jalk. II, 25'^ liest rieht. ';ipr3P2) David sagte: 
Das ist mir etwas Natürliches (Ererbtes, näml. 
das Zuwenden der feindlichen Nacken). So heisst 
es in dem Segen meines Urahns Juda: „Deine 
Hand wird den Nacken deiner Feinde treffen" 
(Gen. 49, 8; das Citat aus Dt. 33, 7 ist un- 
richtig). 

1T£ (=bh. syn. mit -ita, l^a, eh. -ina, 
Grndw. td, Ta, na) zerstreut sein. — Pi. 
nTE zerstreuen, ausstreuen. Tosef. Ber. 
vii g. E. 'j^-iTSUrt rr>aaT nra T^oaajan nyua 
D:a zu einer Zeit, wenn man die Lehren ein- 
sammelt, streue sie aus; wenn man sie aber aus- 
streut (als werthlos hält), so halte sie zurück. 
Ber. 63* dass. mit der hinzugefügten Erklärung: 
'dt -iTs '"by na^^an minno -m n\s-: dn wenn 
du siehst, dass die Gesetzlehre den Zeitgenossen 
theuer ist, so streue sie aus, vgl. auch d52. 

Nithpa. zerstreut, ausgestreut werde.n. 
Schabb. 16'' titsps die Wolken zerstreuten sich. 
Genes, r. sct. 36, 35* als Noah aus der Arche 
kam, -iTansn inuw ^7305 Nai "naci in« "laiai-! 
nran:"! ism schlug ihn ein Löwe und verwun- 
dete ihn. Als hierauf Noah kam, um den ehe- 
lichen Umgang zu pflegen, da streute sich sein 
semen virile aus, wodurch er verachtet wurde. 

Iirs m. N. a. das Zerstreuen, Zerstreut- 
sein. Teb. jom 2, 3 nainua itis'j rrr^ an 
TnT'iDa ni:Ti Nnnia •'3D53 -nna wenn der Knob- 
lauch im Mörser zerstreut liegt (und Jem., der 
noch nicht ganz rein ist, m"' biau, s. d., einen 
Theil desselben berührt hat), so ist der übrige 
Knoblauch rein; weil man beim Zerstossen des- 
selben sein Zerstrcutliegen wünscht. Schabb. 16'' 
D'"ay •^\^Vü das Zerstreutsein der Wolken; Ggs. 
D'^aj" -^•.:;'>p das Sichzusammenzieheu der Wol- 
ken. Sifra Mezora Par. 2 cap. 2 lyffl -iit^'D 
das Zerstreutsein der Haare. Snh. 71'' -iit^d ■ 
y-i Dip-insbi Dbisb r;M3m inb nj<:n O'^ronb 



-ifa 



— 20 



n-r£ 



DPiyb sm inb das Zerstreutsein (Trennung) der 
Frevler ist für sie selbst sowohl, als auch für 
die Welt von Nutzen; bei den Frommen hing, 
ist es sowohl für sie selbst, als auch für die 
Welt von Nachtheil; vgl. 0^53. 

"if£. ill'p iiS Abbreviatur nächstfolgen- 
der sechs Wörter. R. hasch. 4''. Jom. 3* n. ö. 
diäp "ifo i^irb ".:2i? "'3D2 b^n ■'Jim-j: der achte 
Tag des Hüttenfestes wird als ein Fest für sich 
angesehen hinsichtlich der näp ifo. Vgl. Tosef. 
Suc. IV g. E. lasyb cc''-! in bia innsn am dv 
■i53ssb "Tili: iaj:yb p"'p lasyb b;"i i53syb i^f 
TOSSb nD"id der letzte (d. h. der Schluss-) Tag 
des Hüttenfestes wird als ein besonderes, von 
letzterem getrenntes Fest angesehen: 1) betreffs 
des Loosens (d. h. während in den ersten 
sieben Festtagen die Priesterposten sich der 
Reihe nach in das Darbringen der Festopfer 
getheilt haben, findet am Schlnssfest, wie an 
allen anderen Festen, ein Loosen statt, welcher 
Priester die Opfer darbringen soll, vgl. S"»^?). — 
2) betreffs der Zeit, dies festus (d. h. der 
Segen, der beim Eintreffen eines jeden Festes 
[„der du uns erleben Messest diese Festzeit" 
n"n IWTb, vgl. y,2i^ gesprochen wird, wird auch 
am Schlussfeste gesprochen, während er am sieben- 
ten Tage des Pesachfestes nicht gesprochen wird, 
weil jener zu den vorangegangenen sechs Tagen 
gehört). — 3) betreffs des Festes (es wird 
näml. im Gebet und sonst nicht mehr msion jn, 
sondern ■'^-'WTari dt' oder mssn an gesagt. 
Femer auch hinsichtlich der rituellen Trauer- 
zeit. Wenn Jem. z, B. einen nahen Verwandten 
am Rüsttage des Hüttenfestes begräbt, so wer- 
den von diesem Tage an bis zum Schlussfest 
einschliesslich 21 Tage der Trauer gezählt, vgl. 
M. kat. 24'', s. auch-iby, nb?). — 4) betreffs 
des Opfers (während näml. vom 1. bis zum 
7. Tage des Hüttenfestes 13, 12 und abwärts 
bis 7 Farren, ferner 2 Widder und 14 Lämmer 
geopfert werden, so werden am 8. Tage 1 Far- 
ren, 1 Widder und 7 Lämmer geopfert; vgl. 
Num. 29, 12 — 39). — 5) betreffs des Ge- 
sanges, Psalms (die Lewiten sangen näml. in 
den sieben Festtagen die in Suc. 55* erwähnten 
Psalmen auf dem Duchan; am Schlussfest hing, 
sangen sie einen anderen, wahrsch. [vgl. Tract. 
Soferim XIX Anf.] den 12. Psalm. — 6) be- 
treffs des Segens (den das Volk dem Könige 
ertheilte; vgl. 1 Kn. 8, 66: ,,Am achten Tage 
entliess der König das Volk und sie segneten 
den König"). 

KIT? m. (viell. pers.) Stock. B. kam. 28» 
aTT'bT N1TE uipab möge er einen Stock neh- 
men und sich niedersetzen! um näml. die Armen, 
welche seine Feldfrüchte, die ihnen nicht ge- 
bühren, als Armengaben auflesen, zu verjagen. 
B. bath. gg** 3\-i-'bi nite uipDb möge er einen 



Stock nehmen und sich niedersetzen; um den- 
jenigen, die auf unrechtmässige Weise durch 
sein Feld gehen, den Durchgang zu verbieten. 
— Ar. bemerkt: Der Name des Accentzeichens 
nTD, Paser rührt von seiner länglichen, stock- 
ähnlichen Form her. 

nS m. (Stw. nrE, arab. .^^^ syn. mitn^E und 

nD3 s. d.) eig. das Aushauchen, Schwinden. 
Pf.'trop. Schabb. 127'' CD3 inca in^ab ^bn er 
ging nach Hanse mit Seelenbetrübniss, Verdmss 
(eig. Verhauchen der Seele = od3 nstt) wegen 
vereitelter Hoffnung. R. hasch. 2, 6 (23'') man 
stellte Fragen auch an solche Zeugen, deren 
Zeugniss betreffs des Sichtbarwerdens des Mon- 
des unnöthig war, od3 Tiü^ iNSi Nb\B •'13 
damit sie nicht mit Verdruss fortgehen. Num. 
r. sct. 20, 241* „Bileam sagte: Bleibet auch 
ihr hier" (Num. 22, 19); ffiE3 ^nsa ■;b"'b DDSioo 
D''3iaNnD denn ihr werdet später ebenso ver- 
driesslich fortgehen, wie die Ersteren. Ab. sar. 
2''. Jalk. II, 41* u. ö. 

NnS. Sni£ ck. (syr. J^Ia, hbr. he, vgl. auch 
KnNE) Netz, Schlinge, s. TW. 

Nil? m. (für snns s. d.) ein niedriger, 
zerlumpter, in Lumpen gekleideter 
Mensch; nur PI. j. Ber. II, 5'' mit. in rrvan 
1TIE -Q ein niedriger Mensch sah ihn. (Sirlio 
z. St. erklärt das W. durch r:nE, Köhler, was 
jedoch unwahrsch.). Das. IX, 13"* mit. j. Snh. 
XI, 30'' ob. Cant. r. sv. ■'iiDTso, 13'*. Khl. r. 
SV. n7:o, 97* n^^^ro 0'2 yr<r3 -q th nay ein 
zerlumpter Mensch von böser Art ging vorüber. 
Mögl. Weise jedoch ist •jtid nn verkürzt aus: 
IT^UD niedriger Mensch; vgl. nphe nr. 2. — 
Levit. r. sct. 25, 168'' •j-'ns mn' eine Tochter 
von niedriger Herkunft. Khl. r. sv. Traoi, 76* 
dass. 

^^S (=bh.) zittern, erbeben. — Hithpa. 
sich ängstigen. Deut. r. sct. 1 g. E. iin-.-'Tt: 
2373 '[■'inEraT sie fürchten sich und ängstigen 
sich vor euch. 

N~n£ eh. (hbr. nns) Angst, Schreck. Sot. 
20'' s. Nninr'3. Snh. 95'' un. Kir.r.zi sn3i Ninn 
3">n'' mn ■'7:3 Nins dieser Mann (d. h. ich) be- 
fand sich ebenfalls in solcher Angst. B. mez. 
66'' s. nsE. Taan. 13'' rr^nins, 1. n-'-ins. 

n~n£. nrn^fem. (=bh. rrjnE) Furcht, 
Schreck. Khi. r. sv. bs- pn, 78'' wird Khl. 
3, 11 gedeutet- nabs p; rrar: fNbrj ba imns 
„den Schreck vor dem Todesengel legte er den 
Weltbewohnern in das Herz." Num. r. sct. 18, 
235 <• '31 "ip-nns sb") "nax an sie (Korach "s 
Genossen) gingen unter, aber nicht der Schreck 
vor ihnen; da an ihre Stelle viele Andere ge- 



treten sind. 



■re 



21 — 



DHE 



]^'TI£i od. ]nn£, j-nnS >». pl. (bh. o-'-ins) 
Hoden, s. TW. 

nna»». Pl. XmnS cä. (=bh. nnE, pl. ninE, 
St. c. niinE) Pascha, Statthalter. Esr. 5, 3 
fg. Dan.'s, 2. 3 fg., s. auch TW. — Davon 
■>DnE s. d. Das. auch ntr^D = "ns. 

ins (=bh. arab. ^y^ Grndw. ns, vgl. nis) 

aufschwellen, aufbrausen (von der Leiden- 
schaft), dah. muthwillig, leichtsinnig sein. 
Ned. 9^ ■'HUI -»by tnc meine Leidenschaft schwoll 
gegen mich auf, d. b. bemächtigte sich meiner. 
Genes, r. sct. 98, 95» wird rns (Gen. 49, 4) als 
Abbreviatur gedeutet: ni;; PNuri nrns du 
braustest auf, sündigtest und buhltest, vgl. auch 
TTS. Das. D^^Bn inipw Tanü;;TD n^'TnDD ni-ar 
du verfuhrst wie die Aufbrausenden, deren 
Schenkel im Wasser zerschlagen wurden. Das. 
sct. 99, 97^ dass. 

ins cÄ.(syr.ijIs=Tr!S) muthwillig, leicht- 
sinnig, aufbrausend sein. j. Ter. XI g. E., 
48'' '{■'poyra yrns ^rNn ■'T' b? nraan p^33 
rr'D im Trinkgelage werden die Gäste, da sie 
dabei muthwillig sind, sich damit beschäftigen, 
Ggs. ^33 s. d. j. M. kat. II, Sl"" mit. i^püt yb^n 
yms^ sie essen, trinken und handeln leicht- 
sinnig. — Uebrtr. Chull. 47'' ob. nttiet eine 
Lunge, die aufgeschwollen und dem Holz ähn- 
lich ist. Nach Kaschi: Sie ist hart, vgl. 
nD3. 

TnS m., niTnS/. (=bh.) Uebermuth, Aus- 
gelassenheit. Pesik. Echa, 121'' ein Gleich- 
niss von einer Matrone, die drei Hochzeits- 
kameraden hatte; ihnt nnbüa nms r^tn nnx 
"p nbir:3 nmx hni ^^^^^ riTnon nrns nxn 
. . . riD'N iBNi ';mb"B3 bsnc'^ pn hnt niüa 
n''«".'' . . . n3''N "ri^Ni \^nü2 ims nsn r;^r:ji 
'j"i nD''N -172NT ninin^ nbn-'Sn nms nsn der 
Eine sah sie in ihrem Wohlstande, der Zweite 
in ihrer Ausgelassenheit, der Dritte in ihrer 
Niedrigkeit. Ebenso sah Mose Israel in seinem 
Wohlstände und rief aus ro''N („Wie kann ich 
allein euch ertragen"! Dt. 1, 13). Jesaja sah 
Israel in seiner Ausgelassenheit und rief aus 
na*"« („Wie wurde zur Abtrünnigen die treue 
Burg!" Jes. 1, 21). Jirmeja sah Israel in sei- 
ner Erniedrigung, Zerstörung und rief aus ns'^t» 
(„Wie liegt sie doch verlassen!" Klgl. 1, 1). 
Thr. r. Anf., 51* steht dafür nrnrnsn dass. j. 
Suc. V, 55'' un. 'ai msa v^^y l^b inn mn ns 
als Hillel die Israeliten in Ausgelassenheit vor- 
überziehen sah u. s. w., vgl. -niji3. 

nnS zerfetzte, zerlumpte Kleider tra- 
gen. Part. Meg. 24"'' TOiD nt« oms nniE Agg. 
und Ar. ed. pr. (spätere Ar. Agg. crmp. nrns, 
wonach Musafs. unrichtige Bemerkung) der zer- 
lumpte Kleider Tragende darf das Schema mit 



den Benedictionen vortragen. Das. nniD pp 
ein Unmündiger, der zerlumpte Kleider trägt. 

nnS eh. (=nnE) zerfetzte Kleider tra- 
gen. Part, nns s. TW. 

TIS) SnS (syn. mit ^ys, s. rjyc, mit Wech- 
sel der Guttur.) schreien. — Af. Jemdn. an- 
schreien, j. Snh. II, 20'' ob. wird nna 'Jiy^i 
(1 Sm. 25, 14) übersetzt: iib'^na ITidn er schrie 
sie durch Worte an. Viell. jedoch ist tid, 
nnE = nE3 und ü?''! von •o'^s genommen: „er 
blies sie äurch Worte fort." — Part. Peal Bez. 
7* ob. N^nsT ■'5"'D Eier einer Henne, die beim 
Eierlegen schreit; d. h. die nicht in einer ge- 
schlachteten Henne gefunden wurden, ■'S^^ 

'7n£ Pechal, Name eines palästin. Ortes, 
j. Schebi. VI, 36= un. bncn Nn73nb bTN Nn^rr 'n 
R. Seira ging nach dem Warmbad zu Pechal. 

jvniS. j'/HS m. ein mit Stroh gefüll- 
ter Balg, womit oft die Kamele bedeckt wur- 
den. Kel. 24, 9 Dib73l bo ybmsn der mit 
Stroh gefüllte Balg der Kamele; vgl. Hai Com- 
ment. z. St. Ar. citirt auch eine Erkl.: Mist- 
korb. Tosef. Kel. B. mez. VI Anf. dass. j. Ned. 
III Anf, 37'* ybn V-'^^ '-'^^ '<='b73 mniiJT rrin 
bo ybns iib» rfSibupM iiyn ns (fsinp) fDinp 
n"i72T ';iyb2i i^imj 113 i'i'in^i pp ';''bMa die 
Schlange des Königs Sapur verschlang Kamele 
und verschlang Wagen. Als man sie tödten 
wollte, so füllte man einen Kamelbalg mit Stroh, 
legte in dasselbe glühende Kohlen hinein, jene 
verschlang sie und verendete, j. Schebu. III, 34'' 
mit. '{•'briD crmp. aus ybns dass. 

DnS(arab. 1^) sehr schwarz sein. Grndw. 
Dn, arab. .,^, wovon cm, eh. Schaf. Dinip 
schwarz. — Pi. schwarz machen, schwär- 
zen, j. Maas, scheni V Anf., öö** ■f73ri37: fi' ■'pd 
■[■«TanDa Iptn die Götzentempel schwärzt man mit 
Kohlen, j. Pes. VI, 33* un. R. Josua ben Ke- 
busja sagte: yssTii miD riTn DipMipn na 
ib niT' 13 N "3 13 DnE7jT so wie man mit die- 
sem Kessel (xou5<xoü[i.iov, cucuma) brennt, ver- 
wundet und schwärzt; so möchte ich gegen jeden, 
der mich der Nasiwürde berauben wollte, an- 
kämpfen, vgl. Dip73ip. Cant. r. sv. bn373r, 20'' 
und das. sv. ']-'i^', 28'' Dnoü 137273 nns rr'n 
rT'7:T3 p-iD73 innt rT'3D einer von uns schwärzte 
ihr (der Midianiterin) Gesicht und ein anderer 
nahm ihr die Ringe ab. Part. Pual j. Taan. I 
g. E., 64'' Ni:-» Dn pi-ara ibpbp miyn nbs nn 
NJf Dm? iißiMapn DJ:-nDM nj:-' nba nniE72 
PTi-ian 'J73 n3iffi73 Cham, ferner der Hund und der 
Rabe entarteten durch den Coitus in der Arche; 
Cham (Aethiopicn) kam daher geschwärzt her- 
aus, der Hund kam als bekannt durch seine 
Geilheit, der Rabe kam als abweichend von allen 



ans. 



— 22 



ui & 



Geschöpfen (wegen seiner Schwärze) heraus. 
Genes, r. sct. 36 g. E. steht dafür blos absi an. 
Das. Noah sagte zu Cham: TnN nyj» nns 
im« riTi"' ^•2'^sb nb^'ssa Ninia nzi miayba 
ümsaT mj'3 •iJ-'Nn du hast mich abgehalten, 
das zu thun, was im Dunkehi geschieht (d. h. 
vom Beiwohnen; Cham soll näml. den Noah 
castrirt haben); deshalb soll dieser Mann (du) : 
hässlich und geschwärzt sein. j. Sot. II, 17* un. 
Dm37:3 Nb lain ibaa „in irdenem Gefäss" (soll 
das Prüfungswasser angestellt werden, Num. 5, 
17), nicht in einem geschwärzten Gefäss. Esth. 
r. SV. iHNinn, 102'' nDJms?^ mmp geschwärzte, 
berusste Töpfe. Cant. r. sv. •'SNnn bN, 8"^ eine 
Städterin hatte eine äthiopische Magd, welche 
ihrer Freundin erzählte: Morgen wird mein Herr 
seine Frau entlassen und mich heirathen. m73N 
nb m53N n5:mD7: rfT' rtsnu; b-'3U)3 nüb nb 
-lan» "]i30 r!72 ^istn ly^aai obirnm hüto in 

n':jn3b n::Ti nn« nyiB nr^ms'^ jt'T' nNiiu i2d?2 
nnK b» -\i2s ^t:x2 mimai nJoniD?: -\h-\zv va 
'd"! ~P njJDi ~;2'D die Freundin sagte zu ihr: 
Weshalb denn? Worauf die Aethiopierin: Weil 
der Mann ihre Hände berusst sah. Die Erstere 
sagte dann: Närrin in der Welt, mögen deine 
Ohren hören, was dein Mund ausspricht: Wenn 
er, wie du sagst, sich von seiner Frau, die ihm 
über Alles lieb ist, deshalb scheiden will, -weil 
er eine kurze Zeit ihre Hände eingerusst sah, 
um wie viel weniger wird er dich heirathen, die 
du am ganzen Körper schwarz und berusst bist 
vom Mutterleibe an! Ebenso sagte Israel zu 
den Völkern, die ihm die Anbetung des golde- 
nen Kalbes vorgeworfen hatten: Ihr betet ja 
immerfort die Götzen an! Ar. citirt diese St. 
aus Jelamdenu zu Num. 21, 1. 

Nithpa. geschwärzt werden. Genes, r. sct. 
18, 18"= als die Israeliten aus dem Exil zogen, 

tt'IDj D""";;; iniDjI onb so wurde das Gesicht 
der Frauen von der Sonne geschwärzt; die Män- 
ner Hessen sie sitzen und heiratheten sich fremd- 
ländische Frauen. Khl. r. sv. mn "'S, 7b^ und 
Genes, r. sct. 19 Anf. der Gelehrte, der sich etwas 
zu Schulden kommen lässt, ü^pir, pöD ■'bss 
•jininN in avii^'p i-'jsnsn;: dn tno n^373 D\N3n 
invit n533T p n;aD T'ibDnNn inao ibs bns 
gleicht den feinen, leinenen Zeugen, die aus 
Beth Schean kommen, die, wenn sie ein wenig 
geschwärzt wurden, werthlos sind; aber die gro- 
ben, leineneu Zeuge aus Arbela, wie gering- 
fügig sind sie und wie unbedeutend ihr Werth. 

CnS m. (=bh.) Kohle, eig. schwarze Kohle, 
zuw. auch (=rbn3) glimmende Kohle. Schabb. 
29'' un. Jem. , der am Sabbat eine Lampe aus- 
löscht, weil er das Gel u. s. w. verschonen will, 
ist straffällig, r^b^r^r. i?: yin -[bisa -\•^^o ■^or 'n 
criD -'Oiy NT~"D ':e": R. Jose hält das Ver- 



löschen bei jeder andern Absicht nicht für 
straffällig mit Ausnahme des Dochtes, weil man 
beim Verlöschen desselben eine Kohle macht. 
Das. Sl*» fg. u. ö. — PI. Bez. 32* YVi^y fN 
3ia DTin V'^n? ™*" ^^^^ nicht am Feiertage 
Kohlen (für die Schmiede u. dgl.) anfertigen, 
weil sie als Geräthe anzusehen sind. Tosef. 
Jom tob (Bez.) III. Mikw. 9, 2 riN bina'' «b 
rjöDa p DN Nbj» ^ransa 'Dip5:ipn man darf 
nicht den Kessel mit den Kohlen (d. h. mit dem 
Rnss, der sich an ihm angesetzt hat) eintauchen, 
wenn man ihn nicht zuvor abgerieben hat; weil 
näml. die Kohlen eine Scheidung zwischen dem 
Gefäss und dem Wasser bilden, vgl. n2J"'i:n. 
Trop. Khl. r. sv. D'^nmn bs, 73'' R. Juda' ben 
Nekusa sagte zu seinen Schülern, nachdem er 
der Verfolgung der Häretiker entkommen war: 
üjonn nms byi ©■'n- ims by ibbcrm lab 
T^ujsy bax m-ibaiai maia d^'^dn nsb): noTio 
ÜV2T1Ü nabiz gehet beten für diesen Mann (mich) 
und diesen Schlauch, der früher voll Edelsteine 
und Perleu war, jetzt aber voll Kohlen ist, 
d. h. ketzerische Gedanken verdrängten die treff- 
lichen Gesetzlehren (Bh. Ps. 11, 6 DTID verkürzt 
ans a"'nn3; bei dem Zusammentreffen zweier 
Mems wird das eine öfter elidirt, s. 73). 

DHS »«. die Schmiede, Kohlenbrenne- 
rei. Khl. r. SV. üiä aia, 85'' imoa poiy n: 
i7:nD3 poiy nn . . . der Eine beschäftigte sich 
mit dem Anbau seines Feldes und der Andere 
mit seiner Schmiede. Das. sv. ny b33, 91'' Hdi 
iiznüb der Schmied ging in seine Schmiede, vgl. 

"■pn? m. Adj. Köhler oder Schmied. Ber. 
28* R. Gamliel sagte zu R. Josua: -^nia -«bmaTa 
nns ■'Mns'a ns"': nns an den (schwarzen) Wän- 
den deines Hauses ist zu erkennen, dass du ein 
Schmied bist; vgl. j. Ber. IV, 7"* ob. n'^nrON 
l'^an:: Tay aT"' R. Gamliel traf ihn, Nadeln 
verfertigen. 

CnS (syr. xu»s) gleich, ähnlich sein. — 
isaTts/. (syr. ^üLfcs) Gleiches, Aehnliches, 
s. TW. 

OnS (arab. |i£^) vernichten, verder- 
ben, zerdrücken, z. B. ein Bild durch das 
Schlagen mit dem Hammer oder der Hand. Ab. 
sar. 53" nba^'a n-iD-'n «bo -^o by qs r;onD 
wenn Jem. das Götzenbild zerdrückt, obgleich 
er nichts davon abgebrochen hat, so hat er es 
vernichtet; d. h. man darf davon einen Genuss 
haben, da es nicht mehr als ein Götze anzu- 
sehen ist, vgl. b:;!3 im Piel. Das. 42* riDns 
bNiO"' nanD . . . m'by wenn der NichtJude das 
Götzenbild zerdrückt hat, wenn der Jude es 
zerdrückt hat. j. Ab. sar. Ili, 43* mit. DK 
ninsN "jN^ r^* noncoa wenn man das Ei ge- 



ü^^ 



23 



nns 



drückt bat, so entsteht ja kein Küchlein daraus. 
Levit. r. sct. 7 Anf. (mit Bez. auf Spr. 10, 12) 
DrT'SDb lomDi D3mp bui3 -j-iriN riTiü n^ibTa 
aaa id tno i?t o-b naisi diese Schriftstelle 
besagt, dass Abaron ihr Opfer (das die Israeli- 
ten dem goldenen Kalb darbrachten) nahm und 
es in ihrer Gegenwart zerdrückte, indem er zu 
ihnen sagte: Ihr sollt nun erkennen, dass an 
dem Götzen nichts Wesentliches ist. — Uebrtr. 
Ab. sar. 56'' "ma inons . . . in-^mbs ipons eig. 
die Schale drückte den Wein , die Grube drückte 
ihn; d. h. wenn man Wein durch einen Trichter 
in die Schale so voll giesst, dass er überströmt 
und der Rand der Schale ihn an den Trichter 
drückt; wenn der Wein den Rand der Grube 
überströmt. Das. 72'' dass. 

OnS, l2?nS eh. (=or!E) drücken, zusam- 
mendrücken. Genes, r. sct. 53, 52*^ Og sagte, 
als er erfuhr, Abraham hätte einen Sohn be- 
kommen: i'^N riDiDO sb NT; nn in;pn T^asr 
r.'h ia-ins n2s rr-by •^j'ni:« n:n 3T!i was ist 
das nun für ein winziges Geschenk; wie schmäch- 
tig ist der doch ! lege ich meinen Finger auf 
ihn, so erdrücke ich ihn. Part. pass. iairiE ge- 
drückt, d. h. stumpfnasig, s. TW. 

in2i Xin? masc. ein irdener Topf, tho- 

nerne Schale. Stw. arab. '^^ Grndw. no, 

sich aufblasen, vom Uebermüthigen. Unser W- 
bedeutet eig. das auf der Töpferscheibe 
Aufgeblasene. Das syr. fjt^il] ist denom., 
s. TW. 

"inSj mn? m. Adj. (syr. (■'..■>) Töpfer. 
Dan. 2, 41 nns, s. auch TW. 

n"j1n2 Pachora, N. pr. j. Sot. IX, 24" un. 
miriD p nrybN Elasar ben Pachora; wahrsch. 
derselbe, der Kidd. 6G* ni'yiD p ^rrbs Elasar 
ben Poira heisst. 

Nn"linS /. Vertiefung oder Einbiegung, 
eingebogene Stelle, Ggs. von N7:.'!''3, s. d. 
j. Erub. V Anf., 22'' un. Nmins 1^z nbnn •jwt 
wenn du aber von der eingebogenen Stelle mes- 
sen wirst u. s. w. 

nn2 1) (= syr. t^ Pa.) graben, aus- 
graben, aushöhlen. Bez. 32* 'jinmD ';•'!< 
■'bs niaiy Ninia 'Ssm ~\in ns man darf nicht 
am Feiertage in eine feuchte Thonmasse eine 
Leuchte eingraben (durch das Hineinstecken des 
Fingers ein Loch bohren, um ein Licht hinein- 
stecken zu können), weil man hierdurch ein Ge- 
fäss anfertigt. Tosef. Joni tob (Bez.) III g. E. 
I'^mpö 'j-'BDb i\-inic V'* (^° richtig nach LA. 
des R. Elias Wilna, vgl. Bez. 32" i^ai:- V« 
ITDId) man darf nicht am Feiertag verstopfte 
Pfannen aushöhlen; d. h. die platten Thonschei- 
ben durch Aushöhlen zu Pfannen machen. — 
Oefter 2) abnehmen, weniger machen. 



Schabb. 21'' die Schule Schammai's sagt: Am 
ersten Chanuckaabend zündet man acht Lichter 
an, "pirn nms "[^«1 iNSn von dann an ver- 
ringert man immer mehr; d. h. an jedem darauf- 
folgenden Abend zündet man je ein Licht weni- 
ger an, näml. am zweiten Abend sieben, am 
dritten Abend sechs Lichter u. s. w., am achten 
Abend ein Licht an; ähnlich wie bei der Opfe- 
rung der Farren am Hüttenfeste, ;nrT ■'ns, näml. 
am ersten Tag 13, am zweiten Tag 12 Farren 
u. s. w., vgl. Num. 29, 12 fg., s. auch -ifs. Nach 
Ansicht der Schule Hillel's hing, ■jbi""' tl"'DT3 
vermehrt man; d. h. man zündet am ersten 
Abend ein Licht, am zweiten Abend zwei Lich- 
ter u. s. w. an. Meg. 4, 1 (21") am Montag, 
Donnerstag und Sonnabend Nachmittags •;-<-,ip 
irrby tid^oid i^ni )r,i3 i-^rms •j-'s -obo ruft 
man drei Personen zum Verlesen aus der Thora 
auf; man darf weder weniger, noch mehr als 
diese Zahl aufrufen. Das. -j-"« nsyo raöa 
in-^by fD-'Dia bnx im^ \tttis am Sabbat ruft 
man sieben Personen auf; man darf nicht weni- 
ger, aber man darf mehr als diese Zahl auf- 
rufen. Das. ö. Das. 23" mnc-' Nb N^aia -•'UD73— 
m-ina isnpo -yyc x3d rp"'^^ ''n'<i n^ara 
derjenige, der die Haftara (Perikope, vgl. rinUE-) 
aus den Propheten verliest, soll nicht weniger 
als 21 Verse verlesen, entsprechend den sieben 
Personen, die aus der Thora verlasen; damit 
näml. auf jede Person drei Verse kämen. Das. 
23'' a''piDD '353 mnci «b mnna N-npn wer aus 
der Thora verliest, darf nicht weniger als drei 
Verse verlesen. Taan. 14" fg. u. ö., s. auch abn. 
j. Snh. VIII, 26'' un. rnmsn eine Frau, die ihre 
Kethuba verringert, s. dse. j. Nid. I, 49'' ob. 
n^N nsoiam nsabn nv3V2 nnms n':'tn rpmEr: 
HT^nn mai br nsaia die Eselin (deren Träch- 
tigkeit gew. ein Jahr dauert), die wenig träch- 
tig ist, ist nicht eine kürzere Zeit als das Mond- 
jahr (354 Tage) und die lange trächtig ist, ist 
nicht länger als das Sonnenjahr (365 Tage) 
trächtig. Mikw. 4, 5 mrins man larach einen 
Theil der Tränkrinne, die in eine Badeanstalt 
mündet, ab. j. Jeb. I g. E., 3'' u. ö. 

Hif. 1) etwas weniger machen, ein Gefäss 
abnutzen, j. B. mez. II, 8"^ ob. kupferne Ge- 
fässe, die Jem. gefunden hat, ii^ann ina -aanaa 
inTisa-a '<zzil2 niNn ■'T' by sb bas darf er zu 
warmen Speisen benutzen, aber nicht als Koch- 
geschirr vors Feuer stellen, weil er sie abnutzt, 
ihren Stoff verringert. B. mez. 30" steht dafür 
'[p'^nianu er reibt sie ab. Das. Schaufeln und 
Aexte, die Jem. gefunden, bai* "[na )~3 \asn\aa 
inTisaia ■'3D7i riöpa Nb darf er zu weichen, 
aber nicht zu harten Gegenständen benutzen, 
weil er sie abnutzt. — 2) schadhaft werden. 
Suc. 18'' ■'y^aNn piT nTisn die mittelste Wand 
der Hütte wurde schadhaft, ausgebrochen. 

Nif. verringert, abgebrochen werden. 
Chnll. 45" nbns nrns: wenn ein Theil der Gur- 



n-s 



24 — 



nn£ 



gel ausgebrochen wurde in der Form einer 
Thür; d. h. er ist nicht ganz abgelöst, sondern 
blieb an einer Seite hängen, so dass man mit 
dem Abgebrochenen die Oeffnnng schliessen 
kann. Bez. 31'' s. nn:. Trop. Sot. 5* un. bs 
'si rns; qiob mn möi in c-<b eis ein Mensch, 
der Hochmuth besitzt, wird später verringert, 
erniedrigt; mit Ansp. auf nnsobi rsa;! (Lev. 
14, 56) „von der Erhabenheit, Ueberhebung 
(r«\S) zur Abhängigkeit, Anhang" (nnsö), vgl. nsr. 

nnS eh. (=nn^) wenig machen, verrin- 
gern, absparen. Pes. 114* 'ri Y--^'3'3 f^'ins 
spare an Speise und Trank u. s. w., vgl. «-"''i. 
Part. Peil Snh. 97 *■ ■'p-'is i"ba N72by pins »h 
'2i die Welt hat nie weniger als 36 Fromme 
in jeder Generation, welche der Gottheit an- 
sichtig werden. Cant. r. sv. i:i35:o, 13* Jona- 
than ben Gerson, der Götzenpriester Micha's 
(nach der Agada: ein Enkelsohn des Mose) 
sagte zu jedem, der den Götzen anbeten wollte: 
Dieser Götze ist 5 — 12 Jahre alt, -p'^zi-siz ■'?3 ns". 
b^TNi r<'^--2T^^:i Nim Ni-T>ns nt n^b nsD''»"! -ph» 
ri'b und du willst deinen Gott verlassen und vor 
diesem da hinknieen, o diese Erniedrigung! Jener 
ging beschämt davon. Thr. r. sv. td-, 52* ap 
'm Nn^rs Non? br ip^~, mm sinn N^b-'b^ 
des Nachts stand derjenige auf, der in einem 
schadhaften Bette geschlafen hatte u. s. w. Das. 
SV. on;ii, 65"'' ibDwX» bs biDs mm ■;» an 
'3T nnsi aap mby nn-'i n'^ns ns in n-io: nach- 
dem Rab (am Rüsttage des Nennten des Ab, 
Trauer wegen der Tempelzerstörung) seine ganze 
Mahlzeit gegessen hatte, nahm er ein schlechtes 
(grobes) Brot, streute Asche darüber und sagte: 
Das ist das Mahl des Neunten des Ab! 

Ithpe. verringert, abgebrochen, schad- 
haft werden, j. M. kat. I, 80'' un. ni^in 
-im N'ibr n^3 . . . N^3'^7:2 nnürs i-^mssT 
'ri nijt:: nncrN N""::p7: der Wasserkanal zu 
Sepphoris wurde am Feste schadhaft; der Be- 
gräbnissplatz zu Bar Makteja wurde am Feste 
schadhaft u. s. w. Keth. 62* issn ^3 n^n-i-'N 
mnr72 die Badeanstalt (die unterirdischen 
Kanäle) wurde unter ihm, dem R. Abahu, schad- 
haft. Das. mmn Nsm nphd"'« die Leitersprosse 
wurde unter ihm (R. Jochanan) schadhaft. 
Das.62''fg. j.Dem.I,22*mit. ntips pns(wahrsch. 
zu lesen phs'n) der Tisch wurde schadhaft. 

riCn?/- ^■^- ^^^ Aushöhlen, Ausgraben. 
Bez. 32* n: pdtid das Aushöhlen einer Leuchte; 
d. h. das Hineinstecken des Fingers in eine 
feuchte Thonmasse, damit ein Licht darin stehen 
könne, s. das Verbum. 

ninS »w. wenig, minus; mit nachflg. ;: weni- 
ger als. Pas. 47* n. ö. -ipt> «bn mns «b nicht 
weniger und nicht mehr. Meg. 21''. 22 * •;•'« 
1'N . . . D'^ptct! naboa pihd nsisa iit'""c;2 
D-ipiDs 'yiz mnD nansa iib">nn» man darf beim 



Verlesen aus der Thora nicht weniger als drei 
Verse vor dem Schlüsse eines Abschnittes zu- 
rücklassen (aufhören); man darf nicht weniger 
als drei Verse nach Beginn eines Abschnittes 
zu lesen anfangen. Das. 23'' ncnpn»: "im bs 
mcy3 pinD «m Nb eine jede heilige, religiöse 
Handlung darf nicht bei weniger als 10 Perso- 
nen vorgenommen werden; z. B. das Ausspre- 
chen des Priestersegens u. dgl. m. Tosef. Schek. 
ni Anf. pincn «■'3" wenn er weniger Geld 
brachte, als der Werth des Vogelopfers beträgt. 
— Fetn. Keth. 9* nn« an a-';a 'i pd^ nr^yn^ 
ein Mädchen, das jünger als 3 Jahre und 1 Tag 
ist. Das. 11* fg. 'n avT a^:o 's p"i:3-: pipwe 
Mädchen, die jünger als 3 Jahre und 1 Tag 
sind. 

rr\t: m. 1) Aushöhlung, ausgehöhlte 
Stelle'. Bez. 4, 3 (Sl**) pn^2 sb:: sino p"3 
pnD- mpn?: bai: nnssi bipo wenn ein Haus 
von Früchten gefüllt, vollgestopft ist and es 
wurde an einer Stelle hohl, ausgehöhlt, so nehme 
man am Feiertage die Früchte, die am Orte der 
Aushöhlung liegen. — 2) Abnahme, Verrin- 
gerung, Minderwerth. j. Ter. IV, 42"* un. 
TTrcyiz '» ^■'3T2m nai-.p rrxi7i2 '» pmsn 
';-'1t:; P33ipm phd- i^N"- i^binb Nb b3X nainr 
wenn Jera. ein Zehntel zu wenig entrichtet (d. h. 
Jem., der vom Besitzer des Getreides bevoll- 
mächtigt ist, die Hebe für ihn zu entrichten, 
Y^Q anstatt Vöo ^^ Teruma abgesondert hat — 
der Freigebige entrichtet gew. Vio > "^^i" Karge 
Yeo iDd der Mittelmann V.^ der Teruma; aber 
trotzdem, dass der Bevollmächtigte den Besitzer 
als einen Mittelmann kannte, so entrichtete er 



dennoch 



/40> 



wodurch dem Besitzer Schaden 



erwuchs), so ist dennoch die Teruma giltig: 
wenn er ein Zehntel zu viel (d. h. '/so anstatt 
Vöo) entrichtet, so gilt die Teruma ebenfalls. 
Aber dennoch ist das Getreide noch nicht der 
Verpflichtung enthoben, das zu wenig Entrich- 
tete nachzutragen (eig. es ist noch nicht '[•'bin, 
sondern es bleibt b3ü s. d. W.). Denn die Ver- 
minderung und Vermehrung sind nicht gleich; 
d. h. das Zuwenig und Zuviel bezieht sich hier 
blos auf die Zahl, da ' ^^ mehr ist als Vso' 
und ebenso Veo weniger ist als ^'50; man muss 
also das Fehlende nachträglich entrichten. — 
B. kam. 10'' nb33 ppo der Minderwerth des 
Aases; d. h. das, was der Cadaver des von einem 
stössigen Ochsen getödteten Thieres vom Ver- 
enden an bis zum gerichtlichen Processe durch 
längeres Liegen an Werth verloren hat. Das. 
11» fg. j. B. kam. I Anf., 2'' „wer ein Thier 
tödtet, muss es bezahlen" (Lev. 24, 18), das be- 
deutet: riPns abO"' er soll seinen Minderwerth 
zahlen; d. h. der Cadaver des Thieres gehört 
dem Beschädigten, pT"";, und ausserdem erhält 
letzterer das, was das verendete Thier weniger 
werth ist, als ein lebendes. 



Nnns — -o — 

T T : 

Nnn£, nnn2 eh. (=nnE) l) Abnahme, 
Schaden, Minderwerth. B. mez. 70" Mar 
Samuel hatte einen Kessel der Waisen des 
Mar Ukba in Verwahrung; rr^b ■^''Ti^'i b'^pn 
■•N Nnns b-ipai NisN b-'pia ■n'h b-ipoi b'^pn 
N13N Nb Nnns ■'NT NnnD Nb nijn er wog 
den Kessel beim Verleihen und wog ihn bei 
der Zurücknahme (um zu ermitteln, ob er ab- 
genutzt wurde); er nahm den Lohn fürs Lei- 
hen, nahm aber auch den Schadenersatz für die 
Abnutzung. (Darauf wird eingewandt: Nach der 
Ansicht, dass man Waisengelder nicht auf Zin- 
sen ausleihen darf:) Nahm er Lohn fürs Leihen, 
so hätte er nicht den Schadenersatz nehmen 
dürfen; nahm er den Schadenersatz, so hätte er 
keinen Lohn nehmen dürfen! j. Ned. IX g. E., 
41° mit. ein Reicher, der von Rah zu Gericht 
vorgeladen war, wollte, auf seinen Reichthnm 
stolz, nicht erscheinen. riNsm: i."ij: I'jt SUm 
combp npc; t •ju rin nnns snn rr'b sbi 
IVMüb nibn73i «nn bu'-'-^T Nmsba i?: als Rab 
es erfuhr, sagte er: Was brüstet er sich mit 
dem, was ihm nicht hleiben wird! So möge 
denn eine Verminderung (Schwinden des Ver- 
mögens) bei ihm eintreten! Kurz darauf kam 
ein Befehl (xeXeuais s. v. a. xeXsuc[jia) von der 
Regierung, dass jener Mann sammt seinem Ver- 
mögen für die Schatzkammer (i:a,u.eiov) abgeführt 
werden solle. Khl. r. sv. n;oo, 97'' Nnnsb b''T"'N 
gehe zur Verminderung, zum Untergange! — 
2) Niedrigkeit. Genes, r. sct. 36, 35'' „Cham 
ist der Vater Kanaans" (Gen. 9, 18), das bedeu- 
tet: NnriBT "«naN der Vater der Niedrigkeit, d. h. 
des niedrigen Volksstammes. Das. sct. 99, 97"* 
„Simon und Lewi sind Brüder" (Gen. 49, 5), das 
bedeutet: Nnnsn D^'nN die Brüder der Niedrig- 
keit, d. h. der Dina, die sich preisgegeben hatte. 
(Im Spätrabbin. nirr'nE Verminderung, Nied- 
rigkeit, Verwerflichkeit.) 

iTnS m. (syr. IlLts, hbr. pn=) Vertiefung, 
Höhlung (vgl. bh. nnn-i); daher auch Grube, 
bes. als Falle für Thiere und Menschen, 
s. TW. 

nnIS »n. Ilohlgefäss, eig. Gehöhltes. Tosef. 
Kel. B. bath. VII Anf. nmor; pT nrnsn T der 
Griff des Hohlgefässes und der Untersatz des 
Hohlgefässes. — PI. Tosef. Kel. B. kam. VII 
g. E. V^ns- -»bTO die Ränder der Ilohlgcfässe. 

\"T1S masc. pl. (verk. aus srnnE, s. Tinti) 
Fürsten; insbes. \nnE T3 Fürstensohn, d. h. 
Sohn grosser Männer. Schabb. 3'' R. Chija 
sagte zu Rab: Tina na, vgl. Raschi D^'bnj p. 
Rab war näml. der Brudersohn und Schwester- 
sohn des R. Chija (vgl. 3N III), daher letzterer 
ihm diesen Titel beilegte. Nas. 59^ dass. Nach 
dem Commcnt. z. St. jedoch DDH T/Jbn p 
(wonach also ■'pni; zu lesen wäre) Sohn eines 

\ -TV ' 

Lrtt, Nculiebr. u. Clialtl. Wörterbuch. lY. 



NütOS 



Gelehrten. Ber. IS*". Schabb. 29" dass. (Ar. 
Var.: insB in, s. NnN£). — Daraus verkürzt 
in hbr. Form: j. Bez. IV, 62» mit. nn-iQ p 
Drr'nnN Fürstensohn, nach Ansicht jener Auto- 
ren musst du verfahren! 

NüS Peta, N. pr., s. nüb na. — N-jin, 
lis'^aiB s. in '^s. — ^aiD s. düe und a2ü2. 

D1l313PS m. Adj. Podagrist (vgl. syr. 
i^^ Podagra), s. oi-is'iis. 

tJi^S, eh. ü-.:s eig. denom. von der Gans 

oder Ente (syr. \^4^, vgl. auch arab. -kj 
anas): schnattern, auch (von den Vögeln) 
zwitschern; übrtr. schwatzen, plaudern. 
Dav. Pilp. üErjE s. d. 

J2"'DS m. Adj. schnatternd, zwitschernd 
(vom Geflügel), geschwätzig, redselig (von 
Menschen). Arach. le** weshalb besteht das 
Opfer des Aussätzigen, abweichend von allen 
anderen Opfern, aus „zwei Vögeln" (Lev. 14, 4)? 
N^3^ mnn rTi73s -jD-isb ■j-'u;: n-äT2 n-:i-\v tnn 
ü'^CJB p"ip er vollzog die Beschäftigung des 
Schwätzers (der Aussatz soll näml. zur Bestra- 
fung der bösen Zunge, der Verleumdung kom- 
men); deshalb sagte die Schrift, bringe er ein 
zwitscherndes Opfer. Genes, r. sct. 93, 91* 
Josef sagte zu Juda: Mns ü-'üqö -^a nxin i:n 
"^mSD ^•'^3 ynn'J ■ai-> ich merke es dir an, 
dass du ein Schwätzer bist; giebt es auch un- 
ter deinen Brüdern einen dir ähnlichen Schwä- 
tzer? Tanch. Wajigasch, 51» steht dafür: ijn 
■j">UD nns-, 173« □"'bn:; "■'nsn laio yasn nsii 
ich sehe durch den „Becher", dass es unter deinen 
Brüdern grössere giebt als du, allein du bist 
der Schwätzer. Das. ö. 

St2D5/. Schwätzerin, redseliges Weib. 
Levit. r. sct. 32, 176" „die Mutter des Gottes- 
lästerers hiess i-iaT na n-'7oba" (Lev. 24, 11); 
lisb Dh'ii ^b Db"a N73b"a3 NUüD mm weil sie 
„redselig" beim „Grüssen" war. Sei du ge- 
grüsst! Seid ihr gegrüsst! Was für das Weib 
unschicklich ist. — PI. Deut. r. sct. 6, 258" die 
Weiber sind niuasT ms-isuDN aufrührerisch und 
geschwätzig. Das. nnim aTOT yvj maas 
'jl ti"'~i73 woher ist erwiesen, dass sie geschwätzig 
sind? Denn es heisst: ,, Mirjam redete gegen 
Mose" u. s. w. (Num. 12, 1), vgl. auch mSDEUS. 

NDaS, N^P'2 m. Geschwätz, Redselig- 
keit.' 'Pl. Genes, r. sct. 70, eg«» Jakob fragte 
die Einwohner Charans (Gen. 29, 6): Dibö- 
■'j'a PN r^^^ r^"' ^■'-'•^ Ti70S''T irab DD-'ra 
'31 bm ~J~^ herrscht Friede zwischen euch 
und ihm (dem Laban)? Sie antworteten: Wohl, 
es herrscht Friede! Verlangst du aber Ge- 
schwätz, „siehe da. seine Tochter Rahel kommt 
mit den Schafen": d.h. sie wird dir genug vor- 

4 



ninciüs 



-— 26 



CCS 



schwatzen. Levit. r. sct. 12, 155'' T'caaB 'jN5:b 
Ar. (Agg. '•(■'a:j''s) wer hat Geschwätz ? ' Eine 
Uebers. von n^b (Spr. 23, 29). Esth. r. sv. 
rr^nT? 'n, 105''' dass. j. Ber. IX g. E., 14<> Vs 
■j-iaa Nni-i-iNn N->::üEn i^c-'a »yc^^^ Ar. (Agg. 
N"'Ot:''E) jede Redseligkeit ist schlecht, aber die j 
Redseligkeit in der Gotteslehre ist gut, vgl. 
Nä-.n. 

nilülüS /. pl. die Stiele der Feigen. 
Ab. sar. 1, 5 in^n-iD-rrca ma n;= Agg. des 
j. Tlmd. (vgl. auch das. 39"* mit.; Agg. des bab. 
Thnd. la*" n-,:3nrci, was das. 14* von R. Jo- 
chanan emendirt wird: lyc pirn-üiüE3) die 
weissen Feigen mit ihren Stielen. — j. Schebi. 
V Anf. , 35 *" r!^"T'L3''D zur Erklärung von rnsa 
miD, wahrsch. für r;^n::i^!i (chald. Form für 
mn^anüD) weisse Feigen, die mit Stielen ver- 
sehen sind; vgl. jedoch 'ji-i::iE. 

K31PÜS od. SDlnaa m. (gr. TüpuxTÖ?) der 
Hintere, Mastdarm. Levit. r. sct. 3, 147° 
H~izb NDTJasai NDnrüsb ^n-'T n'^IOS aus dem 
Schleimsieb (geht die Speise) in den Mastdarm 
und aus dem Mastdarm nach Aussen. Khl. r. 
sv. naann, 88"= nst-.ud, vgl. np:? I. 

''P2 (viell. pateo, 7CiT:avvy[j.i) sich ausbrei- 
ten, offen liegen, s. TW. — Schabb. 140'' 
das leinene Gewand snc ^n",' I0''"n Trh N^:2Ett 
wird 12 Monate andauern, vgl. «"rr. 

iT'^L??/. (für N-';rD"'N, gr. -J-aTsia) Consu- 
lat, Aera. j. Snh. X, 27'* mit. rrjW a^r, ■'-n 
n"'Db72 bo rT'''üS3 Achas wird ja (,Jes. 1, 1) zur 
Aera der Könige gezählt! Daraus sei näml. er- 
wiesen, dass er zu den Frommen gehörte, vgl. 

"^DD »!. (gr. TcaTsXXa, patella, patina) Schale, 
bes. eine mit Speisen gefüllte Schüssel, 
j. Dem. I, 22* mit. Rabbi sagte zu R. Pinchas 
ben Jair: b:2E -na^i: p^y biDin id~ n;cn n^b 
•CT N«v möchte es nicht dem Rabbi (dir) ge- 
fallen, mit uns heute eine kleine Schüssel zu 
speisen? j. Taan. III, 66<= mit. dass. 

p''h'"i2^, ]''p^"'pS m. (gr. 7:aT£'>.Xiov mit an- 
geh. p, eig. = baE) Schüssel oder Korb mit 
Speisen. Genes", r. sct. 74, 73* „Er verkaufte 
uns und verzehrte unser Vermögen" (Gen. 31, 
15). N3Ü ^piip "»»n n-.n i^n «bs p -iisdx 
a-'o: ^.ir. n'c T-pb-yc n^c: mn Ar. (Agg. 
l^bp'^aE trnsp.) wie wäre das möglich! Allein, 
wenn er (Laban) ein gutes Lamm gesehen 
hatte, nahm er es fort; wenn er eine gute 
Schüssel gesehen hatte, nahm er sie fort. Thr. 
r. SV. o-n, 05'' ^rn N^bub htsn bTNT ivs 
■«ni-'n sb •'-mp pt in ib ^-^"a pst pib"'üD 
■j-iann inn-iaip iirr^-'s yh^Hi i» imns px ib 
CKE b373i ns -m p^bcas bsn bss T'P^"'^^ 
n-ipcEt r-bsNT p ■•3-1 rr'b t:n cd nn (1. c::'e) 



b2t< p-ib-iuE -mt: •j-'p-^b-'üE i"':':n '[zip inn^s 
in ■'3" Tw'N (sü''2) ciiE Nnn-:-f ptd -,n ■'m 
'dt od als R. Juda mit dem Exilarchea (der 
ihn zur Mahlzeit eingeladen, während jener be- 
hauptet hatte, er hätte bereits zur Genüge ge- 
speist) ging, sagte letzterer zu seinem Knappen: 
Mein Sohn, die Schüssel, die du uns schon ein- 
mal vorgesetzt haben wirst, setze uns nicht noch 
einmal vor (um näml. durch die verschiedenen 
Speisen den Appetit mehr anzuregen). Während 
der Mahlzeit setzte man ihnen 80 Schüsseln 
vor; aus deren jeder R. Juda einen Bissen 
ass und aus jedem Weinfass (mio?) einen Be- 
cher trank. Das Exilhaupt sagte zu ihm: 
Rabbi, nachdem du bereits gegessen und deine 
Mahlzeit beendigt hattest, assest du noch aus 
jeder der 80 Schüsseln je einen Bissen und tran- 
kest aus je einem Fass einen Becher u. s. w. 

n\''7"'a£/. (gr. KdxsXloL) eig. Schale, ins- 
bes. grosser, flacher Weidenkorb zum 
Aufbewahren der Datteln und Feigen. Kel. 16, 5 
r.HTZ'iZ r!''"'b''::D der Weidenkorb ist unrein. Hai 
z. St. erklärt das W. durch arab. pN moip 

(llij?)- j- Maas, scheni I, 52'' mit. «"b-'aD 

D"'";T:n ba ein Weidenkorb mit Datteln, j. 
Schabb. VII, 10<= mit. und das. XV Anf., 15» 
dass. Tosef. Schabb. XII (XIII) g. E. n. ö. 

mnjTa bo N"'''b::D (Var. «■'abs crmp.) ein Korb 
mit dürren Feigen. 

p'7ü''£ m. (gr. TzizaXov) ausgebreitete 
Platte, Goldblatt, s. TW. 

DiV"'p£> ]"''?rL2"'S m. (für 'cbTj-'Ep, das p wkd 
oft abgeworfen, vgl. T-ibu? u. a., lat. Capitolium) 
das Kapitel, der bel^annte Jupitertempel in 
Rom. Mac. 24» un. R. Gamliel, R. Elasar 
u. s. w. befanden sich auf der Reise u. s. w. 
pnn-iD 0131^2:3 -»Ti-n ba nsian bip lymai 
'dt b'^a c-iTsyi nsa (Ms. M. oiüboa, Agg. 
Var. n-'übDn) und sie hörten das Lärmen in 
Rom vom Kapitol aus, in einer Entfernung von 
120 Mil u. s. w. Sifre Ekeb § 43 steht dafür 
T>biD''SM. Thr. r. sv. -,n by, 69'' cib^baiEO 
crmp., vgl. auch n^";~- 

Ct2£ fett sein. Vom Kai findet sich nur 
Part. pass. (seiner Bedeutung nach vom Piel). 
Keth. 67'' nHTOE nbi52nn eine fett gemachte, 
gemästete Henne.' Das. ö. j. Kidd. I, 61'' mit. 
Darr'J •«a-iT<T niMios t'dn pn b-iDsa Nina o"" 
'dt manchen giebt es, der seinem Vater fettes 
GeHügel zu essen giebt, aber dafür die Hölle 
erlangt, j. Pea I, 15'= un. dass., vgl. ins; vgl. 
auch na"'Si::"'0 und \vot. 

Pi. Das, aa^'E 1) fett machen, mästen. 
Genes, r.'s'ct. 86, 84'= a-ibi? Düsö nT.iä -icais 
f'yb der Diener Pharao's hiess „Potifar", weil 
er die Kälber für die Götzen mästete (-iD-aic, 



D22£ 



:d£ 



UD verk. aus dud), vgl. auch •jirai::. Snh. 82'' 

UDU) N"<B3 snm firb D-'bjy i-:x ■'3N Duisa 
bNT:j'"3 die Stämme fingen au, von ihm (dem 
Pinchas, als er den Simri getödtet hatte, Num. 
25, 14) verächtlich zu sprechen: Habt ihr ge- 
sehen jenen Sohn des Poti (s. vrg. St.), dessen 
Grossvater mntterseits Kälber für die Götzen ge- 
mästet, und der nun einen israelit. Stammfürsten 
getödtet hat! (d. h. sein Vater, „Elasar, nahm 
eine der Töchter Putiel's zur Frau", Ex. 6, 25; 
nach der Agada wäre näml. unter bN^^Uis: 
Jithro, der Götzenpriester On's zu verstehen, 
fyb 3''bay D::"'2'iJ, vgl. B. bath. 109'', s. jedoch 
üEUs). Esth. r. SV. ni-i3nn -ins, 106 ■= „die 
Feinde Gottes sind Dna ip-'D" (Ps. .37, 20), 
„wie die feisten Lämmer", ims '[■'?3ü3tt "[■'NO 
nnaub «bs pmDb die man nicht etwa ihres 
"Wohles halber mästet, sondern blos für die 
Schlachtbank. Part. Pual Esth. r. sv. inian DJ, 
104" i^iaa^s': d'^b;? gemästete Kälber. Levit. 
r. sct. 34,' 178'' steht "dafür •jijji::-} D-'b:;y. Ruth 
r. sv. Tsa nb nttM"'i, 41* niyais-i mbar dass. 
Pesik. r. sct. 16, 33'' wird D-'Nna '(1 Kn. 5, 3) 
erklärt qi^oüid;: gemästete Rinder. — 2) Spe- 
cereien, Oel u. dgl. durch Mischen zu- 
bereiten, schmackhaft oder wohlriechend 
machen. Ker. 1, 1 DüDiam ii3U5n ns Das53rt 
n"rap~ nN Jem., der das Salböl oder das Rauch- 
werk zubereitet, j. Jom. IV, 41'' un. rroys 
D''''Sn wenn man das Salböl zur Hälfte zuberei- 
tete, j. Snc. V g. E., 55° der noch von Mose 
herrührende, kupferne Mörser zum Zerstossen 
der Specereien für das Rauchwerk im Tempel 
-r-irna i?:2 P7:usa nnTt Nbi mapm m^iaa 
wurde schadhaft; als man ihn aber reparirte, 
so verursachte er den Specercien nicht mehr 
den Wohlgeschmack wie früher (der helle Klang 
beim Zerstossen der Gewürze soll ihnen näml. 
dienlicli sein). — Trop. Cant. r. sv. ']J!i3N, 32'' 
nrsiBJjn DüiDjja m73bnr; nt npin 'j-''^ „der ge- 
würzte Wein" (HL. 8, 2), das ist der Talmud, 
der von den Mischnas gewürzt ist. 

Hithpa. gemästet werden, sich mästen. 
Genes, r. sct. 32, 31* (mit Bez. auf Jes. 34, 16 
und Ez. 'J, 17 fg.) -ann 3"' r■,^^7^^ -i;o-b dn nai 
rnN b? D'^iini -i'iJ3?j nasnb -jn-ibNa •j\n3 rn 
r;7;3T "7:3 wenn die Thiere von selbst in die 
Arche kamen (so nach der Agada), um daselbst 
12 Monate eingcsjierrt zu werden, um wie viel 
mehr, wenn es gelten wird, „sich vom Fleisch 
der Helden zu mästen!" 

DtDS chald., Pa. DHE (syr. ■/a4i=Das) 1) 
mästen, fett machen, s. TW. — Pes. 76'' ob. 
die zusammengebratenen Fleischstücke, deren 
eines fett ist, iinn': ■'73U373 werden fett eines 
vom andern. — 2) besänftigen, .Icmdn. 
gleichsam beleibt machen. B. moz. 66'' 
Ni- N'ibyn ■'b"'M ■'isiuo diese Zusage ist blos 



ein Besänftigen mit leeren Worten, die nicht 
ernst gemeint sind. Das. ö. 

□^13? ni. fett, geraästet, beleibt, j. Pea 
I, 15'= un. ';v:ia.r i-ibiJinn fette Hühner, j. 
Kidd. I, 61'' mit." j. Meg. IV, 69* mit. anra '- 
l-'mn 1D3T v"'""^ n5:N^i T'-nn ■'D3t ■jim-'^d -irn'a 
R. Pinchas tadelte denjenigen, der die Worte 
riDT' ■'33 . . . ö'^iri (Lev. 1, 14 fg.) übersetzt 
hatte: „gemästete Tauben und junge Tauben" 
und liess ihn übersetzen: „alte Tauben und junge 
Tauben." j. Bic. III g. E., 65'' dass. — Fem. 
Thr. r. sv. inm, 52* Nniras NnbiJS-in fette 
Henne. 

DD£ m. Adj. 1) Jemd., der die Thiere 
mästet, fett macht. Bez.29''bSN . . . DTN "fiirt 
bna "IN ins* -nn ib in ib n^aixi nbirs b-i^nn d::d 
ins man darf am Feiertage zu einem Mästenden, 
den man gewöhnlich zu besuchen pflegt, gehen 
und zu ihm sagen: Gieb mir eine Turteltaube 
oder eine junge Taube. Das. 38*. 49* buj ma 
DUD der Ochs des Mästenden. ChuU. 95* dass. 
Pesik. Bachodesch, 104'' ein König wollte eine 
Frau von edler Abstammung heirathen, jedoch 
nicht eher, als bis er ihr zuvor Gefälligkeiteu 
erwiesen, np-'n J<b''72i Dinnin bj:^ nmx nsn 
m7:m3 np'^n sb-«;:! ocsn bi:« . . . mspaiba 
'di als er sie beim Bäcker sah, so füllte er 
ihre Schachtel mit feinen Backwaaren; als er sie 
beim Mästenden der Thiere sah, so füllte er 
ihre Schachtel mit fettem Geflügel. „Ich werde 
euch Brot vom Himmel fallen lassen" (Ex. 16, 4). 
,,Er liess ihnen Wachteln aus dem Meere 
kommen" (Ex. 11, 31) u. m. a. — PI. Erub. 
10, 9 (101*) DboiT'3 n^ri-i) V'^^? '^^ P""^ "^'''^ 
Strasse der Thiermästenden gab es in Jerusa- 
lem. Tosef. Schebi. V Anf. ';''73U3m i-'y3::n die 
Färber und die Mästenden (nach dem Comraent. 
jedoch: Verkäufer grosser Krüge; er Ws 
also ']iou"'3r;). — 2) übrtr. Mastochs. Schabb. 
140'' in der Mischna 'dt Düsr; ■':Db73 •\•^n^^^y 
man darf am Sabbat vor dem Mastochsen das 
Futter in der Krippe fortscharren, damit keine 
Abfälle sich damit vermischen; die Chachamira 
hing, verbieten es. Vgl. j. Gem. z. St. XX g. E., 
17° bsiN ■'ynrt nm?: Düona Tfa ■'5D73 weshalb 
verbieten es die Chachamira? Weil der Mast- 
ochs auch den Ueberrest der Excremente auf- 
isst; wozu sollte man also diese Arbeit nutzlos 
vornehmen? — .3) Zubereiter der Spece- 
reien, Apotheker. j. Jom. IV, 41'' mit. 
im; n-in ib'^s i-'-ii^ix rn 'Db->::TT'3;3 i-'72aDrT 
'dt U33T 12913 nsinb die Apotheker in Jerusa- 
lem sagten: Hätte man in das Rauchwerk etwas 
Honig hineingethan, so würde die Welt diesen 
starken Geruch nicht ertragen können, j. Sot. 
VIII, 22° ob. n^r. ni-in rs übip rrna i^dt 
YOty iiiiUDnuj "TiS Ti"'3y73 sobald es (das 
Oel, das man auf die im Wasser geweichten 



aj2.£ 



28 — 



USUS 



Wurzeln der Specereien gegossen hatte) den Ge- 
ruch an sich zog, so entfernte man es, nach 
der Art, wie die Apotheker es zu thun pflegen ; 
vgl. Ker. 5* un. Genes, r. sct. 16 Anf., s. nbina. 

C1£3£. mLS''£ >«. N. a. das Fettmachen, 
bes. das Zubereiten des Oeles oder Kauch- 
werks im Tempel, j. Schek. IV, 48* un. 
n-i::pn Di::^3 die Zubereitung des Rauchwerks, 
j. Jom. IV, 41'' mit. Ker. 6» u. ö. j. Sot. VIII, 
22° ob. nnoaü lao diU'^D die Zubereitung des 
Salböls. 

XC1£3''S eil. (=Dia''E) die Zubereitung 
von Oel und Specereien, s. TW. 

NCp''£ eh. (syr. \^J,) 1) Fettigkeit. B. 
kam. 47" msr: bynb N'^ü'^d die Zunahme an 
Fett gehört dem Besitzer der Kuh, vgl. riDj. — 
2) fettes, gemästetes Thier. Exod. r. sct. 
25, 123"= „Es fehlte dir in der Wüste an Nichts" 
(Dt. 2, 7). Wenn Jem. sagte: -b riTi ■'bib''« 

{«aus hätte ich doch einen fetten Vogel zu 
essen! so verspürte er alsbald (beim Essen des 
Manna) in seinem Mund den Geschmack eines 
fetten Vogels. 

nCü^a, Ni::i2''£. nC1t:2/. l) der elchel- 
förmige Kern an der Spitze der Frucht. 
Ukz. 2, 3 ii::''-i bo N73::"'sr! der Knopf des Gra- 
natapfels, vgl. p7,p72. Ber. 36''. ChuU. 118'' 
dass. Suc. 34'' in«a''2 nbu"': wenn der Knopf 
des Paradiesapfels fibgebrochen wurde, so ist er 
für den Feststrauss untauglich. Ggs. iijpiy sein 
Stiel, j. Suc. III, 53'^ mit. nr2\DTO ^-ibn pn 
dort (in Babylon) erklärt man innys durch 
inJCi©, d. h. der obere, lilienförmige Theil des 
Paradiesapfels, Kopf oder Knopf. In bab. Suc. 
So*" steht dafür nr53i3 dass., vgl. Tosaf. z. St. 
Nach einer Erkl. in Raschi 1. c. bedeutet rraac: 
den oberen Theil des Stieles, der im Fleische 
der Frucht steckt; ypiy hing.: die untere, nach 
aussen gekehrte Spitze des Stieles. — j. Kil. I, 
27» ob. niDn bö n«u^D . . . n^aas bo r!73üiD 
der Knopf der Melone, der Knopf des Apfels, 
vgl. liDDb"':^ (woselbst jedoch Knopf anst. Stiel 
zu lesen ist), j. Ter. IX, 46"* ob. inaias Tiayrt 
Nin "imnaa wenn man den Knopf der Zwiebel 
entfernt hat, so ist es, als ob sie zerschnitten 
wäre. Das. X Anf., 47* dass. — 2) der Kopf 
oder die Warze an der Brust des Weibes. 
PI. Nid. 47* Ben Asai giebt als Zeichen der 
Reife des Weibes an: niii^u^E" iT'ni:5''i:;72 wenn 
die Warzen der Brüste schwärzlich werden (die 
Warze wird das. auch: "in bffl ispiy genannt, 
s. ob.). 

X^1J2S eh. (=^79^13, WaiüE) eig. Knopf, 
Eicheiförmiges; übrtr. die Eichel des 
männlichen Gliedes, j. Taan. IV, 69* ob. 



Bar Koseba (Kochba) wurde getödtet und sein 
Kopf dem Kaiser Hadrian überbracht. Letzte- 
rer rief aus: Wer hat diesen da getödtet? -yn» 
NJ-'an naffls* rr'aius rr^b ■'«n rT'7:TjD ■'b 'izn 
IIb? fi-D er sagte dann: Man zeige mir sein 
Glied! und als man ihm sein Glied zeigte, fand 
er, dass eine Schlange sich um dasselbe ge- 
wickelt hatte. Hadrian sagte hierauf: Hätte 
Gott ihn nicht getödtet, wer würde ihm beige- 
kommen sein! Thr. r. sv. yh-2, 61'' steht dafür: 
n''72iaD ■'b Ti-iis b'iT gehe und bringe mir sein 
Glied. Nach einigen Commentt. bedeutet unser 
Wort: Körper. Jalk. I, 308'' N^ttias dass. 

Nti''L2£ Fatima, Name einer Frau Ismael's 
(Ali's), s. TW., vgl. auch N'iinr. 

JJ1212 od. pipiS m. (arab. ^>J^yi) „mentha 

pulegium Polei"(?) Low' Aram. Pflanzen, p. 315. 
Schabb. 109'' J5U1D od. p;mc (Ar. ed. pr. p5ü"iD) 
als üebersetzung von nTrv, s. d. W., vgl. auch 

•jiD^np">b"iS. 

iiypiS s. d. in 'iE. — Oü"'S s. d. in '""e. 

lISDS Pilp. (von üüs s. d.) 1) viel schwa- 
tzen. Genes, r. sct. 98, 96'' •'re: asas^an wer 
viel schwatzt, wird durstig; „Simson war sehr 
durstig", infolge der von ihm aufgegebenen vie- 
len Räthsel (Ri. 15, 16 fg.). — 2) mit harten 
Worten Jemdn. bekämpfen, ihm wider- 
sprechen. Men. 65* R. Jochanan ben Sakkai 
sagte zu den Boethusäern: sbi Dsb '["'aa D''::iO 
rr^nia nns ipT73 y^r^ la^cj riTia nn« nns rr^n 
'st "173X1 mjJD UDÜE73 ihr Narren, woher er- 
weist ihr das (dass das Wochenfest immer auf 
einen Sonntag treffen müsse, vgl. n"isy)? Da 
war Niemand, der ihm etwas erwidert hätte, mit 
Ausnahme eines Alten, der gegen ihn stritt, 
indem er sagte: Mose liebte Israel und wollte, 
dass sie in zwei aufeinander folgenden Tagen 
vergnügt lebten; daher setzte er das Wochen- 
fest auf einen Tag nach dem Sabbat an. B. 
bath. 109'' Pinchas stammte nicht etwa von 
Jifhro ab, der unter bs^'mD zu verstehen wäre 
(vgl. DüE im Piel); ti2:''3 usu-'E-a qoir^ •'hnt 
er stammte vielmehr von Josef ab, welcher den 
Beinamen bs^iuis (von üb, verkürzt aus üaa, 
asüE) führte, weil er seine Leidenschaft be- 
kämpfte. Exod. r. sct. 7 g. E. sb b^iuiD nn 
TiSTi nr^vS" nriTTw bx'-uis m;373 xb.^ n'iNS 
nü-a PN31 T-i'3 UDüEO tjcr U3Ü73 mnEffla 
fi'b D"'b;r du'eo inrT'73 nnx es heisst nicht: 
„Elasar heirathete die Tochter Putiel's" (Ex. 
6, 25), sondern vielmehr: „von den Töchtern 
Putiel's", weil seine Frau von zwei Familien 
abstammte, näml. vom Stamme Josef, der seine 
Leidenschaft bekämpfte, andererseits aber auch 
von Jithro, welcher die Kälber für den Götzen 
mästete, bs^^aic wird also doppelt gedeutet, 



jTX£LD£ 



— 29 — 



las 



von üüc und von düd. Git. 57 * nrb nsD 
qarn nm-» i-isr^^a udüdü betrauert diesen Mann, 
der seine Leidenschaft mehr als Josef be- 
kämpfte. 

n^jüSüS/. Adj. Schwätzerin, redseli- 
ges Weib. Tanch. Wajescheb, 44*" Gott dachte 
nach, aus welchem Körpertheile Adam's er die 
Eva erschaffen solle, nns n"idn ax ... -.'os 
nsn -[12 nsna «b . . . n^j^Dus riTin risn i« 
n-ijDDüD nnim ntib mJjy rcjysijD «nn sbD 
'si er dachte bei sich: Sollte ich sie aus Adam's 
Mund erschaffen, so würde sie eine Schwätzerin 
sein ... Er erschuf sie nicht aus dem Munde, 
damit sie keine Schwätzerin sei; da kam jedoch 
Lea, die eine Schwätzerin war: „Sie sagte zur 
Rahel: Ist es dir etwa zu wenig, dass du mei- 
nen Mann nahmst" u. s. w.? (Gen. 30, 14); 
ebenso heisst es: „Mirjam redete gegen Mose" 
u. s. w. (Num. 12, 1). 

J2!)2J3£ j,j_ (wahrsch. griech., viell. mit tcou?, 
zoSd? zusammenhängend) Gestell, Untersatz 
u. zw. sowohl unterhalb des Herdes, worauf letzte- 
rer gesetzt wird, als auch eine Erhöhung innerhalb 
des Herdes zum Daraufsetzeu des Kochgeschirrs. 
Schabb. TS*" msü^'D mai'b ■'13 . . . nisin Scherbe 
von der Grösse, dass man daraus ein Gestell 
des Herdes machen kann. — PI. Kel. 5, 11 
l-'U^EüD nb noy wenn man innerhalb des Her- 
des Untersätze anbrachte, vgl. Hai z. St. Das. 
(), 1 u"'U3 inam ynsa a-'uiEus mabo rsisiyr: 
mnpn pn piby psto nT>nb wenn Jem. zwei 
Untersätze auf der Erde anfertigte und sie mit 
Lehm zusammenklebte, um darauf den Topf zu 
setzen. Tosef. Kel. B. kam. IV g. E. und V Anf. 
Das. ö. Schabb. 102'' wegen eines kleinen Auf- 
bans am Sabbat ist man straffällig; ijy pa 
n-\Tp rribj» msiab rtjap miD iüidü-id rräv 
ni:^^ denn der Arme pflegt Untersätze eines 
kleinen Herdes anzufertigen, um darauf ein klei- 
nes Töpfchen zu setzen. Raschi erklärt das W.: 
Füsse eines Herdes, ähnlich dem eisernen Ge- 
räth, das man nt^diü (tr^pied, Dreifuss) nennt. 

Npü"'S m. (gr. mxTaxiov, pittacium, wovon 
arab. sSLkj, vgl. Sachs' Beitr. I, 94 und Flei- 
scher im TW. II, 572''; öfter jedoch N;5nE s. d.) 
1) Zettel, Blätter aus der Schreibtafel, 
s. TW. — PI. j. Snh. I g. E., 19<= un. (mit Bez. 
anf Num. 3, 40 fg.) f'i?^''? ^-^^ Dnayi a-'JO bu3 
pipuiD ibüT iNin Dnb -iwn . . . iib p •\n-<'by dpsi 
Mose nahm 22,000 Zettel, auf welciie er die 
Worte „Sohn Levi's" schrieb, und auf 273 Zettel 
schrieb er: „Fünf Sekel". Die sämmtlichen Zet- 
tel warf er in eine Büchse ("'sbp s. d.) und sagte 
zu den israelitischen Erstgeborenen: Kommet 
und ziehet eure Zettel! Zu demjenigen nun, 
der den Zettel mit der Aufschrift: Sohn Levi's 



gezogen hatte, sagte er: Der Levit hat dich 
ausgelöst; zu demjenigen aber, der den Zettel 
mit der Aufschrift: Fünf Sekel gezogen hatte, 
sagte er: Was kann ich dafür, der Himmel hat 
es so bestimmt! Das. (mit Bez. auf Num. 11, 
16 fg. „Sammle mir 70 Aelteste" u. s. w.) bü" 
ib-'üm pbn a-';oT ipr pib? anai i^pyD ü^v'^-c 
'31 p''pü''3 ib-L:T 1N13 inb n53j< ^sbpb Mose 
nahm (nachdem ihm aus jedem Stamm sechs 
Personen zugestellt waren) 70 Zettel, die er mit 
dem W. pr, „Aeltester" beschrieb, ferner nahm 
er zwei Zettel, die er unbeschrieben Hess. 
Sämmtliche Zettel warf er in eine Büchse und 
sagte zu den 72 Personen: Kommet und ziehet 
eure Zettel! Zu demjenigen, der einen Zettel 
mit der Aufschrift: pT gezogen, sagte er: Im 
Himmel hat man dich gewählt! Zu demjenigen 
aber, der einen leeren Zettel gezogen, sagte er: 
Was kann ich dafür, es ist im Himmel so be- 
stimmt worden! Das. auch andere Ansichten 
hinsichtlich der erwähnten Wahlen. (In bab. 
Snh. 17^* steht dafür D3''pn3 . . . VP'"^-! s* 
Ni^pj:). — 2) übrtr. Loos, Geschick. Caut. 
r. SV. D-iD, 33'* wird ';mi (Ps. 68, 13 von nn: 
gedeutet) ']"'p::''D ';"'Ti7a;o die Engel bestimmen, 
werfen die Loose (mit Ansp. auf Joel 4, 3 iT 
bm;). Khl. r. sv. pnbb p:?, 77"= R. Simon bar 
Chalafta, der, von einer Beschneidung kommend, 
dem Todesengel begegnete, sagte zu ihm: srr' 
pibi MM -[-"n Nin "c-a samp n^?2p?: nij-i 
-nayb iiai -jb xn'^ Nb -[3 p'^p^-'s bv 'J^büJ pn 
'31 'j5b''72 bj» es sei der göttliche Wille, dass, 
so wenig du über unser Geschick etwas ver- 
magst (der Engel hatte ihm näml. gesagt: Das 
Geschick der Gelehrten stände ausser seiner Ge- 
walt), du ebenso wenig unsere ausgesprochenen 
Wünsche (dass der beschnittene Knabe am Leben 
bleibe) zu vernichten vermögest. 

]vp"'ti£ Genes, r. sct. 74, 73=' crmp., ,s. 

pi'ruE. 

"lUE (=bh.; arab. "" f^T spalten, Grndw. üd; 

syn. mit pd, ia, vgl. auch •'its, rrSE) 1) schei- 
den, intrnst. sich verabschieden. Erub. 64* 
u. ö. n3bn -idt "[ip'j NbN TT'nna ms to3i bx 
n3nT ']3 -^iPttü man verabschiede sich von sei- 
nem Nächsten nur bei Unterhaltung in einer 
Gesetzesstelle, denn dadurch wird man seiner 
gedenken. — 2) trnst. fortschicken, ent- 
lassen. Kelh. 109* mas in Di;3 in entweder 
heirathe oder entlasse mich, vgl. 0:3. j. Keth. 
XIII g. E., 36* u. ö. Sot. 9, 6 (i:>) „Unsere 
Hände vergossen nicht dieses Blut" (Dt. 21, 7), 
das bedeutet: ^ivz Nba imiTJDi iDivb n3 xba 
er (der als erschlagen Gefundene) kam nicht 
uns zu Händen, dass wir ihn ohne Speise fort- 
geschickt hätten. Git. 65'' R. Nathan sagte: 
mb3 -153N Nb mna'D •[■'5311p ii-ian m-iao wenn 
ein Mann betreffs seiner Ehefrau sagt: rrnao 



It» 



— 30 



ncs 



(1. nnUE Fiel), so ist sein Ausspruch gütig 
(d. li. dieser Ausdruck bedeutet: Bewirket die 
Scheidung meiner Frau. Die Hörenden sind 
daher berechtigt, den Scheidebrief zu schreiben, 
zu unterschreiben und ihr ihu einzuhändigen). 
Sagt er hing. mTJ-'D (Imper. Kai, ninq:), so 
besagt er gar nichts; denn dies W. bedeutet 
blos: Schicket sie fort, lasset sie fortgehen 
(=mnbT3). Vgl. das. pi^m Nin nsbnaT •jn: 'i 
'3"i rmbob mna"'D ';"'3 R. Nathan, als ein Ba- 
bylonier, unterschied genau m"ö"'D von mnus; 
der Autor der Mischna hing., als ein Palästi- 
ner, machte diesen Unterschied nicht; daher 
sagte er schlechtweg: miüD bezeichnet nicht 
eine Ehescheidung. (Der Sinn dieser St. ist 
meines Erachtens folgender: Der Ausdruck U5 
■CmUD, als Bezeichnung für Scheidebrief, war 
blos in Babylon, nicht aber in Palästina be- 
kannt, weshalb er auch in der Mischna des j. 
Tlmd. nicht steht, vgl. iinia-:. Man vgl. auch 
Dt. 24, 1. 3, wo das babyl. Trg. des Onkelos 
das hbr. nn-ins 'M übers.: ')i-nys ^3, das jerus. 
Trg. hing.: ■jisinin nco. Daher erblickte der 
palästinische Autor der Mischna in mias 
keine Bezeichnung für Ehescheidung; der ba- 
bylonische R. Nathan hing, erblickte in 
rrnac [gleichviel ob hebr. Fiel oder aram. Pael, 
denn im Imperativ sind bekanntlich diese bei- 
den Formen gleichlautend] ein Denom. von 
•j-imUD, die Bezeichnung für Ehescheidung. 
Raschi z. St.: miiJD sei eine aram. Form ist 
nicht ganz zutreffend.) Git. 8, 4 (79'') die Schule 
Schammai's sagt: iUJi üsa nnffis DIU TJis der 
Manu darf seine Frau durch einen alten Scheide- 
brief (nach dessen Schreibung näml. die Ehe- 
leute noch einmal zusammenkamen) entlassen, 
sich von ihr scheiden. Tosef. Git. VI Anf. dass. 
■ — 3) übrtr. freimachen, als frei, schuld- 
los erklären, eig. aus der Gewalt der Schuld, 
der Strafe entlassen (ähnlich nain ■'T lSis:i-, 
s. NS"<). Suc. 45 *" F.. Simon ben Jochai sagte: 
DTi^i'Vnn 153 ibi3 übv- bs ns -iTjDb ■'5N bi^'' 
'dt nnj' ly •^nNnnSü} ich könnte (infolge mei- 
ner Tugenden) die ganze "Welt von dem gött- 
lichen Strafgerichte befreien, von dem Tage 
meiner Geburt an bis jetzt. Erub. 65^ ob. R. 
Elasar ben Asarja sagte: . . . -nusb ■>:« biD'' 
'di i^fflsy iv\ ujipnrt n-^a anma Dvja ich 
könnte die Welt vom Strafgerichte befreien, von 
der Tempelzerstörung an bis jetzt (u. zw. mit 
Ansp. auf Jes. 51, 21: „Du Berauschte, aber 
nicht vom Wein"); d. h. ich würde die Israeli- 
ten, infolge ihrer vielen Leiden als berauscht 
erklären, wodurch sie wegen ihrer Sünden, straf- 
los ausgingen. Das. jedoch wird dieser Aus- 
spruch gedeutet: nban ';">ntt . . . musb die 
Straflosigkeit würde bei Vernachlässigung des 
Gebetes stattfinden, vgl. nisö. Ber. 42" fg. der 
Segen, den man vor dem Mahle über den Wein 
gesprochen hat, y\vzn nnsbis 'i'^'n pn iud be- 



freit vom Segenspruch über den Wein, der nach 
dem Mahle getrunken wird. Das. ö. "lac Nb 
nsn HN es befreit nicht von dem Segensspruch 
über das Brot. — Jeb. 1, 1. 2 fg. irTirnns miaiD 
sie befreien ihre Nebenfrauen, dass letztere nicht 
der Leviratsehe bedürfen. Ker. 19*'' fg. yoin"' S 
~iunD R. Josua befreit, d. h. erklärt ihn frei 
von einer Strafe oder vom Darbringen eines 
Sündopfers; Ggs. D'^Tin oder nsün a'^'^na er 
hält ihn für straffällig, oder für verpflichtet, ein 
Sündopfer darzubringen. Schabb. 29'' fg., vgl. 
DHE. — lüis, nus ist unterschieden von TriTa, 
"T>nr!, welches letztere ein völliges Erlau- 
ben bezeichnet. — Part. pass. -inas »«., pl. 
■ji-i^aE, fem. rriv^E, niiraE frei, befreit von 
etwas. B. mez! 94'' fg. abäb'3 -nas er braucht 
nicht zu bezahlen, j. Keth. XIII, 36* u. ö. -nus 
dass. Jeb. 1, 1. 2 fg. "mas, mm::s befreit, 
d. h. von der Vollziehung der Leviratsehe ent- 
bunden. Schabb. 29''. 30* ob. -iTjs frei von 
einer Strafe oder vom Sündopfer, Ggs. von 
ima und 3->in. Das. 3* -nas naian imas ba 
'^\m^2^ TiUDT nbn iDn7: lab iisN bas überall, 
wo betreffs der Arbeiten am Sabbat "nüD steht, 
so bedeutet es: Der Thäter ist frei, nicht straf- 
fällig, aber man darf diese Arbeit eigentlich 
nicht verrichten; mit Ausnahme jener drei Fälle, 
wo -nüD bedeutet: er ist nicht straffällig und 
diese Arbeit ist auch gestattet. Vgl. das. 
107* fg. 

Nif. nüc: 1) sich verabschieden. M. kat. 
29* xbs Diban "^b ib n73N"' «b ■'nn ■;): iDDDn 
-jb ib -IT3N1 Nb n73n i'a -mEsn . . . onbab p 
'31 mbTüa "jb «bx aibiab Jem., der sich von 
einem Lebenden verabschiedet, rufe ihm nicht 
zu: Gehe in den Frieden, sondern: Gehe 
zum Frieden! (weil näml. der Mensch, so 
lange er lebt, nicht die Vollkommenheit, den 
wahren Frieden erreicht, sondern sich ihr blos 
nähert). Wer sich aber von einem Todten ver- 
abschiedet, rufe ihm nicht zu: (Jehe zum Frie- 
den, sondern: Gehe in den Frieden! (d. h. 
der Todte ist bereits an der Vollkommenheit 
angelangt; mit Bez. auf Ex. 4, 48. Gen. 15, 15 
und 2 Sm. 15, 9). Genes, r. sct. 47, 46'' nassn 
•\T2-'Ti bia-ib T'-is i^p T'n bms yn Tr^nn» 
'dt mian .lern., der sich von seinem Nächsten 
verabschiedet, muss von ihm, gleichviel ob er 
ein grosser, oder ein unbedeutender Mann ist, 
Urlaub nehmen. Denn als Abraham mit den 
Engeln sprechen wollte, bat er Gott um Er- 
laubniss, worauf dieser zu ihm sagte: "lüErt 
L3ibü33 sei in Frieden entlassen! Vgl. auch 
Nbia. Sot, 9, 5 (45'') isbm Dba^ni ■'rpr inas: 
Dnb die Aeltesten Jerusalems (die herbeigekom- 
men waren, um bei einem aufgefundenen Er- 
schlagenen eine Messung vorzunehmen, vgl. 
!Ti''7M) verabschiedeten sich und gingen fort. 
KhL r. SV. bl3N "^b, 91* n. ö. — ■ 2) verschei- 
den aus der Welt, scheiden, sterben. 



~ias 



51 



m':is,- 



Ber. 17* cbirr; i^: ma aca -r^f: er schied 
mit Hinterlassung eines guten Rufes aus der 
Welt. Genes, r. sct. 96, 93* tod: !T'r!',::3 la-im 
cVny- p als unser Lehrer (R. Juda Nasi) ans 
der Welt scheiden sollte. Tem. 16* nyT:i^ 
'st "[ly pb ma73 n::s:ia als Mose scheiden 
sollte, um in das Paradies einzugehen, sagte er 
zu Josua: Frage mich über alles dir Zweifel- 
hafte u. s. w., s. ri;5sq. 

Hif. "T'iaprt 1) entlassen, fortgehen 
lassen, Jeihdn. verabschieden, j. Ber. IV, 
7'' ob. a?n PN "lasn entlasse die Gemeinde, 
lasse sie nach Hause gehen. Chull. 51% s. 
P3:3. Pes. 10, 8 •jaip-'DN nosn rnt« ii-ii^2-3 •j-'S 
man entlasse nicht nach dem Verzehren des Pesach- 
fleisches die Tischgenossen, mit dem Zuruf: 
im xüfjLOv! „nach dem Trinkgelage hin!" (wo- 
selbst näml. auch Spiele, ~l^2^ "^ivz und Tänze 
stattgefunden haben; vgl. xujjiiaöäTov , comissa- 
tio, Schmauserei nach der Hauptmahlzeit). Das. 
, HO*" wird dies bes. von Rab treffend erklärt: 
^t-nanb nmana Tip?-» xb-:: man soll sich nicht 
von einer Gesellschaft zur andern begeben (so 
nach gef. Mittheil, des Hrn. Dr. M. Jastrow, 
die viel Wahrscheinlichkeit für sich hat. Dar- 
nach wäre das im Art. '[;3ip''2N Gesagte zu be- 
richtigen). — 2) denom. (von r;-;:jDn, vgl. auch 
n-i::DN, Nn-i::-DN) eine Prophetenstelle, 
Perikope, als Anschluss an den voran- 
gegangenen Pentateuchabschnitt ver- 
lesen, eig. das früher Gelesene beschliessen. 
Meg. 24* N^333 T'as-ir; derjenige, der aus den 
Propheten die Haftara verliest, vgl. o^e. Das. 
30* am Neumond Adar, der auf einen Sabbat 
trifft, yT'irfn •{■'-.■'üstji «an -'s 1''-''''? verliest 
man den Pentateuchabschnitt Ex. 30, 11 — 16 
und hierauf die Haftara 2 Kn. 11, 17 — 12, 17: 
„Jojada schloss den Bund" u. s. w. Das. auch 
von dem Haftaraverlesen an den drei anderen 
ausgezeichneten Sabbaten. Das. Sl**" Y'i'^p nsDn 
bsbi nSD3 'j-'T'UsWT nnyi^a n',anD3 am ersten 
Pesachtage verliest mau den Pentateuchabschnitt 
der Feste (Lev. 23, 1 fg.) und die Haftara aus 
dem „Pesach zu Gilgal" (Jos. 5, 2 fg.). (Xach 
dem eingeführten Ritus jedoch wird der Penta- 
teuchabschnitt Ex. 12, 21 fg. verlesen, vgl. 'fto7j.) 
Das. werden auch die Haftaroth der anderen 
Feste u. dgl. erwähnt. 

"lüS eh. (syr. ^I.s=nüB) scheiden, fort- 
gehen, verscheiden, s. TW. Part. Peil 
Git. 86" T'y?i T'UE befreit und entlassen, vgl. 
"lUy n. — Pa. nas eine Ehefrau entlassen, 
sich von ihr scheiden. Git. 85'' Raba führte 
folgende Formel für die Scheidebriefe ein: "^'n 
rrnn:« n-'SibD rr' "^■«"im -iüo «■'Sbs in «"iibo 
abyb-i y^i »"ütiz njt mp ia n^-1n3N mm der 
N. N., Sohn des N. N., entliess und verabschie- 
dete seine Frau N. N., die früher seine Ehefrau 
war, vom heutigen Tage an bis auf ewig. 



Af. -ir:EN 1) Jemdn. verabschieden, ins- 
bes. eine Abschieds- (Trauer-) Rede über 
einen Verstorbenen halten. Xum. r. sct. 
12, 214'' R. Samuel bar Jizchak befahl den 
Schullehrern: «iba '[•'■tjctj i^irf-, n^Bti iibiNn 
yS'C 't3 dass sie in jenen Tagen (vom 17. des 
Monats Tammns an bis zum 9. des Monats Ah) 
die Schulkinder in der vierten Tagesstunde (lOUhr 
Vorm.) entlassen sollten. Tanch. Breschith p. 7* 
die Gelehrtenschüler, die vor R. Simon beu Jo- 
chai sassen, ms Nncsta NmiKn mrz nuDS 
'st ri"':-'» •'1^273 spi verabschiedeten sich von 
ihm Abends, des Morgens kamen sie wieder nnd 
verabschiedeten sich noch einmal von ihm u. s. \v. 
— Thr. r. sv. 3-',?:t, 55^ j. Ber. H, 5 ^ un. 
" ob. Ni^yT '-1 by «■'in 'i na iia 'n "ittT no 
^ib-'y -iw2Xi als R. Bun bar Chija gestorben 
war, kam R. Sei'ra und hielt folgende Trauer- 
rede über ihn. Das. ö. j. Ab. sar. HI, 42° mit. 
^ib"'? "i::ent ■'DV 'i bx? R. Jose kam und hielt 
die Trauerrede über ihn. j. Hör. HI, 48'' un. 
Khl. r. sv. npin::, 81» u. ö. — 2) die Haf- 
tara verlesen. Meg. 30 '' am dritten Viertel 
des Fasttages nü:?3T snp liest man aus dem 
Pentateuch und die Haftara, vgl. •j'»;'? u. a. Das. 
31" i-iniiDM "'S" ■'-n::2N welche Haftara verliest 
man? 

Ithpe. verscheiden. Thr. r. sv. \-i3n, 51"^ 
^■'»by mab iL:2nN er verschied und wurde nach 
dem Friedhof gebracht. — Part. pass. '^:2^^^2 
hinscheidend, ni::^'':: eine Geschiedene, 
s. TW. 

lltDS m. 1) Befreiung, Entbindung von 
einer Verpflichtung, Ggs. ai'n Verpflich- 
tung, j. Pea II Anf., 16"^ r;N"'2 m::c die Be- 
freiung von Pea, d. h. ein Feld oder ein Baum, 
dessen Eckfrüchte nicht den Armen zu über- 
lassen sind. Ggs. ns^c arn. j. Ter. IV, 42* 
mit. mysb . . . DiTib zur Verpflichtung, zur Be- 
freiung von der Teruma. j. Chall. III, 59* mit. 
arnn bv "ims'o von einem Teige, von dem 
man nicht die Teighebe zu entrichten braucht 
auf einen Teig, der dieser Verpflichtung unter- 
worfen ist. — 2) die Straflosigkeit, betr. 
einer Handlung, die man eigentlich nicht thun 
darf, auf welche jedoch keine Strafe gesetzt ist, 
vgl. TtiB, -iras. Schabb. 2'' "[nti^ aT'nb pa 
"iiüsb bei einigen, der in der Mischna erwähn- 
ten Handlungen ist man straffällig, bei anderen 
ist man nicht straffällig, j. Schabb. I Anf., 2*'' 
müob BT':;! avnb a^no bei zwei Arbeiten ist 
man straffällig, bei anderen zwei Arbeiten ist 
man nicht straffällig. Das. ö. 

riTüS/. N. a. das Verscheiden, Ster- 
ben, j.' Keth. XU Anf.i 34* niabo ms 'i 
inT'üD py\aa B'^ian Rabbi erliess drei Verord- 
nungen zur Zeit seines Sterbens, j. Kil. IX, 
32» uu. dass. Men. lOg*» 'st nnTUD nyioa in 



p!lt3£ 



32 



NnU'E 



der Todesstunde Simon's, des Gerechten. Levit. 
r. sct. 4, 148'' übvn )'k> ms bia im-iyD pyaa 
zur Zeit des Yerscheidens des Menschen aus der 
Welt. Deut. r. sct. 11, 263'' imi::3a \ibs3 -'S 
yätTT' bi23 ina3-iD7j \-iap nva bia „wenn ich 
auch üel" (Mich. 7, 8) durch das Verscheiden 
des Mose, „so erhob ich mich wieder" durch 
die Verwaltung Josua's. 

pBS. pltS^E masc. pl. Ehescheidung, 
Entlassung der Frau. Git. 9, 3 (85'') aa 
^■'TiU'': Scheidebrief. In der Mischna des j. 
Tlmd. steht dies nicht, was auch zu dem aram. 
Satz, des 11. Juda nicht passt, sondern blos nc3 
T'pia'O mJNT '[■'2Ti\-i, vgl. auch Tosaf. z. St., 
s. -lüE. Ned. ö*" dass., s. auch TW. 

'ilbB, pia"'£ »M.pl. Schiffstaue, starke 
Stricke. Ber. S"' das Aashauchen der Seele 
ist so schwer uiai 'ca ■'ma"'2D wie wenn die 
Schiffstaue durch die Oeft'nung des Schlundes 
gezogen werden möchten; vgl. Raschi z. St., 
welcher auch das bh. D^iTüS (1 Kn. 6, 18) durch 
Seile, Stricke erklärt, da auch das Trg. dafür 
';-'2iUS habe, s. TW. sv. NiiUN. Er fügt hinzu: 
Der Ocean ist stellenweise für Schiffe mit eiser- 
nen Beschlägen nicht fahrbar, weshalb die 
Schiffer sich genöthigt sehen, die Schiffsbretter 
der Fahrzeuge, die dort passiren sollen, anstatt 
mit Eisen, mittelst grober Stricke, die durch 
enge Höhlungen, welche dem Schlünde, üUJii, 
eines lebenden Wesens ähnlich sind, hindurch- 
zuziehen; was blos mit grosser Kraftaustrengung 
zu bewirken sei. M. kat. 29* dass. Nach dem 
Comment. z. St. (nicht Raschi) bedeutet ijan: 
Mastbaum, pin: ebenso Ar. sv. ■'nm ■'d, vgl. 
üÖT II. Levit. r. sct. 4, 148'' i^nStt: •j'^m^iDD 
Uwin •;:: wie die Stricke, die aus dem Schlünde 
herauskommen. Khl. r.sv. riTi ibfJn, 85*';m:3''Dp2 
wahrsch. crmp. 

TLSS. XTDS masc. Adj. 1) unvermischt 
(vom Lehm, ohne Stroh), s. TW. — 2) (syr. 
(^_s) ungesäuertes Brot, az3'mum, ohne 
Mischung von Sauerteig. — PI. j. Meg. lY, 74'^ 
mit. YT'^t -iiztti v^ip"'"' ö" yy^^: "i"n53 r;:-nn 
■(■^"iTra DJ" ein anderer Gelehrter tadelte den- 
jenigen, der die Worte Di-n)^ b» msa (Ex. 
12, 9) übersetzt hatte: „Ungesäuerte Brote 
sammt Kräutern"; er hiess ihn übersetzen : Un- 
gesäuerte Brote sammt bitteren Kräutern. 
(Das in ■jip"^ Gesagte ist, ebenso Sachs Beitr. I, 
26, darnach zu berichtigen), j. Bic. III g. E., 
es*" dass. 

1t?S m. (=bh.), vollständig Dm 1^2 was 
zuerst den Mutterleib durchbricht, d. h. 
Erstgeborener. — PI. Bech. 6* nman •'höd 
D''b73jT D''0"iO inü3 ... die Erstgeborenen der 
Esel, die Erstgeborenen der Pferde und Kamele. 
Das. 11» fg. j. Ter. VI, 44" ob. m-n7:n •'-iüb 
die Erstgeborenen der Eselinnen. 



NDTl^S chald. f. erstgeborenes, weib- 
liches Thier. Git. 69% s. np53. 

Nnp''£, n"ia''£/. (gr. xerpa,' petra) Stein, 
Fels. j. Kil. i, 27'' un. by üti •'3i b» s>iMrt 
d'^ybo ■'Dl by (1. N"i::''d) rm^-'D ■'33 wenn Jem. 
säet auf einer steinernen Wand (vgl. D^ nr. 3), 
auf einem Stein oder auf Felsen. Das. 27* un. 
i-.lO-'B TJD crmp., s. i'i3-'b''!?'i"i"J''ii- Jalk. I, 243'' 
(Citat aus Jelamd. , vgl. auch Ar.; mit Ansp. 
auf D"'"ns ONTi, Num. 23, 9) ein Gleichniss von 
einem Könige, der ein Gebäude aufführen wollte ; 
NSiTi rrm ovb;::! •jn^b apatti "nvi -iDin n\- 
n^m nns ü^•p^23 -icn Nbs . . . es b'O ü-'Sd 
•\Di^ r;;n2 ■'3N ind nas n-,üe na?3b Nsna 
Dn-i3ND na'jjn nsso 'jvs . . . "p r,^:^^ orb/in 
n^by mjab nTl;d ■^rs^Ji ■'-ir; -i72N mi^yb n-riya 
'dt obiyr; ns '•lO-'b' er grub immer tiefer; als 
er aber die Fundamente CiEjxsX'.a) legen wollte, 
so fand er Wassersümpfe und so auch an vie- 
len Stellen. An einem Orte jedoch, wo er 
grub, fand er unten einen Felsen; er sagte dann: 
Hier werde ich bauen und legte die Fundamente 
und baute. Dasselbe fand auch bei Gott statt, 
als er die Welt erschaffen wollte. Er dachte 
nach über die Generation des „Enosch" und 
über die Generation der „Sündfluth" und sagte: 
Wie sollte ich da die Welt erschaffen, da jene 
Frevler kommen und mich kränken werden! 
Als er aber schaute, dass Abraham entstehen 
werde, sagte er: Sieh da, nun habe ich den 
Felsen gefunden, worauf ich bauen und die 
Welt gründen werde. Daher wird Abraham: 
„Fels" genannt (Jes. 51, 1. 2); daher werden 
auch die Israeliten: „Felsen" genannt (Num. 
1. c). — N-ü^2 Snh. 96" Ms. M., richtiger 
s::"!''!:, s. d. 

]i"lp"'£ m. (gr. Trerpaiov) felsig, steinig, 
Steinhaufe. Exod. r. sct. 15, 115'' bsN N«\r 
-laN iinais 11:3 N'2ia in ^b "i^jn yn~»n n-'a 
ib \-ielleicht befahl mir mein Herr, ihn neben 
dem Badehause oder neben dem Steinhaufen zu 
erwarten. — Viell. davon j. Schebi. V Anf., 35"* 
rT>T'ü"'S (TTSTpaia, petraea) steinig, oder auf 
felsigem Boden wachsend; eine Erkl. von 
mü man: weisse und harte Feigen, die erst 
nach dreijähriger Pflanzung wachsen; vgl. 
Bech. 8*. 

D1t:''£, DlTt2S Petros, Deirfo?, N. pt: eig. 
Fels (=ND-'3). ' j. M. kat. III, 82'» un. -13 •'or 'i 
o-m-'B R. Jose bar Petros. j. Ab. sar. lU, 42"= 
mit. dass. Genes, r. sct. 92, 89° oinas. Das. 
sct. 94, 91"= und Exod. r. sct. 52, 143''. 

^51P'?/e»K. (arab. yhi, syr. (i'ja^tä) eine 
Schwammart, etwa Morchel. Schabb. 107''. 
108* ob. josm n:in:3 «nuiD cbm injj •'nh 
ibn-'a;: -lan -ipiy ar^a a-'-'n^ia Jem., der am 
Sabbat einen Schwamm vom Henkel eines Eimers 



^^nntiE 



33 



]1-|BE 



ausreisst, ist wegen Losreissens eines Gewächses 
von seinem Wachsthura straffällig. — Gew. pl. 
ni-i'ips Ukz. 3, 2. Hai z. St. erklärt das W. 
durcH arab. nuis. j. Maasr. I, 48'' ob. ii. ö. 
nr-iUDT i'^riaa, s. Dirtas. 

vlQ'lpS m. pl. (etwa gr. TCaxpoßouXaöoi) die 
Rathsoberen. j. Pea I, 15° ob. Daraa ben 
Nethina rfn ■'bin-iüD mjni war das Oberhaupt 
(Vorsitzender) der Rathsoberen. Das. ö. j. Kidd. 

1, 61'' ob. dass., vgl. xbia. Pesik. r. Zehngebote, 
48'' ■'biD~::E crmp. aus ■'binlUD. Pesik. Ulkacht., 
182'' ein König legte einer Stadt eine grosse 
Steuer auf; yb^Tz niDan -jina "jbjjn o3D312J it^di 
cbia "^bun -i-inm ins lob-'pT ibimr^D inj:"' 
inbiB N''Oia''n73 Ar. ed. pr. sv. uns 10 (Ag. 
■'bisTiüD, 3 in D verw., ebenso Jalk. I, 187''; 
vgl. auch luiuns) als aber der König innerhalb 
fünf Mil der Stadt eintraf, so kamen ihm die 
Rathsoberen der Stadt entgegen und huldigten 
ihm; infolge dessen erliess er ihnen ein Drittel 
ihrer Steuer. 

DW"1£2S Khl. r. sv. nsn •:3^ 84^ s. bj-i. 

STilpö m. (wahrsch. pers.) mageres Lamm. 
Bech. 11* Np3T "13 NTinas ein mageres Lamra, 
das den Werth einer Danka (=V6 Denar) hat. 
Ar. citirt auch aus B. mez. cap. V Anf. ism n): 

Np31 -13 Nnn^S IpDD CjN NplT -\Z NTTTJD (fehlt in 

Agg.) so wie für einen erstgeborenen Esel, der 
mit Bestimmtheit ein Erstgeborener ist, ein ma- 
geres Lamm im Werthe einer Danka zu ent- 
richten ist, ebenso ist für ein zweifelhaft Erst- 
geborenes ein mageres Lamm im Werth einer 
Danka zu entrichten. 

kVDlnaS Khl. r. SV. nJJSn-, 88% s. ndtj-je. 

T 1 ; T : - T : 

]i~ipS tn. Adj. (gr. Tcarpuv, patronas) Pa- 
tron, Beschützer, Vertheidiger. j.Ber. IX, 
1.3* un. üDns 1-in ib Ti?3t« ittjs ib ffii mi "iU53 
Nin ■'-,71 . . . vbv D-'^pna •'3-in nn« ']n-'3 p 
Nin pT! lüNb -jbüJia n^n inr; . . . ai;3b -{büi?: 
pTi rrnb -jbujw Nin ■'-in . . . i:i-iüd pim 

11TJD lb lö"' DTI -nS3 . . . 151-1'JS pTTl Nirt 

NbN DiNOD ibSN o;33 i^N m:: ib nss dn 
IN Ti3yb N-npi isi-ius bu3 "inns b» n?:»! n3 
'si "iri^'3 pb wenn der Mensch einen Patron 
hat, dem man sagt: Dein Client wurde gefäng- 
lich eingezogen, so erwidert er: Ich stehe für 
ihn ein; er besteigt schon den Richtplatz! Ich 
stehe für ihn ein. Wenn man aber sagt: Er 
wird ins Wasser geworfen! Wo bleibt er und 
wo bleibt sein Patron! Gott hing, rettete den 
Jona aus den Eingeweiden des Fisches (Jon. 

2, 11). Wenn man zu ihm sagt: Er wird ins 
Feuer geworfen! Wo bleibt er und wo bleibt 
sein Patron! Gott hing, rettete Chananja, Mi- 
schael und Asarja aus dem Feuerofen (Dan. 3, 26). 
Wenn man zu dem Patron sagt: Dein Client 
wird vor die wilden Thiere geworfen, wo bleibt 

Litt, Neuhebr. u. Chald. Wörterbuch. IV. 



er und wo bleibt sein Patron! Gott hing, ret- 
tete den Daniel aus der Löwengrube (Dan. 
6, 23). Wenn der Mensch einen Patron hat, so 
wird er, wenn ihm ein Leid überfällt, nicht 
plötzlich in die Wohnung des Patrons eintre- 
ten, sondern er stellt sich an die Thür des- 
selben und ruft den Sklaven oder den Haus- 
genossen des Patrons herbei, welcher dem Letz- 
teren anmeldet: Der N. N. erwartet dich am 
Eingang deines Hofes! Möglich, dass man ihn 
einlässt, möglich auch, dass man ihn stehen lässt. 
Gott hing, sagt: Wenn dem Menschen Leid 
widerfährt, so rufe er weder den Engel Michael, 
noch den Engel Gabriel an, sondern er flehe zu 
mir und ich werde ihn sofort erhören. „Wer 
den Namen Gottes anruft, wird gerettet" (Joel 
3, 5). Das. ö. Das. 13'' ob. „Heil dem, dessen 
Hilfe beim Gott Jakob's ist . . . der Himmel 
und Erde erschaffen" (Ps. 146, 5. 6). üi-\ -1^3 

ubllD IS^iNI riHN N^3-|DiN3 ublO ll-l-JD lb «■' 

abi\a ■na-npi72np N;ain ib^iSNi n-ins nid-is''N3 
D-is db^•Q i-d'i}- b3N ö"'3 abiia n^^'u nia3^3 
'31 nci3-'3 ubi\ai ed. Lehm. (a. Agg. n\a3 "pu 
DTI crmp.) wenn der Mensch einen Patron hat, 
so beherrscht letzterer eine Eparchie (OTapx,'-«), 
beherrscht aber nicht eine andere Eparchie und, 
selbst wenn er ein Weltbeherrscher (xosfjLOxpa- 
Tup) ist, so beherrscht er doch blos das Land; 
beherrscht er denn etwa auch das Meer? Gott 
hing, herrscht ebenso über das Meer wie über 
das Land. Er rettet im Meer aus dem Wasser, 
auf dem trocknen Lande aus dem Feuer u. s. w. 
j. Ab. sar. Ill, 42" un. dass. Genes, r. sct. 46, 
45'^ Abraham fürchtete sich: die Feinde würden 
ihn, wenn er sich beschneiden Hesse, überfallen. 
■^•'■'■7 T'nbN ■'3NU5 ■;^''i am3N ri'z'pn ib -itjn 
v^bisb iiT NbN '^aityb "jb sbi -^jttos ijnö 
i3TiaD •'3NÜJ •'Tibisb 111 imbN liwSin da sagte 
Gott zu ihm: Abraham, es genügt dir, dass ich 
dein Gott bin, es genügt dir, dass ich dein 
Patron bin. Das gilt nicht blos für dich, son- 
dern es genügt auch meiner Welt, dass ich ihr 
Gott bin, es genügt ihr, dass ich ihr Patron 
bin. Das. ö. Das. sct. 93 g. E., s. liibioa. 
Exod. r. sct. 11 Anf. Levit. r. sct. 27 g. E. Ruth 
r. Anf., 35* u. ö. — PI. Exod. r. sct. 14 Anf. 
weshalb brachte Gott in Egypten die Plage der 
Finsterniss? inb i^mc bN-111313 Di^iSis iTHO ^sb 
'di Diiitan ']73 ';''31-i:3E weil es in Israel Ab- 
trünnige gegeben hat , die unter den Egyptern 
Patrone hatten und Ehrenstellen und Reich- 
thümer besassen, weshalb sie aus Egypten nicht 
ausziehen wollten. Gott dachte bei sich: Wenn 
ich diese öffentlich aussterben Hesse, so würden 
die Egypter sagen: Gottes Strafen treffen Israel 
ebenso wie uns. Daher Hess er sie in der Fin- 
sterniss aussterben. Cant. r. sv. -jniT m2, 25° 
'j^'3iTJD73 Nin in::D n?3 mnibt<73 Nin mbx n?: 
welch ein Gott ist er unter den Gottheiten 
Welch ein Patron unter den Patronen! 



n:ina£ 



— 34 — 



•^y^IOS 



n;lTt:£/. (patrona) Patronin. PL Esth. 
r. Anf., '99*" rÖN in nm niDin:?? cab la'^ nr« 
pinan ■'laT ihr habet Patroninnen; welche 
sind es? „Das sind die Worte des Bundes" 
(Dt. 28, 69). 

iir^'Pllti^E m. (gr. xe-rpoceXwov, syrisch 
-.\^^ .,',^^i;i Petersilie, j. Kil. I, 27» nn. 
wenn man Sellerie mit Fenchel zusammenpflanzt, 
';i3ib''0Ti::"'D \yrr.;z p-'ss ■'N» R. Simson zu Kil. 
1, 4 (Agg. crmp. iiribio mti-'D Tl:2) was wächst 
daraus? Die Petersilie, j. Schebi. IX Anf. 38"= 
wird irn-Sna 0213 erklärt durch ';irb''ann^'s. 

]''2l"ip"'S m. pl. (verk. aus '[isiia-'EN , s. d.) 
A'ormünde. j. Pes. YIII, 35* mit. nanöO ami 
'i"'2Tm"'E vb? eine Waise, für welche die Vor- 
munde das Pesachopfer geschlachtet haben. 

■'PlTipS, *'p"'1ti2 Patroki, Patriki, Name 
eines Amoräers, eig. wohl patricus, patricius, 
Patricier. j. Jom. IV, 41'^ ob. ninN ■'pi-,LiD 'i 
NOm 'ht R- Patroki, der Bruder des R. De- 
rosa. Cant. r. sv. ^•<•^^^üs, 19 '' ■'p-'-iüD 'n der- 
selbe. Exod. r. sct. 35 Anf. und ISTum. r. sct. 12, 
215* dass. 

]ip"'"lL;2 m. (gr. TüaTpixöv) stammväter- 
lich, von den Ahnen Ererbtes. Genes, r. 
sct. 49, 48'' „Gott sagte: Sollte ich dem Abra- 
ham verhehlen das, was ich thun will" (Gen. 
18, 17)? lamsb ■'DIN im; r^r;":; -[b5:b buj72 
p-ia ^;b^s n-a'^n nnin-: yipb ap-'a i^t nnsb 
iBpa73 ^■T'•'^! iba pp-'TJE i» nb\x iban nMN 
'dt ib»;n 133 ^n■ü^ yzT,2 rr^r; Nb ein Gleich- 
niss von einem König, der seinem Freunde ein 
Grundstück (o'jcfa) geschenkt hatte und der, 
als er einige Zeit darauf dort fünf fruchtlose 
Bäume fällen wollte, sagte: Hätte ich etwas von 
seinem ererbten Gut verlangt, so würde er es 
mir auch nicht versagt haben! Was schadete 
es also, dass er ihn zu Rath gezogen hat! 
Ebenso sagte Gott: Das ganze Land habe ich 
dem Abraham als ein Geschenk gegeben (Gen. 
15, 18); dazu gehören auch die fünf Städte So- 
doms, T,'- Nb cpa;2 ^-^^■'^! irc iip-'TJDiJ ib-'Ni 
13 "rb;::! ~33 ~:2-\ ■'T'3 33?a wenn ich etwas 
von seinem ererbten Gut verlangt hätte, so 
würde er es mir nicht versagt haben; was scha- 
dete es also, dass er ihn zu Rath gezogen hat! 
Das. sct. 98, 95"= ■'b nrr i3-'-int ninb ir: •'Bbi 
'in ■;t' 13 3ir3a iba iip-'TJC rr^nc neb t\T\s 
wem hat Gott das Geschenk Juda's gegeben? 
Dem David, „Meiner Feinde Nacken hast du mir 
zugewendet" (2 Sm. 22, 41). Weshalb denn? 
Weil es sein (David's) Ererbtes war; denn von 
Juda heisst es: „Deine Hand wird gegen den 
Nacken deiner Feinde gerichtet sein" (Gen. 
49, 8). Jelamd. zu Num. 21, 1 (citirt vom Ar.) 
Np->-it:D in^ri3Nn inb o-'ia isn T'Sit' rvrn 
spy bip bpn nMiN r.-^rit: [iip-'-iUD] die Kana- 



niter sagten: Wir wissen, dass die Israeliten ein 
ererbtes Gut haben, denn es heisst: „Die Stimme 
ist die Stimme Jakob's" (Gen. 27, 22; nach der 
Agada: Jakob's Stimme des Gebetes besiegt die 
Feinde). Das. zu Num. 20, 14 fg. Mose liess 
dem Könige Edoms sagen: Wenn du auch noch 
so viele Waffen hast, so wird dennoch unsere 
flehentliche Stimme zu Gott dich und deine 
Kriegsschaaren stürzen; i:b\3 iip-'-iiE Ninis nwb 
fn:2i3 DrN onb -.::n 3p;"' bip bp- -.Bs;-:: 
-i;;n:td -ibu; iip^n::^ by n-L:i3 ■'3s qs nsbip by 
r^nn I3nn byi und weshalb? Weil dies unser 
Ererbtes ist; denn es heisst: „Die Stimme ist 
Jakob's Stimme." Der König Edoms liess ihnen 
sagen: Ihr vertraut auf eure Stimme; aber auch 
ich vertraue auf mein Ererbtes, denn es heisst: 
„Von deinem Schwerte wirst du leben" (Gen. 27, 
40, Esau's Segen). 

jytSS in. (=bh., arab. |,*yJai von ^^ . Uj, 
zusammenpressen, breitschlagen) l)Hammer, 
Eisenhammer. Schabb. 73* a"":;E3 nsan 
Jem., der am Sabbat mit dem Hammer schlägt, 
ist straffällig. Darunter jedoch ist das Voll- 
enden einer jeden Arbeit zu verstehen; vgl. 
Raschi: Der Schmied pflegt beim Schlüsse der 
Arbeit das Gefäss auf dem Block gradzuschla- 
gen, um es glatt zu machen. Das. 75*" ■'T'B 33 
\a-':3D3 r;3« cioa -z-^^n nssba n»a rT'3 it'nt 
bei Allem, was eine Beschliessung der Arbeit 
bildet, erfolgt die Strafe wegen des Schiagens 
mit dem Hammer. So z. B. wenn Jem. ein 
Glasgeschirr aufbläst, die Fäden eines Gewebes, 
die zum Anknüpfen desselben dienen, lostrennt 
u. dgl. m. •,3^-l:e3 n3n aio» Zi^^n ist wegen des 
Schiagens mit dem Hammer straffällig. Maas, 
scheni 5, 15 B:on'3 7:3:: c^::2 -t: ra'' i?i 
bis zu seiner (des Hohenpriesters Jochanan) 
Zeit schlug man in Jerusalem mit dem Hammer; 
d. h. die Schmiede hatten früher in den Mittel- 
tagen des Festes Arbeiten, wobei grosse Ver- 
luste drohten, verrichtet (was eigentlich gestat- 
tet ist, vgl. 13«); Jochanan jedoch verbot es, 
weil es eine öffentliche Entweihung des Festes 
sei. Kel. 29, 7 •z-'-c^- ba ncBn a^-jsn p t' 
rm'ä von dem Griff des kleinen Hammers (be- 
trägt das Längenmass) fünf und von dem des 
grossen Hammers sechs Faustbreiten. — 2) 
übrtr. grosser Meister der Gotteslehre 
(welche Jer. 23, 29 selbst dem Hammer ver- 
glichen wird, vgl. bes. yii:"';). Ber. 28'' «•'UD 
pTnn mächtiger Hammer; d. h. R. Jochanan ben 
Sakkai, der grösste Gesetzlehrer seiner Zeit. — 
3) Pattisch, N. pr. B. bath. 89" ob. ■':a 'l 
WiiE 13 R. Mani bar Pattisch. 

St/'tS? eh. (=iB-aE) Hammer, s. TW. 

•i:"PS, N'i^'^pE oder Sli^?? m. (syr. ^;^*) 
Unterkleid, Kniehosen. Dan. 3, 21 iin''TB-'üB 



xr^tais 



— 35 



BTS- 



Keth. (Keri iirriiHLj?) ihre Kniehosen. Thr. r. 
SV. inm, 53"^ laias'ibana mn «b'i ribnn rr^an 
ich sah in meinem Traume, dass ich über mei- 
nem Fusse keine Kniehose hatte, vgl. bano. 
Jelamd. zu Gen. 3, 23 (citirt vom Ar.) wird 
im^'^üs (Dan. 1. c.) erklärt durch ';"<pn3, ßpa- 
xai, bracae, braccae, Beinkleider, s. d. W. 

NtTüia s. d. in 'iD. 

■'S m. St. c. von ni; Mund, s. d. Oefter mit 
Zusammensetzungen, nj'nü ■'D die Oeffnung 
des Mastdarmes. B. kam. 92^ Schabb. 
lOS*" un. yspT n^DU "lob T die des Morgens 
nicht gewaschene Hand, die man an die Oeff- 
nung des Mastdarms legt, möge abgehackt wer- 
den, d. h. es ist sehr gefährlich. — i-nu •'d 
rieht. •'-nü'^D ein W., s. d. in 'üd. — -ns id 
die Mündung des Schraelztiegels, in welche 
man den Blasebalg setzt. Schabb. 78'' niDin 
nriT iDma bvi tid ^ü mcyb "^na Scherbe von 
der Grösse, dass man daraus die Mündung des 
Schmelztiegels der Goldschmiede anfertigen 
kann. — lais "'s die kugelrunde Spitze der 
Spindel. Schabb. TS"* oiD ■'d mcyb ■'na y^ 
Ar. (Agg. -na) Lehm von der Grösse, dass man 
daraus die Spitze der Spindel anfertigen kann. 
Das. 79* dass. — no'^-is •'E Nid. 63* der An- 
fang des weiblichen Leibes, näml. am 
Nabel. — raii:73 ■^s Name eines palästinischen 
Ortes an der Grenze von Tyrus. j. Dem. IT, 
22^ ob. Tosef. Schebi. IV Anf. steht dafür 
Nn-is N721D. — yuj-1 •'D s. yä-iiE. — oinn ■^s 
Mündung des Abgrundes. Exod. r. sct. 1, 
101'' -'S iTi5j<-i 'jTiJNnia DiJT's ymxa N-ip3 mzh 
lybn Dinn weshalb wurde jene egyptische Stadt 
DWD genannt? Weil den je Ersten, der sie er- 
bauen wollte, die Mündung des Abgrundes ver- 
schlang. Sot. 11* dass. — mpn is der dicke 
Theil an der Spitze der Bretter. Suc. 
18^ vgl. Raschi. 

riJ'S Piga (eig. vom nächstflg. ■'a"'n abstam- 
mend), Name eines Flusses. Par. 8, 9 M^s ■>» 
Ar. (Agg. Mjns) das Sumpfwasser Pigas. B. 
bath. 74'' un. n^-'Si iTi^OTip "^iiitit •jiT' der 
Jordan, der Jarmuch, Kirmejon und Piga, die 
vier Flüsse, welche Palästina begrenzen. 

''J"'£/. (gr. 7C7)Y7)) Quelle. Genes, r. sct. 15 
Anf., lö** „Ein Strom kam ans dem Eden, um 
den Garten zu tränken" (Gen. 2, 10); NinuJ ■'^(•'QS 
n^in riN npiDMi nsjD nsins wie eine Quelle, 
die sich im Garten befindet und den Garten 
tränkt; nach der Ansicht, dass der Garten grösser 
als der Eden war. — PI. 'j-'ai-: s. TW. • — D5''d 
s. d. in 'jB. 

n^S m. (verwandt mit bh. t's, Stw. ms) das 
Picken der Hühner. Ab. sar. 4* (mit Ansp. 
auf Ili. 30, 24) Gott sagte: Wenn ich auch 
Israel bestrafe , so zerstöre ich es dennoch nicht 



ganz {•'y—-<-\y, r.-^y gedeutet); )m2 ynci3 •'3N sb« 
nbiSJnn bü T'sa sondern ich bestrafe sie blos 
wie das Picken der Henne. Nach einer andern 
Deutung: Wenn Israel noch so wenig Tugenden 
ausübt, 'dt nsiasn •;"<np3auj ■{■'bi^nn bü -fs-^ 
blos wie das Picken der Hühner, welche im 
Miste picken, so zähle ich jene doch zu einer 
grossen Summe zusammen. 

n^a/. (=bh.) Mund, Schärfe. PI. nrs, 
s. n?. — ■'h"'s s. ins. 

niUVS m. pl. (für niuiys s. d. Dafür auch 
«■""IE, Jcai5ei; s. d.) Unmündige, Kinder, 
j. Er'ub. VII, 24" un. maT^Dn n-J-'U5a nb itt' 
'st np53 inpu nTjTQn l^'^am die Gelehrten 
verfuhren hierbei wie beim Verfahren betreffs 
der Unmündigen; es heisst näml. dort in der 
Mischna: Was die Unmündigen betrifft, so ist 
ihr Einkaufen sowohl, als auch ihr Verkaufen 
beweglicher Güter gültig u. s. w. In der hier 
gemeinten Mischna jedoch (Git. 5, 8) steht 
m-jiSDn; in j. Gem. das., 47'' mit. maiiDN 
s. d. 

Xrn"2 /. (syr. ]Lq^\I) Schöne, Glanz, 
Herrlichkeit, s. TW. 

rfa m. (=bh. Stw. TOE) Staub, Asche, 
eig. was weggeblasen wird, s. TW. 

nrT'E/. N. a. eig. das Wegblasen; übrtr. 

1) Kühlung, Erholung. Cant. r. sv. i» 
mD'^uj, 16 '' nraba bia ib-'bn r,wü o-^Daxia ny 
'dt bis ich in die Leidenszeit der tyrannischen 
Regierungen Erholung bringen werde. Das. 
niT'D TiDasn ich brachte Erholung s. b';b. — 

2) das Anfachen des Zornes. Exod. r. sct. 
43, 137'> (mit Ansp. auf Spr. 29, 8) b^nai ibN 
TOJ'ü bjya Dbi53 nrr'D isnSffl das sind die Israeli- 
ten, welche Anfachen des göttlichen Zornes in die 
Welt brachten infolge des Aufestigeu des goldenön 
Kalbes. — Uebrtr. j. Erub. X, 26'' ob. n52N an 
nrr'Bn Rab sagt: Hier ist die Rede vom Auswerfen 
(eig. Ausblasen) des Speichels mit Anstrengung. 
PneMosche erklärt unser W.=n3''Dn: Hin- und 
Her wenden, wahrscb. weil in Erub. 99* "iDin 
steht; was jedoch nicht einleuchtet. — 3) Blä- 
hung. Ab. sar. 17* die Hetäre des Elasar ben 
Durdaja, welche Blähungen hatte (nn^sri) sagte: 
-iT3>bN -js n?3ipwb min nrx irn rrn-'EnTD Dias 
nmionn imN ■j-'bap?^ V« n'^t^tt p so wenig 
diese Blähung an ihre Stelle zurückkehren wird, 
ebensowenig wird man den Elasar ben Durdaja 
durch Busse wieder aufnehmen. — Ferner nrT'D 
= nns, s. inns. 

lOVSi m. {gi: TiOL-rfäv) Dichtung, Gedicht. 
PI. Genes, r. sct. 85, 83'' der Anachronismus im 
Buche Daniel u. s. w. (vgl. sno nr. 2) steht des- 
halb, 'st ■]- X'q^-s •'im nUN-' sbia inD damit 
man nicht etwa sage: Es sind poetische Stücke, 



0^"£ 



36 



"b'B 



Dichtungen; damit vielmehr Alle wissen, dass 
das Buch durch Eingehung des heiligen Geistes 
ahgefasst worden ist. Jalk. Dan. II, 156'' dass. 

DÜ'-^S, |j^"s OT. Adj. (gr. TOiti-uT]?) Poet, 
Dichter. Levit. r. sct. 30, ITS"* den R. Elasar 
bar Simon nannten seine Zeitgenossen: „Gewürz- 
hüchse des Krämers" (HL. 3, 6), ■'inp m?n 
ou"'''Di 3"np ■'■'3m Ar. (Agg. 'jüiidt und anstatt 
^■^-[■p steht ICTt) denn er war ein Bibel- und 
Mischnalehrer, Redner und Dichter. Cant. r. sv. 
nNT ■'n, 18"= ■'izi-'^'Di. Cant. r. Anf., 3* T'iri 
'di n5U''"'D jeuer Dichter. Khl. r. sv. tipji, 74* 
dass., s. NcbN und Nr!''3pbN. 

Dia^a, Du"?), Din'S m. (gr. Tirfto?) Fass, 
grosser Krug. Ar. bemerkt: ou^'2 ist ähnlich 
dem Tpsp; ersteres jedoch bedeutet einen run- 
den Krug (Fass), letzteres einen länglichen Krug. 
Wiewohl DiniD richtiger wäre, so kommt doch 
zumeist o'm"'D oder dd^'D vor. — Tosef. Teb. 
jom. II Anf. oims ed. Zkrm. (a. Agg. oTJ^'s). 
B. mez. 60" ihn diu-'D -\Mrib ima (dtü''d crmp.) 
er giesst den Wein in ein Fass. R. hasch. 27" 
OTj^'on ^inb in man Tinb ypin- (Dü-'Dn 
crmp.) wenn Jem. in einen Brunnen oder in 
einen Krug hineinbläst. Keth. 111'' nST^'^n pcnDJi 
b"na om'ca man wird von ihr (der einen Wein- 
traube in der zukünftigen Welt) so viel geniessen, 
wie aus einem grossen Weinfass. Sifra Haas. 
§ 317. — PI. Bez. 15'' '[■'3-J^'p ■'byn ibbn das sind 
Besitzer grosser Weinkrüge; bildl. Benennung 
für die Zuhörer, w.elche am Feste das Studien- 
haus zuerst verliessen; sie beeilen sich, ihren Wein 
zu trinken, vgl. ■j^j'j II. B. bath. 93'' und 97'' 
niNS nio'J^'E halbgebrannte Krüge, vgl. NS II. 
Tosef. B. bath. VI Anf. moms ed. Zkrm. (a. 
Agg. morc!). Kel. 3, 6 s. mba;. Ar. Var. 
I^'D^'ID. Thr. r. SV. oiS'^l, 65'' s. •pi^UB. Esth. 
r. Anf., 101'' i'^D'^UD crmp. aus i^Oü^'D. " 

'?'£ I od. ^)£i (=ibB s. d.) Pa. b^'»E spalten. 
Genes, r. sct. 94 Ende "iniN "ibfflbuJT imbD3i inay 
friyci die Synedristen erhoben sich, ergriffen 
den Jojakim und Hessen ihn an der Mauer her- 
ab; sodann spaltete ihn Mebukadnezar. Levit. 
r. sct. 19 g. E. steht dafür yoi s. d. 

ah''B I m. Ritze, Spalt. PI. Pes. 76» ms 
•'b'^o tT'a n^b ''b^s rfa wenn das Fleisch des 
Geflügels Spalten hat, wenn es keine Spalten 
hat. ChuU. 112» dass. Schabb. 33^ vni nth 
rr'Disa ■'Vs rr'a R. Pinchas ben Jair sah, dass 
R. Simon ben Jochai (infolge längeren Verwei- 
lens in der Höhle) Ritzen an seinem Körper 
hatte. Suc. 44'' ■'b^'D laino die Ritzen der Erde 
zustopfen. B. bath. 54». 

'^"'S II nt., }<7''2 fem. Part. pass. (syr. ^^j^^s 
von biE^^bia, vgl. nb^'3) vermischt, s. TW.' 



'7''S m m. 1) Elephant. Kil. 8, 6 Clipm ^cn 
rrvi X^tz der Elephant und der Affe sind Arten 
von Thieren, Wild, nicht nana. Men. 69» b^'O 
'ai ^y-\n ma -;"n ns-ipm nini:n no-'Da ybaio 
ein Elephant, der einen Weidenkorb verschlang 
und ihn durch den Mastdarm auswarf. B. bath. 
22» u. ö. — PI. Genes, r. sct. 31, 30'' Di33n 
d^'b''Db mm73T "la? Noah nahm mit sich in die 
Arche Weinreben, als Futter für die Elephan- 
ten. j. Schabb. XVIII, 16*= mit. die Reben 
"ims "["ibaiN '|^b"'on'0 welche die Elephanten 
essen. — Exod. r. sct. 15, 116» D''b''Dn p, rich- 
tig D^'b"'D3n, s. b'^sa. — 2) Elfenbein. Nura. 
r. sct. 10, 206" b^Qi i^Dl» elfenbeinerne Betten. 
Levit. r. sct. 5, 149'' dass. j. Schebu. III, 34* 
mit., s. naijy. 

N^''£ II eh. (syr. ]Ls=vrg. ^b) Elephant. 
Ber. 55'' un. Nami itbpn «b u}3^>Nb nib iina «b 
Nunan NDipa b-'^y: Nb^D sbi man zeigt dem 
Menschen im Traume weder einen goldnen Dat- 
telbaum, noch einen Elephanten, der durchs 
Nadelöhr geht; d. h. Dinge, die gar nicht exi- 
stiren. B. mez. 38'' nN Nm-raaiDa sab^'l 
Nunan «sipa Nb'^D i^'b^'"'»»'! da bist vielleicht 
ans Pumbeditha, dessen Einwohner (in ihrer 
Spitzfindigkeit) einen Elephanten durch das 
Nadelöhr bringen. 

Hb^B III m. (=lib''E s. d.) Gewürz. Keth. 
77'' ob. Nb'^D ein duftendes Gewürz, s. Nilib II. 
— Levit. r. sct. 33, 177'' ■'Stid Nb-'D und' Cant. 
r. sv. üsaD, 17" •^xb-'o, s. •'SniE. 

D1J'7"'£ m. (gr. TueXa^o?, pelagus) das Meer, 
bes. die hohe See, Mitte des Meeres. Khl. 
r. sv. lapab ny, 77'' onib^'cb (1. px) n;n iibby la 
n'^b yb'iZ'p "i^N wenn wir auf der hohen See an- 
gelangen, so werden wir ihn tödten. Esth. r. 
SV. iNnn bs, 105 '' Na^^i onsb^iDa Naam tob-'x 
ein Schiff, das ruhig liegt auf der hohen See. 

n'?''S j. Kil. I, 27» ob. 1. nbiE oder «biD 
Bohne, s. d. W. 

N'tt^i'?'2, X;p't:1'7S/. (gr. (ptXoTi[jiia) Gna- 
den- und Ehrenbezeugung. Exod. r. sct. 
30 g. E., 129» ein Gleichniss von Jemdm., 
'ai n-'iäy: «■'aaib^'sö »Möt ns^'iab oaasuj der, 
als er in einer Stadt ankam, hörte, dass eine 
Gnaden- und Ehrenbezeugung vollzogen werden 
sollte u. s. w. Das. ö. vgl. Ti^b. 

■''?■'£), yi'^f- (gr. tcuXt]) Thor, Pforte, j. 
Jeb. XII, 12'' ob. ■'b^'E i^aT ia als sie an die 
Pforte kamen, j. Schabb. VI, 8» un. ^bisb (1. 
■'b-'sb) dass. Thr. r. sv. \-ia~i, öl"* ynna N::a-i 'jra 
Nna^'na «■'nm ■'b'^c als er am Eingang durch die 
Pforte jener Stadt angekommen war. Genes, r. sct. 
96, gS"* sie gingen «■'■laub yiniD "'b^'sa an der 
Pforte ausserhalb Tiberias. Cant. r. sv. pnt ''a, 
18». Khl. r. sv. maa» Da, 97° ibiDio "'o bs q« 



^S"», 



- 37 



DislolH 



"ni33 ""cb obgleich Alle (die den König beglei- 
tenden Fürsten) durch eine und dieselbe Pforte 
einziehen, so lässt sich doch jeder, seinem Range 
nach, nieder; d. h. wenn auch alle Menschen in 
des Todes Pforte ziehen, so nimmt doch jeder, 
seinen Verdiensten nach, eine eigne Welt ein. 
Levit. r. sct. 18, 161" dass. Khl. r. sv. nbb ry, 
^^^ I-Vcb iiPN 13 als sie an der Pforte an- 
kamen. Genes, r. sct. 63, 61° ■'h^s (1. ■'b-'s). 
Esth. r. SV. Tiri na, 103^ u. ö. — PI. Nrnjb"'E 
die Pforten, s. TW. 

v"S/. (gr. ^läXi), phiala) 1) flache Schale, 
Trinkgeschirr, unterschieden von nn"'];7q: 
Schüssel. Sifra Mezora Anf., cap. 1 bö ■^b^-'Zi 
0-in irdene Schale, j. Sot. II, 17'' un. Sot. Ib^ 
dass., s. bes. ~i''-.p,. Genes, r. sct. 10, 11* u. o. 
'j-'T'U'iD ■'b'^'o s. 'j-'S-'^iE. — 2) N. pr. Phiali. 
Chull. 96» •'b"0 13 Ar. (Agg. •'brs) Bar Phiali. 

^"S od. Sn^^S w. Adj. ein Diener, der 
die Schale mit Wein oder sonstigem Ge- 
tränk darreicht. Schenk. Khl. r. sv. na 

inrT'., 78^ i'^ipoj nn rr'b tpsh aTis "[b-^iD mm 
DT" bD3 D'^an (.Var. Nlb-'-'D) der Schenk pflegte 
jeden Tag ihm (dem R. Simon ben Lakisch) ein 
warmes Getränk vorzusetzen. 

iiö''v''£ m. wohlriechendes Oel aus Nar- 
denblättern=iiu^biE s.d. 

iTTS, DV'7''D masc. (gr. raXo?, pilus) Filz, 
bes. Filzhut! Kel. 29, 1 iönt buJ ivb'^Dn (Ar. 
liest OT^b^is) der Filzhut zur Kopfbedeckung, 
vgl. auch 'ji^'b^BN. Nid. 8, 1 (57'') ovb'^D (Agg. 
OT'biD). j. Ben II, 4" un. R. Jirmeja lehrte, 
OT'b''Da rr'b ■idj"3 dass man das Excrement mit- 
telst der Kopfbedeckung forträume, um das Ge- 
bet verrichten zu dürfen, j. Schabb. XVI, lö** 
mit. ivb'srt die Kopfbedeckung, zu den 18 noth- 
wendigen Kleidungsstücken gezählt. 

]iT£ m. (gr. (puXXov=folium) ein Gewürz, 
wohlriechendes Blatt. Sifra Wajikra g. E. 
cap. 22 der trügerische Verkäufer, . . . msan 
'iib''DD D^3DJ ■'bs welcher Weinblätter unter 
wohlriechende Blätter vermischt. Schabb. 62* 
und Git. 69'' pb^'Dn «rn^nn ein Kopfputz des 
Weibes mit wohlriechendem Gewürz oder Blü- 
theu, s. nnn, «num. 

]!'?''£ masc. (gr. twXuv) Portal, Vorsaal, 
atrium. Levit. r. sct. 30 Anf., 173"* David be- 
tete zu Gott: i'psb labiDM 'jib-'D m-'N ^^:y^•^^■r, 
N3b Ar. (Agg. San übi» ''"'nb) thue mir kund, 
welcher Vorsaal offen steht, um zur zukünftigen 
Welt zu gelangen! Genes, r. sct. 59, 57'' N3 
«an ob-'? "nb labis:: ■jib-'Da D-'o-'a Ar. (Agg. 
Iibsaa, vgl. auch libo"'i) „Abraham kam in die 
Tage" (Gen. 24, 1), das bedeutet: in das Por- 
tal, das in das ewige Leben führt. Das. sct. 



66 g. E. „Kaum war Jakob fortgegangen von 
seinem Vater Isaak, so kam Esau" (Gen. 27, 30). 
riT mn -abiDa prof i^^aN ba (isibic) i2i^b-'B 
l^ra Na hti insb Na der Vorsaal unseres 
Ahnen Isaak war (nach zwei Seiten hin) ge- 
öffnet; der Eine ging von da hinaus und der 
Andere kam von dort herein; daher näml. be- 
gegneten Jakob und Esau nicht einander. 

N''p:l'7"'2 oder N^|P"':l'?"'£ /. (gr. (ptXoveixta) 
Streitsucht, Zanksucht. Jelamd. zu Ex. 
7, 9 (citirt vom Ar.) -naa nr pios ».-rt'pn ba 
'ai nbsnb iS"' N''"'p5ib"'D Naia wer diesen Bibel- 
vers liest, könnte denken, dass es im Himmel 
eine Streitsucht gebe u. s. w. Tanch. Waera, 
70'' N^p-'3ib-'E. Exod. r. sct. 9 Anf. steht dafür 
N''np3"'bD crmp. 

Di'7''S Philos oder Phialos, N. pr. Midr. 
Tillim zu Ps. 9, s. N^bis. 

D^'?, ND^'S f Ollis, s. NobiE in 'ib. 

NDI*^'!? (gr. IIyiXouöiov) Pelusium, Name 
einer egyptischen Stadt am Mittelländischen 
Meere. Ab. sar. 39* Thunfische u. dgl. ^rptn 
N-'nDDNTQi Noib^B): Nbx V'<2 l^^'* kommen un- 
zweifelhaft aus Pelusium oder Apamäa. 

rpi';'''^ m. pl. (pelusia) pelusisch, feine 
Byssusgewänder aus Pelusium. Jom. 3, 7 
(34'') -mv D^siü buj f oib^'B laaib n-r: nnoa 
'ai n3)3 Ms. M. u. Ar. (Agg. i-^oibs) am Morgen 
des Versöhnungstages zog der Hohepriester pe- 
lusische Gewänder an, im Werth von 12 Minen, 
vgl. iTian. Das. die Chachamim sagen: -.maa 
nstt -\'6y Ttiiz-a bö i^aib-'B isaib nTi Agg. des 
j. Tlmd. (im bab. TImd. fehlt unser W.) am 
Morgen zog er pelusische Gewänder an, im 
Werthe von 18 Minen, j. Jom. III, 40"* ob. •j'nt 
l-'insn bü iiTTNnr! in ns-' T'Dib-'s bo ■'ra ist 
denn nicht die zweite Sorte pelusischer Gewänder 
besser als die erste Sorte indischer Gewänder? 
a. s. w. 

''Np6''£ m. pl. die Pelusier, s. TW. 

iiD'7"'S »i. (gr. cp'jXctaauv Part.) Wächter, 
Beschützer. Genes, r. sct. 60, 59" •ii\sn iu 
riT 'j-ibN nrbn isiob-'B Nin na« i^an nrbrt 
Ar. (Agg. i3"iobBl Nin und m. crmp.) „Wer ist 
jener Mann" (Gen. 24, 65)'? Die Rabbanan sagen : 
Das zielt auf seinen Beschützer (den ^ Schutz- 
engel Isaak's); denn ntb- bedeutet: aXXovnr, 
d. h. der Andere da. 

DlSlDi/''ö m. Adj. (gr. qjiXduoqso?) Philo- 
soph, eig. die Weisheit liebend, kenntnissreich; 
insbes. Dialektiker, geschickter Redner, 
j. Schabb. III, 6* un. nab bsiö oiBionb'^D m 
'ai N^sp ein Philosoph fragte den Bar Kapra. 
j. Bez. II, 61° mit. dass. Tractat Derech erez V 
die vier Gelehrten, R. Garaliel, R. Josua, R. Ela- 



NalDl^''E 



— 38 - 



nrs 



sar ben Asarja und R. Akiba, mnb?:? labniB 
'31 Ö12J -an mn oiDiDib''D inb rr^rti nia-^jcn 
die einst nach dem innern Reich (Rom) gingen, 
hatten daselbst einen Genossen (Chaber, wahr- 
scheinlich ein Jude, Essäer), der ein Philosoph war. 
R. Josua fragte den R. Gamliel: bapsia "jDisn 
'sn i3nan oisioib-'S ■'JD willst du, dass wir un- 
seren Genossen, den Philosophen, besuchen? Er 
antwortete: Nein. Tags darauf jedoch beant- 
wortete er dieselbe Frage mit Ja. Genes, r. sct. 
1, 3* bN-ibTiS 13-1 PN bsm inn DiDiOib''D ein 
Philosoph fragte den Rabban Gamliel. Das. 
sct. 11, 12^*. Das. sct. 20, 20'' u. ö. — PI. Thr. 
r. Einleit. Anf. , 44* u. ö. '[■'2ioib"'2 "iiny ^sb 
■"rnsn oia-'33N3T -n3»3 13 ayb33 nbu'n maisb 
nie erstanden den Völkern solche Philosophen 
wie Bileara ben Beor und der Weber Eunomos. 
Ab. sar. 64'' •>7:i-i3 D'^spTr; ns DisiDib"'Dn ibNB 
'31 die Philosophen fragten die israelitischen 
Gelehrten in Rom: Wenn euer Gott keinen Ge- 
fallen findet an den Götzen, weshalb vernichtet 
er sie nicht? 

SSiDl'?"'£ chald. (= oisioib-'E) Philosoph. 
Schabb. 116'' «0101^3 ein christlicher Richter, 
vgl. N^niN. 

•'£^•'2, •'£->^£ Philippus, Philippi, Name 
eines palästinischen Amoräers. j. Meg. IV, 7.5* 
un. n:3-i3 n3 ■'sb^'S 'n R. Philippi bar Perata. 
j. Taan. IV, 65'' ob. u. ö. ■'D'^bD 'n derselbe. 

'pTS/. (gr. <pi)Xax7]) Wache, Bewachung; 
übrtr. Verwahrsam, Gefängniss. Pesik. 
Ulkacht., 182" i253niNT rtN^O'^b n^7^n n^irn'^N 
^pb''D3 Ar. (Ag. 3n''TiNi) jener Räuber wurde 
gefangen genommen und im Gefängniss einge- 
sperrt. Levit. r. sct. 30, 174'' dass., vgl. irab, 
N3r3b. Exod. r. sct. 15, 114'' n:Tiunb biaa 
n^'ib -[b^i ''p5"'33 ^''^' l^ab n:i-!Upa nninia 
^pb"'D3 n73y ein Gleichniss von einer Matrone, 
die beim Könige angeklagt wurde und die er 
ins Gefängniss setzte; als aber der Aufseher sich 
entfernt hatte, blieb jener mit ihr im Gefäng- 
niss. Das. sct. 30, 127'', s. lina. — PI. Pesik. 
Wajhi bachzi, 66''. 67* Gott kämpfte gegen die 
Egypter u. s. w. 1133 rTi'pb^S3 iN'an 13 inNi 
'31 "^lann später setzte er sie in Gefängnisse, 
d. i. die Finsterniss (wo „Niemand den Andern 
sah und Niemand sich von seiner Stelle erheben 
konnte", Ex. 10, 23); vgl. O^O'd'ü. Pesik. r. sct. 
42, 72'' „Ahaswer schenkte Erleichterung den 
Völkern" (Esth. 2, 18), m-'pb-'En nniD d. i. er 
öffnete die Gefängnisse, gab Amnestie. — Denom. 
Git. 69» n^b ipbs Ar. (fehlt in Agg.) man führte 
ihn ins Gefängniss. 

]''P'7''S> D''p'?''S »1. (gr. xi\t>i%) Beil, Axt. 
Exod. r. sct. 12, 111"* (mit Bez. auf bnina, Ps. 
78, 47) der Hagel riN ysipi i''pb''D3 n-iT' 



m3b''Nrt kam wie ein Beil und zerhieb die 
Bäume. Midr. Tillim zu Ps. 78 dass. Das. zu 
Ps. 105, 33 Dn-iby man n-ni r-rn nrn o-'pb'os 
wie jene Axt fiel der Hagel über sie. Das. i-'nn 

b3N 1''pb^D3 1-ir n\-! D-ipi rno ■'T' bV D''3D3 

b^2^ in xa n^'^p-ab über „die Weinstöckc", 
welche dünn sind, kam der Hagel wie ein 
Beil; auf „die Sykomoren" hing, kam er, lagerte 
sich darauf und vernichtete sie. — Ar. liest 
auch i''3bs; ebenso Tanch. Waera, 71''. 

S^'7D''£/. (viell. gr. m'XTjjAa trnsp.) aus Filz 
Gearbeitetes. PI. Tosef. Kel. B. bath. VII 
Anf. mb'^anm niN;'b^-'Dr: die Filzdecken und 
die Ueberwürfe, s. jedoch Ni3b"'aD. 

Sppitt^£ B. mez. 93'', s. in 'izü. 

i'S m. (wahrsch. von is , me , s. den nächstflg. 
Art.; mögl. Weise das lat. pinna) Spitze, 
Zacke, Zahn. Kel. 11, 4 nimsm Ysii (Ar. 
Var. ^sn, s. T\n) der Zapfen im Schloss und die 
Höhlung (Mutter, cardo femina), in welche beim 
Verschliessen der erstere eindringt. Hai und 
Ar. lesen isms anst. nsms. 

nra/. l) (von ^e, Mb) Kante, Schärfe 
(unterschieden vom bh. ?13E). Trop. Aboth de 
R. Nathan XXVIII g. E'. •'T'nbna nn?a labü 

'31 03^03 pN WD 13N P-'U pN n''533n eS 

giebt drei Klassen von Gelehrten: den glattge- 
schliffenen Stein, den kantigen Stein 
und den vielzackigen Stein (\|jT)<poc:). pN 
pN iriT . . . a-na n:iaiD n^abn m is'3 rr'u 
nsi3 nJiB pN nnN na Nbs nb i^Nia n->tJ 
pN int ... m3bm ^ito naiaia T'jjbn nr 
(os-'Oe) dsd^3 ps naba nvD t-cj nb la-'O tiT3 
m^3N^ mabm o-na n:u5ia Tabn rsr ni:-3 
sa-iN -b c^c as-icD pN NTt in . . . mnsoin 
riTiimi T3TN73 riT'D was bedeutet: der glatt- 
geschliffene Stein? Einen Schüler, der blos 
Mi drasch gelernt hat; kommt Jem. zu ihm 
und fragt ihn etwas im Midrasch, so weiss er 
ihm zu antworten; das ist der glattgeschliffene 
Stein, der blos eine Schärfe, Spitze hat. 
Was bedeutet der kantige Stein ? Einen Schüler, 
derMidrasch und Halachoth(Mischna)gelernt 
hat; kommt Jem., der ihn etwas im Midrasch 
fragt, so weiss er zu antworten, kommt ein An- 
derer, der ihn etwas in den Halachoth fragt, 
so weiss er ihm zu antworten ; das ist der kan- 
tige Stein, der zwei Schärfen hat. Was be- 
deutet der vielzackige Stein? Einen Schüler, 
der Midrasch, Halachoth, Agadoth und 
Toseftoth gelernt hat; kommt Jem., um ihn 
etwas zu fragen im Midrasch oder in den Ha- 
lachoth oder in den Agadoth oder in den To- 
seftoth, so weiss er ihm zu antworten — das 
ist der vielzackige Stein, der vier Kanten an 
seinen vier Seiten hat. — 2) Mündung. 
PI. nia-iE, s. niie. 



onrs 



— 39 



D^S . 



DnrS, OnjS (==bh.) Pinchas, N. pr. 1) 
des Priesters, des Sohnes Elasars und 2) Xame 
vieler Tannaiten nnd Amoräer. Wiewohl dieser 
Name in der Bibel (mit einziger Ausnahme von 
1 Sm. 1, 3, des Sohnes Elis; vgl. dagegen das. 
4, 19) plene geschrieben wrd, so lautet er 
dennoch, namentlich im bab. Tlmd., selbst hei 
Citaten aus der Bibel, fast überall defect, ohne 
Jod (im j. Tlmd. hing, fast immer plene), ob- 
gleich nach der Regel, im rabbinischen Schrift- 
thum auch solche Wörter, die in der Bibel de- 
fect lauten, plene geschrieben werden, vgl. ido, 
N"^EC u. a. Aehnliche Ausnahmen s. in n;'!, 
33i3. — j. Dem. I, 21"* un. iis-« p onrs 'n 
R. Pinchas ben Jai'r, s. Nn-i?:n. Chull. 7*'' '~i 
onSE. Schabb. SS*" tr^wn -i-'N''" p dr:d 'n R. 
Pinchas ben Jair, sein (des R. Simon ben Jochai) 
Schwiegersohn. Snh. 106'' nNao""b onJc Pin- 
chas, der Räuber (Zelot), s. DJ'ba. Levit. r. sct. 
26 g. E. npon on3D Pinchas," der Steinmetz, 
j. Schek. II Anf., 66° u. ö. anrc '-i. 

N^piVS /. (lat. opinatio, eig.Vermuthung) Ab- 
sicht.' j.Snh.XI g.E., 30<^der falsche Prophet, der 
Götzendienst anbefiehlt, wird, nach aller Ansicht, 
gleichviel ob er beabsichtigt, die Anbetung Gottes 
überhaupt aufzuheben, oder ob er diese Absicht 
nicht hat, gesteinigt. ■'nnT nsjan bs nj<'::3 bnx 
ri'^b 'j-'n'i )Va^ '-\ 'nmi im« i^bpio D-«3n 
n-'-'üjT.r) betreffs aller anderen Gebote hing, 
steinigt man ihn nach Ansicht der Chachamim 
(ebenso wie beim Götzendienst); nach Ansicht 
des R. Schimeon hing, ertheilt man ihm (vgl. 
32) die Strafe je nachdem seine Absicht war. 
Vgl. damit Tosef. Snh. XIV g. E. R. Schimeon 
sagt: -imc nirpa D-'^pbT ni:p?i bünb snin;: dn 
'st wenn er prophezeit, einen Theil der Gebote 
aufzuheben und einen Theil derselben beizube- 
halten, so ist er nicht straffällig; nur beim 
Götzendienst findet eine Ausnahme statt. 

T,:y, NDra, apy^ m. (syr. i^, ^^i^^, 

gr. ■TCiva^, xivaxi';) grosse Schüssel, j. Snh. 
XI, 30° ob. '3T nbion "jrc nn 'b in-'\Ni br^N 
gehe und bringe mir eine Schüssel Mehl, als 
ein Opfer für den Götzen, j. Schabb. III, e*" 
mit. NC^iJT NDro "1^7:7: . . . NrniNi nd^d inn 
eine Schüssel Reis, eine Schüssel Graupe. Chull. 
111'' iän '-I 13 mm N33-'D Ninn (Ar. ed. pr. 
Np3''s) eine irdene Schüssel war im Hause des 
R. Ami u. s. w. Taan. 24'' NOi-inT N33ie (Ar. 
ed. pr. Nprc) eine Schüssel Hirse. — PI. Pes. 
49" ■'33^2 "i'^nb?: -13 (Ar. Var. 'ps'^c) ein Schüssel- 
lecker.' j. Ber. IX, 13'' ob. j. Maasr. I g. E., 49^ 

Oira m. (lat. fenus) eig. Zins, Wucher; 
übrtr. Ueberschuss. PI. Midr. Tillim zu Ps. 
19, 2 der Sommertag nimmt einen Theil von 
der Nacht geliehen und die Winternacht nimmt 
einen Theil von dem Tage geliehen (vgl. ^ib, 



ni^) u. s. w. •[■'y-nBi T'qi;-'D3 riT?: nr T'buiJi 
'3-i'pn'3 i'?2T:j nns 'i\«<i i^oir^DS sie nehmen 
von einander geliehen mit Zinsen (üeberschüs- 
sen), bezahlen einander mit Zinsen, ohne dass 
es Jem. hört und ohne dass ein Wortstreit zwi- 
schen ihnen stattfindet. Die Menschen hing, 
zahlen ihre Schulden in Gegenwart von Gericht 
und Zeugen u. s. w. In der Parall. Levit. r. sct. 
26, 169'» ■i^CT'D3 crmp. — Tosef. B. bath. VI 
Ois-iE, msi3''D, rieht. diu^'D s. d. 

Dys m. (gr. TTtivo?, Tcävo?, pannus) Tuch, 
Kleid, Kutte. Genes, r. sct. 84, 82° „Sie ent- 
kleideten den Josef" (Gen. 37, 23), os^iBn nr 
d. h. sie zogen ihm die Kutte aus. Jalk. I, 40° 
iba ors -idtjc nr isrb y^n Nb er war noch 
nicht in Akko angelangt, als er schon seine 
Kutte verkaufte. (Genes, r. sct. 78 g. E. steht 
dafür oion Pferd.) — Davon Adj. ■jis-'E. Kil. 
9,7 iis-isn mbj'3» Schuhwerk aus Tuchstücken, 
Lumpen, vgl. ■j-'on'i^. 

D'£> C1£ (Grndw. de, davon auch DDE und 
Dbn) eig. los, abgesondert sein. 

Hif. csri 1) losmachen, ablösen. Ab. 
sar. 71* "^b'^n r3;; ■'by DDm NS gehe und mache 
mich von der königlichen Steuer los ; d. h. zahle 
sie für mich. Keth. 6'' u. ö. ndht: O^'b^jh Jem., 
der eine Blase aufsticht, eig. den Kopf dersel- 
ben ablöst, oder: den Eiter entfernt. Pes. 107* 
dieses starke Getränk ü''Z'i2-\ piOTj Ms. M. und 
Ar. sv. 0"'Eö (Agg. 0''ic-:i) beraubt die Sinne 
und sticht, quält. Schebu. 45* man legte dem 
Tagelöhner einen Eid auf, bo inj't 0"'Dr;b ■'ns 
I rT>3n bss um den Sinn des Arbeitgebers zu be- 
I ruhigen, ihm den Gedanken auszutreiben, als 
I ob er umsonst bezahlte, j. Schebu. VIII, 38'* 
ob. iD''Dr:b mJia es ist PHicht, ihn zu besänf- 
tigen: d. h. wenn Jem. ein Gut in Ver\\ahrung 
nahm, das ihm abhanden gekommen ist, so muss 
er, selbst in Fällen, wo er zu Schadenersatz 
nicht verpflichtet ist, dennoch den Eigenthümer 
des verlorenen Gutes wegen seines Verlustes be- 
ruhigen, trösten. — 2) unterscheiden. Schabb. 
33* un. Samuel, der Kleine, litt an der Wasser- 
sucht; D''D73 i?3 Dbu' ba 13131 n73N er sagte: 
Herr der Welt, wer wird zu unterscheiden ver- 
mögen, ob jene Krankheit eine Folge des Hun- 
gers u. dgl. oder der Sünden sei; ich würde also 
in Verdacht kommen. Das. 54* it'n 0""s:3 i» 
3bnb irsi ia3"'b wer wird unterscheiden, ob 
das Zusammenbinden der Brüste der Ziegen ge- 
schehen sei, um die Milch eintrocknen zu lassen, 
oder um sie zu melken, j. Schabb. V, 7'' un. dass. — 
3) durch das Loos entscheiden, dah. looseu. 
Tamid 1, 2 der Tempelanfseher rief den Priestern 
zu : nsTUJ ^53 ri3T io"'Dn D''D'>i N3"' bsuu: ■^ö wer 
gebadet hat, komme und loose (welche priester- 
lichen Functionen ihm zu Theil werden sollen)! 
Hierauf loosten sie und Jeder erlangte das, was 



D'E 



40 — 



D*£ 



er durch das Loos gewann. Jom. 24'' nizb 
1''a"'C':"i i'^Tim •j-'S^e': warum loosten sie wie- 
derholentlich? d. h. wozu traten sie einige Mal 
behnfs Loosens zusammen? vgl. O'^'^b. Das. r!)23 
']''0''373 in welchen Kleidern looste man? d. h. 
trugen die Priester beim Loosen heilige, prie- 
sterliche oder profane Kleider? Genes, r. sct. 
84, 81* wird ü^szTt (Gen. 37, 23) gedeutet: 
'dt V2Nb lir'bT' cn73 rsT"« n-br i2^-:r;c der 
Leibrock, auf den sie loosten, wer von den Brü- 
dern ihn zu ihrem Vater tragen solle und das 
Loos fiel auf Juda. 

Pi. D'^rE 1) besänftigen, beruhigen, eig. 
den Zorn oder den Trotz Jemds., bes. durch 
gute Worte entfernen, lösen. Ber. 28 *" wenn 
man mich vor einen menschlichen König führte 
u. s. w. '21 -[iJoan -nniabi n"'"im3 loi-'sb biD-' •':nt 
den ich durch gute Worte besänftigen und seine 
Gunst durch Geld gewinnen könnte, so würde 
ich betrübt sein, um wie viel mehr muss ich 
betrübt sein, da man mich vor Gott führt, 
l-iSan ^^^\3b^ a"im3 "lO-^cb bis-' 'r^Ni den ich 
weder durch gute Worte besänftigen, noch durch 
Geldbestechung seine Gunst gewinnen kann. 
Das. 31^ 32'' fg. Pt. hasch. 17'' nn. ein Gleichniss 
von einem Schuldner, der in Gegenwart des 
Königs und beim Leben desselben dem Gläubi- 
ger zuschwor, den Zahlungstermin pünktlich inne 
zu halten, rs o^^Db N2 "i'-.D sbi IST y;n 
rj* s'^-'E! Y- "]b b'.n;: ■'r^ob? ^b -,ttNi "pizr, 
'z' "j^sn als jedoch der Termin kam, ohne dass 
er jenem bezahlte, so kam er, um den König zu 
besänftigen. Dieser sagte zu ihm: Meine Be- 
leidigung soll dir verziehen sein, aber gehe hin 
und besänftige deinen Nächsten! Ebenso ver- 
zeiht Gott dem Menschen nur die Sünden, die 
dieser sich gegen ihn, nicht aber diejenigen, 
die er sich gegen seine Xebenmenschen hat zu 
Schulden kommen lassen. B. bath. O*" '^r"— bs 
B'-ima -c^-^-ar.- ns-n '•:: -j-sr?: ■'ryb r;:;-:-c 
r-r-a N"'': ^-2r?3 wer dem Armen eine Peruta 
(kleine Münze) schenkt, wird mit sechs Seg- 
nungen gesegnet; wer ihm aber gut zuredet, 
wird mit elf Segnungen gesegnet; mit Ansp. auf 
Jes. 58, 7 fg. Genes, r. sct. 93 g. E. di-'e Nb 
r!^D23 Nbs ".•'nN PN ri3i^ Josef besänftigte seine 
Brüder nur durch „Weinen" (Gen. 45, 2). Erub. 
100^ s. N^T. Part. Pual Exod. r. sct. 51, 143» 
„Gott sagte: Ich vergebe nach deinem Worte" 
(Num. 14, 20). rbnWö a'^^^E': ^:-i;^ niai: — :n 
l'Nis mniNn ba "i^yb Win Nbs bN-,\r-b 
Cn^by ~2b3 Mose sagte hierauf: Ich bin nun 
besänftigt, dass du Israel vergeben hast; allein 
thue vor den Völkern kund, dass du ihnen 
nicht mehr nachträgst. Jom. 87* u. sehr oft. 

Nithpa. und Hithpa. Pass. vom Piel: sich 
besänftigen, überreden lassen. Ber. 33* 
ob. w-'nb Ton iniN tjbst -iian ims Ci^sn: 
ü")V:;3 jener Fürst (der sich anfänglich von 
einem Frommen beleidigt glaubte) Hess sich be- 



sänftigen und jener Fromme ging unversehrt 
nach Hanse. Uebrtr. Snh. 39* R. Gamliel sagte 
zu einem Häretiker auf dessen Behauptung, 
dass verschiedene Götter die verschiedenen 
j Gliedmassen des Menschen erschaffen hätten: 
lO-'-'En: ibiD r;nr: rTa3^ sollten etwa die ver- 
schiedenen Götter in der Todesstunde des Men- 
schen übereingekommen sein, ihre Schöpfungen 
zu gleicher Zeit absterben zu lassen? Jom. 86'' 
pso a-i-ima n-'sn n« ü"':pa am -.\S3 na 
-w3Nn CNT littin 0'^"'EnS irs pso i2a\-i o''"'En:j 
i2''N psD a"'~3n2 oi"'Dna pso i;aTi o^^zi^n 
rtT'ay nmy ans r:^]>- bas ainana o^sna 
'ai a-'ima n:öin ci-'DrT: -,roa die Art des 
Menschen ist folgende: Wenn Einer den Andern 
durch Worte erzürnt, so ist es zweifelhaft, ob 
letzterer sich von ihm besänftigen lässt, oder 
ob er sich nicht von ihm besänftigen lässt: 
wenn du auch sagst, dass er sich von ihm be- 
sänftigen lässt, so ist es doch zweifelhaft, ob er 
sich durch Worte besänftigen, oder ob er 
sich nicht durch Worte besänftigen lässt. Gott 
hing, lässt sich vom Menschen, der helmlich 
eine Sünde begeht, durch Worte besänftigen; 
mit Bez. auf Hos. 14, 2 fg. 

CS. eis eh. (eig.=vrg. a-'s) los, schwach 
sein; übrtr. losmachen, ablösen. Genes, r. 
sct. 17, 17'' die Schüler sagten zu R. Jose, der 
eine böse Frau hatte: Np-ps nb yszi i:n 
r!pa*''aT Ar. (Agg. n:tid nb 'i3"'3r:i) wir werden 
ihr die ihr verschriebene Hochzeitssumme geben, 
nur entlasse sie. Levit. r. sct. 34, 179* dass. — 
Af. a"«!)!« entweihen, herabwürdigen. Part, 
pass. NaD73, naE": eine Entweihte, s. TW. 

Pa. a-';'E (syr. Af. ^jäi*=(=a"<;'.i;) besänfti- 
gen, befriedigen durch Bitten oder durch 
Geldgeschenk. ChuU. 94* Samuel sagte zu 
seinem Diener: lEp'^Ni n-'a^'-'E N-naWb -•'a''"'E 
befriedige den Fährmann! (d. h. gieb ihm sei- 
nen Lohn); er dachte ihn zu befriedigen, doch 
jener wurde ärgerlich. Das. 95* na''"'B mn ■'« 
'31 ■'N:''» hättest du mir Abbitte gethan, so 
würde ich u. s. w. Jom. 87* er ging rr^arsb 
«■'"bsb um den X. N. zu besänftigen, ihm Ab- 
bitte zu thun. j. Snh. XI, 30° ob. -^bT rr'B^E 
mache ihn (den Götzen durch das dargebrachte 
Opfer) mir geneigt. Taan. 24*. Ketli. 91* u. ö. 
Ned. 62* R. Tarpon, der reich war, rfb mr: 
B"'"na rfavsb hatte jenen Mann (der ihn im 
Verdacht hatte) durch Geld befriedigen sollen. 
Part. pass. j. Ab. sar. II, 41'' mit. R. Jonathan 
schickte einem Herrscher, der in die Stadt ein- 
zog, eine Mahlzeit, ■;'t in ar^'T •j'^t nps •j-'nt 
Na"'B72 'j'^DN nac sbaiNT damit er, wenn ein 
Process einer Waise oder einer Wiftwe vor 
jenen käme, ein gnädiges, wohlwollendes Gesicht 
fände, vgl. l"'b|5"'N. 

Ithpa. sich besänftigen lassen, Jemds. 



Of£ 



41 



ND'E 



Bitten nachgeben. Joni. 23* rr'7 iz'^^D'a'i 
0•<■^^•<^2•^ wenn man ihm Abbitte thut, so lässt er 
sich erbittea. Jeb. 79" u. ö. Sot. SS*" ob. „Die 
Einwohner von Beth Schemesch wurden geschla- 
gen" (1 Sm. 6, 19). ^^-iMN in;: -nMx V2:i •^b-'U 
ro'"ci''NT "^by Nns 'jsjji ni''-;i:''Nn sie hatten 
auch Schmähreden gegen die Bundeslade ausge- 
stossen: Wer hat dich gekräniit, dass du dich 
gekränkt fühltest, und wer kam nun über dich, 
dass du besänftigt wurdest? 

OVS masc. N. a. Besänftigung, Zureden 
durch besänftigende Worte. Nid. Sl*" die 
Schüler des R. Dostai fragten ihn: na "'337: 
'st ot'd nbapu nöNn t^ni oti-: bnp;: B-'Nn 
woher kommt es, dass der Mann Besänftigung, 
Abbitte annimmt, das Weib hing, keine Besänf- 
tigung annimmt? Er antwortete ihnen: Jeder 
nach seiner Abstammung! d. h. der Mann stammt 
von der Erde ab, die sich leicht bearbeiten 
lässt, das Weib hing, stammt von Fleisch und 
Knochen des Mannes ab, die sich nicht leicht 
verarbeiten lassen; vgl. auch ts, nn:. j. Taan. II, 
eö** un. der König schickte seine Legionen nach wei- 
ter Ferne (vgl. liijb) u. s. w. Denn er dachte bei 
sich: Bevor ich nach ihnen schicke, ns-^nun "^33 
■joro bapn -"juNI ^-nN •j'^c'^Da werden die Stadt- 
leute mich zu besänftigen suchen und ich werde ihre 
Abbitte annehmen. Genes, r. sct. 93, 90*^ OTi^b maart 
„das Nahen Judas'- (Gen. 44, 18) geschah behufs 
Besänftigung. Das. 91'' die Ansprache Judas an 
Josef oT^a Tinsb ovo v\ovh ovo ohd rt'n 
1''n''33b enthielt eine Besänftigung für Josef, 
eine Besänftigung für seine Brüder und eine 
Besänftigung für Benjamin. — PI. Genes, r. sct. 
74, 73'' „Jakob haderte mit Laban" (Gen. 31, 
36 fg.) DO ITT' D''yi:Di mas N7:td -iido dn nt 
'di vim PN D-'-'D?: Dpy D-'pi'D -"-an «bx du 
könntest vielleicht denken, dass es dort Schläge 
und Verwundungen geben sollte! Vielmehr 
kamen dort besänftigende Reden vor, Jakob be- 
sänftigte seinen Schwiegervater: „Du durchsuch- 
test meine Geräthschaften, was fandest du" u. s.w., 
vgl. pnari-i:?. 

NOrS, ND":?! eh. (syr. \jLq, Ul^^-avs) 
Besänftigung, das Zureden. Genes, r. sct. 
94, 92'' -inai: p3ia ndt'o nas* »izb^i vielleicht 
hat er infolge des Zuredens etwas von der 
Strafe erlassen, j. Pea VIII g. E., 21*^ derjenige, 
der Alles sieht, aber nicht gesehen wird, d. h. 
Gott, ^ovs bap'' nehme an (vergelte dir) deine 
Besänftigung, vgl. vzn, Nun. j. Schek. V g. E., 
49'' dass. Nid. 37* nd-'''d ^sm na? die Ge- 
lehrten haben mit einander Frieden geschlossen, 
s. auch TW. — Levit. r. sct. 26, 169'' yovo, 
rieht. iioi3''s. 

CI"? »M. (s. Hif. nr. 3) das Loosen, Loos. 
Jom. 2, 2 (22*) ^laJNHM d-'^dh n: das war das 
erste Loosen, näml. welcher Priester die Asche 

Litt, Neahebr. u. Chald. Wörterbuch. IV. 



des Opferaltars forträumen soll. Das. 2, 3 fg. 
(25=" fg.) 'dt pmr •'?: ::nTi5 ■'■2 ■^:-c- D-'isn das 
zweite Loosen bestand darin: wer das Opfer 
schlachten, wer sein Blut sprengen soll u. s. w. 
j. Jom. II Anf., S?*" u. ö. — PI. Jom. 2, 2 yaiN 
ma TT! niD">^E, was das. 25* erklärt wird: 
nn Nnm Nnn !:3bi oianb ';''0333 B'^izy^ nyai« 
mD'<''D Nanu n3 viermal des Tages traten die 
Priester ein, um zu loosen, aber jedesmal wur- 
den verschiedene Loose gezogen, näml. zu den 
verschiedenen Opferdiensten. 

ND^'2 e/j. (=o-'';e) das Loosen, Loos. Jom. 
22^* 133^ ■i3ipn Nb Nasa ■'N'j Nip-'yja sm 
r!3Do in^b iDNi inspi iTm \V2 . . . no'^-'s 
ND''''S ~b i3ipn (mit Bez. auf die Mischna: „In 
früherer Zeit durfte jeder Priester, der da wollte, 
die Asche vom Altar forträumen; da man aber 
sah, dass infolge des Laufens auf der Treppe 
Gefahr entstand, so verordnete man hierfür das 
Loosen", vgl. O''^?). Weshalb haben die Gelehr- 
ten nicht schon früher hier (ebenso wie bei den 
anderen Tempeldiensten) das Loosen angeordnet? 
Anfangs dachte man. dass, da der Dienst des 
Ascheforträumens ein Nachtdienst ist, hierzu 
nicht viele Priester kommen würden; als man 
jedoch später sah, dass viele sich hierzu ein- 
fanden und dabei in Gefahr kamen, so führte 
man auch hierzu das Loosen ein. Das. 23* fg. 

NJ1D'"'S m. das Erbetene, Erwünschte. 

j. Jeb. xn g. E., 13* ^rsa-iisn njid-'-'D ytr, ist 
das etwa der Erwünschte, um den wir dich ge- 
beten haben? d. h. wir baten dich um einen 
Prediger, Vorbeter u. s. w., du aber empfahlst 
uns den Lewi bar Sisi, der nichts hiervon ver- 
steht, vgl. N;:i72''j. 

D"'^£ od. DK"'S m. (eig. abgebrochenes Stück, vgl. 
05, N3^:) feste Erdscholle. Schabb. 81* b3N 

NniVr33 i3-'an3 NT'T 't 173« O^-'D •'wXM O^isn HN Jsb 

Ar. (Ms. M. oa^s; Agg. o''''Nd) aber die Erd- 
scholle darf man am Sabbat nicht von einer 
Stelle nach der andern tragen (weil man sie 
wegen ihrer Härte zu nichts verwenden kann, 
obgleich man die weichen Steine tragen darf, 
vgl. bTnip73). Was ist unter o''id zu verstehen? 
Die babylonischen (sehr festen) Erdschollen; vgl. 

Xp''3 c/i. (=D''^s) feste, harte Erdscholle. 
Snh. 64* o-'bipn73 n-ib "n;:« rfa «nu: noid bpuj 
Nin R. Menasche nahm eine Erdscholle und warf 
sie gegen den Götzen; (er hatte näml. die Ab- 
sicht, ihn hierdurch zu schänden). Man sagte 
ihm jedoch: Das ist die Statue des Merkur 
(dessen Kult in dem Bewerfen mit Steinen be- 
stehen soll, vgl. o^bip-;73). Mac. 8* utiot ■;«:: 
'dt biapn ■'~i73n biTNT ^•\^2n inNi «bp-inb xo'^s 
wenn Jem. eine Erdscholle gegen einen Dattel- 
baum warf, welche die Datteln abwarf und letz- 



.iiD'S 



— 42 



np'Si 



tere flogea gegen Jemdn. und tödteten ihn; 
darüber ist eine Controverse, ob ein solcher 
mittelbarer Todtschlag, ohne Absicht, mit Exi- 
lirung bestraft werde oder nicht. Bech. 43'' s. 

]1D'B m. Adj. Maurer, nach seinen Stein- 
und Ziegelarbeiten so benannt. PL Kel. 20, 2 

m':i0"'2, s. riany. 

KD"'£. nnD''S Brot, s. in od. 

]'P''S oder i"'P''S. j"!?? fem. pl. eine Art 
Steuer, welche die Juden der römischen 
Kegierung zahlen mussten. Das W. ist 
höchst wahrsch. das lat. pensio (von pendere) 
eig. Gewicht, dann Abgabe. Nach Perles' Etym. 
Studien p. 109 erscheint pensa in der späteren 
Latinität auch gekürzt in pesa, peisa, pisa und 
bezeichnet eig. die Steuer, welche die Juden 
entrichten mussten, um Handel treiben 
zu dürfen. Ar. schreibt bald ';''D"'E, bald "psü. 
— j. Pea I, lö*" un. nd^pn nj>i:i ^Disn nns dn 
rirbisbis- •^^a^ nvi2-'Tn '^^2^ I'^o-'D- ■;« T172TB53 
miSiD-iN- 'jai wenn du aus deinem IBeutel Al- 
mosen spendest, so wird Gott dich schützen vor 
den Handelstributen, vor den Strafgeldern, vor 
den Kopfgeldern und Beisteuern. Genes, r. sct. 
1, 4'' dass. j. Schebi. IV, 35 '' mit. u. ö., vgl. 
•;i3"iN I und N^5:iT. 

f|''S »w., n2''S/. (gr. e^y^-i^) der Einschlag 
des Gewebes; übrtr. die vom Gewebe her- 
abhängende Franse. Kil. 9, 9 -ini: bö ^^'D 
TiON iniDD bU)a eine wollene Franse an einem 
leinenen Gewand anzubringen, ist verboten, 
D\xb3, s. d. j. Kil. IX g. E., 32'^ dass. Das. 
32* ob. nD-iD s. b33, vgl. auch liscN. 

]''pS''£ masc. Adj. (des vorg.) Gewebe mit 
Fransen. Ruth r. sv. bnai ';ap, 38'' ']''pD''D b::3 
ia73fflr: Tin NbtD ■^ns rbr 'isncn Salomo nahm 
ein Fransengewebe und breitete es über die 
Leiche David's aus, damit nicht die Sonne auf 
sie falle. 

ni"S"'2/. pl. (eig.=bh., von riD, -'s) Münde, 
Schlünde, Oeffnungen. Num. r. sct. 18, 235'' 
'di rrann m-'D-'D y-tnh innc: nris nmNa zu 
jener Zeit (als die Rotte Korachs untergehen 
sollte) öifneten sich in der Erde viele Schlünde; 
denn es heisst (Dt. 11, 6): „in der Mitte von 
ganz Israel." 

''3S''£ ('Em9avia) Epiphania, Name eines 
syr. Ortes. Genes, r. sct. 37, 36* •':d''e TiT^nn 
unter Tann (Gen. 10, 18) ist Epiphania zu 
verstehen, j. Meg. I, Tl"* ud. hat dafür nnn. 

"Ti''3''S m. (gr. TtatTcupoi;, syr. joa^s, . o»aas) 
Papierstaude, Rohr- oder Bastgebund, 
Geflecht, j. Kil. VI, 30° mit. jDDb lam n^ri dn 
Nin in» -iT>DiD TiiD''sb ITZ-'Z ^^ wenn man 



gewöhnlich zwischen einem Rohrgebunde und 
dem anderen Rohrgebund mit einem Schritt zu 
I gehen pflegt, so werden sie sämmtlich wie ein 
; Rohrgebund angesehen. Genes, r. sct. 37 g. E. 
-)-iiso ^153 (1. m-'D'^D), vgl. n^-'n3. — PI. j. Kil. 
VI, 30"= mit. niT'D"'S Tia 'zwei Rohrgebunde. 
Das. VII Anf., 30'^ 'm-piD-'En nm» ed. Krakau- 
Krotosch. (ed. Zytomir mT'^S''?!< s. d. W.) der 
zurückbleibende Theil der Rohrgebunde. 

nnS"S"'£i /. Rohrgeflecht, zum Aufbe- 
wahren von Speisen und Geräthen. Tosef. Kel. 
B. mez. VI Anf. b:33^b nbis'' nrNüJ m^NiQ-'B 
nnDa nssbi Q'"ü^'2 (Var. mt<T'D''E) ein Rohr- 
geflecht, das (wegen seiner Grösse) nicht mit 
den Henkeln angefasst und durch die Thür ge- 
tragen werden kann. j. Pes. I, 27'' mit. ISN p 
n2\N n7:D mnJ ib^cN ^T:^^"D■'D min in':« 
np"''73 nn'nü demnach mussten wir sagen, dass 
jenes Rohrgeflecht, selbst wenn es noch so hoch 
ist, des Untersuchens (vor dem Pesachfeste, ob 
sich etwas Gesäuertes darin befinde) nicht be- 
dürfe! 

]"'"]iS''S m. (wahrsch. gr. 7:e7iXov, peplum, mit 
Wechsel der liqnidae) männliches Pracht- 
kleid, Oberkleid, Mantel. Genes, r. sct. 74, 
73'' Nbx insya niDb':) mnD in ans «b ny© nrnsa 
1U5NT bya murn vbya ■j-'-ns-'D T'asm nay 
'dt inibaa riuynsi zu jener Zeit (als Joab, der 
die Edomäer u. a. mit Krieg überziehen wollte, von 
ihnen aber abgewiesen wurde) beobachtete David 
nicht mehr seine königliche Würde; sondern er 
erhob sich, warf sein Oberkleid von sich und 
die Krone von seinem Haupte, hüllte sich in 
seinen Mantel und betete. 

X'1V2''£ m. Adj. Titel eines Würdenträgers 
in Rom; viell. der mit dem Prachtmantel 
(T'mo'^D) Bekleidete. Mögl. Weise auch 
(=ni03iE s. d.) verk. aus (pavTjqpöpo?: Fackel- 
träger, der den geheimen Dienst eines 
Gottes besorgt. Ab. sar. 11* ap5 n-ivd"'3 
NODiib Nnvcs Nirs-'D ijjp N-nj der it'd-': 
trägt die Fackel vor dem -:t^d"'S, dieser vor 
dem Dux; vgl. auch N-iiiD"'EN. 

ni^"?. K;P''£ /. etwas Rundes, Wulsti- 
ges, das an einem Ggst. hervorsteht. 
Stw. p^E=:p2S: ausstopfen; oder = ps:: heraus- 
gehen, vorstehen. — 1) Knorpel, Wulst am 
Körper eines lebenden Wesens. Chull. 134'' 
mana bc np^'O der Knorpel an der Gurgel; 
d. h. der obere Theil derselben, „der grosse 
Ring" (vgl. nyau), an welchem ein Knorpel her- 
vorsteht. Raschi z. St. erklärt das W. als con- 
trahirt von ny-pz, ür^yps: Vertiefung (=-'"ic''0 
raiD), vgl. sais nr. 2; was jedoch nicht zutrifft. 
Neg. 10, 9. 10 iy ■'nb bir piDn i» ipt infN 
inpnprr i» nmp iht^n . . . maia be np-^o 
-iN'.s bir np-'z 19 T-'nnsb yEian was heisst 






— 43 



CiiTi- 



„Bart'' (hinsichtlich des Aussatzes, Lev. 13, 29)? 
Vom Gliede des Kinnes an bis zum Knorpel der 
Gurgel. Was bedeutet „Kahlköpfigkeit"? Was 
vom Scheitel schräg rückwärts läuft bis zum 
Wulst des Halses. Tosef. Neg. IV g. E. Bech. 
45* "ibni^JJ rNSi" r^-p-z wenn ein Wulst aus 
seinem Daumen hervorsteht, ein Leibesfehler. — 
PI. das. T'i^'sr; '~vz (Ar. Var. cp-'Dr; bra) Jem., 
der viele dicke Fleischraassen (Ballen, Auswüchse) 
an den Fussknöcheln hat, vgl. nss nr. 2. Levit, 
r. sct. 14, 157'' "[■'P"^ V?^'^ verschiedene Wülste 
im Leibe des Weibes, vgl. D"';"'^. Bech. 22" 
hp'^z inna r.^p^s it'NIS ein Wulst ist innerhalb 
des andern Wulstes sichtbar, vgl. "C's::. Tosef. 
Ukz. II g. E. nJinnnrr np^s der unterste Kno- 
ten einer Apfelmelone, j. Suc. III, 53^ mit. ein 
Autor erklärt ir:::;': durch Np"'3. Schabb. 147*" 
Np-iD (Ar. liest npin), vgl. N^ib"'2. j. Schebi. 

VII Anf., 37" u. ö. — 2) (vollständig bc np's 
©13) ein ringförmiger Klumpen aus Metall 
oder Wolle, den man an der Spindel be- 
festigt. Ar. ed. pr. bemerkt: Das W. heisst im 

Arab. riDbs üjCLs) uod ital. ib"''i:rn3 (verticil- 
lus), der Wertel unten an der Spindel; ferner 
Stöpsel eines Gefässes. Par. 12, 8, vgl. 
iD^3 11. Kel. 11, 6 roHTa ba -pis der metal- 
lene Wertel. Hai z. St. bemerkt: Dieser Ggst. 
habe die Form eines Nasenringes (D::n s. d.) 
eines weiblichen Kamels, und das W. stehe für 
nspD s. d. Das. 17, 12 ';"n;"'ü V^^oi V ^^"'"'"'^ 
onbü nb'.nj —•p-'SS das Mass der Wein- und 
Oelschläuche ist (wenn sie durchlöchert sind) 
wie ihr grosser Stöpsel; d. h. wenn letzterer in 
die Oeffnungen gesteckt werden kann, so sind 
jene als schadhaft anzusehen. Vgl. Tosef. Kel. 
B. mez. VII Anf. Ohol. 7 , 4 n-TS c^bsDb l''N 
np-'DD CN": i^Ayo it -.■i'pn (wird in Tosef. 

VIII g. E. und Bech. 22" erklärt: -i-as bo np'DD) 
die Missgeburten werden nicht eher als geboren 
angesehen, als bis ihr Kopf so rund wie ein 
wollener Wertel sichtbar wird. — PI. Bech. 22" 
E. Dimi sagte Namens des R. Jochanan: cbo 
rnwXT ^ry bo rnNi tö b":: nns \-iy/aa nip-'-: 
•,•'^5ps ba nbin; np'c ba drei verschiedene 
Masse (betr. verschiedener gesetzlicher Bestim- 
mungen) von Wülsten habe ich vernommen; das 
eine Mass näml. gleicht dem Wulst vom Auf- 
zuge des Gewebes, das andere gleicht dem vom 
Einschlag des Gewebes, und das dritte gleicht 
dem grossen Wulst der Säcke, deren Oeffnung 
man näml. durch zugefaltete Säume schliesst. 
Tosef. Ahil.XIII Anf. (l.C3ib;;)\a"'3b?2Ni-w ■;-'3b73 
mp^sa ein Bettrahmen, der mit Wülsten über- 
zogen, ausgestopft ist. — 3) (=bh. ■p^t) das 
Wanken, Zittern. Tosef. Schabb. VIl'(VIII) 
g. E., s. n-'-\y. Trop. Jalk. Esth. 172* „Sie sind 
ein einziges Volk", i:T:73n -p^D •j^D'Jsa inc 
Dbiy b'\D denn sie bringen ein Wanken (Un- 
sicherheit) in das Vermögen der Welt. — 4) 



Pika, K pr. j. Nas. IX, 57'' mit. np's "la 
Das. ö. 

Dp''2 m. (gr. 9ÜXOC, fucus) Purpurfarbe. 
Sifra Mezora Anf. Par. 1 ninbn op-iD bia-i ■'SCi 
D-'r3i:n ^-2 inn 5121 nybin ■'n nrbin ni:ib 
nmu •T'-nnT it -::-'3 sn ■'rai T:ib nT:bp un- 
ter ■■:■:; (Lev. 14, 4) könnte man die Purpurfarbe 
verstehen, daher steht auch rrbin; unter nrbir 
jedoch könnte man irgend eine der hellen Far- 
ben verstehen, daher steht auch ^Tsx Was also 
ist hier gemeint? Die helle Glanz- (Karmesin-) 
Farbe. Das Verbum jedoch lautet sp: s. d. — 
Ferner ap's Plural von 1-,-p^-i s. d. 

TS, STB 7nasc. (="T'En, n^-'Dn, n abgew., 
s. n) Graben. Ned. 81^ ob. brr:} irsTa «b 
T'D ncrn p""- wir finden nicht einen Fuchs, 
der im Schutt des Grabens verendet; bildl. für: 
Niemandem schadet das, woran er gewöhnt ist. 
j. Keth. VII, 31* mit. iiid nsr crmp. aus T'ä 
oder iin's pl. Erub. 26* imn -m NT'3 ein 
Graben, in welchen man die Dattelkerne als 
Nahrung der Ochsen warf. Das. 60" dass. B. 
bath. 11* un. ■^bciOT NT2 dass. Taan. 24* un. 
■'":ii3T N"!^3 ein Graben, worin sich die Fische 
befinden. Keth. 79'' r-'nDS b« T'S ein Schacht, 
woraus man Schwefel gräbt. — PI. Git. eO*" un. 
X^T^^ i">33'' Np die Gräben trocknen aus. — j. 
Maas, scheni I g. E., 53" n-PD ^d crmp., rieht. 
n-,^z, oder ms^D. (Kimchi erklärt mns nsn, 
Jes. 2, 20: „die Höhlengräber" =:niT'2). 

ST£ Frucht, s. d. in 'ns. 

t2TS m. (gr. izziqol-^c, pirata) Seeräuber. 
PI. Exod. r. sct. 17 g. E. 'i'^■^■'E ba mrco die 
Schifi'e der Seeräuber, vgl. n"'3nr:, s. auch 
1"'i:~,isN. Tract. Derech erez II Anf. •jiy-.-'sr;. 

]ü'"S (viell. von äi: sich vermehren, sich 
ausbreiten), j. Maas, scheni IV, 55'' mit. 'jO^'d 
i;a. Richtiger Tosef. Maas, scheni IV Anf. nc 
i;a -cy73 r:T ■'■t-; ■j-'O die Buchstaben Pe und 
Schin sind Bezeichnungen für den zweiten 
Zehnten. 

pt^^'S Pischon, N. pr. Jeb. 107" b?^;^ \ro^z 
der Kameltreiber Pischon, s. "its. 

Siitl''''S m. (wahrsch. gr. -faov, pisum) Bohne, 
j. Kil. I, 27* ob. s:Ti:-'D R. Simson zu Kil. 1, 2 
(Agg. nJTOiD 1. nsiTS-'s). 

CIjTS m. Adj. (gr. ttu^ov) eig. Bauch- 
redner, Python. Snh. 65" wird ms bya er- 
klärt: THoa "lanKn dip^d nr das ist der Pj-- 
thon, der aus seinen Achselhöhlen spricht. 
Raschi: Er setzt den Todten unter seine Achsel- 
höhlen, welcher dann Töne hervorbringt. Sifra 
Kedoschim Ende wird aiN (Lev. 20, 27) erkl.: 
vnoa ".an^rt D'rr'B- n" dass. Tosef. Snh. X 

6* 



DH^E 



44 



"li3B 



mit, -ib^iN Y2'a-i vp-is ';^3 "iman Din-iEn nr 
TiT das ist der Python, welcher zwischen sei- 
nen Gelenken und von seinen Achselhöhlen ans 
spricht. 

On'Bi DiiTS M. (gr. Ttföoij) Fass, Krug, 
j. Schabb. XIII g. E., 14" sp-isn Nin ns bsnaia 
Samuel ting (am Feiertage) die Fische im Fasse. 
In der Parall. j. Bez. III, 62* ob. steht daför 

Oü^'E s. d. 

T|£ m. (=bh. Stw. -jsd, syn. mit pps: aus- 
laufen lassen; vgl. "sse) Flasche, Krug. j. 
Hör. III, 47° un. ^sr; in inüsasc Mirfi biso 
iniaaso n52b\ST nnn m3"iy mab» imabn nnTi 
rijjiip msb» imsba nnTj '\-\'pn p Saul und 
Jehu wurden aus der „Flasche" gesalbt (1 Sm. 
10, 1 und 2 Kn. 9, 1), daher war ihre Kegierung 
eine vorübergehende; David und Salomo hing, 
wurden aus dem „Hörn" gesalbt (1 Sm. 16, 1.3 
und 1 Kn. 1, 39), daher war ihre Regierung eine 
beständige. Neg. 12, 5 rea . . . las seine 
Flasche und seine Kannen, vgl. ■'dü. Genes, r. 
sct. 69 g. E. iDn -'S NbuD D^M\sr!'';a nb 3>|™ 
es kam ihm (dem Jakob, als er Oel auf den 
Stein giessen wollte. Gen. 28, 18) so viel Oel 
vom Himmel zugeströmt, als für die Mündung 
der Flasche nöthig war. — PI. Schabb. 84'' 
D-'Sap \^ZB kleine Flaschen. B. kam. 25*' dass. 
Kel. 2, 2 D'^b^'bjr; D'^Dsr; die galiläischen 
Flaschen. 

N2B ni. (wahrsch. syr. \A^ eig. maxilla), 
übrtr! Seite, Pfoste, s. TW. 

n!5S (Grndw. "^s, syn. mit ps, je: ausgehen). 
Pi. nsE heraustreiben, dah. wirkungslos 
machen. B. bath. lO'' inriDEa n:iia map ■;■>■< 
der Wein ist stark, der Schlaf jedoch treibt ihn 
aus, vgl. a^E. Sollte viell. unser W. (=syr. ^) 
bedeuten: zerbrechen? 

riDS, Pa. n3E (=n3E) heraustreiben, 
wirkungslos machen. Ber. 55* R. Josef 
sagte: Nn3B73 Nmn'^nn ^i^ib "ib-^BN xaa snbn 
rfb den guten Traum macht bei mir selbst die 
Heiterkeit wirkungslos; d. h. nicht blos die 
Freude (Nmnn), sondern selbst eine geringe 
Heiterkeit wegen eines solchen Traumes bewirkt 
bei mir, der ich blind bin, dass ich mich hin- 
länglich belohnt sehe, sodass ich eine weitere 
Erfüllung des Traumes nicht mehr zu erwarten 
habe. Nid. 20*" jener Blutfleck ist ein unreiner, 
biTNT nsET Nin in'.nET Ar. (Agg. Nin hdeht 
nDDTSpn) allein er wird mit der Abnahme der 
Tageshelle immer dunkler. Meg. 12'' die israe- 
litischen Gelehrten, von Ahaswer befragt, ob er 
die Waschti tödten sollte, dachten bei sich: Nn'^S 
'3") Nnnn rr'b nDE73 rnab nb:3p rr'b Ar. (Agg. 
rrb P''Ob) sollten wir zu ihm sagen: Tödte sie! 
so würde er morgen, wenn der Weinransch ihn 



verlässt, ihren Tod uns als Schuld zuschreiben. 
Taan. 13'' n^nriB Tnacb um seine Sorge (Trauer) 
zu vertreiben. B. mez. 66'' dass. 

XniriwS/. etwas Mattes, Blässe. Nid. 
20* Nm^nn NmnsB die Blässe (d. h. der obere 
blasse Theil) der Tinte; Ggs. NnT>nT Nmnn der 
schwarze Bodensatz der Tinte. 

pCp3£ m. pl. (gr. 7:a$a[jiä(;, paxamas oder 
paximas) Zwiebäcke. Num. r. sct. 7, 195* wir 
sassen in Egypten an den Fleischtöpfen iibsiST 
'zt ■j'^MDSS und assen Zwiebäcke u. s. w., s. D"t. 

DD2S Pachsas, N. pr. Sifra Emor Anf. 
Par. 1 D03S p !\0T Josef ben Pachsas. j. Nas. 
VII Anf., 55'» dass. 

T]S3S Pilp. (von ■jrE oder denom. von rjE 
s. d.) tröpfeln, tropfenweise auslaufen. 
Tosef. Suc. III Anf. „das Wasser ü'^SDa" (Ez. 
47, 2) i-'biin iiaBSElsiB nüba ed. Zkrm. (ed. 
Wilna 1"'n:!:"'^i) das besagt, dass das Wasser 
tröpfelte und aufstieg. Das.: der Brunnen, der 
mit Israel in der Wüste war, «bn »bob n^i- 
nbnri nDB3E73 n-as ed. Zkrm. (ed. Wilna mEiEa; 
R. El. Wilna emend. richtig rt-i-2ZZ Q-'ap: Nb?;) 
glich einem Felsen, der, einem Siebe gleich, 
voll Löcher war und das Wasser tröpfelte und 
stieg in die Höhe. (Das bh. di3B72 steht für 
ü'^DZüTz, nicht Piel von nsE). 

"^52 (verstärkt von -i;e) eig. hinfallen. — 
Pi. "13B niederreissen, zerstören. Genes, 
r. sct."23, 24* „Anstatt Abel, den Kain getödtet 
hat" (Gen. 4, 25); -t •j-'Sins v-'O msb-iN ^:u3b 
n-ian by bsii pa nns nx mn msB nrb 
'j-'P 5"in3 ban bo riina ^d inDSi das ist zwei 
Bäumen zu vergleichen, die nahe aneinander 
standen. Als nun der Sturm einen derselben 
niederriss, so fiel letzterer auf den andern und 
riss ihn ebenfalls nieder; ebenso wurde infolge 
der Sündenschnld Abel's (die er mit dem Leben 
büsste) auch Kain getödtet (das Suffix in 13-- 
wird auf Kain gedeutet). Thr. r. sv. 'n msT, 
69'' TIDE i"!3E Ar. (Agg. nSB) reisset nieder, 
reisset nieder. 

"15S ckald. (=:-i3E) hinfallen. Part. Peil 
"TIDE s. ni3E. — Pa. 1) zerstören, nieder- 
reissen. Genes, r. sct. 86, 84° rT'3-': 1T12B 
zerschlaget ihre Hauer, vgl. S3'':. — 2) (ähn- 
lich syrisch ■^■^^ binden) zusammenfalten. 
Schabb. 10* -ibsan n'^T -i3bt rr'a-'bj •'na ndt 
'st Raba warf (zur Zeit der Noth) seinen Man- 
tel hin, faltete seine Hände und betete; denn 
er sagte: wie der Knecht vor seinem Herrn! 
— Ithpa. gebunden, verstrickt werden, 
s. TW. 

"llDS> miSa m. l) Jem. , der zerstört, 
Zerstörer. Genes, r. sct. 67, 66*" (mit Ansp. 



N^E 



— 45 — 



J^£ 



auf Ti: ixr;, Gen. 27, 33) -;n:; yr, ST-S 
bpbpai -;•':■; "irrn ^^n N^i'-in iidd Ar. ed. pr. 
(Agg. bpbip'21 ",i:2 hebr., crmp.) Betrüger, wie 
hat man nun dich betrogen (vgl. ms)! Zer- 
störer der Thore, wie ist nun dein Thor zer- 
stört und verwüstet! — 2) Pachora, JV. pr. 
j. Sot. IX, 2-1* un. nmSE p min'' Juda ben 
Pachora. 

N/S (=bh., syn. mit ibs s. d.) eig. abson- 
dern. Part. Hof. Nbsia s. d. 

N'?S eh. (syr. iLs, eig.=:NbB) aufsuchen, 
s. TWi 

S/S m. (=:bh.) Wunder, eig. Sonder- 
bares. — PI. Genes, r. sct. 22 Anf. ö'sbs abö 
'si DT' imsa Tay: drei Wunder geschahen an 
jenem Schöpfangstage des Menschen; Adam und 
Eva wurden näml. an jenem Tage geboren, sie 
begatteten sich und erzeugten Kinder an dem- 
selben Tage. Exod. r. sct. 12 g. E. noy a-'wsbc 
'st cna nnj:" Gott erwies ihnen („dem Wei- 
zen und Dinkel, welche vom Hagel verschont 
blieben", obgleich alle anderen Feldfrüchte be- 
schädigt wurden. Es. 9, 32) Wunder. Das. sct. 
5, 107* (mit Ansp. anf Hi. 37, 5) als Gott die 
Lehre auf dem Sinai offenbarte, ibip3 riNnn 
'st ü"'NbD ■'sbü bNTw"'; erwies er mit seiner 
Stimme Israel ausserordentliche Wunder. — 
Mit /ew.-Endung. Num. r. sct. 15, 230^ David 
sagte: Mir liegt die Pflicht ob „um Mitternacht 
aufzustehen" (Ps. 119, 62) nisbs by -jobpbi 
n^bn ""sna -nspT oy n^syo und dich zu prei- 
sen wegen der Wunder, die du meiner Urahnin 
(Ruth 3, 8) um Mitternacht erwiesen hast. Snh. 
lOS"" '21 nNbc ib t::^:-^ nbs p itn „On ben 
Peleth" (Nura. 16, 1), dem Wunder erwiesen 
wurden. Seine Rettung hatte er näml. seiner 
Frau zu verdanken, vgl. Nnanbs. 

nN^'/S/ewt. (syn. mit nbs) Sonderbares, 
Unbekanntes, j. Chag. II, 77" ob. -an r!S''bD 
9ir\ na von dem dir Unbekannten, was weisst 
du? In den Parall. steht Nbsia s. d. 

nS/S/. (gr. TraXa^'a) alt, senecta. Levit. 
r. sct. 33, 177'' ■'r-nc rtsbo Ar. ed. pr. (Agg. 
Nb-'o) alte Buhlerin, s. •'sniE. Cant. sv. uyao, 
IT ■'Nb-'D dass. 



Nfl^/S /. (syr. |Z,Uä) sinnreiche Rede, 
Parabel, Räthsel, s^TW. 

nijN'"E Nnm. r. sct. 23 g. E. crmp. aus 
ri-J8^E Podagra, s. d. W. 

ypS) (=bh., arab. ^Sl, Grndw. bc, s. auch 

•'bc) fheilen, spalten. 

Hif. rbcn weit hinausgehen, die ge- 
wöhnliche Grenze überschreiten, sich 



entfernen. Tosef. Ber. IV g. E. j-ibrn er 
ging weit fort. j. Ber. I, 2'^ un. jn-b -jban «:;•' 
rbsn Nin TIS :iibDrT3 iNir^i apan Nin na 
(1. J-ibss) der König ging hinaus, um zu er- 
fahren, was er (sein Freund) verlangt; da er 
aber sah, dass letzterer sich entfernt hatte, so 
entfernte er sich noch weiter. Ernb. 4, 1 (H^) 
a"'3 cri^so n^'b^n ihr Schiff ging (eig. ent- 
fernte sich weit hinaus) auf die hohe See. 
(Raschi leitet das W. auffallender Weise von 
pelagus, CAb'E her). Xum. r. sct. 16 Anf. •[••}< 
nacb mip a^a^ ncba bnsn a^a nresa ■j^rbsa 
man darf sich nicht auf dem Schiff nach dem 
grossen (Mittel-) Meer begeben drei Tage vor 
dem Sabbat. — 2) etwas verschieben, auf 
Fernliegendes verweisen. Jörn. 60'' R. 
Elieser gab seinen Schülern auf ihre Anfragen 
ausweichende Antworten, i^-'bEna ""SDa sb 
'ca yac Nbü -z-, "za sba "iziz «bs D-i-ima 
abiya "an nicht etwa, weil er sie durch Worte 
hinausschieben (ihnen ausweichen) wollte, son- 
dern weil er niemals etwas sagte, was er nicht 
von seinem Lehrer gehört hatte, vgl. ^i^u. j. 
Ab. sar. II, 40= un. "^bin wSin p"'nb "ibsTÄ a« 
'sT TS?b iraN apy^ ;-'b-:no ccr irrbs^ wenn 
der Nichtjude (von dem ein Mordanfall zu be- 
fürchten ist) Jemdn. fragt, wohin er gehe, so 
verweise er ihn nach weiter Ferne, ebenso wie 
unser Ahn Jakob den Esau nach der Ferne 
verwiesen hat: „Bis ich zu meinem Herrn nach 
Seir kommen werde" (Gen. 33, 14). Aboth 4, 3 
-at bsb J'^boa ■^nn bx halte nichts für unmög- 
lich, eig. verschiebe es nicht in die Ferne, j. 
Ber. IX g. E., 14'* n:aa iry-i J-'bcn er entfernte 
seine Gedanken von ihr, d. h. dachte nicht mehr 
daran, sie zu heirathen. Tosef. Git. VII (V) xb 
n3''bcnb sbN nr ';";'rn: dieser hatte (indem er 
nicht zu erfüllende Bedingungen gestellt) blos 
die Absicht, die Frau hinzuhalten. — Trop. 
B. bath. 120* n:pT3 J^bc:; . . . narnn ;-'bW3 
an Gelehrsamkeit überragend, am Alter über- 
ragend, eig. die gewöhnliche Grenze überschrei- 
tend. Part. Hof. Sifra Mezora Par. 5 cap. 8 
nPTia absia entfernt von ihrer Menstruations- 
zeit, Ggs. 'nnvib "]iao nahe ihrer Menstruation. 
Erub. 63* R. Acha bar Jakob, iboTOT Ar. (Agg. 
crmp. 3bs■'a^) welcher hervorragend war. Tosef. 
Chag. II mit, anaT ibEiai Nin er (der dissen- 
tirende Gelehrte) und der Ausgezeichnete, Her- 
vorragende im Gerichtscoliegium. Das. ö. (Im 
Tlmd. gew. sbDia s. d.). — Hithpa. -^^Brrj sich 
theilen. j. Ber. I, 4"= un. und Genes, r. sct. 15, 
s. aib-'B. 

:hS), yhB eh. (syr. ^^ ond ^J:Is=5bE) 
1) theilenj auseinander trennen. Dan- 
2, 41 rbE Part. Peil: getheilt. — j. Kidd. IV, 

65= ob. ibE p liJbD yr\r,3 •ji3\s-; «arT -as 
n^a-ü ■'«ip n-ib d'^-'d» mm inn:a in bs a'^os 
'ai David dachte bei sich (als er den Gibeoni- 



J^£ 



46 — 



^^B 



tcrn für das von Saul gegen sie begangene Un- 
recht vergeblich Sühnegeld angeboten hatte, 
2 Sm. 21, 3 fg.): Vielleicht schämen sie sich 
einer vor dem andern, Geld anzunehmen! Er 
trennte sie daher auseinander. Nachdem er sie 
getrennt hatte, nahm er einen Jeden einzeln und 
suchte ihn zu besänftigen: Welchen Nutzen 
brächte dir der Untergang der Familie Saul's, 
nimm doch das Sühnegeld an u. s. w. — Uebrtr. 
B. bath. 119'' Nnp-^ r;^3-i n-'b Jibs (=hbr. pbn 
mnD ib) sein Lehrer ertheilte ihm Ehre. j. 
Taan. IV, 68* mit. bNi^Owb ^p-'N 1i;bD man er- 
wies dem Samuel Ehre. j. Ber. II, 4'' mit. u. ö., 
s. ■'7:a, N'Jp. — 2) getheilter, verschiede- 
ner Ansicht sein. Chull. 92'' fg. jbs-'Ta Nn 
Ma i:iibD sie sind ja hierin getheilter Meinung. 
j. Kil. IX, 32* ob. u. ö. nn by n^^bz Npisna 
die Borajtha ist anderer Ansicht als Rab. B. 
mez. 5* :;ib3T sin NJn ai Rab ist ein Tannait, 
er kann daher anderer Ansicht sein als die Bo- 
rajtha. Snh. 33* u. ö. 

Pa. j-'b? (syr. ^^I, hbr. jb:) theilen, ab- 
sondern, j. Schabb. VII, 10* un. :ib373 ns wenn 
man den Flachs theilt. Levit. r. sct. 3 Anf. 
Niia-'nb NJbE73 sie vertheilt die Aepfel an die 
Kranken, s. n^a ü. Tanch. Reeh, 259 u. ö. — 
Ithpa. .ibinN, contr. 2ibE"'N, aib|''N getheilt, 
abgesondert werden. B. bath. 121'' yiN 
^-laj tip^pb tojb'in in iibs-iN ü''::3':;b bs'^uj-' 
Jibs"!}* wurde Palästina nach den Stämmen ge- 
theilt (dass näml. alle Stämme gleiche Theile 
erhielten), oder wurde es nach den Köpfen (vgl. 
']'"bD~np) getheilt? Das. wird entschieden, dass 
das Land nach den Köpfen getheilt wurde. Oft: 
getheilter Meinung sein. j. Taan. IV, 67'' 
ob. ™bEn73 "^1-:^ mn Nb nby ibiDs selbst 
hierüber brauchte er nicht anderer Meinung zu 
sein. Genes, r. sct. 21, 21'* la Nns 'n '|i:ibDni< 
N3i37on 'ti nanx R. Ada bar Ahaba und R. 
Hamnuna sind verschiedener Ansicht. Das. sct. 
22 u. ö. Ber. 22'' fg. iabsi73p Nna hierin sind 
sie verschiedener Meinung. — Git. 28" 'jtid 
;ibB"'N rbo'^Nl wenn Jem. das hohe Alter (von 
100 Jahren) erreicht hat, so wird er ein noch 
höheres Alter erreichen. 

:>'?£, XJ*?? m- (syr. w^^.s, K'^^'' ähnlich 
bh. ihB) Tlieil, Stück, Hälfte. Dan. 7, 25. 
— b'. bath. 62'' Ny"iNa ib rfsn s^ba nan n^N 
Nya-""! •<b n-iNT NS-isa xabs Njba Rabba sagte: 
(Wenn A., der mit B. gemeinschaftlich ein Feld 
besitzt, einem Käufer, C, verschreibt:) Die 
Hälfte, die ich im Felde besitze, sollst du haben! 
So erhält C. die Hälfte des ganzen Feldes (d. h. 
Alles, was dem A. gehört). Wenn aber A. ver- 
schreibt: Die Hälfte des Feldes, die mir gehört, 
so erhält C. blos ein Viertel des ganzen Feldes. 
Das. 63* fg. Ber. 4, 1 nnaan Jbs die Hälfte 
der Mincha (Zeit des Vespergebetes). Das. 26'' 



fg., vgl. unv.z. Schabb. 89'' Isaak sagte zu Gott : 
•jby NijbsT '■^y Nsbs die eine Hälfte (der Sün- 
den Israels) übernehme ich und die andere 
Hälfte übernimm du. Genes, r. sct. 91, 88* 
Schimeon ben Schetach sagte zum König Jan- 
nai: it't p Nsba n2nt ^t^t ^iz Njbs n« arr' 
'si gieb du die Hälfte von deinem Vermögen 
(d. h. zum Einkauf der Opfer für die 300 Na- 
siräer) und ich werde die andere Hälfte von 
meinem Vermögen geben; vgl. "ba, NbE in Afel. 
Pes. 79'' fg. wbsi NJbD (=hbr. nsna'Sy nsnw) 
eig. Hälfte und Hälfte, d. h. gleiche Theile. j. 
Schabb. VII, 9" ob. .-.bai yzo nbn 3V2 Jahre, 
Thr. r. sv. ■<nan, 52^ dass. 

:^S m. (=:bh. Ri. 5, 15 niabE/. pl.) 1) Gau, 
Gegend, eig. (— rüs^'n;:) Abtheilung. Tancli. 
Mischpat., 94* ü^730 a-^jb TTian ns rr'ainrt ba 
riapn bc nibab naiT wer seinen Nächsten in 
religiöser Absicht zurechtweist, erlangt die Ge- 
gend (Nähe) Gottes (mit Ansp. auf i-ins, Spr. 
28, 23). — 2) trop. Grad. PI. Git. 89" -\-<-fJ 
piNl riabpb y^n sb noch hat er nicht die 
Grade Ruben's erlangt; d. h. ein Unmündiger, 

j der nach seinem Körperwuchs das Aussehen 
eines reifen Jünglings, aber noch nicht das 
reife Alter erlangt hat, ist nicht als mündig 
hinsichtl. des Verstandes anzusehen; mit Ansp. 
auf Ri. 5, 15: „Die Grossen (an Jahren Gc- 

i reiften) Ruben's sind verständigen Herzens." 

j KjI'^Ö m. eig. (=Na^E) Theil, bes. Portion 
von Speisen, s. TW. — PI. Jom. 83'' ■'rsi laibs 
Ar. (Agg. ■'iba) Brotportionen und Schüsseln mit 
Speisen. 

JI^'S m. N. a. die Theilung. j. Ber. I, 4'= 
un. der „Lebensbaum" hat den Umfang einer 
500jährigen Reise, iijbana rr'UJNna i?3 iib-'D bai 
T'nnnM und alle Theilung vom Wasser der 
Schöpfung theilt sich unter ihm. Genes, r. sct. 
15, 16* steht Jiib-'S nicht. 

NJ1^''S chald. (syr. V,.J^a.l=anb-'E) 1) das 
Theilen, Theilung. — 2) das Zuertheilte, 
Urtel, s. TW. 

lü'??, SrnjVs/em. (syr. i!«4^) 1) die 
Hälfte, der lialbe Theil. B. kam. 15* WS 
NpT3 Ar. (Agg. NJba crmp.) die Hälfte des 
Schadens. Keth. 41'' u. ö. j. Keth. VII, 31"= 
mit. -[-iD maba die Hälfte der verschriebenen 
Hochzeitssumme. — 2) trop. Getheiltheit, 
bes. von den Gesinnungen, j. Pes. V g. E., 32° 
i un. du sagst dies ~:iia mabaa mit getheiltem 
Munde, d. h. nicht nach voller Ueberzeugung, 
Ggs. ^aia baa: mit deinem ganzen Munde. — 
PI. j. Erub. IX Anf., 25° mit. inabs yais 
vier verschiedene Ansichten von verschiedenen 
Autoren. 



n^i^s 



— 47 



ND''n^3. 



riJÜS/. (=bh. "abs) Verschiedenheit, 
Getheiltheit, Streit. Cant. r. sv. nnavn, 
34^ die Engel werden „Genossen" (o—an) ge- 
nannt, mibsi . . . nni-pt r.n-'a p-'S-'a tino ^sb 
ü'^n'z'i weil es bei ihnen lieine Anfeindung, kei- 
nen Neid und keinen Wortstreit giebt. 

SnJn^£ eh. (=1li^hs) l) Verschiedenheit, 
Unterscheidung. M. kat. 14'' ob. rfn r-N 
Nn3i3D es giebt hierbei einen Unterschied. — 
2) Meinungsverschiedenheit, Streit. 
Tanch. Korach, 218'' die Frau des On rettete 
ihren Mann; Nr:nb3 N"nD Y' ^"- "i' ~"i'2S 
t:"' mp ^N xnvobn nx Nm ssrtD i-iHN -'S 
NTnbn ns N3T Nina sie sagte näml. zu ihm: 
Wozu soll dir dieser Streit? Bleibt Aharon der 
Hohepriester, so bleibst du der Schüler; wird 
Korach der Hohepriester, so wirst du ebenfalls 
blos ein Schüler seini vgl. "m IV. Insbes. oft 
iNSnn «raibs, intiHnt Nniibs die Meinungs- 
verschiedenheit der Tannaiten, die der Amoräer. 
Jom. 4'' fg. — PI. j. Pes. III, 30* un. i-ib^x •j-'^rs 
Nrmjibs •)ib-'i<D NPiisnbs diese Gelehrten-Abthei- 
Inngen mit ihren verschiedenen Ansichten stimmen 
überein mit jenen Gelehrten-Abtheilungen, j. Ned. 
V g. E., Sg*" u. ö. dass. — 3) Pelugta, Name 
eines Ortes. Num. r. sct. 9, 202°, s. •jiy;: (wo- 
selbst jedoch: Num. r. anst. Exod. r. zu lesen 
ist). Levit. r. sct. 5, 149'' woher bezogen sie 
den Wein (Am. 6, 6)? Die Rabbanan sagten: 
D^-J3an miay ib:n inDna d:ii byo Nraibs^i 
aus Pelugta; denn wegen ihres Weines wurden 
die zehn Stämme bethört und mussten auswan- 
dern. Nach einer andern Ansicht: NmAr272 
nstb rjiJn rs« nns:: n:-'-' rr-nia aus Pathguta; 
denn ihr Wein verlockte den Körper zur Buh- 
lerei; die Ortsnamen als Abbreviatur gedeutet. 
Num. r. sct. 10, 206° dass. 

nN3'7£ m. Adj. Streiter, Streitsüchti- 
ger. Erub. 61'' nNsbs du Streiter. Git 31'' 
Dip"«: nsabs ■'»pa sollten wir uns etwa vor 
dem Streitsüchtigen (Geniba) erheben? Kidd. 
58* las-'npiN (1. nNJbs) ssba jener Streitsüch- 
tige (Mar Juda) hat euch das beigebracht. 

jJiü/S m. (etwa gr. 9(.XoXoywv) gern und viel 
mit Jemdm. sprechend, sich angenehm un- 
terhaltend. Jelamd. zu Dt. 8, 6 fg. (citirt vom 
Ar.) rr^n obnr bc in^na c-l^•p ~''^ D''DbN 
'an na "laiabB na^n Ar. ed. pr. (spätere Ar. 
Agg. crrap. i'ijijbs) 2000 Jahre vor der Welt- 
schöpfung ergötzte sich Gott an der Gesetzlehre; 
mit Ansp. auf n-'Tiaya (Spr. 8, 30). Vgl. Snh. 
97'' n-nn ü-^aba ■'50 2000 Jahre herrschte die 
Thora; vgl. auch Aboth de R. Nathan XXXI 
Anf. 

DiJTÖ s. d. in 'id. — sabs j. Taan. IV, 69» 
un., rieht. 05bD, s. N'SbE. 

DJ'PS od. DJ7S m. (gr. TziWoL^, kUIt,^, parec- 



tatns) mannbar, ans der ersten Kindheit 
herausgetreten; vgl. Musaf. und Sachs' Beitr. 
II, 80. — Para 1,3 ... OJbD •,n^,'fp iiDnu 'i 
N»i-ian2 inmp bsyttia-' 'n Ar. ed. pr. (Agg. 
N72aina-i2) R. Tarfon nannte es (das 13 Monate 
alte Schaf, da es bis 12 Monate: aaa, Lamm, 
vom 14. Monate an: b''S, Widder genannt wird): 
~iXK(x^. R. Ismael nannte es: -apax.apa7[jia, 
eig. falsche Münze, d. h. eine solche Münze, 
deren altes Gepräge abgeschabt ist und die 
eines neuen harrt; vgl. auch n]5i3 nr. 2. Hai's 
und Maim.'s Erklärung z. St.: Das W. sei ara- 
mäisch: D5-abD, Mittelding trifft nicht zu. — 
Chull. 23* csbün rs manb 'rab in „oder 
zum Widder" (Num. 15, 11), das besagt, dass 
man auch den räX).T|| opfern darf; d. h. Jem., 
der gelobt hat, ein Lamm oder einen Widder 
zu opfern, darf auch ein 13 Monate altes Schaf 
darbringen. Tosef. Chull. I mit. nra OAbsn 
biCD mal der ^^äXXa^ vom Lamm und vom 
Widder ist als Opfer untauglich; vgl. auch 
aw::. 

Np''J72 eh. (=oabE) mannbar, kräftig. 
PI. '|''0"'üb? kräftige, beleibte Thiere, s. TW. 

NC'Jl'pS od. NQ^^Jl':? m. eig. (gr. (pyXa^i? 
od. 9-jXa>t7J) Beobachtung, bes. Pfahl, Ziel- 
scheibe, scopus, den der Schütze beim Ab- 
schiessen seiner Pfeile ins Auge fasst, beobach- 
tet, um darauf hinzuzielen, s. TW. 

•i^^'j^a, Lf}b'r> /• (='5li- Stw. jbs, vgl. De- 
litzsch, Gen. 4. A. 360) Kebsweib. j. Keth. V, 
29** ob. naira nb •j-'s aabs naina nb •::•' nc« 
eine Ehefrau erhält die Kethuba (Hochzeits- 
verschreibung), ein Kebsweib hing, erhält keine 
Kethuba; so nach Ansicht des R. Meir. R. Juda 
sagte: -ai oaba naina iN:m naina nb iai nax 
naina ■'SDn nb ^■'NI naira nb eine Ehefrau er- 
hält die Kethuba und was zur Kethuba gehört 
(näml. Alimente, die Verschreibung der Erbschaff 
für die männlichen Kinder, y^'Di ^iia s. d.); 
ein Kebsweib hing, erhält zwar die Kethuba, 
aber nicht was zur selben gehört. — PI. Snh. 
21* Rab sagte: D^iöabü •j'^oiTpai nairaa n'"'o: 
•j-^aiTp xbai naina" wxba David hatte „Frauen" 
(2 Sm. 5, 13) mit Kethuba und Trauung, Kebs- 
weiber hing, ohne Kethuba und ohne Trauung. 

Di~'72 masc. Matte, ein Gewand, das des 
Tages zur Umhüllung und des Nachts als Decke, 
auch sonst zum Einhüllen von Gegenständen 
diente. Stw. wahrsch. ona: ausdehnen, ausweiten, 
ebenso oiis (mit eingeschaltenem b oder n), s. 
TW. Tosef. Meg. IV (III) g. E. n-no ■>■« 
'st onbsa . . . t\rcy ed. Zkrm. (a. Agg. oinb^'D, 
Q'^nbc) wenn Jem. mit einer Matte eingehüllt 
war u. s. w., vgl. niTa Bd. II, 541*. 

XD^^S, NDv^2 ckald. (=0iib3) Matte, 
Hülfe. ■ PI. vVf'?. roi^s, s. TW. 



— 48 



'CyrrhSi j. Jom. I, 38"= mit. j. Chag. II, 78'' 
ob., s. V'ilT^s- 

l'ail^? m. pl. (=T'^iib3 s. d.) Kaths- 
herren. Tosef. Jom. I Anf. ■j-'üTibD ed. Zkrm. 
(a. Agg. i-«üiibD). 

Sr^S m. (arab. yJU) blankes, schim- 
merndes Metall, bes. Kupfer. B. kam. HS*" 

HT'bs-t 5533 Narrn H'pb pr bNi7:-a Ar. (Agg. 
NbnsT "laa) Samuel kaufte ein goldenes Becken 
unter einer Masse von Kupfer, vgl. N3ipb. 

H/S (=bh. Grndw. bs s. •>bD) 1) eig. spal- 
ten, einschneiden, daher pflügen, Fur- 
chen ziehen, mit der Pflugschar einschneiden. 
2) übrtr. bedienen, colere (vgl. nms ini' 
und nny). Jelamd. zu Lev. 5, 21 •^is^ nbiE der 
Diener und der Landmann, s. iss. Das. zu Dt. 
7, 17 fg. (citirt vom Ar.) ■ji'aaib ^nbi: bu3 p-.T 
■]i-iaiD?3 l'^blSo Ar. ed. pr. (spätere Ar. Agg. 
cimp.) die Art der Diener ist es, dass sie mit 
Nägeln beschlagene Sandalen tragen. Das. zu 
Dt. 19, 1 fg. ■'3115 bNiü^ia nnNT inn bab ■]">-iDia 
NurT» sb-:: ins i-Jica •j-'nbiD man übergiebt 
einem jeden Israeliten zwei Diener, die ihn be- 
schützen sollen, dass er nicht sündige. 

n'7S cJiald. (syr. ^»lIs=:nbE) 1) furchen, 
den Acker bebauen. — 2) arbeiten, be- 
dienen, dienen (der Gottheit). Dan. 3, 12 fg. 
7, 14. 27, s. auch TW. — Snh. 102" Nryu •'NS 
niT mi^yb mbs weshalb dienst du den Götzen? 
üebrtr. Ab. sar. 18* un. ■'in-'b NJbsi nbs NsbD 
■^b mit der einen Hälfte des Geldes bediene den 
König (d. h. wenn er unwillig sein sollte, so 
besänftige ihn durch Bestechung) und die andere 
Hälfte behalte dir. 

n'7S m. (=bh.) Abgeschnittenes, Stück, 
Segment. PI. Dem. 5, 5 nb''m "'nbs Stücke 
des Feigenkuchens. — Ferner (=-^bE) Spin- 
del. Genes, r. sct. 56 g. E., Ar., s. "fiß. 

Sri/S eh. (=nb2) 1) Spalt, Ritz. Levit. 

r. sct. 12, 155"^ -mn nTibs •'nia DN Ar. (ganz 
anders in Agg.) wenn er durch den Ritz Wein 
trinken wird, vgl. Ngpa. — 2) abgeschnitte- 
nes Stück Brot, j.' Taan. I, 64° ob. die Ge- 
lehrten fragten den Sünder (ripp:23D s. d.), der 
um Regen beten sollte: Warum hast du uns 
nicht eingeladen, mit dir zu speisen? -[inb "i"iS 
■("ob nin-'?: N:"'"in r.iz •'nba xb« •'■'33 mn tibi 
■j'isiria er antwortete ihnen: Ich hatte blos ein 
Stück Brot für mich; wozu hätte ich euch dies 
heuchlerisch anbieten sollen? — 3) Mühlstein, 
s. TW. j. M. kat. I, 80'* un. «viai Nnb-'s \b n^» 
haben wir denn eine Mühle (d. h. ist denn das 
Mahlen gestattet) am Feste? 



— T 

Xri/E m. Adj. (syr. ]^\i , V-Xs) Arbei- 
ter, Diener, bes. Götzendiener, s. TW. 

]nhB, rhlSi, SSn^ia »«. Arbeit, Dienst, 
Gult, und zwar 1) Götzendienst. Esr. 7, 19. 
— 2) Gottesdienst, j. Der. IV Anf., 7» (mit 
Bez. auf Dan. 6, 17) ■'nt b333 inbiD ©■' ■'Di 
nbsn IT IT gab es denn etwa in Babel einen 
Gottesdienst? Was ist also hier unter nbs zu 
verstehen? Das Gebet. 

Xrn:n^1S/. (syr. j£om^4) Bearbeitung 
des FeMes, s. TW. 

Ü7S (=bh. Grnd. bs, s. •<bti) 1) absondern, 
auswerfen, j. B. kam. I Anf., 2'' rsbw: nn-^n 
D"'30y nübisi wenn das Thier während des 
Gehens Gräser auf die Seite warf, um sich einen 
Weg zu bahnen. Ter. 12, 11 und Chull. 112'' 
nabiD 1337; die Leber wirft (während des 
Kochens) das Blut aus, vgl. 133. Ber. 21'' nubs 
y~\^ n33\a sie warf das empfangene semen virile 
aus. Das. 26*. j. Jeb. VI Anf., 7'' u. ö. dass. 
Trop. j. KU. IX g. E., 32" un. Ula weinte als 
er in Babylon sterben sollte. Als man ihn be- 
ruhigen wollte, man würde seine Leiche nach 
Palästina tragen, entgegnete er: ■'b rT'"'3n nm 
n73n N5 Nn3Non «yiN n33 TibAna i3ia njn 
rfnss p-na nubisb la« p''n3 nabnon was würde 
mir das nützen? Ich verliere meinen Edelstein 
(d. h. die Seele) auf unreinem Boden! Nicht 
gleicht Jem. , der seine Seele in dem Schosse 
seiner Mutter aushaucht, demjenigen, der sie in 
dem Schosse einer Fremden aushaucht. — 2) 
intrnst. entrinnen, erhalten bleiben, ge- 
rettet werden. Jeb. 9* abo IjTO» ihr Ver- 
mögen bleibt für die Nachkommen erhalten. 
Hör. 8* dass., s. ivz'ü. Tosef. Sot. IV und j. 
Sot. I, 17* un. „Leib und Hüfte" der Sota (der 
des Ehebruchs Verdächtigen, Num. 5, 21 fg.) 
werden bestraft, dbz sb i\r..T; 53 "inöt aber 
auch der ganze übrige Körper bleibt nicht ver- 
schont, entgeht der Strafe nicht. Num. r. sct. 
9, 201"* labs üb nNom nbnn npb Nin er 
(Pharao) wurde zuerst bestraft, aber auch die 
übrigen Egypter blieben nicht verschont. Nid. 
61* un. b-i35:n -mu -jbsizj aii' ht . . . a-'bsn 
„der Entronnene" (Gen. 14, 13), das ist Dg, 
welcher von der Generation der Sündfluth ver- 
schont blieb. Deut. r. sct. 1 g. E. riTi a^bs 
'31 31? 1B"C N"ip3 r!72bi 17385 er hiess Palit, 
weshalb jedoch wurde er auch: Og genannt 
u. s. w.? vgl. ai7. Pirke de R. Elieser c. 26 
131 T'a'' D"'E33 byai TiNia v;an rrn bss-"» 
büjzo -■2'pn b^sr,^ rtyoa a-'bs i):ia Nnp: nsbi 
iTiinb u;p-'3i 12:33 TnN inonp aipra ibo »131 
aibD i*-ip; ■;3-'Dbi iTin ribp- laboi ittr der 
Engel Michael war „der Verkündende"; denn es 
heisst: „Der Beflügelte verkündet das Wort" 
(Khl. 10, 20). Weshalb aber wurde er a-'bD ge- 



l2bB 



— 49 — 



I -TT 



nannt? Als Gott den Samael sammt seinem 
Anhang aus seiner heiligen Stätte herunterwarf, 
erfasste er (Samael) den Flügel Michael's und 
wollte letzteren mit sich herabziehen; allein Gott 
rettete ihn aus seiner Hand; deshalb wurde er: 
ü^bs (der Gerettete) genannt. 

£3'7£ cJiald. (syr. w,'jis=üb3) absondern, 
auswerfen, ausspeien. Ned. 49'' üSTiz bD 
püs NO-'ni N-ip ]i3 -ab ^m ■'ap aibsn xb 
NDb72 -naa V2p •\b-'üni n3N bc Nnb\-iDb T'an 
mbs nach dem Genuss keinerlei Speise darfst 
du (ans Anstand) in Gegenwart deines Lehrers 
ausspeien; mit Ausnahme des Genusses von Kür- 
bis und Graupen, welche einem bleiernen Dochte 
ähnlich (d. h. unverdaulich) sind; diese darfst du 
selbst in Anwesenheit des Königs Sapur aus- 
speien. ChuU. 112'' lyba ".-ir.i -"liibs diji die 
Fische (die mit Fleisch zusammen gesalzen wur- 
den) stossen das eigene Blut aus und ziehen 
dann das Blut des Fleisches an. — Ti-op. j. 
Ber. III, 6* mit. 'dt )i^b nybo «b ^T^n73 Nin 
eines von beiden entgeht euch nicht; d. h. möget 
ihr diese oder jene Ansicht haben, so trifft 
euch in jedem Falle ein Vorwurf, denn entweder 
oder u. s. w. 

St2'7"'£ m. ( = iia^bi3) foliatum, wohl- 
riechendes Gel aus Nardenblättern. Cant. 
r. SV. -n:, 24= Nub-'S n;2N no-' 'n R. Jesa über- 
setzt i~a durch foliatum. 

KD^S (=N-jnE) Pelata, N. pr. j. Ter. X, 
47'' un. NubD -;3 ^ib 'n R. Lewi bar Pelata. 
Khl. r. SV. ynsm, 71"* a-'dbz 'n R. Pelatja. 

iTt?"'/? Pletith (eig. die Gerettete), Name 
einer Sodomiterin, s. TW. 

N^p'7£ fem. (gr. xXaxeta sc. cSo'c, platea) 
Strasse, eig. weiter, breiter Platz (=hbr. 
nin"^). Schabb. 6* u. ö. nbins NiDbc eine grosse 
Strasse, j. Ber. V, 9* un. j. B. mez. II Anf., 8'' 
u. ö., s. N^Plp. Genes, r. sct. 22, 22'* ni:*' i^n 
«labD ysMNn'NbM n"'m3:b ^bnxi rnn der Trieb 
zum Bösen wandelt nicht auf Seitenwegen, son- 
dern inmitten der Strasse, j. Keth. I g. E., 25**. 
Genes, r. sct. 41 g. E. n. ö. — PL Genes, r. sct. 
31, 29'' 'i 'i biü nvabD ':;... n'iiabs 'a zwei 
geräumige Plätze, drei geräumige Plätze in der 
Arche, von je vier Ellen im Geviert. Thr. r. 
SV. -i^yn, öl*" Dbiain^a tt; miabc ymsti Diniay 
mNi373 "ib -■'::bDT rr'iibs bsi 24 Strassen gab 
es in Jerusalem und jede Strasse hatte 24 Vor- 
hallen u. s. w. Genes, r. sct. 41 g. E. und das. 
sct. 69, 68^ nr-iubs . . . m-'übs ( = nTubB, 
n-'ubs). Pesik. Ilachodesch, 47'' N-'ubs Ar. 
(steht nicht in Ag.) rieht, niüddn, ni"'busDt< 
s. d. Mac. 24" rr'Cjbs crmp., s. oib-'üE. 

Spb?. Xn^P^£ eh. (syr. (lo^Xs pl.=vrg. 
N^qbE) 1) Strasse, offener Platz. PI. j. 

LEvr, Neuhobr. u. Chald. Wörterbuch. IV. 



Ber. III, 6* mit. i-nssn Nn-^^abE die Strasse von 
Sepphoris. — 2) eig. die weite, offene See 
(etwa wie gr. ^rXaxu 0'8up), daher überhaupt 
hohe Woge, starke Welle, s. TW. 

]"'p72 od. "p/S/. (gr. jcaXocTwv, palatium, 
syr. „A^lils, ^l^iLs) Palast, fürstliches 
Schloss. j. Ber. I, 2'' un. ■jian"' a3 "«ra n*»« 
•j'^abD (1. D3ni?2) a-'an): i-'in x^-ü^iü es giebt 
Menschen, die gern Geld geben würden, um ein 
fürstliches Schloss zu sehen. Genes, r. sct. 12 
Anf. nann -jinns nb vT\vi nbins iiübcb b\a7j 
niaj' m2 nyi:3 n^n nairb o:a3 rsTra ^12 bau; 
nnsn 1333 n-i^-p-) i)j; bis npps bü3 mit nps 
ban ib^nnri nypsn "j-n nx-'t i^s-psr; f-n o:a:T 
nypsn ^m ';\><S"iii ■[■>o:a3 ein Gleichniss von 
einem grossen Palast, der viele Thüren hatte. 
Jeder, der hineinging, verirrte sich (konnte den 
Ausweg nicht wieder finden). Was that nun 
ein Verständiger? Er nahm einen Knäuel mit 
Bast umwickelt, knüpfte ihn an den Eingang, 
sodass er mit dem Knäuel in der Hand hinein- 
gehen und mit dem Knäuel in der Hand heraus- 
kommen konnte. Hierauf fingen Alle an, mit- 
telst des Knäuels hineinzugehen und herauszu- 
kommen. (Eine Ansp. auf den Faden der Ariadne 
im Labyrinth.) Mit Bez. auf Hi. 26, 14: Die 
Weisen erfassen die Kraft Gottes aus dem Don- 
ner und anderen wunderbaren Erscheinungen. 
Cant. r. Anf., 3* dass. mit Bez. auf Salonio (Khl. 
12, 9), der die Gesetzlehre durch Gleichnisse 
u. dgl. dem Volke zugänglich machte. Das. ö. 
vgl. bannN, a-'a, n"!':'3 u. v. a. Levit. r. sct. 
28, 172^, s. NUO-'VJ, ■iüq'';?^. j. Schabb. X, 12« 
mit. Elasar, der Oberbefehlshaber (bai':), ver- 
richtete viele niedrige Tempeldienste, ribiii yifai 
']bfz b'ä ■■'ubDa denn im Palaste des Königs (im 
Tempel) gilt keine Grösse, Vornehmheit. Das. 
auch (mit Bez. auf Lev. 6, 3) „der Priester zog 
feine leinene Gewänder an, zum Forträumen der 
Asche vom Altar", '^\b^J b"a -[lübsa ribns ')"'Nffl 
denn im Palaste des Königs gilt keine Vor- 
nehmheit. Exod. r. sct. 23, 122'' '["'ubsn ■'3a 
die Schlosshauptleute = i3''übD s. d. Thr. r. Ein- 
leit., 44'' '[■'ubD ■'3a die Schlosshauptleute, näml. 
Juda und Benjamin. Exod. r. sct. 25, 123'' nisa 
ns n3ia NiniüT: •j^übs m3ab lapao ny::a am 
bas Di3iibsn pn r73ia Nin ^a nns n^'sinnnn 
'di ndpTi ein menschlicher König, der einen 
Palast bauen will, wird, nachdem er die unteren 
Gemächer gebaut hat, die oberen Gemächer 
bauen; Gott hing, „erschuf zuerst den Himmel 
und dann die Erde" (Gen. 1, 1). Vgl. dagegen, 
nach einer andern Ansicht, Genes, r. sct. 1 g. E.. 
i" D^'Sinnnn pn n3a;a7: '[■'übs r!33ia ^b'^b bviz 
'ai ^■'3iiby~ PN n3a "73 ins ein Gleichniss von 
einem König, der einen Palast baute und der, 
nachdem er die unteren Gemächer gebaut hatte, 
die oberen Gemächer baute. „Gott erschuf Erde 
und Himmel" (Gen. 2, 4). Num. r. sct. 15, 



in'iibi 



— 50 



230'' '=1 nii^ön 'z; 5? rriira nnims ■;"':;;■: 
ein Palast, der auf Schiffen gebaut ist; „der im 
Wasser seine Söller wölbte" (Ps. 104, 3); vgl. 
auch 'j-'-iiab!:. — Ferner N.pr. Palatin. Midr. 
Tillim zu Ps. 28 g. E. ■»«n \S''N T'übD Palatin, 
der Römer. Cant. r. sv. nsT •>», SS'^ '[r::bD 
"iJiTi «■'N Plation, der Römer. 

"';t;{'w/£ m. Adj. (gr. TcaXaTivor, palatinus) 
zum Palast gehörig, Schlossbeamter. 
Levit. r. sct. 2 Anf., 146^ -,::n ""ib p i•a^T,•' 'i 
cirjDN -SN 'jttn: nn rairri 'i i:n-'ü5s R. Josua 
ben Lewi übersetzte das W. ü-'Isn durch pala- 
tinus, Schlossbeamter; R. Josua bar Xachraan 
übersetzte es durch suyäVT]?, Edelgeborener. — 
PI. Ruth r. SV. csn ü-C^, ST'' wird Dt-.cn 
erklärt ■'rjj-'qbE Schlosshauptleute; nach einer 
andern Erklärung ■'l:3->:32N Edelgeborene. Num. 
r. sct. 1, ISS"" IT! 'j''?"'^';^ ^1' "5B 1Ü3Ö die Glie- 
der des Stammes Lewi waren palatini. Das. 
sct. 5, 193* T^^^';2 nip nncü:: nn^Ti -'s br qx 
'dt obgleich die Glieder der Familie Korach's 
palatini waren, so trugen sie dennoch, gleich 
den Sklaven, die Bundeslade; s. vrg. Art. 

N"'CiL:1'7''£ s. d. in ^s. — ■jiJTiicj-'bis s. d. in 
'lt. " 

Cl;::^£, DÜS'l?';? »«. (gr. -Aaravo?, plata- 
nus) Platane. Insbes. der Platanus, ein von 
den Samaritanem verehrter Baum am Berge 
Garizim, von welchem die Juden behaupteten, 
dass unter jenem Baum Jakob die Götzen ver- 
borgen hatte (Gen. 35, 4) und dass dieser Ort 
deshalb den Samaritanern als heilig galt, vgl. 
nbi:. Genes, r. sct. 32, SP R. Jonathan ging 
nach Jerusalem, um zu beten; oi:N:;bs 'j''nna nnr 
'ri -ii^S'w nn rrr^m als er an jenem Plata- 
nus vorüberging, sah ihn ein Samaritaner u. s. w. 
Das. sct. 81, 79"= dass. von R. Ismael bar Jose, 
vgl. n^bis"': , ';''bi2'':. Cant. r. sv. bnj«3, 21'' dass. 

"lt?/S m. Adj. (gr. TrpaTTjp mit Wechsel der 
liquidae) 1) Verkäufer, insbes. Verkäufer 
von Backwaaren. Ab. sar. 35'' . . . Diry "i::bo 
bsTw'' n^bc ein nichtjüdischer Brotverkäufer, 
ein jüdischer Brotverkäufer. Das. 55'' •[■'r''bia 
nybcb rc 172? man darf mit ihm (dem Bäcker, 
nTn:, der die Reinheitsgesetze nicht beobach- 
tet) das Brot zum Verkäufer tragen. Raschi: 
r\zr, PN r!EiNv:(?). B. mez. 56^ ■'npu i::b2 
l'^m ■'-,3i Nnbr der Verkäufer kauft die Back- 
waaren von zwei oder drei Personen, j. Maas, 
scheni III, 54». j. Schabb. I, 3"= un. j. Ab. sar. 
II, 41"^ mit. u. ö. — 2) (gr. Tcparr^piov, s. 
"nri'biE in 'id) Verkaufsladen, Bäcker- 
laden, j. Dem. 11, 23* mit. -:3i» rsTi DK 
"lübcb nsiao ntio insna in nabca wenn 
er im Bäckerladen oder in seinem Kramladen, 
der dem Bäckerladen nahe ist, verkauft, j. 
Schabb. VII Anf., 11* n. ö. nubcn -jt: npVrn 



Jem., der aus dem Bäckerladen Brot kauft, vgl. 
"'T.T^.- — Femer verkürzt aus '[•'-ybc s. d. 

Snr'r'S, NT^TS eh. (=^-rSi,t nr. 2) Ver- 
kaufsladen, Bäckerladen. Genes, r. sct. 22. 
22"' '3T N-,^::b!: •'»p a^piT brN (Ar. liest n-i^::-,3) 
der Hund ging und setzte sich vor dem Bäcker- 
laden nieder. Das. N"i"'i;b2 ini (n-'iü-d) der 
Besitzer des Bäckerladens, vgl. O"::. 

nTP/S- r"11*L2"'/£ masc. feines Geschirr; 
viell. mit politura zusammenhängend: polirtes 
Gefäss, oder pultarius: Kochgeschirr, j. 
B. kam. II g. E., 3* rr.^'S7t -■'2N er trug das 
Geschirr hinaus, vgl. r,~it. j. B. mez. III g. E., 
9'' 'dt Npv:;a ii-n^ibo rr~zr,b arr^T 03 -.a 
Jem., der einem Andern ein Geschirr auf der 
Strasse gab u. s. w. Das. 'ji-n;:ibE ryn b? Nb 
Npiisa er übergab das Geschirr nicht, um es 
auf der Strasse zu behalten. — Ferner Nm::bD 
viell. Verzierung der Strasse. PI. 'i"'-ii:;bE 
s. TW. ■ ' ' 

piü/'B. p?:'??, n^r^s/. (=r^'?,E mit 

eingeschalt, "i) Palast, fürstliches Schloss. 
Snh. 2, 3 (20*) nnDS Nsn^ i:iN na ib na 

iba i''-,übD (j. Tim. ';iTi::bD, Ar. ^iribs) wenn 
ihm (dem König) ein naher Verwandter gestor- 
ben ist, so darf er nicht aus der Thüre seines 
Palastes gehen; um sich näml. vor dem Volke 
als ein Leidtragender zu zeigen. Das. 99'' ba 
nby: ba •pi'S':^ n:a ibNa na-cib nmna pan?rt 
riü» b-:; ';i-i::b2-i Ms. M. (Agg. h'St ; Ar. iimabs) 
wer sich mit der Gesetzlehre in religiöser Ab- 
sicht beschäftigt, ist ebenso, als ob er den 
himmlischen und den irdischen Palast aufgebaut 
hätte; d. h. „Himmel und Erde" (Jes. 51, 16); 
vgl. auch N^b":-:. Chag. 16* man darf nicht 
fragen, was vor der Schöpfung war (vgl. d':e 
nr. 5). Ein Gleichniss von einem Könige, der 
zu seinen Dienern sagte: D"ip"a 'j"'T'übE "'b n;2 
fiDTUN BO ib Tiarno •'risn i'nt ncoN Ms. M. 
(anders in Agg.) bauet mir einen Palast an der 
Stelle des Misthaufens (Chaos); ich will aber 
nicht, dass ihr mir fortan des Misthaufens Er- 
wähnung thut. Exod. r. sct. 20, 120'' "j-ra 
C".i3p D^ab':nc •]-,na -lap rrr, y-r^hzr, Josef 
war in einem Palast (Mausoleum) begraben, nach 
der Art wie die Könige begi'aben sind (Sot. 13* 
steht dafür ü"':-iap?). Xum. r. sct. 1 g. E. "»la 
■'n:;bE (="'3''übs) meine Schlossbeamten, d. b. 
die Lewiten. Das. sct. 13, 218* ';ab -iSN\3 "(^Tzb 
rts'^nan ■';a vm imN i:aT Tjbc ija-":; nt^iizr, 
o;a-' n^-iüiNi cpsi:-:-! n::bsr; nrs br nnaiy 
Dnb nbcT CDCca oia: nay nn nabsb ']~izn 
'ai "ja nabob •'nNa -laaa ipysn bN tinar: ein 
Gleichniss von einem König, der den Stadt- 
leuten anbefohlen hatte, ihm einen Palast (nabc 
verkürzt aus -j'-^iibD) zu bauen und sie bauten 
ihn. Sodann standen die Stadtlente am Ein- 
gange des Palastes und schrien lant: Möge doch 



nms^s 



— 51 



^bL 



der König in den Palast einzlelien! Was that 
er nun? Er ging durch ein kleines Thor hinein 
und liess ihnen durch den Herold sagen: Schreiet 
nicht mehr, denn ich bin bereits in den Palast 
eingekehrt! Dasselbe fand in der Wüste statt. 
Als die Stiftshütte fertig war, rief Israel har- 
rend ans: „Möge doch mein Lieber in sein Ge- 
mach, I3ab einkehren!" Worauf Gott ihnen 
durch Moses sagen liess: „Ich bin bereits in 
mein Geraach eingekehrt" (HL. 4, 16. 5, 1). 
Tanchuma Wajikra, 124'' Yidbs p der zum 
Palast gehört, palatinus. Mechil. Beschallach, 
Schira g. E. u. ö. — PI. Genes, r. sct. 71 g. E., 
Tl"* Ascher wohnte nie in einer fremden Her- 
berge; rmn'' üt' sbia n?3 ni^nubs ■'rtaa ot' 
msiN er nahm mehr hohe Paläste ein als 
Juda Ländereien besass. Sifre Haasinu § 309 

l'^-nubs bD7: nrns n'-ri nmNi ibia» nns rrnubD 
'^D^ T'3N ib^nino Jem., dem sein Vater zehn 
Paläste als Erbe hinterlassen und der sich 
einen Palast aus seinem eignen Erwerb ange- 
schafft hat, liebt diesen mehr als alle Paläste, 
die sein Vater ihm hinterlassen hat. Dah. heisst 
es: „Gott ist dein Vater, der dich erschaffen und 
erworben hat" (Dt. 32, 6). Khl. r. sv. -ibr DN, 
84'' Ahab hatte 70 Sühne in Samarien und 
ebenso viel in Jisreel, ib it: im^ thni nnx ba": 
^-^^T^h rnNi y'pb nnN mn^bD \na und Jeder 
derselben hatte zwei Paläste, einen für den 
Sommer und einen für den Winter; mit Ansp. 
auf Am. 3, 15. Esth. r. sv. ann d^;2^3, lOl*» 
steht dafür iini^bD. Genes, r. sct. 69, 68'' u. ö. 

nnPzS Pelatta, Name eines Ortes unweit 
Tiberias. ' j. Sot. I, 17" un., s. -ji:';:. 

vE od. vis Adv. (gr. ::oXu) viel. j. Schebu. 
III, 34'' u. ö. ii03''-i3 ■'bD ■'T'p xu'pis TtoXu ßpe- 
^ov Herr, lass viel regnen! (Das in ';io3''"i3 
Gesagte ist darnach zu berichtigen.) 

"'^S, n^?, iÖB (=:bh., arab. J^i) auf- 
suchen, aussuchen. Die Grundbedeut. ist 
wohl (syn. mit nbf, Grndw. bs, wovon auch 
•'b'^E und biE, s. d. W.) spalten, absondern. 
Ebenso bedeutet pna eig. spalten, dann unter- 
suchen. Schabb. 12"' -i:n msb l-ibic ';-'N man 
darf am Sabbat nicht das Ungeziefer in den 
Kleidern aufsuchen (auslauscn, vgl. N^be) beim 
Lichte der Lampe; weil man näml. den Docht 
putzen könnte. Nach einer andern Ansicht das. 
5nn"' N'3Ta . . . übs'' Nb man darf das Unge- 
ziefer nicht aufsuchen; denn man könnte 'es 
tüdten. Das. niDDn •^3273 a^mn mann •j-'bnD v** 
man darf (auch am Wochentage) das Ungeziefer 
nicht auf offener Strasse aufsuchen, anstands- 
halber. Das. rs^. Tosef. Schabb. XVI (XVII) 
g. E. dass. 

Pi. durchsuchen. Tosef. 1. c. ns «bsjarr 



Tibs Jem., der seine Kleider durchsucht, das 
Ungeziefer darin aufsucht. Schabb. 11* nbs": xb 
TibD HN er darf nicht seine Kleider durchsuchen, 
auslausen. — Uebrtr. j. Maasr. II, 49'' mit. nSTi 
yAis Ninii} iiiöNin rr^aa T'pay ribsb ans Nin 
ao -[ibbi na ed. Zitomyr (ed. Krot. rssb crmp. 
R. Simson zu Maasr. 2, 3 liest üssb) der Mensch 
wünscht, seine Angelegenheiten in dem ersten 
Hause, wohin er anlangt, zu ordnen und dort 
zu übernachten. 

'bSi, N^S, nbs> eh. (syr. fts^nbs) spal- 
ten. Jom. 87* un. N\ai-i ■'bs Npn ■'nna als er 
den Kopf des Thieres spaltete. Chull. 1 P anb-^t 
nib pnai rr'b -bsi vielleicht muss mau den 
Kopf des Opferthieres spalten und ihn unter- 
suchen, ob nichts Schadhaftes sich darin befinde. 
Snh. lOS** N2n73-i ■'bsD Np er spaltete einen 
Granatapfel, vgl. wNn/pT. B. bath. 164" rr^ibs 
rT>"'Tm er spaltete, rnachte das Schriftstück auf 
und sah es an. 

Af. 1) gespaltet sein. Ber. 25* un. •'x 
■'■'ibDN ■'Nb373 wenn das Excrement Spalten hat. 
— 2) sich über Jemndn. lustig machen, 
ihn verspotten. Thr. r. sv. Tan, 53* in 
«■'SD abTDi-T' i3aa ibD?3 mm abusn-'b b-N 05tin73 
ein Athenienser ging nach Jerusalem und ver- 
spottete die Jerusalemer sehr. Das. Nanbi ';nd7: 
abciT' ■'3aa ■'bcn Nb fortan wirst du die Jeru- 
salemer nicht mehr verspotten. Genes, r. sct. 
38 g. E., 37'= ia nbs73 nnwX n?3 was spottest du 
meiner? Das. sct. 42, 41* -^n^NT . . . b3l72N 
Dmasa ■'bsNi in72Nn N72by3 ^bsNi „Amrafel", 
welcher die Welt kränkte und verspottete, wel- 
cher den Abraham kränkte und verspottete. 
Das. sct. 91, 88* n::« •'a n-'ibsN n73b n^b -i7:n 
"531727:73 PN Nbs "|a n-i-'bsN Nb aibon an mb 
■>n^i-nN 17: n3ni Jannai sagte zu Schiraeon ben 
Schetach : Warum spottetest du meiner? (d. h. du 
versprachst die Hälfte des Bedarfs an Opfer'n 
für die 300 Nasiräer von deinem Vermögen zu 
geben, während du nichts gabst, vgl. sb^, N-jb?)- 
Jener antwortete: Fern sei es, ich spottete dei- 
ner nicht; denn du gabst von deinem Gelde, ich 
aber von meiner Gesetzlehre! Schimeon hatte 
näml. 150 Nasiräern (also der Hälfte jener 300) 
das Nasiratsgelöbniss, als Gelehrter, durch Auf- 
lösen erlassen, j. Nas. V g. E., 54" dass., wo- 
selbst richtiger ^n^bsN . . . nn^^boK steht, j. 
Schebi. IX, 38'' mit. n3-'b -i»N \-na in rr'nMn 
,j^..,^_,^ j(3Q ^-3 iij372 bTN ein Samaritaner sah 
ihn (den R. Simon ben Jochai, der sich ab- 
mühte, das Land von Leichen zu reinigen) und 
sagte: Möchte ich doch (eig. sollte ich denn 
nicht) hingehen und jenen Gelehrten der Juden 
lächerlich machen! Pesik. Beschallach, 90* steht 
dafür •ii-'n73i. Ab. sar. 44*, s. nsbs;:, vgl. auch 
Tosaf. z. St. Tosef. Ab. sar. III (IV)" g. E. N-bs?: 
NS11 spöttischer Ausgang. 

Pa. 132 1) durchsuchen, aufsuchen, 

7* 



Ü"7!L 



52 — 



i!^ 



z. B. Früchte. — 2) untersuchen, ausfor- 
schen; davon b^s s. d., s. auch TW. j. M. kat. 
III, 82* ob. 113 n;2 ibD» seine Kleider durch- 
suchend. 

ü'bsi, sn^^s mb^'z, sn'^^s) /. die Auf- 

t:t t::t tit "i::t 

sucherin u. zw. 1) Schabb. 90^ inN^n N^bD 
(Ar. insD ni"'bD, Raschi iniia -»biiD) die Auf- 
sucherin, Durchsucherin der Baumgär- 
ten, eine Uebersetzung des Dima nrnsi: in 
der Mischna; eine zum Genuss erlaubte Heu- 
schreckenart. Abaji bemerkt das.: silpi^ii 
Nnn: nm NbpinwS" Nnsnaai Nbpinn Nrnsis Ar. 
(in Agg. fehlt der erste Satz) dieses Insect wird: 
der Vogel der Palme genannt und wird auf der 
Palme, die eine Rinde hat, angetroffen. — 2) 
Nvn ni^bE (Var. nb^is), s. TW. und Jelamd. zu 
Nura. 22, 29 (citirt vom Ar.) „die Schlangen- 

aufsncherin", ^ Li Si I iUj Li (nach arabischem 

Sprachgebrauch: Die Lauserin der Ottern, d. h. 
die ihnen das Ungeziefer abliest). Das natur- 
geschichtliche Märchen, welches dieser Benen- 
nung zu Grunde liegt, lautet im Kämüs so: „Es 
giebt eine Art buntgefleckter Käfer, die immer 
mit Skorpionen und Schlangen vertraulich an 
einem Orte zusammenleben. Die Araber nennen 
dieses Thier cLiill iüJLi, weil, wenn es aus 
einem Loche herauskommt, dies anzeigt, dass 
hinter ihm eine Schlange oder ein Skorpion 
zum Vorschein kommen wird. Deswegen nen- 
nen sie so auph die ersten Anfänge von Miss- 
helligkeiten und Zerwürfnissen. Dieses juJLi 

entlehnt seine Bedeutung von (cJLi, d. h. Läuse 
absuchen", Fleischer im TW. II, Nachtrag p. 
573». 

jlCvS (foliatum), s. liui^bis in 'i2. 

jr'?''s, or^^s, ji^^s, ol'?"'? s. d. in '^e. 

IC'72 Pelimo, Name eines Tannaiten, Zeit- 
genosse Rabbi's. Pes. 8*. Men. 37*. Sot. 4* s. 

Dl3''"}''7S »». (gr. 9i)Xapx'»]?, 9uXapxo?) Phyl- 
arch, Anführer oder Vorsteher einer 
(fivik-ri, tribus, bes. Oberst der Reiterei. Jalk. 
I, 262" (mit Bez. auf Dt. 3, 23 fg.) Mose sagte: 
Hen' der Welt, ist etwa dein Verfahren wie 
das der Menschen! 0131^53 m^TJ nna OIDtiuisn 
bü3'3 ■jrmp-'T min -ina oisi-iibD rni by baa« 
'st VT hv wenn der Statthalter (inhgoKOi) ein 
Edikt erlässt, so kann der Phylarch (9\3Xapxo(;) 
es aufheben; wenn der Phylarch ein Edikt er- 
lässt, so kann der Decurio es aufheben u. s. w. 
Sifre Waetchanan i^ 27 steht dafür öTimnapo, 

1. DTmnpJÖ; vgl. OipiÜlDiN. 

71% m. (=bh.) 1) Bezirk, Kreis. Stw. 



•jbE, arab. ^>JSj rund, gerundet sein, jj^ etwas 
Rundes; ':jbE also ähnlich -jns Burg, Stadt. 
Grndw. bs: getrennt, abgesondert sein, vgl. auch 

arab. iLjLi spalten. B. bath. 21* irfia irpnr: 
"^bcT ipz bsn iiaicia man verordnete, dass 
man Jugendlehrer in jedem Bezirk anstelle. 
Mac. 7* ']bD b:3 •jijit Ta niciM nn« ']i-iS03 
"jbBi -jbD baa yiNb niiinai '^\^y^ n^r bsm "^bD-! 
'31 „In deinen Thoren" (Dt. 17, 7, d. h. in Pa- 
lästina) sollst du Gerichtsämter in jedem Bezirk 
und in jeder Stadt anstellen; ausserhalb Palä- 
stinas hing, blos in jedem Bezirk, aber nicht in 
jeder Stadt. Das. 12'' -^bcH nbis :,~\n'ä iib p 
mbip labs isbcb nbj dnt "^bsb ein Lewit, der 
Jemdn. aus Unvorsichtigkeit erschlagen hat (die 
Lewiten waren bekanntlich die Bewohner der 
Zufluchtsstädte), muss von einem Bezirk in den 
andern auswandern; wenn er aber innerhalb 
seines eignen Wohnbezirks nach einem andern 
Orte ausgewandert ist, so wird er auch da auf- 
genommen. — PI. Tosef. Bic. II g. E. i^n xb 
Qi^bE D"'2bp NbM niTni 'jibi? sie wallfahrteten 
nach Jerusalem nicht einzeln, sondern bezirks- 
weise. — 2) Spindel. Keth. 86'', s. naiy. Jörn. 
66'' eine kluge Frau fragte den R. Elieser n. s. w. 
■jbsn Nbs "fflNb n7:Dn tn nb ihn er antwor- 
tete ihr: Die Klugheit der Frau besteht blos im 
Führen der Spindel; mit Ansp. auf Ex. 35, 25. 
Genes, r. sct. 56 g. E. „Abraham kehrte zurück 
zu seinen Dienern" (Gen. 22, 19) ncNb b07a 
ra- Tbon •\i2 b-^atr, mnx nsboa miairiia 
abisb ini nnn7; tt ■rs imaynD (Ar. liest 
nbsn . . . nnbiD/j) ein Gleichniss von einer 
Frau, die von ihrer Spindel reich geworden; 
sie sagte: da ich von dieser Spindel reich ge- 
worden, so soll sie nie aus meiner Hand wei- 
chen. — 3) trop. Handwerk. Genes, r. sct. 
71, 71* 'dt n^itn -[bs noBn nsb Lea ergriff 
das Handwerk des Dankens u. s. w., s. rüjnin. 

-bS) od. !]ba. X3^''S cJt. (==-lbE) 1) Be- 
zirk, Kreis. PL ';"'^r"'?> N;'3b''r s- '"'^V- — 
2) Spindel. Keth. 72''" Rabba bar bar Ghana 
erzählte: Np Nnni Niim N^m;' N-nnb nrinn 
Nsbisb r^inpiOD 'jmim'T ivd . . . nsbis N^Ta 
•jbD ib an Dbiy ^b rniin rr^n^rä (Ar. ijobi:) 
ich sah jene Araberin, welche sass und auf ihrer 
Spindel spann. Als sie uns erblickte, riss sie 
die Spindel los und warf sie zu Boden. Sie 
sagte dann zu mir: Jüngling, reiche mir die 
Spindel (meine Spindel)! Snh. 95* wird dass. 
von Abischai und seiner Mutter, Orpa, erzählt, 

vgl. bi5. ^— Fem. NnsbE (arab. jjJJLi) Spin- 
del. Khl. r. SV. bnnn bN, 87"= NbiTi'^T sSSTr 
3103 Nin nTisbea n^b p^bo p nipsbo by bn* 
so wie der Weber auf die Spindel hinaufspinnt, 
ebenso gelingt ihm das, was er von der Spin- 



IH 



— 53 



Dltt^e^s- 



(lel abnimmt; bildl. für den Jähzornigen, s. 
«b'^Tsa. — Davon denom. 



■^72 spinnen.^B. bath. IS*" s. bi:. Meg. 
14'' N2bE sma iinn srrN die Frau spinnt 
während ihres Gesprächs; d. h. sie sucht bei 
jeder Gelegenheit ihren Vortheil; mit Ansp. auf 
1 Sin. 25, 31: „Wenn Gott meinem Herrn Gutes 
erweisen wird, so gedenke deiner Magd." 

n^'2'7''D/. Gewebe, Gespinnst, j. Dem. IV, 
24* un. s. rt^bs"'!'. 

P^/S m. Beil, s. Yph^^■ 

/yS Pi. b?2 (=bh. Grndw. bc s. ■<bs) eig. 
scheiden, trennen, daher auch entschei- 
den. Insbes. beten. Schabb. 55 *• wird Tns 
(Gen. 49, 4) nach einer Ansicht gedeutet als 
Abbreviatur: -jnbsn rimf nnbri -ribb"'3 du be- 
tetest, flehtest und dein Gebet glänzte, vgl. 
auch TT2. 

Nithpa. (oft Hithpa. = bh.) beten, eig. die 
göttliche, gnadenvolle Entscheidung er- 
bitten, j. Ber. IV, 7" un. 'st ndn bbina ins 
hier betete mein Vater u. s. w. Das. ö. Das. 8^ 
ob. bbspi bN bbcrs «b -ds bbcP3 pso wenn 
Jem. zweifelt, ob er gebetet hat oder ob er 
nicht gebetet hat, so braucht er nicht zu beten, 
weil das Gebet blos eine rabbinische Verord- 
nung ist, vgl. -pto. j. Taan. IV, 67*= un. fg. u. ö. 
— Pilp. s. b?bE.' 

'7l7''£ m. N. a. das Beten. Sifre Waetchan. 
§ 26 das Gebet hat zehn Benennungen, bis"': 
'3T bib'<D das Niederfallen, das Beten u. s. w., 
mit Bez. auf bbcriNT . . . bsrnsT (Dt. 8, 25. 26). 
Deut. r. sct. 2 Anf. hing, wird 'iib^o erwiesen 
aus bbs^i (Ps. 106, 30). 

Ti^'bSif. (=bh.) Rechtssache. PI. Snh. 
44* es heisst nicht bbsnii, sondern bbs-^T (Ps. 
106, 30), '31 i:ip Ds nib-ibs nayo nabTi das 
besagt, dass Pinchas Rechtssachen (Vorwürfe) 
mit seinem Schöpfer führte. Er warf näml. die 
Buhlen vor Gott nieder und sagte: Um dieser 
Menschen willen sind 24,000 Israeliten ge- 
fallen! 

n'^lj'P/S /. eine Zwiebelart, viell. wilde 
Zwiebel. " j. KU. I, 27* mit. wird biubJin er- 
klärt durch nbisbbD (ebenso R. Simson zu Kil. 
1, 3). Ar. SV. bi:^ liest nbubjD und erklärt es 
nach einer Ansicht von NbJis Rettigart. 

n"'l7l7£ /. (viell. gr. (puXXeiov) Küchen- 
gewächs oder Laubart. j. Ned. VII Anf., 
40'' rr^nbibo zu den Arten der Ni-'b7:iSN (s. d. W.) 
gezählt. 

X''2"''?''/£ *»■ pl- eine Art Kräuter, etwa 
Fönnkraut oder Bockshorn (syr. jAStN^?) 
j. Pes. III, 30* mit. «•'3'<b"ibD T-b^sa ■'Di 'i "'■nn 



nynb "[ins R. Jisi lehrte, dass man jene Kräu- 
ter (die man mit Brotkrumen oder Mehl zu be- 
streuen pflegte, ähnlich: miamp nrrT'3 das., 
vor dem Pesachfeste, wegen der Beimischung 
des Gesäuerten) forträumen muss. 

NCl'?''£ m. (gr. TCT^Xwjjia, als concretes Ver- 
balnomen von 7i-r]X6u, vgl. Fleischer, Nachtr. 
Bd. III, 315^) Schlamm oder Morast. Schabb. 
22, 6 Naib^sb T'Tit' I"»« Ms. M. und Ar. 
(=Mischna des j. Tlmd. Agg. des bab. Tlmd. 
Nai"!-npb) man darf nicht am Sabbat im Schlamm 
baden. Das. 147'' wird als Grund hierfür an- 
gegeben: Np^D Dra72 (Ar. liest rfp-\:i = ■n:fp:i, 
rtJ'po) wegen Erdrisses; d.h. der Badende könnte 
in den schlammigen Boden einsinken und man 
niüsste ihn dann mit grosser Kraftanstrengung 
herausziehen. Nach Raschi: Die Kleider des 
Badenden könnten in den Schlamm fallen, die 
man auswinden müsste. Nach Maira.: Ein sol- 
ches Bad treibt viel Schweiss hervor, was am 
Sabbat verboten ist. — Davon denom. 

0*72 Pi. D?ii mit Schlamm bedecken; 
nur Part. Pual. Bez. 24'' ';-'-:V^D;2n av-n mit 
Schlamm bedeckte Fische, woran zu erkennen 
ist, dass sie eben aus dem Wasser gezogen wur- 
den. Seb. 54*, s. lab:?. Chag. 12* n^iaN 
»T)Mbi372 Steine, die in den Urschlamm, Chaos 
versenkt sind. 

XniC/S/. (gr. Kri\7.[t.xiC , üSo; oder ;i:T|Xa- 
[xuSiov) Pelamide, eine Art Thunfisch oder 
Schlammfisch, der Schuppen und Flossfedern hat 
und daher gegessen werden darf; vgl. auch Löwys. 
Zool. d. Tlmd. p. 254. — Ab. sar. 40^ «nn ^3 
D^NWjb inii-ai-i iMm «ni^^bsi Nisa N^nr! (Ar. 
liest N"i33) wenn es in der Borajtha heisst, dass 
bei zerstückelten Fischen blos Flossfedern und 
Schuppen (nicht aber Kopf und Wirbelsäule) 
als Zeichen der Reinheit gelten, so sind blos 
die Ära (Para) und Pelamide darunter gemeint, 
deren Köpfe den unreinen Fischen ähnlich sind. 

rr^l^a. Sf^l'^S/. (lat. pluma) Flaum. Cant. 
r. sv. irna D^n-i^, ll"* apy nn^by vaiia D^iaN 
NMibcai r!:3-a3 räv: iraN die Steine, auf wel- 
chen unser Ahn Jakob geschlafen hat (Gen. 
28, 11), wurden so weich wie Polster und 
Flaum. 

D1ü"'P7S m. (gr. imiKslr^ir^i transp.) Be- 
sorger, Verwalter, Anordner. B. bath. 
144'' ciyiabD imrö\a D^nsn i» inn Ar. (Agg. 
OlüBi'^bis) wenn man einen der Brüder zum 
Verwalter ernannte. Tosef. B. bath. X Anf. hat 
dafür oiaittbiBN (ed. Zkrm. richtiger ciaibTaiDN). 
Men. 85'' die Laodiceer hatten einst Mangel an 
Oel, IHN orj-iTibc Dnb irai Ar. (Agg. oiuoiabiD) 
und sie ernannten sich einen Besorger, zu dem 
sie sagten: Schaffe uns für 100 Myriaden Oel 



'"'■)t:R:l'?s 



54 



N':^£ 



u. s. w. Sifre Beracha § 355 steht dafür 
OT'brais, das. zweimal (viell. für gr. iiziiieXriz, 
oder für 0"'a''!5"'5:is) dass.; vgl. auch N. Brüll. 
Jahrb. I, 177. 

pPClija, ]np:Ci'7£) masc. (verkürzt aus 
"laJiibE^n, 8i7üXo(j.aTapiov) Kästchen zur Auf- 
bewahrung von Schmucksachen. Pesik. r. 
sct. 10, 16" ein Gleichniss von Jeradm., der viele 
Schätze (nvn30n) hatte, die er nicht beachtete, 
um sie zu zählen: bis HHN •j-'najaibs ib rr'n 
iniN n3i73i ibai3 nyts bsa n^m lup anr ein 
kleines, goldnes Kästchen aber, das er hatte, 
nahm er jede Stunde vor und zählte dessen In- 
halt, j. Bez. I, 60° un. R. Abahu unterrichtete 
rr^Ta l^'-iasaibsT Nnns^ii und hatte den Schlüssel 
des Schmuckkästchens in seiner Hand. j. Taan. 
II, 65"* mit. ';->ny372bs bx nrBM ib nTiia ^bab 
'51 üjUp ein Gleichniss von einem König, der 
den Schlüssel eines kleinen Schmuckkästchens 
hatte u. s. w. 

ü'^üb^ fem. (für «■'Sbus, s. N^:bE) Knie- 
hosen. Tosef. Ned. IV Anf. «■'Jobs neben 

"1l2jQ/'£ m. Adj. (nach Musaf. zusammenges. 
aus Tzoks.iKOQ und voräpio?) Notar des Kriegs - 
heeres(?) Perles' Etyra. Stud. p. 1.32 denkt an fru- 
mentarius (eig. Proviantmeister) undcitirtaus 
Du Gange (was ich jedoch das. nicht gefunden habe) : 
„(ppou[j.svcäpiot, , milites, qui in vestigandos ru- 
mores per provincias mittebantur". — Jelamd., 
Waetchan. Atif. (citirt vom Ar.) riTi r;w2 
rinp" bu inasabc Mose war der Kriegsnotar 
Gottes. — PI. j. Ber. I, 3^ un. iniüD/jbs ■'Dia 
(ed. Ven. crmp. i-^naUbD) zwei Kriegsnotäre, s. 
•jn-'ü^j-'D. Tanch. Bemidbar g. E., 193* (mit 
Bez. auf Dt. 3, 3) ■i''"i::3UbD nuinyi impjj ■';n r;« 
ibia auch ich werde ihn (den Stamm Lewi) mir 
nähern und sie zu meinen Kriegsnotaren 
machen. 

DiüpiC/iS s. oia''7:bE. — oiabiE, oisn^rbis 
s. d. in "ID. 

TTSittl/S in. (viell. primipilarius) erster 
Hauptmann bei den Triariern. Perles' 
Etymol. Stud. p. 11 emend. iib"'3l52'>1S primipi- 
Ins. Sifre Balak Anf. § 131, vgl. lilüip. Jalk. I, 
179° liest oi3n73"'bi3 s. d. 

':7£, "':1^2 m. (=bh. •':bE), n-JbE, rr-sibE/. 
ein Gewisser, eine Gewisse, Jem., den 
man nicht nennen will, oder zu nennen 
nicht weiss, irgend Jemand, irgend et was, 
N. od. N. N. Stw. Nbs, eig. abgesondert, der Kennt- 
niss entfallen. Tosef. Jeb. III g. E. man fragte den 
K. Elieser: TiizM Dnb n72N «an Dbirb in» ■^inbs 
'3T laibs by sb« ürhu'ii Nbc wird jener (N. N.) 
des zukünftigen Lebens theilhaftig werden? Er 
entgegnete ihnen: Es scheint, dass ihr blos be- 



treffs des N. N. gefragt habet. Nicht etwa, dass 
er sie durch Worte abweisen wollte u. s. w., 
vgl. sbs im Hifil. Jom. 66'' dass. Nach den 
Commentt. sei hier unter ■'Jibc: Absalom zu 
verstehen, der den Kebsweibern seines Vaters 
beigewohnt hatte, oder auch: Salomo u. s. w. 
Möglicher Weise ist hier (ebenso wie in Jeb. 
49'', vgl. "1T7^73): Jesus zu verstehen, j. Kidd. 
III, eS"* un. y-sn bia-'i ■'Sibo nan nisy-' •'Sibs ■'3a 
■'Sibs mein Sohn N. soll das und das thun und 
dafür jene Werthsache erbalten. Snh. 42* der 
Vorsitzende des Gerichtshofs sagte: •'Sibs ia"'N 
a''''n nnN ■'iibc •^■'n ixdt nriN du N. N. bist 
freigesprochen; du N. N. bist als schuldig er- 
klärt. Das. 41* fg. -«"ibDi i3ibD •'Soa 'jT^ns 
ich zahlte dir vor N. und N., d. h. in Gegen- 
wart dieses und jenes Zeugen. Kidd. 65* u. ö. 
Tosef. Jeb. IV Anf. ni3ibD riias jene Frau. j. 
Sot. VI, 21* mit. r3na rr^sba jene Priesterfrau. 

pB, ^j'^a, N'':'7S m., Nn';'rs, n'':'?^ fem. 

(syr. .,-lls, j£*il:^s="':ibE, n^3ibs) Jemand, 
ein Gewisser, eine Gewisse, N., irgend 
etwas, j. Jeb. IV, 6* un. ibs Dva an jenem 
Tage. j. Keth. VII, 31° mit. rfsbo niTi •j-'N 
'ai nbya ■'Sbs i'^ir.b ■'asn wenn diese N. N. 
jenen N. N. heirathen wird. Genes, r. sct. 21 
Anf. „Ein Heiliger sprach i;72bi:b" (Dan. 8, 13). 
rT^'^Dbsb n73N N3ir! 'n R. Huna erklärt das W. 
„zu einem Gewissen", vgl. auch ■'73''3i:. Khl. r. 
SV. r,y~\ •a"', 94* ibD nna \bü pios diesen 
Bibel vers (sagte ich) nach jenem Vers. j. Kidd. 
III, 63'^ ob. pisbs n3N "^-ib wipti 'jbs na ib^ N3n 
ibs ma ich N., Sohn des N., traue dich, du 
N. N., Tochter des N. N., mir an. Cant. r. sv. 
vna, 16'' nb ©■' «niJbD aiffinn 's nb uji Nni3bD 
D""iann 't diese N. ist drei Monate schwanger, 
jene N. ist vier Monate schwanger. Pes. 112* 
Nnsbs na K-'3bD (1. Nn-isbo) N. Sohn der N. 
Git. 89'' ob.«N''3bo ^'mz nn eines der Glieder 
jener Familie, j. Schebi. IV, 36° ob. u. ö. 

^''DTij'r'D Erub. 41'', richtiger 11013-13 s. d. 

ül'JySi, K*]/»/?? fem. pl. (lat. feminalia sc. 
teguinenta; ähnlich neugr. cpäXovia; vgl. auch 
Du Gange, Glossar. II, 1656: „(psXövrjc sen (fz- 
voXiov, vestis sacerdotum propria, absque mani- 
cis, talaris" etc.) eine Art Kniehosen, Bin- 
den um die Oberschenkel (=hbr. D^oja??). 
Ned. 55'' N^DbET N''bD3N Ar. ed. pr. (Agg. N-'3'ibsi) 
Socken und Kniehosen. Nid. 13'' nn. •'03373 
liianB bis Ni3bD i^aa i"'73n in n7:b ö^sno 
Diusu) D-b is^T D-iaT' IV nuttb 013073 1? nbi'73b 
mny- nia sbi ap3r; n-a Nb onb lisi Ar. 
(Agg. Ni3b73D) welche Form hatten die Bein- 
kleider der Priester? Sic waren ähnlich den 
Kniehosen der Reiter, nach oben zu reichten 
sie bis zu den Lenden, nach unten bis zu den 
Hüften; sie hatten Schleifen, aber kein Behält- 



O'lbB 



— 55 



'finobi 



niss an der Stelle des Mastdarms, auch nicht an 
der Stelle des Gliedes; d. h. die Beinkleider 
waren nicht festanschliessend, sondern weit und 
wurden bei Verrichtang der Nothdurft oder des 
Urinlassens mittelst der Riemen, Schleifen ge- 
öffnet und geschlossen. Thr. r. sv. yra, 62* 
«bniaa vr; i-i^ys "«nsia Vb nr:!! 'a Ar. (Agg. 
mnna ■'121:: ;-) 300 Läden der Verkäufer von 
Kniehosen waren in Magdala. In der Parall. 
j. Taan. IV, 69* un. steht dafür ojbD i;-nN (1. 
OsVs, Plnr. mit griech. Endung) die Weber der 
Kniehosen, j. Ned. X Ende, 42 *" n-rrtb in» 
OJibca T'T'nn iJnr '- DO3 innN '-1 osiVed 
c;iVbd "Trn ■'ib p y-wi"'' '-1 genügt es, dass 
der Gelehrte beim Auflösen der Gelübde Knie- 
hosen trägt oder nicht? (d. h. wird diese Hand- 
lung einer richterlichen Function gleichgestellt, 
wozu eine Hülle, die den ganzen Körper ein- 
hüllt, erforderlich ist, oder genügt hierbei auch 
eine theilweise Bedeckung des Körpers mit den 
Kniehosen?) E. Abahu sagte Xamens des R. 
Jochanan : Man darf ein Gelübde auflösen, wenn 
man auch blos Kniehosen trägt. R. Josua ben 
I>ewi löste Gelübde auf, als er Kniehosen trug. 

CJ/iS. •'j^? m. (gr. :rXavr;?) Planet, Wan- 
delstern, ein an sich dunkler, nur das Sonnen- 
licht wiederstrahlender Weltkörper. Cant. r. sv. 
^pTsip TNT, .31*' -Tr-'b'N '-1 -nsn an? rmvz nii'^a 
la-nx i-ias -i7:n iirnc '- Di:rD ii;^^ -i?:« Ar. 
(Agg. OjVl: crmp., wonach das hv. Gesagte zu 
berichtigen ist) wie gestaltete sich ihnen (den 
drei Männern in dem Kalkofen, Dan. ,3, 23 fg.) 
das Feuer? E. Elieser sagte: Wie ein Planet 
(von dem, weil er dunkel ist, jene drei Männer 
nicht verbrannt wurden). R. Simon sagte: Wie 
ein Sonnenstrahl (a-Lyr], wodurch diejenigen, 
welche sie in den Ofen geworfen hatten, ver- 
brannt wurden ; da blos die nach der Ferne ge- 
worfenen Strahlen, die Sonne aber in der Nähe 
nicht brennt). Tanch. Zaw, 139* "['iarb TSn 
■'Sbc may;T Gott winkte dem Kalkofen und es 
wurde aus ihm ein Planet. 

N-^iP'Ji^'?. Di^'3, pob"? u. s. w., s. in ''e. 

Np'71£ »«. (lat. pulsus) Stoss, Schlag, s. 
jedoch weiter un. PL B. mez. 85'' •in''?S5 mTN 
Nni31 ■'ObiE ';"'P"'a "TTiBT man brachte den Elia 
und schlug ihn mit 60 Feuerschlägen; weil er näml. 
den Menschen mitgetheilt hatte, dass R. Chija und 
seine Sühne durch ihre Gebete den Regen bewirken 
könnten. Jörn. 77* •'mnNH V^yia^b iN-'Sin 
NmiT •'BbiD 1T"'U riT'nwi Tii-sn (vgl. Dikduke, 
fehlt in den meisten Agg.) man zog den Engel 
Gabriel hinter dem himmlischen Vorhang fort 
und schlug ihn mit 60 Feuerschlägen. Chag. 15* 
»msT ■'051D T'rT'o m-inm inayab impoN man 
brachte den Metatron heraus und schlug ihn 
mit 60 Feuerschlägen. Hai (vgl. Ar.) bemerkt : 
Man wollte dem Elischa ben Abuja zeigen, dass 



Metatron einem Herrn unterworfen sei; was 
auch in den vorangehenden Stellen als Grund 
angegeben werden kann. — B. mez. 47* m~ ■'K 
N-n:n 'obio ^cxb p-'ss mn ion •'ib wäre 
Lewi hier anwesend, so würde er dir Feuerschläge 
entgegengebracht haben. Raschi z. St. erklärt 
das W.: Fenerfunken so rund wie ein fol- 
lis (s. NSb^E s. 'ie). 

D7£, Pa. o?| (arab. jJLi, verwandt mit ybc, 
Grndw. bs, s. ibc) spalten, zerreissen, aus- 
einanderreissen. B. kam. 19'' si^n si-r; 
Nbsb n^obEi N::n3 b-'ONT jener Esel, der das 
Brot gegessen und den Brotkorb zerrissen hat. 
Das. ■'»3 n^n-.iN a-z-: bs">sb nimiN- ivs 
Nbob ■'O^bsb da es seine Art ist, Brot zu essen, 
so ist es aiich seine Art, den Korb zu zer- 
reissen. Raschi erklärt DbD=cyb : verschlucken. 

lüO'^E >«. (?) Schrein. Tosef. Ter. VII 

T : - : ^ ^ 

g. E. -:5cbE3i na^PDi nv-a in'^ina i-'jb ed. 
Zkrm. (Var. nroobsm, fehlt in ed. Wilna) ein 
Krug, den man in eine Kiste, in einen Kasten 
oder in einen Schrein gelegt hat. 

'J'pp/E Palästina (bei Josef. Archäol. II a- 

Xa'.cxivif) für r-c^bü, sodann auch für I^'d). 
Genes, r. sct. 90, 87'' ,,Es war Hungersnoth in 
allen Ländern" (Gen. 41, 54), «"'D^yai N^p'^SDa 
■':"':;obE2i d. h. in Phönicien, in Arabien und in 
Palästina. Levit. r. sct. 5, li9^ „Gath Phili- 
stäa" (Am. 6, 2), ■'3''::sbET N'^bVrn ■;ib"'N das sind 
die Hügel Palästinas. Kum. r. sct. 10, 206' 
dass. Thr. r. sv. n^-i: '^n, 55"= ■':"'üDbsT onsiT 
der Herzog von Palästina. 

|iLlp7£, |i"lpC/£ m. (gr. -XacTcv, in -[Tiiicb: 
ist 1 eingeschaltet) eig. geformt, bes. übrtr. 
erdichtet, erlogen, falsch. Num. r. sct. 8, 
197"' ibs ba in-.tn n-'TaiN Db-iyn r-,ä\x iin 
'd-i imnD mn2 ni- •jTjsbs die Völker sagteji 
(als sie die sieben Söhne Saul's aufgehängt 
sahen, 2 Sm. 21, 8 fg.): Die Gesetzlehre jener, 
der Israeliten, ist falsch; denn dort heisst es: 
„Du sollst seinen Leichnam nicht über Nacht 
hängen lassen" (Dt. 21, 23), während diese be- 
reits sieben Monate hängen u. s. w. j. B. mez. 

V Ende, 10* ^s-iz ip^ya -j^nEisuj ntta -nv 
(1. Tiasbs oder iiiuobE) •i-i::abc n-irn T'circ 
'3"i cs-'ü nca nsi mehr als die Gottesleugner 
leugnen sie (diejenigen, die sich ein Darlehn gegen 
Zinsen geborgt nehmen); denn sie halten die 
Gesetzlehre als eine Erdichtung und den Mose 
als einen Narren. Sie sagen: Hätte Mose ge- 
wusst, wie viel wir durch das verzinste Darlehn 
gewinnen, so würde er das Verbot des Wuchers 
nicht niedergeschrieben haben. Tosef. B. mez. 

VI g. E. steht dafür naobo. (B. mez. 75'' lau- 
tet der Schlusssatz euphemist.: imim asn na^ 
na« Mose war weise und seine Lehre ist wahr). 
Jelamd. zu Korach Anf. (citirt vom Ar.) i'ynr 



1£:d^e 



— 56 



hzbs. 



b«3 in-nn Nin •jiaobs nbirn in3 bs ^-\■an^', 
niaa Avir wissen, dass Gott gnädig und barm- 
herzig ist, und so könnte er sich vielleicht gegen 
jene (Korach's Anhänger) voll Erbarmen zeigen; 
sodann würden alle Weltbewohner sagen: Die 
Lehre des Mose ist falsch. Jalk. II, 67* (citirt 
aus Jelamd.) n» •'OT' 'n hn ihn ITiup bNffi 
. . . aiPDUj Nin inuobD Dsmn ps d^nti i3nö 
Nbi iinuobs rmnn nm t'n üiboi on ib na« 
'=1 Nin P73N rmrn bs «bN npa bo "im ein 
Machthaber (ugaispöc,) sagte zu R. Jose: Was 
wir in eurer Gesetzlehre als falsch finden, ist Fol- 
gendes: Es heisst da (Jer. 33, 18): „Von den Prie- 
stern, den Lewiten wird niemals vertilgt werden 
Jem., der Brandopfer opfert und Mehlopfer dampft." 
Nun aber ist der Tempel schon seit so vielen 
Jahren zerstört und der Opferdienst hat aufge- 
hört! R. Jose entgegnete ihm: Fern sei es, 
kein Wort in der Gesetzlehre ist erdichtet und 
sie enthält nichts Falsches. Gott sagte viel- 
mehr: Wenn die Priester und Lewiten sich mit 
den Opferlehren befassen werden, so wird es 
ihnen so angerechnet, als ob sie die verschie- 
denen Opfer täglich darbrächten. 

liSD/S nnC/S) m. (gr. xXaaTY]p=:cXacxir);) 
1) Jem., der etwas erdichtet, fälscht. 
Ab. sar. ll^ s. r^D L — Gew. jedoch 2) (=iiypbE, 
■ji'^üObi:) Erdichtetes, Falsches. Levit. r. 
sct. 19,' 162* das Buch Deuteronomium klagte 
vor Gott: ^p\-iiiT bDü: f^ohti -^DN-oyT r;7;:bo ■'i-ipy 
rtb-iiaa nbiD miz-'n -[ib^m dnaT nujbuT D-isa«; 
'm Salomo hat mich (durch die Uebertretung 
einiger Gesetze, namentlich durch Entfernung 
des Buchstaben Jod, vgl. n^y) vernichtet und 
als falsch dargestellt; denn jedes Dokument, 
von dem zwei oder drei Sätze aufgehoben wer- 
den, ist als ganz aufgehoben anzusehen. Ber. 
Sl*" -lüDbc "jn-nn naiy nns ■'NT Ar. (Agg. 
hier wie sonst oft irobs) du wirst doch deine 
Gesetzlehre nicht als falsch erscheinen lassen, 
vgl. nnp im Pael. Suc. 29* nj'a-iN b'^ncn 
■'TSM bin ni^obs iDma bs» \^-pib rmiws;: D-iai 
■'2:1:1p byi npn nnna ^bn;?3 by^ npo m? 
nmu r"i3b"'N (nnobs) wegen vier Dingen tritt 
die Finsterniss der Lichtkörper (Sonne und 
Mond) ein, näml. wegen der Schreiber falscher 
Documente (zu Jemds. Nachtheil, was er nicht 
beauftragt hatte), ferner wegen derjenigen, die 
falsches Zeugniss ablegen, wegen derjenigen, die 
Kleinvieh züchten (welches die Aecker verdirbt) 
und endlich wegen derjenigen, welche gute Bäume 
(selbst wenn sie ihnen gehören) fällen. Tosef. 
Snc. II dass. 

Di/D/ö m (gr. tpäa-rikoi oder 9acioXoc, pha- 
selus, phaseolus, mit eingeschaltetem b) 1) eine 
Pflanze, die essbare Schoten trägt, vgl. 
auch Low, Aram. Pflanz, p. 395. — Kil. 1, 3 



und Tosef. Kil. I Anf. j. Kil. I, 27* mit. erkl. 
unser W. durch nsiMiD ed. Sitomyr (a. Agg. 
r;yi)iis; R. Simson zu Kil. 1. c. liest Nn72-is). 
— 2) N. pr. Pelaslos oder Peloslos. j. Ab. 
sar. III, 4 in der Mischna, vgl. auch das. 42* 
un. aiboibc p oibp-iD Periklos ben Pelaslos. 
In bab. Ab. sar. 44'' steht 0''3Dibs Pelos- 
phis. 

*iCP72 »«• (=';i::ob3 s. d.) Balsam. Genes, 
r. sct. 33, 32'ä hätte die Taube jenes „Oelblatt" 
aus dem Paradiese geholt (wie R. Bebi meint), 
•jii^obD IN iiM2p IN nbiy» nm nN-'na nnTt «b 
so würde sie wohl etwas Besseres gebracht 
haben, Zimmt oder Balsam. Nnm. r. sct. 13, 
217'' in der zukünftigen Welt wird Gott den 
Frommen ein Mahl im Paradiese bereiten; "cnt 
Di?2Taa ■'üN-in «bi 'ji7:Dbsn Nb ';''D''-ii: sie wer- 
den hierzu weder Balsam, noch andere vorzüg- 
liche Gewürze nöthig haben. — Mit « prosthet. 
und Wechsel der liquidae: liBpIDN s. d. 

NSiDl/S s. NDioib^s in 'id. 

1 - T . 

Ni^''p1'7iS /. pl. was zum Trinkgelage 
gehört. Das W. stammt wahrsch. von zwu, 
rou ab, etwa: potalenta. Jalk. II, 23'' Barsi- 
lai schickte dem David nauja nptho T73 ■'"in 
'j''^ bü PT'3n ibN Pisa Np^aibic ibs zwei Arten, 
die zum Trinken gehören, näml. aa\a70 (2 Sm. 
17, 28), darunter sind die Trinkgeschirre, unter 
Pisa sind Weinfässer zu verstehen, vgl. NP"'P'iä. 

b^h2>, %b'B »»., r\%% f. (arab. JiU) 
Pfeffer, Pfefferkorn, TOXspi, piper. Schabb. 
64'' r.ür, ni-ib bsbs Pfeffer (pflegt man im 
Munde zu tragen), um dessen übeln Geruch zu 
vertreiben. Das. 90* Nino ba pbsbD von Pfef- 
fer ist auch ein kleiner Theil zum Tragen am 
Sabbat verboten. In Gera. das. wird dieselbe 
Nutzanwendung wie oben angegeben. Raschi 
bemerkt: Darunter ist nicht unser Pfeffer zu 
verstehen; vgl. auch zu 64'': TilN bsba ein 
längliches Pfefferkorn. — PI. Ber. 36'' ys 

nb-i?a ';ia''''n ii^^'^^r- '\-n2bb ';''b:bEn nr „Ein 
Fruchtbaum" (Lev. 19, 23; nach der Deutung; 
ein Baum, der selbst genossen werden kann) 
das fügt einen solchen Baum hinzu, dessen Holz 
und Frucht gleichen Geschmack haben; welcher 
ist das? Der Pfeffer. Das besagt dir, dass 
auch der Pfeffer dem Verbote der Orla (d. h. 
des Genusses in den drei ersten Jahren der 
Pflanzung) unterliegt. Tosef. Jörn tob (Bez.) II 
g. E.: im Hause des Rabban Gamliel "[ipmia vn 
inrä D''n''-i3 l^bEb'^Dn zerstiessen sie (am Feier- 
tage) den Pfeffer in ihrer Mühle. Das. i-ibobD 
pipima zerstossenc Pfefferkörner. Trop. Tract. 
SoferimXV,8T'bDbaan3ia73mnb72a!Tnpnnba7:: 
'ai die Bibel ist dem Salz und die Mischna dem 
Pfeffer verglichen u. s. w., vgl. nb?3. j. Horaj. 



Hh£>b'i 



57 



NnpA^'s 



III g. E., 48' ob. nüjDN -",pv3 'j-'bs'rs biia nb'a 
nTib DJiyb -iTUSN ■'N ■j'^bsbs «bn nT'nb obi^b 
nbu Nbn das Salz ist für einen billigen Preis, 
der Pfeffer aber für einen theuren Preis zu er- 
langen; die Welt kann ohne Pfeffer, sie kann 
aber nicht ohne Salz bestehen. Daher sagt 
K. Samuel bar Xachniau : Die Mischna ist dem 
Talmud vorzuziehen. — Khl. r. sv. -t □;, 92"^ 
•j-ibcbsD o^zd:. ■'b;* any^in crmp. 1. = Sifra Wa- 
jikra g. E., cap. 22 lib-iDn, s. •jib-'B. 

N^S'PS- Xn^2^E eh. (syr. j?.=-iS^ = b|bü, 
nbEb2) Pfeffer', Pfefferkorn. Keth. 75*n''-iai 
rsn-iny i^a;n n^^aiD^ Nbsbs ü-'p:T niBSN ^733 ran 
auch was den Übeln Geruch aus dem Munde 
betrifft (so ist das beim Priester nicht als Lei- 
besfehler anzusehen), denn es ist ihm möglich, 
dass er Pfeffer in seinen Mund nimmt und den 
Tempeldienst verrichtet. — PI. Schabb. Ul'' 
■«bEbE (Ar. "'bs-iD). Pes. 42^ Nrja-'^s ■'bsbc läng- 
liciie Pfefferkörner. Jom. 81 "^ u. ö. "bcbs D3 
"itaE "imEDT NTarn Jera., der am Yersöhnungs- 
tage Pfeffer kauet, ist nicht straffällig, weil letzterer 
nicht eine geniessbare Speise ist. Thr. r. sv. 
T^yrr, öl** eine Karawane ging nach Jerusalem 
'31 i'^bsbc y^yvi iibia:; ';nN;: \y^-\ und führte 
mit sich 200 Kamele, die mit Pfeffer beladen 
waren. Das. ö. — Trop. Meg. 7^ Nin «aa 
i"ip N2:: ■'b;:?3 Nrs''-in NnbabB besser ein schar- 
fes Pfefferkorn als ein Korb voll (geschmack- 
loser) Kürbisse; d. h. ein kleiner aber gehalt- 
voller Lehrsatz ist einer bombastischen, nichts- 
sagenden Phrase vorzuziehen. Chag. 10^ dass. 

'72'7S I Pilp. (Denom. von bsbs) 1) scharf- 
sinnig disputiren; eig. einen scharfen (dem Pfef- 
fer ähnlichen) Geschmack verleihen, eine Sache 
pfeffern; s. die letzte St. im vrg. Art. Schabb. Sl'* 
naariD nnbDbs hast du in der Wissenschaft der 
Gesetzlehrc (dort für die Ordnung, Talmudabthei- 
lung Kodoschim) scharfsinnig disputirt V B. mez. 
85'' Resch Lakisch sagte: in72D --nn ^nbcbs sb 
ich habe nicht wie er (R. Chija) in der Gesetz- 
lehrc scharfsinnig disputirt. — 2) übrtr. hef- 
tig streiten. Tosef. B. bath. YII Anf. -.m bs 
nrf3N nrT'7: -ihn 'J'7a^n•' ia ibsbD sbu; etwas, 
worüber die Waisen nach dem Tode ihres 
Vaters nicht heftig stritten. 

'7072 eh. (=bEb3) scharfsinnig disputi- 
ren, s. TW. 

^]ShSi m. N. a. scharfsinnige Disputa- 
tion. B. bath. lib^ bisba byn der Meister im 
scharfsinnigen Disputiren, vgl. TTiy. Aboth 6, 6 
(Borajtha) D^T'Jibn- bisbc das Disputiren der 
Schüler, j. Ter. IV, 42'' mit. N'-i3n bisb-'B« 
NT p-'ywia aus der Disputation der Gelehrten 
habe ich dies vernommen. Tem. 16* die vielen 
Normen für die Gesetzlehre, die in der Trauer- 
zeit nach dem Tode des Mose in Vergessenheit 

Lbty, Nouhobr. u. Chald. Würterbuoh. IV. 



gerathen waren, ibisbD): t:- p b.x'rry ■ji-inn 
rief Othniel ben Kenas durch sein scharfsinni- 
ges Disputiren wieder ins Gedächtuiss. 

X!pi£'7£ eh. (=biEbE) scharfsinnige Dis- 
putation. Ned. 38* KBbya NbiDb-s blos die 
Disputatiousweise in der Gesetzlehre wurde dem 
Mose zutheil, die er den Israeliten mittheilte. 
Erub. 67=" Nbi=bB73 rj'si; rr'':-):D yn-r: n-üa 'i 
Nisn '-n R. Schescheth zitterte an seinem gan- 
zen Leibe infolge des Disputirens des R. Chisda. 
Keth. 103'' un. R. Chanina sagte: Sollte einst 
die Gesetzlehre bei Israel vergessen werden, 
■'bi3bE73 nb N:-inn;3 so würde ich sie durch 
mein Disputiren wieder ins Gedächtniss rufen. 

|'72/'''S. i73^S m. Adj. Meister im Dis- 
putiren, j. Hör. III g. E., 48^^ ob. onip imio 
•jbsb-'sb der Ordner der Lehren (Halachoth) ist 
dem scharfsinnig Disputirenden vorzuziehen, j. 
Hör. g. E. (in den Agg. des babyl. Tlmd.) vz^ix 'i 
ibabs Nim pTo tttm (in den Agg. des jer. 
Tlmd. crmp.) R. Imi, der ein Ordner und ein 
Disputirender war. 

'7S'7E *n Pilp. (von b^-i = b^a ; mit daraufflg. 
HBya) mit Staub bewerfen, bestreuen. 
Tauch. Wajescheb Anf., 41'' bsbcb -thizrt fn^iin 
pin: n^biiTir: tn LVirinb mmni:m nEra der 
König sah sich genöthigt, sich mit Staub und 
Erdschollen zu bewerfen (darin zu suchen), um 
den Edelstein (Perle) aus ihnen hervorzubringen; 
vgl. auch "!EnE. 

"^S/S eh. (=vrg. blbs) mit Staub bewer- 
fen, bestreuen, s. TW. 

DlS^^iS s. in 'id. 

lliJ/'S ni. (von ybs?) Schlinge, die man 
über den Kopf eines Thieres wirft, um es zji 
erdrosseln. Kel. 23, 5 nisbEm !\T2r. die Falle 
und die Schlinge. Ar. erklärt das W. durch 

arab. pm, lö^« "^^^s. 

NJ^'PS masc. (arab. ^äJU, Grndw. bs s. -bs) 
Riss, Spalt. Khl. r. sv. Di-)m 'O^ 13, 85'' in 
nnE in in NprD nn ein Ritz (Riss) oder eine 
Wunde. — pbE Git. 69'' denom. von "'pb^'E s. d. 
in '^E. 

]1lJ|P^1£ m. (gr. ^rXsxTov) Gedrehtes, Ge- 
zwirntes. Cant. r. sv. biy: p, 24'' '1 riT^p-, 
•[lupbiD iTJ-ipiE D3-i'r ob-'py NTiB-nD n»N ^o-'O Ar. 
(Agg. Nüp-'bcs s. d.) das W. rm-p-i (Ez. 16, 10) 
übersetzte R. Sisi: Purpur. Akilas übersetzt es : 
TcotxiX-ov TtASJt-ov Buntgewirktes, Gezwirntes. 
Thr. r. Anf., 51* steht dafür Nüp^bs, TrXexxa. 

Nnp^''S. Ni"^!?^?!/- eh. (gr. xa'XXa?, 7:aXXa- 
xt;, zaXXaxT], iibr. äabs) Kebsweib, s. TW. 

8 



\ifbs. 



58 — 



IJjS 



1^72 1) (="i;3; Grndw. bc eig. spalten, 
übrtr. = p^2) aufsuchen, nachsuchen. Pi. 
dass. Thr' r. (citirt vom Ar.?) TCib-'D Nb er: 
cn-'-.nN rTwb'E Nb y-r. ntti ynr-, ms -.ns 
(Var. T:;E"'n) sie haben das Verfahren des Rech- 
tes nicht aufgesucht, daher hat auch das Ver- 
fahren des Rechtes sie nicht aufgesucht. — 2) 
(=bh.) offen stehen, durchbrochen sein. 
Pi. öffnen, durchbrechen, j. Suc. III, 53° 
mit. ~c: n"':s:i3 wb"'D sbi ap'; wenn der Pa- 
radiesapfel ein Loch bekommen, dieses aber nicht 
nach innen durchbrochen hat, so darf der Pa- 
radiesapfel zum Feststrauss verwendet werden. 
Part. Pnal Schabb. 117^ 'isK . • . -iriE-ir; -in": 
fflbiss: ii^Nw eine Vorhalle, die durchbrochen 
ist, eine Vorhalle, die nicht durchbrochen ist. 
Erub. 6^. Snh. SP'' ob. -i-innb cbissr; r'^a Ar. 
u. Ms. (vgl. Dikduke; Agg. iijT'n rr^n) das Ge- 
häuse der Tefillin, das nach dem daran grenzenden 
Gehäuse zu durchbrochen ist. Tosef. Kil. II 
Anf. 1E-12 Tjn nTcn cs-.s •j'^cbnE:: ';''7:bn nöba 
drei Furchen, die vom Anfang des Feldes bis 
zu seinem Ende durchbrochen sind. j. Suc. I 
Anf., 51'= 'j-'cbiE-srT a^~:ä> Brücken, die durch- 
brochen sind. j. Erub. IX g. E., 25"^ dass. — 
Trop. Genes, r. set. 44, 42<= wird n^b^^CK": (Jes. 
41, 9) gedeutet: ■;^-l5•:^T nr:; -fcbii"": von 
ihren allgemein Bekannten (Offenkundi- 
gen) habe ich dich bestimmt. Das. sct. 70, 70^ 
„Laban hatte zwei Töchter" (Gen. 29, 16), '32 
1310 -"T übisrt qis;2 niöVisa mmp wie zwei 
sich erstrcQkende Balken von " einem Ende der 
Welt bis zum andern; d. h. ihr guter Ruf war 
verbreitet, allgemein bekannt; vgl. auch 'jib^ü. 

arbZif. pl. (gr. <poXi?) Schuppen. Pesik. 
Para, 35* "'":- Nnbcb y" arb'o'Tr, ^ib;~ 
Ar. (Ag. Nn"D-.nr; s. d.) die Füsse der Henne 
gleichen den Fischschuppen,- rieht, jedoch NiT'jBDn 
s.d. 

'H/S Ber. 4=" u. ö. s. ri-2. 

JSittS masc. (viell. ans flammatum gebildet) 
Leuchte, näml. eine Stange, an deren 
Spitze eine Lampe angebracht ist. Men. 
28* ■'■p^a z'Tzz Ninr; ein solcher (Leuchter ohne 
Röhren heisst nicht nmrj), sondern ai72D. 
Nach Raschi: kleiner Leuchter. Schabb. 44* 
'dt rz'::z ""^by ■p'b-ini:; i:ise eine Leuchte, die 
man am Sabbat brennen hatte u. s. w. — PI. 
Schabb. 121* un. ■'an rTin b\3 niaiaE die Leuch- 
ten in dem Hause Rabbis. 

D^CS s. cn-':e, b-i;;;?. 

N^^C2, N'^'D2/. (lat. farailia; die erstere 
Form ist die gewöhnliche, so wie i^ibpia für 
l^bp-'i:;) Dienerschaft. Ber. 17* ob. R. Safra 
sagte als Schlnssgebet: Dein Wille, o Gott, sei 

es, ba N-'bttEm nb?» b\2 N"'b»E3 Dibo D-icra 



^.tiTZ dass du Frieden stiftest unter der himm- 
' lischen Dienerschaft und unter der irdischen 
Dienerschaft: d. h. (vgl. Raschi): unter den 
Schutzengeln der Völker; denn wenn erstere un- 
einig sind, so bekriegen letztere einander, fer- 
ner: unter den Gelehrtengenossen. Snh. 99'' 
Aehnliches mit Bez. auf .Jes. 27, 5. Das. 27'' s. 
V\-dz. j. Sot. V g. E., 20= nn. nr-.E 'inrs dvn 
I '21 ht; ibc N-'b''rs ■'bnai^i Ijob gehörte zu 
I den Dienern Pharao's und zwar zu den Vor- 
! nehmsten seiner Dienerschaft: mit Ansp. auf Ex. 
I 9,20 und Hi. 1, 2: „gottesfürchtig'-. Nnm. r. 
! sct. 4 Anf. Das. sct. 11, 213"= rrcTlzr: b"i2'32 
1 "b'ü N"'b"E die Dienerschaft Gottes wurde gleich- 
I sam vermindert; mit Ansp. auf Dan. 7, 10: 
I „Tausend mal tausend bedienten Gott", während 
i nach Hi. 25, 3 „Giebt es denn eine Zahl für 
I seine Schaaren?" — Ferner Nibas Name eines 
Kleidungsstückes, s. nächstflg. Art. 

i S*:;!:'^?, verk. ü'bc^ m. pl. (lat. ferainalia, 
i tmsp.) Kniehosen. Genes, r. sct. 84, 82° „Sie 
1 zogen dem Josef ans T>br ~wN" (Gen. 37, 23), 
j "ibw N-:b":E '' das bedeutet: seine Kniehosen. 
\ Kel. 27, 6 N''":brE Ar. (Agg. N-rbT^E. Hai in 
I s. Comment. N':b" "e, wahi-sch. crmp. R. Simson 
j z. St. liest auch in Jeb. 101* und 102* Ni:ba->s; 
: Agg. N-'bEiN). Tosef. Kel. B. bath. V g. E. 
' ris^b":: Kniehosen (als dicke Kleidungsstücke, 
•Ii3:?r;)'. Genes, r. sct. 99, 97° a-'2:2;; c^Dib "ibs 
«■ibb/^E E"''i:32ib ibsT (wahrsch. zu lesen «"'SbTiE 
j oder ; in b verw.) die Einen (d. h. die Lewiten, 
; Priester) waren mit Beinkleidern bekleidet, und 
' die Anderen (die griechischen Feldherren) waren 
mit Kniehosen bekleidet, vgl. auch N^lbs. 

N'pT2"£ oder N^CICT?/. (wahrsch. pers.) 
königliche Kriegsschaar, Trupp. B. mez. 



93" 



Np217:''S- 



-.r, Ar. (Agg. Npo^M-lS^) 



dort waren Männer der königlichen Kriegsschaar 
anwesend. 

X"'^C£ s. N-i-iE, vgl. auch tjrN-iE. 

-.70 ^ ^ . 

OiüJS. Cilj£ m. (gr. (ps'va^) Täuschender, 
Betrüger. Mechil. Jithro Bachod. Par. 1 xb 
nsrr; C2b ^z^ri sbc -y -.22 . . . ma:E rrnr; 
2-12-:; v"- =="' '•~'2"!p~ (Jalk. II, 51'^ liest d3:d) 
ich gab die Gesetzlehre nicht als ein Täuschen- 
der (nnr, Jes. 45, 19); denn bevor ich euch die 
Gebote ertheilte, schickte ich euch schon die 
Belohnung derselben voran. 

"1|JB Pangar, N. pr. Thr. r. sv. rr'-iS vn, 
55°'' 'iMN -im r,^T2-üi sirp -sn -jn •;— v:n ■j-'-ri 
nvrs njlB zwei Amoräer sind (betreffs des 
Namens des arabischen Herzogs, Dux, Eines 
der vier Herzöge, die der Kaiser Vespasian zur 
Belagerung Jerusalems mit sich genommen hatte) 
verschiedener Ansicht: der Eine sagt: Er hiess 
Kilos, und der Andere sagt: Er hiess Pangar. 
Das. R. Jochanan ben Sakkai entfernte sich 



Ulli 



59 



p-:is 



heimlicher Weise aus Jerusalem und traf im 
Kriegslager des Yespasian ein. ■jiböTi Vdti»i~ 
■[■'Oiy -::-'D n^inn isn: ';:'pw ninn mba;3 iK^'^ 
©nsn DN 'j-'nmm "i3in 'j\N-'n7: onb -iKx ib 
on2n PN i-isrnn -a^z -\:2H n-'an- ns ■;-'n-'373T 
ns-'3 ;an3 in pipa bnra n^an- rx ■jinnTOT 
;on:r; tn 'j-'-imm nain iW373 anb -i73n Tuaiy 
u;n;r! rs ';-'j-,iri n;:D n^awx bi;7ort pn ■;-'n^:;:T 
■'N3T p iim^ '-I ib -;JN bna;:- rj* i^D-iTOi 
l-^i^y ';nrPT':;73b Ka^3 ^i^in N-'-'~r:;: b^ ^;:Db 
'st die Räthe des Kaisers begannen mit ihm 
(dem R. Jochanan) in folgenden Parabeln zu 
sprechen: Wie verfährt man mit einem Fass, in 
welchem sich eine Schlange eingenistet hatV 
Er antwortete ihnen: Mau holt einen Zauberer, 
bannt die Schlange und erhält das Fass. Pan- 
gar entgegnete; Man tüdtet die Schlange und 
zerbricht das Fass. (Vespasian hatte näml. 
dem K. Jochanan Vorwürfe gemacht, dass er 
nicht die Uebergabe Jerusalems an die Römer 
bewirkt. Letzterer machte den Einwand, dass die 
Zeloten sich der Uebergabe widersetzten und 
dass er bisher gehofft habe, letztere nach und 
nach zu bekämpfen oder zu verdrängen, um die 
Stadt unversehrt den Römern zu übergeben: 
man könne die Schlange bannen und das Fass 
erhalten. Darauf entgegnete Pangar: Es wäre 
richtiger, die Zeloten zu tödten und die Stadt 
zu zerstören. — Aehulieh Git. 56'', wo '\'\'p'\i 
anstatt anJ steht, wonach aber auch R. Jocha- 
nan keine Entschuldigung hätte vorbringen kön- 
nen). Ferner sagten die Räthe: Wie verfährt man 
mit einem Thurm, in dem sich eine Schlange ein- 
genistet hat? („Thurm" bedeutet hier wahrsch. 
den Tempel.) Er antwortete : Man holt einen 
Zauberer, bannt die Schlange und erhält den 
Thurm. Pangar entgegnete: Man tödtet die 
Schlange und verbrennt den Thurm. R. Jocha- 
nan ben Sakkai sagte hierauf zu Pangar: Die 
Nachbarn fügen blos ihren Nachbarn Böses zu (d. h. 
die Araber dem ihnen benachbarten Palästina). 
Anstatt einer Fürsprache führtest du Anklage 
gegen uns. Pangar erwiderte: Das geschah blos 
in wohlwollender Absicht; denn so lange dieser 
Tempel stehen bleibt, so werden die Reiche 
euch anfeinden u. s. w. Das. 56^ nuJnDT 'j73 
'b-'s p'^bDT N-DDTt ni'anNb «•^osü ym« :ibD 
'ai -i33Db riNaiyiQ nachdem Vespasian den Tem- 
pel erobert hatte, so vertheilte er die vier 
Mauern an die vier Herzöge; die Westmauer 
fiel dem Pangar zu, welcher sie verschonte, weil 
die Gottheit im Westen ruhte. 

Si:S m. 1) Griff, Stiel, s. n^e. — 2) (pers. 
JiwAi. arab. Jj,i) Panda, Name eines Mannes. 

Ber. bb^ -i?:n ki^d 'n -iKn r\'2-^'py '-\ -\iin 
Din3 (?)'"! R. Akiba sagte Namens des R. Panda 
Namens des Nahum (wahrsch. Nahum aus Gimso, 
daher ist wohl in", eine Gorruptel). — Ferner: 



Beiname eines Dämons. Schabb. 67* 

Nn:3 Np^-T'ia -a Nv^ib n^rnaCN (Ms. M. n^:d) 
ich traf den Dämon Sohn des Schirika Panda. 
— ~'i:ii;, 'i"i"''i3"i2 s. d. in 'is. 

p"^12 I ni. (syr. ^^,l,s, ai-ab. |^tXlj=gr. 
xäp'jov zovTixov) Haselnuss. Ar. erklärt das 

W. durch Tiba, \wU» dass. — PI. j. Git. VII, 

48'' un. ibin iniN;: n7:o tjd no^b ■j'^o-'is bsN 
■imN?: n;: sbrn ^20 noy sbi i5:::y niNp'isiE 
■'bin Avenn Jem. (der krank war und seiner Ehe- 
frau einen Scheidebrief übergab, der, falls er 
infolge seiner gegenwärtigen Krankheit sterben 
sollte, giltig sein solle) Graupen im üebermass 
ass (und kurz darauf starb), so ist anzunehmen, 
dass er infolge seiner ersten Krankheit starb (denn 
ein solcher übermässiger Genuss tödtet noch 
nicht); wenn er aber nach dem Genüsse von 
Haselnüssen, ohne irgend welche Beimischung, 
nicht mehr aus dem Kraukenbette kam, so ist 
anzunehmen, dass er nicht infolge jener ersten 
Krankheit starb; denn der Genuss von Hasel- 
nüssen bringt Gefahr, j. Nas. I g. E., 51'= (mit 
Bez. auf die Mischna: „Wenn Jem. sagt: Ich 
habe einen Korb voller Nasirate gelobt, so prüft 
mau ihn, ob er sich den Korb mit grossen oder 
mit kleinen Früchten gefüllt dachte: im erstem 
Falle hätte er wenige, im letztern Falle viele 
Nasirate gelobt"). nbnP3 iinainb in« ■j^b-'Utt 
Di3i7:i ^s nnNT ';"':*i-inN nn-^b'a ibto iniN iinit 
"p nnNi 'j"'p'73i2 13 "insi D''Ti:(n -ja nnsi 
bnnn ^d -ihnt '•i-'7:ia7JTvn Ar. (Agg. -j^npHns) bei 
dieser Prüfung verfährt man erschwerungsweise 
(d. h. mit sehr grossen Früchten beginnend und 
nach und nach mit den kleinsten Früchten 
schliessend). Man fragt ihn näml. : Meintest du 
einen Korb voll von Paradiesäpfeln, oder von 
Granatäpfeln, oder von Wallnüssen, oder von 
Haselnüssen, oder von Pfefferkörnern, oder von 
Sesam, oder von Senfkörnern? 

p"21£ II m. (gr. KavSoxswv, 7cav56xt.ov) Gast- 
haus, Haus eines Gastwirthes, Herberge. 
B. mez. 26'^ pn3iD inu:j' er machte es zum Gast- 
haus. Sot. 10* riT ^73N nm onns nr -72n in 
pn;iD ein Autor erklärt das W. blas (Gen. 
21, .33) durch Baumanlage, ein anderer durch 
Gasthaus. Mac. lO*" wenn zwei Menschen Mord- 
thaten begangen haben, der eine vorsätzlich und 
der andere unversehens, piiisb i:WT73 nap- 
'di ins so lässt sie Gott in einem Gasthaus 
zusammentreffen. Derjenige, der unversehens 
getödtet, besteigt dann eine Leiter und fällt 
auf den vorsätzlichen Mörder herab; sodass 
letzterer erschlagen wird (seine Todesstrafe also 
büsst), jener aber in einen Zufluchtsort aus- 
wandern muss. j. Ber. IV, 7*= un. R. Chanina 
sagte: nn« pi:is bs:N 'ot* '-la bNSMiai 'i -.33^73 



p-^iis 



— 60 



N^n:s 



'D"! 'b ~nNi R. Ismael bar Jose zog mich zu 
einem Gasthanse und sagte mir: Hier betete 
mein Vater u. s. w. Num. r. sct. 2, 184*^. Das. 
sct. 13 Anf. „Die Fürsten brachten zur Ein- 
weihung der Festhütte nur wenige Opfer, je 
einen Farren, einen Widder" u. s.w. (Num. 7, 
1 fg.) r;-iiyo vzüb D^N-^na iim -j-iib ni:^^ -jbab 
crN -p -jban Dnb "Mn •p-,Z'zr, ^^bi "j-nn ^cb 
•'S^NT -jbä TN ■'b 'j-'jm: dpn "iSi •'b D^naaa 
■'cb"; ::n:N T^na i:^;ns t:72n nsban ::bT>a 
nmab srariDD Y' iroisr; pn^isr: ^cbi ~pnr. 
"1^133» i:n ^723 r;N-iri ■]b\3 i'^-iiabsb c:3m 
'31 -[3 ^r.TN ein Gleichniss von einem König, 
der sich auf Reisen begab und dem man eine 
Mahlzeit, dem Wege und dem Gasthause ent- 
sprechend, vorsetzte. Der König sagte: Wie, 
so wenig verehrt ihr mich, und solche geringe 
Gaben bringt ihr mir! Bin ich denn nicht der 
König und der Herrscher des Reiches! Sie 
aber entgegneten: Unser Herr, wir sind unter- 
wegs, und dem Wege und dem Gasthaus ent- 
sprechend brachten wir dir. Wenn du in die 
Stadt kommst und in deinen Palast einziehst, 
wirst du sehen, wie wir dich verehren. Ebenso 
sagte Israel: In der Wüste bringen wir dir, o 
Gott, nur dürftige Opfer; sobald du aber dei- 
nen Tempel in Jerusalem beziehen wirst, so 
werden wir dir die grossen Opfer darbringen 
(Ps. 51, 20. 21). Git. 8, 9 ■^ptiiD^ iM? n:b 
(crmp. aus pniica) sie übernachtete mit ihm in 
einer Herberge. — Chald. j. Ber. VI, 10'' un. 
ar^—21 Npi;i2 (od. Nn3-3:^) das Gasthaus zu 
Berachta (Nibrachta); s. auch TW. 

"p-^lB, N;p"i12, nN|^-;iS masc. Adj. (gr. 
:rav6oxcc, TiavSoxeu?) Gastwirth. Levit. r. 
sct. 1, l"45<^ „Gott rief den Mose" (Lev. 1, 1). 
-anb ~böb -«n::! iin xbN . . . N"ip Nb nrnnsbi 
ibffi ■'p~2i2 C? rief er denn nicht auch den 
Abraham (Gen. 22, 11)? Allein es ist keine 
Schande für den König, mit seinem Gastwirth 
zu sprechen; mit Bez. auf biON, s. vrg. Art. Anf., 
vgl. liip:. j. Ber. III, 6"^ ob. -^aip ■jiar-' •jiir: 
Nipn:iD sie sassen vor dem Gastwirth. Genes, 
r. sct. 92, sg"* fg. -Npn::E . . . ^pn:iD in ein 
Gastwirth. 

iTp" J1£ /■ (gf. :rav5c'xicca , 7iav8ox;ÜTpia) 
Gastwirthin. Dem. 3, 5 r"'p-:n2b pirn wenn 
Jem. der Gastwirthin eine Speise zum Zuberei- 
ten giebt. ChuU. 6" dass. Jeb. 122^'' Nnr sbi 
r^pn:i23 r;r!3 (das. erklärt n-'n33 n-'pisiD) 
sollte denn eine vornehme Israelitin (eig. für 
den Priesterstand Würdige) nicht so beglaubigt 
sein, wie eine nichtjüdische Gastwirthin? Esth. 
r. SV. ^niBi d;, 103'' wird diese Phrase als ein 
Sprichwort mit Bez. auf Ri. 10, 6 angewandt: 
„Allen Götzen diente Israel, Gott hing, verliessen 
sie ganz", vgl. iinn-is. — Chald. NP-pirc, s. 
TW. 



"n~3£ m. (denom. von Nnsi: funda) Geld- 
katze, j. B. hath. VII Ende, 15^ wenn Einer 
die Hälfte seines Feldes dem Andern mit dem 
Bemerken verkauft: A. soll dein Grenznachbar 
auf der einen, B. dein Grenznachbar auf der 
andern Seite sein, und an der dritten Seite soll 
die Hälfte des Feldes des C. dein Feld begren- 
zen! imD -i72N nm nmDD ya'j) ib ';m; -,-!zm -,n 
N^p-ias i-iaD nb "jms na« nm n^büH pas ib 
so sagt ein Autor: Er muss ihm eine Strecke 
Feldes in der Form einer Geldkatze geben (d. h. 
eine Seite lang und zwei Seiten kurz); ein an- 
derer Autor sagt: Er giebt ihm eine Strecke 
Feldes in der Form eines Zeugstückes (d. h. 
ein Oblong); ein dritter sagt: Er giebt ihm eine 
Strecke Feldes in der Form eines Bandes (fas- 
cia, d. h. in der Mitte ausgeschnitten). Aehn- 
lich ist die Gontroverse in B. bath. 62*'', s. 
isa II. — -nss Genes, r. sct. 50, 49'* s. 

I^DCNbp. 

NT^3S, NT-^JS. X1ü:2 Pandera, Pan- 
tera, Beiname Josefs, des Vaters Jesu. Schabb. 
104'' NT'nas p der Sohn Pandera's. Das. byin 
N~''-:3 der Buhle war Pandera. j. Ab. sar. II, 
40"^ un. 5<nn:3 p iüi Jesus, der Sohn des Pan- 
dera. j. Schabb. XIV g. E., 14'' un. nt^iSD iia-> 
(für NTin:!: p), vgl. to] und N'jqD. Khl. r. sv. 
r;:?n c, 94* N":''n3s ~a- i^b'^x ]'ä in Einer von 
jenen Jüngern des Sohnes des Pandera, vgl. 
yba. Tosef. Chull. II g. E. snuis p ;nii5"' Jesua 
(Jesus) ben Pantera. Das. auch ■'T'üjS dass. 

ri11"2£/. (gr. TcavSoüpa, pandura) Klingel, 
musikalisches Instrument, j. B. bath. III 
Anf., 13'* n~i"i;E i^^-iaT p^'N manche erklären 
das W. n"i3i3"ä7^ (s. d.) durch Klingel, j. B. 
kam. X g. E., 7" dass. 

niS ni. (==bh.), nur pl. di:e s. d. in i3b. 
NTllS »J.Schutz, Verwahrung. Wahrsch. 

T : - : ' 

das pers. panäh, parsi: pänäi, s. Spiegel, Trad. 
Liter. 411; vgl. Perles, Etym. Studien p. 20. 
B. kam. 103* Nib^pffi ■'NCSib n:j<t r^-T s'Ta 
NS-'yapT Nin «aby^ «•^nio- du weisst, dass ich 
das Feld für mich selbst gekauft habe (trotz- 
dem ich, um vor Gewaltthätigen gesichert zu 
sein, den Kaufbrief auf den Namen des Exil- 
hauptes ausstellen Hess) ; jetzt aber verlange ich 
noch einen zweiten Kaufbrief auf dasselbe Feld 
blos zum Schutz; damit näml. die Erben des 
Exilhauptes mir nicht auf Grund des ersten 
Kaufbriefes das Feld als ihr Eigenthum fort- 
nehmen. Jeb. 115'' rfpa'w NTilcb er liess den 
Buchstaben n (als Zeichen für nann) auf dem 
Gefäss stehen, trotzdem darin keine Hebe mehr 
enthalten ist, zum Schutz; damit näml. Andere 
glauben, dass das Gefäss noch Hebe enthalte, 
wodurch sie sich davon fern halten würden. 



^u:£ 



— (31 - 



^:£: 



""pJS (für '^j|N s. (]., gr. axävTvici; oder 
«Trav-a; mit vorges. b als Adverb) 1) ent- 
gegen, j. Ab. sar. II, 41'' un. pE3D '[Jn".'' 'n 
iDSb «■'■'02 inv 'ti -lossb (einige Agg. ■'•jssb 
crmp.) R. Jochanan ging dem R. Judan Nesia 
bis nach Akko entgegen. — 2) Panti, N. pr. 
Khl. r. SV. bnnr bx, 89'' 'cjid in ■'ib 'n R. Lewi 
bar Panti. 

]lJl''U4l£ masc. (gr. TrsvcaYovov) 1) fünf- 
winklig. Nas. S** ';"i;''l::is . . . r^'3 ein fünf- 
winkliges Haus. Tosef. Neg. VI Anf. und B. 
bath. 164'" dass. — 2) übrtr. fünffach. Xas. 
8'' X'an iiiiaaio . . . T't: ■'^nrr wenn Jem. sagt: 
Ich will ein fünffacher Nasir sein, so über- 
nimmt er fünf Nasirate, vgl. lis^'^. 

n^plJS Penutja, Name eines Ortes, j. Dem. 

II, 22'' ob., S. \ÖD3, NÖS5. 

XiTpiS/. Adj. (=Nnr3U5) fett. B. mez. 
86'' Xi-T^-jao nn Nn^oais» lNhjt Ar. ed. pr. sv. snjT 
(Raschi liest Nn-iiys, Agg. Nn"'jü3) eine schwarze 
und fette Gluckhenne, s. NrijT. 

]1i2j£ (gr. xävTMV, Gen. plur.) omnium, Aller. 
Esth. r. sv. np nn», 109'' \vc't, \•^^2^-\, äo.aivo? 
:ro',vTuv, der Herr Aller, s. 1"'":i~. 

DIDjS Adv. (gr. Tcavtu;) gänzlich, auf 
alle Weise, j. Snh. VI Anf., 23'' mit. wenn 
man zwischen dir und Pinchas loosen sollte. 
■jlSSTa in O^'DH^'JiT D1l33o so wird sicherlich (auf 
alle Weise) Einer von euch eingezogen, s. 

DlJ3JiS VI. (gr. lIc'vTo?) Pontos, Name eines 
Landes. — ■'NjTpq5E m. pl. (gr. UevTa(r/,waio!.; 
(Tfoho^ bei den Egyptern: eine Landstrecke von 
60 Stadien) eig. die Besitzer von fünf 
Landstrecken, N. pr. eines egyptischen Vol- 
kes. — ■'«^■'bi^UjE m. pl. (gr. l\f)-zoiizo\l-o.i) 
eig. die Besitzer von fünf Staaten, N. pr. 
eines egyptischen Volkes, s. TW. 

nOüiS od. naWS /. (vlell. für ri72DU3s, gr. 
cpavraaiJia) eig. Erscheinung; übrtr. der 
Wirklichkeit od. Wahrheit Entsprechen- 
des, j. B. bath. VIII Anf., 16^* mit. ■^•J-2 pni:^ 'n 
n20N sbi r!"L;c3D n)r72 (1. hdüds oder trnsp.) 
R. Jizchak suchte, eine der Wahrheit entspre- 
chende Antwort (auf die dort gestellte Frage), 
fand aber keine solche. Musaf. liest t<'c:::D, 
9avxa5i'a, syr. ^m,Jis, Einbildung. 

ni^pP^S w«. Adj. (etwa gr. jcsvraxaxoi;) der 
fünffache Sünder, j. Taan. I, 64'' un. •^53nns 
'si ■'blf nppU3D inax 'nb dem R. Abahu ward 
offenbart im Traume: Der fünffache Sünder soll 
beten, damit Regen komme. Er erfuhr von ihm, 
dass er fünf Sünden begangen, näml. feile Dir- 
nen gemiethet u. s. w., dass er aber auch manche 



Wohlthat ausgeübt hätte. R. Abahu sagte zu 
ihm: Du bist würdig, zu beten und Erhörung 
zu finden. 

"Si rijS (=bh.) 1) sich wenden, eig. sein 
Gesicht irgendwohin richten. Jom. l?*" u. ö., s. 
nri-s. j. Ab. sar. IH Anf., 42'"' ob. „Wendet 
euch nicht den Götzen zu" (Lev. 19, 4); bs 
IPiwSnb n:Dn bs laiN mini S pDi^'b -isn 
•ä':n2 d. h. wende dich nicht, um ihnen zu die- 
nen. R. Juda sagte: Wende dich nicht hin ist 
buchstäblich (zu nehmen), um sie anzusehen. 
Schabb. 149* wird derselbe Bibelvers gedeutet: 
ü'^riyra bs i:En bN wendet euch nicht den Bil- 
dern zu, die ihr aus eigener Gesinnung (als 
Phantasiegemälde zu einer Gottheit) macht; vgl. 
Raschi (wonach □■'b"'bNn=D^'bbn, näml. 3bn bbn 
s. d. zu deuten sei). Nach Ar.: Entfernt nicht 
(infolge des Götzendienstes) Gott aus eurem 
Sinne; wonach bs irsn bs, Piel zu deuten sei. 
— Thr. r. sv. iP3n, 5.3'' ■;b''b tijS er wandte 
sich, um zu gehen. Cant. r. sv. im73N, 31" wird 
«■"lEiTünN (Dan. 3, 2 fg.) gedeutet: miiDiNr; ibs 
ni: bsb •[■'T i'^iibi ';iTOn: •j-o das sind die 
Herrscher (Archonten), welche verdächtig sind 
und das Recht nach jeder beliebigen Seite hin 
wenden (■'3D-TJn). Nach einer anderen Deu- 
tung: i^T D^isisi ^■'SS l^TT-aiB welche das Gesicht 
der Vornehmen hoch aufnehmen und das Recht 
wenden. — 2) sich von etwas wegwenden. 
Sifra Kedoschim cap. 8 Par. 10 „Ich werde 
lenken ^3d pn" (Lev. 20, 5 und 6), das be- 
deutet: nn psiyi ■'poi' bD72 •^In niiD ich werde 
mich von all meinem Vorhaben wegwenden und 
mich mit ihm befassen (13!:= i^;-: gedeutet, s. d.), 
d. h. den Götzendiener bestrafen. Aboth 2, 4 bx 
n:Dn sb N72a n;oN rijONuab -laNn sprich 
nicht: Wenn ich mich abmüssigen (von meinen 
weltlichen Beschäftigungen wegwenden) werde, 
so werde ich das Gesetzstudiuni betreiben; denn 
vielleicht wirst du dich nicht abmüssigen. Part, 
pass. Ber. 43^* ■^1:2 n"^b3- rT'3 '(■'S der Schlund 
ist (während des Essens) nicht frei; das Spre- 
chen könnte daher schaden, vgl. üjSO. j. 
Schabb. IX, 11'' u. ö., vgl. auch ^^^V^ 3) 
Ausleerung, Stuhl haben. Tohar. 10, 2 
m:;" ■'-nnsb 'i^^iis sie verrichten ihre Nothdurft 
hinter der Wand. Schabb. 82 '^ mrsb -^-rirn 
'dt r!jE3 irsi wer nöthig hat, Stuhl zu haben, 
aber ihn nicht hat. Das. ö. j. Sot. I, le*" mit. 
u. ö. 

Pi. n3E, n^E 1) etwas wohin schaffen, 
forträumen.' Schabb. 18, 1 (126'') ib'^DN I^Ds« 
'31 n3ip aam yans man darf am Sabbat 
selbst vier oder fünf Körbe von Stroh oder 
Getreide forträumen, wenn man den Platz für 
Gäste oder Schüler nöthig hat. j. Git. VIII 
g. E., 49'' ob. Jem., der von seiner Frau ge- 
schieden ist, darf nicht mit ihr in einem und dem- 
selben Gehöfte wohnen, niBN bia T.in nr'r; cn 



62 — 



n"iis 



^72 •'3373 rj:D73 wenu das Gehöfte der Frau ge- 
hört, so muss der Mann die Wohnung räumen; 
wenn es dem Manne gehört, so muss die Frau 
räumen: wie aber, wenn das Gehöfte beiden 
gehört, wer muss vor dem andern räumen? 
Taan. 2V ']D ~nsT iru73 n« niDsb rTi;:bn iispa 
':i wbzri ra n;Db seine (des Nahum, der 
krank im Bette lag) Schüler wollten (als sein 
Haus einzustürzen drohte), zuvor sein Bett und 
dann die Hausgeräthe forträumen; was er jedoch 
nicht zugab. Das. irs -[d -ihnt wb^- ns 1313 
r'nn ?S31 irm7: ns sie räumten die Geräthe 
und dann sein Bett fort; hierauf stürzte das 
Haus ein. Trop. Aboth 3, 4 nb::^; inb nr373r: 
Jem., der seine Gedanken nichtigen Dingen zu- 
wendet. — 2) befreien, der Strafe oder 
dem Gefängniss entgehen lassen. Tanch. 
Wajikra, 134'' ein Dörfler und ein Palastdiener 
vergingen sich gegen den König; ^:mpb -;d 
'[•■33"iD''S "ir: ']"'nt3b2 pbi den Dörfler sprach 
er frei, aber dem Palastdiener legte er eine 
Strafe auf. Das. der König sagte: t.^zd i;mpb 
'dt Dn nia n3b7:r! loi"^"': yn*' Ij'^ns den Dörf- 
ler sprach ich frei, weil er die königlichen Ver- 
ordnungen nicht kennt u. s. w. (Jelamd. hat 
hierfür psi nbis, s. ■jje). Num. r. sct. 5, 192* 
cmN nlD?: ■>:« ■'in b'ia'wn meines Sohnes halber 
(der unter den Räubern gefangen ist) will ich 
auch sie befreien. j.Ber.IX, 13''ob., s. ainTrcrbs. 
— Part. Hofal. j. Jeb. HI, 4'' ob. n^rc ■j-^nN ^-^ 
nr^iTa insi n^ns Tic d^nvc: ';n;j wenn zwei 
von drei Brüdern mit zwei Schwestern verhei- 
rathet sind, der dritte aber ledig ist. Das. ö. 
Uebrtr. Nid. 22'' -;2i73 T^m:: ^z^i2 n32V2 -ia-"T 
ri;2T: ms ■'35 N-a-ii riTann •'3; nrEvai ons "«as 
n:Di73 ni-iN D"';"':n 13; die Worte ns-'ii und -i^'i 
(Gen. 2, 7 und 19) sind entbehrlich au bei- 
den Stellen, entbehrlich bei der „Schöpfung des 
Menschen" (da das. 1, 27 xns-'i steht) und ent- 
behrlich bei der Schöpfung des Viehs" (da das. 
1, 25 C?"'! steht): das W. n"!3''T ist bei der 
Schöpfung des Menschen entbehrlich (da hierbei 
nji-ii steht), bei der „Schöpfung der Seefische" 
hing. (1, 21) ist es nicht entbehrlich, da der 
Schöpfung derselben nicht mehr Erwähnung ge- 
schieht. Das. 23* fg. Schabb. 64^ u. ö. 

Nif. TiZZ' 1) Ausleerung, Stuhl haben, 
eig. sich entledigen. Ber. 62* nr yiz^ inrs 
nra nss:^ aip':^ nb^^ba nrcrn (das. erklärt 
DV3 n3D;c "O'''^) ^61" ist keusch? Derjenige, 
der des Nachts auf dieselbe Weise Stuhl hat, 
wie am Tage; d. h. seinen Körper nicht zu 
sehr entblösst. Schabb. 82* fg. — 2) (=TJs:) 
sterben, aus der Welt scheiden. Genes, 
r. sct. 98, 94=^ nrs: nTid ^b7a bis lamsb ba73 
abi7- •;?: ein Gleichniss von dem Freunde 
eines Königs, der aus der Welt scheiden sollte. 
Tosef. Par. III g. E. •>in nss: mein Sohn ist 
gestorben. 



■"iSi MB eh. (syr. ».is, ^.3=:rt:=) wenden, 
sich wenden, s. TW." — Genes, r. sct. 20, 20'' 
N\272-r ■'ISWD ('=hbr. 2~.j' Piiab) gegen Abend. 
Kidd. 65*. s. n^:? nr. 5. 

Pa. ":: 1) forträumen, fortschaffen. 
Taan. 20'' rf-'iiDb "Vz er wollte es fortschaffen. 
Thr. r. sv. -naT, 69 '' '51:2 -jirs räumet fort, 
räumet fort! (d. h. die Gebäude bis zum Grund, 
eine Uebersetzung von mr ny, Ps. 137, 6 = 
-ipm , Gen. 24, 20), vgl. auch -i;-:. Pesik. Sachor, 
26*. Das. Anija, 135* u. ö. dass. — Uebrtr. 
befreien, j. Ber. IX, 13* un. n^' ';i:':2 wir 
haben ihn freigegeben, j. Taan. I, öi*" un. sn 
Tibya ':d "j^'b hier hast du Geld und befreie 
deinen Mann. Das. n^ya n:: ■"izn'^TZ ^yz n;n 
rfS^rsTai ich will sehen, was zu thun ist, um ihn 
frei zu schaffen. — 2) Ausleerung, Stuhl 
haben. Schabb. 140'' R. Chisda sagte zu sei- 
nen Töchtern: nD''-^3i; ilsan SDTt ■j^ron «b 
verrichtet eure Nothdurft nicht an dem Orte, 
wo eure Männer sie verrichten. Ber. 62*. 

T^Si m., H'IjS /. (eig. Part.) 1) leer. Erub. 
17* fg. D''b372 ii:s . . . mN^: 'irs leer von Men- 
schen, herrenlos ; leer von Gegenständen. — 2) fr ei , 
ledig, unverheirathet. j. Jeb. VI, 7''un.R.Lasar 
sagte: nrcN aob sbc -•'i::- b? Nan "i:Dn r]« 
m;T rb''yz n; -^~ auch wenn ein Unverheira- 
theter einer Unverheii'atheten ohne die Absicht 
der Ehelichung beiwohnt, so ist das eine Buh- 
lerei. Das. VII, 8'' mit. Sifra Emor Anf. cap. 1 
u. ö. dass. j. Schabb. XIV, 14'' un. n-iiiB, Ggs. 
UJ''N PwN: eine Verheirathete. — PI. Num. r. sct. 
3, 1.S7'' ni^"::- ibx mrn yyz „Eine versiegelte 
Quelle" (HL. 4, 12), das sind die unverheirathe- 
ten Jungfrauen. 

'IS, iS:;£ eh. (=^:;:=, -:^:^) leer, ledig, 
s. TW. Genes, r. sct. 65, 64°, s. Nn-iab^O. 

"^3. ""WS m. 1) die Leerheit. Num. r. 
sct. 14, 225" 3:a Nbi* r-arr ^x:E:3 brT3n: xb 
ib ibm Josef schrak nicht zurück wegen der 
Leerheit des Hauses (dass dieses leer, unbewacht 
bliebe), sondern er floh und ging fort. Ge- 
wöhnlich — 2) freie Zeit, Müsse. Schabb. 
41*. 157* -n:d ib ni- «boa wenn er keine 
Zeit hatte. Das. ö. Ab. sar. 70''. 71* I'lN ^sib 
in;s C b"iy3b ^NID um den Wein vor den 
Götzen zu spenden, dazu nehmen sich die be- 
lagernden Krieger keine Zeit, zum Beiwohnen 
aber nehmen sie sich Zeit. 

SnnS/. eh. (=-'13e) freie Zeit, Müsse, 
s. TW. 

N''2S >K. (syr. lli^) 1) Vesper, Abend. 
Jom. 19* ni:d ^-ir,b gegen Abend. Taan. 20'' 
Nn30 •'bya-i n"';^ bs an jedem Freitag vor 
Abend. — 2) Panja, N. pr. Git. 65" un. 
N-ss -Ti: der Strom Panja. 

n^ülS m. (von "ts nr. 2) Abtritt, eig. Ort 



c^s 



— 63 



D^J£ 



der Ausleerung, j. Schabb. VI, 8° un. -,Tj'b 'n 
rr'^piN^ ■'Nanm Nii-'unt* Nn« ^■'■'SiDb btty 
n^b an-^T nimriNJa R. Lasar ging in den Ab- 
tritt, da kam ein Consulats-Verweser der Römer, 
erhob ihn rücklings und setzte sich dort nieder 
(die Erkl. des Comments.: Punja, Name eines 
Ortes, ist unrichtig. Ber. 62 "^ steht dafür: 
NCDn r''3b). 

W'lSi m. pl., oft /. (=bh., von einem Singl. 
n3E) 1) das Gesicht, eig. die Vorderseite, 
die man Jem. zuwendet. Pesik. Bachodesch, 
110* prDi;"'2 D':d mcy^T D"3d r,:i'j>r, pb nsi; 
N-p;2b nsyiT d"'3s mpmc a'^as n-pao/^ n"'3D 
'r"! Gott zeigte den Israeliten bei der Gesetz- 
gebung ein ernstes Gesicht, ferner ein mittel- 
mässiges Gesicht, ein freundliches Gesicht, ein 
lachendes Gesicht; ein ernstes Gesicht näml. bei 
Ertheilung der Bibel, wie Jem., der seinen Sohn 
mit Ernst unterrichtet; ein mittelmässiges Ge- 
sicht bei der Mischna, ein freundliches Gesicht 
beim Talmud und ein lachendes Gesicht bei der 
Agada; mit Ansp. auf D^iSca u"'3d, Dt. 5, 4. 
Aehnlich Tractat Soferim XVI Anf., wo CJd 
nn''N bia anst. msriT cid steht. Mechil. 
Beschallach, Wajassa Par. I NbKTa Vdnü:^ vban 
ibNffi-:: "jTa- bacN- m3Ti)n o^'z:i anb •;n-'3 ü-'-'ra 
n-i-'N» D''5D3 Dnb irr'; riabriD inx „die Wach- 
teln", welche die Israeliten bei vollem Leibe 
verlangt hatten, wurden ihnen mit finsterem Ge- 
sichte („des Abends" Ex. 16, 8) gegeben; das 
Manna aber, das sie nach Gebühr verlangt hat- 
ten, wurde ihnen mit leuchtendem Gesichte („des 
Morgens") gegeben. Genes, r. sct. 79, 77^ (mit 
Ansp. auf T^yr; '32 ns )w-\, Gen. .3.3, 18) \zn 
msiiTi önb nbia^^ b^'nnr; -i^yn-a D^'SS" pn Jakob 
zeigte sich den Vornehmen (eig. den Vordersten) 
der Stadt günstig, indem er anfing, ihnen Ge- 
schenke zu schicken. Das. sct. 91 , 88° die 
Hungersnoth begann bei den Reichen, -iDs 1"'N113 
nb u;-' T'xy mNir ■jarn . . . D^'T'Tay sbN ynsri 
■'jy msö 153131 TTian ns misnb ü^rvya Q^is 
135353 ü^"'3m3U5 13373 niNnb d^as ib i-iN „das 
Gesicht des Landes" (Gen. 41, 56) bedeutet 
näml. nichts anderes als die Reichen; denn wenn 
Jem. reich ist, so hat er ein fröhliches Gesicht, 
seinen Freund zu sehen; wenn Jem. aber arm 
ist, so hat er kein Gesicht, einen Andern zu 
sehen, weil er sich vor ihm schämt, j. Jom. VI 
Anf., 43^ s. -lao im Ilifil. Aboth 1, 15 u. ö, 
PID"' D^SD freundliches Gesicht, s. nao. Num. r. 
sct. 9, 204'^ DJ'T Va D13D ein verdriessliches Ge- 
sicht. Mechil. Beschallach g. E. Par. 1 „Ama- 
lekkam" (Ex. 17, 8)Di3ciibi5a mit trotzigem (eig. 
cntblösstem) Gesichte, vgl. iib^a. Deut. r. sct. 3, 
254"='' von der Schrift der Gotteslehre m r!tt)53 bu3 
Wiü'rt erlangte Mose den Glanz des Gesichtes; 
nach einer andern Ansicht das. büJ nmbri ^Ti 
D''3Dn TT erlangte Mose aus den Bundestafeln 
den Glanz des Gesichtes. Sot. 49'' ~\iirt ^33 



aban i"3a das Gesicht der Generation ist wie 
des Hundes Gesicht, d. h. so frech, j. Ab. sar. 
III, 43* un. iimp nibs 133 ims x^'^i-p^ hn 
abarr 133 ims den Götzen, den man Gottes 
Gesicht nannte, nennt man (zur Beschimpfung) 
Hundes Gesicht. Uebrtr. Schein. Meg. 12* 
1^53? n\ay xb r!a"pr; qs D^ssb «bs lujy xb an 
C^lBb Nbs sie (die Zeitgenossen des Ahaswer) 
thaten es blos zum Schein (dass sie den 
Götzen anbeteten) , daher verfuhr auch Gott mit 
ihnen blos zum Scheine; d. h. er gab es zu, 
dass sie mit Vernichtung bedroht wurden, liess 
aber später dieses Edict widerrufen. — 2) D13D 
r;:;53 bia (ähnlich iinnnr; ^pr s. d.) eig. die 
untere Vorderseite, d. h. die Scham. 
Schabb. 41* 'ai rsan ba 1133 nssa ii-f ni373n 
wer seine Hände gegen seine Scham legt. Ber. 
24* spnpa mmu r!i33 ihre Scham ist (beim 
Sitzen) in die Erde versenkt. Nid. 14''. 15* fg. 

— 3) Person. Keth. 7'' man spricht beim 
Mahle an den sieben Tagen der Hochzeitsfeier 
den Segenspruch für das Brautpaar (D"'3rn naia 
s. d.), wenn zehn Personen anwesend sind; Nim 
riTiJtn D^SB iNaa aber nur dann, wenn neue 
Personen eingetroffen sind, die Tags zuvor nicht 
anwesend waren; während sonst dieser Segen- 
spruch blos am Hochzeitstage gesprochen wird. 
Das. S*"» n'w~in 31333 r.b nnaia73 der Segen- 
(Trost-) Spruch wird während der sieben Trauer- 
tage beim Trostmahl auf offener Strasse (na^a 
nani s. d.) bei Anwesenheit von zehn Personen 
gesprochen, wenn neue Personen angekommen 
sind, die Tags zuvor nicht da waren. Uebrtr. 
B. kam. gC" ^NDb isa nifflin 0^33 eig. ein neues 
Gesicht ist hier eingetroffen, d. h. ein neues 
Fabrikat, das eine andere Gestalt hat, als der 
Stoff, aus dem es gebildet wurde, wie z. B. ein 
Backstein aus dem Sande eines zerstossenen 
Backsteins u. dgl. m., vgl. Nn3iab und n3C3 I. 

— 4) Art, eig. Wendung. Cänt.' r. sv. i3Nia!T, 
13* bn:i r|n-i53b H'apn lasian bNiffii nD3a m53N 
nu)-n3a n-iinn auja ^b 1.-131 -»sia nt i^ ba 
ibjni 111353 N53U £3133 dbi -iin:3 ai33 üb die 
Gemeinde Israels sagte: Gott „brachte mich" in 
den grossen Keller von „Wein" (bildl. für die 
Gesetzlehre, vgl. ni'i), das ist nach dem Sinai 
und gab mir von da die Gotteslehre, deren 
Forschungen 49 Arten rein und 49 Arten un- 
rein ergeben, nach dem Zahlenwerth des Wortes 
ibsti, HL. 3, 4=49; d. h. durch scharfsinnige 
Discussionen kann ein gesetzlicher Fall ebenso 
oft als rein, wie als unrein entschieden wer- 
den, vgl. 0137310. j. Snh. IV Anf., 22* dass. 
Aboth 3, 11 'ai nabr^a Nbia mina 0133 ribmr, 
wird j. Pea I, 1 6'' mit. (wo jedoch nabna sbüJ 
nicht steht) erklärt; i-iaT b? naw Nino nt 
'ai NiDJTiaa min derjenige, der die Worte der 
Gesetzlehre öffentlich (mit Trotz, vgl. ob. nr. 1 
D13S iibij) übertritt, wie z. B. Jojakim, König 
von Juda und seine Genossen, wird der zukünf- 



64 — 



]io^:s 



tigcn Welt nicht theilhaftig. j. Jom. VII, 45'' 
un. dass. — 5) die Vorderseite, dah. auch 
die Vorzeit. Chag. 2, 1 (11'') man darf nicht 
nachforschen, D-issb na r;u?:b nm -brab n73 
"nnsb nai was oben und was unten ist, was 
vor der Schöpfung war und was später sein 
wird. Tosef. Chag. II hat dafür nai nT! r.)2 
m^nb TT? was da war und was sein wird, vgl. 
auch 'j'^niubE. Raschi's Erklärung z. St. : D-'SDb 
bedeute: n"ir:b T'-pnn ns^n«b ym ausserhalb 
der Himmelswölbuug, nach Osten zu, "insb be- 
deute; anyab nach Westen zu, ist unmöglich. 
Vgl. auch Genes, r. sct. 1, 4* Dbu'- nid: nab 
rDDba mnsT Tinn:: baa Dino nr 'n n?^ Nbs '33 
7172 nbS73b n;: -•L:7:b m2 -i7aib man "^b ■j-'n "ja 
Ninbi Dbu'n N-i^ac av?: Nbs mnsb rti2 D^isb 
weshalb wurde die Welt mit dem Buchstaben 
'3 (r''U)N"i3, Gen. 1, 1) erschaffen':' Das besagt 
blos Folgendes: So wie das 3 an seinen drei 
Seiten geschlossen und nur nach vorne zu ge- 
öffnet ist, ebenso ist dir nicht gestattet, zu sagen, 
was unten, was oben, was vorher war und was 
später sein wird, sondern blos von der Zeit der 
Weltschöpfung an und weiter. — Kidd. 64'' 
'dt nos" ■'3D IS . . . -m;n wenn Jem. gelobt, 
das oder jenes nicht zu thun bis noz~ ■'23, so 
sagt R. Meir: Das Gelübde gilt bis zum Eintritt 
des Pesachfestes ; R. Jose sagt: bis zum Aus- 
gang des Pesachfestes. Vgl. das. 65^ 130 i73 
■';d)3T ly n30 n7ai nhod ■'73p ss nosn 133 ly 
Nnos der erstere Autor ist der Ansicht, •'33 nz' 
nstir. bedeute: bis vor (eig. zum Angesicht) des 
Pesach; der andere Autor ist der Ansicht: diese 
Worte bedeuten: bis sich der Pesach wegwendet 
(fortgeht, vgl. •'33, N33). Ned. 60* steht •'33b 
anst. 133. 

D'JS m. (=bh. 1 Kn. 6, 29, öfter -73^32) das 
Innere, das Inwendige, die Innenseite, 
Ggs. yin: das Auswendige. Insbes. oft 1) der 
Tempel. Ab. sar. 50* ü^'ü yy:: i'^yz wir 
nehmen an, dass ein Götzendienst nur dann be- 
straft wird, wenn er dem Gottesdienst im Tempel 
entspricht; das sind die vier Arten des Gultus, 
vgl. -51313 g. E. j. Jom. V, 42'' mit. a^Ssb isba 
nach Innen zu. Ggs. yinb ^sb'D nach Aussen zu. 
Das. VIII, 45'' un. a'':33 narsr; n^ya der 
Ziegenbock, der am Versöhuungstag im Tempel- 
raum geopfert wird. Ggs. nbnia73rt n^yia der 
Bock, der dem Asasel geschickt wird. Jom. 61* 
u. ö. B^ssbi ■'33b ganz im Innern, d. h. im 
AUerheiligsten. Seb. 57* i3sb nT7Jia aUJS 
rTT-2 IS . . . n-j::b y3U}n r;by73b nnN D^aBbi 
b3''n3 so wie der Priester am Versöhnungstage 
eine Sprengung nach oben und sieben Spren- 
gungen nach unten that (vor dem Gnadenstuhl, 
Lev. 16, 14 näral. vom Blut des Farren und dem 
Blute des Bockes, vgl. 1373, n3'3) im AUerheilig- 
sten vollzog, ebenso vollzog er sie im Tempel 
ausserhalb des Vorhanges (b3"'r; = B"'33). Das. 



52* fg. Chull. 78* fg. y\nz-) 31333 im Tempel 
und ausserhalb desselben. — 2) das Innere 
der Familie, das Innere der Akademie, 
d. h. ein hoher Rang in derselben, j. Jeb. 
VI, 7' mit. oiarra iv 31:33 ni- abirb imn« 
ai33b o:3rT,:; ty yin3 «ir: abiyb inoTnx yinb 
Jemds. Schwester ist immer im Innern der Familie 
bis sie hinausgeht (d. h. bis sie einen Mann, der ihr 
früher fremd war, heirathet); seine Braut, Ange- 
traute steht noch immer draussen, bis sie in das 
Innere der Familie durch Heirath eintritt, j. Kil. 
IX, 32'' un. n?3N n•sy^ ^135 (13-1) bib? m- na 
bsyMüi '-1 nib n?:« ai33b N3n «un 't 0331 
Nbx D^\b•o^ on ib n73N 137373 Di33b 1311 'i 13 
133b 1311 'n3 bNy73TBi '-! ai33b N3n «un '-i 
Di33bi als Rabbi in das Studienhaus kam, so 
sagte er: R. Chija, der Grosse, soll in das In- 
nere kommen. R. Ismael bar Jose sagte zu ihm: 
Etwa auch innerhalb meiner (d. h. höher stehen 
als ich)? Rabbi antwortete ihm: Das sei fern; 
vielmehr soll R. Chija, der Grosse, ins Innere, 
R. Ismael bar Jose hing, ins Allerinnerste kom- 
men; d. h. eine höhere Stufe als jener einneh- 
men, j. Keth. XII, 35* un. dass. B. raez. 16* 
u. ö., vgl. 133b. — B. mez. 24'', SO*" u. ö. Di3Db 
l^iri mna73 eig. innerhalb der Rechtslinie, 
d. h. mehr als das Gesetz befiehlt, vgl. rrii'i. 

''P'':£ m., n''!2"':S/. (=bh.) der, die In- 
nere. Seb. 51* fg. 1731337; n3T3 der im Inne- 
ren des Tempels, b3in, stehende goldene Altar, 
Ggs. '[ijiinn n3T73 Opferaltar, der im Hofraum 
stand. — PI. fem. j. Jom. II, 39'= mit. nb3iN73n 
ni'73i3Bn die vom Feuer angebrannten Opfer- 
stücke, d. h. die inmitten des Holzstosses liegen. 
— Genes, r. sct. 21 Auf. nr i?3i3sb Dbipy dj"i~ 
i3Nb73)3 ai33b insin73 nninic ■jraNn- ans 
mio- Akilas übersetzte das W. i3Mb3b (Dan. 

8, 13) durch 173133b (das ist Adam, dessen Rang 
höher innerhalb der Engel war). Höchst wahr- 
scheinl. ist hier 1)3133 das gr. : Trvs'jpia: „Er 
sprach zum Geiste"; da auch sonst die Ueber- 
setzungen des Aquila durch griech. Wörter wie- 
dergegeben werden. Der Zusatz 'di ans nr 
wäre dann aus Missverständniss entstanden, weil 
man i73i3sb „zum Innenstehenden" aufgefasst 
hatte. Jalk. zu Dan. 1. c. II, 157* citirt aus 
Tanch. R. Jochanan sagte: ai3Db NirfJ bN3i73 m 
unter i373b3 ist der Engel Michael zu verstehen, 
der im Innern sich befindet. R. Chanina sagte: 
bsin3; riT der Engel Gabriel ist darunter zu 
verstehen, was wohl für die Richtigkeit der 
oben gegebenen Erklärung des Ws. 17313s spre- 
chen dürfte. 

*iD''2S N. pr. (etwa gr. Tt'ji'jpiov) Pnimon 
oder Pneumon, ein Tanna'ite. j. Ter. III, 42'' 
mit. 'ji73'33 S3X Abba Pnimon. Nnm. r. sct. 

9, 200'' biün mi üi^ir-J ii3 ntts 11731:3 
bort 1-2 133 Pnimon sagte: Wenn eine ver- 



KiTrE 



— 65 



P^£ 



heirathete Frau sich so lange mit einem frem- 
den Manne verborgen hält, dass sie ihre Hand 
nach dem Korbe reichen und daraus ein Brot 
holen kann, so ist sie verdächtig, Sota. Sot. 4* 
steht dafür iTaibs (viell. durch \Yechsel der 
liqnidae aus iia''3B entstanden), j. Sot. I, 16° 
un. ';''72"';''tt. 

NiTrS. SnrS/ew?. (svr. KCa.s, hbr. r.^,^) 
Ecke, Seite, s. TW. 

DN'j£ masc. (Denora. von gr. tco'.vt), poena) 
mit Strafgeldern belastet. Num. r. sct. 11, 
212'* 3N':d nrT:^ irar Nnr nVc -;-.::";;■' 
„Gott wird dich behüten" (Num. 6, 24), dass 
du nicht im Lande mit Strafgeldern belastet 
werdest. Tauch. Xaso, 195 *" oin'^jS dass., vgl. 
auch NV:''T. 

0N"'3£. O^'.^S- O".?? Paneas, Ortsname. ,j. 
Sot. IX, SS"* mit. 0^:3 ':3b p-'^N oirs^-j^bp^T 
Diocletian bedrängte die Einwohner von Pa- 
neas. j. Dem. II, 22'' ob. Genes, r. sct. 63, 61'* 
Dioclet siJ-'iE NnriD 2\~'' (Var. o^rz-s, so gew. 
im bab. Tlmd.) besetzte sich in Paneas. Das. ö. 
Meg. 6* o^HD nr Dcb „Leschem" d. i. Paneas. 
Pirke d. R. Elieser o^-^Kü nr p „Dan" d. i. 
Paneas. Bech. 55* S''iaD r\-.3J2 die Höhle von 
Paneas. Genes, r. sct. 33, 32° u. ö. 

K''p^iS ^oivixT], Phönicien. Genes, r. sct. 
90, 87^ s. ^rrpbE. 

T]3S (arab. iiJLli) an einem Orte stehen. 
— Pa. rj-iSE jagen, traben. — N3ir2 m. N. a. 
das Jagen, Traben, s. TW". — "r^r' '^^r? 
s. d. in '■»3. 

DiSi OjSS m. (gr. ^avö?) Leuchte, La- 
terne. Kel. 2, 4 pc biDp r-<3 13 CO 33D 
eine Leuchte, woran ein Oelbehälter angebracht 
ist. Tosef. Kel. B. bath. VH g. E. ya o:s 
rr^Diar eine gläserne Laterne. Tosef. Ber. VI 
(V) g. E. 03ND3 IN -.pTtn '\^^2•^ n: ib r.'^n ed. 
Zkrm. (a. Agg. 0:33) wenn Jem. ein Licht in 
seiner Schachtel oder in der Laterne verborgen 
hielt, j. Ber. VIII, 12"' un. dass. Suc. 20^ die 
Sonnenfinsterniss ist zu vergleichen, rT.:3yi; ib'ab 
iHNi an-'bj' STD □rT':3b c:d n-'irti rnarb rniso 
•]iDn3 D3^"wim an''::« o:s hr^ nasb einem 
König, der seinen Dienern ein Gastmahl gab 
und ihnen eine Leuchte vorsetzte. Als er jedoch 
über sie erzürnt war, sagte er zu seinem Be- 
dienten : Nimm ihnen die Leuchte fort und lasse 
sie im Finstern sitzen. Exod. r. sct. 15, 114° 
als Gott Israel aus Egypten führte, büT3 rsTi 
'an orT'SEb ^bnian cicn so nahm er die Leuchte 
und ging ihnen voran, denn es heisst (Ex. 13, 
21): „Gott ging ihnen voran . . . mit der Feuer- 
säule, um ihnen zu leuchten." Aehnliches das. 
sct. 25, 123'* und Nnra. r. sct. 16 g. E. mit Bez. 

LsTT, Neuhebr. n. Chald. Wörterbuch. IV. 



auf denselben Bibelvers. — PI. Genes, r. sct. 3 
Anf. K. Juda sagte: Das Licht wurde zuerst er- 
schaffen. Ein Gleichniss von einem König, der 
einen Palast bauen wollte; ■j'^rsi ni-,: p-'bin 
D-'orba\i ymp ni- "^'^n rT^b er zündet Lich- 
ter und Laternen an, um zu wissen, wo er die 
Grundsteine legen soll. R. Xechemja sagte: Die 
Welt wurde früher erschaffen, nrao "rb'-b biS): 
•[^o;dt n-i:3 mu^yi ■;'::;= ein Gleichniss von 
einem König, der einen Palast gebaut und den 
er mit Lichtern und Laternen verziert hat. 
Exod. r. sct. 50 Anf. dass. Genes, r. sct. 68, 67'* 
„Die Sonne ging unter" (Genes. 28, 11). Ein 
Gleichniss von einem König, den sein Freund 
selten besuchte; ns 122 n-:r; rs inr -ins'! 
ny;::3 'nms ar -mb cpa-s ':j<c ■;"a:s:T er 
sagte: Verlöschet die Lichter, verlöschet die 
Leuchten, denn ich will mit meinem Freunde 
insgeheim sprechen. Ihr. r. Anf, 5P was pflegt 
ein menschlicher König, dem ein Trauerfall be- 
gegnet ist, zu thun? 'ai i'o:sr; rx :^aa;3 er 
löscht die Laternen ans. Dasselbe that Gott 
bei der Tempelzerstörung; „Sonne und Mond 
verfinsterten sich und die Sterne verhüllten ihren 
Glanz" (Joel 4, 15). Das. sv. it^ 313', 65'* 
dass. Khl. r. SV. -.syn ac-'i, 97** Vespasian bei 
der Belagerung Jerusalems ^■'arsi m: pibi— 
'ai ^p•'b^r! «bi v:^-) ba mz-^b zündete Lichter 
und Laternen für Rom an, sie brannten nicht, 
für Alexandrien, sie brannten nicht, aber für 
Jerusalem brannten sie: was ihm als Omen 
galt, dass die Eroberung dieser Stadt gelingen 
würde. — Git. 56* wird dies vom Abschiessen 
der Pfeile erzählt. — oit^B, Oj''S s. in '■'3. 

liCrS m. Adj. Götzenpriester. Das W. 
ist wahrscheinlich verkürzt aus oavTj96poi;: 
Fackelträger, der den geheimen Dienst eines 
Gottes besorgt, vgl. auch s-i^E-'-i. Tauch. 
Schoftim, 264* ein Proselyt, der nach einer 
Stadt kam, wollte den daselbst stehenden Götzen 
nicht anbeten, nrca ~rz'y nbc -nar-isr; riTn 
'ai nrT:n der Götzenpriester stand am Thore 
der Stadt und bei dessen Anblick fürchtete sich 
jener u. s. w. 

piS, Pi. p:E (=bh., arab. (_J.ii) verweich- 
lichen, verzärteln. Trop. Genes, r. sct. 22, 
22"* 'ai -1-117:3 T-::' rs prcaa r: ba wer sei- 
nen Trieb zum Bösen in seiner Jugend verzär- 
telt (ihm Alles nachgiebt) u. s. w., vgl. lira. 
Part. pass. Mechil. Mischpat. cap. 8 p:n373 ver- 
zärtelt, an Wohlleben gewöhnt, s. -[ly. Levit. 
r. sct. 19, 162"= Jojakim, 3^3 n«i p3i37: riTja 
welcher verweichlicht war. starb in ihrer (der 
Schaar des Nebukadnezar) Hand. 

pjS eh., Pa. p:3 (=p?s) verweichlichen, 
verzärteln. Part. pass. p:s73 s. d. Schabb. 
109* u. ö. — Ithpa. pisPN (sjT. ■ niX ']) sich 

9 



KEprs 



— 66 



Nni:£ 



verweichlichen, sich ergötzen. — N(5irE 
m. N. a. (syr. ^jjcj) Ergötzlichkeit, Ver- 
gnügen, s. TW. 

XpiprS» i^t^l^'^? m. (gr. T] Trivax.o^-iixY)) eig. 
Bildersaal, übrtr. Prachtsaal eines Pa- 
lastes; vgl. D. Oppenheim in Israel. Wochen- 
schrift, Jahrgang 1875, S. 90. — PI. Levit. r. 
sct. 1, 145'= bevor die Stiftshütte aufgebaut war, 
-finö T'-nPSi mmn bip ^-^yizyä nbiyr! msis tt: 
in"'ap"'"E hörten die Völker der Welt die Stimme 
des g'öUlichen Wortes und erzitterten in ihren 
Prachtsälen. Cant. r. sv. mcnD, 13^ dass. 
Genes, r. sct. 16, 16"* s. oii:; s. auch TW. 

r'PpjIS m. pl. (lat. panniculi) Tuchläpp- 
chen." B. kam. lig*" i'bpriD (Ar. i^piis. Ms. 
M. ppsis, Tosef. XI -jiDpiaNS), s. -i-i; III. Mögl. 
Weise das s>t. (LlaJo^, nach Gast, filum tex- 
te rinm. 

DpJS, DprS »«., zuweilen fem. (gr. mva^) 
Brett, Tafel, bes. Schreibtafel, gew. das 
Buch, das aus Schreibtafeln zusammen- 
gesetzt war. Schabb. 12, 4. 5 op:c 'mb ■>:» 
die zwei Seiten in den Schreibtafeln des Buches, 
die übereinanderliegen. Das. opss ^zi '•'■O zwei 
Tafeln des Buches, zwischen welchen noch an- 
dere Tafeln sich befinden. Schebu. 7. 1 ^:n:n 
icp:c br der Krämer (schwört) auf sein Buch, 
d. h. auf die darin verzeichnete Schuldforderung. 
Aboth 3, 16 mnc spisn das Schuldenbuch ist 
geöffnet: bildl. für das Buch im Himmel, in ' 
welches die Handlungen der Menschen einge- 
tragen werden; vgl. rn;n. Nid. SO*" nbir; -^^b ; 
b7 VT' r;:i7:". b2ip::3 cpjcb i:2N ■'?'33 rrz^- 
i-'2py '-2' m3-.3-;N '■z br vb^::« 'i --rii: '3 ■ 
i-'n -.^r-iD T'a ib n;ia icNn^ i\-Ti2;y '2 b? ! 
'di mrs imaai mno wem ist das Kind im | 
Mutterleibe zu vergleichen? Einem Buch, das 
zusammengefaltet liegt, seine Hände auf seinen 
beiden Schläfen, seine beiden Achseln auf seinen 
beiden Knieen, seine beiden Fersen auf seinen 
beiden Hinterbacken, sein Kopf liegt zwischen 
seinen Knieen, sein Mund ist geschlossen und sein 
Nabel geöffnet, es isst und trinkt von dem, was 
seine Mutter isst und trinkt u. s. w. Raschi 
erklärt cp:= durch a-^nbin •jrj^ 'j"'3nDO i-^mb 
die Täfelchen, auf welche die Geistlichen 
schreiben 1 vgl. ■]i-ic:ba. Genes, r. sct. 69 g. E. 
„Das Land, worauf'da liegst" (Gen. 28, 13); 
•iiSNn nnp "IPjI 0~;''32 rtbDp Gott faltete es 
zusammen wie ein Schreibebnch und legte es un- 
ter seinen Kopf. Das. sct. 81, 79"= in^Nia ■'T b? 
isp;c mpnp; m" infolge dessen, dass Jakob 
die Erfüllung seines Gelübdes verabsäumt hatte, 
wurde sein Schuldenbuch durchsucht; mit Ansp. 
auf Spr. 20, 25. j. Ned. I, 36'' mit. mx in^N 
rnrc: "opr^ "~n3 rs verabsäumt der Mensch 
die Erfüllung seines Gelübdes, so wird sein 



Schuldenbnch geöffnet. Das. auch nrcprc wahr- 
scheinl. crmp. aus icp:^. j. Bez. I g. E., 61"=. 
j. Chag. II Anf., 77» u. ö. — PI. Kel. 24, 7 obo 
biap r''3 nn »■'lai . . . ■j-'-.is-'CNn in nvqp:E 
npbm . . . T,'<TC drei Arten von Schreibtafeln 
(Büchern) giebt es u. zw. 1) die mit Staub oder 
Sand bestreute Rechentafel (vgl. pa^ u. •[■'-is-'EN); 
2) eine Tafel, die mit Wachs überzogen ist, ta- 
bula cerata; 3) die glatte Tafel, auf die man 
mit Schreibmaterial wie Tinte u. dgl. schreibt. 
Genes, r. sct. 1 Anf. riscp;;; s. «■inp'«^. Uebrtr. 
j. R. hasch. I, 57» un. bo nn« irt niispjD obia 
n":i3-'3 b\3 nnsT 'a'Ts- bc rnsi a-'-nSj D''p''-;s 
'si es giebt drei Schreibtafeln (Bücher, Ver- 
zeichnisse der menschlichen Handlungen, die am 
Neujahr durchsucht werden), die eine der völlig 
Frommen, die zweite der Frevler und die dritte 
der Mittelmenschen. R. hasch, le*" steht dafür 
Q-'-lDO ';. 

OpjS, NDp:"?, nQpJS chald. (syr. ill^ais 
=vrg.'sp:E) i) Tafel." j. Schabb. V g. E.' 7= 
wird \r2^:. (s. d. W.) nach einer Ansicht erkl. 
durch nsprc Tafel, die man dem Kalb bei 
seinem Austreiben anbringt. — 2) Schreibe- 
buck, j. Maas, scheni IV, 55'' un. isabna ri53ri 
'ri i'mb-i'aynm Dprs nn\a''3b ich sah in meinem 
Traume, dass ich mit einem Buche von 12 Tafeln 
bekleidet war, vgl. Tip"i^. Thr. r. sv. -npid ^^, 
53*" steht dafür a''~w*r 7:31 cp:^E ^^ •j"'yü Nr-im 
ITiib nrn^NT dass ich ein Buch, in welchem 
24 Tafeln waren, getragen habe. j. Maasr. II, 
49"* un. '31 ^iBb-'m r;''cp;''E3 3\id iinsias man 
fand in dem Buche Chilfai's verzeichnet u. s. w. 
(Chnll. eO'' steht dafür -j\iiiN3 in deiner Agada- 
sammlung.) j. Schabb. XII g. E., IS"* tijs ppin 
nspr: irtr; „eingrabend", wie z. B. bei der 
Schreibtafel, Ggs. Nirn y-,r, 1133 abi3 vor- 
stehend, wie z. B. die Buchstaben (das Ge- 
präge) des Denars. 

]''pnpJS, i'pnpjS m. pl. (wahrsch.=i->5jpn| 
trnsp, mit eingesch. :) Pfirsiche, j. Sot. I, 17'' 
mit. und IX, 24'' un. 131-11733 ■i:briNO ^laca ns"« 
njTispTD i:baN'J3 i^aipisa besser schmeckte die 
Spätfeige, die wir in unserer Jugend assen, als die 
Ptirsiche, die wir in unserm Alter assen. j. Pea 
VU, 20" un. steht i^pa-is anst. i^aiprE; folglich 
sind die beiden Bezeichnungen für ein und die- 
selbe Frucht, vgl. C]iaEO. j. Ab. sar. II, 41'' mit. 
■jiainpDD. Tosef. Ab. sar. IV (V) hat dafür: 
lia-insp, Var. iis-iDip: Kapper(?). j. Schabb. I, 
3"= un. dass. j. Ter. II, 41*= un. Eier, die so 
klein waren, wie die Holzäpfel, ns^ iiarai 
'j"'a"'"ip3''2D deren Geschmack aber so gut war, 
wie der der Ptirsiche, vgl. ""'n. j. Schabb. III, 
5'' mit. dass. 

SnilS s. d. in '^z>. 

T :: 

SmiS/. Pforte, Thürflügel, s. TW. 



Nn:s 



67 — 



CS 



Hr\l^fem. (ähnlich syr. ?Ms, von ■'3D, azs) 
eig. das Obere, bes. Oberleder des Schuhs, 
hy^iz bis D"'3D, Ggs. snbs: Sohle. Das W. ist 
nicht ^'UDD. Ber. 4:3^ der Gelehrte darf keine 
zerrissenen Schuhe tragen; Nn:s3 NbN "[mm lxh^ 
nn-iMf2 »bH Ti'iN «b NP3Dm Nb «nb^sa b^N 
'31 (Ar. liest npIen s. d.) dies sagen wir blos 
betreffs des Oberleders, aber bei der Sohle 
schadet es nichts; aber auch betreffs des Ober- 
leders sagen wir blos, dass er nicht in zerris- 
senen Schuhen ausgehen darf, aber zu Hause 
schadet es nicht. Jeb. 102* Nn3s N-'irn ditdü 
by73 (Nr3DN) vom Oberleder heisst es b:'73 (Dt. 
24, 9) n. s. w. 

I'^THJE m. (gr. 7rav^-ir)p, syr. j^Oä) Pan- 
ther. Midr. Tillim zu Ps. 78, 45' R. Chama 
und R. Jose sagten : i7:i2Ji Nin n^n 1^7J . . . 3^-\y 
1"'"it;d unter ^ny ist eine Thiergattung zu ver- 
stehen, die Panther heisst. Jalk. z. St. dass. — 
Davon Adj. ';''"it;e, "'"i^p^E (pantherinus sc. 
lapis) Pantherstein, ein braungelb gefleckter, 
weisslicher Jaspis, s. TW. 

OS perf. (von cde) vollenden, vollbrin- 
gen, s. TW. 

02 m. ( = bh. von ao2, Grudw. od eig. tren- 
nen, spalten, enden, davon osN, vgl. auch jod, 
pOD, nOD, ■'OD, vgl. ferner yiD, n:£D, ^iiD, Grndw. 
yo u. V. a.) 1) Abgetheiltes, Stück, Strecke. 
PI. Genes, r. sct. 84, 82* wird ü-'Od (Gen. 37, 3) 
gedeutet: „Die Brüder hasslen den Josef" yaUJa 
D1DD ü^SB orriisb Dti y-ip""© weil sie sahen, dass 
einst das Meer, infolge der Tugenden Josefs, sich 
ihnen in Stücketheilen würde, weshalb sie ihn benei- 
deten. — 2) Brett, Pallisade oder Mauer- 
stück eines Gebäudes, das von der abgebro- 
chenen Mauer zurückbleibt. Erub. 5 ^ fg. as 
'ri S OD auj 'ü'' wenn dort (von der durch- 
brochenen Wand) ein Brett von vier Faust- 
breiten geblieben ist. Das. lO**" mnJ od rnuiy 
!Ti\ay man macht ein 10 Faustbreiten hohes 
Brett. — PI. Das. 2, 1 (17'') niNn^ab i'^od yia^s 
'oi man bringt Pallisaden an den Brunnen au 
u. s. w. Man darf näml. am Sabbat nicht aus 
dem Brunnen, wenn er 10 Faustbreiten tief ist, 
Wasser schöpfen, um das Vieh zu tränken, weil 
er als ein besonderes Gehöfte (ttiti mian) an- 
gesehen wird, aus welchem man nichts auf die 
Strasse (D''3"in mian) tragen darf. Durch das 
Aufstellen der Bretter, Pallisaden u. dgl. wird 
der von ihnen eingeschlossene Raum dem Brun- 
nen einverleibt, wohin man das Wasser beschaf- 
fen darf. j. Erub. II Anf., 19*. Das. VI, 23"* un. 
Tosef. Erub. I Anf. Tosef. Maasr. I g. E. u. ö.; s. 
auchD''S:E. — B.bath. 8''T'yn •^ocbniay D^'^tD wenn 
Jem. 12 Monate in einer Stadt wohnt, so nmss 
er zur Anfertigung der Pallisaden behufs Be- 
festigung der Stadtthore beitragen. Tosef. Pea 



IV mit. dass. j. Pea VIII, 21* un. mp-;sbi yosb 
Witn n'"' zur Errichtung der Pallisaden an den 
Stadtmauern, sowie zu den Almosensammlungen 
müssen Alle, die bereits 12 Monate ortsangehörig 
sind, beisteuern. Tosef. Sot. VII g. E. u. ö. — 
3) OB, fem. nOD, no^'E Extremität am mensch- 
lichen Körper u. zw. (mit flg. T') die Hand 
(im Verhältniss zum Arm) und (mit flg. ban) 
der Fuss (im Verhältniss zum Schienbein). 
Meg. 24'' mm -511 m ■<-\n ni od by . . . n:n3 
Ms. M. (Agg. D''N-ipny) wenn Jem. die Tefilla 
auf die Hand (anstatt auf den Arm legt), so ist 
dies eine häretische Art. Ohol. 1 , 8 D"'U3bo 
TTt no''D3 n-'iabis . . . yaSN bon 'i bsnn noiso 
yaSN bDO 1 30 Glieder gibt es am Fuss, je 
sechs an jeder Zehe; 30 Glieder au jeder Hand, 
je sechs an jedem Finger. Keth. 111'' Nb73 
^•n no'D seine Hand voll. Jom. 87* iiUa dn 
T> noD ib ^nn "[T3 O"' (Raschi liest richtiger 
Ti DD, der Deutung mehr entsprechend) wenn 
du Vermögen besitzest (um deinen Gläubiger zu 
befriedigen), so öffne ihm die Handfläche; mit 
Ansp. auf ODinn (Spr. 6, 3 OE""inn). B. mez. 
115* und B. bath. 173'" dass. Genes, r. sct. 78, 
77'' wird osira (Ps. 68, 31) gedeutet: n« ~\^ru 
r|033 nsnPJai ODr: (zu ergänzen t) man öffnet 
die Hand und er (Esau, der römische Herrscher) 
wird durch Silber besänftigt. Sifra Wajikra 
cap. 10, Par. 9 nonJsa ii^ od tn nsin nii-io Nn 
VJübi ibsjoba lyoSNo ibiiao pm7:i .iTcmj^an 
auf welche Weise hat „das Abnehmen der 
Handvoll" vom Mehlopfer (Lev. 2, 21) stattge- 
funden ? Der Priester bedeckte mit seiner 
Handfläche die Pfanne oder den Tiegel und 
strich mit seinem Daumen und seinem Finger 
von oben und unten ab. j. Jom. V Anf., 42'' 
mit. dass. Meu. 11* steht dafür Trnyai:« 's riDin 
IT OD by y:,uw iy(?)- Das. in der Mischna 
IT' OD by Timyoi:« pn roiaiD er streckt seine 
Finger bis zur Handfläche aus. Genes, r. sct. 84, 
81'* wird Q-'OD (Gen. 37, 3) erklärt: ry:in nPTJü 
nnT'3 nbpT rrpi nnTiui in« im M^ od ly 
ni 0D3 n3M:3Di ein Gewand, welches bis zu 
seiner Hand reichte. Nach einer andern Er- 
klärung: das Kleid war überaus dünn und leicht, 
so dass es in der Handfläche verborgen werden 
konnte; vgl. auch nr. 1. Meg. 12* s. 13. Jom. 
72'' ni3i:y ■'323 ri5nN3 ri3in3 ■^nsn bu5 t r^3 
TTi noiD SS nyjui Tnr; ny npansi der Aermel 
der Priesterkleider wurde besonders gewebt, so- 
dann an den Rock geheftet und reichte bis zur 
Hand, d. h. bis zum Ende des Armes. 

OS, i^DB, ND''2, NnO""? c/i«Zd. (syrisch i:!^ 
= vrg. OD, nSE) 1) mit flg. wNT, Nb^n Hand, 
Fuss. Dan. '5, 5. 24 NT DD und ntt kod 
die Hand. Jeb. 11.5* ntt npod dass. — PI. 
•'ODi NSin^io Unterkleid mit Aermeln, wel- 
ches bis zu den Füssen herabhing, s. TW. 
— 2) etwas Abgebrochenes, ein Stück. 

9* 



NDS 



— 68 



nos 



Bech. 43'' no''e T-p-c ein Stück fehlt, ist abge- 
nommen, s. DDipo. — 3) (syr. \A£=}^, «nS"'!?) 
Loos, eig. überhaupt abgebrochenes Stück, wie 
xX'^po? von xXäo, s. TW., vgl. auch Fleischer 
das. 572''. — 4) Bissen Brot, sodann Brot 
überhaupt, eig. (=nE von rns) abgebrochenes 
Stück Brot. Thr. r. sv. ain, 65'' baa bDN 
OE nn b'iujan Ar. (Agg. he) er ass von jeder 
Speise einen Bissen, vgl. pi^üE. Wahrsch. ist 
das. auch anstatt nTiD rz in zu lesen oc nn. 
Vgl. die Parall. j. Taan. IV g. E., 69= mit. 31 
n^ns'^E ynü mn n^D-n:: bs bDN mm v^ 
3N3 nyian n-nso np'^y ntt it natn NWupn 
nachdem Rab (am Eüsttage des Neunten des 
Monats Ab, Tempelzerstörung) zur Genüge ge- 
gessen hatte, so tauchte er sein Brot in Asche 
und sagte: Das ist die Hauptmahlzeit für den 
Neunten des Ab; d. h. wobei das Fasten be- 
ginnt, vgl. n-^yo. j. Ber. VI, 10'' un. ein Per- 
ser sagte zu Räb: n^bi tio^'D bDN n:st "i^:i3 
INS y-3 -173!* n;ni r,-bv Nai^a cdh n3n 
T'N rfb nas -rmn in^ n:n pc; ncd ^^ir, Nim 
wenn ich mein Brot (Mahl) gegessen habe, nicht 
weiss den Segen zu sprechen und sage blos: 
Gelobt sei derjenige, der dieses Brot erschaffen 
hat! erfülle ich hierdurch meine Pflicht? Rab 
antwortete ihm: Ja. (In bab. Ber. 40'' steht 
dafür Nn-'D, vgl. -j-a.) j. Schabb. VII g. E., 
10 "^ nab'CJ^a Nb -n6"'D nnD''Db D-^biüM -mDip 
niDipb Fleisch ergänzt das Brot, Brot aber er- 
gänzt nicht das Fleisch; d. h. das Bessere kann 
zur Vervollständigung des Schlechteren dienen, 
nicht aber umgekehrt. — PI. j. Pes. VI, 33'= 
mit. -f-is ^D^p hi'z-'iz n^rynai yain basT •\''-in 
Nna^E Ni?3ü Jem., der, nachdem er Käse ge- 
gessen hatte. Fleisch zu essen beabsichtigt, muss 
die Brotkrumen (an welchen vielleicht etwas 
Käse blieb) vom Tische forträumen. (In Tur 
Jore dea § 91 wird unsere Stelle ungenau citirt.) 
— 5) Grabscheit. Stw. oos, eig. was zer- 
schneidet, die Erde theilt; vgl. auch arah. \J^i 
spalten. Levit. r. sct. 24, 167'^ mb n'NT -jn^ 
NOS wer ein Grabscheit hat. Das. mm 1N7:3 
03 nib wer ein Grabscheit hatte, vgl. läisa. 
Das. sct. 25, leS"* nod 30'' Ar. Var. sv. lasa 
(Agg. rr'TBiDn) er nehme das Grabscheit. — 
>]i3B, ']i3''E Steuern, rieht. •j-'O-'s s. d. 

NDE (syn. mit »de s. d.) schreiten. B. mez. 
86'' eine dickleibige Gluckhenne, nise N^iitia Nb" 
ffsp welche durch die Rohre nicht gehen kann, 
vgl. NnjT. B. kam. 23'' ■'niod ■'NDbt Raschi 
Var. (Agg. ^jnoE lyosn) die Früchte sind zu 
Grunde gegangen. 

JOS (Grndw. oe), Pi. 53E 1) schneiden, 
theilen, spalten. Par. 11, 9 wenn ein Ysop, 
drei Stengel in drei zusammengewachsenen 
Strünken hat, "na« nsN «bi lass mansn •Dosa 



nffi3 nJN Nbi laDB sb "De xbi so spalte man 
ihn (d. h. trenne einen Strunk vom andern) und 
binde ihn zusammen; wenn man ihn gespalten, 
aber nicht zusammengebunden, oder ihn zusam- 
mengebunden, aber nicht gespalten, oder weder 
gespalten noch zusammengebunden hat, so ist 
er dennoch zum Sprengen tauglich. B. kam. lig** 
un. D-iMis •'POE72T n;b-'N -joe» Ar. (Agg. 
•'3DE721, Tosef. B. kam. XI g. E. d-'Sej iposai 
dass.) diejenigen, welche die Anwüchse der 
Bäume abspalten nnd in den Weingärten durch 
Ausgäten Zwischenräume machen. M. kat. 3* 
lb''N3 i''i3E'3 '[■'N1 ■{■'TiTM T'N man darf nicht 
(am Sabbatjahre) die verdorrten Zweige des 
Baumes abhauen, noch das Laub, wenn es zu 
dicht ist, abspalten. Nach einigen Commentt. : 
Den ästereichen Baum stützen. — 2) (=bh., 
syn. mit yos) gehen, schreiten, eig. den 
Weg durchschneiden, vgl. na. B. kam. 81'' risinn 
nbiyi j-'OS): mvi roDTj D-iunDn ';"'3 wenn Jem. 
sich zwischen den Weingärten verirrt hat, so 
darf er schreiten, um herabzukommen und schrei- 
ten, um hinaufzugehen. Tosef. B. mez. II g. E. 
dass. 

JOS, Pa. 513s eh. (=5DB, 33E) 1) theilen, 
trennen, s. TW. Part. Peil Genes, r. sct. 100, 
99"= -jy-in a"'OE dein Unglück soll gebrochen 
werden, aufhören. Thr. r. sv. iriNis br, 69° 
D''n3N D^insN rr'b J-^OB^i er zertheilte es glied- 
weise. — 2) fortgehen. Genes, r. sct. 78, 77'* 
als der Vogel den Freispruch vernommen hatte, 
NJiOD m- so entkam er, lief fort, vgl. cia'>'i. 

n^pS/. Abgetrenntes, Abgesondertes. 
Ukz. 1, 5 biDTüN bo n^-^OB ein mit Weinbeeren 
bedeckter Stengel oder Stiel des Traubenkammes. 
Von letzterem gehen näml. viele Stiele aus, 
woran Beeren hängen. — PI. 1''5"'0E (mit masc. 
Endung wie ö-'3|, T^aE von na5) j. tea VII, 20'' 
un. i; ■'33 br IT T'3''3E Trauben, die haufenweise 
übereinanderliegen, vgl. £]P3 nr. 2. 

NJPS eh. (eig. = na^pB) Stück, Theil, s. 
TW.'— PI. j. Ned. IV, 38'* ob. wird ^inan 
"iTinn erklärt durch Nn3p"'E Stücke, Portionen, 
die in der Schüssel den Gästen herumgereicht 
werden. 

IPS (arab. (XU) verderben, intrnst. 
Grndw. de aufhören, zu Grunde gehen. Part, 
oder Adj. j. Maasr. V Anf., 51° m5i3i:i riBb 
VT"?.-. 1""'^ Rüben und Rettige, weiche (wenn 
sie aus der Erde ausgerissen werden und lange 
liegen) verderben. 

Hif. Tpsn 1) Schaden, Verlust haben. B. 
mez. 3, 4. 5 (57") ■'N7:-in T-OBn na p DN wenn 
dem also wäre, was würde der Betrüger für 
Schaden haben? Ber. 1, 2 ';n3?3 n~i-pr, 
'dt T'OBn Nb ■[b''Ni (wird das. 10'' erklärt sb 
1113-13 TOon) Jem., der später als zu der vor- 



-IDE 



69 



Nncs 



geschriebenen Zeit das Schema verliest, erleidet 
keinen Schaden betreffs der Segensprüche; d. h. 
er darf sie auch dann vor und nach dem 
Schema sprechen, j. Ber. I Anf., 2'' R. Jocha- 
nan sagte: Wie gut wäre es, wenn der Mensch 
den ganzen Tag beten würde! nbcn i''NiD nab 
mosn und weshalb? Weil das Gebet keinen 
Schaden bringt. Genes, r. sct. 70, 69'' rtya-N 

'di T'ODm -n: nnt-^ n-oom -n; npy vier 
Menschen gab es, welche Gelübde thaten, zwei 
derselben haben durch ihre Gelübde Schaden 
erlitten, die anderen zwei haben durch ihre 
Gelübde gewonnen; Jakob erlitt Schaden durch 
sein Gelübde (Gen. 28, 20, indem er mit der 
Erfüllung desselben zögerte, vgl. Dp. je); Jiftach 
erlitt Schaden durch sein Gelübde (seine Toch- 
ter zu opfern, Ri. 11, 30); Hanna gewann durch 
ihr Gelübde (1 Sm. 1, 11); Israel gewann durch 
sein Gelübde (Num. 21, 2). — 2) beschädi- 
gen, Schaden verursachen. Tosef. Jom tob 
II Anf. T-yn ■'33 nN m-'Ss-' !<7:ü5 sie (die krie- 
gerischen Truppen) könnten den Stadtbewoh- 
nern Schaden verursachen. — Nif. Schaden 
erleiden, beschädigt werden. Pes. 50'' ffi"' 

'dt IDSjT bsü mancher ist Heissig und gewinnt 
dabei, mancher ist Heissig und erleidet dadurch 
Schaden, mancher ist träge und gewinnt dabei, 
mancher ist träge und erleidet dadurch Schaden. 
Wenn Jem. näral. die ganze Woche hindurch 
arbeitet und am Freitag Nachmittag feiert, so 
gewinnt er; wenn er die ganze Woche und auch 
am Freitag Nachmittag arbeitet, so erleidet er 
Schaden; wenn er die ganze Woche hindurch 
und auch am Freitag Nachmittag feiert, so ge- 
winnt er (wird für letztere Feier belohnt); wenn 
er die ganze Woche feiert und am Freitag 
Nachmittag arbeitet, so erleidet er Schaden. 

npS eh. (=ncn) 1) intrnst. verderben, zu 
Grunde gehen und 2) trnst. verderben, zu 
Grunde richten. Pes. 55'' nn3^iS''b nabu: nnx 
nna-'ö-'b nabu: '^^^\ . . . ■'-i73:jb ^ya nb mosT 
■>1ttab •'3»'^3 •'TOS sb TiSN'i nach den drei Tagen 
des Brütens der Henne, wo sie die Eier ganz 
und gar verdorben hat ; innerhalb der drei Tage 
ihres Brütens, zu welcher Zeit die Eier noch 
nicht gänzlich verdorben worden sind ; s. auch TW. 

Af. TpDN Schaden zufügen, verderben, 
trnst. Keth.'öe" n-'iasas tden- sin irriN er fügte 
sich selbst (durch Nichtbewahrung der Quittung) 
Schaden zu. Das. 61'' ob. tob?:"; Nmiycb mosN 
du verderbtest das Mahl des Königs. B. bath. 
139''. Schabb. 108'' u. ö. B. mez. 117'' n^JD 
'dt Nnbin NrT'3 "'Nna n-'^^bi' moca Ar. (Agg. 
TOD?:) um wie viel beschädigt der Söller dieses 
Haus? Um den dritten Theil u. s. w.; d. h. der 
Werth des Hauses ist infolge des Aufbaues der 
oberen Räumlichkeit um den dritten Theil ver- 



ringert worden; denn ohne den Söller hätte das 
Haus z. B. 60 Jahre stehen können; aber durch 
den Druck, den der Söller bewirkt, kann das 
Haus blos 40 Jahre stehen. 

NTDö od. STOß m. Schaden, Verlust, 
Ggs. unTn : Gewinn. B. mez. 3* ntos •'nü 
^"iibn rfb rr"« welcher Verlust würde ihm denn 
entstehen, dass er sich veranlasst sehen sollte, 
einzugestehen? Das. S?*" ND''b . . . ntdd Nii« 
NT'CD es entsteht Verlust, es entsteht kein Ver- 
lust. Das. 19» fg. B. bath. 139'' u. ö. M. kat. 
2'' ■;aD-] Ti\a NTDS Cip-ia da, wo Schaden ent- 
stehen könnte, erlaubten die Gelehrten das, was 
sonst rabbinisch verboten ist. Keth. 60* mpaa 
133-1 •'-ITA sb NTCD wo Schaden entstehen 
könnte, haben die Rabbinen keine Erschwerung 
auferlegt. 

ninpS/. pl. (für nrno ^n = NmT73 ^3, s. 
n;"!D) Kopfkissen, Polster. Mögl. Weise 
vom gr. 6 »l'i'a^oi; Matratze, vgl. '["''riCE. Je- 
lamd. Wajeze Anf. (citirt vom Ar.) als Jakob 
fortging, nahm er nichts mit sich, nT'"]D!: Nb qtJi 
m-'ncs ib tti CwXT oipa- ■'33N"a npii -aN3ü3 
iiasi nnn a'^rns im3 rr~ «b auch nicht ein- 
mal Kopfkissen; denn es heisst: (Gen. 28, 11): 
„Er nahm von den Steinen des Ortes"; hätte er 
Kopflvissen bei sich gehabt, so würde er nicht 
Steine unter sein Haupt gelegt haben ; vgl. auch 

ninipS j. Ab. sar. I g. E., 40% s. ri-ioii|. 

nOB »iasc. (=bh.) Pesach, u. zw. a) das 
Pesach- (Ueberschreitungs-) Opfer und b) das 
Pesachfest. Stw. nCE (syn. mit :iöe, ?de, 
Grndw. od) vorübergehen, überschreiten (vom 
verderbenden Engel, Ex. 12, 13 fg.). Pes. 120* 
fg. nosn no-Q der Segenspruch beim Verzehren 
des Pesachopfers. Das. 95* fg. ... iTOsn nos 
■'3'a nos das erste Pesach (das am 14. des 
Nisan) und das zweite Pesach (das am 14. des 
Ijar, Num. 9, 10 fg.) geopfert wird. Das. 96* 
mmn nos das Pesach, das in den späteren Ge- 
nerationen geopfert wurde, wobei manche 
Satzungen anders waren, als bei dem Pesach, 
das in Egypten geopfert wurde, a^iisa nos. — 
PI. Pes. 10, 6 DTios die Pesachopfer, vgl. n3T. 
Das. 10, 1 fg. D^nos 3i» (so im jer. Tlmd., im 
bab. Tlmd. ^3~\y) der Rüsttag der Pesachfeste. 
— Davon auch der Name des Tlmd.-Tractats: 
DTiCD, Pesachim, der zumeist vom Pesach 
(Opfer und Fest) handelt. 

NiipS ck. (=noE) Pesach, d. h. Opfer 
und Fest. Im Syr. wurde V»w^ von snos 
(mit Wechsel von o und ii), dahingegen \^a£> 
vom gr. 7rfxcx,a, Pascha gebildet, j. Schabb. VIII 
Anf., 11* NHOs ■'b'^bT -"OS TiysiN die vier 
Becher Wein, die man am ersten Abend des 



nV^DD"'? 



- 70 — 



••oa 



Pesach trinken soll. j. Pes. VII, 35" un. u. ö. 

N'rbm snos das Verzehren des Pesachopfers 
mit Absingen der Hallel-Psalmen, vgl. «bibn, s. 
auch xmsy. Chull. 129'> NbT nti^t snos 
-iDonb das' ""kleine Pesach (d. h. am 14. des 
Ijar^^aa nSD), an welchem man nicht trauern darf. 

nv'?PP''S/- Pl- (— nrb-'uq-'EN s. d., gr. xi 
smöTuXiaj die auf den Säulen ruhenden 
Balken, j. Suc. I, 52» un. q-iti?:? nsniN 
nT'b:20''D saiN ';r;-'byi vier Säulen, auf welchen 
vier Balken liegen, j. Erub. I, 19'^ mit. steht 
dafür nvbuss dass. 

Dl^"'tpp£ M. (lat. pastillus) Kügelcheu oder 
Brötchen von Mehl, Balsam u.dgl. Jalk. II, 
lö*» „Alle ihre Gebeine zermalmten sie" (Dan. 
6, 25), D-'r.-i onffl nisn iffiiffin onb^üDo iinns 
pNm "11^3 D"'J'pi3i wie jenes Kügelchen und 
die Wurzeln des Feigenbaumes, welche, obgleich 
sie weich sind, dennoch in Fels und Stein ein- 
dringen. — PI. Exod. r.sct. 41, 136* ein Königs- 
sohn sagte zu seinem Vater: xb« ^a-p^n ^Ttx 
'dt T's iiraizj T'b"L:^''sn V^ ich verlange nichts 
anderes, als etwas von den Brötchen, die du in 
deinem Munde hast. „Von Gottes Mund kommt 
Erkenntniss und Vernunft" (Spr. 2, 6). Mit 
prosthet. n, s. ■jibups-'N. 

SCtapS /. (gr. ma-cofxa) eig. Versicherung, 
Bestätigung. Levit. r.sct. 9, 153» im t:« 
Nnn rfb '^73N NU-'bffl ytrt b-^nn na i-panb 
rr-r): Vm ns n-'bi «a-j ■jb-'T N7:-jod Ar. (Agg. 
NM^DD Nin) ein Räuber sagte zum andern (als 
sie beide mit dem Könige in die Stadt ein- 
zogen): Wie furchtbar ist doch dieser Herr- 
scher! Der Andere entgegnete ihm: Möge doch 
dein Betragen (Versicherung der Treue) gut 
sein, sodann wirst du dich nicht vor ihm zu 
fürchten brauchen. 

]1EPB »«. (gr. toSittyiS, bes. zo ;re?o'v) das 
Fussheer, Infanterie. Genes, r. sct. 46 g. E. 
r;7:nbnb NS-'a njnoa . . • rihpn ib yiz nu 
Vrs-i TNbwn Ti-iT 1TJDS biB nyo ib lo^ wie 
belohnte Gott ihn (den Monobaz, der gestattet 
hatte, dass seine Kinder sich beschneiden 
Hessen , vgl. ■'7313) '? Als er in den Krieg zog, 
so stellte man ihm eine Schaar Fussvolk ent- 
gegen, da kam ein Engel herab und rettete ihn. 

Qi[AQ"i£2 /. (gr. TiWTi.;), oft verkürzt oder crmp. 
D-'OS, zuweilen o^^^ Vertrauen, Zusiche- 
rung, j. Keth. II, 26'' un. i72ib ü^isr: ii37:n3 
Nin o''OD"'D -iu-i:i r.m» idtü die Zeugen sind 
beglaubigt, zu sagen: Dieser Wechsel ist auf 
Treu und Glauben ausgestellt (d. h. A. übergab 
dem B. den Schuldschein, ohne sich etwas von 
ihm geliehen zu nehmen, in dem Glauben, dass 
B. ihm später das verlangte Darlehn geben und 
dass er von ihm auf Grund dieses Scheines ohne 
Verabfolgung des Darlehns nichts verlangen 



würde), oder er ist ein Vertrauenswechsel (d. h. 
A. übergab dem B. einen Wechsel auf eine ge- 
wisse Summe, nicht etwa in der Absicht, das 
Darlehn zu nehmen, sondern blos, um dem B. 
eine Gefälligkeit zu erweisen, damit letzterer als 
ein reicher Mann gelte, der Gelder ausstehen 
habe, wodurch Andere ihm creditiren würden). 
Das. -iü\iJi n:72N naia m inp-in-in -5113 iin dn 
si-iD naio r!T rtbiy ^b-N3 p^n bNi o-'uo'>3 
„Wenn du Falsches in deiner Hand hast, so 
entferne es" (Hi. 11, 14), das ist ein Wechsel 
auf Treu und Glauben oder ein Vertrauens- 
wechsel; „behalte in deinem Zelte kein Unrecht", 
das ist ein bereits bezahlter Wechsel (iin be- 
deutet hier: was von vorn herein falsch war; 
r,b^y^■ was ungiltig geworden ist). Keth. ig** 
steht dafür o''OD Ar. (Agg. fast überall d-^OD 
crmp. Ueberhaupt verstanden die Autoren des 
bab. Tlmd. selten die aus dem Griechischen ent- 
lehnten Wörter, während die jer. Autoren sie 
wohl verstanden.) Das. 79* eine Frau, die be- 
absichtigt, vor dem Schliessen einer Ehe, die ihr 
gehörigen Güter ihrem Ehemanne zu entziehen, 
"insb D"'OD n::ia nnnn schreibt ein Vertrauens- 
dokument an einen Andern. Tosef. Keth. IX 
Anf. steht dafür d^'UE -ü'^. Die Erkl. Ar.'s 
und der Commentt. : 3100 (von d^s, 01^2) be- 
deute: durch Zureden Erbetenes, infolge dessen 
das W. in D"'D"'3 crmp. wurde, ist unrichtig. 
Sollte man viell. bei o^'C^ an das syr. \aja.s> 
Ueberlassung gedacht haben V — .Jatk. II, 96^ 
zu Ps. 19, 2 die langen Sommertage und die 
langen Winternächte o-UD'sa nT73 riT T'buiJ 
'^3^ yjO''D3 T'ymDi nehmen von einander auf 
Vertrauen geliehen und bezahlen einander auf 
Vertrauen, ohne dass es Jem. hört u. s. w. Diese 
LA. ist richtiger als oi3''E s. d. 

Ni^CpS s. sjjppE. 

j'TppS Adv. (lat. posterius) hernach, 
später. Khl. r. SV. inbnii, 76* Salomo sagte: 
n73iipr3 qN3 'j"'-.''dod Tnspia ■'m73bii5 min bs 
13 diejenige Gesetzlehre, die ich in meinem 
Alter später „in der Zugabe" (zu der gewöhn- 
lichen Lebensfrist, qs Khl. 2, 9) erlernte, er- 
hielt sich bei mir. 

"■PS, nOS (=bh. nias, Grndw. os enden) 
sich ausbreiten, sich ausweiten, j. Jom. 
III Anf., 40'' n-iT73n b2 ■'3s by nois n73nn TiN7a 
das Sonnenlicht breitet sich vor dem ganzen 
Osten aus; im Ggs. zum Mondlicht, das gerade 
aufsteigt. Das. 41* un. das Rauchwerk der 
Familie Abtinas, mm-'i noisi nbiyi p-i73n7J nnTi 
T't: nons nn^n ibx bffli stieg palmenartig auf, 
weitete sich dann aus und fiel herab; aber das- 
jenige der Anderen weitete sich sofort aus. j. 
Schek. V, 49* ob. dass. Genes, r. sv. biS'iJ«, 1 1* 
das Rauchwerk wird bs'iJN genannt, nriTtO 
rmi-ii noiD "{3 "ihni m-npn ny nbi7i rnan73 



■'OS 



71 



^OS 



lEsrr ViDasr weil es palmenartig bis zu den 
Balken stieg und dann sich ausweitete und herab- 
fiel wie die Cyperntraube. Das. sv. pnt 'tt, 18* 
dass. j. M. kat. I, 80'' mit. rrnDDi s-i-ijs mns 
S^^i^ (Neg. 4, 8 nnac:) wenn ein Glanzfleck 
(Aussatz) so gross wie eine Graupe war und 
weitete sich aus (nahm zu) wie eine Graupe. 
Genes, r. set. 15, 16'^ bD ■'De by -ctc nirtc yy 
D'^-'nn „der Lebensbaum", der sich über alle 
Lebenden ausbreitet. Cant. r. sv. -n;, 2 1'' Aloe 
wird deshalb mb-N genannt, bnN3 ~o"D Niriffl 
weil sie sich wie ein „Zelt" ausdehnt. 

"'DE. NDS eh. (=nDS) sich ausdehnen, s. 
TW. 

il^OS, irp^S, "r^S masc. Ausbreitung, 
Ausdehnung, bes. von der Zunahme des Aus- 
satzes, Ggs. zu DiN Mutter, Stamm, der ur- 
sprüngliche Aussatz. Neg. 1, 3. 5 •\i-<sz 13 tit: 
IT'Sr ib -[bm (das. auch ö. iTiffic) wenn eine 
Ausdehnung da vorhanden war und dieselbe 
wieder geschwunden ist. Das. 3, 4 fg. 4, 1 fg. 
j. M. kat. I, 80' mit. u. ö. 

NjVDS eh. (=']'i"'3D) Ausbreitung, Aus- 
dehnung. — Fem. Nr:">"'os dass.. s. TW. 

n"N''D£ Adv. zutreffend, passend, s. TW. 

]Vp£ m., pl. ■':i-'pE,/e>«. "irps (gr. 9aat.av6c, 
phasianus) Fasan (Ar.); nach Ansicht Raschi's 
hingegen: Rebhuhn. Für crstere Ansicht 
spricht die Namensähulichkeit, sowie beson- 
ders mehrere weiter unten folgende Stellen, 
wo 'jvoB neben s"i"ia erwähnt wird; denn 
mit dem Pfau (raöc) hat der Fasan am mei- 
sten Aehnlichkeit. Für Raschi's Erklärung 
y^"i'-^B (perdrix, perdix) sprechen wiederum 
einige andere Stellen, wo itios zur Wachtel- 
Gattung (Tibs) gezählt und die Begattung Beider 
erwähnt wird: was wiederum für Rebhuhn 
spricht, das mit den Wachteln äusserliche und 
innerliche Aehnlichkeit hat. — Num. r. sct. 7, 
195' wer zu essen verlangte 'jT'oe "in bia3ir 
'an B"n:2 in einen Hahn oder Fasan oder Pfau, 
fand diesen Geschmack im Manna. Tosef. Kil. 
I Anf. -'S b:' ci« ^3T'D-'di (1. oim) mm bisiin 
ntD r.7 C'Nb^ nrb m Y^a^•\^ (Varr. •'Sndd, 
'3N''Oo) der Hahn, der Pfau und der weibliche 
Fasan sind, obgleich sie einander ähnlich sind, 
Mischgattungen mit einander, j. Kil. I, 27" un. 
D"'Nbn i3T'0''sn D? biasin der Hahn mit dem 
Fasan bildet eine Mischgattung, j. B. kam. V 
Ende, 5* dass. (■'3'iip"'E ist weiblich = nOTi:: das.). 
B. kam. 05' dass.' Kidd. 31" un. bi3N72 o^ 
Db'^yn p Tinmi ■'^ros T'nsb mancher giebt 
seinem Vater Fasane (oder Rebhühner) zu essen, 
was ihn jedoch aus der Welt schafft, j. Pea I, 
IS" mit. steht dafür maius, vgl. ins. Genes, r. 
sct. 70, eg*" piN •'Svp^E nws ^b n^N 'i-'Oiia n^D 
'21 ""b wie viele Pfauen habe ich doch! wie 



viele Fasane habe ich doch u. s. w. Jom. 75'' 
-b^'pn -bs^o \r, ibNi p rbo ^S'^a riTa-iN 
'."b-äi ^ivocT (Ar. liest ■'bs-'D anst. ■'bs-p) vier 
Arten von T'bc giebt es, näml. den Krammets- 
vogej (T^i'xXa), die Drossel (xifl-q), den Fasan 
(oder Rebhuhn) und die Wachtel; vgl. Buxtorf 
und Loewys. Zool. d. Tlmd. sv. (Bei den Deci- 
soren herrscht hinsichtlich des Fasans eine 
Meinungsverschiedenheit, ob er gegessen werden 
darf oder nicht. Wenn aber it'Od: Fasan be- 
deuten sollte, so wäre aus manchen oben ange- 
führten Stellen zu entnehmen, dass sein Genuss 
erlaubt sei. L'ebrigens war auch der Pfau in 
der talmud. Zeit zu essen erlaubt, vgl. oiiü; 
aber dessen ungeachtet wird der Genuss dessel- 
ben von fast allen Decisoren als verboten er- 
achtet; was auch beim Fasan der Fall sein 
könnte.) 

N3Tp£ eh. (sjr. (jL»s==';i''p5) Fasan oder 
Rebhuhn, s. TW. — 'j. Ab. sar. HI, 42^ ob. 
„Die Sefarwim verbrannten ihre Kinder ^byannsb 
■{baDyi" (2 Kn. 17, 31), ^;roBT Nona das ist 
der Pfau und der Fasan. 



(syn. mit jcs, p?E). Pa. -j^c ab- 
schneiden, spalten, s. TW. 

"in^PS, inj^PS m. (gr. ^inTTip) eig. Kühl- 
gefäss zum Wein; übrtr. Kochtopf, Kessel. 
Sifra Zaw Par.J cap. 2 g. E. „Das Feuer auf 
dem Altar soll nicht verlöschen" (Lev. 6, 6), 
nnaos rr'by nsis nb D''\ai5 n72 myo^^a c]« 
auch nicht auf den Zügen. Wie verfuhr man 
damit (um es zu erhalten)? Man deckte dar- 
über einen Kessel, j. Jom. IV g. E. 42*^ und 
Num. r. sct. 4, 190* dass. Tamid 5, 5 nnüai 
^bD nn-'r: -iroosT insos irfbr nons rr-n 
']nb ppma biis (Ar. ed. pr. -inposi -irpos 
*]nb p"'Tn?3 bns ■'ba rr«", das mase. ist rich- 
tiger) am Sabbat (da man die Kohlen nicht ver- 
löschen darf) deckte man über sie einen Kessel; 
der Kessel war ein grosses Gefäss, das einen 
Letech ( = 15 Seah) fasste. j. Chag. HI, 79* 
mit. dass. Erub. 10, 15 "ipspd (Ar. Ms. und 
ed. pr. ippos). 

NnropS chald. (=-ipppE) Koch gefäss, 
Kessel. — PL npiiipDos für hbr. PTiion, 
s. TW. 

'^DS (=bh. Grndw. ce trennen) 1) aus- 
hauen, behauen, dolare, von Steinen, Metall 
u. dgl. , eig. das Uebertlüssige , Schlechte ent- 
fernen : gev;. dafür Piel , s. d. — 2) übrtr. J e m d n. 
oder etwas als verwerflich, unbrauchbar 
halten oder erklären. Dieser Tropus ist da- 
durch entstanden, dass man beim Eingraben 
oder Behauen des Metalls oder Steins an das 
Wegwerfen der unbrauchbaren Kruste oder des 
Unnützen überhaupt dachte. B. kam. 97*, s. 



büä 



— T2 — 



^lOS 



Nifal. Kidd. 70^^ -iaT3 irNi biDD bDis^i ba 
boiD T3iMa bsiaii) t:nt obiJ'b nnDiaa Jeder, 
der Anderen Makel betreffs ihrer Abstammung 
vorwirft, ist gewöhnlich selbst makelhaft; er 
spricht nie vom Lobe der Menschen. Samuel 
fügte hinzu: Ein solcher Mensch pflegt gewöhnlich 
seinen eigenen Makel Anderen vorzuwerfen. Mikw. 
2, 4 r,ipi2r, pn -[ibDiD "bnna iimNia Di;: nis^m 
ein viertel Log geschöpftes Wasser, das vom 
Anfang an in einen Teich fällt (in welchem 
näml. früher gar kein Quelhvasser war) macht 
den Teich, wenn er auch später Quellwasser 
erhalten, zum Reinigen unbrauchbar. Zum Un- 
brauchbarmachen des Teiches, in welchem früher 
Quell wasser war, gehören näml. drei Log ge- 
schöpftes Wasser; i^boiB iiaiNUJ D^M f'Jib riabia 
mp7:r[ ns, vgl. nw?- Das. 7, 1. 2 fg. Seb. 2, 1 
wenn ein Nichtp'ri'ester u. dgl. das Blut des 
Opfers aufnahm; bos bN73iZ33 bnp bos so machte 
er es untauglich; wenn ein Priester das Blut 
mit der linken Hand aufnahm, so machte er es 
untauglich. Uebrtr. bons, pl. libDlD der Autor 
erklärt es als unbrauchbar, als nicht 
rituell, Ggs. -110373, li-iiUJSJ: er erklärt es als 
tauglich, als rituell. Ber. ll^ Suc. .3^ fg. und 
sehr oft. R. hasch. 22^ ibo3 . . • nn^ riN ibOD 
123 PN man erklärte seinen Sklaven, man er- 
klärte seinen Sohn als untauglich zum Ablegen 
eines Zeugnisses. Genes, r. sct. .30 Anf. Qipü bs 
by TCSV2 nbsi DisraNin rs bos nbs -nztxzvi 
Di3TONi~ überall, wo es heilst nbs, so hebt 
es das Vorangehende auf; wo hing. ?ibNT steht, 
so fügt es dem Vorangehenden hinzu. So z. B. 
„Dieses (nb«) sind die Nachkommen Noah's" 
(Gen. 6, 9); d. h. aber die Vorgänger waren un- 
tauglich; dahingegen „Und dieses (~bNi) sind 
die Rechte" (Ex. 21, 1), d. h. zu den voran- 
gegangenen Gesetzen hinzufügend. Exod. r. sct. 
1 Anf. u. ö. dass. 

Pi. bsii 1) aushauen, das Unbrauchbare 
entfernen, j. Schabb. VII, 10* mit. bOüi2r, 
Jem., der die verdorrten Zweige der Bäume ab- 
haut, damit letztere besser wachsen. Schebi. 
2, 3 nsian ffls-i ns iibooM man darf die ver- 
dorrten Zweige abhauen oder das Unkraut gäten 
bis zum Anfang des Sabbatjahres. Mikw. 9, 7 
mibiN ibooa diejenigen, welche die verdorrten 
Zweige der Bäume abhauen. — 2) verwerfen, 
verachten. Khl. r. sv. nwo, 97* nina nnc< 
'dt Diil53a biODM Jem., der die Frauen verächt- 
lich machte, indem er näml. sagte: Welche Frau 
wäre denn meiner würdig? u. s. w. 

Nif. untauglich gemacht werden. Seb. 
1, 4 bnapai -aimca di-ot nya-isn bos: naTn 
npi-iTDT "^ibinm das Schlaehtopfer wird bei 
einer der folgenden vier Handlungen untauglich 
gemacht (d. h. wenn man während der Vollzie- 
hung derselben eine für das betr. Opfer verbo- 
tene Absicht hatte), näml. beim Schlachten, 
bei der Aufnahme des Blutes, bei der Tragung 



desselben und beim Sprengen. Pes. lö*" Brot, 
das schimmlig ansb biDNbu nbosii und dadurch 
unbrauchbar wurde, von Menschen gegessen 
zu werden. Das. 45* dass. Tohar. 8, 6 IS 
nbsH bSTNO bODias bis es zum Frasse des 
Hundes unbrauchbar wurde. j. Chall. IV, 
60* ob. Dba nbiDsa biDsrna -\y (1. boEnö) 
dass. — Snh. 104'' nianb "iiiisa OHND . . . nbc 
IT yz-^ii nbos; das W. nbo (Klgl. 1, 15) ist zu 
deuten wie Einer zum Andern sagt: Diese Münze 
wurde unbrauchbar, abgeschafft, näml. vom syr. 
^ gedeutet, s. xbq II. B. kam. 97* (mit Bez. 
auf die Mischna, das. 96'': 'st boon »3U73 bn 
„wenn Jem. eine Münze stahl, welche später ab- 
geschafi't wurde, so kann er zum Bestohle- 
nen sagen: Hier hast du das Deinige zurück") 
R. Juda sagt: r!3ii733 nNSVT V nrnM nnbasio 
mnN hier ist davon die Rede, dass eine Stadt 
die Münze als ungiltig erklärt hat, dass sie 
aber in einer andern Stadt gangbar ist. Dahin- 
gegen niDbU nnboD wenn die Regierung die 
Münze als ungiltig erklärt hat, so dass sie nir- 
gends gangbar ist, so rauss der Dieb dem Be- 
stohlenen eine andere Münze geben. Das. ö. 
Genes, r. sct. 36 g. E. s. 1i:3i:'i73. Das. 56, 56<= 
u. ö. Num. r. sct. 6, 194'' DibiOD ^^n nsTO brisa 
11.-I Nb y-ifsb 1033312573 baN ibnbi n3iü ';73 
bipo NbN DibOE3 in der Stiftshütte waren die 
Lewiten vom 50. Lebensjahre an für den Tempel- 
dienst unbrauchbar (Num. 8, 25); als aber Israel 
in Palästina ankam, so wurden jene blos durch 
das Verlieren der Stimme untauglich. Sifra 
Kedoschim Anf. DibOE3 oniü DiD b:' (nibios) bos 
die Götzenbilder heissen Dibios, weil sie un- 
tauglich, verdorben sind. Jalk. I, 172'' liest 
1ibi03 pu) dass. 

7PS ch. (syr. Vils=bDE) 1) aushauen, 
behauen, s. TW. — 2) trop. unbrauchbar, 
untauglich machen, j. Kil. VII g. E., 31* 
u. ö. Part, Peil Keth. 61'' ob. lon raST ■|N73 
N3b73"i b3N73b biDE Wer desgleichen thut, ist 
untauglich, unwürdig, dass der König bei ihm 
speisen sollte. Das. 105'' Samuel sagte zu 
Jemdm., der ihm einen Gefallen erwiesen hatte: 
N3inb "ib Nsbios ich bin für dich untauglich 
zum Gerichte. Das. NnbiNia biNiai N3iii isn 
NJiT 'iT73b bios ein Richter, der sich Darlehne 
nimmt, ist untauglich zum Gerichte. Das. ö. 
Thr. r. sv. ino, 66'' Nibipsi nioiN73 Verachtetes 
und Verworfenes (das svi nioN73 Gesagte ist 
danach zu berichtigen). Snh. 8* u. ö. 

7lDS m- (eig. Part, pass.) 1) untauglich, 
unbrauchbar, insbes. in ritueller Beziehung, 
sowohl von untauglichen Opfern, als auch von 
den untauglichen Opferern. Seb. 2, 1. 2 fg. Y^n 
ms 13 'JINI bios iMipTsb ein Schlachtopfer (bei 
dessen Schlachten, Blutsprongen u. dgl., vgl. 
Nifal Anf., man die Absicht hatte) das Fleisch 



^1D£ 



lö — 



H/iOS 



anderswo, als in dem vorgeschriebenen Orte 
(Tempelraam oder Jerusalem) zu essen, ist un- 
tauglich, jedoch erfolgt nicht darauf die Strafe 
der Ausrottung. bi02 ist unterschieden von bus 
s. d. — PI. das. .3, 1 •jn-j'nu; i::n':;c 'i"'5'<22~ bD 
tniöD bei allen zum Priesterdienst Untauglichen 
(z. B. Xichtpriester, Unreine, Frauen u. dgl.), 
welche ein Opfer schlachteten, ist die Schlach- 
tung giltig; der Priesterdienst beginnt näml. erst 
mit der Aufnahme des Blutes, mn rbap, s. d. 
R. hasch. 22* u. ö. 'jibiODn, vollständig ■'b'iDD 
n'iiy die als Zeugen Untauglichen. — 2) von 
illegitimer Abstammung. Kidd. 7P un. 
t:j3 Tcrb prnr: bi2s bissb pim?; bN-;::'' yis in 
Palästina ist derjenige, der als illegitim aner- 
kannt ist, als illegitim (zur ehelichen Vermischung 
verboten) zu erachten; wer aber als legitim an- 
erkannt wird, als legitim zu erachten, im Ggs. 
zu Babel und anderen Ländern, vgl. —o^T. Das. 
77* a-ibiss- ]■: mbir:j bD nbbn wN-'rj'iT-'N wer 
ist eine Chalala (dem Priester zur Ehe ver- 
boten, vgl. bbri, nbbn)? Diejenige, die von 
Illegitimen geboren wurde. Genes, r. sct. 70, 70* 
n-'nr: biD3 "iT^bs Elieser, der Untaugliche, d. h. 
der Sklave des Hauses Abraham's. — Fem. 
Kidd. 77* u. ö. nji-Db ~b^S2 sie ist für die 
Priesterschaft untauglich, j. Kidd. III, 64* mit. 
■jiTiiasn b? mb:cDi nibiOE- b" nriTir; iiT^as 
n-iosn b? T'bios «bi •j-'bicsn br m-;':;D sb bns 
legitime Männer dürfen keine Ehe mit illegi- 
timen Frauen eingehen (z. B. ein Priester darf 
keine Geschiedene, ein Israelit darf keinen weib- 
lichen Bastard u. dgl. heirathen); und ebensowenig 
dürfen illegitime Frauen eine Ehe mit legitimen 
Männern eingeben. Dahingegen ist weder den 
legitimen Frauen verboten, illegitime Männer, 
noch den illegitimen Männern verboten, legitime 
Frauen zu heirathen. — j. Schek. VII Auf, 50'^ 
mbiDsn die zum Opfern untauglichen Vogel- 
paare. Das. 50'' un. dass. 

'7102 JH. 1) Abgeworfenes. PL Chull. 88" 
■]ibiOir mp" der ausgeworfene, ausgemeisselte 
Schutt, vgl. rr^pa. — 2) Untauglichkeit, 
Makelhaftes. Jom. 1, 1 vor dem Versöhnungs- 
tage hielt man für den Hohenpriester einen 
stellvertretenden Priester in Bereitschaft, nMO 
biOD ia yiN"' denn es könnte Ersterem etwas 
Makelhaftes (Unreinheit, Pollution u. dgl.) be- 
gegnen. Pes. 56* Jakob sagte vor seinem Tode: 
'•D^ biDS Ta"'733 T3-' aibiai an nmo vielleicht 
haftet, fern sei es, ein Makel an meinem Bette 
(Nachkommenschaft), etwa wie an Abraham, von 
welchem Ismael oder wie au meinem Vater Jiz- 
chak, von welchem Esau abstammte. Tosef. 
Mikw. I g. E. 2172 by^i i»i:7d ibios mpa 
'si iDi;3 ibiOD die Badestelle (die als mangel- 
haft befunden wurde) trägt ihre Untauglichkeit 
in sich selber; der mit Leibesfehlern behaftete 
Priester trägt seine Untauglichkeit (zum Priester- 

liKTT, Neuhebr. u. Chitid. Wörterbuch. IV. 



dienste) ebenfalls in sich selber; sie sind daher 
auch in gesetzlichen Bestimmungen mit einander 
zu vergleichen, j. Ter. VIII, 45'' un. und Kidd. 
66" dass. j. Xas. VIH g. E., 57'' u. ö. rra 
biSD" die Stätte, wohin die untauglichen Opfer 
gebracht werden. Mikw. 3, 1. 3 fg. 

S71D2 eh. (=:bi3E) 1) Abgeworfenes, 
was abgehauen, weggeworfen wird. — 2) 
Verwerfliches, Makelhaftes, s. TW. — PI- 
j. Kidd. III, 64'* mit. der Vater des R. Chama 
sagte zu letzterem, der nach Charatha gehen 
wollte: Nbi N-'^b^os •]n3\x p ■j^n niNT -^ry-i ^r. 
^^^n^2 yjSP merke dir, dass es dort einige der 
Verworfenen giebt, mit denen du dich nicht 
vermischen darfst. 

S'p^PS m. (hbr. 502) ausgehauenes Bild, 
bes. Götzenbild, s. TW. 

7l3''S m. N. a. das Abhauen verdorrter, 
oder zu dicht aneinander stehender 
Zweige, oder Entfernen des Unkrautes. 
Schebi. 2, 3 s. nn^T. Das. R. Schimeon sagte: 
j Tx WS- pisn rmarn ■'NC-i ■^;ni2 •jtjt ba 
i ibiD'':3 so lange mir die Bearbeitung des Bau- 
mes gestattet ist (d. h. bis zum Wochenfeste vor 
dem Sabbatjahr), ist mir auch das Abhauen 
seiner verdorrten Zweige gestattet. 

S'713'2 eh. (=bi3-'s) das Entfernen, Ver- 
werfen, s. TW. 

L ; ff 

' n(;''C£/e)n. N. a. (sjt. j ' \ . ^ °^) das Aus- 
schachten, der Schacht. Khl. r. sv. ti^O 
nsm, 92"^ Mose wurde aus dem Sapphirschacht, 
aus welchem die Bundestafeln ausgeschachtet 
wurden, reich; denn -p bss (Ex. 34, 1) ist zu 
deuten: "jb snn ';rbi03 ihre Ausschachtung soll 
dir gehören, vgl. SJcna. Das. sv. "^snSn C", 
95° dass., vgl. auch den nächsttlg. Art. 

ri/IOS fem. 1) Abgeworfenes, Ausge- 
hauenes von Metall u. dgl. j. Schek. V, 49* 
mit. -jb bss . . . r;'S?3 T":;?- mmb- nbi02'3 
^b'>a nbi2-:~ «nn-:: von den Abfällen der Bun- 
destafeln (die aus Sapphir gewesen sein sollen) 
wurde Mose reich; denn es heisst (Ex. 34, l) 
■jb boo das bedeutet: Die Abfälle sollen dir ge- 
hören. Eine andere Deutung s. in n^os. Ned. 
38* und Levit. r. sct. 32, 176'' dass. 'j. Sas. VI, 
55* mit. ins nbiOD das Schlechte (Hülse, Kerne) 
der Frucht, Weintraube, j. Schabb. VII g. E., 
10'' rbiOQ -■'37': er entfernt durch das Sieben 
die Abfälle, j. Suc. I, 52'' un. s. -;d3. Num. r. 
sct. 16, 232* „Gehet nach dem Süden"' (Num. 13, 
17; der die schlechteste Gegend Palästinas war), 
■|3 -insT nbnn nbiosn nx ■;-'N-ra Tin^nn po 
nnan rs ■j-'Ni^a denn die Kaufleute zeigen ge- 
wöhnlich zuvor die schlechtere und dann erst 
die bessere Waare. — PI. Num. r. sct. 7 Anf., 

10 



m^cs 



NWDS 



194"= inra T,ai-2 nin t'tq i57:a nibicsn i^snoJ 
wenn die Schlacken aus dem Silber' entfernt 
wurden, so zeigt es alsbald seine Güte, vgl. i;o. 
— 2-) übrtr. Verworfenes, Schlechtes, ver- 
worfener, schlechter Mensch, j. Git. I, 
43'' ob. ,,Jerobam ernannte Priester Dm mspa" 
(1 Kn. 12, 31), nbiasr; i^i D^nTU oiiripn p 
nraia das bedeutet: von den Dornen des Volkes 
und von den Verworfenen des Volkes, j. Ab. 
sar. I Anf., 39^ dass. j. Kil. I, 27'' mit. „deine 
Kinder gleichen den Oelzweigen" (Ps. 128, 3). 
■jnn Nn-i Nb ^133 qN r:3^-in pa v« DTin nn 
nbiOD so wie bei den Oelbäumen kein Pfropfen 
mit fremden Zweigen stattfinden kann, ebenso- 
wenig werden unter deinen Kindern Verworfene 
sein. Genes, r. sct. 41 Anf. nn 'j-'N iT m?3n n73 
'dt nbiCD Dna T'n bsnai Dn ^a ... nbios so 
wie der Dattelbaum nichts Unnützes enthält 
(vgl. ■jns-'O u. a.), ebenso giebt es in Israel 
keine Verworfenen; denn einige sind bibelkundig, 
andere mischnakundig u. s. w. Das. sct. 46 
Anf., s. ü^'a. Das. sct. 68, 67"= „Jakob nahm 
zwei Steine" (Gen. 28, 11); denn er dachte bei 
sich: Ni:-! pnit'^a . . . nbios idu\t nj:^ nn-a« 
■';« TTii 1Tb IT D-ijaN '3 rnnsna dn ■'Jnt -ts? 
nbiDE i572ir; NSi-i nr-iNa von Abraham stammte 
Verworfenes ab (Ismael und die Söhne Ketura's), 
von Jizchak stammte Esau ab; ich werde nun 
wissen, dass, falls diese beiden Steine sich fest 
aneinander schliessen, von mir kein Verworfener 
abstammen wird. Sifre Haasinu § 312 dass. 
Ruth. r. -SV. nby Trm, 42'i der Goel dachte bei 
sich: 'dt 1333 nbiOD 3-!j>5j •^a-'N nb'jib ib on 
fern sei es mir, die Moabiterin Ruth zu hei- 
rathen, denn ich will nichts Verworfenes unter 
meine Kinder mischen; mit Bez. auf biMb 
(Ruth 4, 6, von bNa^bJ'a gedeutet): verun- 
reinigen, besudeln. 

m'/tpS/. Schlechtigkeit, Ungiltigkeit. 
B. bath. 128* biOD mbasD tdio in inbnn«: bD 
naJD mnfflDD idist mbnn jeder Zeuge, dessen 
Zeugniss Anfangs oder zum Schluss mit Untüch- 
tigkeit verbunden ist (wenn er z. B. mit Jemdm. 
bei der Wahrnehmung eines Zeugnisses, für ihn 
verwandt war, jetzt aber, bei der Ablegung des 
Zeugnisses nicht mehr verwandt ist; er war 
näml. früher sein Schwiegersohn, später aber 
starb seine Frau; oder er war bei der Wahr- 
nehmung noch nicht sein Schwiegersohn, aber 
bei der Bezeugung sein Schwiegersohn), so 
ist er als Zeuge untüchtig. Wenn sein Zeug- 
niss hing. Anfangs sowohl als auch zu Ende 
mit Tüchtigkeit verbunden ist (er war näml. zur 
Zeit der Wahrnehmung des Zeugnisses und 
ebenso jetzt bei der Ablegung desselben nicht 
mit ihm verwandt, in der Zwischenzeit aber hatte 
er seine Tochter zur Frau, welche vor der Aussage 
gestorben war), so ist er ein tüchtiger Zeuge. 
Khl. r. sv. biSN "^b, 91» Abraham dachte bei 



sich: bapns Mbi "iidd riT: mbac Nioia ^■ann 
'dt es wäre ja möglich, dass mein Sohn Isaak, 
weil ein Makel an ihm haftete, nicht als Opfer 
angenommen wurde! Daher ertönte eine Gottes- 
stimme : Abraham, Abraham, „Geniesse mit Freu- 
den dein Brot, denn Gott nahm mit Wohlgefal- 
len dein Opfer an" (Khl. 9, 7). 

7D2, /"'PS m. Adj. (eig. Abspaltendes) 
1) Hobeleisen. Ben 57'' ompi boD 17a 
Hacke, Hobeleisen (Raschi T^'-ibn, doloire, do- 
lobra) und Axt. B. mez. 82'' dass., vgl. n^^■a. 
— 2) Eisen zum Bohren, j. Kidd. I, 59'* 
mit. R. Jose bar Jehuda sagte: b^'ODn m ed. 
Krot. u. a. (ed. Sitom. r!b''Orjri fciii.) unter »1:173 
ist das Bohreisen zu verstehen; nach einer an- 
dern Ansicht: mp72, s. d. 

7I5B m. (gr. TraoffaXo;) Pflock oder schma- 
les Holzstück. Suc. 18* DrT'D''a bos rP37a 
üTöDT man legt einen Pflock dazwischen (zwi- 
schen die Bretter, welche die Hütte bedachen), 
wodurch die Festhütte eine taugliche wird. 
Das.: Hier ist die Rede von einer Hütten- 
bedachung von knappen acht Ellen; -lOD dtt'I 
boDT "io:t no''3 -"H^iz bosi nom bosn -io3i bosT 
ijia Tnb nnn noij ^ara^ bosi nosi bosT iC3i 
'di SJI7:n3 iiböD er legt ein Brett und einen 
Pflock, ferner ein Brett und einen Pflock und 
endlich ein Brett und einen Pflock auf der einen 
Seite und ebenso je ein Brett und einen Pflock 
u. s. w. auf der andern Seite, wodurch in der 
Mitte zwei Pflöcke liegen u. s. w. — Das. 19* 
nDTO" 172 NltTT: bOD ein Holzstück, vorstehende 
Latte, die von der Hütte hervorragt. Kel. 14** 
und Tosef. Suc. II Anf. dass. — Tosef. Kel. B. mez. 
I g. E. nN (?iriiby) vbv dhid Ninn -jibcD 
y^73pn Holzstücke, worauf man das Amulet 
schreibt. 

N/p'£ eh. (=b3E) vorstehende Latte, 
die aus einem Gebäude hervorragt und 
auf die man Gegenstände legt. Schabb. 80* 
NDm ab NboiQ ba« r-ibTaiD nb"'DN 17:n •'idn 
Nbo-'D ib-'DN n73N Abaji sagt: Selbst ein freier 
Platz (vgl. n-'bjJiD) wird als eine Trennung 
zwischen zwei Gehöften angesehen, aber eine 
hervorragende Latte nicht. Raba sagt: Auch 
eine hervorragende Latte bildet eine Scheide- 
wand. B. bath. 56» dass. Git. 77'' nu-ij btN 
Nbo^iDD bcD der Scheidebrief rollte und fiel auf 
eine Latte. 

S'H'P'PS oder XJ^'PS /. (wahrsch. gr. (päar,- 
Xo? oder syr. ].Vm^) Pflanze, die essbare 
Schoten trägt, eine Bohnenart. j. Kil. I 
Anf., 27* ob. wird ni3»Tj"o erklärt durch «nb^'OE 
Ar. SV. bTD (R. Simson zu Kil. 1, 1 liest Nrnb^oc; 
Agg. nnbTiD). Tosef. Dem. I Anf. steht dafür 
N-'bos. — PI. j. Bez. J, 60'' mit. «"»b-'DDT rcttTin 



|V<0£ 



— 10 — 



yo£ 



Lupinen und Bohnen. Ab. sar. SS*" {«•'biOD Ar. 
(Agg. ivbCD), s. N'jba;:. 

|i"''7P£ VI. (verw. mit gr. ^»aXwv od. vJjsXXiov) 
Larve oder Hülle, die das Gesicht um- 
schliesst. Jalk. II, 93'' inca r,ir, y^in na 
nay: na nsi-i is-'n t\s ii^sb ■jT'bos -j-iim: 
'jl iDba I7:i< "^a so wie der Richter, der, wenn 
man die Hülle vor sein Gesicht zieht, nicht 
mehr sieht, was vorgeht, so „denkt der Frev- 
ler: Gott hat vergessen, da man sein Gesicht 
verhüllte" (Ps. 10, 11); mit Anspiel, auf Hi. 
22, 14: „Die Wolken sind seine Umhüllung" 
u. s. w. 

l'T'pS Paslan, Name eines Thaies im Lande 

des Isachar. Genes, r. sct. 98, 96* iboD nypa 
das Thal Paslan. 

Di^'PS. NDlrga masc. Adj. (gr. t^JsW.d?) 
Stammler. Levit. r. sct. 10 Anf., 153"= Ich 
schickte ihnen den Propheten Arnos, \'^~i-\'p T'm 
Oib^'SS imN sie aber nannten ihn: Stammler; 
näml.^-);TOba oiay, s. O'^y. Khl. r. Anf., 70° 

T ' — T ' 

die Zeitgenossen des Amos sagten: mün nb 
NOib-'OD Nru'^b y'^p \^irt bj" «bs ip^'^dö hätte 
Gott denn nicht auf einem Andern seine Sche- 
china ruhen lassen können, als auf diesem, der 
schwerfällig an der Zunge ist, dem Stammler! 
— PI. (mit semit. End.). j. Ned. I g. E., ST" 

T^TS naiN 13N p p-^TJ -liT2b V^llplO Dip7:3 

TiIS N""' Nb D"'b''OE sollte denn in einem Orte, 
wo man pir; anst. '"iVi sagt (weil die Einwohner 
das T nicht aussprechen können) ein Nasir der 
Stammler nicht ein Nasir sein? 

nlK|^/CS/. pl. eine Bohnenart. Tosef. 
Dem. I Anf. neben N-'bOD s. d. 

WQB m. (=D-'2:e s.d.) Säule, Pfoste. j. 
B. mez. II, 8° ob. Q-^Oüb a-^OB ';'>3 NX?: wenn 
Jem. etwas findet zwischen einer Thürpfoste 
und der andern. Tosef. B. mez. II hat dafür 

D''SDb D"'SD i-iD, so in m. Agg. — a^'CD i:;;s s. 

llüipE m. Adj. (gr. o'j'uvaTop, opsonator) 
der Besorger der Küche, der alles zur sel- 
ben Gehörende beschafft. Khl. r. sv. •jinn'' iia, 
71» •>b"'u:3na "b ü^yjnz rs n^bi n5s ■^maacD 
"yyi ma jtnt ich bin dein Küchenbesorger, 
du giebst mir aber nichts von meiner Speise zu 
kosten, damit ich wüsste, was noch nöthig wäre. 
Levit. r. sct. 28, 172'' dass. Ar. (Agg. "^oiaa), 
s. oiT'ra. 

]np;p^, pnjpa m. (gr. ^^aXTTjpwv, mit 
Wechsel der liquidae) ein der Zither ähn- 
liches Saiteninstrument. Dan. 3, 7. 3, 5. 
10. 15. 

ilanrp?) Adj. (gr. ä^^wiiri]?) mit Absinth, 



Wermuth vermischt, j. Ab. sar. II, 41* mit. 

Nian nna pinjam ■jii:n;''03 17:^ ■;iü^i5ip nn- 
Nbaaa ,,der herbe" Wein, das ist der mit Ge- 
würzen vermischte (vinura conditum), „der bit- 
tere", das ist der mit Absinth vermischte (ol'vo* 
a4'i-v^''f Tfjc) ; was aber bedeutet: ,,der süsse 
Wein"? Das ist der gekochte Wein; vgl. auch 
■;\-^3-'DEN. j. Ter. VIII, 45"= mit. iirros, I. 
■jirnsoD dass. Tanch. Wajescheb, 45* „Was 
Josef that, Hess ihm Gott gelingen" (Gen. 39, 3). 
rjTa -72 naiN wXiri-i irj^irip Tu-:b jttj n'<rt 
■'3N iiur5iDD ib mita )rji-'iz-\-p n?jiN «ir: •^b 
'm iizinraD n-'m njcm er schenkte seinem 
Herrn gewürzten Wein ein, und wenn sein Herr ihn 
fragte: Was hast du mir eingeschenkt? So 
erwiderte er ihm: Gewürzten Wein. Sagte aber 
jener zu ihm: Ich verlange Absinthwein: so 
wurde daraus Absinthwein. 

PpS (arab. j^ s. 03) eig. trennen, schei- 
den, dah. die Getreidekörner vom Stroh ab- 
lösen, dreschen. Tosef. Ukz. I g. E. rrNian 
•j-nan nocDC ed. Zkrm. (Var. rioas:-:; Xifal, ed. 
Solk. nD03"C, s. 303) Getreide, das man in der 
Scheune drosch. Ukz. 1, 5 ■jOOD'.ü l^boisn niT' 
piJ3 Ar. ed. pr. sv. OSOD I (Agg. ';003a) die 
Stiele der Früchte, die man in der Scheune ge- 
droschen hat. Genes, r. sct. 31, SO'' ';001Q s. 
NOiE in 'i3. — Pilp. DEpE s. d. 

nD''p£ (=05 nr. 2) Pallisade. PI. j. Erub. 
IX Anf., ■25'= mit. npibn nann nnina ■'nn 
ma ni''0''pD3 wie ist es, wenn der Hofraum 
durch Pallis'aden getrennt war? Vgl. j. Ned. V 
I Anf., 39* OBO'^OD npibn -i2:n nn-r: ax viell. 
crmp. dass. — Ferner Pesisa, N. pr. Snh. 
91* NO''OD 13 ny<3a Gebia ben Pesisa, s. 
rty^3 I. 

ypS (=^bh. yias) schreiten, gehen. Grndw.» 
OD eig. trennen, scheiden, s. Tia. j. Kil. VI, 30° 
mit. s. Hrp-iif. Meg. 27'' R. Elasar ben Scha- 
raua sagte': DS ■nüN") bj' ■'nyos xb . . . ■'73"'a 
amp ich schritt nie in meinem Leben über die 
Köpfe der heiligen Gemeinde. Die Schüler 
sassen näml. in der Akademie auf der Erde; 
wenn nun der Lehrer in ihrer Mitte hindurch- 
ging, um sich auf seinen Sessel zu begeben, so 
hatte es den Anschein, als ob er über ihre 
Köpfe geschritten wäre. Snh. 7'' dass., mit 
Ansp. auf Ex. 20, 26. Jeb. 105'' R. Ismael bar 
Jose, der infolge seiner Dickleibigkeit sich ge- 
nöthigt sah, durch die Schülerreihe zu schreiten 
(b'^TNT yosa mn), sagte zu Abidan, der ein 
Gleiches thun wollte: Oiip Qy ib '^•'nsia '^a 
oy ib 'j-'-is T'NO n ainp üs iat«"i b? yos-' 
lanp oy •'iün-i by yos'' ynn anp derjenige, 
den die heilige Gemeinde nöthig hat (d. h. 
dessen Unterricht die Schüler bedürfen), darf 
über die Köpfe der heiligen Gemeinde einher- 

10* 



UDS 



— 76 



CECt 



schreiten ; wie darf aber derjenige, den die hei- 
lige Gemeinde nicht nöthig hat, über die Köpfe 
der heiligen Gemeinde schreiten! Sot. IS*" E^•T>a 

zwölf Stufen waren dort („von Arhoth Moab 
bis znm Berge Nebo", Dt. 34, 1), die Mose mit 
einem Schritt erstieg. — Trop. Genes, r. sct. 
99, g?"* wird rns (s. d.) nach einer Ansicht als 
Abbreviatur gedeutet: -jn-n^n p;bTi m by r^os 
rr'iry: ~t du überschrittest das Gesetz, du ent- 
weihtest deine Erstgeburt, du wurdest ein Frem- 
der, j. Suc. I, öS* ob. u. ö. 

Hif. s^OBr: 1) durchschreiten. Taan. 10*. 
Jom. öS*" u'. ö., s. ny-iqü. Horaj. IS*" die Söhne 
und die Schüler der Gelehrten, ca-.'w 17:T2 
üS~ ■'öN" br '[•'yiDDT: anb i''D"'n}C dürfen, wenn 
die Menge (in der Akademie) sie nöthig hat, 
über die Köpfe der Gemeinde einherschreiten, 
s. Kai. j. Jom. T, 42'' un. T'-nnsb riTt "iTin 
C":- ';^= r'c;"r ns-: «-■' «ba ■'^D er (der 
Hohepriester am Yersöhnungstage im AUer- 
heiligsten) kehrte rückwärts um, damit es nicht 
den Anschein hätte, als schritte er zwischen 
den Stangen der Lade einher. — 2) übrtr. 
Stiche in der Naht überspringen, j. M. 
kat. I, SO"* un. wird rsb^S erklärt durch i^osa, 
s. 3bs im Piel. M. kat. 10* dass. 

yOS eh. (sjr. w m°-^'.-r:^) einhergehen, 
schreiten. Part. Peil y-'CE ausgestreckt, 
vorstehend, s. TW. B. kam. 23'' s. noe. — 
Af. einherschreiten. j. Ber. 11, 4"= un.' mn 
n^nap b? res:: ■jr;-!'' '-, R. Jonathan schritt 
über sein (des R. Simeou bar Jose) Grab. 
Jeb. lOü''. 

"■>*■'?£/• i—'bh. yii-E »«.) Schritt. Ber. 43'' 
un. Vi" n^:^:" -iIn;;;: pr?: ihn rb::i: nsi -:"<C3 
DIU der starke Schritt vermindert das Augen- 
licht des Menschen um den 500. Theil. Taan. 
10'' Jakob sagte zu seinen Söhnen: vssr^ bx 
TtCJ ny^OE gehet nicht einen starken Schritt: 
mit Ansp. auf Gen. 45, 24 (iN~nr bs: „schwä- 
chet nicht durch starke Schritte eure Sehkraft"). 
Genes, r. sct. 94 Anf. dass. Das. sct. 39, 38* 
Gott kündigte dem Abraham nicht den Ort an, 
wo er den Jizchak opfern sollte, nannb ■'"ID 
"^■'321 nyos bs br ".düj ib ';n''bi vrra um 
ihm das Land beliebt zu machen und ihm für 
jeden Schritt Belohnung zu geben. Das. 43, 41*. 
Khl. r. SV. risbb mu, 86'' „Der Lebende be- 
herzige es" (Khl. 7, 2). Niriia a'Tabirn ^n r,- 
mb^a;3 ny^OEi nyös bs b? a; nab nsa obaa 
D''"7on das ist der ewig Lebende, Gott, der den 
Menschen für jeden Schritt in Wohlthaten be- 
lohnt, j. Nas. VII, 56* nn. u. ö. — PL Jom. 
53'' "insn i-'-n-xb nir-'CE '; yoD"'a T'-is bbEPS- 
üibc "jP"' "- Jem., der gebetet hat, muss drei 
Schritte rückwärts gehen und dann „Heil" (d. h. 
den Schluss des Achtzehngebetes) sprechen. Snh. 



22* ■\n""CE . . . ^•'•z■^z •r\'äx r-'2-z zim bs 
mii:pp"3 dem Manne, der seine Frau durch den 
Tod verloren hat, werden seine Schritte ver- 
kürzt: mit Ansp. auf Hi. 18, 6. 7: „Wenn das 
Licht in seinem Zelte (bildl. für die Frau) fin- 
ster wird, so werden eingeengt die Schritte sei- 
ner Kraft"; so nach der Deutung. Schabb. 63'' 
eine Familie gab es in Jerusalem, a~\"n"''OE ttio 
E-'bnD pb icr m-iBi3 a-\-nb"in3 T'm noa 
na; ir:\-T5r^3; T'r;'' sbc 'ir!-';''a nbcbo -ib'iam 
'dt deren Einwohner starke Schritte machten; 
infolge dessen ihre Jungfrauen ihre Jungfer- 
schaft verloren. Da brachte man ihnen Fuss- 
eisen an, die man mittelst einer Kette befestigte, 
wodurch sie nunmehr- keine starken Schritte 
machten ; hierdurch verloren sie nicht mehr ihre 
Jungferschaft. Num. r. sct. 4, 191'' (mit Bez. 
anf 2 Sm. 6, 13) 'n a-'ns '7 mjnoa 't ba b? 
a"'b"'N nach je sechs Schritten opferte David 
sieben Farren und sieben Widder, vgl. auch 

NV^'CE, SV^P"? chald. (syr. \LU=r.s-oiO 
\ Schritt; s. TW. — PI. j. Snh. VIH, 26*' un. 
I -rzziz Ni- "^y^SB •jTnri "■'b-n i-ia sollte etwa 
j Jem. dadurch, dass er zwei Schi-itte gethan, 
I Schaden haben? d. h. hätte er ausserhalb des 
] Gerichtshofes eingestanden, einen Theil der 
Schuldforderung erhalten zu haben, so würde er 
! die ganze Forderung unverkürzt einkassiren 
I können; sollte er aber dadurch, dass er die paar 
Schritte nach dem Gerichtszimmer gethan, wo 
. er jenes Eingeständniss gemacht, Schaden erlei- 
den! j. Schebu. VII, 38* mit. sr-^a: yri-r. j. 
I Keth. IX, 33'' mit. dass. 

; D£p"'£ Pilp. (von aa? s. d.) 1) trennen, 
auseinanderreissen. Schabb. 155* T'aEaETa 

i '[■<s"'ar: pn man darf am Sabbat die Getreide- 
gebunde auseinanderreissen, um sie dem Vieh als 
Futter vorzulegen, s. NE2 III, vgl. bebe. Tosef. 
Schabb. IH (IV) g. E. dass. Nas. 42* tiEin nn: 
pTa Nb bax aEaEK" der Xasir darf sich das 
Haar (mittelst Natron u. dgl.) reiben und es 
(wenn es zusammenklebt) auseinanderreissen, aber 

' nicht kämmen; weil der Kamm das Haar aus- 

' reisst. j. Nas. IV, 55'' ob. ■j'-aEBs:: ■':n ■'•'Jp p-"« 
stör, '-) n-aa i^aEaE» ■;\^ np •'■'Sr p""«! o-'pb-'pa 
•j^asaEa •j-'S i«nt in-: n— aa •j'aEaE» "t:nt isa 
"iSPa ein Autor lehrt: Der Nasir darf das ver- 
wickelte Haar durch Reiben mit groben Decken 
(x'.Xtx'.a) auseinander bringen; ein anderer lehrt: 
Man darf es nicht auf solche Weise auseinander 
bringen. R. Chisda sagte: Derjenige, der da 
sagt: Man darf es auseinander bringen, spricht 
von einem kräftigen Menschen (der durch sol- 
ches Reiben das Haar nicht verliert); derjenige, 
der da sagt: Man darf es nicht auseinander 
bringen, spricht von einem schwächlichen Men- 
schen, j. Bez. IV, 62"= mit. dass. j. Schek. III, 



DECO 



— ( t 



PCS 



47'= mit. T'pbpn T'asos'a vr, x^nzur, die Schatz- 
meister haben das Haar desjenigen, der die 
Gelder der Opferhebe ordnete (wenn er voll- 
haarig war, Y'i-i'p) durch Reiben mit groben 
Decken aufgelöst; damit man ihn nicht in Ver- 
dacht habe, er hätte einiges Geld im Haar ver- 
steckt. — 2) Haare oder Fasern sengen, 
eig. sie auflösen oder ablösen. Tosef. Pes. 
V g. E. msD •jm'« •j^ddodti man darf sie (den 
Kopf und die Kniestücke des Pesach) sengen, 
j. Bez. IV g. E., 62"= un. iiNn nms iiodoc?! fn 
man darf nicht am Feiertage den Docht am 
Feuer sengen oder zerfasern. 

CSpSc/«. Palp. (syr. wmÄÄ2 = 0-i0.ü) 1) tren- 
nen, auseinanderreissen. Schabb. 155" 
(zur Erklärung der Mischna, s. OEDE) 1■'-l^■^7^ 
\•'s•'2^ ab ■'OicoD bnx ni^iia ^'sb -\v2y •':?''p3 
Nbs C2DDb -[i-i^ir; nb bna irososTi ■'M2 ■'SIeöd 
TTirrb man darf (am Sabbat) die aneinander 
gebundenen Aehren, wenn man sie dem Vieh 
vorlegen will, auflösen, aber auseinander tren- 
nen darf man sie nicht; die Gebünde dürfen wir 
auch auseinander trennen; die Stengel aber darf 
man nicht auseinander trennen, sondern blos 
auflösen. — 2) sengen, j. Schabb. II, 5* mit. 
wird i-iDnna erklärt: "^ib T'ODODa (ed. Krot. 
cnnp. '[■'DOD73) man sengt sie, vgl. "jnn. 

D£''P2. jlS^pS m. (gr. ■*) vpvjipof, vlJTqepi?) 1) 
Steinchen, bes. ein kleiner, abgerunde- 
ter und geglätteter Stein, j. Schabb. VII. 
lO*" ob. DD''OD Da Ol . . . DD-'BS DUJ T'NU53 wenn 
kein Stein da ist, wenn ein Stein da ist. Das. 
XII Anf., 13° ODSS yupa (1. OD-'Oe) wenn man 
den Stein meisselt. Exod. r. sct. 10, HO'' cn^na 
'31 os"'OD3'i ^■'Cn n-'"'iia:' tttü D''bn5 bia die 
Häuser der Vornehmen Egyptens, welche aus 
Marmor und Stein gebaut waren, auch in sie 
drangen die Frösche hinein. Jalk. II, lö'' steht 
dafür DiDD"'DE pl. Midr. Tillim hat dafür D''D0, 
s. NBO II.' — Üebrtr. Aboth de Pi. Nathan XXVIII 
DS'iDS ps ein vielfach geglätteter Stein, bildl. 
für einen vielseitig gebildeten Gelehr- 

ten, s. ns-iE. — 2) Mosaik (arab. rL.lij^i). 

Neg. 11, 6 Yi'ib'i •jij'idi: ■j'^odod nn tw^iü Nu-ip 
ein Vorhang, der gefärbte und weisse Mosaik- 
tleckchen hat. Das. itti"' DDDD ein einziger Fleck 
von Mosaik, d. h. der ganze Vorhang ist, mit 
Ausnahme eines einzigen weissen Fleckes, bunt 
gefärbt. Tosef. Neg. V steht dafür •jidd-'od. 
Sifra Tasria Ende dass. — 3) der Stein im 
Brettspiel, j. R. hasch. I g. E., 57° wird 
N-'mpn pna73n erklärt: •j-'as-'ODn pmaj:n nr 
D-'nJN ^D-ibpn pnujwn nnxT 'j-'3diod3 pmüTan nns 
'st vos^cd nx mao-'iajj im« T'bnp?; tö^nü 
das ist derjenige, der mit Steinchen (llazard) 
spielt, gleichviel, ob er mit Steinchen oder mit 
Nussscbalen spielt. Von wann an nimmt man 



ihn wieder auf (dass er wieder als ein beglau- 
bigter Zeuge gelten soll u. dgl.)? Wenn er seine 
Spielsteinchen zerbricht und aufrichtige Busse 
thut. j. Snh. III Anf. 21* mit. und j. Schebu. 
VII, 37'^ un. dass. Snh. 25'' u. ö. steht dafür 
D''DSO"'E. — 4) Steinchen, dessen man sich 
beim Rechnen oder auch beim Stimmen- 
abgeben bediente; dah. übrtr. Abrech- 
nung, Abstimmung. Pesik. Watomer Zion, 
131* 'dt r-'nny ndni •j-'nay ps'^N itsidd (viell. 
zu lesen ';"'Siod pl., Ms. Parma •[■'D0''D, Ag. crrap., 
vgl. Buber Anm. z. St.) sie hielten Abrechnung. 
„Sie verliessen mich" (Dt. 31, 16); daher hielt 
auch ich Abrechnung: „Ich verlasse sie" (das, 
V. 17). — Ihr. r. sv. ist Nbi, 61* wird in 
(Ez. 9, 4) erklärt: isssd nninr; Ar. ed. pr. (Agg. 
DEDS1 i'^ainn) das Wort der Verurtheilung, 
näml. ©avaro?, oder abgekürzt (entsprechend 
dem hbr. in) „Tod", das auf den Steinchen der 
Verurtheilung stand. Jalk. II, 70* hat dafür 
']"'OEDE. Musafs. Emendation: od"'ODD Nü^"'D 
„wie das Theta auf dem Steinchen" ist zu weit 
hergeholt. — 5) steinernes Gesimse. Deut, 
r. sct. 1, 248'' ni-iii ünsm2 osiosn ob^öss dni 
nipin?: ■[in wenn sie (die Braut ihre berussten 
Hände) an das steinerne Gesimse reibt, so wird 
das Gesimse geschwärzt, ihre Hände werden 
aber hierdurch nicht gereinigt werden (Ggs. 
bniD: die hölzerne Wand). Midd. 1, 6 •'UJNn 
binb lanpn ■jia •j'^binai: ■jiss'^dc (vgl. Ar. sv. 
üJDTüe; Agg. i-iDDOs) die Spitzen der Gesimse 
machten eine Trennung zwischen dem heiligen 
und dem profanen Raum (nach den Commentt. 
= m-np iiüNi). — Uebrtr. (=aDU)D s. d.) 
Tosef. Seb. VII Anf. msbnrt nian vn ^ioeidd ■'20 
any^jb mmnE zwei steinerne Pförtchen waren 
in der Zelle der Schlachtmesser, welche nach 
dem Westen hin geöffnet waren. Sifre Debar. 
§ 13 QiE-'DD crmp., s. rjos. 

ppS (=bh. piijB, verstärkt von JOE s. d.) 
1) trennen, theilen. Snh. 44^ s. lipOE. Meg. 
22* pois "i'3N bNi73U3 Samuel sagt: Man theilt 
den Bibelvers, vgl. jb'i. Das. R. Chanina sagte: 
pn ni3 b-ö mpia-'nb'NbN piosb ■'b n-rin sb 
man gestattete mir nicht, einen Bibelvers zu 
theilen (in der Mitte aufzuhören) mit Ausnahme 
beim Unterricht der Schulkinder. — 2) auf- 
höben, eig. abschneiden. Sot. 47* i3Ta7i 
■'iOT p i^mi 'm Di-i73n üvzn ipos D-^cNSTan 
Ip-'DDn seitdem die Ehebrecher überhand nah- 
men, hörte das bittere Prüfungswasser auf (d. b. 
man gab es nicht mehr den verdächtigen Ehe- 
frauen zu trinken); R. Jochanan ben Sakkai 
befahl, dass es aufhören sollte. Das. 48'' seitdem 
der Tempel zerstört wurde, B-'Mim D-'-iiN ipOD 
hörten die Urim und Tuminim auf. j. M. kat. 
111, 8:)'' mit. ynpb72 ipos iiJcnJin idtJ373 seit- 
dem die Gotteslästerer überhand nahmen, hörte 
man auf, die Kleider beim Anhören einer Blas- 



PCE 



— 78 — 



PD£ 



phemie in zerreissen, vgl. inp^. — 'S) bestim- 
men, festsetzen (ähnlich ira: schneiden, übrtr. 
bestimmen, decidere). Keth. 60'' N5!3p ipoD 
riT^rz nbaTLS wenn man einer Amme nur eine 
geringe Summe zur Nahrung ausgesetzt hat, so 
muss sie dennoch viel essen. Das. erklärt nbü573 von 
ihrem eignen Vermögen. Das. 65* fg. Das. 107* 
ob. bsiMai iD-'N mDüb m:iT7a i'^pmo n?2N an 
•j-ipoiD •;"'N "17:n Rab sagt: Man setzt die Nah- 
rungsmittel für eine Ehefrau fest (d. h. wenn 
der Ehemann nach weiter Ferne verreist ist, so 
zieht das Gericht von seinen Gütern soviel ein, 
als die Frau zur Nahrung nöthig hat); Samuel 
sagt: Man zieht nicht die Nahrungsmittel ein; 
denn es wäre möglich, dass er vor seiner Ab- 
reise der Frau Geld zur Beköstigung gegeben 
hat, oder, dass er mit ihr verabredet hat, sie 
solle sich von ihrer Hände Arbeit beköstigen. Das. 
lOS*" fg. i3nnb mr?: poisn wenn Jem. seinem 
Schwiegersohn eine Mitgift festgesetzt hat u. s. w. 
s. o:3, vgl. auch D^B. j. Keth. XIII, 36* un. 
— j. Kidd. IV, 65° ob. öima npni: ■•psis ■jiya 
'dt ';i3mD '[•'Kl infolge der Sünde derjenigen, 
welche Almosen öffentlich bestimmen (zu geben 
versprechen), ohne es zu geben, tritt Maugel an 
Regen ein. Jeb. 78^ B. bath. 8". Taan. S'' 
u. ö. — B. mez. 72'' miiDn b:> VP^is T'' 
■'S 5:' qs •j^poiD -ly^r, a^-< n^is- ni:ib ny 
riTb U3'' riTb •j"'««) man darf nicht einen Preis 
auf Getreide festsetzen, bis der Marktpreis be- 
kannt gemacht wurde (d. h. man darf beim An- 
fang der lernte oder noch früher keinen Kauf 
auf Zeit abschliessen, dass das Getreide für die 
jetzt gezahlte Summe später abgeliefert werde, 
selbst in dem Falle nicht, wenn Einzelne Zeit- 
käufe abschliessen. Denn wenn zur Ablieferungs- 
zeit der Preis steigen sollte, so würde der Käu- 
fer mit seinem Gelde gewuchert haben). Ist 
aber der Marktpreis bereits bekannt gemacht, 
so darf man einen Kauf auf Zeit abschliessen. 
Denn wenn auch der Eine kein Getreide hat, 
so hat es doch der Andere; d. h. da der Markt- 
preis bereits festgesetzt ist, so kann der Ver- 
käufer, falls ihm Getreide fehlen sollte, sich 
dasselbe für das erhaltene Geld von Anderen 
kaufen. Das. poiD D-'nsipb nbnn snn n^^ 
'd"! ^''lirs by 1735 wenn der Feldbesitzer der 
Erste wary der sein Getreide ernten Hess, so 
darf man mit ihm, obgleich der Marktpreis noch 
nicht bekannt gemacht wurde, auf seinen Ge- 
treidehaufen den Kauf abschliessen; denn durch 
das gegebene Kaufgeld kommt das Getreide in 
den Besitz des Käufers. Das. ö. , vgl. auch 
üipb und -\v-ä. Das. 74*. 62'' fg. — 4) (denom. 
von pios) einen Bibelvers hersagen. Chag. 
lö*** EUscha ben Abuja sagte zu einem Schul- 
kind: "j-ipiOD "ib pi3D sage mir doch deinen 
Bibelvers her (womit du dich gerade jetzt be- 
fassest). Ein solches Hersagen, das gewöhnlich 
auf die Verhältnisse des Anredenden passend 



] gedeutet wurde, galt als Omen, ob das Vor- 
haben gelingen würde oder nicht. Das. ö. ChuU. 
97'' u. ö. dass. 
1 Nif. getrennt, gespalten sein, werden. 
Chull. 42* nbo üinn pöDS wenn das Mark des 
Rückgrats, das sich fadenartig hindurchzieht, 
gespalten ist. Das. 45'' fg. j. Schabb. XV Anf., 
15* niaip iTTi pDS3 wenn der Faden des Ge- 
webes zerrissen wurde, so knüpft man ihn an. 
Schabb. 112*'' 'dt tdtn tid ipos:« bn^o eine 
Saudale, deren zwei Aufhänger abgetrennt wur- 
den. Tosef. B. kam. XI g. E. riT'JMn pDDJn 
was mit der Säge abgespalten wurde. 

Hif. P"'03n trennen, eig. aufhören machen, 
unterbrechen. Sot. 38'' bfa b'O ns^n» ib-'SN 
d"'7:'a3u: Dn-'3Nb bsnuj'' Tia npo373 ni'^N selbst 
eine eiserne Wand bildet keine Trennung zwi- 
schen Israel und seinem Vater im Himmel ; d. h. 
Israel's Gebete werden überall erhört. Taan. 
30* nn p-'ODJJ- miyo die Mahlzeit am Rüst- 
tag des Neunten des Ab, mit welcher man vor 
Eintritt des Fasttages zu essen aufhört, vgl. 
rrjWD. Meg. 31* nnf« Nbs mbbpa '[•'piOD7: •[\x 
■jbiD ns Nnnp man unterbricht nicht das Ver- 
lesen der Flüche (d. h. der Pentateuchabschnitte 
Lev. 26, 14—46, sowie Dt. 28, 15—69), sondern 
Einer muss den ganzen Abschnitt verlesen. Nach 
einer Ansicht, das. 31'' darf man den letzt- 
erwähnten Abschnitt in Dt. unterbrechen. Das. 
rin:7:3 iimp ma nnriffl naua ';''p"'03i3a mpw 
"N3n niobi ■'■i3-'7:n3i ■'aiam an der Stelle im 
Pentateuch, wo man am Sabbath früh zu lesen 
aufhört, da fängt man an, zu verlesen am Sab- 
bat Nachmittag, sowie am Montag und Donners- 
tag und endlich am darauffolgenden Sabbat. 
Pea 2, 1 fg. 'dt ns^Db ^P'^^ü'^ ibNT diese bil- 
den eine Trennung hinsichtlich der Armengabe 
der Pea (vgl. rtijE) u. s. w. ; wenn z. B. ein 
Fluss ein Feld durchschneidet, so vrird letzteres 
wie zwei Felder angesehen, sodass man von 
jedem derselben die Früchte des Eckfeldes den 
Armen überlassen muss. Exod. r. sct. 2 g. E. üy 
I Nb n\!5a73 bas Dn73y naib •p-'oon DiNiaan bD 
' T'73"' bD p"'ODn mit allen anderen Propheten hörte 
i Gott auf zu sprechen (liess er Unterbrechungen 
eintreten); mit Mose hing, hörte er niemals auf 
zu sprechen; daher steht näml. kein Pesik zwi- 
schen den Worten n073 nw2, vgl. ■pzs. — Pi. 
p3D spalten. Tosef. B. kam. XI g. E. u. ö., s. 
:)0E. — j. Schabb. VIII Anf., 11* i-'paiD7a s. 
NppiE. — Deut. r. sct. 5, 257* p33n7a (Hithpa. ?) 
vieli. zu lesen psnoa zweifeln, s. önb. 

j pD2 chald. (syr. wa.ifts=p3s) 1) theilen, 

spalten, trennen, daher aufhören. Chull. 

8'' NTna rria pOD man spaltete mit ihm (dem 

' Messer) Holz. Keth. (lO'' snbn «pas in''"':v: 

i Nabn Niay Tn"'"'3''73 infolge des Genusses eini- 

j ger (der dort genannten Früchte) bleibt die 

Milch des nährenden Weibes ganz aus, infolge 



PCB 



— 79 



XpD'S 



des Genusses der anderen wird die Milch trübe. 
Git. 69* ein Zauberspruch gegen Xasenbluten: 
Man giesse Wasser aus einer Dachrinne über 
den Blutenden und spreche: '2r; 'pscT ■'~"'n "'S 
Nn''3bD "13 N"'3bcT rT^an piocb «•'« so wie die- 
ses Wasser aufhört, sich verläuft, so soll auch 
das Blut des N. N. Sohnes der N. N. aufhören, 
Trop. B. bath. 21'' •'m^nb rrb npoD Np du 
schneidest mir meinen Lebensunterhalt (Nahrungs- 
zweig) ab. Schabb. 75* u. ö. NbT rr'O^i p-iDsn 
'31 nw wenn man einem Thier den Kopf ab- 
schlagen könnte, ohne dass es sterben sollte, da 
der Tod des Thieres eine unbedingte Folge der 
Handlung ist; in ähnlichen Fällen hält selbst 
R. Schimeon, der sonst zur Bestrafung einer 
Sabbatentweihung die Absicht der Arbeit ver- 
langt, denjenigen, der sie vollzogen, für straf- 
fällig. So z. B. darf man nicht am Sabbat oder 
am Feiertag einen nassen Lappen als Stöpsel in 
ein Fass stecken, weil hierdurch das Auswinden 
der Flüssigkeit (nU"'nc s. d.) unbedingt erfolgt 
u. dgl. m. M. kat. 4*. '18'' sbp . . . p^SBT sbp 
p^'DB Nbn ein Gerede, Gerücht, das aufhört, ein 
Gerede, das nicht aufhört, vgl. V2^i. j. Ter. 
VIII, 40* mit. u. ö. — 2) festsetzen, be- 
stimmen, verabreden, j. Hör. III, 48* un. Jem. 
wurde «■'■'«n, Betrüger genannt: sein trügerisches 
Verfahren bestand blos in der Ausübung seiner 
Wohlthaten; Nim psD n-.idsi naa lan mn 
mb^pb p^OD er sah, wie viel die ganze Ge- 
meinde als Almosen festsetzte und er bestimmte 
eine eben solche Summe als Almosen. Lovit. r. 
sct. 5, 149<= und Deut. r. sct. 4, 296'' dass. Jeb. 
48'' NpSB ri%ibab kSpsET ndt: wenn Jem. beim 
Kaufen des Sklaven verabredet hat, dass letz- 
terer ein Proselj't werden soll, so gilt die Ver- 
abredung; d. h. er darf ihn behalten, selbst in 
dem Falle, dass der Sklave sein Versprechen 
nicht erfüllen will. Keth. 65* ■'"ira ^b piOD 
N~73n ■'b piOD . . . setze mir Geld zum Ankauf 
von Nahrungsmitteln fest, setze mir Geld zum 
Ankauf von Wein fest. Suc. 29"' u. ö. p^as Np 
'dt ■'3m der Autor der Mischna setzt die Ilala- 
cha fest, ohne irgendwelchen Unterschied zu 
machen u.s.w. — 3)fnT'0 pOD einen Abschnitt 
aus den Ilagiographen, insbes. als Haf- 
tara verlesen, eig. zu lesen aufhören, vgl. 
nuB. Jörn. 87* un. rr^Hp nit^o p-'oc mn an 
■"am Rab verlas einen Bibelabschnitt bei An- 
wesenheit Rabbis. Schabb. 116'' ■'pos N»"nr;33 
sna-an NrnsMa D''mn33 nitd in Nehardaa 
verliest man einen Abschnitt der Ilagiographen 
(als Haftara, vgl. das. 24* und Tosaf. z. St.) am 
Sabbat Nachmittag. B. bath. 164''N-nD p'-os Np 
D'^bnn ncoa er verlas einen Abschnitt in den 
Psalmen. M. kat. lö**. 

Af. P'^ODN 1) trennen, spalten, s. TW. 
Keth. 77'' als R. Josua bar Lewi starb, p-'sss 
Kbi i-i^an njzbyh n-^i-^i 113 nti;-i ntvzy n-ib 
'dt NiiiT NTiar pDE?; bildete eine Feuersäule 



eine Scheidewand zwischen ihm und der ganzen 
übrigen Welt. Nach einer Tradition bildet eine 
Feuersäule nur vor Einem, der einzig in seiner 
Generation ist, oder wenn es höchstens noch 
einen Zweiten giebt, eine Scheidewand. Das. 
17* dass. von R. Samuel bar Jizchak, woselbst 
jedoch p^DSN anst. pi03"'N zu lesen ist, vgl. 
N-ii52y. Sot. 38'' u. ö. — 2) die Schluss- 
mahfzeit halten. Keth. 63* Nbi p''OSN 1H sb 
p-'D3N "iM Ar. (Agg. P"'od''n) weder der Eine 
noch der Andere ass am Rüsttage des Yer- 
söhiiungsfestes vor Abend die Mahlzeit, mit der 
man zu essen aufhört. — Ithpe. pDsrs, contr. 
piSEiN getheilt, zerschnitten werden, s. 
TW! 

ppS tn. 1) Bruchtheil, Abgebrochenes. 
PI. Kil. 6, 6 o-^ny ■'pe-s die Bruchtheile einer 
Weinlaube, s. o^-iv I. j. Kil. VI g. E., 30= dass. 
— 2) Trennung, übrtr. (syr. . ^.m^ ) das 
Pesik bei den Accentuatoren. Exod. r. sct. 2 
g. E. 3py pos 13 la-' Dm3N nm3N3 ssna rsrn 

b3N pos 13 Ci bNIS'ü bN17:\ü PDS 13 \ai 3py 
'di pOD 13 l'^N TT1J72 711273 du findest zwischen 
den Worten: „Abraham, Abraham" ein Pesik 
(näml. Gen. 22, 11 Dm3N 1 Dmas), zwischen 
„Jakob, Jakob" (Gen. 46, 2) ein Pesik, zwischen 
„Samuel, Samuel" (1 Sra. 3, 10) ein Pesik, da- 
hingegen zwischen „Mose, Mose" (Ex. 3, 4) kein 
Pesik. Ein Gleichniss von Jemdm., der, eine 
schwere Last tragend, ohne Unterbrechung ruft: 
Du N. N., mein Verwandter, nimm mir die Last 
ab! Einen andern Grund hierfür s. in pas 
Hifil. — PI. Meg. 3* •'paD ibs snpas i:-'3-'i 
D'^aya „Sie brachten Verständniss in die Schrift- 
lesung" (Neh. 8, 8), das sind die disjunctiven 
Accente. (Ned. 37'' steht dafür: tS'^ayü piS'D 
die Trennung eines Bibeberses dnrch die dis- 
unctiven Accente.) 

Si^p""?, Sp'P£r7i.(=pBB)l)TheiI, Abthei- 
lung. 'B. bath. 62^ 63* Npias -,3^M-i N»"iN "isa 
die östliche Grenze bildet das Feld, dessen Theil 
ich verkaufe u. s. w., s. N3"i2:7:. Chull. 112* ■'a 
rr'paD die Stelle an der Gurke, wo ein Theil 
abgeschnitten wurde. — PI. Erub. 3* ntist •'pas 
lange Cedernstangen, Pallisaden; zur Erkl. von 
Ninbas s. d. j. Schek. III, 47'' un. innüb inM 
nrna DN -larraiu sb r;pia''a nax Diba VP^"'-^ 
-iDDüa i3-'N Nin qs i^pa"'B3 (Agg. crmp. ■<id 
n3P"ia"'wO darf man sie (die vier Becher Wein, 
die man am Pesachabend trinken muss, vgl. 
sna-:) in Abtheilungen, Pausen trinken? Worauf 
geantwortet wird: Die Gelehrten verordneten ja 
blos, dass man trinken, sich aber nicht be- 
rauschen soll; wenn man nun in Pausen trinkt, 
so wird man sich nicht berauschen, j. Pes. X, 
37= mit. und j. Schabb. VIII Anf., 11* steht da- 
für i-ipaisa, vgl. "j^s, rieht, jedoch iibib3 s. 
•'aiE. — j. Kil. IX Ende, 32 "* nayT -pa-'D 



PID^E 



I 

Stücke Wolle. R. hasch. 26'' -ipss -pss stück- 
weise, in Unterbrechungen, s. an""'». Meg. 18* 
dass. — 2) Festsetzung, ausgesetzte 
Gabe. Deut. r. sct. 4, 256'' cpb a-'n duj niüs 
Npo^D Resch Lakisch veranstaltete dort eine 
Alraosensammlung. Levit. r. sct. .32 g. E., 176'' 
a-p^oti -[b "j^n^y px wir werden für dich eine 
Almosensammlung veranstalten. Das. ö. (Bei 
den Massoreten Npo^^s: Abtheilung, Ab- 
schnitt, insbes. piOD y::nN3 spo-'D Abschnitt 
in der Mitte des Verses, z. B. Kum. 25, 19. 
Dt. 2, 8 u. ö.) 

p1S''£ m. N. a. 1) Trennung. Seb. 53'' pi3-'D 
manja yaiNi die Trennung bei den vier Spren- 
gungen vom Opferblut, die näml. an den vier 
Ecken des Altars, mit Unterbrechungen statt- 
gefunden haben. Ned. ST**" D''733'u piD^s, s. 
pDE. Das. ö. — 2) Festsetzung des Prei- 
se's, j. B. mez. V, 10' mit. iiabonN pio^sn die 
Meinungsverschiedenheit betrifft blos die Fest- 
setzung des Preises für Getreide, das noch nicht 
eingeerntet ist, s. das Verb. Ggs. mbn das 
Leihen des Getreides, das später durch Getreide 
zu bezahlen ist. 

n|Tlp£/. Trennung, Abtheilung, Satz. 
Num. r. sct. 13, 220'' 53T ripoc a\nT3i □^^a ii2 
^■l3^-l '.UTin \-a r^poti n-p::^ aus je zwei und 
zwei Sätzen entsteht ein Halbvers und jeder 
Halbvers besteht in fünf Worten; näml. Ps. 19, 
8 — 10 bilden je zwei Sätze einen Halbvers, 
deren jeder bis zum Athnach resp. Sof Pasuk 
fünf Worte enthält. — PI. Levit. r. sct. 33, 177'' 
mipoD niipoE D-'ay; an-iin DDsnsa ar-'^naD 
n-T mini'b '(Ar. liest nispOE) als ihr in eurem 
Lande wäret, habt ihr verschiedene Abtheilungen, 
Parteien für die Götzen gebildet; mit Ansp. auf 
■'pöDm (Ez. 16, 25).'-— Sifre Naso § 45 und 
Num. r. sct. 12, 217* mspoD crmp., s. •'üp-'p::. 

piDS m. (eig. Part, pass.) Bibelvers, eig. 
Schriftstelle, die von der darauffolgen- 
den durch disjunctiven Accent getrennt 
ist. Jeb. le*" 1-173N übvn TS nt piDD diesen 
Bibelvers (Ps. 37, 25) sagte der Engel, der über 
die Welt gesetzt ist, vgl. -i^i. Snh. 99'' Ys-'dn 
pis^n fin DiBan p nbiD n-nnn ba nas 
'zi nt selbst von demjenigen, der da sagt: Die 
ganze Bibel rührt von Gott her mit Ausnahme 
dieses oder jenes Verses, den Mose aus sich 
selbst gesagt hat, heisst es: „Er verachtet das 
Gotteswort" (Num. 15, 31). — PI. Meg. 23"'' 
u. ö. 'i^pnOE s. DHE. Levit. r. sct. 6, 150*= s. «35. 
Kidd. 30*'t:-'3inÖT msü niiau;-! a-'cbN r'aizh 
vby nn'> min nso ipios "iin ü^-p'sa r,^:r2^a^ 
n5i7:i!j nr^T; ^nm 1:73» non nsi^aa a-'b-n 
5888 Verse enthält der Pentateuch, das Psalmen- 
buch acht Verse mehr und die Bücher der 
Chronik acht Verse weniger. (Diese Angabe ist 
nach der aller Massoreten fast unmöglich eine 



80 



't t : 



f richtige, wie bereits die Tosaf. z. St. bemerkten.) 
Das. D-'piss bo [';^"'i:n] nbinm das W. nbanm 
(Lev. 13, 33) bildet die Hälfte der Pentateuch- 
verse, daher j majusculum, vgl. jedoch "ipic- 

Np1D£ eh. (syr. ^oo^as, eig. schneidend, Ein- 
schnitt=pws) Bibelvers. Meg. 22* spiOD bD 
nib p-'poD Nb 'J3N n\:3W nipos abi jeden Vers, 
den Mose nicht von den nebenstehenden getrennt 
hat, dürfen wir nicht trennen. Das. 25* xr; 
Npiss ■'npn Nn nb ■'■m Nnb''?^ Nnb''^ iknt 
rfb ■':m Npiss wenn Jem. je ein Wort des 
Schemäverses (Dt. 6, 4) sagt und es wiederholt, 
so ist es hässlich, sinnlos; wenn er hing, je 
einen Vers liest und ihn wiederholt, so heisst 
man ihn schweigen. Ber. 33* dass. — PI. Kidd. 
30* u. ö. ■'piDo Nnbra Nip ''Nnb rr'b ipss NDiran 
in Palästina theilt man jenen Vers (näml. Ex. 
19, 9?) in drei Verse. Das. «b ■'a: ■'piOD3 
';:-'N"'P3 auch der Theilung der Bibelverse sind 
wir nicht kundig, j. M. kat. HI, 83'' mit. wird 
mnbn (Jer. 36, 23) erklärt: '\^'^p^0^ yaix nbn 
der Judäer las die ersten drei auch den vierten 
Vers von Klgl. cap. 1 ; aber bei der Lesung des 
fünften Verses zerriss er die Rolle. 

n'piüBf. (eig. Part, pass.) das Getrennt- 
sein, Gespaltensein. ChuU. 42* npios 
n-iJ-ijn das Gespalteusein der Gurgel. Das. 43*, 
vgl. n^^-p^. 

nj^'pS/. 1) Getrenntes. PI. Neg. 11, 8 

'31 mapi nns np-'OD ib-'ss wenn der knäuel 
aus getrennten Wollfäden bestand, so wird er 
nicht wegen Aussätze verunreinigt; weil man 
kein Gewebe daraus machen kann. R. Juda 
sagte: Selbst wenn der Knäuel nur einen ge- 
trennten Faden hatte, den man zusammenknüpfte, 
so wird er nicht wegen Aussätze verunreinigt. 
Sifra Tasria cap. 13 dass. Snc. 11* •jpp-'DD das 
Abschneiden der Fäden. — 2) Kanal, Was- 
sergraben, der das Feld durchschneidet und 
berieselt. M. kat. 4* nsbarra ma-'-am mp">OQn 
'31 D''n von den Kanälen und Teichen, die am 
Rüsttage des Feiertages mit Wasser gefüllt wur- 
den, darf man nicht in den Mitteltagen das 
Feld berieseln. Die Erklärung piscina ist un- 
richtig. 

SpDS m. (syr. j,aias) 1) eig. das Abschnei- 
den, Zerschneiden. B. mez. 23'' i<3"<Nn3 
NpSD3 N55a''0 wenn ein Zeichen beim Zerschnei- 
den vorhanden ist. — PI. j. Schabb. I, 3'' un. 
YPOü. Abschnitte in den Lehrgegenständen. — 
2) übrtr. Festsetzung, Entscheidung. 
Keth. 76'' NpOD ^N73i was ist das für eine Fest- 
setzung? d. h. wie kann der Autor eine solche 
Entscheidung so ohne weiteres treffen, da hier 
doch ein Unterschied zu machen ist. Das. 
2 Mal. Das. 102'' und Ned. 3G'' dass. in an- 



Nnpos 



— 81 



jirpps 



dem Rechtsfällen. B. bath. 130 '' NJ-inT NpDS 
ein gerichtliches Decret, s. N3n"'3. (Bei den 
späteren Rabbinen: y<i pDS gerichtliches 
Urtel, oder: Gelehrtenbestimmung, Deci- 
sion. Ferner pono, pl. D'^pOiD Decisoren, 
die eine Halacha festsetzen.) 

XripCa od. Sn|P'p2(syr.j.<Ä*ms,eig.=NpDE) 
Festsetzung, Verabredung. M. kat. IS"" 
Nnpas •'naiü Ar. (Agg. Nnp''3D) Dokumente über 
Verabredung; was das. wie folgt erklärt wird: 
Die Eltern der zu Verlobenden unterhandeln mit 
einander. Wie viel giebst du deinem Sohne mit? 
So und so viel. Wie viel giebst du deiner 
Tochter mit? So und so viel. Wenn nun diese 
Ehepakten niedergeschrieben und hierauf die 
Verlobung (Trauung, i-^aiip) stattgefunden hat, 
so haben jene Versprechungen, selbst ohne be- 
sondere Zusicherung (y^p s. d.) Giltigkeit. Kidd. 
9^ u. ö. dass. (Davon N. pr. mehrerer Midraschira, 
N3r;D '"IT Nnp-'OD die Pesikta des R. Ka- 
hana, eine Sammlung agadischer Deutungen der 
Bibelabschnitte, die an den Festtagen und an 
einigen ausgezeichneten Sabbaten verlesen wer- 
den. Die vorzüglichste und älteste Pesikta ist 
die vom Ar. oft citirte und von dem Privat- 
gelehrten Salom. Buber im J. 1868 nach besten 
Handschriften edirte und mit trefflichen Anmer- 
kungen versehene — in dem Wrtrb. schlecht- 
weg als Pesik. citirt. Ferner Tim snp^'OQ 
Pesikta rabbathi, die grosse Pesikta, die 
öfter edirt wurde und endlich TinüiT NnpiOD 
Pesikta sutarti, die kleine Pesikta, ein sehr spä- 
tes Produkt.) 

S'npCS/. Stück, Bruchtheil. B. bath. 
151* ND"''nDT Nnpo"'D Bruchtheil eines Baum- 
gartens. 

npOS/. Adj. als Adv. eig. getheilt. ChuU. 
51» ijiaiin n-ipoD ni-'H» ■^n Ar. (Agg. riipsDN) 
wenn man das Thier an einer Körperstelle 
schlug, die getheilt ist (d. h. wenn der Stock, 
womit man geschlagen, nicht der Länge, sondern 
der Breite des Thieres nach ging, wo die Rip- 
pen von einander getheilt sind), so ist zu be- 
sorgen, dass die Wirbelsäule gebrochen und der 
sie durchziehende Faden zerrissen wurde. 

N"'''p"'pS. n^|P''pÖ /. eig. Zwischenraum, 
insbes. Pesikja, Name eines samaritanischen 
Marktfleckens zwischen Galiläa und Judäa. j. 
Chag. III, 79° ob. „In Judäa ist man betreffs 
der Reinheit der Teruma beglaubigt, aber nicht 
in Galiläa", nposa DTns b\i3 «■'^p^ODü ■'337:3 
weil das den Samaritanern gehörende Pesikja 
Galiläa von Judäa trennt, j. Dem. V g. E., 2U^ 
1\mD b'C rT'piOD7a npib Ninc nr Jem., der im 
samarit. Pesikja Getreide kauft. 

nj^pS Paskath, Name eines Ortes (für hbr. 

Lew, Noahobr. u. Chald. Wörterbuch. IV. 



a^iTD, eig. das Aufhören zu gebären). Genes, r. 
sct. 85, 83"= npoc, das. erkl. Dip72 DU): Orts- 
name, s. auch TW. — Viell. davon N. gent. 
Thr. r. sv. r;nN73iy, 56'='^ NpNSs pn^"' '-i R. Jiz- 
chak Pesaka, Zeitgenosse des R. Jochanan. 
Das. ö. 

]1pp"'2 »K., iTJippS/. Adj. harte Worte, 
ein hartes Urtheil aussprechend, Piskon. 
Snh. 44* inj'^o 'j17j-jin ■jipsiD ib iüi nrya fflba 
'm Thviz iDbD D"'nm psisia iipo-'o drei Namen 
führt der Engel Gabriel, näml. Piskon, Itmon, 
Sigron. Er heisst Piskon, weil er sich ein 
hartes Urtheil gegen Gott erlaubte, Itmon, weil 
er die Sünden Israels verstopft (vor Gott nicht 
dringen lässt), Sigron, weil, wenn er die Him- 
melspforte schliesst, kein anderer Engel sie öffnen 
kann; d. h. wenn er nicht die göttliche Barm- 
herzigkeit rege machen kann, so wird es kein 
anderer Engel vermögen. Zur Erklärung des 
erstem Namens wird das. bemerkt: Als Gott den 
Propheten Ezechiel(16,3)sagenliess: „Dein Vater 
war der Emorite und deine Mutter die Chithi- 
tin", '31 niDipoD mn mas da rief der streng 
urtheilende Geist (näml. Gabriel) Gott entgegen : 
Was werden Abraham und Sara, die hierdurch 
beschämt daständen, hierzu sagen? 

N^ppS/. (lat. fascia) Gurt. Schabb. 113=^ 

u. ö., s. N'i:is. Das. 111'' N'^p'^OD bu3 . . . "imn 
die Fäden, womit mau den Gurt zubindet, j. 
Schabb. X g. E., 12<i u. ö., s. 2?b im Nifal. j. 
Snh. X, 28'' un. Pinchas Nip'^DS nnn bmnn dn 'jn: 
ibiö steckte das Eisen (den Speer) unter seinen 
Gurt. — PI. Sifre Balak § 131 nNiSi7: N^r^ 
'dt nbffl T'p''ss rnn73 niss buj oidt die Moa- 
biterin zog das Bild des Götzen Peor hinter 
ihren Gürteln hervor u. s. w., s. TW. 

S7ppi3 m. (lat. fascicnlus) Bündel, fas- 
ces. 2 Sm. 23, 7 Trg. (im TW. nachzutragen, 
worauf mich Herr Prof. W. Bacher aufmerksam 
machte) David zog zum Kriege gerüstet NbpDisn 
(Agg. crmp. Nbp Disn) mit den Fasces. 

n^'?lp''PS /em. (viell. von pDS) festgesetz- 
ter Preis, j. Pea I, 15° mit. rvh 1^-|1■'73 lyn 
'dt N"'-inN !T'bip"'DQ3 die Gelehrten wollten dem 
Dama für seine rothe Kuh, gemäss dem letzten 
hohen Preis geben. Mögl. Weise jedoch crmp. 
und zu lesen nib ipOQ nD (=j. Kidd. I, 61'' 
ob.), vgl. Frankel z. St. 

]''PP"'2 m. (syr. ^ -"-r,^ ^ lat. piscina) Fisch- 
teich.' Tosef. Ernb.' X (VII) Anf. Di-inn 
'[■'po-'Dm ed. Zkrm. (R. Ei. Wilna liest iijpoEm 
pl.) das Fischernetz und der Fischteich. — PI. 
Khl. r. SV. •'b ^-T>l^y, 75*^ wird msna übersetzt 
ai3''pas (mit gr. End.) die Fischteiche. 

]1rpP2 m. Adj. (^iiS-iopD, gr. Tcu^ivov trnsp.) 

11 



inpDS 



— 82 — 



^ys 



Buchsbaum. j. Jom. III, il^ ob. 'jirpos zur 
Erkl. von ynsiax, s. d. 

"iri|PD£, "lt?pp2 masc. Kühlgefäss, übrtr. 
Kessel, Kochtopf="iP25E s. d. W. 

NnD£, NflES s. OS. — NPC^E s. d. in 'id. 

]''\']1CS m. (viell. gr. 6 vjjiaj'oc od. -cb ^Ji-a^iov) 
Binsenmatte, Matratze. Khl. r. sv. •jinn-' nJJ, 
78* iiTDS Ti^iKT iT'N der Eine brachte eine 
Binsenmatte , s. ■j'^piM'iaq. Mögl. Weise jedoch 
ist unser W. das syr. ]f.a.s Decke. 

r 

N|^np"'£, Ni:^P'E m. (arab. ^xl'i, pers. 
x***i, syr. Vc2uB.s) Pistacie. Git. 59* NpnD''S3 

NpriD^Di M,b^-\ wie eine Pistacie und wie eine 
halbe Pistacie, s. Nb7;b7:, vgl. auch -iitx-'3. — 
PI. j. Kil. I, 27* un. wenn man Mandeibäume 
und Terebinthen auf einander pfropft, n« 
l-iprjQE iirr^r^a .p-'SJ Ar. (Agg. i^puo-iD, gr. 
Kicxa.y.ia.; gew. jedoch mit r nach pers. und 
arab.) was bringen sie hervor? Pistacien. j. 
Maasr. I, 58"* un. lipnCE-'N dass. mit n prosthet. 

üiyS m. Adj. (=Diyn s. d., Stw. ^TE=::y-3, 
mit Wechsel der Lippenbuchst.) der Minder- 
jährige, Unmündige; nach den Commentt.: 
ein sieben- oder achtjähriger verständiger Knabe. 
— PL Git. 5, 7 (59*) 'ai np73 \r,-p72 nim^En 
was die Unmündigen betrifft, so ist ihr Kauf 
sowohl, als auch ihr Verkauf beweglicher Güter 
giltig. j. Git. V g. E., 47° mmycn naiu die 
Lehre betreffs der Unmündigen. Dafür auch 
müTiD s. d. Tosef. Git. V (III) müiycrr, Var. 

ySi, ny*S (=bh. Grndw. y2 = NE, ie mit der 
Grndbedent. offen sein, öffnen, s. riNE, ^iE u. a.; 
bes. vom Munde, dav. -irs) sprechen, schreien. 
Sot. 11^ ibib nyis nnirjü nris Ar. (Agg. 
ibnr: TN nsisiai) die egyptische Hebamme 
(deren eigentlicher Name: Mirjam war) hiess 
auch n^iD, weil sie dem Kinde bei seiner Ge- 
burt zurief. Ein solches Zurufen soll näml. die 
Geburt befördern, vgl. R. Chananel u. Ar. Nach 
Raschi: sie redete dem Kinde liebliche Worte 
zu, spielte mit ihm. Nach einer andern An- 
sicht das. '3T laipn nnn hsie nnino rtyis 
sie hiess Puah, weil sie durch Eingebung des 
heiligen Geistes sprach: Meine Mutter (Joche- 
bed) wird einen Sohn gebären, welcher Israels 
Erlöser sein wird. Khl. r. sv. DO aia, 85° hat 
noch andere Deutungen dieses Namens; vgl. 
auch ""i^yE. 

Hif. schreien, blöken. Genes, r. sct. 22, 
2,3'' ein Gleichniss von Jemdm., der ein Böck- 
lein gestohlen, das er hinter seinem Rücken 
schleppte, und der dem Viehbesitzer auf die Frage: 
Was hast du da? antwortete: Ich habe nichts. 



-p-\na nyE53 sin ■'nm ib n?;« Jener aber sagte 
zu ihm: Siehe da, es blökt ja hinter dir! Eben- 
so sagte Gott zu Kain: „Was hast du gethan, 
das Blut deines Bruders schreiet!" (Gen. 4, 10). 

"■yS) KyS chalcl. (syr. ^^=nJ'E) rufen, 
schreien. Chull. ISS'' "'J'e nj'e?^ ima ono 
der NichtJude (der an der Waare betheiligt ist) 
schreiet gewöhnlich, d. h. verbietet dem jüdi- 
schen Theilhaber, zu billig zu verkaufen. Arach. 
e*" 'st lys abi ba-w^ bnx ■'^21 Nin niby der 
NichtJude schreiet gewöhnlich (wenn etwas gegen 
die Verabredung geschieht), der Jude hing., wel- 
cher nicht schreiet u. s. w. Erub. 75" NniN ■'N 
■»rs NSD'172 -I51NT hätte er das Gehöfte verraie- 
thet, so würde er gelärmt haben. — Ferner von 
Thieren. Chull. 43* niD n^'J'et rr'n nbDNn aiöi 
der Schlund, womit das Thier isst und damit 
schreiet; d. h. der beim Schreien mit angestrengt 
wird, denn das eigentliche Schreien kommt aus 
der Gurgel. Nach Raschi bedeutet hier ijs: 
Athem schöpfen. Bech. 35* mn ■'Tn"'73T ^yz 
NMIM wenn der Leibesfehler im Maule des Thie- 
res beim Schreien desselben sichtbar wird, so 
ist das als ein Fehler anzusehen. 

Nri."'yS/. Adj. Schreierin. Suc. 31» Nn-iyo 
N"7 «■>" das ist eine Schreierin; vgl. auch ins, 
N^rjE. 

n^yS/. N. a. das Schreien, Geschrei, 
Ausrufen. Levit. r. sct. 27, 171° (mit Ansp. 
auf jENti, Jes. 41, 24) alle Wohlthaten, die Gott 
Israel erwiesen hat, 'si •'3i03 "lys'U rf^'^D -ison 
Ar. (==Tanch. Emor, 175*; Midr. Agg. crmp. 
Driy^sia nsiE) erfolgten zur Belohnung des einen 
Ausrufes, den sie am Sinai ausriefen: „Alles, 
was Gott reden wird, wollen wir thnn" (Ex. 
19, 8). — PI. Levit. r. 1. c. (nach einer andern 
Deutung des Ws. yss») noNma ni^ys r.nniz 
-1312373- by ra-OT'Ta -yon -yis mehr als das 
hundertfache Schreien, das das Weib schreiet, 
wenn es auf dem Gebärstuhl sitzt; zu welcher 
Zeit die Frau näml. 99mal dem Tode und ein- 
mal dem Leben nahe ist. (ysNTa contrah. aus 
lys-riN?:). Tanch. 1. c. dass. 

7y2 (=bh. das W. ist syn. mit nbE und 
damit auch etymolog. verwandt) arbeiten, thnn. 
Part. byiE Arbeiter. B. mez. SO*" Jem., der einen 
gefundenen Ggst. zurückgiebt, ist, wenn er durch 
das Finden desselben und das Aufsuchen des Ver- 
lierers eines Sela verlustig ging, nicht berech- 
tigt, seinen ganzen Verlust von jenem abzuver- 
langen; byiss TiSffl nb iniD Nbs (das. Sl** er- 
klärt: nra bum naNb?^ nms bia baa briDS) 
sondern der Eigenthümer giebt ihm so viel Lohn, 
wie ein Arbeiter, der, in seiner gewöhnlichen 
Beschäftigung gestört, müssiggeht, verlangen 
würde. Wenn seine Profession eine schwere, 
wie z. B. Lastentragen u. dgl. ist, wodurch er 



N^ri£ 



— 83 — 



ryiE^B 



den Tag über einen Sela verdient, so berechnet 
man, dass er sich, bei einer so leichten Arbeit 
wie das Ansfindigmachen des Eigenthümers, mit 
einem halben Sela begnügen würde; er hat also 
für seine Störung blos einen halben Sela zu 
verlangen. Das. 68*'' dasselbe hinsichtlich eines 
Waarenverkäufers. Nach Ar. wenn z. B. ein 
sehr beschäftigter Schneider beim Anfertigen 
eines Kleidungsstückes einen Sela verdient, so 
würde er zur Zeit, wenn er keine Beschäftigung 
hat, dasselbe Kleidungsstück für dreiviertel Sela 
anfertigen: soviel hat der Verkäufer zu bean- 
spruchen. Das. 77* fg. narby- hs Vi'iD t' 
der Arbeiter hat ein Vorrecht vor dem Arbeit- 
geber; er darf z. B. in der Mitte des Tages die 
Arbeit einstellen, hat aber dennoch das Arbeits- 
lohn für die geleistete Arbeit zu fordern. Xach 
einer andern Ansicht das. nJinnrin b? briD T< 
geniesst er kein Vorrecht, j. Ber. II, 5° mit. 
nmi insNbas -^nC": rrm nns b»i3 do rr-i 
■'Nia es war dort ein Arbeiter, der ausser- 
ordentlich viel verdiente. Khl. r. sv. npin», 84* 
dass. mit einige:i Abänderungen. — PI. B. mez. 
7, 1 (83" fg.) a^bsiEH. Trop. Aboth 2, 15 
D""bK5 D"'b5iDrT die Arbeiter sind träge; bildl. 
für die Lässigkeit der Menschen in der Aus- 
übung der Tugenden. 

N^J^iS I eh. (syr. |Ls=byis) Arbeiter. 
Genes, r. sct. 39, 38'' u. ö. N2-j NbsiD ein tüch- 
tiger Arbeiter, s. linnn. Das. sct. 15, lö"* Adam 
sagte: -jy •'-iDü nd^h 'j^pnno Nna Nb^ia iw\-i 
bissb ■'may «bo sehet den gütigen Arbeiter, 
Schöpfer (Gott), der meine Belohnung früher 
bestimmt hafte, bevor ich erstand, um zu ar- 
beiten; mit Bez. auf Ps. 74, 12; d. h. das Pa- 
radies wurde am Dinstag, ich aber erst am 
Freitag erschafifen. — PI. j. Taan. III, 66"* un. 
Choni Meaggel ^^b?E ■'25b Nmab nin3 ging auf 
den Berg zu den Arbeitern. 

N'py.lS II>M.(=hbr.byi-:) Arbeit, Erarbei- 
tetes. Genes, r. sct. 68, 68* Nbl'is 30 bTN 
']13N1 Ar. (Agg. N-'^briE pl.) gehe und nimm 
das Vermögen deines Vaters. Das. sct. 70, 70* 
'[•'nbiD '■'3 nbyiD mn i\s wenn die Arbeit zehn 
Follis werth war, vgl. Nobiü. — Fem. NnbiTE 
(bhr. nbys) dass., Arbeit j. Taan. I, 64^' un! 
Tbiysa p''0? N:^in ich war mit meiner Arbeit 
beschäftigt. 

iVpyS m. (lat. Pallium) Staatskleid, Ober- 
kleid. ' PI. Num. r. sct. 4, 191"' naioD TOi:? niay 
'[■':i"'b?s l\r^y Saul machte sich wie eine Hütte, 
d. h. in Oberkleider eingehüllt; mit Bez. auf 
pnb, 1 Sm. 24, 4. 



(=bh.) stossen, anschlagen. Pi. 
dass. Genes, r. sct. 18, 18" (mit Ansp. auf 
Dron, Gen. 2, 23) ■'JnasDJa nnin» st; txt 



ibi3 nb-ibn br diese ist es, welche mich die 
ganze Nacht hindurch gestossen, beunruhigt hat. 

CJ,!? masc. (=bh. üJE, pays) 1) das An- 
schlagen, Schellen. Genes, r. sct. 71, 71* 
bei der Geburt Lewi's sowohl, als auch Juda's 
heisst es ny^n (Gen. 29, 34. 35), weil diese bei- 
den Stämme einander ähnlich waren (d. h. von 
ersterem stammte der Hohepriester und von letz- 
terem der König ab); bei dem Einen kommt 
„Salben" vor und bei dem Andern ebenfalls: 
'dt nT3 nT3i nr: nra uys niai Dys n-3 bei 
dem Einen kommt „Schellen" vor (Ex. 28, 33 
fg.), bei dem Andern kommt ebenfalls „Schel- 
len" vor (wahrsch. 1 Chr. 15, 28, von David); 
der Eine trug eine „Krone", der Andere trug 
ebenf. eine „Krone" u. s. w. — 2) Tritt, Fuss. 
PI. fem. nisys (bh. nur von künstlichen Füssen, 
z. B. des Tisches u. dgl.). j. Schabb. XVI, 15"= 
mit. '31 bNy?2ia'' 'n bio i\-n72yD ia-'a"ini3 •jt'd als 
er die Tritte des R. Ismael merkte u. s. w. 

CfSyiS od. CyaiS (wahrsch. = o-';;7:|, 0N-'3S) 
Paneas, Ortsname. Thr. r. sv. nans, 59"^ Ves- 
pasian stellte Wächter b"'?^ ri''' s-^ayisa pim 
(cyaiD?:) 18 Mil von Paneas entfernt. 

y£J/S Pilp. (von yis = yD3, wie yt^zt von 
y^E=1'5:) 1) zerschmettern, zerschlagen, 
j. Schabb. VII, 9"* un. a-'Ci; ysyETan wenn Jem. 
Erdschollen zerschlägt, j. Jörn. I, 38"= un. unsere 
Väter entfernten das Gebälk des Tempels (Jes. 
22, 8); 1-iy ny D-'bnsn ns iiyssD 13s b3N 
aber wir zerschlugen die Wände: „Reisset nie- 
der, reisset nieder" (Ps. 137, 7). Midr. Tillim 
z. St. dass. j. Orl. I, 61* mit. i-iysysa 'j-'wTOr; 
ins die Wurzeln zerschlagen es. B. bath. 10* 
lysy;-: m."< nap bn3 das Eisen ist fest, jedoch 
das Feuer zerschlägt, verdünnt es. Khl. r. sv. 
ijs ssiBT, 89" nnycyDa osm dass. — 2) ein- 
dringen, eig. spalten, bes. oft vom Geruch. 
Thr. r. sv. rn a"'3iü, 67"* der Geruch der ge- 
bratenen Böcklein q^diz rni 1~^ Ttyf2 drang 
in sie ein, wodurch sie starben, vgl. r"'3i33y. 
Levit. r. sct. 16 Anf., s. s;ay. j. Snh. X', 28"'^ 
mit. j. Chag. II, 77" un. Elischa ben Abuja's 
Mutter ging während ihrer Schwangerschaft vor 
Götzentempeln vorüber; ysysa rr'nri ipis rr~t 
r!"''3n bo noT'sa r;3i33 da drang jener Ge- 
ruch (des Rauchwerkes) in ihren Leib wie das 
Gift der Schlange. Ruth r. sv. -«"ib, 42" u. ö. s. 
n:"'3n. — ChuU. 105* w-i^r, ns '[■'ysysTa y^n 
warmes Wasser dringt in die Hände, d. h. reibt 
nicht ihren Schweiss ab. 

ySyS eh. Palp. 1) (=y|yE nr. 1) zerschla- 
gen. Schabb. 109* "lys ■'y'^yE die Eier zer- 
schlagen, umrühren. — 2) (von ^^y) finster 
machen, verdunkeln. — sy^EyE m. das 
Dunkel, s. TW. 

]''yi£>*£ m. pl. (viell.) Kardamom. j. Pc.i 

11* 



11?S 



— 84 



IlttC^ISS 



VIII, 21* ob. ■j"'5is?D, das. erklärt durch •''■r\T''p, i 
s. d. j. Erub. III, 20* ob. dass. Erab. 28* 

1''yiErD, Tgl. Kaschi: Kräuter, die aram.: -«bipp ! 

und frauz. •i"''?;:'!"" beissen. j 

~iy£ (=bh. Grndw. yc, s. ■'Sd) 1) aufsper- 
ren, bes. den Mund. Pesik. r. sct. 4, 7* rnsti 
ims -?b2T -MS? nim-nn der Johannisbrot- 
baum that sich auf und verschlang ihn, den 
Jesaja, vgl. n's^i-.n. — 2) übrtr. Ausleerung, 
Stuhl haben, eig. den Mastdarm öffnen; 
eine Handlung, worin der Cult des Götzen Peor 
bestanden haben soll. Auf das einfache Sich- 
entblössen kann unmöglich die Todesstrafe ge- 
setzt sein, na?Ta in 'i^n. Pi. dass. Snh. 60* in 
der Mischna n-t: it m?2 brni? i?:^? -r-c- 
'ST iminy wer sich vor dem Baal Peor entleert, 
hat den Cult desselben vollzogen, obgleich er 
beabsichtigt, hierdurch den Götzen zu schänden. 
Das. 64^ ein Jude ging in den Tempel des Peor, 
ni'b? \T.":;j3 rm nr::inD nrpi i':d3 nyc 
'si -ö Y^b'pTZ er hatte Ausleerung vor ihm (in 
der Absicht, ihn zu schänden) und wischte damit 
die Nase desselben; da priesen ihn die Götzen- 
priester, indem sie sagten: Niemand hat je einen 
so trefflichen Cult vollzogen, wie dieser da. j. 
Snh. X, 28'! ob. dass. Sifre Balak § 131 lyEr^r: 
t:3:?. Ab. sar. 44'' incb -jini-s^ia n'>3T' '^i^d 
b::3 ii'^Ni cv bsa der Cult des Peor dient 
zum Beweis (dass jede noch so schimpfliche 
Handlung, wenn sie zur Verehrung des Götzen 
dient, nicht eine Vernichtung desselben bewirkt, 
vgl. h'q:i I im Piel), da er, obgleich man tägUch 
vor ihm Ausleerung hat, dennoch nicht als ver- 
nichtet anzusehen ist. 

iy£ eh. {=~y^ nr. 2) Ausleerung haben. 
Pa. dass. Ab. sar. 51'' T^-.rs-: imya Nnürt 
N-'?2^;: nb;:T a-';^ n^rp ]Ms. M. (Agg. ';-'n-ip7: «b 
Trb) da man vor dem Peor selbst Stuhlgang 
verrichtet, um wie viel mehr solUe das Dar- 
reichen von Wasser und Salz zur Anbetung 
dienen I 

nTyS fem N. a. Ausleerung vor dem 
Peor; urspr. wohl (^ syr. (ji_s) Aufsper- 
rung; hier vom After, j. Ab. sar. III, 42'' un. 
n-'^rsa sbK iPT2y i'Nw -ij'i: b"2 der Baal 
Peor, dessen Cult blos in der Ausleerung be- 
steht. — Kidd. 66" n-.-'yiD Poira, N. pi: 

"liy-j ni. N. a. Ausleerung. Snh. 106" die 
Götzenpriester sagten zu dem Juden : nr:D->N -:2i 
nvD «bs •]aa ■j'ispna mbs "jb was schadet 
es dir, man verlangt ja doch von dir nichts an- 
deres, als die Ausleerung! 

liyS wasc, auch nisE b:?! (=bh.) Peor, 
Baal Peor, Name des moabitischen Götzen. 
Snh. 60'' fg. Ab. sar. 51'' fg., s. das Verb. 

N£^ Papa, Name mehrerer Amoräer. Sah. 



i9^ u. ö. N3C NEE '-1 R. Papa, der ältere, der 
Schüler Habs. Der in bab. Gem. sehr oft vor- 
kommende NES '-1 R. Papa, war viel jünger und 
ein Schüler Rabas. In rituellen Angelegen- 
heiten, namentlich wo Zweifel oder Controversen 
obwalten, trifft er gewöhnlich eine erschwerende 
Entscheidung, dass sowohl die eine als auch die 
andere Ansicht zu berücksichtigen sei und zwar 
mit dem ihm geläufigen 'dt ^dbr,, s. d. W. 
ChuU. 46* u. ö. Wie weit sein Bestreben, Mei- 
nungsverschiedenheiten auszugleichen, ging, be- 
zeugt am besten folgende Stelle Taan. 6'' und 
7* ob. nach Ansicht des einen Autors lautet der 
Schluss des Segenspruches beim Fallen des Re- 
gens: msiinn an bx "in-a „gelobt sei der Gott 
der meisten Danksagungen!" Nach Ansicht eines 
anderen Autors: rr.sninr; bs "[na „Gelobt sei 
der Gott der Danksagungen". "^abT! nee 'i "iMN 
mN-n-- ai-n mNmnn bs i-ii-inb t-r-ra'': 
R. Papa sagte hierauf: Wir müssen demnach 
beide Formeln sprechen: „Der Gott der Dank- 
sagungen und der meisten Danksagungen!" Eine 
Entscheidung, die freilich kaum einen Sinn giebt 
und welche Formeln die Gemara selbst als ein- 
ander widersprechend erklärt. — Als Adj. fem. 
t nnN^EE oder k.t'se Papiatha, s. "in;. 

I ■'££ Papi oder Paphi, Name eines Amo- 
! räers, der wegen der Namensähnlichkeit oft mit 
dem im vorigen Artikel erwähnten nee verwech- 
selt wurde. ChuU. 110* u. ö. ■•sb 'i R. Paphi. 
B. bath. 48^ s. N-js-'S. — Git. 69* sb^ -"eb n3N 
■»pSiD "la ich, Paphi Schila barSumki: ein Zau- 
berspruch, den man, als Heilmittel gegen Nasen- 
bluten rückwärts schreiben soll; vgl. auch "»bni. 

NOTSiE Pofidta, N. pr. Erub. 60* "a 
«m^EiE (steht in Ms. M. nicht) Bar Pofidta. 

D''"'£2 s. oiEE, 



T'"'B"'E, ni'D''E u. a. 



s. in 



iV^'SS, jr'7"'£N£ m. (lat. papilio) Pavil- 
lon, Zelt. Pesik. Wajhi bejom, 2* der König 
sagte: Die Ehre meiner Tochter würde verletzt 
werden, wenn ich mit ihr öffentlich spräche; 
"jira r,727 laTa Nnxi p^biENS nb rcy sbx 
1T'b''ENE (Ar. liest ■;-;-'b"'EE) macht ihr daher 
einen Pavillon, damit ich mit ihr im Pavillon 
spreche; bildl. für die Stiftshütte, in welcher 
Gott mit Mose sprach. Cant. r. sv. ivie.n, 19* 
und Num. r. sct. 12, 215* dass. — PI. Jelamd. 
zu Num. 11, 16 fg. (citirt vom Ar.) "^b •jiai:' 
•^mx nxn anx V'*"' T'^'i'r-.? ^'^^ macht dir 
Zelte, damit Niemand dich 'sehe. — Mit fem.- 
Endung. j. Erub. VI, 23'' un. riii^b'EE 23 V" 
mT.p- ~v m?-'3» es waren dort Zelte, die bis 
zu den Balken reichten. 

pttC'piaS m. (— ^iHObBiEN, gr. ö-oßaXca{i.ov) 
Saft des Balsambaumes, Balsam. Genes. 



NliSB 



— 85 



^i'£ 



r. sct. 34, 33"= iiJ^obiES bvi nimbs eine Schale 
mit Balsam. Das. sct. 33, 32'^ iiaobiSDi 'ji53:p 
Ar. (Agg. ii735bD) Zimmt und Balsam. Das. sct. 
39 Anf. ^naobiSD Ar. (Agg. ■jiaabDiDs). 

N3l££ masc. Adj. (denom. von nde) 1) aus 
Papa oder Nehar Papa, Paponäer. B. kam. 
115* ■'T1T -[lan^ NjiDDb rfsar Nnco 335 rjNian: 
1T1T •j-'-i':;?T -N-:3 ^nns -ab n-iJaT nsidd bTN 
ein Narschäer stahl ein Buch, welches er einem 
Paponäer für 80 Sus verkaufte; der Paponäer 
ging hierauf und verkaufte es einem Einwohner 
Mechosas für 120 Sus. — PI. B. kam. 54*; 
NPb''M Nm üi2Sü> ■'ST' "NSisE die Paponäer ver- 
stehen hierfür einen Grund anzugeben. ChuU. 
ISS*" n. ö. — 2) von R. Papa herrührend. 
PI. B. mez. 68'' "'Njiss "'önu die von R. Papa 
eingeführten Käufe auf Zeit, s. nxöyo. — •'3D''S 
s. d. in '-'S. 

DiSS. D"2S (syr. ^^a^ys) Papos, Pap- 
jas, N. pr. mehrerer Männer. Schabb. 104'' 
mw p S1DD Papos ben Jehuda, angeblich der 
Mann Marias, der Mutter Jesu, s. b??. Tosef. 
Sot. V Auf., s. y^Jj. j. B. bath. V, 15^ un. n'nn-' 
onss p Jehuda ben Papos. j. Ber. II g. E., ö** 
u. ö. j. Meg. I, 70"= un. oiddi Oi3-'-'bib Julian 
und Papos, Zeitgenossen des Kaisers Trajan. j. 
Snh. III, 21'' ob. u. ö. dass. — Edij. 7, 5. 6 
mss 't Ms. M. (Agg. 0''''Dd) R. Papos. R. hasch. 
6" dass. Snh. 94* 0''''dd 'n. — Genes, r. sct. 21, 
21** njjN man ■'3Nb7:7a nnsD . . . oidb 'n ffinn 
T':Db mpnr; iniia . . . oidd y~i xn-'p» 'i ib 
'dt D''3T7 'u R. Papos erklärte das W. nnto 
(Gen. 3, 22): „wie Einer der Engel". Da ent- 
gegnete ihm R. Akiba: Du hast genug Papos 
(d. h. du erlaubst dir zu viel, das wäre eine 
Blasphemie)! Der Sinn ist vielmehr: Gott 
stellte dem Adam zwei Wege frei, den Weg des 
Lebens und den Weg des Todes, er aber wählte 
den Weg des letztern. In dieser Controverse 
handelt es sich näml. darum, wie die Worte 
i:Wa nnto zu punktiren seien. R. Papos punk- 
tirte: 13:273 nnss (ersteres W. mit zwei Patachs, 
wie im massoret. Texte, und im zweiten Wort 
das zweite 72 mit Dagesch und Zere, das ; ohne 
Dagesch). Er übersetzte daher: „Adam ward 
wie einer von uns" (den Himmlischen, Gott und 
Engeln). R. Akiba hing, las 135373 nnNS (im 
erstem W. n mit Segol, n mit K'amez, und im 
zweiten W. das zweite a mit Dagesch und Se- 
gol, und 3 mit Dagesch, wonach auch nnSD 
einen Disjunctiv-Acceut haben muss). Er über- 
setzte demnach: „Adam war wie Einer" (der 
sich den für ihn von Gott nicht bestimmten 
Weg gewählt hat); „von ihm selbst geht es nun 
aus, zu erkennen das Gute und das Böse". 
Ebenso Onkelos z. St. ■'Tn*' mn anx Nn 
ö'^m d:: ?T'73b rfS-'Ts N73b»3. Die Richtig- 
keit des hier, hinsichtlich des Wortes 13:373 Ge- 



sagten, dass 137373 bedeute: „von uns", wäh- 
rend n:?373 „von ihm" beweist u. a. die verschie- 
dene Pünktation dieses Ws. als Suffix eines 
Verbi, z. B. i3"]73ä'; (contr. aus ISN— 173\D-') „er 
wird uns behüten", während I3'l73"ä7 (contr. aus 
in"n73a'', Dagesch in dem eingeschalteten 3 zum 
Ersatz des n, für in-iaä^, vgl. auch in;-2i^): 
„er wird ihn behüten", vgl. auch biD"', bx 
u. a. 

Kl|p1SS/. (für N;'piEp3, vgl. liDiqis) Mosaik. 
Midr. Samuel cap. 5 Nim mi:s IS Dm tu 
'st 113730 "jinb NiOiDD ';m3 wenn der Mensch 
ein Gemälde malt, so thut er in seine Farben- 
stoffe etwas, was Mosaikähnliches bewirkt, hin- 
ein. 

D1D212 j. Ber. IX, 13"= ob. s. oilpiis. 

1*12 Imper. von ys3 s. d. — nSb s. ^SD. 

Sni'^S od. XnrS/. (syr. |^=NDii: s. d.) 
Loos, übrtr. zugefallener Antheil, 5. TW. 

Tis, NTi'D m. (syr. j^^^^) 1) Ort, wo 
das Wasser stagnirt, Wasserbehälter, 
Teich, Cisterne. — 2) übrtr. Erzbehälter, 
Ort, wo sich das Eisen befindet, s. TW. 
Im Tlmd. gewöhnlich mit eingesch. n, Nn^iins 
s. d. W. 

n^S eil. (ähnl. hbr. nSE, s. isd; mit Wech- 
sel von 2£ und p: nps s. d.) öffnen. Part. 
Peil rp'SS geöffnet. — ■ NnSE »wrt.sc. offener 
Platz, Plattland, nicht ummauerte Stadt. 
PI. "jinits. — iNniilE m. pl. Adj. die Bewoh- 
ner offener Stä'dte. — Ferner niirs m. (syr. 
^Is) 1) heiter, klar. — 2) gesprenkelt, 
verschiedenfarbig, s. TW. Ab. sar. 28'' 
«315' ■'mSD das Auge schminken, eig. klar, hei- 
ter machen. 

nr^piS. f'PPi'S s. nrbupE und cib^qc?.' 

"•SS, Ni'3 (syr. j^, hbr. rtits, Grndw. yc, 
syn. mit ODD, OD, mit der Grndbedeut. spal- 
ten, auseinanderreissen; davon auch n^D, 
biJB, D::d, ȟd u. a.) gehen, eig. durch- 
schneiden, s. T1.1 u. a. — Pes. 111" N2:d \xi 
'dt nin:pn ■'N73 Ar. (Agg. '\-^v:i.)2i2 s. -jili^) wenn 
Jem. hindurchgegangen (zwischen zwei Frauen, 
was schädlich sein soll), welches Heilmittel soll 
er anwenden? Ab. sar. 17" sie waren an zwei 
Wegen angelangt, isd nm i'si snnDb ^sd nn 
m3iTn Nnncb deren einer zum Eingang des 
Götzentempels und deren anderer zum ITnzuchts- 
haus führte, offenstand. — Ithpe. liEnrN ent- 
kommen, gerettet werden, s. TW. 

Pa. 15:1 befreien, eig. entkommen lassen. 
Keth. 91'' Jem. sagte beim Verkauf der Kethuba 
zum Käufer: «312:0^3 Nb t<niny73i DN ntin -^n 
■]b wenn die Mutter kommen und gegen den 



b'JSi 



— 86 — 



ye 



Kauf Einwand erheben sollte, so werde ich dich 
nicht davon befreien, schadlos halten. Das. 92* 
rfb ■'ssjai iiy?:^: btST ni- ns-'T es ist recht, 
dass Simon gehe und ihn (den Käufer eines 
Feldes, vom Gläubiger) befreie. Das. ö. B. bath. 
45* !T5"'a n'^b •'iCDaT Nin N3in es ist recht, 
dass er ihn (den geraubten Gegenstand) dem 
Eäuber entreisse. 

^'4B (arab. J^^^ Grndw. ys s. •'Sd) aus- 
einanderklaffen, gespalten sein. Nid. 
47* nainn •::Nn biiD^cM Ar. (Ägg. b-'Ss-":;?:)) 
wenn die Spitze der Brustwarze sich spaltet, so 
ist das ein Zeichen der reifen Jungfrau. — Pi. 
bs.^ (=bh.) absondern, trennen. Bech. 5, 6 
(.S9'') D::yr! pn birca 33T^i üSN"; ht; wenn die 
Spitze des Schweifes des Thieres den knochigen 
Theil des erstem theilt; d. h. der Schweif ist an 
seinem Ende getheilt, sodass er wie zwei Schweife 
aussieht. Part. pass. Men. 96* die vier Säulen 
ir:^"i5N"i72 ']-'b5:is;a waren an ihren Spitzen ge- 
zackt, getheilt, s-'q-iiD. ChuU. 39'' mb5:i372 die 
Hörner sind gezackt, gespalten. 

Hif. sich spalten. Jom. 29* (mit Ansp. auf 
nnisn nb-iN, Ps. 22, 1) rrz-,p v r.b^a n-^ 
■jNsb yi:;» HT -inc qx ';NDbi iNSb mb^SD-: 
■jssbi so wie die Hörner der Hindin sich spal- 
ten (verzweigen) dahin und dorthin, ebenso 
spaltet sich die Säule der Frühe dahin und 
dorthin. Das. das Gebet der Frommen gleicht 
der Hindin; rfrnp nbn370\D \12^ bs IT nb'^N n)3 
'5"i ü""'^-!'^ t\K mb''2:37: so wie bei der Hindin 
je mehr sie wächst, desto mehr sich ihre Homer 
spalten, ebenso wird das Gebet der Frommen, 
wenn sie viel beten, erhört. 

7^2 eh. (syr. ^\^=^b3:E, bss) theilen, 
trennen, j. Bez. V, 63* mit. Nsb N''"a b2£3 
NSbi er theilte das Wasser dahin und dort- 
hin; d. h. er entfernte die darin liegenden 
Späne u. dgl., vgl. n3. — Ithpe. getheilt 
werden, sich theilen. Jom. 71'' woher ist 
erwiesen, dass "ic und na: „Lein" bedeute, 
vielleicht bedeutet es Wolle? ■>b"i:s:D"'N n~\i2V 
35N N:n^3 b-'Ss^a ■'biirs-'N V2:i n5it'3 «biiD^H 
b"'2:D"'73 Nmpb die Wolle trennt, fasert sich (ist 
also nicht 13). Aber, wird entgegnet, Lein 
fasert sich ja ebenfalls! Lein fasert sich blos, 
wenn man darauf klopft. Seb. IS*" dass. ChuU. 
59'' NbiTsr:"! sdti wenn die Hörner gespalten, 
gezackt sind; als Zeichen eines Thieres, riTi, 
dessen Fett gegessen werden darf. Erub. 29'' 
ob. NmT NniT biXD-'N Ar. (Agg. b-'Ha-'s) die 
Blätter der Zwiebeln sind so getrennt, dass sie 
je eine Spanne lang sind. (Bei den späteren 
Rabbinen Sbst. bii:-'E [sjt. jjls] gespaltener 
Theil, insbes. ein Theil des Lungenlappens, der 
vielfach gespalten ist, nbssri;::! n3in.) 

ü'^br^B, a-'iiri'^ »«. pi. (für «■'fs-yi:?, s. 



b"'S>:si) unreife Datteln, j. Maasr. I g. E., 
49'' Nnmy mn Niibi:is i"'b''K3 es trug sich bei 
jenen unreifen Datteln zu n. s. w. j. Bez. IV 
Anf., 62'"= ob. «•'■'bi::''D dass. Die Erkl. durch 
D''bS3, Zwiebeln, ist unrichtig. 

WASi eh. (=hbr. 0:^2, Grndw. ys s. "«se). Pa. 
D''2:e aufreissen, spalten, s. TW. 

C^S m. Säule, Pfoste, dafür auch D"'3e 
s. d. Schabb. 82* in^anb ü-'Se T'n -jn-ib ■'Id s-r, 
Scherbe in dem Masse, wie man zwischen eine 
Säule und die andere legt. Man pflegte näml. 
die hohlen Stellen eines Gebäudes mit feuchten 
Scherben auszufüllen, welche, wenn sie trocken 
wurden, ersteres befestigten, j. Maasr. I g. E., 
49'' ob. n^nnb a''::^ 113 n:n; er stellte die 
Schale zwischen eine Säule und die andere. 
Men. 34* nnx D'':£d sbN ib ■[•'NTa n'3 ein Haus, 
das blos eine Pfoste hat; die Thüre befindet 
sich näml. im Winkel. — PI. Suc. 18* nmoDM 
■j^-q'SE -b li^'^i eine Halle, welche Säulen hat. 
Erub'."93*. 95* und Men. SS*" ö. B. bath. 12* 
TJ2"'3:3 ns y-iD wenn man seine (des Hauses) 
Säulen niedergerissen hat. j. Ab. sar. HI, 43'' 
mit. im7j Nim rM-'SS nx pnsa man reisst die 
Säulen des Hauses (das Jem. dem Götzen ge- 
weiht hat) nieder, wodurch es zur Benutzung 
erlaubt wird. — Maasr. 1, 7 D"'^?" ';"'3 Mischna 
Agg. und Ms. M. (verk. aus ii»ias s. 7: ; Tlmd. 
Agg. D'as) zwischen den Säulen, Holzstücken. 
Men. 33'' •[■'S2 ebenf. pl. 

i^ü'liZ: eh. {=a^^s) 1) Säule, Pfoste. PI. 
Men. 33'' ^np^q inb n">N die Hallen haben Säu- 
len u. s. w. Das. 34* rT'a''SD seine Säulen. — 
2) Büchercolumne. PI. N'7rS2, auch D"'s:e, 
';"'KE (s. vrg. Art.) die Colnmnen, s. TW. 

Cä1£ m. Säulenhalle, Gallerie. Ruth r. 

Anf., 37'' nTT vn-ira poiy rin iT^nan pow ni 
i73inD3 p5iy der Eine beschäftigt sich mit sei- 
nem Weingarten, der Andere mit seinen Oliven 
und der Dritte mit seiner Säulenhalle. 

yjkS (=bh. Grndw. ys, s. ii:s; mit Wechsel 
von 1: und p: yj;E s. d.) spalten, trennen. 
Maasr. 4, 1 Dtt'T SS13~ wenn Jem. Oliven spal- 
tet. Schabb. 73* yyin ■'JC y::iDr; wenn Jem. 
(am Sabbat) zwei Fäden spaltet, sie dünn macht. 
Das. 75* ly^ncr; wer den Chilson spaltet, zer- 
quetscht, j. Schabb. XVH Anf., 16* yr^rsb eimp 
D"'n;N 13 ein Hammer, um damit Nüsse zu spal- 
ten. Taan. 18'' yiT-'ja im?2 ns lyss man spal- 
tete seine Hirnschale mittelst Holzkloben. Tosef. 
Kel. B. kam. I, s. bis. — Part. pass. Teb. jom 
3, 6 D"'yiSE D^iniT gespaltene Oliven. Ter. 10, 7 
rsMi-ir ■'yiss gespaltene Oliven der Teruma. Jeb. 

75'' li-i-Tt N31 -IMN -103 n"'730 ■'T'3 HST yiS2 

y^SE I^Tip Nbi yiss l^'^ipT Ar. (Agg. yiusn, vgk 
Raschi, jedoch schwerlich richtig) Jem., dessen 
Hoden durch Gott (d. h. von der Geburt an, 



v:iB) 



— 87 — 



'— T 



oder infolge einer Krankheit oder des Schrecks 
durch Bhtz und Donner) zerquetscht wurden, 
darf sich verheirathen. Raba sagte: Daher heisst 
es (Dt. 23, 2); yiSD, aber nicht y^tD. Erste- 
res, als Part, pass., bedeutet: durch Men- 
schen (=yj:s3 s. Nifal), letzteres hing, (als Adj.) 
bedeutet: durch die Natur zerquetscht. — 
Pi.=Kal. j. Maasr. I g. E., 49'' D"'T'3 1J'5:''S'0 n-'i 
m3N"i073 eine Olive, die man mit unreinen Hän- 
den spaltete. 

Nif. gespalten, zerquetscht sein, wer- 
den, j. Taan. I, 6.3'' ob. i:a y^D3 sein Sohn 
wurde verwundet, quetschte sich. Jeb. 75'^ yiarc 

311:13 imn iyi:D3a das Verbot der ehelichen 
Vermischung des yiSD (Dt. 2.3, 2) erstreckt sich 
auf alle Arten der Zerquetschung an den Ge- 
schlechtstheilen, sei es, dass das Glied, oder dass 
die Hoden, oder dass die Adern der Hoden zer- 
quetscht wurden. 

Hif. »12:3:7 theilen, spalten. Jom. 28'' 
bö "^nz-^r b'pM3 nbiyi nann na^b bo -naTi 
■jSDbn '[NDb i'-'i:Da n'^n die Lichtsäule des 
Mondes steigt palmenartig in die Höhe wie ein 
Stock; die Lichtsäule der Sonne hing, theilt die 
Strahlen dahin und dorthin. Das. 38" ibbn bis 
IsabT iN3b »liiDn ibbn biai bp7;3 nbiyi n^^rea 
der Dampf vom Rauchwerk der Einen (d. h. der 
Familienglieder des Abtinas) stieg palmeuartig 
in die Höhe, wie ein Stock; aber derjenige der 
Andern theilte sich dahin und dorthin. Das. 
29" s. b^E. Snh. 82" ima nx ^-^yi^zülti man 
spaltete seinen Hirnschädel, j. Snh. X, 28'' un. 
u. ö.. vgl. auch y^E. j. Schek. VI Auf., 49"= ein, 
mit einem Leibesfehler behafteter Priester (der 
sonst keinen priesterlichen Dienst verrichten 
darf) 'dt D^sy yiSD»! -m-\:> n^r, stand und 
spaltete Hölzer. 

y^2 chald. (=yss) spalten. Part. Peil. 
Genes, r. sct. 68, 67'' yisp nima i^n des Einen 
Hirnschädel war gespalten. Das. sct. 93, 90" 
Juda sagte zu Josef: '31 s3n ']"'0">p y^c'jb DS 
wenn es nöthig sein wird, Hölzer zu "spalten 
oder sonst schwere Arbeiten zu verrichten, so 
bin ich dazu geeignet, nicht der schwächliche Ben- 
jamin; mit Ansp. auf 13 (Gen. 44, 18), „an 
mir" wirst du einen tüchtigen Diener haben. 
— Pa. dass. j. Snh. II g. E., 20" un. y^^i2 
■jicp Hölzer spaltend. 

y^2 »n. (=bh.) Wunde; trop. Verderben. 
PI. Jeb. 63'' -lanb Qibijnan bsin lysp m ü^i-i 
miy zahlreich waren schon die Wunden, Ver- 
derben des Hausirers (der den Frauen Putz- 
sachen verkaufte und sie verführte), welche zur 
Buhlerei verleiteten. Nach Raschi: Der Hausi- 
rer wurde vom Ehemann verwundet, was wenig 
einleuchtet. 

n>'''SÖ. nj;i*3 (=yi£D)/. N. a. das Spalten, 



Spalt, Wunde. Schabb. 75=' bbDD nyits 
rra^i das Spalten (des Chilson) ist eine Art 
des Dreschens, d. h. in dem Verbot des Dre- 
schens am Sabbat mitbegriflfen. — PI. Snh. 37'' 
Kain brachte dem Abel bei niyijs m-nan mman 
'^D^ mysiE mehrere Beulen und mehrere Wun- 
den, weil er nicht wusste, von welcher Kör- 
perstelle aus das Leben schwindet, bis er an 
seinen Hals gelangte, j. Kil. IX Ende, 32'' 
r'i''y:!:E iiüNia vrt wenn er Wunden an seinem 
Kopf hatte. 

X>";i*"'S cÄ. {=ny-^E) Wunde. PI. Khl. r. 
SV. n^nanr; bs, 73'' R. Juda Nakosa bekämpfte 
die Häretiker ■'y:£"'E iiibariNT ny imima ySDT 
liyil-'S und verwundete ihre Hirnschädel, bis sie 
voller Wunden waren. 

Ty^S m. (von y:iE); nur pl. man ib^yss 
unreife Datteln, die gespalten und aufs 
Dach gelegt werden, damit sie ganz reif 
werden. Schabb. 45'' ob. Bez. 40% vgl. auch 

N^^b^SE. 

153 (Grndw. yo) häufen, vermehren, s. 
TW. 

N|5S. KnjpS /. (contrh. aus nyp3, Nryp3 
s. d., y elid.) Thal, Bruchthal. Khl. r. sv. 
yMiJ -isn, 94'' R. Simon ben Jochai und sein 
Sohn, R. Elasar 'sT NpsT Nmyaa yniaü ■jn- 
hielten sich in der Höhle des Bruchthaies 13 
Jahre wegen der Religionsverfolgung versteckt. 
In den Parall. steht unser W. nicht. Ber. 34** 
un. Nnpca ibSKT i^a Ar. (Agg. Nnpaa) wer 
im Thaie betet. Das. 54* manyn «nps das 
Thal von Araboth. Nas. 43'' dass., vgl. niany. 

^p£ m. pl. (=ipnE, Stw. p^e) Ausgang, j. 
B. bath. IX, 17* mit. j?nya;a ipsa beim Aus- 
gang des Brachjahres. Das. ö. 

"pS (=bh. Grndw. pD s. pi-3 und npE) 1) 
aufsuchen, besuchen; übrtr. beiwohnen. 
Jeb. 62'' wenn der Mann seine Frau kennt, dass 
sie fromm, keusch ist N^in N"ip3 Tis-piti Ij-^nt 
uud sie nicht besucht, so wird er: Sünder ge- 
nannt. Das. rtyiBa irnax ns Tipsb mx ai-'n 
Tnb NlETi Ninu: der Mann ist verpflichtet, wenn 
er auf Reisen gehen will, seiner Frau beizu- 
wohnen, vgl. auch Tpsn. — 2) verordnen, 
Disposition ertheilen. Schebu. 45* nyiai» 
Nas lanpc Nb\a wir leisten einen Eid, dass un- 
ser Vater (vor seinem Tode) betreifs seiner 
Hinterlassenschaft uns nichts verordnet hat. Das. 
48'' i:np2 nb-ä ^b nm xat* lanpE «bc ib na 
TIN was ist für ein Unterschied, ob Jem. zu 
betheuern hat: Mein Vater hat mir nichts ver- 
ordnet, oder: Mein Bruder hat mir nichts ver- 
ordnet? B. mez. 20''. 

Hif. nipErr 1) (=:bh.) zur Aufbewahrung 
oder Beaufsichtigung geben. B. mez. 3, 1 



(33'=) 'si •iT'aR Vns t^pr-::: wenn Einer dem 
Andern Thiere oder Geräthschaften zur Auf- 
bewahrung giebt. Das. 37* fg. u. ö. — 2) Cau- 
sat. von Kai nr. 1. Genes, r. sct. 34, 33^ (mit 
Bez. auf -jmpDi, Hi. 10, 12) -»a nn: Tia-'Na 
■"SmpDrtia/j r.Tz-cz zu welcher Zeit gabst du mir 
die Seele? Als du mich bei der Schwanger- 
schaft meiner Mutter bedacht hast, vgl. 

ipB cliald. (syr. pÄs=npE) aufbewahren. 
Part. JPeil Pes. 33" -Tps -rpsTj •[•'p-::» die Flüs- 
sigkeiten sind aufbewahrt; d. h. der Wein in 
den Hülsen der Trauben ist so anzusehen, wie 
Speisen in Gefässen, die nicht zusammengehören. 
Keth. b^ T'pD npc-i?: m das Blut ist in dem 
Körper aufbewahrt. — Pa. Tjpj (=n^--) be- 
suchen, anbefehlen, s. TW. 

Nif. TppN 1) zur Aufbewahrung geben. 
B. mez. 36* jene Gärtner, inpü?: nn N":n' bai 
""asb nnripBN in n7:ii «nao NTTm 135 ir^na 
'dt irT''':'>J2 nn welche gewöhnlich an jedem 
Tage ihre Hacken bei jener alten Frau zur Auf- 
bewahrung gaben, gaben sie eines Tages bei 
Einem von ihnen zur Aufbewahrung. Das. ö. 
— 2) verordnen, anbefehlen. Pesik. Ba- 
chod., 155'' 'm ini-'-ianb fp^iz mr; NT'yr 'n 
E. Seira befahl den Gelehrten u. s. w. j. Ber. 
IV, 7'= un. s. Tjas. Khl. r. sv. mbb nr, 77'' 
E. Jannai, so oft er verreisen wollte, Tps;; mn 
n^nia is ertheilte die letzte Verordnung in sei- 
nem Hause. 

S~ip£ m. Adj. (syr. \\qAs>, hbr. vps) Auf- 
seher, Befehlshaber, s. TW. 

S~1p£ eh. tnasc. (hbr. D-'iTpE pl.) Befehl, 
Anordnung, Gebot. PI. j. Schek. I, 46'' ob. 
ein Autor übersetzt die Worte D''^^p^^! b? -:3T?,t 
(Ex. 30, 14): in^ N-'^nnp-'E b? n^y-i „derjenige, 
der die göttlichen Gebote übertrat, soll geben"; 
ein Anderer übersetzt ütz"^ by ~\^Ti der durchs 
Meer ging; s. auch TW. 

Nn~pS fem. Anordnung, letztwilliger 
Befehl. Git. 50'' Nmps -zj-:; das Dokument 
des letzten Willens, Testament. 

n~ip2/. (=bh. n'^pB, eig. Part, pass.) 1) 
Aufbewahrtes. Xeg. 5, 3 mips nro eig. 
Haar der Aufbewahrung, aufbewahrtes Haar, 
wird das. wie folgt erklärt: Wenn Jem. einen 
Glanzfleck (Aussatz) hatte, worin ein weisses 
Haar sich befand; ersterer aber geschwunden, 
letzteres zurückgeblieben und hierauf der Aus- 
satz wieder zurückgekehrt ist. Nach Ansicht 
des E. Akiba bedeutet r:mpD nyis: wenn Jem. 
einen Aussatz von der Grösse einer Graupe 
(ciJ s. d.) hatte, woran zwei Haare waren, die 
Hälfte des Aussatzes sich verlor, das weisse Ilaar 
aber zurückliess und jener später zurückgekehrt 



ist. Edij. 5, 6 dass. — 2) (vom bh. 12^') 
Fehlendes, Ausbleibendes. Snh. 97* ob. 
NDb nnüM n-i^ic nt^'pz r.'irsH-.rts ^r bevor 
noch die erste Leidenszeit aufhört, eilt schon 
die zweite herbei. 

riTpS/. N. a. 1) das Aufsuchen, Unter- 
suchen. Nid. 1, 1 (2* fg.) m-psb rtTpci von 
einem Untersuchen bis zum andern; d. h. von 
der Zeit an, in welcher das Weib den Körper 
untersucht, ob eine Menstruation eingetroffen 
ist, bis zur andern Zeit dieses Verfahrens. Edij. 
1, 1 u. ö. dass. — 2) Bedenken, Eingedenk- 
sein. Snh. 91'' Antonin fragte Eabbi: T,^y£'3 
i-,-\^:f^ nrctt in t-t-pps rraij Disa nrr-': 'n73-<Ntt 
'dt zu welcher Zeit wird die Seele dem Men- 
schen einverleibt, in der Zeit des Bedenkens 
(d. h. der Schwangerschaft, wann Gott den Keim 
zum werdenden Menschen bestimmt), oder zur 
Zeit der Bildung des Embryos (d. h. wann die- 
ser mit Haut, Adern und Knochen ausgebildet 
wird)V Eabbi dachte anfangs: zur Zeit der 
Bildung, später jedoch stimmte er dem Antonin 
bei: zur Zeit des Bedenkens, m"'p3 ryoM u. zw: 
mit Bez. auf Hi. 10, 12; vgl. auch n-O und 
Hifil von nps. Pesik. r. sct. 42, 72* m^pD ^^ 
•j'' ... pin^rr mp"'b Vr r!T<ps O"' ... riD-iab 
CT . . . n:73N ba riTpD c*'-! -biNJ bo MTpc 
Ö'ia ba -T'ps es gtebt ein Bedenken; d. h. 
der Ausdruck -;pr steht beim Segen (Gen. 39, 
4. 5); es giebt ein Bedenken beim Sammeln der 
Todtengebeine (Gen. 50, 25), ferner bei der Er- 
lösung (Ex. 3, 16), ferner beim Glauben (Ex. 
4, 31), ferner beim Kindergebären (Gen. 21, 1). 
Das. ö. 

iilJ^S >n. (=bh.) aufbewahrtes Gut, De- 
positum. Genes, r. sct. 93 Auf. (ein witziges 
Etymon unseres Ws.) «b« "["nps ~r2^ rib 
l'inpiE das Depositum heisst nicht linpD, son- 
dern •]iipi3 ('j^^'P^e) halte dich fern von die- 
sem, d. h. nimm ein solches nicht an, vgl. den 
Plur. Schebu. 5, 1 (36'') inpsn rriaa der 
Eid wegen eines abgeleugneten Depositums. 
Das. ijinps ■'b 'jn gieb mir mein Depositum zu- 
rück. Das. 37* fg., vgl. auch -153. — Trop. 
Tanch. Schoftim, 264'' der Kaiser Hadrian sagte 
zu seiner Frau: Er wäre betrübt, weil die Phi- 
losophen ihm widerrathen hätten, sich für einen 
Gott zu erklären, ^b inWN Nb an ib mcN 
ib a-i nns iinpo "inN -lai ^b -lai« -"Sn -«iNna 
nb -.Mi« mbs "iWi:? na^i i:".npD nb in ^bs« 
'z^ as:- ib m7:s i;iipD rrii sie entgegnete 
ihm: Jene sagten dir nicht Zutreffendes; ich 
will dir etwas Anderes sagen: Gott hat bei dir 
ein Depositum, gieb ihm zuvor sein Depositum 
zurück, sodann erkläre dich als einen Gott. 
Welches aber ist denn sein Depositum? Sie 
antwortete ihm: Die Seele; denn, sagte sie, 
wenn du die Seele, die dir innewohnt, nicht 



s:i-i:!E 



89 - 



nip!£ 



beherrschen kannst (Khl. 8, 8), wie willst du 
dich znm Gott machen! Nura. r. sct. 9, 199* 
betreffs der Sota, des Ehebruchs Verdächtigen, 
steht by73 (Num. 5, 12), ebenso steht betreffs des 
Ableugnens eines Depositums bi'a (Lev. 4, 21). 
bD bpn 1T2:: r;72 ... ■[iipsn msis nti\o ■'sb 
-iDiDn . . . napna -idid ibxD inpsa ncisn 
nWST n?:: nnt? b^ qun inpsa weil die Ehe- 
brecherin das ihr anvertraute Gut (d. h. den 
Mann, der sich ihr angetraut hat) verleugnet. 
Wenn nun beim geringfügigen Geld derjenige, 
der ein Depositum ableugnet, ebenso ist, als ob 
er Gott verleugnet („Treulosigkeit begeht"), um 
wie viel mehr gleicht Jera., der die ihm anver- 
traute Person verleugnet, demjenigen, der Gott 
verleugnet! — PI. Genes, r. sct. 93 Anf. •jia ma 
rijiijvEri entziehe dich den Depositen, d. h. 
nimm keine an. Jeb. 109* dass., vgl. iini?:. 
Pesik. r. sct. 47, 74'' Gott sagt: manp-: bs'n 
'31 "ib ims "i:« "'bi:N npiD aism r,^2 bs ■•jn 
ich bin der (treue) Verwalter der Depositen, 
denn Alles (d. h. alle guten Handlungen), was 
der Mensch mir zur Aufbewahrung giebt, er- 
statte ich ihm. 

Nii^lr? cJi. (='ji^;;E) aufbewahrtes Gut, 

Depositum. — N;7f:''- '"• (^y- l^t-^^) 1) 
Befehl, Gebot. — 2) Depositum, 's. TW. 

Snipa/. Genick, s. TW. 

Hj^S (=:bh.) Grndtt. ps, wovon auch piD, 
pD!, s. "«ps; davon auch yps u. v. a. Grund- 
bedeut. verstärkt von ni:2: spalten. — Pi. 
n;53 1) öffnen; insbes. mit nachtig. bjrj oder 
baa einen Schutthaufen oder einen Theil 
desselben entfernen, eig. den Verschütteten 
sichtbar machen. Ohol. 1 6, 4 b33 npsan Jem., 
der einen Theil des Schutthaufens oder der 
Steine, unter welchen ein Mensch verschüttet 
ist, forträumt. Pes. 8, 6. Keth. lö*" Tiby npsb 
bsrt TN um seinetwegen (wegen des Verschütte- 
ten) den Haufen fortzuräumen. — 2) eig. das 
Auge öffnen; übrtr. Fürsorge treffen. 
Schabb. 150''. 151* bv npsb ainnn by iiDicn'a 
r72n 'pO"'y bin nbsrr ■'pO'^J' man darf am Sab- 
bat bis zum Ende des Sabbatgebietes (2000 
Ellen) gehen, damit man am Abend weiter 
gehen könne, um sich mit der Ausstattung einer 
Braut oder mit Bestattung einer Leiche zu be- 
fassen, j. Ber. HI Anf., ö'' dass. Ketb. 5" man 
darf Theater und Circusplätzn am Sabbat be- 
suchen, ü^'2~\ ■'pO'^y by npsb um gemeinnützige 
Angelegenheiten zu ordnen. B. bath. 12'' b^Jin 
inpsa V nbiPDS dtjn inb ib^ss ■j-'-'n wenn 
Jem. an Weintrinken gewöhnt ist, so wird der 
Wein sein Herz, wenn es auch so verschlossen 
wie eine Jungfrau ist, öffnen. — Nithpa. sehend, 
hörend werden. Jeb. 113* fg. annn npsna 
wenn der Taube wieder hörend wurde. 

LbvY, Neuhebr. u. Chald. Würtorbucli. IV. 



n|^S chald. (=np3) 1) öffnen, insbes. die 
Augen. — 2) (syr. ■ "-■ °-) munter, heiter 
sein, Jenulm. wohl sein. — Ithpe. np^srN 
munter werden, eig. die Augen geöffnet er- 
halten. — Pa. np: Schutthaufen beseiti- 
gen, s. TW. 

Öi^SS musc. PI. '^^'n•p^; nn;52, -np"'s / PI. 
ninp'': Adj. 1) sehend, der, die Sehende; 
der, die Hörende; öfter jedoch (Ggs. von 
iä~in) hörend, eig. mit geöffneten Augen, 
Oiiren (bh. rr^ß sehend, Ggs. von ~\^y). Exod. 
r. sct. 36, 133'' ■jisbnjo iTiia n«ibi npsb ba?: 
N7:ian -im ^d72id isni n3 N)3i3b npsn nT^j* 
nj: N7:iDb npsn -i7:n n^nb iD333ia ii^a "T^brm 
'dt n;n ns ^b pbnm ein Gleichniss von einem 
Sehenden und einem Blinden, welche zusammen 
gingen; der Sehende sagte zu dem Blinden: 
Komme, ich werde dich stützen, führen und so 
konnte der Blinde gehen. Als sie aber in einem 
(dunklen) Hause eingetroffen waren, sagte der 
Sehende zum Blinden: Gehe du nun und zünde 
mir das Licht an, um mir zu leuchten; das sage 
ich dir jedoch blos deshalb, damit du mir für 
mein Führen nicht zu sehr zu Dank verpflich- 
tet seiest. Dasselbe gilt von Gott, dem Sehen- 
den, „dessen Augen über die ganze Erde blicken" 
(2 Chr. 16, 9) und von Israel, dem Blinden „das 
dem Blinden gleich berumtastet" u. s. w. (Jes. 
59, 10). Gott aber leuchtete ihnen und führte 
sie (Ex. 13, 21). Als sie jedoch ihm eine Woh- 
nung als Heiligthum weihten, sagte er zu Mose: 
Sage ihnen, „dass sie dir reines Olivenöl zur 
Beleuchtung nehmen sollen" (Ex. 27, 30). — 
Jeb. 112'' nujnnrST rnpD N;aDU3 npc wenn ein 
Hörender eine Hörende heirathet, die später 
taub wurde. Das. rnpcn byn npD der Hörende, 
der Mann der Hörenden. Das. iTipD itin ^iia 
mnpD mTiN tto . . . zwei hörende Brüder, 
zwei hörende Schwestern. Das. 110* fg. 113*- 
fg. j. Git. VII Anf., 48" ö-inn3T np^s rsTi 
wenn Jem. hörend war, später aber taub wurde. 
Das. V, 47* un. pyn nb laiia nnpiD eine Hö- 
rende, die verständig ist. Ggs. noin. — 2) 
übrtr. einsichtsvoll, klug, erfahren. Keth. 
88* Ml- npiD IN wenn er klug ist. j. Meg. II 
g. E., 73"= •p^^\•::•\ np^o iin sei klug und schweige, 
j. Schabb. II Ende, 5" nnp^D müN eine kluge 
Frau. Das. XVI, lö"" ob. Schabb. 153-' fnps. 
Ggs. 'j-'TZJDu: Unbesonnene, Narren. Tract. So- 
ferim XV, 10 ■;inp-'3 3^77:» bö pin die Ba- 
starde sind zumeist klug. Levit. r. sct. 4, 148° 
u. ö. 

nipS m. N. a., nur -^je; mp3 Lebenser- 
haltung, Lebensrettung; urspr. die Weg- 
räumung eines Schutthaufens, um den Verschüt- 
teten zu retten; ferner bildl. die Beseitigung 
einer Lebensgefahr. Keth. 5* mps i''npD7: 
rnön ce: man darf auch am Sabbat einen 

12 



c-pp? 



- 90 



CI2S 



Schutthaufen eutferneu, um das Leben Jemds. 
zu erhalten. Jom. 85* pn nmn 'iOb; mps 
na\ar! die Lebensrettung beseitigt den Sabbat, 
j. Snh. VII g. E., 26'' u. ü. Keth. 15'' iirbir; i^n 
z'r.n -ins lac: mpisn wo es die Rettung eines 
Menschenlebens gilt, da kümmert man sich nicht 
um die Mehrheit; d. h. sellbst wenn der grösste 
Theil der dortigen Einwohner Götzendiener sind. 
Das. 19* NbN es: mpo ^sca nrnr^j nm ^b i^n 
•ahn D''7;n ma-isBi m-'i;' ■^th^:» mr miay es 
giebt nichts, was der Rettung eines Menschen- 
lebens entgegensteht, ausser Götzendienst, Incest 
und Mord; d. b. nur diese drei Hauptsiinden 
darf man nicht begehen, um das eigene oder 
Anderer Leben zu erhalten. 

CppS, CPp^S m. pl. die trübe und ver- 
dichtete Masse, die sich oberhalb der 
Oelhefe befindet, etwa Oeltresteru, Bo- 
densatz. Das W. ist viell. das gr. xä Tnjxra 
Verdichtetes, Zusammengeronnenes. B. 
mez. 40'' D^upc Nba onMü Hefe ohne Boden- 
satz; vgl. Raschi: das schmutzige Oel, das aus 
den Kernen kommt. Das. nnKi npibr: mx 
D-iirpsb Tpsan (wird das. erklärt: NSin ■'D 

D-'üpE b3p73 •^733 npib D-'üpD b3p7J TpE?:"!) SO 

wie derjenige, der Oel aufzubewahren giebt, sich 
den bei der Rückgabe vorhandenen Bodensatz 
gefallen lassen muss, ebenso muss der Käufer 
sich Bodensatz gefallen lassen. Sifre Haasinu 
§ 324 wird D^'ppTJJ D'^nao (Jes. 25, 6) erklärt: 
D-i-Jp^s NbN Dibs üi-.n '!''NUJ D^-i730 „Hefe, die 
nichts Anderes als Bodensatz enthält." Esth. r. 
SV. ffibm ri:uj3, 101" D-'aps ■;»© i5ni n'ax 
miyon tn ibpbp-'i D'^b^'nipa man könnte den 
Bodensatz des Oels in die Leuchter (candelabra) 
thun und dadurch die Mahlzeit in Unordnung 
bringen. Das. auch d^üd crmp. aus D^:;pc. 

]"C|P£ cJi. (syr. j:w»£-s=D-'::p2) Bodensatz, 
Oeltrestern, s. TW. 

]''Cp£ od. rüpS denom. vom vrg. W. eig. 
gerinnen, verdichtet werden; ubrtr. vom 
Samen des Thieres, der in Schmutz übergeht, s. 
TW. 

n^ /^^iP'S /. (trnsp. vom gr. x£(paAaia oder 
xetpaXi?) Kopftuch, j. Bez. V, 63* mit. msN 
T'NS '-■ ; rfbnp b;"73 n-'bi-'p-'E Nmi der Wind 
jagte das Kopftuch vom Nacken des R. Meir 
fort. 

"TpS (verstärkt von b^| mit Wechsel von s 
und p, wie 5pE von y:?^; Grndw. p2, yc) spal- 
ten, trennen. — Pi. bpE abschälen, die 
Schalen entfernen. Maasr. 1, 6 D''b3i3r; 
na-^ny T'nyoM bpD-a ins dni bpciatt die 
Zwiebeln (sind der Verpflichtung des Verzehn- 
tens unterworfen), wenn man sie abschält; wenn 
man sie nicht abschält (so muss man sie ver- 



zehnten), wenn man sie (behufs Trocknens) auf 
dem Dache als Haufen aufstellt. Ukz. 2, 5 
Dibsaa bpcb . . . binnn er fing an, die Zwie- 
beln zu schälen. 

N^pIS m. (gr. (päxeXoi;, fasciculus) Bündel, 
bes. vom Flachs, Blüthenknoten oder Werg, s. 
TW. Mögl. Weise ist das W. urspr. semitisch, 
näml. von bpD=baD s. d. W., vgl. . . . NjniD 
biSCTJ das Lein, Flachs fasert sich. — PI. 
T'bpiE, libipE. Nid. 17* man reinige das Bett 
•^m' ■'p: nxj^a in T'bpiDa mit Flachsbündeln 
oder mit reiner und weicher Wolle. Das. T^bips 
Nation Ar. (Agg. N72n;a ibpis) Flachsbündel 
zur Reinigung des Bettes. N^n: bildl. für Bei- 
schlaf, vgl. anb und nj'o. Raschi erklärt das 
W. dui-ch liüip, franz. coton. Mit prosthet. n 

■'zip? m. Adj. Flachsspinner od. Flachs- 
händler. Ber. 28'' ■'b^pD^ iistz^ Simon, der 
Flachshändler. Meg. 17'' dass. 

iniLS'rp? od. ]1*L;"ipi3 masc. (gr. TOCxtX-cöv) 
Buntgewirktes. Thr. r. Anf., 51* s. liapb^E. 

CpS (ähnl. arab. ^jii Conj. III, Grndw. pD) 

eig. verstopfen, insbes. dem Maul des Thie- 
res einen Zaum anlegen. Jelamd. zu Num. 
23, 5 (citirt vom Ar.) n'ü-pz'i ii^a ypn Gott 
steckte es („das Wort") in Bileam's Mund und 
verstopfte ihn. Das. msa t'e ns apis ~Tr 
nMpiDT n^anan ^ca ois^ba ^msa er verstopfte 
Bileam's Mund wie Jem., der einen Zaum (x^Xi- 
voc) in das Maul des Thieres legt und es ver- 
stopft. Num. r. sct. 20, 241''. 242''. s. ois-'bs. 
Tanch. Balak, 234*. 233* „Gott legte das Wort 
in den Mund Bileam's"; iTjpDi rs pn opyo 
mba n7:07J yaipia mna d. i. er krümmte sei- 
nen Mund und zäumte ihn, wie Jem., der einen 
Nagel in die Tafel steckt. 

CpS I (gr. 90x60; denom. von op"'E cpüxof, 
fucus, s. d. in '-id) schminken. Schabb. 94'' 
in der Mischna nopiEn nbrnan rbni3~ eine 
Frau, die ihr Haar flicht, sich die Augen mit 
Stibium bestreicht, oder ihren Körper schminkt. 
Vgl. j. Schabb. X g. E., 12'' DTOM ra'-'n nopis 
nyais wenn sie den Körper am Sabbat schminkt, 
so ist sie wegen Färbens straffällig. (In bab. 
Gem. hing. das. 94''. 95* wird das popiE in der 
Mischna 1. c. vom gr. /le'xo, ^u abgeleitet, käm- 
men; rrna moa nspia wenn sie das Haar 
kämmt, so ist sie wegen Spinnens straffällig. 
R. Abahu sagte: r;2ia DTi72 rspiDi nbma wenn sie 
das Haar flicht oder kämmt, so ist sie wegen Bauens 
straffällig. — Wo jedoch cpE neben bna steht, so 
scheint es blos schminken zu bedeuten.) Schabb. 
64'' die früheren Gelehrten verordneten: «büJ 
Oipcn Nbi binan dass sie (die Menstruirende) sich 
weder die Augen noch ihren Körper schminken 



DPS 



— 91 — 



V^ 



solle. M. kat. a*" nopioT nbma als Putz des 
Weibes, j. M. kat. III, 83* mit. wenn die Frau 
wegen des Todes ilires nahen Verwandten trauert, 
oipsb Nbi binnb xb rr^ia irx so darf ibr 
Mann sie nicht zwingen, weder dass sie ihre 
Augen, noch dass sie ihren Körper schminke. 
Wenn der Mann wegen des Todes eines nahen 
Verwandten trauert, rop'iTi Nb"i nbms «b n:''N 
so darf die Frau sich weder die Augen, noch 
den Körper schminken. M. kat. 20'' und Keth. 
4'' dass. 

DpS ck. (=vrg. Qjm) schminken, s. TW. 

DpS II ausdehnen, ausstrecken. Grndw. 
pD, pis: hinausgehen. Tosef. Schabb. XVIII 
g. E. was ist unter „Mästen" dos Thieres 
zu verstehen? iiNii: ns opisT i::-'3-,-ja ba 
'dt man wirft das Thier auf die Erde, dehnt 
ihm den Hais aus und schüttet ihm Wasser 
und Wicken ein, vgl. n-rbn (wo jedoch der 
Hals anst. Maul zu lesen ist). Schabb. 155'^ 
steht dafür vd tn opisi man sperrt ihm das 
Maul auf. 

Dp£ III, Pi. o~;^ (denom. vom nächstüg. 

D(:">E, ND^p^'s) die Härchen od. Zäserchen, 
welche die Früchte beim Anfange ihrer 
Reife bekommen, verlieren: s. auch w. u. 
Maasr. 1, 5 i;''s nj*i laps'^a?: ']''nb''im ■j-'^TOp- 
nw'^is -,^'ay^)Di2 o^pziz (wird in B. mez. 88^ er- 
klärt: ^nbo cp^s b::rffi72; Tosef. Maasr. I Anf. 
steht dafür yp^'s) die Gurken und die Kürbisse 
(sind der Verptliclituug des Verzehntens unter- 
worfen), wen« sie die Zäserchen verlieren: wenn 
man aber mit dem Verkauf nicht wartet bis sie 
die Zäserchen verlieren, so ist die Verpflichtung 
des Verzehntens, wenn man sie in Haufen auf- 
schüttet. Bez. 12** dass. Nach Raschi: wenn 
die am Kopfe wachsende Blume abfällt. 
Das. n303 i'^yibnn ns x^o-pa-^ Ms. M. (steht in 
Agg. nicht) man darf am Sabbat den Kürbissen 
ihre Zäserchen abnehmen. 

O;?"?, SQip'S, ND10|PS m. (etwa gr. Tte'xo?) 
eig. Wolle, geschorenes Haar; übrtr. Här- 
chen oder Zäserchen (oder die Blume) 
einiger Erdfrüchte. B. mez. SS*" Op''D s. das 
Verb. Das. ibinns 1373 . . . iM''^oip"'Db -i72;n tj 
irT'"'Dip''D bis ihre Zäserchen (oder Blume) ganz 
abgefallen sind; wenn sie anfangen abzufallen. 
Das. 93*. j. Maasr. I, 49* mit. wird iapD"'«572 
erklärt rr'Oicps D"'T' ■'T 1?3 wenn sich die Zäser- 
chen (die Blume) entfernen. — op'D Schminke, 
s. d. in '^s. Ferner ap-D Fleischgewächse, 
s. npiE. 

DIpS I'ikkus, Name eines Thurmes in Jeru- 
salem, viell. der Ilippicus bei Joseph, s. TW. 
— Ferner Name eines egyptischen Vol- 
kes. Genes, r. sct. 37, 36* wird D-inbos (Gen. 
10. 14) übers. D''p^p2. 



Sip^pS m. eine von Erde und Rinder- 
excrementen gemischte Masse. Ab. sar. 
33'' xraipsT i:s73 Gefässe aus solcher Masse. 

]1w'P|P£ m. (gr. mj^wov) Buxbaum. Genes. 
r. sct. 14, 15"* wird miüNn (Jes. 41, 19 fg.) 
übersetzt durch 'jirspo; vgl. auch ■jij-'pos (Bo- 
chart übers, das hbr. nrasn ebenf. durch Bux- 
baum). j. Keth. VII Ende, 31'* steht dafür 
nr'op'E dass. 

yp£ (syn. mit y^:, ypa; Grndw. pD s. b^^) 
sich spalten, auseinandergehen: übrtr. 
hinausgehen, aufhören. Genes, r. sct. 32, 
30"* wenn der Flachshändler schlechten Flachs 
hat, pypiD Nir;\3 ny nriN n-by ^■'pb p-iso:: tji« 
so wird letzterer, kaum hat jener nur einmal 
darauf geklopft, schon springen, zerfasern. Das. 
sct. 34 Anf. dass., vgl. ''rrc-:. j. Maasr. III, 50"* 
ob. 'dt b;bjn nnn nypis '«■'nw o'^'jys manch- 
mal springt die dürre Feige unter dem Press- 
balken (Rolle) ab u. s. w. Seb. 86* nyps',:; rbnj 
naT5:n ■'3J bya eine Kohle, die vom Altar ab- 
gesprungen, auf die Erde gefallen ist. Tosef. 
Par. III g. E. u. ö. — Trop. j. Jeb. I, 2"= un. 
^•'ainp rij73tt U'ps die Trauung (ihre Giltigkeit) 
geht von ihr fort, hört auf. Pesik. r. sct. 11 
g. E., 20'' y):Tü ba •jn^rt ypsn mz-a (=yp3 
■jTiN, Mechil Jithro, Bachodesch Par. 2="i3".:; 
Itin) eig. das Ohr des Hörers könnte dabei 
springen ; d. h. man würde es als eine Blas- 
phemie ansehen. 

Hif. y^'psr! 1) spalten, auftrennen. Bez. 
31'' "^mm 'yp2T3i tt;: n^bsna . . . PiT^nn die 
Verschlüsse der Gefässe (deren Deckel näml. 
durch Stricke angebunden sind) darf man am 
Feiertage auflösen (weil die Knoten nicht fest 
sind), sie zertrennen, zerfasern und zerschnei- 
den. Das. 32* ö. Schabb. 146* dass. von Dat- 
tel- und Feigenkörben. Genes, r. sct. 28, 27'= s. 
r!::in. Schabb. SB** ^"'■'"'O^ -Jyps-' xb man 
darf nicht am Sabbat ein Ei auf gewärmten 
Tüchern zerschlagen, damit es näml. an der 
Stelle des Tuches gar, gebraten werde, j. Meg. 
I, 71* mit., s. pspä. — 2) entziehen. Jeb. 
46* u. ö. die Weihung eines Ggsts. dem Heilig- 
thum u. dgl. Tinyia ■'nr: •j-'y^poTs entzieht denselben 
der hypothekarischen Verpflichtung gegen die 
Gläubiger, s. "i^ph. Bech. 5*. — 3) Dochte an- 
fertigen, Zeuge oder Lappen zerfetzen, 
um daraus Dochte zu machen. Schabb. 
21* '[■'yps:: TT; ■jrf:r3n7:i nzin^ ■'0:37: -"Nbn": 
'[•'pibn73 1-7:1 aus den Fetzen der priester- 
lichen Beinkleider und ihrer Gurten fertigte 
man die Dochte und zündete damit an. Das. 
"i^n pwi iniN i-'ypD72 ibntt! nima ■<nj3 
\anp72b mbTS i^ciy die priesterlichen Ge- 
wänder, welche schäbig wurden, flocht man und 
verfertigte daraus Dochte für den Tempel. Suc. 
51* dass. j. Suc. V, öö*" un. wird i'ypsT er- 

12* 



l?p£ 



92 



l"p£ 



klärt durch •j^V"'-:;!:::, s. 'rc^. Estli. r. sv. -in, 
102° betrachte nur den Wohlstand Ahaswer's; 
'di ^nrnD •'banal -i7;i: ■•bana i^ypsji banc 
denn während alle anderen Menschen ihre Decken 
mit wollenen und leinenen Schnuren durchflech- 
ten, hat jener sie aus Byssus und Purpur ge- 
flochten. — 4) (mit flg. ny-i) den Marktpreis 
erhöhen, bes. Esswaarcn vertheuern, eig. 
den Preis in die Höhe treiben. Taau. lö*" 
Nbc le^nna nbnra -.lasn bs n-'iyn Y-.^r^ ■j-'n 
C-i'icr: yipcnb man verordnet nicht Fasten für 
die Gemeinde von vorn herein an einem Don- 
nerstag, um nicht die Preise der Esswaaren in 
die Höhe zu treiben. Wenn die Menge näml., 
bevor sie Kenntniss von dem anbefohlenen Fasten 
erlangt hat, sehen wird, dass man für zwei 
Hauptmahlzeiten, näml. für den Abend des Fast- 
tages zum Frühstücken und für die Sabbat- 
mahlzeiten, viel Esswaaren einkauft, so wird 
mau hieraus auf das Missrathen der Feldfrüchte 
schliessen, infolge dessen die Preise steigen wür- 
den. Wenn hing, die Fasten bereits einige Tage 
früher begonnen haben, so wird der Grund des 
Einkaufes der vielen Esswaaren allgemein be- 
kannt werden. Meg. l?*" naia -,aib ini nai 
'ai ü^-\^^ ■'5*ipE72 na:a n-j'^-ona a-'iiar: welche 
Absicht hatten die Gelehrten, dass sie die Be- 
nediction über die Fruchtbarkeit der Jahre als 
die neunte im Achtzehugebet bestimmtenV Sie 
zielten auf die Vertheuerer der Marktpreise hin; 
denn auch David hat das Gebet: „Zerbrich den 
Arm der- Frevler" im neunten Psalm gesagt (so 
nach der talmud. Zählung, wonach Ps. 1 und 2 
einen Ps. bilden, während bei uns Ps. 10,15). 

ypS eh. (syr. -^.s^y^t) 1) hervorbre- 
chen, abspringen, eig. spalten. B. niez. 20'' 
an ■'an ntin j^po die Cederpfoste des Studien- 
hauses sprang. Thr. r. sv. Tia-i, 53" n-'an 
«yps Nn-iai Nn-'-iian ich sah im Traume, dass 
das Gebälk des Hauses sprang. Ab. sar. 28'' 
ND-'y NypD das Auge sprang heraus. Das. 65* 
y-ptn Nmc-'a lab -»Tniab ^y^i n'^^y das Auge, 
das euer Unglück sehen will, möge heraus- 
springen. Das. -[iD-io -13T n;-'!' ypD das Auge 
des Bar Scheschach sprang heraus. Trop. j. 
Ketb. YHI, 32'' ob. p-^anp nn-'-'Sr^ Pi-pa ihre 
Heiligkeit geht von ihnen fort. Chull. 139* 
dass. j. M. kat. I Anf., 80* man gestattete, 
das Getreide auf schattigem Boden (vgl. Npnpr) 
in der Festwoche zu ernten ; ';inaN''T l^ps^ Nb"! 
damit es nicht auswachse und verderbe. — 2) 
sich verbreiten. Part. Peil Jeb. 37'' die Ge- 
lehrten, in'>''7a;a ypCT deren Namen verbreitet 
sind. Uebrtr. B. bath. 164'' iiDipiaa •'an ypc lai 
Ar. (=y-'p.a, N-'pa s. d.W.; Agg. i-ip'aj war 
denn Rabbi bekannt mit einem zugeknüpften 
Dokumente? vgl. -oi. 

Af. rpcN herausbringeu. Schebu. 48'' 
n\-iypEN r-iya^a n^pn wenn das Sabbatjahr 



kommt, so macht es die Schuldforderung un- 
giltig, eig. bringt sie fort. Git. 33* u. ö. ba 
•j^fflnpb i^an irirypDNTianpa i;am Nrynsmipr-; 
r!'';''73 wer sich eine Frau antraut, traut sie im 
Sinne der Rabbanan (d. h. dass sowohl das 
Schliessen der Ehe, als auch die Fortdauer der- 
selben nur dann Giltigkeit haben sollen, wenn 
die Rabbinen damit einverstanden sind; wenn 
daher später ein Umstand eintritt, der nach An- 
sicht der Rabbinen die Ehe annullirt; wenn z. B. 
eine Ehescheidung stattgefunden, die nach rab- 
binischem Gesetz giltig, obgleich sie nach mo- 
saischem Gesetz ungiltig ist); so entziehen die 
Rabbanan die Giltigkeit der Trauung vom An- 
fange an, infolge dessen die Ehe ganz an- 
nullirt wird. Das. 30'' R. Ammi und R. Assi, 
Nji7aa ■'j'ipaNb ■'^''bNT die so mächtig (d. h. als 
Richter so angesehen) waren, dass sie Geld ent- 
ziehen konnten. — Uebrtr. Das. 36* N-p"'ya 
inrypcN ^N'ja wodurch haben sie von vorn 
herein die Zeichen ihrer Unterschrift bekannt 
gemacht? — Ithpe. gespalten werden, sich 
spalten, s. TW. 

ypS m. das Spalten, Springen, Spalt, 

Sprung. Pes. 84''. 8b^ yps dtü?: wegen Sprin- 
gens der Knochen, die vor glühenden Kohlen 
liegen. Genes, r. sct. 94, 91"^ Schittimhölzer 
brachten sie nach Egypten, sb nna Ni:72D Nb"i 
ypc Nbi TCp und es fand sich an ihnen weder 
ein Knoten noch ein Sprung. 

ypS m. (vgl. y^B Hif. nr. 3) 1) Docht, 
Geflochtenes. Schek. 5, 1 y^ps- by •'aa p 
(im j. Tlmd. by naiatt) Ben Bebai (ein Tempel- 
herr) war über den Docht gesetzt; d. h. er be- 
aufsichtigte die Priester und Leviten beim An- 
fertigen der Dochte, j. Pea VIII, 21* mit. wird 
unsere Stelle übersetzt: rib^'ncri by n3;3P:o dass. 
j. Schek. V, 48'' un. dass. — 2) Riemen oder 
Streifen von harten Dingen, von Leder 
oder groben Zeugeu. Jörn. 23* derjenige 
Priester, der beim Loosen trügerisch verfuhr, 
ypEa r;:i73;;r; 172 npib wurde vom Aufseher 
mittelst des Riemens gegeisselt, das. erklärt 
Nnn?3 oder Npna7; s. d. W. Abaji das. bemerkt 
zwar: Er hätte seine frühere Ansicht, dass das 
yipa in Schek. 1. c. ebenfalls: Docht, Nrb"'PD 
bedeute, nachdem er von der hier citirten Bo- 
rajtha Kenntniss erhalten, aufgegeben und auch 
jene Mischna in Schek. durch nha: , Riemen, 
Schlägel, erklärt. Allein es obwaltete hier, 
wie es scheint, eine irrthümliche Identificirung 
von y^por! by ri5i72?i und y^psa r:3i7272r!, s. ob. 
Ausserdem ist in Schek. 1. c. die Rede blos von 
den Gegenständen, die zu den Tempelbedürf- 
nissen gehören, wie die Siegel, Trankopfer, 
Loose u. dgl., nicht aber von nebensächlichen 
Funktionen, wie das Geissein der trügerischen 
Priester. Edij. 3, 5 s. y-pz r-a. — 3) Bün- 



Ni/T£ 



- 03 — 



del vou Aehren oder Strohhalmen. B. 
kam. 117* nr ypc ^b -j-ain Ar. (Agg. 1173? anpo) 
reiche mir dieses Bündel. Tosef. B. mez. VIII 
Anf. ~rT2y y^'pt Bündel vou Strohhalmen. — 
PI. Schabb. löö* T'""'i?r- Das. -pay '^-'pc, vgl. 
8H-3E. Tosef. Suc. I Anf. u. ö. 



TW. 



':^^ '^^- 



(^riy'ipi) wilde Gurken, s. 



N>*iP£. ND^l^?/. (=r;yj;3; davon contrah. 
N^js, NrpE s. d.y Spalt. Ab. sar. 28^ ob. npy 'i 
«yp^D^'-in K. Jakob litt am Spalt, Oeffnung 
des Mastdarms. Das. man nehme als ein Heil- 
mittel den Kern einer Dornfrueht syp^D nrbi 
»yp^'D innb und richte den Spalt des Kerns 
gegen den Spalt des Mastdarms. Das. «yp-'D I 
HNPr tiyp'E . . . r!Nb"'y der obere, nach aussen 
zu gekehrte Spalt des Mastdarms; der untere, [ 
iimen liegende Spalt des Mastdarms. 

nyip£/c/«. i^eig. Part, pass.) 1) Erdriss, , 
Spalt, j. Schebi. III Anf., 34^ ob. nyips pn : 
snypm die Pfütze, Erdriss im Bruchthal, wo ! 
sich näml. die Jauche vom Dünger und der [ 
Regen ansammelt., als Uebersetzung von piriTJ 
s. d. — 2) aufgeschlitztes Thier. ChuU. 
69* nyipD p das Junge eines geschlachteten, j 
trächtigen Thieres, dessen Leib man aufreisst | 
und das Junge herausnimmt. Das. 74*'' fg. dass. ! 
— 3) (=ry^E) Knäuel, j. Schebi. VII Anf., } 
37" nyipE inn jenes Knäuel. ! 

i^yp?/- (verwandt mit pyps) Knäuel. Kel. 
10, 4 •":::! bw ryp:- das Knäuel von Stauden. 
Genes, r. sct. 12 Anf. dass., s. 1''::bE. Khl. r. sv. 
-:k •>P■':E^ 76* u. u. — PI. KeLn, 2 ^■^^^2-. 
TiB biD die Knäuel des Gewebeaufzuges. Chag. 
12* als Gott die Welt erschuf, 3-'n— 2 hti 
rihpn 13 ~yys iv T-ä biS m-'ypD tcd -^bim 
'31 TT>»yn"i dehnte sie sich immer weiter aus, 
wie die zwei Knäuel des Gewebeaufzuges, bis 
Gott sie anschrie und sie zum Stehen brachte; 
mit Bez. auf Hi. 26, 11. Genes, r. sct. 10 Anf. 
b'C rrs- cn b\2 rnN rvy"'p:; %t«i' rtd'pn bu; 
Dbiyn N-3: \mz: -T3 ht prE-; ;bc Gott nahm 
zwei Knäuel, eines aus Feuer und eines aus 
Schnee und verwickelte sie miteinander; und 
daraus wurde die Welt erschaffen. B. kam. 119*' 
TT-ypE ^"^Vw die Ueberreste von den Knäueln 
beim Weben. 

KnypS/. das .\usgehen, Müssiggehen. 
Keth. 47* nryps -30 nb 3'r:i er giebt ihr die 
Belohnung ihres Müssigganges. 

niyipS/. pl. (=bh. niypc) wilde Gurken, 
die eiförmig und vom bittern Geschmack 
sind und die bei der leisesten Berüh- 
rung platzen und ihren Samen herausschies- 
sen. Schabb. 24'' myipD ittia das Oel dieser 
Gurken. Kel. 17, 17 myips bis . . . n-isic«: 
das Rohr, innerhalb der wilden Gurken. 



]"'y"'p£ Pekiiu, Name eines Ortes, wo R. 
Josua seine Schule hatte. Snh. 32''. Num. r. 
sct, 12, 223"= u. o. — Dafür auch 'j^y-'pa s. d. 

pspS Pilp. (von piE gehen) wankend, lose 
machen, erschüttern, eig. auseinandergehen 
lassen. Suc. 1,5* '31 DTrar phk brili p^-pzTZ 
man macht die Latten (womit man die Fest- 
hütte bedacht hat) lose, weitet sie auseinander 
und nimmt eine Latte aus ihrer Mitte fort. 
Das. ö. j. Schabb. XV Anf., 1.5* die Chacha- 
mim stimmen der Ansicht des R. Meir bei, 
•;i--n-2T T-yips";! ■j^pspcria vpr-p'i-a r-iKmn3 
'31 r3U:3 i-'Dmm betreft's der Verschlüsse auf 
dem Erdboden (wie z. B. Thüren der Brunnen 
und Höhlen, welche mittelst der Stricke befestigt 
sind), dass man sie am Sabbat locker machen, 
sie zerfasern, auflösen oder zerschneiden darf 
u. s. w., vgl. auch y^?- (Schabb. 146* steht 
unser W. nicht.) Das. XX g. E., 17"*. j. Meg. 
I, 71* mit. und j. Bez. V, 63'' ob. dass. — 2) 
trop. eine rabbinische Verordnung oder 
Satzung erschüttern, daran rütteln. Edij. 
5, 6 Elasar beu Chanoch wurde in den Bann 
gethan, D^^^ nrtiJn pcp^C, weil er an der ver- 
ordneten Reinigung (Waschung) der Hände rüt- 
telte. Ber. 19* steht nb^iirs anst. m-:33, s. 
in;, n-;. Ab. sar. 35* das Verbot, Käse der 
Nichtjuden zu essen, i-'si nt: nein n-.iTS 
ri3 Tpspsii ist eine neue Verordnung, man darf 
daher an ihr nicht rütteln, vgl. syn, Nrj--'T3. 
Part. pass. Genes, r. sct. 78, 77* m3"-i3r: T--i: 
'3T 1N3 ib laciNra \z^-; iT'3 nipspis"; die 
Segnungen, (welche Jakob von seinem Vater 
erhalten hatte) waren früher bei ihm wankend. 
Wann aber wurden sie ihm befestigt? Hier: 
„Mein Bruder behalte was du hast" (Gen. 33, 9)' 
Das. sct. 67 g. E. dass. mit Bez. auf Gen. 28, 1: 
„Isaak segnete den Jakob." — 3) hin- und 
herwanken, unentschlossen sein. Midr. 
Tillira zu Ps. 53 Anf. (mit Bez. auf -pncb, 
1 Sm. 25, 31) Abigajil sagte zu David: Wenn 
ein Process vor dich kommen würde, dass ein 
Armer über einen Reichen, weil er vergeblich 
von ihm ein Almosen verlangt hatte, herfiel und 
ihn tüdtetc; -!3^3 p2p=" nrNi ib -i-:ix -ps ntt 
Nb ci-a-!s im -^^em iNi:inr;b bi3^ hpk •j-'n-i 
bN . . . ■pz:T'^-:2 nnH-\ ib ip^ nV^^ b3:b p rrcy 
1'N ibn i;Nia bi303 -imsp bsi ■{•"33 ps'psD 
-jjairyb nPN n3in i3n-'3i53 ms was würdest du 
hierauf sagen? Du wirst sicherlich mit deinem 
Ausspruch hin- und hcrschwauken, ohne ihn aus 
deinem Munde hervorbringen zu können. Dann 
würde mau sagen: Verfuhr er denn nicht eben- 
so mit Nabal, den er, weil er ihm nichts ge- 
geben hatte, tödtete; du würdest schwanken, 
beunruhigt sein. Wende dich aber nicht hiu 



Pap: 



— 94 — 



T.| 



und her, dass du etwa sagest: Mich wird Nie- 
mand, da ich König bin, zurechtweisen; mögest 
du doch dich selber zurechtweisen I — Hithpa. 
erschüttert werden. Ber. aS** ipspsn'^is iv 
mnffla'a m-'bin br Mss. (vgl. Dikduke; Agg. 
ippsn''«) bis alle Glieder im Rückgrat erschüt- 
tert werden. 

pSpS cJi- (=pspü nr. 2) an einer Satzung 
rüttein, ihre Verpflichtung in Abrede 
stellen. Suc. 43'' abiba ""piDpsb irs man 
könnte am Gebot des Feststrausses (am Hütten- 
feste) rütteln. 

pigpig »H, eig. Erschütterung, übrtr. 
Tadel] Vorwurf. PI. j. Snh. 11, 2Q^ mit. 
•^npiisps pnD\-i 13 rr,:2S Dia rn a-inni ^~,^^?.-. 
TN W'^i "jETi: ^■'by a"'"iT3iN ^rr dort (bei der 
Strafrede Abigajil's an David, s. psp-f) fielen 
erschütternde Vorwürfe. Sie sagte näml. zu 
ihm: Wenn dein Tadel (oder: dein schwanken- 
des Wesen, bei Gelegenheit ahnlicher Verbre- 
chen, die von Andern verübt wurden) heraus- 
kommt, so wird man sagen, dass du ebenfalls 
Blut vergossen hast. 

\J>pß ausstopfen, verstopfen. Kel. 3, 8 
rDTl ippBO . . . ^sa5: ein Trichter, den man 
mit Pech verstopfte. Das. 28, 2 ein Lappen, 
ynman hn in pisb i:"'pr-Ta den man zuberei- 
tete, um damit die Löcher des BadehauBCs zu 
verstopfen. Schabb. 24, 5 (l.'j?") pn ^■p^po 
mN73r! man verstopfte das Lichtloch, die Luke. 
Das. 53* r!-iNi2:a ;it nb 'j'^ppis man muss dem 
Thiere (das am Sabbat ausgetrieben wird) die 
Schelle am Halse verstopfen, damit sie nicht 
klingele. Part. pass. Das. 64" fg. pips ;it eine 
verstopfte Schelle, j. Schabb. XVII g. E., 16" 
'ai iibnrt ia ppis m-rib la-'pnna n:p Rohr, 
das man zubereitet hat, um damit das Fenster 
zu verstopfen. Par. 5, 7 :jicn?:03 ^77^ wenn 
man die Oeffnung einer Badestelle mit einem 
Lappen verstopfte, j. Erub. VIII g. E., 25". 
Pesik. r. sct. 16, 33"= u. ö. — Tosef. Maasr. I 
Anf. PPD73 ed. Zkrm., ed. Wilna y^ip . . . y-'sp«, 
rieht, jedoch die Emend. des R. Elia Wilna 
op''S . . . O'^pQU. — Hithpa. verstopft, un- 
sichtbar werden. Jeb. 63" ms Nö3a i^D 
•jippEPTj ttujIT nON wenn Jem. eine Frau hei- 
rathet, so werden seine Sünden unsichtbar, d. h. 
verziehen; mit Ansp. auf ps^i, Spr. 18, 22. 
Ueber Ber. 28" s. p^ps im Hithpa. 

\^\^^ eh. (=p]5s) verstopfen, zuschütten, 
s. TW.' 

pP2 m. Verstopfung, d. h. etwas, wo- 
mit man verstopft. Verschluss. Schabb. 125" 
•jibnn pps die Verstopfung des Fensters: eine 
Art Fallthür, womit man eine Luke vcrschliesst. 
Das. 137" dass. Genes, r. sct. 70, 70* „Jakob 
rollte den Stein von der Mündung des Brunnens 



fort" (Gen. 29, 10). br73 --pz — ay5: Nina nta 
n^mbs -'S wie Jem., der (mit Leichtigkeit) den 
Verschluss (Deckel) von der Oeffnung des Glases 
entfernt. Tosef. Ter. VII g. E. -pp^ rtTi ON 
'ai Y^zin wenn der Verschluss scheidet, j. Ter. 
VIII, 45"^ mit. •p^■pD moN pipz) irxT noian 
nm72 y^n ^pps r^n dn no-.a?: irsi wenn die 
Flasche (die Flüssigkeit enthält) bedeckt, aber 
nicht zugestopft ist, so darf man die Flüssig- 
keit nicht trinken (weil eine Schlange den 
Deckel fortgehoben und daraus getrunken haben 
könnte, vgl. "^b'^a) ; wenn jedoch die Flasche blos 
zugestopft, aber nicht bedeckt ist, so ist jene, 
wenn die Verstopfung (der Stöpsel) scheidet, zu 
trinken erlaubt. Das. ipp-'SD büj''U::: wenn die 
Flasche mittelst des Stöpsels fortgenommen wer- 
den kann. — Uebrtr. B. kam. SP ^iz a"';333'i 
r^b:'"3bT "ppziT, bei den Weinstöcken von den 
Knoten an, aufwärts. 

nlPpipS /. (contrah. aus rbpbipü ; Stw. bp: 
=b^s spalten, trennen) Sichverzweigendes, 
Sichspaltendes, Aestendes. PI. Sifra Wa- 
jikra, Abschn. Nedaba cap. 17 Par. 14 „das 
Fett auf den Lenden" (Lev. 3, 10), abnn nr 
nibpipiin '[■'aw das ist das Fett zwischen den sich 
verzweigenden Fleischtheilen oder Adern. Das. 
cap. 19 „das Fett, das nahe dem Schwänze ist" 
dass. Dafür auch m:pi;p s. d. Tosef. ChuU. 
IX g. E. steht dafür rinpip: mit Wechsel der 
liquidae. Scheilt. z. St. aram. übers. Nroia"'bps 
s. d. 

Xn'ppipS cJi. (=ribpipü) Sichverzweigen- 
des. Genes, r. sct. 78, 76'' ntjt NPbpips •'sr: 
'an N^in^a das Sichverzweigende der Spannader 
ist biblisch zu essen erlaubt; Israel jedoch hält 
es für verboten. 

ip2 (syn. mit bp: s. d., Grndw. ps) ein 
freies, zügelloses Leben führen, insbes. 
die Gesetzlehre häretisch erklären, eig. 
sich vom Gesetze losmachen. Meg. 25", s. n?""- 
j. Ber. IX, 12" un. •[•'SiMn inps die Häretiker 
entarteten, s. 1^2. Jelamd. zu Num. 13, 27 
(citirt vom Ar.) „Sie erzählten ihm, . . . das Land 
ist gut" u. s. w. -iTz-ib Na Nima -ipi^n yann 
"ai::- i« b''nn;3 Nin rn- iTrb der zügellose 
Bösewicht, der sich anschickt, Verleumdungen 
auszusprechen, beginnt gewöhnlich mit Lobes- 
erhebungen, j. Snh. II, 20" mit. rsMsy mps sie 
gab sich preis, s. o^-i. 

Hif. ~i-~^~ (im palästinischen Dialekte gew. 
-T'pan, s. -ipa) sein Besitzthum freigeben, 
als frei für Jedermann erklären. Git. 
39* fg. Tiar ■■'ps;3~ wenn Jem. seinen Sklaven 
für frei erklärt (dass jeder von ihm Besitz er- 
greifen könne), j. Schck. 3* (in Agg. des bab. 
Tlmd.) rnTsn ba pn 'i^T'ps:^ irfc isiprin die 
Gelehrten verordneten, dass man das ganze Feld 
als frei erklären soll. Part. Hofal. Snh. 49* 



"•re! 



95 



-iS 



„Joab wurde begraben "^3^"3 nr-'Dr" (1 Kn. 
2, 34); 2N1' 3w ir^3 qN bsb nisDia -a-ra mz 
?35 "ipDiTa das besagt: So wie „die Wüste" für 
Jedermann frei ist, so war auch „das Haus" 
Joab's Allen (Armen) frei. 

IpB eh. (=-ipE) ein freies, zügelloses 
Leben führen, freisinnige Worte spre- 
chen. Snh. .38'' einen nichtjüdischen Epi- 
karäer (Freidenker) sollst du widerlegen, b3N 
'DO -ipm iD^s bn bN-iö'' oimp^sN aber dem 
jüdischen Epikuräer (darfst du nichts entgegnen), 
denn er könnte hierdurch noch zügelloser wer- 
den. Das. 60'' ■'Nn -ibiD ■'-"'pE "la sollten denn Israe- 
liten so sehr zügellos sein, eine Blasphemie auszu- 
sprechen? — Af. freigeben. Suc. 44*" ntiit "i^dn 
«•"STäJnb gieb die Oliven den Armen frei. Ber. 
47' ■'S» mm ■'ODib mb -ips:: ■'Sa ■^n wenn er 
will, so giebt er seine Güter frei, infolge dessen 
er arm sein würde. B. raez. 30 *" N^bj' ■'bi3b 
insnpsit üb ~bi ir!:~p2N für jeden Andern hat 
er diese Gegenstände für frei erldärt; für 
dich aber hat er sie nicht für frei erklärt. 
Das. 68'' inb "pt": ■'-ipsN n"'bb; die Excre- 
mente giebt man frei. — Ithpe. sich gegen 
die Gesetze und ihre Vollstrecker frei 
benehmen, sich auflehnen. M. kat. 16* "iN 
Nr-iT ''ni Nn''bw3 ipi?r-: wenn er sich gegen 
den Gerichtsboten autTehnt. Das. Nna:: ■'N- 
■'Di:: 313 npcr-'S- jener Fleischer, der sich 
gegen R. Tobi auflehnte. 

"IJ^'B JH.(?) Händel, Wortstreit. Taan. 
18 'NnirT' in-3 -.p'c •'imb Mb Ar. (Var. po? 
^"31, steht in Agg. nicht) um mit den Juden 
keinen Wortstreit zu haben. 

■'"IpIS /. (von ipD, arab. ^£i durchlöchern) 

■I: y 

Spalt, Oeffnung. Jeb. 7G^ ■'-ipic ^3 die Stelle 
an der Oeffnung des Mastdarms = tirpE s. d. 
(ähnlich 3p;r! rr^a, s. d.). 

'[''^iP''S m. (wahrsch. für T'"ipiE s. d. in 'id; 
gr. :T:oxapi.ov) Häufchen geschorener Wolle, 
j. Erub. X Anf., 26* "-■'3 :t; ';''~P''e ^'-^ ^^''^ 
ein Häufchen geschorener Wolle waren sie (die 
TefiUin) in seiner Hand. Uebrtr. Bündel 
(viell. = i-'bpii; 9ax£)i0c) oder geflochtenes 
Seil von Wolle. Khl. r. sv. -jb 'N, 95* ib-'N 
■1-N1S hy "j^nr T''''- i^~p''E ar T^'n Aväre ich 
dort anwesend gewesen (als Salomo den Aus- 
spruch that: „Bringet mir ein scharfes Schwert" 
u. s. w., 1 Kn. 3, 24), so würde ich ein Bündel 
um seinen Hals gewickelt (d. h. ihn erdrosselt) 
haben. 

iTIpD od. »TnpiE fem. Pflaster aus ge- 
hecheltem Flachs. Tosef. Kil. V g. E. rr^npsn 
D^'NbD DTOK in3 i"« nD'sm (ed. Wilna r-'^picn) 
ein Pflaster aus gehecheltem Flachs und Woll- 
flocken (die man zusammenwickelt und auf eine 



Wunde legt) ist nicht wegen heterogener Pflan- 
zen verboten; weil näml. nur die Bekleidung 
aus solcher Mischung verboten ist. 

CPP? I m. PI. iio^nps; cp-| PI. T'Opl? (g^^^'- 
1io-i;;;cN mit prosthet. n, s. d. W.) eine lang 
herunterhängende Kopfhülle, als Unter- 
kleid. Pesik. Sehek., lö** 'j"'Di"pD ib rma Y'"-' 
'31 n3~n Ar. (Ag. 'j^o^pcN) ein Gleichniss von 
einem König, der viele KoplTnüUen, Unterkleider 
hatte. Levit. r. sct. 2, 146* und sct. 24, 168* dass. 
Ar. (Ar. Var. '5''0p-;E trnsp.). Ivel. 29, 1 ■j-Oip-'D 
R. Simson (Agg. ■j-'onpDN; ebenso Hai in s. Com- 
ment. und Ar. sv. Ersterer erklärt das W. als ein 
griechisches?). Mikw. 10, 4 D"'anpD3ir "iffipr; 
rin33a R. Simson (Agg. D'Cp~i23a) der Knoten 
des Unterkleides an der Schulter. Tract. Derech 
erez X Anf. wenn man baden geht, n^5 aaiD 
n:irnr- icp-c dn -,ina -53 -jnNT ipibn so 
zieht man sich das Hemd aus, sodann bindet 
man das Unterkleid auf. Das. ö. 

mD"ip''2/. (=0''-p:) Hülle, die von der 
Kopfbedeckung herunterhängt. Nid. 48'' 
inonp^E Ai-. hv., vgl. niO"ipEN. 

Dil"? od. Ciip'lE m. Adj. (trnsp. u. verk. aus 
gr. xapTcoScTTji; od. xaf7to5oTr^p) Fruchtgeber, 
Fruchthändler. Pesik. Bachodesch, 104** ein 
König wollte eine Frau von edler Herkunft 
heirathen, jedoch nicht eher, als bis er ihr zu- 
vor Gefälligkeiten erwiesen. bsN nms ns-i 
'3T i-'O-'^pc np'n Nbisi c^~pE Ar. (Ag. omp^^E 
T'S^npiD ..., ebenso Ar. Var.; Jalk. I, 78"^ 
C''0'"-pnD . . . Di-p-ic) als er sie bei einem 
Fruchthändler stehen sah, so füllte er ihre Schach- 
tel mit Früchten (6 xagTzöc). „Er liess Israel 
Honig aus dem Felsen saugen" u. s. w. (Dt. 32, 
13), vgl. CHE u. a. 

CI"? II m. Frucht. PI. Tv'^k? s. vrg. Art._ 

SnpS fem. (trnsp. aus NpPE, syr. ^is) 
Becher, Pokal. Esth. r. sv. mniam, 102'' 
•]^^sb NC33 "irNü lam üitb Nnpsa D3in i-s 
NnpD3 3:iN T'N „Niemand zwang" (Esth. 1, 8) 
betreffs des Pokals; weil man dort (bei Gast- 
mählern in Persien) die Gäste zwang, in grossen 
Pokalen zu trinken (vgl. Nsa); daher heisst es 
hier: Niemand zwang betreffs des Pokals. Die 
Trgg. haben dafür sprs, vgl. auch Npcno. — 
NnpE s. üf.-:. 

■£. "IS m. (=bh. Stw. -rs s. d.) Farr, 
Stier. PI. Par. 1, 2 R. Jose, der Galiläer, sagte: 
«biB i;3 CIN D'^ims n"'»3m . . • D^-l•:J •'53 di~:2 
'31 D''"ii23 a72n '231 y3-iN ■'rs ri« ioin t'nt: 'n 
„Farren" (als Opfer) müssen zweijährig sein. 
Die Chachamim sagen: Auch dreijährige; R. 
Me'ir sagt : Auch vier- und fünfjährige sind taug- 
lich; allein man nimmt solche alte Farren nicht, 
aus Ehrerbietung. Taan. 23* nHT\r< -id der 



KI^S 



— 96 



r:i^;Ni3 



stier, auf welchen Choni seine Hände legte und das 
Sündenbekenntniss aussprach. — Fem. n-,-: Kuh; 
insbes. oft (=nHT7N n~r:) die rothe Kuh. Par. 
2, 1 u. ö. steht dafür ns::n ms die Lustrationskuh. 
rar. 1, 1 E. Elieser sagt: mci rrrso rn nbi? 

ia7:n na :]« -i721n t'NM 'i j*3"in ra in ab« ra 
'dt n-i'iJD die Sühnekalbe mnss einjährig und 
die rothe Kuh zweijährig sein. Die Chachamim 
sagen: die Sühnekalbe zweijährig und die rothe 
Kuh drei- oder auch vierjährig: R. Meir sagt: 
Auch die fünfjährige ist tauglich u. s. w. Das. 
3, 5 -äizni N-iTj" nicr r;i;":jm no73 nöi" nncNnri 
'dt ~b"'NT N"iT"7; die erste rothe Kuh brachte 
Mose dar, die zweite Esra; von Esra's Zeit an 
wurden fünf dargebracht. Die Chachamim sagten: 
sieben wurden dargebracht: Simon, der Sieger 
(oder der Gerechte) und Jochanan, der Flohe- 
priester, brachten je zwei Kühe dar; was als 
Zeichen eines sehr hohen Alters galt. — Davon 
rührt der Name des Talmud -Tractats: Para, 
T,~)B her, welcher zumeist über die gesetzlichen 
Bestimmungen der rothen Kuh handelt. 

NTS m. (syr. ]iXs, hbr.^-.s, •'ys s. d.) Frucht. 
B. bath. 36'' Nin- nt'dt «an nt's die grosse 
und die kleine (d. h. völlig reife und halbreife) 
Frucht. Suc. 31 '' ni^e r^z', »h die Frucht ist 
noch nicht völlig reif. Ber. 39'- u. ü. — PI. 
"I"'""'?' ^~l^r. s- TW. Schebu. 48* u. ö. — n-'s 
Graben, s. -|■>^. 

K1S J nt. Para, Name eines Fisches. Ab. 
sar. 40* Nis Ar., s. n-in und Nni73;E. 

S~l£ 11 "'^S (wahrsch. arab. ^) laufen. 

j. Schabb. VI, 8'' un. -[ina ns N'^rn eine 
Schlange läuft hinter dir. j. Maas, scheni V, ö6* 
ob. ■'nc Nim «■'"d ■'-is Nim ni-i2 mr: sie (die 
Kuh) lief und er lief ihr nach, sie lief weiter 
und er lief ihr nach. Num. r. sct. 12, 214'' N7jn 
mira ■'-ine p-'T73 er sah einen schädlichen Geist, 
der ihm nachlief. In der Parall. Thr. r. sv. 
rniai* aiim, 55'' rjinan nna ins Ar. (Agg. 
D^N") er lief dem Andern nach. Das. sv. ms, 
64'' mna nic") n^nrnn npiy Ar. (Agg. ps:) 
seine Kuh lief und er lief ihr nach. j. Snh. III, 
2l''{ob. j. Ab. sar. IV, 44* ob. j. Bez. V, 63* un. 

Sn£j> ni£ Adv. 1) (gr. xs'pa) jenseits, 
darüber hinaus, j. Meg. II Anf., 73* ms in 
nn Eines vor (eig. darüber hinaus) dem andern, 
vgl. yns-q. Genes, r. sct. 20 Ende ■jbTi Disb 
nNT n7i73 i"in-<n o^ab nsn rva •[« nisi bi3N 
i-iia deinem Vermögen angemessen speise, weiter 
hinaus als du hast, verwende auf deine Beklei- 
dung, noch mehr auf deine Wohnung, j. Erub. 
II g. E., 20'' mit. xn i^yaia )i2 (iiimt) iirari; 
r:N72 N-D ■j'sbN NOMn 70 mal 70 (d. h. ein 
Geviert von 70 Ellen) beträgt 5000 weniger 



(eig. hinausgeschoben) 100: d. h. 4900 Ellen, 
j. Keth. VI, 30"^ un. nna^s N-s "(""bin ';''~n zwei 
Theile weniger einer Kleinigkeit, j. Ab. sar. IV, 
43'' un. nn N-.s ';inbia lari er zerbrach alle 
Götzenbilder, mit Ausnahme eines einzigen. — 
2) (gr. Tcapa) für, neben, j. R. hasch. I, 57* 
un. 'st oiN^b^aa Nis für den König, s. oisinsN. 
j. Schabb. I, 3'' mit. nsN in nns aus einer 
Viper u. s. w. s. isn III Bd. 1 , 566''. j. Keth. 
V, 30'' u. ö. s. lir-isN-:. 

jijNni£ »«. {=by~\c mit Wechsel der liquidae, 
gr. ippaYsXX'.ov) Geis sei, Prügel. Midr. Til- 
lim zu Ps. 12 g. E. lUNrnsa -pTb nst" Y' n-a 
'ri woher kommt es, dass du hinausgeführt 
wirst, um mit dem Prügel gegeisselt (durchbohrt) 
zu werden? In den Parall. steht bsns s. d. 

i'inS'lS m. Adj. (gr. 7tapa~upoc, ov) an der 
Thür stehend. Exod. r. sct. 33 g. E., 132"= 
(mit Ansp. auf Dt. 33, 4 nt-n:2 = riis-i«?: ge- 
deutet) inoiHN N'^: NbüJ iVt ba m' '•jm' rrz 
i-n rN'wr^a:^ v::n r^ab 'j-mNns min N^rt 
'dt nbXN Na rraN so wie der Bräutigam, be- 
vor er seine Verlobte geheirathet hat, an der 
Hausthür seines Schwiegervaters steht, wenn sie 
aber bereits verheirathet ist, ihr Vater zu ihr 
kommt: ebenso heisst es bevor die Gesetzlehre 
Israel gegeben worden war: ,,Mose ging zu Gott" 
(Ex. 19, 3), nach der Gesetzgebung hing.: „Sie 
sollen mir ein Heiligthum machen, damit ich 
unter ihnen wohne" (das. 25, S). 

I'DTXI^ crmp. wahrsch. aus "jinn-Nns m. 
pl. TüapsSpoi) Beisitzer im Gerichtscblle- 
gium, Richter, j. Jom. I, 38"= mit. wird "[-»mribs 
erklärt durch iinvN-is, 1. 'j-'nT'Nns Beisitzer, s. 

inirsns, pizna »». (gr. ^pixopov) eig. 

Umgebung; übrtr. Jemds. Besitzthura, Ge- 
biet, j. Schebi. IX, 38'' un. -iy\ ii-nn n''373 
■ji-naN-is nnN nrnJo dt; (Agg. -jima nis) von 
Beth Choron bis zum Meere ist eine Stadt, ein 
Gebiet. Deut. r. sct. 11, 262'' ay naas: nrN 
'dt ^b'w- (i^-nDT'sa) •ji-.ia-'nsa "]Nb7:r! du rängest 
mit dem Engel auf deinem Gebiet u. s. w., s. 

"iPÜSlS »I. Name eines Edelsteins von 
hell weisser Farbe (Xeuxöv), vidi. Onyx. An 
pers. parälak Stahl ist hier nicht zu denken. 
Exod. r. sct. 38 g. E. -jipibNns qav für den 
Stamm Josef (befand sich auf dem liohepriester- 
lichen Brustschild) der hellweisse Edelstein; für 
bh. ns-wr 

|1:-n£N72. jiJlian-lS masc. (gr. xa. rapa- 
(pspva) das, was die Braut ausser der Mit- 
gabe oder Morgengabe empfängt, Zu- 
gabe zur Mitgift (— rabbin. naira rsoT). 
Das W. steht gew. getheilt: ■jims ins, ms. 



iiii-inns 



97 — 



J11£ 



Genes, r. sct. 80, 78^ i:-nD nid in52 iis-ns imn 
Ar. (1. ein W., Agg. i-nsNnD) das W. in?: 
(Gen. .34, 12) bedeutet: die Morgengabe («pspvi^), 
p73 bedeutet: Zugabe (7uapa9äpva). Das. 
sct. 65, 64° „Nimm mir von dort zwei Böck- 
lein" (Gen. 27, 0) dnt nüiM •'in nsi:« Ott 
'n iismDneJa ^b «an ixb findest du welche, so 
ist es gut, wo nicht, so bringe mir von meiner 
Zugabe; denn Isaak hatte der Ribka verschrie- 
ben, dass er ihr täglich zwei Bücklein geben 
werde, j. Keth. V, 30'' mit. •;n2-ns snsjj mnD''M 
riTT ihr (der widerspenstigen Frau) von der 
Zugabe ihrer Mitgift abzuziehen. Das. VII, Sl*^ 
ob. j. Git. V, 47'' mit. ri-,3 ib rtoissno d^od3 
■jt:-): (=;iV': ■'od: s. d.) die Güter, welche die 
Frau ihrem Manne als Zugabe zur Mitgift ein- 
gebracht hat. j. Nas. V, Tid*" ob. -[1:12 mz. j. 
I!. bath. V g. E., 17*. 

]i"ipil£: od. ]ir;i"lS>K. königliche Steuer, 
Kopfsteuer. Genes, r. sct. 64 g. E., 63"= wird 
"ibn (Esr. 4, 13) erklärt durch iT^sans. Esth. 
r. Anf., 99"= durch iir;inD. Jalk. I, 33* liest 
•ji-nriB. Nach B. bath. 8": NnbsbiJ ^bd Kopf- 
steuer; viell. Tcapayyapei'a, parangaria; vgl. N. 
Brüll, Jahrb. I, 175. 

SL?''2i"13, X,'a2i"l2 m. pl. (gr. to itpoßaTa) 
Schafe, Kleinvieh. Pesik. Schek., 13* wird 
D"'bN (2 Kn. 3, 4) erklärt durch «y-'mnD Ar. (Ag. 
«■'üaTis) Kleinvieh. Pesik. Eth korbani, 60* 
dass. Pesik. r. sct. 17, 34" "'IUHTib crmp. aus 
■iiümnE od. •^mii-,3. 

-•u;2n2, n\;t:2n?;/. pl. ilat. pnvata) Pri- 
vatgebäude, bes. Privatbäder, vgl. Du 
Gange TcpißaTov, balneum publicum, Ggs. von 
N"'3i;:"'T (8Tj[jLC5ia) : öffentliche Bäder, j. Schebi. 
VIII Ende, 38'' nü^i^s ';-'biN3 Dnn N-'0W'Ti''b"'N3 
mON blos in öffentlichen Badehäusern (welche 
mit Stroh des Brachjahres geheizt wurden, darf 
man baden), aber in Privatbädern (welche die 
Vornehmen zu eignem Gebrauch angelegt haben) 
darf man nicht baden. Cant. r. sv. ■\r\z:i2 nsn, 
19* „die Vergnügungen der Menschen" (Khl. 
2, 8), r;''"'w3nD das sind die Bäder. Num. r. 
sct. 11, 211*' -li^^ms dass. — Oft in hbr. Form. 
Genes, r. sct. 1, 4'' dem menschlichen König hul- 
digen die Stadtbewohner, nb -:3 Nb \-'^-iv\ 
nbnra riN^a^-^-: nb n:^ Nb i-iinyi mNOi::^T 
'31 ib'ij --iT^ap -ja inNi V2-s T^sT^i obgleich 
er in der Stadt weder öffentliche Bäder noch 
Privatbäder angelegt hat: zuvor macht er sei- 
nen Namen (behufs allgemeiner Verehrung) be- 
kannt und dann erst folgt sein Schaffen (xTiff- 
(Jia); Gott hing. Hess sich erst dann huldigen, 
nachdem er Alles erschaffen hatte; mit Ansp. 
auf DTtbs hinter xnn rr^öNna (Gen. 1, 1). Das. 
sct. 8, 9* s. N-'OiWi. 

T : * 

Nl3''2"1£ w. Adj. Bader, Badediener, der 

Lbvy, Neuhebr. u. Chald. Würtcrbucb. IV. 



in den Privatbädern bedient. Genes, r. sct. 
63, 61'^ n^3 ns qaa;53 sina Ku-'mr: •i•'^n^ 
'dt -[b;3 bo 133 ynn-: "jd -inNi yn-.7:n (Ar. 
liest Nyans?) wie jener Badediener, der zuvor 
das Badehaus abspült, reinigt und dann erst den 
Königssohn badet. Ebenso verliess Esau zuerst 
den Mutterleib, damit er allen Unflath mit sich 
nähme und dann erst wurde Jakob geboren. 

''2"li2/. (gr. (popß-ij) Halfter; gew. dafür 
N-'niDnD, s. d. Genes, r. sct. 45, 45* wenn Einer 
dir sagt, du habest Eselsohren, so kümmere 
dich nicht darum; lams "^b Triy •[■'■'nn (in eini- 
gen Agg. iDina) sagen es aber zwei Menschen, 
so bestelle dir die Halfter. 

121? m. (bh.) Nebenhalle, Anbau an 
der Westseite des Salomonischen Tem- 
pels. Seb. 55'' -.12X1 '!N7:d . . . -ansb ^nii 
-a ■'DbD was bedeutet nans (1 Chr. 26, 18)? 
So, \vie wenn Jem. sagen würde: Nach aussen 
zu. Das W. wurde näml. als Compositum ge- 
deutet: nn-snD (7tapä"i2). 

j"]2 (syn. mit ms, ^id, j-id u. a. Grndw. 
13) scheiden, schwinden (ähnlich arabisch 

li); übrtr. auswachsen von Feldfrüchten, 

vgl. N;'j'ii:. 

Hif. s^^nsn die Früchte auswachsen, ver- 
derben, schwinden lassen. Num. r. sct. 7, 
195'' ein Gleichniss von einem Könige, der 
Abends in seinen Garten ging und sich über 
dessen schöne Früchte sehr freute. 0:3; ~p33 
nD\i nb -I72N nrnsi-iu) nmN i*i:?:i nnsnb 
rons- "^-in npam nnnraiji ns: ni-ri m^'n "^m-i 
'dt "^D als er aber Tags darauf des Morgens 
früh den Garten wieder besuchte, so fand er, 
dass er die Früchte auswachsen, verderben 
Hess. Er sagte zu letzterem: Möge Verderben 
dich treffen (eig. dein Geist schwinde); am Abend 
warst du schön und hochgepriesen, aber des 
Morgens, siehe, da hast du die Früchte aus- 
wachsen lassen! Ebenso sagte Gott zu Israel: 
,,Am Morgen hast du deine Saaten schwinden 
lassen" (inincn, Jes. 17, 11). 

jI.S cÄ. (=3n3; syr. Af. -^^sj) ausein- 
ander halten; übrtr. verwechseln, tau- 
schen, umtauschen. — Pa. :inc 1) umtau- 
schen. Levit. r. sct. 25, IßS"^ NDb': Nim ^Mn 
yn:''n3 wisai yrn n'^rn siehe da, dieser 
König (der Kaiser Hadrian) liebt die Feigen 
und tauscht sie für Denare ein. Das. ö. — 2) 
(syr. ^.^s) delectare. Ithpa. sich ergötzen, 

s. TW. „Hier geht, wie ''3 und '"i deutlich 

zeigen, das ursprüngliche diducere auf Befreiung 
der Brust, des Herzens, des Geistes von zu- 
sammenpressendem, beklemmendem Druck, dann 

13 



— 98 — 



nij^is 



überhaupt auf Erheiterung und Ergötzmig über", 
Fleischer im TW. II, bl3^. 

:1TS, N;1T£; masc. Tausch, Eintausch; 
insbes. das Eintauschen, Verwechseln. — 
Ferner si-r'S (Tausch) Perug, N. pr. eines 
Sohnes des Kelub, für hbr. T'nTa , s. TW. 

'")£ m. (sjT. \.!fl) viell. Hirse. PI. Schebi. 
2, 7 ■j^Tianam T'?"r~ Hirse und Sesam. Maim. 
z. St. erklärt das W. durch arab. w-sna (?). 
Ar. ed. pr. durch die Sprache Kanaans (p'^D?) 
•p73 ([AT|XUv; spät. Ar. Agg. DipS) Mohn. 
Chall 1, 4 dass. Sifre Schelach § 110 CJ-sr: 
Hirse (Mohn) zu denjenigen Erdfrüchten gezählt, 
die, weil ihr Teig keine Säure hat (vgl. ';in-''C), 
am Pesach gegessen werden dürfen. Das. Pin- 
chas § 146 u. ö. dass. 

NnS, Sn;n£ f. (svr. -."^^l arab. " ^j, 

Stw. jTZ syn. mit mc s. d.) Küchlein, junges 
Huhn, eig. was flügge geworden, vgl. nn:. PI. 
Thr. r. sv. tid" , ein Jerusalemer kam nach einer 
Provinzialstadt und kehrte bei einem. Manne ein, 
der verbeirathet war und zwei Söhne und zwei 
Töchter hatte. %-i^^n ';iüO"'iN-i Nn:y Na73 ^d 
NKs Nb-ianna V^l? N'^ssn Nmyca nvrnp 
n; n^3 ':7:n yhz nc rrb n::« bD^7jb i^tüt 
rc: i-bcn 3C^-^^ ■'31: n:n rrh n:at< ■'t<t nih 

nc: "•::; T"''" 1~" ^"^^ ''"'^ T^ -~^^ n.~-'"':p 

'3: r!^^^^ r;ip nn^T als es zur Mahlzeit (aptCTOv) 
kam, setzte man ihm (dem Gaste) ein Gericht 
von fünf jungen Hühnern vor. Tor dem Essen 
derselben sagte der Wirth zu ihm: Nimm und 
theile du.' Auf seine Entgegnung: Es ist ja 
nicht das Meinige, versetzte jener: Aber dessen 
ungeachtet wünsche ich, dass du theilest. Der 
Gast theilte nun wie folgt: Ein Huhn stellte er 
zwischen den Mann und seine Frau, das zweite 
Huhn zwischen die beiden Männer, die Söhne 
des Hauses, das dritte Huhn zwischen die bei- 
den Töchter des Hauses und die übrigen zwei 
Hühner setzte er sich selbst vor. Aehnlich ver- 
fuhr er mit dem Gerichte einer gemästeten 
Henne, vgl. Nsb^N und NPbi;:-iF. Der Wirth 
äusserte über solches Theilen sein Befremden, 
worauf der Jerusalemer : Ich habe wohl mit Be- 
dacht getheilt. rT'n'\^ i'^'-.e Nw":n N"p n:":^t 
^j3 T^r NrVn Kn n:i''-,dt ippn-, pn npt^c^ 
NP"-p Kn N:;''ncT "^pid ivip npVp Nn n;'>-et 
Npbp Nn yu-'-.t -jv- ,n n:ni als das erste Ge- 
richt brachtest du fünf junge Hühner zur Mahl- 
zeit; du, deine Frau und ein Huhn, das sind 
drei, ferner deine zwei Söhne und ein Huhn sind 
ebenfalls drei, ebenso sind deine zwei Töchter 
und ein Huhn drei und endlich ich und zwei 
Hühner sind ebenfalls drei. Die Dreizahl galt 
näml. als segenbringend, während die Zweizahl, 



wie überhaupt alle Paare als ein böses Omen 
angesehen wurden, vgl. ;it. j. Ber. VI, lO*" un. 
"= ob. NP-s^E und anst. ij-c 1. ir-E, s. NP-inns. 
Genes, r. sct. 17, 17'' R. Jose fragte seine'böse, 
zänkische Frau: mrs dV;d minp N"'nr;3 nw 
yii ■j^';a-E nsiasi nribj bts* T'-'nciE p\>< --h 
r-,5:N iS3 ■'3-1 rr'V -::n . . . n^-.ry p -ly-:» '-; 
rn -i-:n i^^^ns m;3 irns-CN sm •j'^-^^d-e Nbs 
1" n^'c; "var?: ist etwas in diesem Topfe'? Sie 
antwortete ihm: Ja, es sind darin Gemüsearten 
(als Vorkost, vgl. N;'-E'in). Als er jedoch den Topf 
aufdeckte, fand er Küchlein darin. R. Elasar ben 
Asarja, der diese Unterredung mit angehört 
hatte, sagte bei Tisch: Rabbi, du ludest uns ja 
ein, Gemüse zu essen, nun aber fanden wir 
Küchlein! Jeuer entgegnete: Das geschah durch 
ein Wunder. Levit. r. sct. :j4, 179* dass. — 
Ferner in hbr. Form: B. mez. 24'' un. R. Ammi 
rri::ina nra-E nscN fand geschlachtete, junge 
Hühner. Tbsef. B. mez. VI Anf. . . . bttiien" 
ni;-E- Küchlein, junge Hühner. Ber. .39* 
n. ö. 

S^.j"^2/. (von A-E s. d.) das Auswachsen, 
Missratheu der Felderzeugnisse, j. Taan. 



III, 66"* mit. iP'wE bw 



;y T'y>npJ2 man 



bläst Lärm (behufs Versammlung zu Fasten und 
Gebeten, vgl. ;nr) wegen Missrathens des Leins; 
d. h. nicht blos wegen Missrathens der Früchte. 

"Ijl']? m. (lat. paragauda, vgl. Du Gange, 
Glossar. I, 1103 „TrapayaüSir, vestis ornamen- 
tnm, phrygium") 1) verbrämtes Oberkleid, 
das ursprünglich nach Phrygien so be- 
nannt sein dürfte. Vgl. jedoch Lagarde, 
Ges. AbhandL 209 fg. Einige leiteten das W. 
vom gr. Trapayö'.v ab. . , . „Die Armenier sagen 
paragüt für -fj-iCyi:' — Geues. r. sct. 84, 82" 
wird C^CE- r'.B-j (Gen. 37, 23) erklärt: nT 
mj-Er: das ist das verbrämte Oberkleid. Schek. 
3, 2 s. PEn. Jeb. 102". 51* n. ö. — PI. Schabb. 
120* '5'~i3~E '3 Ar. (Agg. -,t^~:z) zwei verbrämte 
Oberkleider. Raschi übersetzt das W. deutsch: 
inn ':'j5, Kniehosen. — 2) Vorhang vor 
der Thür. Kel. 29, 1 -.'r^-.z-, nach Maim.: 
Ein Vorhang mit zwei Zipfeln, die an die bei- 
den Thürflügel befestigt wurden; wenn die er- 
steren zusammengezogen wurden, so war der 
Eingang verhängt. Hai erklärt das W. durch 
arab. y.^n. — 3) übrtr. der Pargod, d. h. 
der äussere Vorhang des Himmels (=';'ib"'7, 
velura). Ghag. 15* T;;-;Er: ^"inx:: \-iy;;ffl -,3D 
ich hörte bereits hinter dem Pargod. Jörn. 77*, 
vgl. Ncbi-:. B. mez. 59* br" Ti5-,sr: i''n ncba 
n-T n'";i3r" bt;*; rtiSiis cr-iES vor drei Sünden 
wird der Pargod nicht zugezogen (d. h. sie 
werden nicht verhüllt, sondern liegen stets offen 
vor dem Gesichte Gottes, um sie zu bestrafen) 
und zwar Betrug, Raub und Götzendienst. — 
4) übrtr. Pargod, der am Vorhange, Ein- 



xr.TJi-iE 



- 99 



D^amc:^3 



gange zum Himmel stehende Pförtner. | 
Mechil. Jithro, Bacliod. Par. 2 Israel sagte zu 
Mose: yj2i;a n?:n xb 1:3b;: -do yi73\3b i:;ii:T 
■jb73 ^D53 SJjnab nu-ic 'b?: wir wollen die Ge- 
setzlehre aus dem Munde unseres Königs selbst 
hören; denn nicht gleicht derjenige, der aus dem 
Munde des Pargod (hier für Mose) hört, dem- 
jenigen, der aus dem Munde des Königs hört. 
— Nni-is s. nnnis. 

SnTi!"12 /«H. (aus vrg. imid gebildet) ver- 
brämtes Oberkleid, tunica praetexta. j. 
Schabb. VI Anf., 7^ br N.-T'b5n72t n-'-'by N:n"'« 
Nnms ein mit Edelsteinen besetztes Stück 
Zeug auf ein verbrämtes Oberkleid setzen. — ■ 
PI. (in hbr. Form von ntsHD) Genes, r. sct. 56, 
5b^ Samael, der böse Engel, der die Opferung 
Isaak's zu verhindern suchte, sagte zu letzterem: 
'ai bxyrj-'b -ji:» niaya ni-'U-En •jms bs so- 
dann (wenn du dich opfern liessest), würden 
alle jene Prachtgewänder, welche deine Mutter 
anfertigte, Ismacl, dem Feinde des Hauses, als 
Erbe zufallen; bedenkst du auch das nicht? 
vgl. Nn-T". Jalk. I, 2S"^ liest rrjjn-D wahrsch. 
crmp. 

SjTJn? Perugitha, wahrsch. Phrygien, 
Name eines Landstriches. .Schabb. 147'' Nni:n 
NH-'jnsT Wein aus Perugitha (Phrygien), der 
sehr stark sein soll. 

'T'jllS m. (arab. jL^^i, gr.zepiypa) Cirkel, 

d. h. Instrument zum Cirkeln. Kel. 2'J, 1 
bsiD- -f Hai und Ar. (Agg. bi:nDr!) der Stiel 
des Cirkels. Hai erklärt das W. durch arab. 
nxsnsbN, u. zw. ein Instrument, das aus zwei 
Stäben zusammengesetzt ist, die an einer Seite 
mit einander befestigt und an deren .anderer 
Seite ein spitzes Eisen angebracht ist, womit 
man Kreise zieht. 

"^UilSi "^JIS M. (gr. ippays'XXi.ov , Hagellum, 
syrisch IL,, ^s) Geissei, Peitsche, Prügel. 
Levit. r. sct'. ;52 Anf. ^n'-jya by buiDa npib "jb r;-: 
nsio (Ar. liest. b;-i23) woher kommt es, dass 
du mit dem Prügel gcgeissclt wirst? Weil ich 
(der Anordnung der römischen Regierung zu- 
wider) das Gebot der Festhütte befolgte, vgl. 
auch b3"!EN. .Jallc. II, 86'' „Woher diese Schläge 
zwischen deinen Händen" (Sach. 13, 6)? "^b ni: 
n''73T23a ■'SN "iiü"! -n'-aso by banoa -pib woher 
kommt CS, dass du mit dem Prügel gogeisselt 
wirst? Weil ich den Willen meines Vaters im 
Himmel befolgte. Tosef. Kid. B. mez. IV Anf. 
13 riDia nvnb n72073 iiasna riiayia b^no ein Prügel, 
an dessen Spitze man einen Nagel anbrachte, 
um damit zu schlagen. — •j^ribsiD, rieht. 'j^:''b~~2, 
s. d. 

«"ür::!::, S;*L;:5[p">? /. (gr. TzgoL-^iia-doi, syr. 



].I^r.^. ^.s) Geschäftsbetrieb, Handel, 
Waare. B. mez. 42* Tmy;: oix obiD"' abi^b 
IT' pnn iD-ibiUT «■'^7:3133 a''b"a vp-yj>-2 a-'b-u 
der Menscli theile stets sein Geld in drei Theile, 
für ein Drittel kaufe er ein Grundstück, für ein 
Drittel betreibe er ein Geschäft und ein Drittel 
behalte er baar. Genes, r. sct. 77, 76* R. Chija 
und R. Simon •j-'nnn N"'U7:3nD3 ■j-nnii yzo^ 
N03Ü7: betrieben ein Geschäft mit grober Seide. 
Das. sct. 100 g. E. N-'aujis niai" ■'xzt -ja •;;nT''-i 
nria a^i*3"iN R. Jochanan ben Sakkai betrieb 40 
Jahre hindurch Geschäfte, vgl. linii. Ber. 34'' 
D3n viDbrib N"'a735iD nDi^n Ar. (Agg. '7:p"D) 
wenn Jem. ein Geschäft für den Gelehrten be- 
treibt u. s. w. j. Keth. X g. E., 33'' n^üM3-i2 
S3n N-':37:5nD . . . j^tjt ein kleines Geschäft, 
ein grosses Geschäft, j. Snh. X Ende, 29'' „Ihr 
sollt nicht mehr nach Egypten zurückkehren" 
(Dt. 17, 16). PN -.Tin nnn pn ^^n na^-j-b 
ynsn ns ciaDbi «•'U'Jp-sbT rmnab nur um 
dich da zu besetzen, darfst du nicht zurück- 
kehren (mob=r3il5b gedeutet), aber du darfst 
daiiin zurückkehren behufs Handels- und Ge- 
schäftsbetriebs, sowie um das Land zu erobern. 
Tanch. Mischpat., 91'' fg. Akilas (Aquila) bat 
seinen Oheim, den Kaiser Hadrian, um Erlaub- 
niss, nach der Ferne zu reisen, um ein Geschäft 
zu betreiben, nsn rinsis i<''ü53p-is ba ib T2x 
mbrnnb nsioa na piosn ^b ynsn nsipai -bso 
'dt -13^27: r;nNi Hadrian sagte: Mit jeder 
Waare, die du niedrig im Preise und bis zur 
F'.rde gesunken siehst, beschäftige dich, denn sie 
wird später im Preise steigen und du wirst 
daran viel verdienen. Akilas ging hierauf nacli 
Palästina und erlernte die Gesetzlehre aus dem 
Munde des R. Elieser und R. Josua. Zu seinem 
Oheim zurückgekehrt, sagte er: Eine so er- 
niedrigte Nation wie Israel, habe ich nicht ge- 
funden, die aber einst hochsteigen wird; mit 
Ansp. auf Jes. 49, 7. j. B. kam. IV Anf., 4* u. ö-. 

D''ai::c:"!2, N::rpc:i£, s::ri;cp"i?i «msc. 

Adj. (gr. TCpay[j.aTeuxY]C ) Geschäftsmann, 
Handelsmann. Exod. r. sct. 19, 118'' „Nicht 
in Eilfertigkeit werdet ihr gehen" (Jes. 52, 12). 
Ein Gleichniss von einem Hausirer (nmo), der 
in der Herberge des Nachts aufstand und fort- 
ging, indem er alles Seinige mit sich nahm. 
INI nnns nb-'nnm npaa nipn;iDn r,v:y 
NS^i ib -«;i< bD bu3i riVba -n^y o^-^r^-oi-itin 
•'b msi ■'73 -72N1 0"';3iü7:5-iDr! ims y'72-o ib 
'^D^ na yi73;cb als die Gastwirthin des Morgens 
aufstand, fing sie an, zu schreien: Sehet nur, wie 
jener Handelsmann in der Nacht aufstand und, 
alles Seinige mitnehmend, fortging. Der Han- 
delsmann, hiervon Kunde erhaltend, sagte: Was 
war die Veranlassung, dass ich desgleichen hören 
musste, doch blos, weil ich des Nachts fortging; 
ich schwöre, dass ich fortan nur am Tage aus 
der Herberge ziehen werde. Auf den Auszug 

13* 



llrjiis 



100 — 



TB 



Israels aus Egypten des Nachts angewandt, wes- 
halb die Egyptei- sie verfolgten; die künftige 
Erlösung hing, wird am Tage stattfinden, von 
Gottes Licht erleuchtet. Das. sct. 52 g. E. 

'dt iba HN maab einst ereignete es sich bei 
einem Geschäftsmann, der nach Jerusalem ging, 
um alles Seinige zu verkaufen u. s. w. Khl. r. 
SV. nbo, 96* nirr,:; c^:::rj7::;-iE3 mn nidi? 
1'"?:t' Tdb . . . nn üiit.on ^sr-,^ -^ma ']br^M 
l'J^^yja ii^N» •j-'nTn mm o-':3iü725nD Ninn T'::nN 
'dt Nma einst kam es vor, dass ein Geschäfts- 
mann gemeinschaftlich mit einem Feldherrn eine 
Reise machte; ersterer hatte letzteren gut he- 
wirthet und beide hatten einen Freundschafts- 
bund geschlossen. Mehrere Tage darauf wurde 
jener Geschäftsmann gefänglich eingezogen, weil 
er Kleider verkaufte, die von Blut trieften. Der 
Feldherr vertheidigte den Gefangenen, indem er 
sagte: Der Bruder des Erschlagenen war mir 
Geld schuldig: da er mich aber nicht bezahlen 
konnte, so pfändete ich ihm die von seinem ver- 
storbenen Bruder geerbten Kleider ab und gab 
sie dem Handelsmann zum Verkauf. Man wandte 
auf ihn den Bibelvers an: „Wirf dein Brot aufs 
Wasser, denn nach vielen Tagen wirst du es 
wiederfinden" (Khl. 11, 1). Levit. r. sct. 3 Auf. 
NaT'UMj-is ■'-ipnm riTnyn sein Wunsch ist es, 
dass er: Geschäftsmann genannt werde. — PI. 
Pesik. Schemini, 195* u. ö. •[•'::i-<:::53TE s. n'":.~-:n. 
Genes, r. sct. 76, 75*^ Tfa i^fsrnr:-' •jins' rtiz 
V^iua.^^E iiDn:73iN was seid ihr? Juden. Was 
ist eure Beschäftigung '? Wir sind Handelsleute. 
Pesik. r. sct. 15, 29* et; ^O^ü:;! s;:-^-J/3jns Ge- 
schäftsleute und Seefahrende. Pesik. Hacho- 
desch., 43'' i''ür7::nD. Mechil. Jithro, Bacho- 
desch Par. 2 „Du wirst sie einsetzen zu Für- 
sten" (Ps. 45, 17). "(•'uiünsic biD-i ü^-rdb \x 
Di;r!3 n-a'h iV2br\ unter Fürsten könnte man: 
Geschäftsleute (Beherrscher des Geschäftes) ver- 
stehen; daher heisst es „Priester"; vgl. auch 
N"2p^b. Genes, r. sct. 13 g. E. 

pr:i-12 s. ■;ina3-;i=. 

nir^.Si, n-J^7?/. (pers. »JlJp elg.Sand- 
umgebung, Anhängsel u. dgl.; übrtr. die 
sich um die Samenzwiebeln bildenden 
kleinen Zwiebeln; sonaciiFleischer'sgef.briefl. 
Mittheilung, j. Pea III, 11" mit. ms-ns nns m 
nrn7:is: t^n bNi73iBi Rab erkl. mn73Nr; („die 
Stammzwiebeln") durch Anhängsel der Zwie- 
beln , die kleinen Zwiebeln. Samuel erklärt es 
durch Knollen, die wieder von neuem auf- 
schiessen. Pne Mosche leitet das W. von :nr 
wechseln ab: neue Zwiebeln, die an die Stelle 
der alten treten. R. Simson zu Pea 3, 4 liest 
ni:>-\ü (viell. von mjis) dicke Schalen der 
Zwiebeln, j. Maasr. I, 49* mit. wird ib''pD''iO?3 



(s. bü^) erklärt: mjT'D D''-p M 1« wenn die 
Anhängsel der Zwiebeln sich absondern. 

''■11J"''1S Periguri, Name eines Amoräers. 
j. Ter. XI, 47'' mit. 'y^-c-'-pi i-,15-'-^e 'n R. Peri- 
guri aus Cäsarea. 

SIi"'"lil"IS m. X. gent. Pargerita (viell.: aus 
Nn-'jTis Phrygien). Deut. r. sct. 2, 252'' 'n 
Nu!^-i;nE bNi:r:5 R. Samuel Pargerita, Schüler 
des R. Meir. 

~nS (=bh. Grndw. -,c) trennen, ausein- 
anderbrechen. Ukz. 2, 6 man msa 'ji7i-<in 
der Granatapfel, den man anseinandergetrennt, 
zerstückelt hat, ist (wenn die Kerne noch an 
der Schale hängen) als zusammenhängend anzu- 
sehen. Part. pass. Tohar. 9, 9 ■'23 by nist:; 
•ji-np wenn das Reptil auf den getrennten, zer- 
stückelten Oliven gefunden wurde. Das. O'iTns 
D"'nnE ■'33 by Olivenstücke, die über den andern 
Olivenstücken liegen. Suc. 31*. 32* riTi 3N 
iinss-' ino wenn der Palmzweig, d. h. seine 
Blätter, vom Stamme getrennt sind, so binde 
man ihn zusammen. Levit. r. sct. 30, 174'' dass. 

Xif. getrennt sein, werden. Suc. 29''. 
32* fg. vbv "iTSj wenn die Blätter des Palni- 
zweiges auseinandergetrennt sind; s. Ithpe., un- 
terschieden von "iji-.d: s. y~^^ — Pi. = Kai. 
Tosef. Schebi. VI g. E., s. -,~!B nr. 1. j. B. mez. 
II Anf., 11" un. 

Tis eh. (="!"=) 1) trennen, theilen. — 
2) (syr. ?^) fortlaufen, fliehen. Part./«». 
Nnni-iE Heruniläuferin, s. TW. — Ithpe. ge- 
trennt werden, auseinandergehen. Suc. 
32* wird 11-153 erkl. itiid^'n TinD^^NT die Blät- 
ter des Palmzweiges sind an ihren Spitzen vom 
Stamme losgetrennt, ihre unteren Theile aber 
noch daran befestigt. Uebrtr. Men. 43* t-:'N 
n^niTn wenn seine Farbe verdorben wurde. 
Das. ö. 

"TS m. (arah. ^^) 1) Stück von Früch- 
ten, bes. von Granatäpfeln. Man pflegte 
näml. letztere, bevor sie zum Trocknen gelegt 
wurden, in Stücke zu zerhacken. Maasr. 1, 6 
■jipi/:!:-! i-iDrt das Stück des Granatapfels und 
die Rosinen, j. Ter. I g. E., 41* dass. Tosef. 
Schebi. VI g. E. Tis m^yb ';^'j173^'-; ■j-incü ed. 
Wilna, Ar. u. a. (ed. Zkrm. n-,D . . . •(■'"snü?:) 
man darf (im Sabbatjahre) die Granatäpfel zer- 
hacken, um daraus Stücke zu machen. — 2) (=bh.) 
Maulthier, Maulesel, mulus, eig. das isolirte, 
sich nicht fortpflanzende Thier, s. w. u. Pes. 
54* 'di Ticn das erste Maulthier war ein Ge- 
schöpf aus der Erde, nicht durch Begattung 
verschiedenartiger Thiere geboren, da auch sonst 
nach der Weltschöpfung nichts Neues entstand, 
vgl. NFi3^. Das. IT ^■'2-im niTariD ^-lla n'3- 
-imN b's^'b^i p ■;"ir"7j'a p-i tid injj ni:->i itd 



n-^s 



— 101 



NT"lE 



'dt n^n r.iy ^"'3 i~d Adam brachte zwei 
Thierarten (Pferd und Esel) und liess sie sich 
begatten, von welchen das Maulthier abstammte. 
Rabban Simon ben Gamliel sagte: Das Maul- 
thier wurde zuerst zur Zeit des Ana geboren. 
R. Simon erklärt näml. das hbr. qizt, (Gen. 36, 
24, vgl. o:'i-';;r;) durch I\Iaulthier. Tosef. Kil. V 
Anf. "TiTanb -rzi ~r.zb cic nrcpi Nb mau darf 
nicht ein Pferd mit einem Mault hier oder ein 
Maulthier mit einem Esel zusammenspannen, 
weil sie heterogener Art sind. 

n"";£, n~T£/. (=bh. rrr.^) weibliches 
Maulthier, mula. j. Ber. VIII, 12'' mit. und 
Genes, r. sct. 82 g. E. was that „Ana"? •jS-'t 
ni',ü ür.iz nj:"'! ist cic «ism n-,i7:n er 
stellte eine Eselin bereit und liess sie von einem 
Hengst bespriugen und von ihnen entstammte 
das Maulthier; s. auch vrg. Art. Das. niemals 
wird Jem. sagen: nabm n^m nrnb ~~~s ".n::53T2 
nsnb mnD dass ein weisses Maulthier ihn ge- 
stossen hätte und er am Leben geblieben wäre; 
das gilt aber blos von einem weissen Maulthier. 
j. Jom. VIII, 45*' ob. dass. j. Schek. III, 47= 
mit, •'m niTB das Maulthier Rabbis. Genes. 
r. sct. 41, 40* es heisst nicht bnD~, sondern 
TS- (Gen. 13, S) r-.T rabip r::\s m~:ri na 
bo i7"iT3 aiyrnb CNn imsb TwDS •^n "^d 
cr!"i3N so wie das Maulthier keinen Samen an- 
nimmt (d. h. nicht trächtig wird), ebenso wenig 
kann jener Mann (du, Lot) sich mit den Nach- 
kommen Abraham's vermischen. Meg. 13'' un. 
„dieses Volk -r.t'z'' (Esth. 3, 8) m^'zz 
rn-'D nri? ni'Sw it (1. mn-DD) ist wie das 
Maulthier, das sich nicht fortpHanzt. Genes, r. 
sct. 38, 36"^ ii-'NO -ip;- m-E3 m cm^x ^-a^5 
T'bi?^ sie sagten: Dieser Abraham ist dem un- 
fruchtbaren Maulthier ähnlich, dass er keine 
Kinder erzeugen kann. Deut. r. sct. 1 g. E. dass. 
— PI. Tosef. Kil. V Anf. nnx ';''■: ibia riTi-rn bs 
•jn alle Maulthiere (d. h. sow-ohl die von einem 
Esel und einer Stute, als auch die von einem 
Hengst und einer Eselin geborenen) bilden eine 
Gattung; vgl. auch ni'Ci";s. Chull. 79*. 

nT"lS/. (arab. Ju-J, syn. mit "iE nr. 1) 

eig. Vereinzeltes, Abgesondertes; insbes. 
]) ein Stück von dem Taubenpaar, das 
(nach Lev. 1, 14 fg.) geopfert werden soll, ein- 
zelne Taube, Kinnira 3, 6 iiy N''anb n3"'na 
rriN nT"iD sie muss noch eine Taube als Opfer 
darbringen. — PI. das. csn . . . r-'n^~E wbo 
'21 riTno ?3-N nT".3 (Ar. liest 'j"'1''~e) drei 
einzelne Tauben, fünf Tauben, vier Tauben. 
Sifra Wajikra cap. 7 Par. 7 „Er soll opfern von 
den Turteltauben oder von den jungen Tauben" 
(Lev. 1, 14); iiabr T'T'-d t-c:: mns T'n bis-' 
rns mincD ib-cs i3''ipm n73ib daraus konnte 
man schliessen, dass man weniger als zwei 
Tauben nicht opfern darf, daher heisst es 



i3"'"pm („er soll es opfern", das. V. 15 mit 
Suff, sing.), das bedeutet auch eine Taube. 
(Dahingegen hat Sifra für das Vogelpaar, 
Lev. 14, 4 fg. nicht nvD.) Sifre Schelach § 108 
li-'ira Nbo (sc. -jrt) biD^ irs phn mi-s «•'nnb 
'31 nbiD nninn bsa nni-.p rns ht'-d dass 
der Proselyt (bei seinem Uebertritt ins Juden- 
thum, Xuni. 15, 14) eine einzelne Taube opfern 
soll, ist unmöglich, da man in der ganzen Schrift 
nicht findet, dass eine einzelne Taube geopfert 
werden soll (d. h. eigentlich muss man ein 
Paar opfern, s. vrg. St.). Das bedeutet viel- 
mehr, dass der Proselyt beide Tauben als 
Brandopfer darbringen soll. -^ 2) trop. 
Taube, als Kosewort für einen hervor- 
ragenden Menschen, der gleichsam vereinzelt 
dasteht; ohne Unterschied des Geschlechtes. 
B. mez. 84** un. R. Simon ben Gamliel sagte: 
masb a"'i:i-; crsi D3"'3-'3 ■'b c rns rii-ins 
•'2KT; eine Taube (d. h. meinen Sohn Rabbi) 
habe ich unter euch; ihr aber wollet sie von mir 
fortbringen. Snh. 108" un. ■'b w'' rns "Tns 
0—12 N^j:inb eine Taube (d. h. den frommen 
Methuschelach) muss ich von ihnen fortnehmen; 
dass er näml. nicht in der Sündttuth mit seinen 
Zeitgenossen untergehe. — PI. B. kam. 38'' TC 
rT>3Nir:r; ni- ■jr;-: «■'Sinb ■'b "w"" ri3i-L: niT'-D 
n"':i^;'r; r!H?:i zwei treffliche Tauben habe ich 
von ihnen (Moab und Amnion) abstammen zu 
lassen, näml. die Moabiterin Ruth und die Am- 
moniterin Naama, vgl. 'irrr, s. auch riE^-2. — 
3) Stück, Theil von leblosen Dingen 
(vgl. bh. ^.^^-E). j. Ber. VI, 10* ob. m-'-^D brwS 
■jia-'T bü rn^'m-ins in n::? rj rnx wenn Jem. 
ein Stück (eine Beere) von einer Weintraube 
oder ein Stück von einem Granatapfel ass, vgl. 
T-E nr. 1. j. Xas. VI, 54"^ mit. iia^n ba -T'-id 
dass. j. Maasr. I, 48"* mit. rnx riTiE ein Stück 
vom Granatapfel. — Nid. 27* wenn auf fauliges 
Fleisch einer Leiche, Rakab, das so gross wie 
ein Löffel voll ist (dieses Mass ist näml. erfor- 
derlich, damit es durch Zelten verunreinigt, vgl. 
nbTiN, "^"1 und ~ii~p) etwas Sand oder Erde 
gefallen ist, so sagt R. Schimeon, dass es nicht 
verunreinigt; -e? niTiD Tu 13T' Nb\3 "wEN 'S 
Trb ~^Z~i Dpi bw rnN m—.E b" denn es ist 
unmöglich, dass nicht an einer Stelle zwei Theile 
Erde auf einen Theil Rakab komme, so fehlt 
ja jenes Mass (nach der Regel, dass ein Theil 
in zwei Theilen aufgeht, vgl. 2ir). Rabba ent- 
gegnete: 2pi riT'-;E TO IST' Nba n\DEN •<« 
N-i;"''0 rrb w^e:i -e? rns r;T''".E b? es ist im 
Gegentheil unmöglich, dass nicht an einer Stelle 
zwei Theile Rakab auf einen Theil Erde komme, 
sodass ein grosses Mass Rakab zusammenkommt. 
j. Jom. II, 39" ob. HT-isi rr.'^s bs 3'^ der 
grösste Theil eines jeden Mehlhäufchens. 

N~"'"]£ eh. (syr. jl;^, pl. jvfs=rTi"'-,E nr. 3) 
1) Sandstein, Kies, Erde, s. TW. — 2) 



n^:"ia 



— 102 



NT0"1S 



Bi'ustbccre. Git. 69* s^1^^ •':"id nc'an fünf 
Handvoll LJrustbeeren. 

iTi""!?/. Adj. Herumläuferin, die sich 
oft aus dem Hause entfernt. Tanch. Wajescheb. 
44'' m':y n->3nnD nhp sbo bj":n \72 nx-in sb 
'dt riin~D npim nxb Gott erschuf die Eva 
nicht aus Adam's Fuss, damit sie nicht eine 
Herumläuferin sein solle. Da kam Lea und 
ward eine Herumläuferin, „Lea ging aus" (Gen. 
30, 16); auch „Dina ging aus" (das. 34, 1). 
Tanch Wajischlach, 39'' nriTna b'^DUJa nzii 
n'JiS^'b nbpn num n-isn-iD Dina hat, Aveil sie 
eine Herumläuferin war, sich selbst das Verder- 
ben zugezogen. Deut. r. sct. 6, 258'' dass. — 
D-'3n-iD ni. pl. s. oi:"iiE. 

DiOZi""}? m. (gr. TüapäSo^o?) auffallend, 
sonderbar. Genes, r. sct. 60, 5S^ R. Jizchak 
erklärt pb durch oidditis, JiapaSo^oc, auf- 
fallend weiss, vgl. oioDii";sN. Ruth r. sv. '7jy;bi, 
39^^ dass. 

Sti^'D""!? oder Sr^'^S m. Adj. (wahrsch. 
pers., schwerlich das spätgr. Tza^OLxaqii, satelli- 
tes regii, Du Gange Glossar. H, 1531) Befehls- 
haber, königlicher Trabant. Meg. 12'' 
•'in-': NUJsn-D Nfr^^a nn-\-p th-'sn Ar. (Agg. 
ND'UTid) selbst der Weber in seinem Hause ist 
ein Befehlshaber. Schabb. 94" niüdTiS xinn 
rf<by NDb'3 nm Ar. (Agg. KD-onno, Ms. M. 
KDn«;nD) jener Befehlshaber, über den der König 
zürnte. ■ Ar. erklärt: fbjj bia T'pD; Raschi: 

npTl? m. (nach Fleischer's gef. briefi. Mit- 
theilung: eine Abkürzung von -jpan-i:, pers. 

J.£Ll3lj, neupers. x^itSlj • ■ • cig- völlig 

von der Welt abgezogen, abgelöst, ganz dem 
geistlichen Leben hingegeben) geschäftslos, 
Müssiggänger. B. bath. 55* v^^s'^ nm~D 
nn2 auch der Müssiggänger muss (obgleich er 
in der Stadt kein Geschäft betreibt) zu den 
Abgaben der Stadt beisteuern, vgl. ipp"i:N. 

D5~"?? "'• (gr- itäpSaXi?) Pardel, Panther. 
Snh. 2* u. ö. obllD Ar. Var. ; iiew. s-'bTia 
s.d. 

0C~"12 »«. (gr. iKTzöbgoiko^, mit Versetzung 
von 1 und i) Hippodromos, eig. Rennbahn 
für Rosse, woselbst auch ein Richtplatz war. 
Levit. r. sct. 19, 162* auf welche Weise richtete 
Nebukadnezar den JojakimV a7;"<TiD3 T"by ac 
isinb imo''3sm -nunn dn jnpi i^nm er sass 
über ihn zu Gericht im Hippodrom und tödtete 
ihn; sodann riss er eine Eselstigur auf (vgl. 
niMn) und Hess ihn hineinwerfen; mit Ansp. auf 
.Ter. "22, 19. .Talk. II, 39* steht dafür iba: 
DTi-'TiDa bsTi;^ ■'■^s bsn innnm er nahm ihn 
und führte ihn in allen Städten Israels im Hip- 



podrom herum. Mögl. Weise ist das W. das 
gr. 7r£pi8po|j.o? , Säulengang, Gallerie; vgl. 
m>Ti-ii: nr. 2). 

D^"1S m. (=bh.) Baumgarten, Park, za- 
päJs'.öo;. Stw. viell. ois mit eingeschalt, n, 
vgl. Btbo. Mögl. Weise urspr. pers. Tosef. 
Jom tob (Bez.) I mit. amD3 rsrp-jj rfnn ein 
Thier, das im Garten nistete. — PI. Arach. 14* 
niO'nis Baumgärten, s. ■'^330. Tosef. Arach. 
II Änf. u. ö. — Trop. Ch'ag.' 14'' un. nyais 
aiisb "io:33 Ar. (= Tosef. Chag. II Auf. und 
j. Chag. II, 77'' ob.; Agg. des bab. TImd. amsa) 
vier Männer gingen in den Garten; d. h. sie 
vertieften sich so sehr in metaphysische Be- 
trachtungen, dass sie sich in das Paradies des 
Himmels versetzt glaubten; vgl. x::^, a';;3 u. a., 
s. auch Ar. sv. ps Namens des Hai Gaon. 

SD''""!? eh. (syr. ll^ill—s-^-^) Garten, 

Baumgarten. B. mez. 73* N0''T1d Weingarten. 
Das. 103* wenn Einer zum Andern sagt: "[ba-'s 
Ninn rf3 p^s-i no^'T^d Ni-n -■'z pDT<;jb n-r: 

•'731 NOin-S bs n"'3 P''S1 N3''T-,D NB-'ns 

rfb iT'NT ■'O-'nns ba b-'iNT p-'OT "'O'^';'!! leihe 
mir eine Hacke, um damit diesen Garten zu 
graben, so darf er damit blos diesen Garten 
graben; sagt er schlechtweg: einen Garten, so 
darf er jeden beliebigen Garten graben; sagt er 
aber: tiärten, so darf er damit alle Gärten, die 
er hat, graben. nN'oms s. m's-Tn-!ü. 

SpP''""!? m. (wahrsch. pers.) Gesandter, 
Bote'.' PL Genes, r. sct. 94 g. E., 92= ma 
.T'-in3 ''p,P"''71? er schickte ihm Boten nach. 
Die Trgg. haben dafür sj^nniiE, s. TW.; vgl. 
auch Nppp''":. 

x^ipp-i?, i'po-n? od. i^p^ona, i^j^nnii 

fem. (gr. Tzgoa'ISrfA.ri) 1) Fach werk, Behält- 
nis s mit Fächern, in welche man Speisen 
u. dgl. hineinlegte. Tosef. Ahil. VII g. E. rrs-n 
«■'ponnD nsoj'TU ed. Solk. (ebenso R. Simson 
zu Ohol. 6, 7; ed. Zkrm. •j-'p^ons, •[■'pronD) ein 
Kasten, woraus man ein Behältniss mit Fächern 
machte. Das. «•'ponns ns'Oin nt<7ju nriTt 
(l^paono) wenn der Kasten levitisch unrein war 
und man daraus ein Behältniss mit Fächern 
machte. — 2) durchlöcherte Pfanne. PI. 
j. Bez. II, 61° un. 'dt i^:a:!"j vn D'^pp-'i-if 
durchlöcherte Pfannen durchräucherte man u. s. w. 
Bez. 22'' steht dafür nis^pn-iy s. d. Tosef. Jom 
tob (Bez.) II g. E. nijpoy^Ded. Zckrm. (a. Agg. 
nxpoTJ). — 3) Säule mit Xischen, in 
welchen sich Fenster befinden (ähnl. syr. 
Iää^'jä). PI. Ohol. 6, 7 ns3 nr rirPü"!? "'-"'S 
'st riT 35 bi- n- IX nr zwei Säulen mit Nischen, 
die nebeneinander oder übereinander stehen. 
Das. Dais Nin ib^N3 ■j-'ppnnijr; ns i'xn man 
behandelt solche Säulen als wären sie verstopft. 



KSti'-'lS 



— 103 — 



K^cn"is 



Hai z. St. erklärt Jas W. durch n7:i:;N n;"ibn 
ausgestopfte (blinde) Fenster. Maim. durch: 
Vertiefungen in der Wand, welche als Behält- 
nisse zum Aufbewahren von Gegenständen die- 
nen. Tosef. Ahil. Vir g. E. dass. ed. Solk. (ed. 
Zkrm. ')^p:;D-E, i^pps^s). 

N:2'4^'-1£ s. NÖri-iE. 

Swp"^? III. (aus dem pers. ddsan, Gabe, mit 
vorges. -,d; vgl. Lagarde, Ges. Abhandl. S. 35) 
Gegengeschenk, Vergeltung. Snh. 94'' •'Nn 
n:',st,e, s. n:'4"- Thr. r. Einleit. sv. man, 47'' 
""j-'NT nTTirD NiwTiE T;ü Xebusaradan schickte 
eine Schenkungsurkunde nach Hause und ging zum 
Judenthum über. (Git. 57'' steht dafür n:3\r 
Nr:;-iD s. d.) — PI. Ab. sar. 71* ■'"naa ■'nbid i;n 
'mnb ■'j'i'i"? die Perser schicken einander Ge- 
schenke, ohne dass sie die letzteren zurück- 
fordern. Nach Erkl. der Geonim: Sie schicken 
einander Proben beim Abschluss eines Ge- 
schäftes, wodurch letzteres giltig wird. Meg. 
13* n-'b Nib; Nbi ■'Iw-nc mis Ahaswer schickte 
der Esther Geschenke; aber dessenungeachtet 
theilte sie ihm ihre Herkunft nicht mit. 



IT 



— Tr^ s. NIE. — niiE s. d. in 



Nri"TB eh. (=rT-iE) Kuh. Pesik. Bachodesch, 
153* wie der Ochsenstecken srns Ninb n^po53 
die Kuh antreibt, s. -,]iz. Levit. r. sct. 29, 173'', 

S. NCNCr. 

T t : 

N2ri"12/. Adj. (viell. lat. proba) fein und 
weich. Nid. 17*, s. Nb^":. 

N';5^ril?' ii't^ü'}^' N^ii^n-^? '»■ Ml (vieii. 

für N^-nijTi-iC, s. w. u., mit Wechsel von 12 und 3) 
eig. Wegweiser, insbes. Steuereinnehmer, 
der Beamte, der die Steuern beitreibt und 
die Nichtzahlenden, sowie die Verbrecher 
festnimmt. Erub. 36'' ■'•17:3 Nn NiDsmDn «n 
Nr7:i nach der einen LA. ist unter D'^-d: der 
Steuereinnehmer zu verstehen; nach der andern 
LA. ist unter Dna: der Ortsvorsteher zu ver- 
stehen. Ersterem sucht man durch die Flucht 
zu entkommen, Letzterem nähert man sich, um 
bei ihm Steuererlass nachzusuchen. B. mez. 83'' 
R. Elasar bar Simon Np-; Nrain-: Ninnb nriiox 
'a:! D-'DO Ar. (Agg. Nri^niE) traf einen Steuer- 
beamten, der die Diebe festnahm. B. kam. 117* 
Nzb^OT Nj35n-iDb -rc-2 in^^r;; -n cp Ar. (Agg. 
«rsmcb) Einer von ihnen (die um den Besitz 
eines Netzes stritten) machte sich auf und über- 
gab es dem königlichen Steuerbcamten. Ar. 
Var. N;v33r!-iD (gr. -po-rjeixciv) Führer, Weg- 
weiser. 

N;"]~-B /. Mühle. (Nach Fleischer's gcf. 
briefl. Mittheilung stehtjm Pers. für Mühle, zu- 



nächst Wassermühle: i^LIm^T, abgekürzt \J^- 

davon UL^IIj oder LI^TsTJ^ Mühlen flu gel ; 

demnach dürfte in unserem W. -, aus ver- 
schrieben sein.) Ber. 56* ob. NnN-'-:)p "^3 lin:: 
NnnT; N"'nn-,Da Ar. (Agg. «■'•'nia) man wird 
mit dir Dattelkerne in einer goldnen Mühle 
mahlen. 

i""l~ri1?. ]")"!'/'? m- Pl- (gr. 7ra?£5poi = 
■j^nys-in s. i\-ii\\-is) Beisitzer bei einem 
Staatsamte, Richter, Gerichtsräthe. Jom. 
1, 1 i^-in-iE nDcb die Tempelhalle der Staats- 
beamten. Das. 8^ Anfangs hiess diese Halle: 
riDi-jrb 11)272 T^b? i^sn-isö iin:3i v^iiba nsiab 
■ibb- imn-iDD cmn d'-' bs ^mj« •j->Dibn73T 
1^-nmD rscb .inN •^^-\^■p •,•'- ■^^-'Db ... die 
Halle der Rathsherren (jiouAiutai, s.orjiab^a); als 
man aber später, in der Zeit des zweiten Tem- 
pels die Hohepriesterschaft von der Regierung 
für Geld erkaufte und jene (die Hohenpriester) 
alle 12 Monate, den Staatsbeamten gleich, 
wechselte, so nannte man sie: Halle der Staats- 
beamten. Das. 9* ■'Dmc •j-'-nmE 1N72 was be- 
deutet -j^mms? Ep hören. Tosef. Jom. I Anf. 
j. Jom. I, 38<^ mit. 39= mit. u. 0. -j^-innba dass. 
mit Wechsel der liquidae. 

^Ö1? (pers. -wüewi, nach Fleischer's brieti. 

Mittheilung) behutsam sein, vorsichtig 
verfahren. Scheelt. des R. Achai Abschn. 
Schelach g. E. wenn man zu Jemdm. sagt: 
N. N. hintergeht dich; n^b Cn^'^b rfb ■'j'3"'72 
'dt N7:b^T IN rr^r;: rrcti ■>t-i--,dt darf er 
darauf achten und sich vor jenem in Acht 
nehmen, oder ist dies verboten, weil er ihn 
in Verdacht bringt? Das. ö. Ar. bemerkt: tn-is 
bedeutet im Arab. ein Rüstiger, Tücb- 

tiger; dafür jedoch 5 Li. 

;jn"1£ in. Adj. Zuchtmeister, Git. 44*, s. 

S^pr;7? ./""»• (gr. KOL^prfiioL, s}-r. iL^r^^I) 
Offenheit, Oeffentlichkeit, freie Rede, 
freies Handeln; Ggs. rt^rj: Heimlichkeit. Snh. 
74*'' mx ■':a mcy?^ mns LS■'^-^D "ps zur 
Oeffentlichkeit gehört die Anwesenheit von we- 
nigstens zehn Personen. Das. «•'cn-.E inss xm 
■'Nin Esther's Verfahren geschah ja öffentlich! Ein 
Einwand gegen die Ansicht, dass man der Befol- 
gung eines Regierungsbefehls, irgend ein jüdisches 
Gesetz öffentlich zu übertreten, den Tod vor- 
ziehen müsse; wie durfte Esther sich au den 
Heiden Ahaswer verheirathen? Das. 75* n. ö. 
N-'oniDn im Ggs. zu nysi:^ heimlich. Chag. 5* 
„Gott führt wegen jeder Handlung ins Gericht, 
ob sie gut oder böse sei" (Khl. 12, 13). m 



Nir£ 



104 — 



KmnE 



«•'sm^a ■':?"; "tz -"ü~ das zielt auf den- 
jenigen, der dem Armeu Almosen öffentlich 
giebt; d. i. eine gute Handlung, die dennoch 
böse ist. Suc. 49'' N-'2r;-23 i-iw^b \'D-.rc ü-'-tZi 
Dinge, die mau gewöhnlich öffentlich vollzieht. 
Sot. 10"' u. ö., vgl. auch -r:^. Uebrtr. Deut, 
r. sct. 2, 253'' N'3ni23 mit lauter Stimme. 

SITE/. Schulter. PI. iii-,! s. TW. 

S1"1E »«. Parwa, Name eines Vogels. ChuU. 
62'' NOiitTN NT,s "^i-iicn -.•'DS Niis der Parwa 
darf nicht gegessen werden; als Merkmal diene 
dir: Parwa, der Magier, Zauberer, s. d. nächstflg. 
Art.; d. h. so wie Zauberei verboten ist, ebenso 
ist auch der Genuss dieses Vogels verboten. 

ni"l§' iTn"]? Parwa, K pr. (viell. vom 

arab. g^i eig. der Kühne, s. Tr;"?). Jom. 30*. 

34'' mncri n'^a die Tempelhalle Parwa's. Das. 35* 
iai;:2N rmns ■'Nt: was bedeutet Parwa? Ma- 
gier, Zauberer, welcher diese Halle erbaute, die 
nach ihm diesen Namen führte (der Art. in 
r:Tisr; jedoch spricht dagegen). Ar. cit. die 
Erklärung einiger Gelehrten: Parwa, der den 
Tempeldienst des Hohenpriesters am Versöh- 
nungsfeste beobachten wollte, höhlte einen unter- 
irdischen Gang bis zum Allerheiligsten aus; man 
fand ihn in dieser Höhlung, weshalb diese 
Halle: m~3r! r."': genannt wurde. 

nüZlITB privata, Privatbäder, s. nzas-'nii. 

n1i2''1115 Parwitoth, Name eines egj-pti- 
schen Volkes. Genes, r. sct. 37, 36* wird a-isirs 
(Genes. 10, 14) übersetzt rT;::-'n-3. 

S/''11£ w. (gr. -jpißöXa'.ov, perivolium) ein 
um die Stadt sich herumziehender freier 
Piaum, der gew. als Weideplatz diente; dass. 
was hbr. 'i-r:. — PI. 'i"'Vl"l s. TW. 

Cp:? (bh.) Name einer goldreichen Gegend, 
viell. Farwa in Chanlän. Num. r. sct. 11, 212* 
'dt rmiD T,'Ci" Trr,'£ d^i~\s -i~'c was bedeutet 
D-'i-i2 (2 Chr. 3, 6)? Gold, das Früchte trug. 
Alles näml., was im Tempel war, auch die Gold- 
figuren an seinen Wänden, brachte Früchte her- 
vor, vgl. abnb. Ar. cit. diese Stelle aus Jelamd. 
zu Dt. 4, 4. " — a-ii-iD Num. r. sct. 12, 215* s. 

Xp4\T]£ 1»- („Das zu II. paruänah genau 
stimmende p;ins braucht Ephraim ... als Glosse 
zu -aßsXXäf '.oc", Lagarde, Ges. Abhandl. S. 77) 
Postreiter, Briefbote. Suc. 48'' ntsti -,r, 
Nps-n-is •]TT'iT£n "^rrpaa Ar. (Agg. Tipna 
"^naji) eines Tages werde ich dich entlassen 
und dich zum Briefboten machen. B. mez. SS*" 
Np:iTis 'iri^b in""« Nr-rsT sr^^p der Leser 
des Briefes möge selbst der überbringende Bote 



sein: ein allgemeines Sprichwort; d. h. du gabst 
ein Erkennungszeichen für die Diebe, so mögest 
du selbst der Häscher sein. Snh. 82* u. ö. dass. 
Das. 38'' un. nb rz- Nprmsa ib-issT Nm:BT; 
r,':b^-2~r Ar. (Agg. p-n N.-n:ain) auf Treue! 
selbst als einen Briefboten nahmen wir ihn (den 
Metatron) nicht an: mit Bez. auf Ex. 33, 15: 
„Wenn du selbst nicht mitgehst" n. s. w.; d. h. 
den Engel Metatron ("^sbtt) nehmen wir nicht 
an. — Trop. Ab. sar. 28* die Augenbeere 
Nmn"'?:'! Nprm-s ist der Vorbote des Todes, 
vgl. srn:''". Ar. bemerkt: Es giebt ein kleines 
Thier, Namens Np:n-3, das dem Löwen voran- 
geht: ebenso kündigt diese Krankheit die An- 
kunft des Todesengels an. 

"ni"lS ' "ISI"!© wiasc. Vorstadt, Vorwerk, 
Vorhof. Das W. dürfte, ebenso wie b'T:2, 
vom gr. Tcep'.ßöXa'.sv, perivolium, mit Wechsel 
der liquidae, entstanden sein. Einige hbr. Aus- 
leger identificiren unser Wort mit dem bh. 
-ii-,E (2 Kn. 23, 11). Ghali. 4, 11 nrp- 
ariiT'nc -,in23 riiips nitos (Ms. M. 
abffin^ ^■]"i;-i52 = Git. 8''. Tosef. Ter. II g. E. 
"S'iTsa; Agg. nn-i;3, i-ii~d3) wenn Jem. ein 
Feld in Syrien kauft, so ist es ebenso, als ob 
er im Vorwerk Jerusalems gekauft hätte. Tosef. 
Ab. sar. VII (VHI) ■j-'5:i2 ■'•dt bs'w'C ~Nn~3 
'31 ';■'■< isnrb ed. Zukrm. (a. Agg. srns) ein 
Vorwerk, wohin ein Jude und ein NichtJude 
Wein bringen. Genes, r. sct. 68, 68'' ein Gleich- 
niss von einem König, der zu Gericht sitzt, 
mT2= C'SÄT p -.ns B^sii«T ■'pb'sab a'bir 
■jC^ ir-s a-'NiiT:! Ar. (Agg. Tii-.S2) geht mau 
auf die Basilica (ßaauixi;) hinauf, so findet man 
ihn richten; tritt man aber ins Vorzimmer ein, 
so findet man ihn schlafen. Musaf. denkt an 
das gr. 9poup'.ov, Burg u. dgl., was jedoch wenig 
passt. 

Sni]-|£, nni11£ eh. (=-,ii-ii) Vorstadt, 
Vorhof. j. Meg. HI, 74* un. in» n-mnD ir,r. 
rT"nTi22 "13? inaN 'i n^i;a -d?''^ darf man durch 
den Vorhof (einer Synagoge oder eines Studien- 
hauses) durchgehen? (d. h. wird der Vorhof 
dieser Gebäude wie letztere selbst behandelt, 
durch welche ein Durchgang verboten ist, vgl. 
Nin-:2p) oder nicht? R. Abahu ging durch 
den'Voi-hof. — PI. N^^ii"]? s. TW. Keth. 54* 
bm Nr-i--: . . . ais ;i-: «mn-c bai ban 
bsn^ica Jin: «mmo Ar. (Agg. Nrnn-s) Babel 
und alle seine Vorstädte beobachteten die Ha- 
lacha Rabs, Nehardaa und alle seine Vorstädte 
beobachteten die Halacha Samuels. 

SiTl"!?/. (etwa porta) Zugang, Eingang, 
Hafen. B. mez. 73'' asttJ bnbi Nnme der 
Hafen von Lul Schefat. B. bath. 98* dass. 
Chnll. 'J5'' 'Nin a-";- Ni-m~2 es war ein Hafen 
der NichtJuden, wo oft unerlaubtes Fleisch war. 
Raschi: r-.ia b::: X'.ijltjv, porta. — PI. R. hasch. 



ns 



— 105 — 



D''t:i2Tn£ 



23'' xnni -«NiinN -ai \i-n i"'''nr: «rni-iE nbn 
■'NOns ■'3T CS gab drei Häfen, deren zwei ge- 
hörten den Aramäern und deren einer gehörte 
den Persern. Das. im Hafen der Perser findet 
man Perlen, 3ir!52ia?:T Nmnns N^'npHi er wird: 
der Hafen Maschraehigs genannt. 

ns (syn. mit "jn: und dem verstärkt, ynü, 
Grndw. ns) cig. durchbrechen, dah. erwei- 
tern. Part. pass. t^ü (=bh. ■'ns deuom.) Be- 
wohner einer offenen, nicht ummauer- 
ten Stadt. Meg. 19* niD xnpD V2^•^ p tt:d 
Jem., der an demselben Tage in einer offenen 
Stadt weilt, wird: Bewohner einer offenen Stadt 
genannt. Die Bewohner offener Städte auf dem 
Plattland müssen näml. die Estherrolle, Megilla 
am 14. des Adar, die Bewohner ummauerter 
Städte hing, am 15. des Adar verlesen, vgl. 
T{:y,2 und n''"iiE. Wenn nun einer der Letzte- 
ren am 14. des Adar in einer offenen Stadt sich 
aufhält, so muss er an diesem Tage die Megilla 
verlesen. Das. ö. ttis Ggs. von i\]iV2 (ebeuf. 
denom. von n^jin ropi?; T'y) Bewohner einer 
ummauerten Stadt, j. Meg. U, TS"" ob. riT! ttis 
—yvi nniNa wenn er m der Zeit in einer offenen 
Stadt weilt, dass. 

Hif. T^'lEw die Grenze, das Mass durch- 
brechen, erweitern, weiter hinausgehen. 
Nid. 4'' i\-mM by T^nrna bbn inmD «bi nicht 
wie die Lehre Hillel's, welcher das Mass der 
Gesetze ausweitete; d. h. auch das gesetzlich 
Erlaubte verbot, ei-schwerend verfuhr, .j. Nid. 
I Auf., 48'' hat hierfür j'^bcna dass., vgl. Jibs, 
s. auch 3,-;s. Ned. 32" weshalb wurde Abraham 
bestraft, dass seine Kinder in Egjpten leben 
mussten? ribp" ba vniTj bi- T'^ns-ü ■':dü weil 
er sich zu viel erlaubte gegen die Eigenschaften 
Gottes, eig. sie überschritt; näml. durch seinen 
Ausspruch: ,, Wodurch werde ich wissen, dass 
ich das Land besitzen werde" (Gen. 15, 8)? — 
B. mcz. 69 "^ Di^Jj oisin idini inra by r-\t)i2 
by Nbi m:n bi' Nb ti-idm iin bas . . . nim 
ns-iDD man darf den Pachtzins erweitern, mehr 
als das verabredete Pachtgeld geben, für ein 
Feld, ohne zu besorgen, dass dies Wucher ist. 
(Wenn .Jem. näml. ein Feld gegen einen ver- 
sprochenen Pachtzins von 10 Kor Weizen jähr- 
lich pachtet, so darf der Pächter zum Feldbesitzer 
sagen: Leihe mir 200 Sus, wofür ich mich ver- 
pflichte, alle Bedürfnisse des Feldes zu bestrei- 
ten und zu meliorircn, aber ausserdem dir noch 
12 Kor anstatt der verabredeten 10 Kor jähr- 
lich zu entrichten. Das ist kein Wucher, denn 
von dem Darlehn bestreitet ja der Pächter die 
Meliorirung des Feldes.) Man darf aber nicht 
den verabredeten Pachtzins für einen Kramladen 
oder ein Schiff erweitern (d. h. es ist dem Päch- 
ter nicht gestattet, von dem Verpächter ein 
Darlehn zu nehmen, um einen grössern Handel 
zu betreiben oder mehr Schiffsladung sich an- 

Lkvy, Nouhebr. u. Chald. Würteibucli. IV. 



zuschaffen und einen grössern Pacht zu zahlen; 
denn, da das Darlehn dem Laden oder dem 
Schiff nicht zu gut kommt, so ist die Mehr- 
zahlung ein förmlicher Wucher), vgl. auch •'-is, 
nnü. — Uebrtr. Khl. r. sv. uibü DnN '[■'N, 90* 
orTTiiyaUNa ';it"'"idM sie klappern mit ihren 
Fingern, eig. sie strecken sie weit entgegen, als 
Zeichen der Verhöhnung, s. b'iba. 

TiT£ m. Piros, Name eines Vogels und eines 
Mannes. ChuU. 62'' ^:u-'oi i^SN nds-.i:« titis 
Nyffl"! TiT'D der Vogel Piros Andrafa darf nicht 
gegessen werden; als Merkmal diene dir: Piros 
(viell. Pyrrhus), der Bösewicht; ein Mann, der 
zu jener Zeit dafür bekannt war. — ntie s. nii"is. 

"Pl^inS, ■'•L:i2pn2 ./: (gr. z?äai5uT7i?=7ü?£- 
cßsia) Älter, Ehrwürdigkeit. Meg. 15"'' ob. nr 
■'::ia7Tis3 ^S3 nrn ^biaTnca N3 (Ms. M. ... ibi3ai-iD3 
■'m30i-iD3, Vgl. Dikduke z. St.) der Eine (Mar- 
dechai) kam mit Ehrwürdigkeit (Tcpscßunr]?) und 
der Andere (Haman) kam mit Unterwürfigkeit 
(etwa TüpöcßXTjö'.;). Letzterer soll näml. bei Er- 
sterem um Brot gebettelt und ihm dafür Sklaven- 
dienste verrichtet haben. Daher wurde er ge- 
nannt: ■'7jbi::3 pnraT xnaj* Knecht, der für 
einige Laib Brot käuflich ist. — Die Erklärung 
der Commentt.: ibi3 bedeutet reich, und ■'ria 
arm, beruht auf einem Irrthum, vgl. ibi3. 

D^p12TT1£ I masc. Adj. (gr. Trpeaß'jrir]?) der 
Alte, Ehrwürdige. Jalk. Esth. II, ITS"* Haman 
sagte: o-'Uiannca V2y TnTna Nir: \x3to Marde- 
chai ist mein Feind, ich ging einst mit ihm vor 
den Ehrwürdigen, Richter. Exod. r. sct. 15, 214'' 
oiü^^nBins s. i-:i;;:inE. 

X^parrii. "pianiS/. (etwa gr. Tupsaßsu-ia 
für TCpsoߣuC(!a=TrpsaߣUCi.c) Gesandtschafts- 
empfang, Zusammenkunft der Gesandten. 
Tanch. Wacra, 68" nTi rjyiD b© N-'ünma Dv 
HTia nmN ';-'Tl:j'7oi ";\s3 D-'^biin ba vn: 
r,-:ii3 '.•'n ims i-iuric« crb^an bs bs n^ip^anp 
'dt •j-'-mbs nns b;' D^Tsir p-Ni es war der 
Gesandtschaftstag Pharao's, da kamen alle Kö- 
nige und bekrönten ihn, denn er war als Welt- 
herrscher (xoajj-OxpaTwp) über alle Könige ge- 
setzt. Als sie ihn bekrönten, standen Mose und 
Aharon am Eingange des Palastes (palatium) 
und baten um Eintritt. Die Bedienten Pharao's 
meldeten ihm: Zwei Greise warten an der Thür. 
Er fragte: Bringen sie Kronen? Als dieses ver- 
neint wurde, sagte er: Mögen sie zuletzt ein- 
treten! „Hernach kamen Mose und Aharon" 
(Ex. 5, 1 ). Exod. r. sct. 5, 107" ■'aiaTno DT' dass. 

D"'P12TnS II m. Adj. (gr. Trpscßsui:-.^?) Ge- 
sandter beim König. Exod. r. sct. 42, 137* 

•jb73b -ö^b o'^mnTinD nnbuj;25 ns^^nub ba): 
n« -1331 ns'in'an ^33 ^-my ibin n^rro ly 
n3ii72M ■'bnj Ti«J* Q'':"p"'Nn »in iuj-.t d''7:b2:- 
^hrt Nbia n? D^iansn id33:t Y-'^"^ larrn 

14 



^131i^£ 



106 



nlN-TTI^E 



'n "b/:b "ur; C'':::2T"E— ein Gleichniss von 
einer Stadt, die einen Gesandten abschickte, um 
dem König die Krone aufzusetzen. Während 
Ersterer noch unterwegs war, machten sich die 
Stadtleute auf, kippten des Königs Statuen um 
und bewarfen die Bilder desselben mit Steinen. 
Die Grossen (Vorgesetzten) der Stadt schrieben 
dies dem Könige; ihre Briefe trafen ein, noch 
bevor der Gesandte anlangte, um den König zu 
krönen. Letzterer zeigte ihm die Briefe u. s. w. 
Ebenso sagte Gott zu Mose: „Gehe hinab, denn 
dein Volk entartete" (Ex. 32, 7). Tanch. Wajig- 
gasch, b2^ als Jakob erfuhr: Josef lebe noch 
und sei König in Egypten, c^ui^TiiD rtTirr' nbö 
ijSN so schickte er den Juda als Gesandten 
zu ihm (Gen. 46, 28). — PI. Jelamd. zu Dt. 
Anf. (citirt vom Ar.) nrD2 ■j'^nTiiy iicb D"'yDTa 
•pi2 TC •]"'y3Tn-f 1ND-' DN".r nyiD ba yobzi 
•:"iU)b2 1?:? T'n^"w7a i^-^ Kenner von 70 Spra- 
chen standen am Eingange zum Palast des Pha- 
rao, damit sie, wenn die Gesandten eines Königs 
kämen, mit jedem in seiner Landessprache 
sprächen. — Ferner mit elid. :: (gr. irpsßeu;) 
Gesandter. Cant. r. sv. "'ipc, 5* die Israe- 
liten sagten zu Mose: rx r:cyn ira" ~'S:2 
■m;i3 (n"'bia) 'jT'DTns Mose, unser Lehrer, 
werde du der Gesandte (Vermittler) zwischen uns 
(Ex. 20, 19). — PI. Genes, r. sct. 74 Ende npb 
•Kzb y:}T\-£ nb'.ai ibsT^i ibxa Jakob nahm von 
der einen und von der andern Eugelschar und 
schickte sie als Gesandte vor sich her au Esau 
(Gen. 32, 3, 4). 

'riZniS. 'nZpIlS/n. (gr. Tcpö? ßouXfi) Pros- 
bul, d. i. Dokument, das in Gegenwart 
des Rathes, des Gerichtes, vor Eintritt 
des Sabbatjahres, vom Gläubiger abge- 
fasst wurde, damit ihm erlaubt sei, seine 
Schulden zu jeder Zeit einzufordern. 
Schebi. 10, 3. 4 \K ^^s -t a^aca is'^n bi37T,D 
tsr, irrMrc riN-ffir ^pin bbn T'P^""'^ D"'-.ann 
b^3TT,E bc -lEi; inr . . . nr rx nr nb-b?: 
C"ip;:3w ■j-'r^-'in isibsi •'ribs c^n D^b ^:n' ~zrz 
rrs-NC 1"' "'2 "nsN-::: 'b •w-'-w ain brc ■'rnbc 
c^^:'^; in rrsizb •j-'Kn-.n ';"':i-'-m der Prosbul 
hebt die Verpflichtung des Schuldenerlasses auf. 
Dies ist eine der Verordnungen, die Hillel, der 
Aeltere, verordnete. Als er einsah, dass das 
Volk sich abhalten Hess, Einer dem Andern 
etwas zu leihen (aus Furcht, dass die Schuld, 
wenn das Sabbatjahr, Schemitta, eintritt, ver- 
fiele. Dt. 15, 2), und dass man hierdurch das 
biblische Gesetz: „Hüte dich, dass du nicht 
schalkhaft denkest, das* Sabbatjahr, das Jahr 
des Schuldenerlasses naht" u. s. w. (Dt. 15, 9) 
überträte, so verordnete er den Prosbul. Der 
Inhalt des Prosbul ist folgender: ,^Ich (Gläubi- 
ger) deponire vor euch, N. und N., ihr Richter 
des Ortes N. , dass ich meine ausstehenden 
Schulden zu jeder beliebigen Zeit einzufordern 



berechtigt sein soll." Die Richter oder die 
Zeugen unterschreiben dieses Dokument. — 
Maim. in s. Comment. z. St. und ebenso in s. 
Rechtscodex Titel Schemitta cap. 9 § 16 be- 
hauptet, sich auf einen Autor in Git. 3Q^ stü- 
tzend: „Der Prosbul gilt blos, um den Verfall 
der Schulden in der Jetztzeit, d. h. nach der 
Tempelzerstörung, wo das letztere Gebot blos 
rabbinisch ist, zu verhindern." (In dem oben- 
genannten Comment. lautet der Ausdruck unge- 
nau, wahrsch. durch Schuld des üebersetzers 
aus dem arab. Texte.) Mit Recht wird diese 
Auffassung, gegen welche auch der Wortlaut 
der hillelischen Verordnung spricht, von R. 
Abraham ben David in s. Glosse bestritten. — 
Git. 36^ fg. überall b-i::":. Das. 36^ •'«a 
■'üim ibi33Ti3 N^c^ '-, t:n biDsm;: (1. stid 
■'•Jiab^n) was bedeutet bi3Ci-rV R. Chisda ant- 
wortete: npb; ßouASUTaii^, ein Dokument, das in 
Gegenwart der Räthe angefertigt wurde, vgl. 
c::"2bi2. Das. 37" -n-: Niribb sn": -^b i5:x 
Nrb::"7 no-ie rrb — :x bi^ci-^ Raba fragte 
einen Dolmetscher: Was bedeutet binoiiE? Er 
antwortete ihm: Verordnung einer Sache. Ein 
oft anzutreffendes Bestreben: fremdländische 
Wörter als aramäische zu erklären. Keth. 89* 
R. Simon ben Gamliel sagte: 'Tb"'S"i nison la 
bi3TinD3 nt:; ain brai ::;2 xbc nm; ncx 
von der Zeit an, wo die Befolgung jüdischer 
Gesetze mit Gefahr verbunden ist, erhebt die Frau 
ihre Kethnba (verschriebene Hochzeitssurame) ohne 
Vorzeigung des Scheidebriefes, und der Gläubi- 
ger seine ausstehenden Schulden ohne Prosbul. 
Tosef. Schebi. VIII g. E. u. ö. — PI. Tosef. 
B. batli. XI g. E. i-'biaqin-r. Das. ö. 

Nbl-!ll£. S^llpns eh. (^b^apns) Pros- 
bul. Git. 36^ Nin ■'i-i-'T: Nsabiy sbiaOTiD •'Nn 
die Verordnung des Prosbuls ist eine Anmassung 
(oder: Sanftmüthigkeit, vgl. -jab^?) der Richter. 

^'piZjiTf , '^12piT^ /. (gr. ::fo(;ßX-,]Ci? eig. 
Hinzugesetztes, übrtr.) Unterwürfigkeit. Meg. 

15* un. s. i^^2T^n-i. 

i-ZTTE s. o-'üiap-ü IL 

.;TT1S m. (pers. sC-LiJ, arab. ^'.JJJ) Tür- 

kis, s. TW. und Fleischer, Nachtrag das. II. 
574''. 

niS'TTii. riiX~Dn£ /«»(. pl. (lat. praesldia 
oder praesidiarii) Besatzung, Wachen zur 
Beaufsichtigung. Taan. 28* die römische 
Regierung erliess einst ein Edict: dass die israe- 
litischen Wallfahrer keine Holzspenden und 
keine Erstlingsfrüchte nach Jerusalem führen 
sollten, "^ma D''ainr; b? niNnnia laiisim 
b;~.b bs--::-' iby nVcj ::a: p D7a-i"' a""airtc 
'aT mNnT-:-.D buN lyanc iiiai . . . lay na die 
Römer stellten Wachen anf den Wegen aus, 



I TT:-; 



— 107 



^rn£ 



nach der Art wie Jorobam ben Nebat es ge- 
than, damit Israel nicht zum Feste wallfahrte. 
Was jedoch thaten die Frommen jener Zeit? 
Sie bedeckten die Körbe mit den Erstlings- 
früchten mit dürren Feigen u. s. \v. Als sie bei 
den Wachen anlangten u. s. w., vgl. n'in3"3 und 
Dbns. Das. 30 '' nbs p Täirt bL:inia Dv 
'st DSa-"' a'^iainu nvisi-is der Tag, au wel- 
chem Hosea ben Ela die Wachen, die Jorobam 
aufgestellt hatte, vertrieb, war der 15. des Mo- 
nats Ab. Tosef. Taan. IV mN-0Ti3, 1. mNnDns. 
Git. 88". B. bath. 121'' dass. 

in~nS. nX~n3 eh. (=m-Nnnnn) wachen, 
Besatzung, s. TW. 

S?^:")1l£. X?^"Cpi"l?.^. (gr. 7:foaTa7[i.a, -j 
oft im erweicht) Anordnung, Befehl, Edict. 
Tesik. Schor, 77" N7::;iTn3 nVaia ijbizb bTOj 
nniN ib::3 nJin-in "«i^ toj' nu n3in):b iba 
in-pt Drfax-i DK "j-imDi nn^b;-i b:' Mi2yi 
rihpr: imn -53 ynai rmn nsn^m -72-'«3 nms 
sb sin ■'bo M'jJüoins y):u! nnp mr. bNia^^b 
'31 Tn"ii:~ ein Gleichniss von einem Könige, 
der seine schriftliche Anoidnung nach einer Stadt 
schickte. Wie verfuhren jene Stadtbewohner 
damit? Sie nahmen sie, stellten sich auf ihre 
Füsse, entblössten ihre Häupter und verlasen sie 
mit Angst und Ehrfurcht, mit Zittern und Beben. 
So sagte Gott zu Israel: Dieser Schemaabschnitt 
ist meine Anordnung; ich habe euch nicht be- 
lästigt, dieselbe stehend oder mit entblösstem 
Haupte zu verlesen, sondern dir auch gestattet, 
„wenn du in deinem Hause sitzest, auf dem 
Wege gehst" u. s. w. (Dt. 6, 7). Das. Bachodesch, 
102* -•j-ü-' wX73;nTTi2D -fryn min ^-\ii irf xbü 
'31 nmpb D-'i:-! bnnia r,visn sajiTinss «b« 
damit die Gesetzlehre in deinen Augen nicht 
als eine alte Anordnung, sondern vielmehr als 
eine neue Anordnung erscheine, wo alle herbei- 
eilen, um sie zu lesen: daher heisst es: „Heute 
hat dir dein Gott anbefohlen" (Dt. 26, 16). 
Levit. r. sct. 27, 171° n'j;::oi-id . . . NU:)n7TiD. 
Tauch. Ekeb g. E., 256"' tJ-'inn-iD crrap. aus 
N/^Jimü. Genes, r. sct. 42, -10° -jb^^b bilJ'i 
■';3 nb ™y --j n:''T:3 nba su-iciSTis nbujia 
'31 n.-ns iy-ipT nms* ib::: n:■'^un ein Gleich- 
niss von einem Könige, der seine schriftliche 
Anordnung nach einer Stadt schickte. Wie aber 
verfuhren die Stadtbewohner damit? Sie er- 
griffen sie, zerrissen sie und verbrannten sie. 
Ebenso verfuhren die Zeitgenossen des Jojakira 
mit der Rolle des Jirmeja (.S6, 23). — PI. 
.lelamd. zu Ex. 31, 18 (citirt vom Ar.) "^bjj 

'31 Oi7:"ip der irdische König verbreitet Anord- 
nungen (xpoo-cäyij.a-ca) in einer Stadt, wo er 
anordnet, dieser Oberst (comes) u. s. w. Levit. 
r. sct. 17 g. E., leo"" s•ä^r,^^ nbia nN?:5nnnB '^ 
'3T njc njob niinn obXN drei Anordnungen 



schickte Josua vor seinem Einzug in Kanaan zu 
dessen Bewohnern: Wer das Land räumen will, 
soll es räumen; wer Frieden schliessen will, soll 
Frieden schliessen; wer Krieg führen will, soll 
Krieg führen! j. Schebi. VI, 36° un. rrji^D-iS 
crmp. aus nTOacroiE dass. 

P~Tl"l2 Prosdak, Name eines Amoräers. 
Num. r. sct. 12, 214=* «an; nn pnnns'-, R. Pros- 
dak bar Nachscha. 

li-TilS, "li~L)i"l2 m. (gr. jcpocoSo?) 1) Vor- 
zimmer, cig. Zugang. Uebrtr. Aboth 4, 16 
N3- Dbiy •';33 -mmDb nwn mr, abiyn (.\r. 
Var. -inaTiD) diese Welt gleicht einem Vorzim- 
mer der zukünftigen Welt gegenüber, vgl. auch 
1"'bp"'-iü- Nid. l?*" -mms" eig. das Vorgemach, 
d. h. der äussere Bestandtheil der weiblichen 
Scham, vgl. Tin. Chull. 72^ Nid, 42'' wS^sin 
-inTTiDb ym lONT nbi- der Embrjo steckte 
seinen Kopf nach ausserhalb des Vorgomachs, 
der Gebärmutter, j. Nid. II, 50" mit. — 
2} Halle, Gallerie auf dem Ringplatz, 
wo Gericht abgehalten wurde, ähnlich 
oiu-'nni s. d. Cant. r. sv. bis: i^, 23"* einem 
König wurde hinterbracht, seine Töchter hätten 
Unzucht getrieben; -\/2üt ms N''i:iri -lay -73 
-mn^sn n^by aa-'*) «a iiDTapb iips'' s<73y bs 
p7:::y nx ■jnbpbpi inioy -{3 ■'mia pb n73N 
was that er nun? Er Hess durch einen Herold 
ausrufen: Alles Volk versammle sich auf dem 
Ringplatz! Hierauf kam der König, setzte sich 
in der Gallerie nieder und sagte: Meine Töch- 
ter, das sollt ihr gethan und euch preisgegeben 
haben ! Als jedoch die Unschuld derselben nach- 
gewiesen worden war, so bestrafte er die Ver- 
leumder; s. auch TW. sv. ni-npii:. 

bnS Parel (von bTS, ähnlich arab. Jk.Adi) 
einem Rasenden gleich wüthen. Ithpa. 
Git. 68 '' un. Bnajahu ben Jojada bannte den 
Dämon Aschmedai, indem er ihn zum Einschla- 
fen brachte und mit Ketten fesselte. nynN '3 
■^-1)21 sxi2-a "{by ■'-731 n;3ib n73N bnü-';3 sp mn 
"^by als letzterer erwachte, so wdthete er wie 
ein Rasender und suchte, seine Ketten zu zer- 
reissen. Bnajahu rief ihm zu: Der Name mei- 
nes Meisters (Salomo) beherrscht dich, der 
Name meines Meisters beherrscht dich! 

^nS, S^nS m. eh. (syr. Pi^i=bn3. Stw. 
T-7D verstärkt von tna stechen, verwunden; mögl. 
Weise jedoch ist tio trnsp. von qm s. w. u.) 
Eisen. Dan. 2, 33 fg., .s. auch TW. — Jeb. 
76* Ci-i-iT V\-iVa NbT-iD Eisen verwundet, vgl. 
Raschi nman -öiy; s. jedoch t\-}- 11. Chull. 77^ 
dass. Snh. 96'' u. ö. sbTnsT Np-'"i073 ein eiser- 
ner Kamm. B. kam. Sl*" wärest du nicht .Juda 
ben Nekosa, xbr-icn i<-n\-»3 ^pab iniT-iTs so 
würde ich deine Schenkel abgeschlagen haben 
mit einem Stück Eisen, bildl. für Rann. — PI. 

11* 



n-ß' 



108 



rnB 



Levit. r. sct. 24, 167'' n;'Vi-ied i^iap;; iirr' sie 
sollen mit eisernen Werkzeugen daraufschlagen, 

S. 'iIjI^*^. 

CnS (wahrsch. pers.) auspressen. Git. 69* 
n^ra «lab ir!;i7:Ti3N Nncsb Ar. (fehlt in Agg.) 
des Morgens früh werde ich den Saft davon 
auspressen. 

Ntt1T"lS ni Gebräu, eine Art Bier. Stw. 
wahrsch. vrg. DT-i|. Sachs, Beitr. II, 184 rauth- 
masst TTpoSüpiiov (V). Pes. 107* R. Huna fragte 
den R. Chisda: ob man über Gerstenbier (nis'^w) 
den Segen beim Eintritt des Sabbats (OiTp) 
sprechen dürfe? ■'N^a n^jitid T■,^2^ Nnan -^jjn 
'31 am rr'""':: Ar. R. Chisda antwortete: Da ich 
betreffs des Biers (aus Feigen und Maulbeeren) bei 
Rab augefragt habe, ohne hierauf einen Bescheid 
zu erhalten, um wie viel weniger wäre betreffs des 
Gerstenbiers eine Entscheidung zu treffen! Agg. 
■ilONT i3''Nn N5;"in: nach Raschi: Gerste n - 
hier, Feigenbier und Maulbeerbier. Kidd. 52'' 
•jnb nrri n^^^ct n-:it-s b^p-:;n «na; Ninn 
NrrN Ar. und Raschi: Jem. nahm ein Gebräu 
Bier und gab es einem Weibe behufs Trauung. 
Ar. Var. N73T1-: (viell. fermentum oder (pupajxa). 
Ar. jedoch erklärt nMtid durch Biergefäss. 
Vgl. auch Alfasi z. St.: saino ist ein kleines 
Gefäss, das noch jetzt in Babylon so genannt 
wird. 

NCi'~l£) NCT"l£ masc. (gr. zspi^ujxa, syr. 
'\:^o]fS> od. j.iiß'icps) Gurt, Schurz, Schürze. 
Suc. 11* R. Amram N72iTnDb Nnb"'Dn n;;-: 
l-rrr^ ■'•a3''Nn brachte Schaufäden an der 
Schürze seiner Hausfrau an. Men. 43* dass. — 
PI. Schabb. 145* niN7:n-!S ■^T^O Ar. (Agg. 
nii7:n"^E) die Ueberreste der Schürzen oder Gür- 
tel. '- — Ferner mit griech. Endung, j. Schabb. 
VI, S*" un. Nüuifn: (7r£pt?ö[j.aTa) , als Ueber- 
setzung des hebr. nisbrT'3 (Jes. 3, 22). 

pnS Parsak, Name eines gewaltthätigen 
Herrschers. B. mez. 49'* Nb''3in PTHD Parsak 
Rufulus. 

rn2 (=bh. Grndw. ns) eig. durchbrechen; 
daher 1) von den Blüthen und Knospen 
und ebenso vom Aussatz, durchbrechen, 
ausschlagen. Neg. 8, 3 fg. nmc ... ibisa -ms 
•PSp^an wenn der Aussatz am ganzen Körper 
ausschlägt, wenn er an einem Theile desselben 
ausschlägt, j. M. kat. I, 80° un. j<?2ün 1« n-ns 
"inan in 'T'''^ • • • wenn das Gewächs aus 
einem unreinen Aussatz ausschlägt; wenn es aus 
einem reinen Aussatz ausschlägt. Uebrtr. Ber. 
47''. 4H* ob. mis lap ein aufschiessendes, auf- 
blühendes Kind. — 2) (verstärkt von n"i3) fort- 
laufen, fliehen, fliegen, j. Taan. IV, 68" 
ob. iDsin n^an n^r,^ nnsb i"'Cp3a vr, mnibn 
die Bundestafeln wollten (infolge der Sünde des 



goldenen Kalbes) fortfliegen, Mose jedoch hielt 
sie fest. Das. nns itti:y :ir'^n die Schrift selbst 
flog fort. Chull. 59*'' p3 nmcn 'j-'i^EJO die 
Flossfedern, mittelst welcher der Fisch schwimmt, 
eig. fliegt, vgl. T'ESp. Schebu. 29* wenn Jem. 
Unmögliches beschwört, z. B. b»a "tiin-] sb DS 
-■»iNa misn ich habe ein Kamel gesehen, das 
in der Luft flog. Uebrtr. Xed. 62*. Snh. 106'' 
T^iNS nmcn biX2 ein Thurm, der in der Luft 
schwebt, vgl. b^j::. Chag. 10*, s. nn;. Genes, 
r. sct. 93, 91* als Josef sich seinen Brüdern zu 
erkennen gab, irSGS nn-E -■'■o so entflog als- 
bald ihre Seele, weshalb sie ihm nicht antwor- 
ten konnten. Schabb. 88'' steht in ähnlichem 
Sinne: inTic: -ni:''. 

Hif. n'i-i:rt 1) fliegen lassen, verjagen. 
j. Schabb. V'II, 10'' ob. nn- inn-'-ism •p'pt wenn 
Jem. ausspuckt und der Wind treibt den Speichel 
fort. j. Erub. I, 19'' un. nrn-rsm rrr- rsa 
wenn ein Wind kommt und die Festhütte ver- 
weht, j. Suc. II Anf., 52'^ dass. Genes, r. sct. 67 
Anf. ein Engel kam ';n''-Eüi und Hess die Vögel 
fortfliegen; vgl. "jSD im Pilp. Tosef. Snh. V 
Anf. u. ö. D'>5Ti ■'n''iD?3 diejenigen, welche die 
Tauben ausfliegen lassen; ein Hazardspiel, vgl. 
li'i. lutrnsit. B. mez. 11* •jTT'iDa mbiia 
junge Tauben, welche fliegen. Uebrtr. B. kam. 
29'' n"'ns«3 wenn Jem. seine Dornen oder Glas- 
stücke nach aussen hin, ausserhalb seines Ge- 
höftes vorstehen lässt, so ist er, wenn Jem. 
daran beschädigt wurde, zu Schadenersatz ver- 
pflichtet; Ggs. Di:ai:7a3 wenn er sie zusammen- 
drängt, sodass sie innerhalb seines Gehöftes 
bleiben, so ist er wegen Beschädigung nicht 
schuldig. — 2) blühen lassen. Genes, r. sct. 
37, 36* n''-'.s:j bi'ins r;i:-'3 T^c^y miDN biars 
NHJjrN -2:''33 •\Z1^^2 1^03? D-'3'!a ü•'■cy'2^ msn 
gestern ein junger Vogel, jetzt aber ein Ei (d. h. 
er hat Rückschritte gemacht, an Werth verlo- 
ren)! gestern liess er Tugenden und gute Hand- 
lungen blühen, jetzt aber ist er zusammenge- 
drängt wie ein Ei, wunderbar! Auch intrnst. 
Levit. r. sct. 23, 166'' nn-.ca «■>- ■'-n ban NS"" 
wenn der Thau fällt, so blüht die Lilie. Cant. 
r. sv. nraiiBD, 12"^ dass., vgl. ;n-:. Chall. 12, 
3 (140'') i^rri-isa i^mnEN Dw m wenn dort 
herangewachsene Vögel waren, vgl. Raschi. Mögl. 
Weise: flügge gewordene. Das. 141* dass. 

niB eh. (syr. >,.M[s=nnE) blühen, fliegen, 
laufen, entfliehen. Keth. lOö*" s. NEia- Genes, 
r. sct. 22, 23* n-.D t^n •j-'t der Eine sagte: 
Fliege in der Luft, vgl. -ibn. Bez. 21* s. N3-;iy. 
Pes. 111'' i^wEj ttiid halte dich fern, fliehe, 
vgl. Niäams. Khl. r. sv. n-'"i3nr; bs, 73'' R. 
Jonathan" begegnete den Häretikern, welche ihn 
zu verführen suchten; ■j'^n^E ii;''NT niE m-i 
er lief von ihnen fort, aber sie liefen ihm nach. 

Af. nnEN fliegen machen. Schebu. 30'" 
NTfiN na ■>b? msN lasse eine Ente über meinen 



nm^is 



— 109 



nn'-B 



Kopf riiegeu. Trop. j. Sot. III Auf., 18'^ r.-'ttn 
-\-n y-ir, •'n-rN yr, siehst dn, wie jener Antor 
deinen Lehrsatz verjagte, d. h. vernichtete! 

niniiS/. pl. (eig. Part.) die Hindurch- 
schimmernden, von den Wolken. Taan. 9^ 
nm'.D ~ivn2b in^o die hindurchschimmernden 
Wolken verkünden die Ankunft des Regens. 
Das W. wird das. erklärt: a^'y Tnn Ncbp Na""? 
NnD-iMO eine dünne Wolke unterhalb einer dicken 
Wolke, durch welche näml. erstere hindurch- 
schimmert. 

SniS »i. Adj. (syr. Xm^s) fliegend, schwe- 
bend. Jeb. 116* bfü arnü Nbaia N73b''T viel- 
leicht kam er auf einem schnelllanfenden (eig. 
tliegenden) Kamel! • — PI. Keth. 61* ■^nrci ■'n-ns 
Gäste und Durchreisende, eig. davon- 
fliegende; erstere halten sich längere Zeit an 
einem Orte auf, letztere nicht. Das. 1:3 -0^23 
^rrsi in-iiN o-'e: Nr-in wenn die Familienglie- 
der zahlreich sind, so sind auch die Gäste und 
die Durchreisenden (die sich im Hause einlin- 
den) zahlreich. — j. Ab. sar. III, 42'' ob. wird 
n:3 mso (2 Kn. 17, 30^ erklärt: Mnbi3:-,P 
riTi~n „die Henne sammt ihren Küchlein". 
Snh. es*" steht dafür blos NPbi;:-;n, wahrsch. 
fehlt unser Wort. Khl. r. sv. sbü 3ir, 81" N2ü 
-[■'"mD r;n'2 i^ Nmcs nhe^^i: snr besser ein 
einziger gefangener (gebundener) Vogel, als 100 
herumfliegende Vögel. 

SnllS m. Adj. (syr. U~U^ Fliege. PI. 
Nid. 17* -niis Fliegen. Schabb. 57^ 'mis 
flatternde Haare, vgl. ■'bs II Nbr. 

rT)2 m. (z=bh.) 1) eig. Blumenkelch; übrtr. 
Kelch; d. h. der obere, kelchartig ge- 
formte, hohle Bestandtheil eines Leuch- 
ters, wo das Licht hineingestellt wurde; ferner: 
eine kelchförmige Verzierung am Leuch- 
ter, sowie: die Knäufe an den Säulen. 
Kel. 11, 7 o"'03m mon der Kelch und der Un- 
tersatz, die Basis des Leuchters. Men. •2s*'' die 
Säulen (eig. Röhren, nip) des Leuchters im 
Tempel hatten eine Höhe von 18 Faustbreiten, 
c-'ncu '; rrani D'^b^-^n die Füsse und deren 
kelchförmige Verzierungen waren je drei Faust- 
breiten hoch. — PI. das. 11)21-! in n?3b D^mE 
cninsfl '^n~z "j^'^s wie waren die kelchförmigeri 
Verzierungen des Leuchters gestaltet? Wie die 
Knäufe der Säulen. Esth. r. sv. mn, 102*= 'rs 
in:: nns bis tms b;' ^rrai ich schlief auf dem 
Knauf der einen Säule u. s. w. — 2) Blume. 
Tosef. Schebi. V Anf. ^^^b mo ed. Zkrra. (a. Agg. 
•jiban-D, ni^an-s). j. Schebi. VII Anf., .■}7'' mit. 
pb mc eine aromatische Pflanze, eig. 
weisse Blume. Deut. r. sct. 6 Anf., 258* mDffi 
Nin pb n-D 3inT isn die Belohnung für diese 
Arbeit ist ein halber Gulden mit weisser Blume (?). 
— 3) heranwachsender, junger Mensch, 



aufblühender Jüngling. PI. Midd. 1, 8 
niins 'n~2 aufblühende Jünglinge der Priester- 
schaft, weiche am Tempel Wache hielten. Nach 
den Commentt.: Jünglinge, deren Haarwuchs an 
den Schamtheilen beginnt. Schwerlich jedoch 
hätte man solchen Kindern den Wachtdienst an- 
vertraut. Snh. 96". j. Sot. I, 17* ob. u. ö. (Dav. 
wahrsch. nn-iü , Hi. .30, 1 2, mit verdoppeltem n 
als Collectiv: Unbärtige, die blos Flaum 

haben. Unverständige.) — 4) (arab. .^"I 

CT' 

bh. n-EN) junger Vogel. PI. Keth. 59'' wenn 
Jem. will, dass seine Tochter einen weissen Teint 
bekomme, -^lüo abn njpffiin dti-id nsbiasi 
ripT^sb Ar. (Agg. dtiTidn) so soll er ihr, kurz 
vor ihrer Reife, junge Vögel zu essen und :Milch 
zu trinken geben. 

Nn7£, nmS m. (syr. W^) 1) das Flat- 
tern, Beunruhigung. Git. 69'' Nn^bi Nm^sb 
'=1 iij'CT Nniimna nbn Tn als ein Heilmittel 
gegen Herzklopfen (Flattern des Herzens) nehme 
man drei Kuchen von Gerstenraehl u. s. w. In- 
folge des Einwandes das. Na^b msT po bs 
dass durch den Genuss solcher weichlichen Ge- 
bäcke das Herz noch mehr flattern würde, wird 
jener Satz corrigirt: nbn T.-'b NDib" Nmicb 
■"ÜTIT Nnii\ai~3 gegen Herzklopfen nehme man 
drei Kuchen aus Weizenmehl, die man mit 
Honig bestreiche u. s. w. , vgl. stjiyz. — 2) 
Kapperfrucht. Ber. 36* -»TaW 'il'U! qbs 
NmsT NnyiN den Kapperbaum, den man pflanzt, 
um die Kapper daraus zu ziehen. Das. 36'' 
Nni-Liin N-1-1 Nn-ST N2:-:b n^bpisT Ms. M. 
(=Ar. ed. pr. Agg. Nr'::i3T Nmcb) wenn man 
die Blüthe der Kapper fortnimmt (oder: wenn 
sie abfällt), so wird eine Schote daraus. Das. 
40'' un. nrriD zur Erklärung von nsi:3, s. d. 
— Uebrtr. Kapperbaum. Pes. 111** sbm 
NDIET der Schatten des Kapperbaumes. — PL* 
das. ^niT innc im die Dämonen der Kapper- 
bäume heissen 'mi. 

KOn"!? chald. (syr. }L.lI—n-2^ nr. 4) Ge- 
flügel, junger Vogel, s. TW. 

nrinS /. N. a. das Ausschlagen, Sich- 
ausdehnen des Aussatzes. Neg. 8, 4. 5 bD 
T-rnnaa NWa "nna iminEnia di^^in i"On-i nnino 
Dii<5:L: alles Ausschlagen des Aussatzes an den 
Spitzen der Glieder, durch welches Ausschlagen 
man den Unreinen als rein erklärt hatte (vgl. 
Lev. 13, 12 fg.), wird, wenn die Glieder wieder 
sichtbar werden, unrein. Das. nniisn PN 325:2 
es hält die Reinheit infolge des Ausschiagens 
ab. Sifra Tasria (Neg.) Par. 3 cap. 4 ii« biDi^s 
'31 I3b3 nNUJ- 112 Nbx n-nm: nninc sbN ib 
man könnte denken, dass das Ausschlagen nur 
beim erhabenen Mal die Reinheit bewirke, 
woher ist aber erwiesen, dass dies auch bei den 



sn^E 



10 — 



N'u"^i 



anderen Arten des Aussatzes der Fall ist? Dar- 
aus, dass es lieisst r\y-\'zn (Lev. 13, 12). Das. 
cap. 5 naarj rn-'ns . • . i^inr: nrrnü das Aus- 
schiessen des Aussatzes an Jeradm., der als völ- 
lig unrein erklärt wurde; das Ausschiessen au 
Jemdm., der blos eingesperrt wurde. Tosef. 
Neg. III g. E. dass. Snh. 88* nn'^-isb •j-'i'a 
nm-y ntio D'^n^aa woher ist erwiesen, dass 
das Ausschiessen des Aussatzes an Kleidern als 
rein gilt u. s. w.? j. M. kat. I, 80'' uu. r;^■'^D 
iTia— i"inai das Ausschiessen und der eiternde 
Grind. — PI. j. Meg. I, 71'' mit. m"ni-i2. 

Sn"]£ m. (gr. ßsoüx,of ; viell. jedoch von ms, 
vgl. Nah. 3, 16) eine Heuschreckenart, s. 
TW. 

i^nia j. Meg. II Anf., 73^ s. rrns";:- 

t2")£ (verstärkt von tie, Grndw. -is) 1) ab- 
sondern, trennen. Maasr. 2, 6 bsiNi amo 
man sondert eine Frucht von der Masse ab und 
isst sie. Das. 3, 9 l^na LniD er isst einzelne 
Stücke des Granatapfels. — 2) übrtr. etwas 
durch Worte hervorheben, specificiren. 
Mechilta Mischpat. Par. 5 R. Jonathan sagt: 
rz'^y ■':s2 ins nnx y5;;a7JT phnd an-':a y-aiau 
vnn-i ain^rr -\b ütidiuj ly das AVaw, durch 
welches zwei Worte verbunden sind, kann eben- 
so bedeuten „und", als auch „oder", ausser wenn 
die Schrift hinzufügt „zusammen", vnn^. So 
z. B. bedeutet Ex. 21, 15 t:nt mx nsar „wer 
seinen Vater oder seine Mutter schlägt"; dahing. 
Dt. 22, 10: „Du sollst nicht pflügen mit Ochs 
und Esel zusammen"; ohne nn^ könnte man 
übersetzen „mit Ochs oder mit Esel" u. dgl. m. 
Schebu. 27*'' u. ö. dass. Pes. 21'' Pi. Abahu sagt: 
Wo es in der Schrift heisst Vdn-' nV, brsr Nb 
oder ibrsn «b, da verbietet sie nicht blos das 
Essen, sondern auch jeden anderweitigen 
Genuss (z. B. das Verschenken, Verkaufen 
u. dgl.) der verbotenen Speise, -^b ::Ti3-"a iy 
nb333 a-i2ffi ""^''^ mPDr; ausser wenn die 
Schrift ausdrücklich die Erlaubniss hervorhebt, 
wie sie dies betreifs des Aases thut: „Ihr sollt 
kein Aas essen; dem Proselyten darfst du 
es schenken oder dem Fremdling ver- 
kaufen" (Dt. 14,21). — 3) Geld umwech- 
seln, sowohl Kleingeld für Grossgeld, als 
auch Grossgeld für Kleingeld eintauschen, 
einwechseln. Maas, scheni 2, 8 ybo ümsn 
■'20 "0573 my7372 wenn Jem. einen Sela für 
kleine Münzendes zweiten Zehnten eintauscht. Das. 
Mischna 9 TJ nös'7: b'O i'bs :2iiDr! wenn .Jem. einen 
Sela des zweiten Zehnten in Kleingeld umwechselt. 
B. bath. 8'' ■;''-j-nE pbnb a-'-':y anb V'Xa r.-p-f^ \S3; 
^li^yb '[•'UiiB ';'N'i D^iinsb Almoseneinnehmer, 
welche keine Armen finden, denen sie die Al- 
mosen vertheilen könnten, sollen das Kleingeld 
bei Anderen, aber nicht bei sich selbst wechseln. 
Exod. r. sct. 35 Anf. nns mnT ^Ji-^z z-,x •:;i 



ns'i:' n:j3 iT2'2 s^si;: Nim mancher ver- 
wechselt einen Gulden und bestreitet damit 
viele Ausgaben. — Nif. getrennt werden. 
Pea 7, 3 'dt "J";?:! y-inb bo; wenn ein Trau- 
benkamm auf die Erde fiel und in einzelne Bee- 
ren zerfiel, so gehören sie dem Weinbergbesitzer, 
d. h. ist nicht zz-^z s. d. W. 

uns eh. (syr. w4j.2=ün:, davon trnsp. :2D1. 
s. d.) 1) trennen, absondern. Ned. 91'' 
NSirib ma^c er durchbrach die Wand. B. 
kam. 117* un. rfmca y^-'-i^ ü'-d 'i Ar. (Agg. 
rf^iD") R. Kahanas Lippen waren auseinander 
gesperrt, sodass es schien, als ob er lachte. 
M. kat. 16* N-n33:3 rfsun ircD-is man zählt 
seine (des Verbannten) Sünden in der Gemeinde 

einzeln auf. — 2) (arab. i;'i, vgl. auch bh. 

::nü, Am. 6, 5) Jemdn. durch Worte an- 
greifen, spöttisch von ihm sprechen. Thr. 
r. SV. i3'r% 63'' . . . nunsi^in 'j-'ans spi 'j-'an"' 
'st n-'zaiD Nin qx Ar. (Agg. mms'»: . . . i-rnoTj) 
die Könige sassen und verspotteten den Nebu- 
kadnezar, auch Zidkija verspottete ihn; vgl. 
jedoch 112. 

1212 masc. (=bh.) vereinzelte Trauben, 
Zerstreutes, Herumliegendes, Peret; eine 
der Armengaben. Pea 6, 5 :2ns n-'njis ■'i'a 
uns 'j;"'N nabiST zwei Beeren (die auf die Erde 
gefallen) sind Peret, drei hing, sind kein Peret. 
Das. 7, 3 nn^:i3n m-on nu5i2n uns inrx was 
ist Peret? Das, was während des Abschneidens 
des Weines herabfällt. 

l2"IS r)i. 1) Einzelnes, Specielles. Snh. 
37* uiid sehr oft ans, als Ggs. von bbs: All- 
gemeines, Generelles, insbes. oft unsi bbs All- 
gemeines und Specielles, s. bb3. — PL Sot. 37'' 
ob. nians. Exod. r. sct. 32' knf. a-'uns s. bb:? 
g. E. — ■ '2) (mit flg. b) Ausschliessung. B. 
kam. 64'' »nN y>on7:b uns . . . D^iy2 NJian as 
TJH" „wenn das Gestohlene bei ihm gefunden 
wird, so muss der Dieb das Doppelte bezahlen" 
(Ex. 22, 3), das bedeutet: wenn Zeugen anwe- 
send sind; ferner: wenn das Gericht ihn verur- 
theilt; davon ausgeschlossen ist derjenige, der 
sich selbst als einen Dieb anklagt. Das. 68* 
fg. Schebu. 37* nnsb rm?2b uns na ttnai 
■j-insn yo „er wird das fremde Gut ableugnen" 
(Lev. 5, 22): ausgeschlossen hiervon ist derjenige, 
der es einem der Brüder eingesteht. Mac. 8* 
■'iSJjb uns Ni:73i .,er wird erlangen (V'ermögen, 
um das verkaufte Feld einzulösen", Lev. 25, 26); 
ausgeschlossen hiervon ist (d. h. nicht aber) wenn 
das Vermögen zur Zeit des Verkaufes bei ihm 
vorhanden war. Arach. ?>0^ u. ö. 

SUIS eil. (=uns nr. 1) Einzelnes, Spe- 
cielles. B. kam. 54* Nuns nn ein Specielles, 
Ggs. von s'r'rs s. d. — PI. das. 63=" "u-s -:n 



ntonE 



111 — 



Nna~iE 



jene Speciellen. Das. 64* fg. -«r-si ^bbs. Scbebu. 
37^ u. ö. 

rtJ^nS/. (eig. Part, pass.) einzelne Münze, 
Kleingeld; übrtr. Geld überhaupt. Snh. 97* 
der Messias kommt nicht eher, nL:i~D nbDnia ny 
D^sr; 1» als bis das Geld im Beutel fehlt; 
d. h. bis die Armuth allgemein ist. Pesik. Ba- 
chodesch, 101'' niiirx: nm-.rrr nn^nis nras^a 
mnbn n^m r,zw2 nan yrc-ob m^na dtn riT: 
cbin 13N13 imim rr^ii:» -::nsn i-int^ ivasi-T 
m;N -lanT N^p72 yisob rnsn?: din mabttn i^^ 
in früherer Zeit, als das Geld leicht zu erlangen 
war (als man keine Nabrungssorgen hatte), be- 
gehrte der Mensch, ein Wort der Mischna und 
ein Wort des Talmud zu huren; jetzt aber, wo 
das Geld nicht so leicht zu erlangen ist, zumal 
da wir vom Druck der Regierung zu leiden 
haben, begehrt der Mensch, blos Bibel und ein 
Wort der Agada zu hören. — Insbes. oft: Pe- 
ruta, eine Kupfermünze, deren Werth un- 
gefähr ^2 Pfennignach deutschem Gelde ist. Kidd. 
1, 1 fg. die Schule Hillel's sagt: nTOm n::nD3 

•'p'bü"'Nr; mit einer Peruta oder mit einem Gegen- 
stand vom Werth einer Peruta (kann eine Frau 
angetraut werden). Wie viel beträgt die Pe- 
ruta? Ein Achtel des italischen Asses. 
Schebu. SO*" «bi nansa «bx hdd «b ib-^SN 
3''"'n nüinsa xbx m^n selbst wenn der Be- 
klagte blos eine Peruta ableugnet, oder blos 
eine Peruta eingesteht, so ist er dennoch zur 
Eidesleistung verpflichtet, vgl. n~"'Dr. B. kam. 
lO.S* u. ö., vgl. ^j-a. — Ned. SS*" ". ö. nm-is 
r|OT' 3"n die Peruta des R. Josef. Dieser 
Autor ist näml. der Ansicht, dass Jem., der 
einen gefundenen Ggst. so lange zur Aufbe- 
wahrung liegen habe, bis er den Eigenthümer 
ausfindig mache, gleich einem „Hüter für Be- 
lohnung" (naia "^izro s. d.) anzusehen sei; denn 
er profitirt durch die Erfüllung dieses Gebotes, 
dass er dem Armen kein Almosen, keine Pe- 
ruta zu geben brauche u. zw. nach dem Grund- 
satz, dass Jem., der sich mit der Vollziehung 
eines Gebotes beschäftigt, von der Vollziehung 
eines anderen Gebotes befreit ist, vgl. pay. 
Rabba hing, betrachtet die Ersparniss dieser 
Peruta nicht als Belohnung für die Mühe. — 
PI. B. mez. 46* ni:3nE Ar. (Agg. mr:;irD). 
Pes. 50'' nbiyb nsia la^b pn i^n mü-ns yniN 
my»! D'^'^irT' -i:iai ■[■';73a-ina nsai ■j'^ana hdö 
ETI rijinj^r n.sDn vier Arten von Geldein- 
nahmen bringen der Welt keinen Segen und 
zwar: der Lohn der Bibelschreiber (die 
zur Armuth verurtheilt sind; denn wären sie 
reich, so würden sie nicht schreiben); der Lohn 
der Dolmetscher (der Gelehrten-Vorträge am 
Sabbat; weil er wie ein Verdienst am Sabbat 
aussieht); der Lohn von Waiscngeldern (die 
man zum Geschäftsbetrieb nimmt); und Gel- 



der, die aus überseeischen Landen kom- 
men (d. b. Handel durch Schifffahrt, wobei die 
Waaren sehr gefährdet sind), j. Kidd. I, 58" 
un. n:2TiD tüJ zwei Perutas. Kel. 2, 6 ein 
trichterförmiges Gefäss wird als ein ganzes an- 
gesehen, mm~E N''Si7a3 xina ■'isa weil es die 
Flüssigkeit langsam, tropfenweise hindurchlaufen 
lässt, wie ein Behältniss, aus welchem kleine 
Münzen nach und nach durchfallen, vgl. oiiü"':?. 

NLi"'"1£ cJi. (=n::i-iE) kleine Münze, Pe- 

ruta (vgl. auch syr. ^.^j.s separatus), s. TW. — 

PI. B. bath. 165'' nsddt ■'■ji-]e kleine Silber- 
münzen. Das. 166* ■'öS-'N ■'■jny iib «arm la^no 
kleine Goldmünzen pflegt man nicht anzuferti- 
gen, j. Kidd. I, 61* ob. N-'^^i-i: iidin «yn ndn 
ich verlange jene Münzen, j. Ab. sar. II, 41* 
un. N7373 13 '[■'^■""iD in^ttb "■'3N man darf nicht 
Münzen in den Mund nehmen, weil die Men- 
schen es für schädlich halten, j. Ter. VIII, 45"^ 
ob. dass. j. Git. III, 45* un. die Familienglieder 
des R. Nechemja •ji^ins ^■'■'~i2"'i:b ■jibsüs ver- 
liehen Geld an die Gemeinden. Das. VII g. E., 
49*, s. n-'«. Khl. r. sv. naiU, 98* ■'•ji^id 1. ^m^D 
seine Münzen, j. Ber. I, 2' un. j. Jörn. III, 40'' ob. 
u. ö. — Zuweilen m i t h b r. E n d u n g. Pesik. r. sct. 
23, 48'' -nT' niu-iTs ^yz Ni- Nab^'T vielleicht 
verlangt er mehr Geld. Das. ymTS n3n na 
nüi-iS3 ^aNi ■'aNT -p"'N wie, sollte ich denn 
die Ehre meines Vaters und meiner Mutter für 
Geld verkaufen! 

riVpr.?/. pl. (syn. mit m>-iE s.d.) Maul- 
thiere, und zwar solche, an denen keine Kenn- 
zeichen vorhanden sind, ob sie von männlichen 
Pferden oder von männlichen Eseln abstammen. 
Kil. 8, 5 mnot* nT'üTiDn diese Arten von 
Maulthieren dürfen nicht mit einander begattet 
werden; vgl. jedoch "^^\^ im Plur. j. Kil. VIII_ 
g. E., 31° münsr; wahrsch. crmp. aus nrüTisn 
dass. 

NDT2, Sn:2"lS /. Testament, letztwil- 
lige Verfügung, eig. wohl Specificirnng. 
Git, 57'' Nebusaradan T'-'S^ni n-n-'Db NUTic sn^a 
Ar. (Agg. Nrü-iD "UU3 "nü) schickte ein Te- 
stament nach seinem Hause und ging zum 
Judenthum über. Snh. 96'' n^ts nts Ar. 
{=m. Mss.; Ms. M. n-:;-'e crmp.) dass., vgl. 
ttjOT-iE. — V^T'? Seeräuber, s. d. in '■'d. 

Nnp^E/. Schale einer Frucht, eig. wohl 
von der letztern Abgesondertes, vgl. \V2~i uns;. 
Pesik. Wajhi bejom, .'5'' „Hagel und Feuer" (E.\. 
9, 24); R. Juda sagt: Es war eine Schale aus 
Hagel, Eis, mit Feuer gefüllt u. s. w. ni—2 
iNjba rrianr?: «r-i'^rir^m NSiann Nran-D wie 
die Schale des Granatapfels, dessen Kern von 
aussen gesehen wird. Num. r. sct. 12, 215'' und 
Jelamd. z. St. dass. (citirt vom Ar.). Exod. r. 



K'QJUilE 



112 



ilap'::n£ 



sct. 12, lll"* und Cant. r. sv. n:Ki:, 19' «mns 
crmp. aus «nans. 

S''P^l21'1£ /. (gr. nfo-oya(jL'!a) die Nach- 
feier, auch Vorfeier der Hochzeit, j. 
Dem. IV, 24* ob. m-'a tit:- n'':33üi-i2 b'C man 
na"'N am Sabbat der Nachfeier der Hochzeit 
erlaubte man (dem Bräutigam, bei seinem 
Schwiegervater, der ihm nicht beglaubigt ist, 
dass er den Zehnten entrichtet, zu essen), um 
Feindseligkeiten zu verhüten. — Uebrtr. Levit. 
r. sct. 11 Anf., 154"= Ni;:;an3 ü^'-:: rn'w 'jmsi 
«■•sj-jin: -^■271 tc'z^oi sab Tryb n-'pn:; ra 
Nmrfw:: b-i^N an jenen „sieben Jahren" (an wel- 
chen man die Waffen verbrennen wird, Ez. 39, 9) 
wird in der zukünftigen Welt die Vorfeier der 
Frommen begangen werden. Als Merkmal diene 
dir: Wer die Vorfeier der Hochzeit begeht, ge- 
niesst das Mahl. j. Schebi. IV g. E., 35"^ b'SNT 

N"<533Ü1-.D dass. 

Nl2SI2"12 inasc. Ad,j. (gr. -pÜTo; oder JCfw- 
Z'.a-o^) der Erste, Vornehme, Prior. Genes, 
r. sct. 1, 4*" n-iDTT: -p "insi lao ~,'>^vz mi ms^ 
'31 N^Nüns ibs ■^3iusi3N pD "naü ein mensch- 
licher Herrscher nennt zuvor seinen Namen und 
hierauf seinen Titel: N. N., der Augustulus, 
N. N., der Prior; Gott hing, nennt zuvor seine 
Schöpfung und hierauf seineu Namen, vgl. 
i<ü3"'-iE. — PI. Levit. r. sct. 30, 174'' iSS'' 
inicb-i ",rsnpb -"'^rc-^z Ar. (Agg. nrT::! 'rra; 
in den Parall. jedoch 'ibna":;? s. d.) die Vor- 
nehmsten der Stadt gingen dem Könige ent- 
gegen und huldigten ihm. — • B. raez. 46* 
mü:2i~i2 s. n::?--:. 

''l;1"I£> '"il'']B »« Adj. (gr. Tcpöro?) der Erste, 
Vornehmste, Primus. Levit. r. sct. 28 g. E., 
172* als Haman den Mardechai im königlichen 
Purpur herumführen sollte, Hess Esther durch 
einen Herold ausrufen: ■•::ns pnb ';ip3"' ü'^y 33 
«bnasab ^"3 "'NliniT alles Volk komme herbei, 
denn der Vornehmste der Juden soll gehängt 
werden! j. Jom. III, 40'' ob. nyMCT nb;: cc": 
•'üTiD weil der Autor das als das Erste ver- 
nommen hatte: zur Beantwortung der Frage: 
W^eshalb hatte der Hohepriester am Versöhnungs- 
tage vor Abend ein Gewand von indischem Bys- 
sus angezogen, warum nicht die zweite Sorte 
vom pelusischen Byssus, um einen Unterschied 
zu machen zwischen dem Jlorgengewand und 
dem Abendgewand, vgl. ';-'Dib->2'? Worauf die 
Antwort: Der Autor hatte vernommen, dass es 
die erste Sorte sein soll, daher nicht die zweite 
Sorte des pelusischen Byssus. Das. auch die- 
selbe Antwort hinsichtl. der Trankopfer der 
verschiedenen Oelsorten. — Die Erklärung der 
Commentt. ist nicht zutreffend. 

"■Clt:!"!-: /. (gr. jcpoTOfji-»]) Brustbild. Exod. 
r. sct. 15, 114*"^ ein Gleichniss von einem schö- 



nen Holzstück, das im Badehaus lag: 3:3: 
yrn rs lani T"^3I' b3i xin yin-b OTj'aDT.s 
yiscb riisr-: in^a inxi -tr,n b3 p" a^rs^sr: b3i 
-n-Nb ibc rjvjnD [^b^^^l ^'-'^ ^•"■3^ -.nsb Tbr 
imN -iip.—i iN-iam . . . T':ip''N ib Ti'r^a -rnrsr; 
T'b? '[■'np'^Nr! TN T'-'in -i^s T3 inr ■"".sna 
T'rsb mal ■ji::b\3r: sa ';":;bD- ^nna TPKym 



131 •;ir"'3121-i2- pi 



13-r'N 



P1 



nKs ... (1. •'bia) ■'bia pi 31;:-'T pi nrnbr: 
b'^aca xbs ib'aca rieb ■j-i— ,13 i:s ';■'}< onb 
'31 i^by --■p- NT;-:; "^bJs bs: rai^i-.s als nun 
der Ehrwürdige (Alte, -pjcß'j— rjj) sammt seiner 
ganzen Dienerschaft dorthin gingen, um zu ba- 
den, so traten sie auf jenes Holz: dasselbe tha- 
ten alle Bauern (pagani) und so hatte Jeder das 
Verlangen, auf das Holz zu treten. Einige Zeit 
darauf schickte der König sein Brustschild (zfo- 
xo[j.7]) nach jener Stadt, damit man ihm hiervon 
ein Ebenbild (s'.xoviov) anfertige. Da man aber 
kein schöneres Holz als jenes im Badehaus fin- 
den konnte, so sagten die Künstler zum Ober- 
sten (iiübw): Wenn ein schönes Ebenbild an- 
gefertigt werden soll, so hole man jenes Holz 
aus dem Badehause, denn ein besseres giebt es 
nicht. Man brachte es herbei, polirte es sorg- 
fältig, übergab es dem Maler, der das Bildniss 
darauf malte und man stellte es im Palaste 
(palatium) auf. Sodann kam der Oberst diab"::) 
und kniete hin vor ihm, dasselbe that der Her- 
zog (dux, 5ouxar), dasselbe that der Präfect 
(£~apy_o;), ebenso der Vorgesetzte (praepositus), 
ebenso die Befehlshaber der Legionen (legiona- 
rii, Leibgardisten), ebenso die Volkstribuuen 
(8T|[ao;) und ebenso die Rathsherren (ßoyXr,). 
Da sagten die Künstler zu ihnen: Früher tratet 
ihr auf das Holz, jetzt aber kniet ihr vor ihm 
nieder! Sie entgegneten ihnen: Nicht um des 
Holzes, sondern blos um des Brustbildes willen, 
das darauf abgemalt ist, knieen wir nieder! 
Dasselbe gilt von Israel, das früher „von den 
Völkern und ihren Königen verachtet", später 
aber „um des göttlichen Namens willen, wegen 
des Heiligen Israels, der dich erwählt hat, ver- 
ehrt wurde" (Jes. 49, 7). 

Dili"}? m. (viell. für di3"s, gr. qxxpao;, od. eine 
Bildung partos von pars, wie Soyxa? von dux) 
abgerissener Theil, Landstrich. Sifre Be- 
racha § 353 „die Enden der Erde" (Dt. 33, 17, 
auf die Siege Josuas gedeutet); n^is rT:3 'ai 
pp riT airia xbs ca'^a «b Nbr;i rain" ;3a'3 
wie viele Länder hat denn Josua erobert, er er- 
oberte ja blos jenen kleinen Landstrich! Jalk. 
I, 311« dass. 

n^>*ü;']1£: /. (syr. U:J.5aÄ=hbr. öyiE »h.; 
Stw. y-\zi, ::-•: springen, hupfen) Floh. Cant. 
r. sv. ^-lac2, 25'' ana nirp? «b nrryniB r)« 
selbst ein Floh stach sie nicht. 

l1t2JP'üin£ »K. Adj. (neugr. TüpoT^XTop , pro- 



KTta'S 



113 



nns 



tector) der höchste Würdenträger im kö- 
niglichen Palaste; vgl. Du Gange Glossar. 1, 
J258. — Exod. r. sct. 37 g. E., 134° ein Gleich- 
niss von einem Freunde des Königs, nrn^a 
bDiNT ^db^ii TT Nn-i Hhvi -^•zp•'•Jl^-]S ij<\ajn 
•^b'J bo Tinm;o den letzterer sich erwarb 
und den er zum Protector ernannte, dass er 
sich nicht aus dem Palaste entferne und dass er 
die Ueberreste der königlichen Speisen essen 
sollte. Ebenso ernannte Gott den Aharon zum 
Hohenpriester, dem auch die Opferreste gehörten. 

S~l''p1£ mnsc. (gr. Tüparrjp'.ov) Verkaufs - 
laden, Bäckerladen. Genes, r. sct. 22, 22'' 
NT'ais ^~02 Ar.: der Besitzer des Bäckerladens. 
Das. ö., vgl. N'i-'übE. 

iSilLiTia m. (denom. von r;::!-:-?) Bruch- 
theil. Ggs. von Uundzahl, Einzelnes, j. Taan. 
IV g. E., 69'^ ain^T-iDi qbN — ::):n 15,000 und 
ein Bruchtheil, d. h. Einiges darüber. Thr. r. 
Einleit., öO* dass. j. Nas. V Anf., 53'' o:^l2 
yTOTiD er bringt das Geld einzeln, eine Pe- 
ruta nach der andern. Bcch. 5* mnsn 1X372 xb 
üTiyn23 vsbs die Schrift zählt (E.k. 38, 28. 29: 
„1775", ferner: ,,70 Kikar 2400 Sekel ") blos 
im Einzelnen, j. Snh. I g. E., 19'' dass. Tosef. 
B. mez. IV g. E. b;' "n?:?? b^^D^ 13-'nt r,:n2 ']b^rs 
:2i~i'C''\D~ hier hast du eine Mine, er kann aber 
das Einzelne (die Einzelzahlungen) nicht be- 
rechnen. Tosef. Maas, scheni II mit. mn^Nns. 

■'J''^^'llLi'12 m. pl. (lat. praetoriani) den Prä- 
tor betreffend, die Leibwache des Prä- 
tors. Esth. r. SV. abo r3"w3, IUI'' ■'r-'m^no 
Musaf. ; vgl. ■'rx^'-iip-is. 

''"l£i n~lD (=bh. Grndw. -id) eig. durch- 
brechen, dah. von der Leibesfrucht, sowie 
von den Felderzeugnissen: fruchtbar sein. 
Genes, r. sct. 34, SS*" Noah wollte nicht aus der 
Arche gehen; mxab nam ms nTtsT NiiwX n7JN 
'o^ denn er dachte bei sich: Wozu sollte ich 
hinausgehen, fruchtbar sein und mich vermehren 
zum Verderben (wenn wieder eine Sündtiuth 
kommen sollte)! bis Gott ihm zuschwor, keine 
SündHuth mehr zu bringen. Keth. 10", s. 
j<"-ii-i II; vgl. auch nns. Chag. 16" die Dämo- 
nen DTK ■':3D ';''3"n T'Hd sind fruchtbar und 
vermelireu sich wie die Menschen. Git. 57" 
beim Ausfüiiren des Bräutigams und der Braut 
trieb mau vor ihnen einen Hahn und eine 
Henne; n"'bi53iPD lam ns i7jibD gleichsam 
als Omen: Seid fruchtbar und vermehret euch 
wie die Hühner. Num. r. sct. 11, 212" DCd 
rr'nia r,i2 ba ^d n-'nm rr^nsb sbs nrx rfj'ana 
nnm ms riTi onpian rr^nn so wie „das Bett" 
blos zur Fruchtbarkeit und Vonnohrung dient, 
ebenso war Alles, was im Tempel war, fruclit- 
bar und sich vermehrend; mit Ansp. auf ipü'J 

Lew, KouJiebr. u. Chalil. Wörterbuch. IV. 



(HL. 3, 7), das auf den Tempel gedeutet wurde, 

Hif. 1) fruchtbar machen. Ber. 40" kleine 
Fische mx bia idi3 ■j^3n7jT ■\-'-isi3 Ms. M. und 
Ar. (Agg. iinnWT ■j-'aTJi) machen den Körper 
des Menschen fruchtbar und lassen ihn ge- 
deihen. Das. 57" dass. — 2) übrtr. Zuschuss 
geben. B. mez. 69'' •j-'CBin •j-'n ima b? '\-<-iDi2 
p-'an Dt::7: Ar. (Agg. r-\zn2) die Pächter dür- 
fen dem Feldbesitzer einen Zuschuss zur Pacht 
geben (d. h. anstatt der verabredeten 10 Mass 
Getreide ihm 12 Mass als Pacht versprechen, 
wenn jener ihnen ein Darlchn giebt, vgl. rns), 
ohne zu besorgen, dass dies ein Wucher sei 
{y^Di2 ist Part pl. von ■'no, entsprechend dem 
■j^aiann, vgl. auch Ar.), j. B. mez. V, lO*" un. 
" ob. irnv by X^~\d-i2 dass. ; wofür das. folgende 
Gründe angegeben werden: R. Jochanan sagt: 
-jnsnnb m'^iiz mona ■'DD73 weil das Feld ge- 
segnet zu werden ptiegt; daher ist ein Zuschuss 
nicht als Wucher anzusehen. Resch Lakisch 
sagt: -,j>-\->^ m\D ib ■T'30733 ri-05'3 es ist ebenso, 
als ob der Grundbesitzer dem Pächter das Feld 
für eine grössere Pachtsumme verpachten möchte. 
Nach ersterem Autor: ns-isoT man b? y~isi2 
darf man zur Miethe eines Kramladens oder 
eines Schiffes ebenfalls einen Zuschuss verspre- 
chen (da auch bei diesen ein Segen möglicii ist) ; 
nach letzterem Autor: nrDoi m:n by ';■'^Da T'N 
darf man zum verabredeten Miethzins eines 
Ladens oder Schilfes keinen Zuschuss verspre- 
chen, vgl. T"2f • 

'IS. i<"l2 eh. (syr. (^s^nnE) fruchtbar 
sein. B. bath. LS" die Bienen schaden dem 
Senf nicht, ■'■]N2 mn NDnaa ■'N denn was die 
Blätter anbetrifft, so werden diese wieder wach- 
sen. Das. 19" fg. dass. 

■'1T3 m. N. a. das Fruchtbarsein. Esth; 
r. g. E., 109'' alle Güter Gottes kommen ysan^ 
■'1T'D3 mit Uebertluss und Fruchtbarseia. 

n'~lS/. N. a. Fruchtbarkeit, j. M. kat. I, 

80'' mit. b'ia''3 DTJ73 1^X33 D-'O^ liN-aiJ ■;\X 

rfam ttihd man darf nicht in der Festwoche 
Frauen heiralhen, wegen Störung der Frucht- 
barkeit und Vermehrung; d. h. wäre dies er- 
laubt, so würde jeder mit der Hochzeit bis zum 
Feste warten, um die Kosten des Mahles zu er- 
sparen, oder weil er dann ohnedies keine Be- 
schäftigung vorhat; so nach einer Ansicht; 
vgl. auch nni-J und nny. M. kat. S*" dass. 
Jeb. 62" u. ö!" 

m"12 f. N. a. Fruchtbarkeit, Genes, r. 
sct. 78, 77» tpv n-im mno p der Sohn der 
Fruchtbarkeit aus dem Hause Josefs. Das. sct. 
99 g. E. dass.; mit Ansp. auf n-tb (Gen. 49, 
22). 

15 



"•IS 



— 114 



-12 



"•"IS (=bh.), absol. oft i~': })utsc. Frucht. 

Ber. 35*. 36* fg. y:)- -^-z . . . n-Tsn i-id die 
Erdfrucht, die Baumfrucht, j. Schabb. VII, 10* 
mit. ö. i-.-'D s. bns. — Chull. 79* ■^n-s snia^ab 
DKn tr ob die Frucht mit der Gattung der 
Mutter begattet werden darf; d. h. ein männ- 
liches Maulthier, das von einer Stute geboren 
wurde, mit einer Stute. — PI. Ber. 35* fg. 
y~)nr, mT'D . . . ■jb-'sn rin-'s Baumfrüchte, 
Erdfrüchte, j. Ter. XI, 47'* ob. u. ö. mT'D •^12 
der Saft der Früchte. — Git. 47'' fg. u. ö. 
R. Jochanan sagt: •'izt f\-iir, 'j^:p3 mT'D y'? 
die Erwerbung der Früchte ist der Erwerbung 
des Grundstückes gleich geachtet. Wenn daher 
Jem. ein Feld blos zu dem Behufe kauft, um 
die Früchte desselben zu geniessen, so darf er 
dessen Erstlingsfrüchte nach Jerusalem bringen; 
denn auch von einem solchen Besitz heisst es: 
„von deinem Felde" (Dt. 26, 2 fg.). Resch La- 
kisch sagt: i7:t r|i;r7 r^P^ ""^^ mT'D yi]> ein 
solches Feld heisst nicht sein Besitzthum. — 
Schabb. 135'' dieselbe Controverse betreffs des 
Kaufes einer Sklavin, dass blos ihre Kinder dem 
Käufer gehören sollen. Keth. 83^'' mTD "itid 
die Früchte der Früchte, wird das. wie folgt 
erklärt: Wenn der Mann die ihm gehörenden 
Früchte von den mitgebrachten Gütern seiner 
Frau (;ib'3 ^:rr s. d.) verkauft und für deren 
Erlös ein Grundstück kauft, das ihm Früchte 
trägt u. dgl. — Sehr oft mT'D Xutzniessung, 
Ggs. von pp: Grundcapital. j. Pca I, 16'' ob. 
s. m27. ■ Pea 1, 1 u. ö., vgl. "[-ip. Trop. Kidd. 
40* 'j-'Nm mT'D nb o'' m-ys' ncirc riT'^y 
mT'D nb i''N m-''2 rT::iy eine Sünde, die Früchte 
trägt (z. B. Entweihung des göttlichen Namens, 
woran sich Andere Beispiele nehmen, vgl. bibn), 
bringt auch dem Uebelthäter Früchte (d. h. seine 
Bestrafung wirkt nachhaltig); eine Sünde aber, 
die nicht Früchte trägt, bringt dem Uebelthäter 
keine Früchte. — C/iald. «n-'D s. d. 

snis, Ncnnis, ]ini£ s. in '^z. 

l'''12\"''1£ m. (etwa gr. 7t£pt9op£iov) Sessel 
zum Herumtragen. B. mez. 6, 1 (75'') nro 
D'^b'^bm iiHD^'i-iD N-'nnb -np- rsT -iizr~ pn 
nwb IN -bsb (Agg. des j. Tlmd. y,zi niihd) 
wenn Jem. einen Eseltreiber oder einen Wagen- 
führer miethete, um Tragsessel und Flöten für 
eine Braut oder zur Bestattung einer Leiche 
herbeizuschaffen. Nach den Commentt.: ge- 
hobelte Hölzer. 

KtTniS/. Deckel, s. TW. 



TB (arab. iJ.^Grndw.-iD)!) zerbröckeln, 

zerreiben, zermalmen, zerstückeln, fri- 
care, eig. trennen. Fiel "jn-'E dass. Ber. 37 •" 
"inbisb pi7n7:a ly la-na (Raschi liest id-^dt:) 
man zerbröckelt sie (die auf der Pfanne ge- 



backenen Mehlopfer), bis man sie zu ihrem Mehl zu- 
rückbringt, d. h. sie dünn zerreibt. Men. 75''. Bez. 
12'' 31Ü Bva mn::p yz^z72 man darf am Feier- 
tage die Erbsen aus den Hülsen brechen. Exod. 
r. sct. 31, 130* Israel wird von den Völkern: 
„verworfenes Silber" genannt (Jer. 6, .30). Das 
Silber wird, bevor man daraus ein Gefäss an- 
fertigt, oft geläutert; ira iD-ns msn rcnnsm 
'dt 13 -2Nb5:b iw ncrs irsi zuletzt aber 
zerreibt es der Mensch mit seiner Hand, so dass es 
dann nicht mehr verarbeitet werden kann. 
Ebenso sehen auch die Völker Israel an. B. 
mez. 89'' bDS bsN""! rbsn ^3; br "''"s'^ üb 
bs'.NT Ti by Ta "i''"!:?'^ der Arbeiter darf'nicht 
die Früchte (Aehren u. dgl.) durch Anschlagen 
an Felsen zermalmen, um sie zu essen; aber er 
darf sie mit einer Hand an der anderen zermal- 
men und essen. — 2) abreiben, kratzen. 
Schabb. 53'' ';'D3 i-'NT mxb •;'2~DttT y^o 
n/;ri3b '[■'^-d'^i Ar. (Agg. ■;-'C3-d'':i) man darf 
am Sabbat einen Menschen mit Oel bestreichen 
und ihn (im Bade) abreiben; aber man darf 
nicht ein Thier bestreichen und abreiben, kratzen. 
Nif. "'idj zerbröckelt, zerrieben wer- 
den. Bech. 37'' rsnss Nnr*:: ■'td nis'n"' wenn 
das Ohr eines erstgeborenen Thieres so ver- 
trocknet ist, dass es zerrieben werden kann, so 
ist es ein Leibesfehler. Chull. 46* nc^'c nx^'n 
P"idi:d -nD^rTw ■'nD . . . wenn die Lunge so 
vertrocknete, dass sie mit dem Xagel zerrie- 
ben werden kann, so darf das Thier nicht ge- 
nossen werden, j. Erub. X g. E., 28'^ un. •j-'a 
PD-iDS r^i-'KU: ^-2 rD~)Zj^ sei es, dass der Grind 
zerrieben werden kann, oder dass er nicht zer- 
rieben werden kann. Ber. 25* nD"iD; n;"'» das 
E.xcrement ist so fest, dass es beim Hinwerfen 
(oder Rollen) nicht zerbröckelt wird. 

Ti")2 cJi. (syr. .^^s=':jns) 1) zerbröckeln, 
zerreiben, zermalmen. Pes. 68'' "id^ij^ non'' 
NS^i^iD der trockne Grind bröckelt sich, sodass 
„das Schneiden" bei ihm nicht anwendbar ist. 
Part. pass. Levit. r. sct. 8 Anf. -[i-d rr^b-SN yi 
die Achsel des einen Sklaven war zermalmt. 
B. mez. 70* n:''-d N^m eine Goldplatte, die 
in kleine Stückchen zerschlagen wurde. B. bath. 
166*. Ab. sar. 10''. Keth. 67* u. ö. dass. — 
2) trop. etwas widerlegen. Einwand erheben, 
eig. zermalmen. B. kam. 5'' fg. ^-D'^b nd"'n 
dagegen lässt sich einwenden, das Eine kann 
ans dem Andern nicht eruirt werden. Keth. 47* 
■'sriN "1 "■'"D R. Achai erhob einen Einwand. 
Kidd. 13* u. ö. dass. Xed. 51* NiDp id nsno 
Bar Kapera widerlegte, vernichtete jene Er- 
klärung. 

Ithpc. sich bröckeln, zerstückelt wer- 



den. Schabb. 20' 



"=1-D-N ■'i:"'-in- NP52D1N 



piD"'^ das Schwarze, Grünliche in den Pfützen 
bröckelt sich, sodass man keinen Docht daraus 
machen kann. — Uebrtr. Hör. 14* Abaji, Rabba 



115 — 



I -TT 



u. a. bedurften eines Schuloberhauptes; ba ■'n::N 
':ji"iE''N inbisT N\2-'-i ^in-'b "p^^iz ab^ NnV:3 n7a«T 
'^ns''}* Nb ■'■'3ST sie beschlossen: Wer etwas 
vortragen wird, ohne widerlegt zu werden, soll 
das Oberhaupt sein ! Die Vorträge aller Anderen 
wurden widerlegt, aber derjenige des Abaji 
wurde nicht widerlegt. 

Pa. Tjn: 1) zerbröckeln, zerreiben, j. 
Schabb. YII, lO" un. -ci Dt::;: N-'üJ-'n^ ""'"TiS" nr 
Jem., der am Sabbat die Spitzen des Knoblauchs 
zerreibt, ist wegen Dreschens straffällig. Bez. 
12'' Dia DT'2 irT'irM bD-iabi •'sinsb ina darf 
man am Feiertage die Senfgebunde zerreiben 
und davon essen? — Trop. Sot. 7* bp "inb nJJN 
msi^Di NCna n?3im zuerst hatte er ihnen die 
Norm des Leichten und Schweren (vgl. rrna und 
n;oin) vorgetragen, was sie jedoch widerlegten. 
2) binden, s. TW. — Ithpa. gebunden wer- 
den, j. Chag. II, 77° mit. das W. r;:abNn (Ps. 
31, 19) hat drei Bedeutungen: pn^n-' "[Uinrr' 
Ipnna'' näml. 1) sie mögen taubstumm wer- 
den (mit Bez. auf abwX, Ex. 4, 11); 2) (die 
Lippen) mögen aneinander gedrückt (eig. 
gebunden) werden (mit Bez. auf D"';wbi<B, 
Gen. 37, 7, vgl. obN und Dba), d. h. sie mögen 
am Sprechen verhindert werden; 3) sie mögen 
verstummen. Genes, r. sct. 1, 3" dass. 

T]"]? m. das Zerbröckeln, Zerreiben, 
lieber das bh. -j-is s. nr'^nB. Orl. 3, 2 u. ö. 
■rjtD ■<T15N Nüsse, die man, weil sie dünnschalig 
sind, ohne Zerknacken oder Zerschlagen durch 
Reiben öffnet; eine kostbare Art. Pesik. r. sct. 
11, 18° drei Arten Nüsse giebt es: -jnD ■'tIjN 
■ja . . . Tji:??3 inD-i:-:} "^-id bc D-'i'niipi d-':i;''3T 
n72i:yH m^ij Q^-::it' ms ':= ann •c bs-ic-' Nirt 
'ai ~n2 bia ib^N zerreibbare Nüsse, mit- 
tclmässige Nüsse und Steinnüsse; die zer- 
reibbarc Nuss platzt von selbst auf; die mittel- 
mässige Nuss zerbricht, wenn man auf sie schlägt; 
die Steinnuss lässt sich nur schwer mit einem 
Stein zerschlagen, und, hat man sie schon auf- 
geschlagen, so findet sich darin nur Unnützes. 
Ebenso giebt es in Israel manche SIenschcn, 
die, ohne aufgefordert zu werden, aus eignem 
Antrieb Wohlthaten ausüben; das sind die zer- 
reibbaren Nüsse. Andere giebt es, die, wenn sie 
aufgefordert werden, Wohlthaten ausüben; das 
sind die mittelmässigen Nüsse. Wiederum An- 
dere giebt es, die, wenn man sie auch dringend 
auffordert, keine Wohlthat ausüben und, geben 
sie auch etwas, so ist es werthlos; das sind die 
Steinnüsse. — PI. R. hasch. IS"* die Hülsen- 
früchte, iisns r?"i2 V"'™^ ^^^ ^"■^^ ^"'l "^'^^ 
enthülst werden. 

HTTB /«)(. N. a. das Zermalmen, Zer- 
schlagen. Trop. Sot. lli^ob. wird T,d3 (Ex. 
1, 13 fg.) erklärt: nsi-isa „durch Zerijialmen", 
Aufreiben des Körpers. Exod. r. sct. 1 , 101° 
dass. 



XSITS masc. klein Gestossenes, Zer- 
bröckeltes, Graupe; dass., was hbr. bna, vgl. 
auch syr. \LsfS, spicae perfricatae, s. TW. 

X2"1B, N2TS wi. Widerlegung, Einwand, 
eig. Zermalmendes. B. bath. 130"' Raba sagte 
zu R. Papa und R. Huna: Nr'inT spsD \-ij< 13 
ly my-ipn sb ndt'd rfn in^Tm •i^-^vz'pb ■^tt 
'dt •'N?3pb iPTiNT wenn ein von mir abgefasstes, 
gerichtliches Decret vor euch kommt und ihr 
darin etwas zu Widerlegendes findet, so zerreisset 
es nicht, bevor ihr zu mir gekommen seid; 
werde ich eine Rechtfertigung finden, so werde 
ich sie euch mittheilen; finde ich keine, so 
werde ich selbst jenes Decret widerrufen. Nach 
meinem Tode aber sollt ihr ein solches Decret 
weder vernichten, noch darnach richten; ersteres 
nicht, denn vielleicht hätte ich es, wäre ich noch 
am Leben, rechtfertigen können, letzteres nicht, 
weil der Richter sich nur nach demjenigen zu 
richten hat, was er mit eignen Augen sieht. Git. 
83* p -iT7bN '-\ii2 nab nd-i^s rnb n\\ inbiDb 
NDT'D rr-b n-ibT ni-jy gegen die Lehrsätze 
aller anderen Autoren giebt es eine Wider- 
legung, mit Ausnahme desjenigen des R. Elasar 
ben Asarja, gegen den es keine Widerlegung 
giebt. Men. 66'='. Meg. 7=' u. ö. dass. betreffs 
ähnlicher Fälle. — PI. ChuU. 76'' ■'DT'En -"-mriN 
^b r,-zb wozu soll dir das Hin- und' Hersuchen, 
um Widerlegungen ausfindig zu machen? 

X312 j. B. kam. III, 3° ob., s. \x:p3N. 

Nn3"",1£, Xn^lTS/. (von -;n2 Pael nr. 2) 
Gebund, Garbe, s. TW. 

r\21Bfetn. (=bh. Stw. "jn: scheiden) der 
Vorhang, eig. Scheidewand, urspr. in der 
Stiftshütte zwischen dem Heiligthum und dem 
AUerheiligsten, später auch im Salomonischen 
Tempel. — PI. Schek. 5, 1 (2) niDhfn by "irybN 
Elieser (ein Tempelherr) war über die Vor- 
hänge gesetzt. Jom. öl*", j. Schek. IV, 48* mit. 
'31 msinsa m^ms- D^ias die Frauen, welche die 
Vorhänge webten, bezogen ihren Lohn aus der 
Hebe in der Terapelzelle. Keth. 106* tt; niD-iD i'"' 
brT: bo innsb nns D-'iyo 't 15:0 't ■'la oip72n 
n-ibrn p;;3 '3 "Pnnn '3 obiN ba innnb •^ns^^ 
dreizehn Vorhänge waren im zweiten Tempel, 
näml. 7 für die 7 Thore, 1 für die Thür des 
Heiligthums, 1 für die Thür der Vorhalle, 2 für 
das Allerheiligste (Debir) und 2 den letzteren 
beiden gegenüber für den Söller. — Pirke de 
R. Elieser cap. 41 mmno ni's^s i33nDina nbn 
er hing an den Hochzeitsbaldachin seines Sohnes 
schwarze Vorhänge. 

SnpTlS eh. (=ns-E) Vorhang, s. TW. 

]''5'12 m. pl. Roststäbe. Stw. "^ns, eig. 
woran man die Kohlen zerschlägt. Kel. 12, 2 

15* 



^12*£ 



— IIG 



02^3 



l'^-on:; •j'^-i^n die Roststäbe sind levitisch rein. 
Tosef. Kei. B. mez. II mit. •j-'y-opr: •j-'S^Dn in ibx 
CT'an Hai in s. Comment. zu Kel. 1. c. (Yar. 
fn^p^ dass.; Agg. mT'pa, Oi-ppn) Roststäbe 
sind diejenigen Eisenstüeke, welclie im Herde 
befestigt sind, Ggs. 1"'2"'p^ s. d. 

■•IZ"]? Parliewi, Xanie eines unbekannten 
Volkes und Landes, dass., was hbr. rDi-i s. TW. 

K:?":"!?, riclit. N'l:'21£ s. d. — Naris-iB 
s. nt:;']:^-:. 

015^212 oder Cilp"!? masc. (etwa: furna- 
ceus?) Kochkünstlcr. Thr. r. sv. c-j-^i, 
65"'' eine Frau führte einst ihren Sohn V:iN 
nKN m:/:iN ■'ia rs i:zb ib n-isN c::ir-;D nn 
r-;N7: -i-itbiz ■'Ist Wj-o ü;:n •'b::« yrii-^ nb 
ni:'':: '[■'"■«u zu einem Kochkünstler und sagte 
zu ihm: Unterrichte meinen Sohn in der Koch- 
kunst. Er antwortete ihr: Möge er bei mir fünf 
Jahre bleiben, so werde ich ihn 100 Arten des 
Eierkochens lehren, vgl. nui;3''~i^ und Xed. öO*". 
Khl. r. sv. c-cin ba, 72'' steht dafür c^iipiD. 

S\'2";j£/. (=';-'^iDNnE, gr. TOpi'xwpov) Um- 
gebung eines Ortes, Vorwerk, j. Ab. sar. 
IV g. E., 44** ein Jude und ein NichtJude, israa 
T'? b'^J Ni''r":ca ';;■'' pn welche ihren Wein in 
die Vorstadt brachten. Tosef. Ab. sar. VII (VIII) 
steht dafür nsins s. d. 

7''2"IS m. (gr. 9P(xysTaiov, flagellum), voll- 
ständig Cd:" bw b"'3~i!: Stab am Weinstock, 
woran Trauben hängen, Weinrebe. Ukz. 1, 3 
b-ansn t» der Stiel der Weinrebe. Exod. r. 
sct. 15, 114'' 11D w^jy bo b-'D-iD "ivm c:r; 
man i^z nyc bsrt "UVw er kam herein und 
hatte in seiner Hand einen Stab mit Weintrau- 
ben, damit Alle merkten, dass er aus dem 
Weingarten käme: mit Ansp. auf Jes. 63, 1 fg.: 
„Wer kommt da aus Edom" u. s. w. — PI. Ab. 
sar. 51" D'zry ^b^-~? Stäbe mit Weintrauben. 
Suc. 10* n. ö. — j. ßic. I, 64'' ob. D-ia:? ■'T'3-id 
dass. mit Wechsel der liquidae. 

DiL2i2''2i"lS m. Adj. (trnsp. aus ci2-:i::ii=, 
was öfter beim n geschieht; gr. Tzp(ji-i[).ayoQ) 
der Erste im Kampfe. Jelamd. zu Num. 
23, 7 (citirt vom Ar.) „Komme, verfluche mir 
Jakob". pi ■'IN Nii-i -'.n-ib ti-d N^sinir ■]b:;b 
Diü";"'w"nE "»la pn ein Gleichniss von einem 
König, der einen Herold herumgehen lässt: 
Morgen werde ich hinausgehen und meinen Sohn, 
den ersten Kämpfer richten. 

C2"l£ I DJ^^S aufputzen, durch 
Schminke, Farbe u. dgl. Das W. ist ein 
Denom. von sp"'E, 9-jxo?, vgl. opü, mit ein- 
geschalt, n. B.'mez. 4, 12 (60") i'cz-,-:;: i^n 
wbzr. PK Nb") -i^nzr, rn sb". msr; px sb 
(j. Tlmd. in Mischna und Gem. •j-'DpnDTj) man 



darf nicht aufputzen weder einen Menschen (d. h. 
einen kanaanitischen Sklaven, den man ver- 
kaufen will, durch Schminken, Färben der Haare 
und dgl. ihm ein schöneres, jugendlicheres An- 
sehen verleihen), noch Thiere oder Geräthschaf- 
ten, um hierdurch den Käufer zu täuschen und 
einen höheren Preis zu erlangen, j. B. mez. IV 
Ende, 9'' -n:; rrb nk-'-' ixb-, •j'^apncK T'N in'o 
y2-\:- was bedeutet ';icp~c;2 I'nV Der Verkäu- 
fer des Sklaven darf zu letzterem nicht sagen: 
Bemale, färbe dich; s. auch nächstflg. Art. 
Schabb. 34" ^T'?;bp iT PS IT pi32-37j pijit 
■[rD bD Nb a'^arn selbst die Buhlerinuen poma- 
diren, putzen einander, um wie viel mehr sind 
die Gelehrten verpflichtet, einander zu beschö- 
nigen, in Gegenwart Anderer zu rühmen! 

D12TS I DipTS m. X. a. das Bemalen, 
Färben, Aufputzen. B. mez. 60'' 013T"0 

n-r^^ bTNT N33 N-!2?T NH ''3 Nin HM DIST 

'ri r;'':p"'^5T "■'■-•'■•b was bedeutet das Auf- 
putzen eines Menschen? Das was jener alte 
Sklave that, der sein Haupt- und Barthaar 
färbte u. s. w. j. B. mez. IV g. E., 9'^ r;-'pb-'73 
T'briNb Cip-PD «■'O m?:« der Ausspruch die- 
ses Autors (d. h. des R. Acha bar Jakob, der 
Jemdn. tadelte, weil er der zu verkaufenden 
Speise ein schöneres Aussehen zu verschaffen 
gesucht hatte, vgl. N7~w) besagt, dass auch das 
Aufputzen der Speisen verboten ist; also nicht 
blos dasjenige der in der Mischna erwähnten 
Dinge, vgl. das Verb. Keth. 17" bis^T'e Nb kein 
Pomadiren oder Kräuseln der Haare, s. bniz. 
Snh. 14" cs~''2 1. OiDTD dass. — Tract. Derech 
erez IX cp-iiD s. S"'~p|. 

C2"1L II (viell. gr. 9f''3Co, 9?^w oder 9^1- 
xä?w) eig. sich emporsträuben, dah. zucken, 
zappeln. Ohol. 1, 6 -«d br Eis c-'wSt i-pin 
pc2-,£-:-c r:N::b- ba 3:t ii;: i^sr:: ■j-'cs-ö;:":: 
wenn die Köpfe der Thiere abgeschlagen wur- 
den, so sind letztere, obgleich sie noch zucken, 
unrein, da auch der (abgeschlagene) Schweif 
der Eidechse noch längere Zeit nach dem Tode 
des Thieres zuckt. Tosef. Ahil. II Anf. wenn 
ein Israelite ein unreines Thier für einen Xicht- 
juden geschlachtet hat '31 N?:::a pd^'^es: isn?! 
ed. Zkrm. (a. Agg. •j-'insi) und jenes noch zuckt, 
so verunreinigt es u. s. w. Arach. 7" u. ö. 
ChuU. 37" b:i~3i -"'3 criEPw ~r wenn das Thier 
mit dem Vorder- und dem Hinterfuss zappelt, 
so wird es nicht als verendend (p:zid-; s. d.) 
angesehen. Snh. 37'' u. ö. cr^^■; ;i-.n der Er- 
schlagene zuckte noch. j. Sot. IX Auf., 23'' 
ornsa sbi bbn „ein Erschlagener" (Dt. 21, 1), 
nicht aber ein Zuckender. Genes, r. sct. 63, 61'' 
„Die Kinder stiessen in ihrem Leibe" (Gen. 25, 
22); so oft Ribka vor S3nagogen und Lehr- 
häusern stand, r;"i:;3i . . . pssb zz~z^z z^y 



C2~1S 



117 — 



XCilB 



so zappelte Jakob, um herauszukommen; so oft 
sie aber an Götzentempeln vorüberging, da 
drängte Esau und zappelte herauszukommen. 

D2"jS eh. (=vrg. DS-ie) zucken, zappeln, 
s. TW.' B. bath. 142\ s. noistie. 

D12TS II N. a. das Zucken, Zappeln. 

Ab. sar. 16"'' Di3-,iDb npn m^nna r,ZÄ rrn ein 
grosses M'^ild (d. h. Hirsch und Reh) wird hin- 
sichtl. des Zuckens dem Kleinvieh gleich be- 
handelt. Nach Chull. .37" näral. wird das Klein- 
vieh, das, dem Verenden nahe, geschlachtet wurde, 
obgleich es nach dem Schlachten einen Fuss 
vorgestreckt hat, als verendend und daher zum 
Genuss nicht erlaubt, angesehen ; weil dies blos 
als Aushauchen des Lebens gilt; es niüsste denn 
sein, dass es mit den Vorder- und Hinterfüssuu 
zapjielte: Dasselbe gilt auch vom Wild. Chull. 
38* rm-'no qiaa i-72n\d cidt'D das Zucken 
des Thieres, das die Gelehrten als ein Zeichen 
angaben, dass das Thier noch nicht verendend 
ist, gilt blos vom Ende (auch in der Mitte) des 
Schlachtens. Das. ö. 

Np12"]'2 dl. (=vrg. ci2~"'ü) das Zucken, 
Zappeln. PI. B. bath. 142'' cs-^dt snaiy nin 
iB/i3n''D Nnbn es kam einst vor, dass der Em- 
bryo (nach dem Tode der Mutter) drei Zuckungen 
gethan; ein Beweis dafür, dass, obgleich die 
schwangere Mutter bereits gestorben ist, das 
Kind noch leben könne. — •j'oanc j. B. mez. 
II, 8° un. s. "i'c^'is. 

y^lB s. b"':'!-:. — '{■«niDN-p, ';i"7i3"'n2 s. d. 
in 'k~s. 

NuJ!"l212 masc. (gr. ;üapa}^äpa7[Aa) eig. 
falsche Münze, d. h. eine solche Münze, deren 
altes Gepräge abgeschabt ist und die eines 
neuen harrt. Uebrtr. Para 1, 3 ir.'ifp bN^ac 'n 
Na;-i2iD Ar. ed. pr. (Agg. crmp. N72:ii"73nD) 
R. Ismael nannte es (das 13 Monate alte Schaf, 
vgl. öJbl): xapax'S'payjjLa. 

pVlTS m. pl. (^^■'bn-a) Beryll, s. TW. 

C"!B(=bb.Grndw."iD) auseinanderreissen, 
zertrennen, bes. oft von den Kleidern. Nach 
Ar. bedeutet aic: das Kleid in den Näh- 
ten auftrennen, ynp hing.: zerreisseu 
überhaupt. Nach Raschi in Sot. 7' bedeutet 
D~3: das Kleid zerfetzen, in mehrere 
Stücke zerreissen; jnp hing.: auseinander- 
reissen. Für letztere Erklärung spricht das 
chald. ü~m s. d. — Sot. 23" amsT y-ns ö\sn 
nttmcT nrms masn i^si der Mann (der aus- 
sätzig wurde, Lev. 13, 45) löst sich das Haar 
auf und zerreisst seine Kleider; die Frau hing, 
löst sich nicht das Haar auf und zerreisst nicht 
ihre Kleider. Sifra Tasria Par. ö cap. 12 und 
j. Sot. III g. E., 19'' dass. Sifra Emor cap. 1 



Par. 2 R. Meir sagt: sb T'n;m r'nD"' sb lasn 

D'^'O-llET D''»"nD ms ■'33a ']STD in» bS 31-131 

Dramsr: -jmo mn^i Nb Dn-Ei Nb crrr\^i: bs 
-bi'rb?; ::Tin-m -ü?:b7: ams bin; --,3 -,-^^3 n- 
„Sein Haupthaar soll der Hohepriester nicht 
auflösen und seine Kleider nicht zerreissen" 
(Lev. 21, 10), d. h. wegen seines gestorbenen 
nahen Verwandten, nach der Art wie die Men- 
schen ihr Haar auflösen und ihre Kleider zer- 
reissen wegen ihrer gestorbenen Verwandten. 
„Er soll nicht zerreissen", d. h. er soll seine 
Kleider nicht zerreissen nach der Art der Zer- 
reissenden. Auf welche Weise nun? Der Hohe- 
priester zerreisst die Kleider an ihrer unteren 
Stelle und der geraeine Priester an der oberen 
Stelle. Jom. 73". — Part. pass. Git. 90'' wenn 
eine Ehefrau ausgeht, -inis ■'3-a:j r;-;n-:T an 
deren beiden Seiten (d. h. an den Achs'eln) die 
Kleider aufgetrennt sind, so ist sie eine Freche. 
Raschi bemerkt: nach der Art der Ghristinue.! 
in Frankreich, PDnia-a nr^-nj?. j. Sot. I Anf., 
16'' r^-iica n-'Tii:, Part. Pual dass. j. Git. IX 
g. E., 50'' rmno. 

Nif. aufgetrennt werden. Sot. 7" der 
Priester erfasst ihre (der Sota, des Ehebruchs 
Verdächtigen) Kleider, viizz as ir-p: "i;— ip: CN 
i:3"iD3 wurden sie zerrissen, so wurden sie zer- 
rissen, wurden sie aufgetrennt, so wurden sie 
aufgetrennt, d. h. darum braucht er sich nicht 
zu kümmern, s. Kai Anf. Tosef. Kil. V mit. 
ans3TD -1733: ba pnbn ein wollenes Hemd, das 
aufgetrennt wurde. 

D'IB eh. (syr. ioi..2 eig.=DnE) zerpflücken, 
zerhacken. Schabb. 74'' «pb^o B^-st IN': ^sn 
'dt (Ar. Var. oi-isi, Raschi verwirft diese LA.) 
Jem., der Mangold zerpflückt, zerreibt, vgl. 
Npb'2 II- I^^""- •^9'' 1213-I •'■:--'s ms^ii-s Ar. 
(Ms. M. ■'•3-'-id; Agg. n?;-iid singl.) wenn man 
die Köpfe der Möbren in grosse Stücke zer- - 
hackte. Das. pn735i Nai,-: ^a is-j ir;3i?3-iDn \sr: 
ni5;yy dass er sie sehr zerhackte, that er blos 
deshalb, damit sie einen süsseren Geschmack 
bekämen. M. kat. 28 mpsN laa Dins Ar. 
(steht nicht in Agg.) man zerschlug die Thüren 
und trug die Leiche heraus. — Ithpe. zer- 
stückelt werden. Chull. 31" ob. idt; "jjiTn 
•'75-iE''7:n wir sehen, dass die Federn zerschnitten 
sincl. 

NCTS, Sr-^nS m. (syr. V^^.^, vgl. auch 
\LOfj^]) Zerstückeltes, Zerhacktes. Chull. 
120" N73--'D . . . rtti^'p 1^73 was bedeutet r.z^p"? 
Zerhacktes Fleisch, das im Kochen zerstückelt 
wird. Git. 69" \-nDT N72T'3 . . . «pb^CT n:3-iid 
zerhackter Spinat, zerhackter Porre. — PI. Ber. 
39" ^"a-pB, ■'73"'"!E s. das Verb. — Kidd. 52'', s. 

N-JlT-lü.' 

Xtii"l£ m. Adj. Jem., der zerschlägt, 
zerbricht. — PI. B. mez. 42" in^DiaT NSnism 



ncns 



118 — 



TiTcns 



'si ''ij'jiis jetzt, wo die Zerbrecher (der Bal- 
ken, wo man gew. das Geld aufbewahrte) oft 
anzutreffen sind, ist der sicherste Ort für das 
Aufbewahren in den Wänden des Hauses. 

nC''")2/c'« N. a. das Zerreissen, Auf- 
trennen der Kleider. Meg. 8^ n7;iT:i ^;j'"'ns 
das Auflösen des Haares und das Auftrennen 
der Kleider des Aussätzigen. Sifra Tasria Par. 5, 
cap. 9 riia-insr! i?:! riynsn •\i2 -i-üt „Er soll 
rein sein" (Lev. 13, 34); d. h. er ist frei Yom 
Auflösen und vom Auftrennen. Hör. 12'' die 
Stelle Lev. 21, 10 besagt: n7:"'-i2T nynsD irsa 
"yp^y b'D dass beim Hohenpriester das Auflösen 
des Haares und das Auftrennen der Kleider 
überhaupt nicht stattfinde; so nach Ansicht des 
K. Juda. Anders nach K. Meir, s. dhb. 

NCniS, SC1S2/. (lat. forma) Form, eig. 
äusserliche Gestalt, insbes. Larve vor dem 
Gesicht. Schabb. 66'' n5:id; richtiger jedoch 
N'a^5^2, s. d. Sollte viell. unser \V. aus N7:nD: 
Schleier vor dem Gesicht, crmp. sein';' 
Tanch. Mischpatim g. E., 99=^ es giebt im Welten- 
raum keine Strecke eines Roba (wo man */^ Kab 
aussäen kann), der nicht 9 Kab Dämonen ent- 
hält. arfjDD N::-n2 '^ib 'n 173N ^^^rcv "-^a^ni 
NaniDn •j-'i^m; m:iya3i D'';nrj ba D-'-.i^in iisn 
DtbCD D'iNn THiD •jNb7irf::-T r;::n\::3 din-t -bis 
'3T •'3150 Dbirs ■1731N "^Nb^om piT3 Ti» pp\:; wie 
sind sie beschatFeu? R. Lewi sagte: Sie haben 
eine Larve vor ihrem Gesichte, die den Esels- 
formen der Müller (vgl. 117:11) gleicht. Die 
menschlichen Sünden können es bewirken, dass 
die Larve den Dämonen abgezogen und bei 
deren Anblick der Mensch wahnsinnig werde. 
Wenn der Engel ausruft (ihnen das Beschädigen 
verbietet), so lebt der Mensch im Frieden; so- 
bald aber der Erstere schweigt, so wird letzte- 
rer beschädigt; worauf der Engel spricht: N. N. 
ist nun vollendet, verschieden. Jalk. II, 108'' 
dass. Ar. citirt aus Jelamd. zu Dt. 2, 31 Ti;"'2br! 
'di üt^'ü by (1. r;;7:wNniE pl.) rT'nN7:iD nd'pn 
Gott zog Larven über ihre Gesichter. Midr. 
Tillim zu Ps. 17, 7 N"N~!D, Var. nsind dass. — 
NTi'imD s. N7aii-,i: in 'id. 

SOnS/. (gr. Tuapfji.-»), parma) Schild. Thr. 

r. SV. "im, 65'' N731D Musaf., s. }<73nia. — Da- 
von denom. '[iü:i7:n2 m. pl. (parmati) Beschil- 
dete. Tanch.' Schoftim, 263* Gott führt die 
Völker sammt ihren Göttern vors Gericht; t?;??:-« 
mttjy d30 mmbn Tia «■'37:1 i-'l-iuid nnb 
'31 Ds-'b? in"'5an Diba ü^h imini nnrnri er 
stellt vor ihnen Beschildete (Hellebardier) auf; 
er bringt sodann die Tafeln, auf welchen die 
zehn Bundesworte verzeichnet sind und fragt 
sie: Haben jene Völker jemals euch ihre Auf- 
merksamkeit zugewendet? Sie antworteten: 
Seitdem wir erschaffen sind, hat Niemand, ausser 



Israel, uns beachtet; mit Ansp. auf ';;7:i a'^iö, 
„Sonne und Schild", Ps. 84, 12. 

N^S?^"!?/- (gr. 90oߣiä, mit eingesch. a, s. 
■^a-iii:) Halfter. Schabb. 5, 1 s. ojj'ilib. Kel. 
11,' 5 s. nnp.?. j. Schabb. V g. E., 7" ipi'D-iya -iio 
N"'D7:n2a n:;i'' S~i ein Ochs, der bösartig, stös- 
sig ist, darf am Sabbat mit der Halfter ausge- 
trieben werden; s. auch TW. 

DID^TIS Pesik. Schuba, 160% richtiger 
DiD~:rbi-: s. d. 

ny;ltt"]2 od. Xnif^"]?/. eine pflanze, die 
essbare Schoten trägt, j. Kil. I, 27* mit. 
nn*:"!-: cd. Sitom. (ed. Krotosch. ri7i73nD, R. Sim- 
son zu Kil. 1, 3 liest nm-JiD) zur Erkl. von 

oibsbs s. d. 

Dlpt2"]S m. Adj. (gr. 9ap[jiaxoc) Hexen- 
meister. Genes, r. sct. 77, 76* der Engel be- 
gegnete dem Jakob in der Gestalt eines Ränber- 
hauptmanns (0''::o"'b''D-iN, s. d.); der Eine sowohl 
als auch der Andere trieb Heerden von Schafen 
und Kamelen vor sich her. Ersterer sagte zu 
Letzterem: Schaffe du meine Heerden fort, so- 
dann werde ich die deinigen fortschatfen : Tiayrt 
irns riTii T'? Jinns npr'i 1;■'a^f ba ni» •]Nb?:ri 
n3'w7;i -iiim n^a:"?: naC7:i nnni -■'aiv: apr" 
0ip72-i3 ib -i?:kS nb^b- ba (Var. 3i7jpna) der 
Engel schaffte dieHeerden unseres Erzvaters Jakob 
in einem Augenblick fort; als aber unser Ahn 
Jakob des Anderen Heerden fortgeschafft hatte, 
so fand er wiederum andere; er schafi'te auch 
diese fort und fand wiederum andere; so ging 
es die ganze Nacht hindurch. Er rief ihm dann 
zu: Du Hexenmeister! Das. Jakob wickelte eine 
mit Wolle besetzte Binde um des Andern Hals; 
DipM"i3 Oip'Jns ib 17JlS und rief ihm zu: Hexen- 
meister, Hexenmeister! Cant. r. sv. rsT •'M, 18' 
steht dafür: iiann n-^b pn ann Dip7:nD oipTais 
rib'^bs ';Tibs:72 Hexenmeister, Hexenmeister! Du 
bist ein Zauberer, die Zauberer jedoch haben 
in der Nacht kein Glück. 

pHii/G"]? m. (wahrsch. pers.) das männ- 
liche Glied. Vielleicht zusammenhängend mit 

arab. l.i'ii (trnsp.) die Eichel des Gliedes. 

M. kat. 18* Pharao, der Zeitgenosse des Mose 
mn mzx ipna7jiDi Tii^n i:pTi n»« Nin (Ms. 
M. ina73"iDi) war eine Elle lang, sein Bart war 
eine Elle lang und sein Glied eine Elle und 
eine Spanne lang; mit Ansp. auf Dan. 4, 14: 
„Den Niedrigsten (Kleinsten) der Menschen" 
u. s. w. Jalk. II, 156* dass. Nach einer an- 
dern Deutung das. wäre Nebukadnezar, „der 
Zwerg" darunter zu verstehen, vgl. «953. 

iiTCna j. Keth. IX g. E., 33<= crmp., 1. ino 



ns 



119 



ro'ii^s 



ir.ia er lief ihm nacli, nm ihm das Document 
zu geben, vgl. ■''is. 

'"IS oJ. |il2 m. (gr. Tco'poj) Diirchgangs- 
halle, die näml. an zwei gegenüberliegenden 
Seiten durchbrochen ist, Mögl. Weise das gr. 
qxxpo; Leuchtthurra, der an drei Seiten vom 
Meere umgeben ist. Tohar. 6, 9 dtot ';"^-:r: 
'3T PDCb tht; die üurcbgangshallc (oder: 
Leuchtthurm) wird hinsieht), des Sabbats als 
Gehöfte des Einzelnen angesehen. Hai in s. 
Comment. liest iinDrr und hat dafür die beiden 
obengegebenen Erklärungen. Die Tosef. Tohar. 
"VII g. E. hat "»pb^on Basilica für pD, wonach 
also die erstere P>kl. die richtigere wäre. Die 
Mischna jedoch unterscheidet ps von ^pb-'DS. 

]"!£, Hif. '["'■iD^ (denom. vom flg. i-ir, etwa 
gr. (pepvi'^w) die Morgengabe oder Mitgift 
geben. Genes, r. sct. 60, ög** „Sie schickten 
die Ribka fort und segneten sie" (Gen. 24, 59. 
60). NbwX i"'riE73 rrr «bn vn ii-^iDim Y'^■\^■^ 
nsn Ar. (Agg. "j-'Ci2öi) sie waren betrübt und 
verarmt und ertheilten die Mitgift blos mit dem 
Munde: „Deine Nachkommen mögen Tausende 
und Myriaden sein". inbaiT wird näml. als 
Denom. von a'^mV::: Mitgift, gedeutet. Das. 
sct. 74 g. E., TS** „Laban stand früh auf und 
segnete sie" (Gen. 32, 1), Nbs d^;''"id53 m Nbi 
Tiszi dass. (Ar. sv. o''"iD73 liest hier Lj"'S"'"i2a 
wahrsch. ein Denom. von a"i2, Geschenk, s. d. W. 

T T ' ' 

„sie beschenkten" u. s. w.). — ';ins;3 B. mez. 69'' 
u. a. gehört zu ■»ns, niE s. d. im Ilifil. 

pS eh. Af. l-^nDN (=i->-iDr7) die Morgen- 
galDe oder Mitgift geben, s. TW. 

pfi. SJ15' ]11£> XJ^IS m. eig. (gr. (pepvi], 
syr. jiuJjs) Morgengabe, insbes. diejenige 
Verpflichtung, Verschreibung des Man- 
nes, wonach er sich verpflichtet, die 
Mitgift seiner Frau (Illata), die sie ihm 
aus dem elterlichen Hanse zugebracht 
hat, im Scheidungs- oder Todesfalle zu- 
rückzuerstatten; sodann übrtr.: das Schrift- 
stück, das diese Verpflichtung enthält, 
die Kethuba, Hochzeitsverschreibung; 
dass., was bbr. r;3^P3 s. d., das ebenfalls diese 
beiden Bedeutungen hat. — j. Sot. HI, 19* mit. 
n:-id N-.nj Ni-m srnNb lia"'"' man gebe der 
Frau dieses Mannes (d. h. meiner Frau) die 
Morgengabe. j. Ketli. VI Anf., 30° R. Jizchak 
traf folgende Entscheidung: riTnDN p'^na^^n ■jna 
IV mDiT73 nb nbya Nina ns-ns p-nziz sbi 
np-:7:73 tnnia nj'iü Jem., der seine Frau ent- 
lässt (sich von ihr scheidet), ohne ihre Morgen- 
gabc auszuzahlen, muss ihr solange Beköstigung 
verabfolgen, bis er jene auszahlt. Das. VII, .31" 
mit. Nbn p^E^■^ iMi* ■'CT' 'n vi^ip «nni^ ndn 
N^n n::Tc -jw ■j'^niasT y-i-y •'■iD''np T'-'im iid 
•jT 3C\i NT: -Ina r-'b T'NI pc Nbn piSTi 



j lin^w" n^':^-i-p^': n3-id inniw n:;: 'i -jib TiN obo 

r!\-n3 -iTO3 ■'33:n Nbn nbrn ■'Dibs •j-^nnb 
•jiD mjbs r!353 ■'inn (1. n-^msmc^) die An- 
gelegenheit kam vor R. Jose (dass eine ver- 
heirathete Frau einem fremden Manne nicht 
wehrte, als er seinen Mund auf den ihrigen 
drückte); er sagte: Sie soll ohne Ansprüche auf 
die Morgengabe geschieden werden! Da murr- 
ten ihre Verwandten und sagten: War sie un- 
besonnen (schlecht, d. h. hat sie dies aus Leicht- 
sinn gethan), so möge sie allerdings ohne Mor- 
gengabe geschieden werden; war sie aber nicht 
unbesonnen (d. h. that sie es nicht aus Leicht- 
sinn, sondern weiss sie eine Ausrede für ihr 
Verfahren vorzubringen), so möge sie ihre volle 
Morgengabe erhalten! R. Mana sagte zu ihnen: 
Bringe man doch die Hochzeitsverschreibung, 
Kethuba! Man brachte ihre Kethuba und fand 
darin folgenden Satz: „Wenn die N. N. den 
N. N. als ihren Gatten nimmt, später aber das 
fernere Zusammenleben mit ihm nicht fortsetzen 
will, so soll sie die Hälfte der Morgengabe 
erhalten." Das. IX g. E., 33° Nlins i3N "'S 
imn nay (1. Nsmo) wenn ihre Kethuba ver- 
loren ging, so schreibt man eine andere, j. B. 
bath. X g. E. 17''. j. Pes. 21° ob., s. rtib-iia. 
Genes, r. sct. 17, 17^ u. ö. ••by m.Niiis' ihre 
(meiner Frau) Morgengabe fällt mir zu schwer 
auszuzahlen. PI. Cant. r. sv. mino, 8* y:~is. — 
Selten in bab. Gemara. Keth. 67* nai/ nöN 
17773 N11D die Frau erhebt ihre Morgengabe da- 
von, näml, von den beweglichen Gütern, Kame- 
len u. dgl. Uebrtr. das. 51* un. •'?3n''b SDms 
der Gewinn, der von der Morgengabe erzielt 
wird, gehört den Waisen. — ^lams s. lisnicNiE. 

p''£ Piran, Ortsname. Bech. 40* bia piD 
DnD73 n-'n Piran, Eigenthum der Familie Me- 
nachems. 

S'n£, ■';ni2 Buhlerin, s. in'iE. Kel. 11,4, 
S. i^ü. 

X"J12 m. (spät. gr. „TrpävStov, brandeum, 
fascia, vitta". Du Gange, Glossar. I, 1221) Fran- 
sen; franz. f ränge, wovon 'j.j:'!? s. TW. — Sot. 
48 *" nach der Tenipelzerstöruug riT^B "baa 
NiaiD wurde das Tragen des befransten Seiden- 
gewandes abgeschafft. Schabb. 20 *" wird nt'O 
NiaiD unterschieden von nt'ü. 

rp^inS Brundusium, Hafenort in Cala- 
brien, wo die aus Asien nach Bora und zurück 
Reisenden Station zu halten pflegten. Erub. 
4, 1 (41*) DnrED nrbcm i^on^nsM isaa r,-ay)2 
a^a Ar. (j. Tlmd. i^omDbEJa, Ms. M. i^o-nba«) 
einst kamen sie (jene vier Gelehrten, die nach 
Rom gereist waren) aus Brundusium und ihr 
Schiff wurde im Meere verschlagen. 



^:-nE 



120 — 



d:is 



"■JIIS. K.TJlia /. (lat. furiius, syr. \3^z.^, 

j2i»3)as, arab. tjy^) Ofen, bes. ein grosser 
Backofen, worin man grosse Brote backte. 
Bez. .34* i-iDis i^Ni . . . 13-1133 i-isiNi T'p-'O'a 
nnsp N730 -■ain ■'i-nsa man darf am Feiertage 
heizen und backen in einem Ofen; man darf 
aber nicht in einem neuen Ofen backen, denn 
er könnte beschädigt werden, wodurch man sich 
unnütze Mühe gemacht haben würde. Pes. 31'' 
i'j-na ns I!rot, das im grossen Ofen gebacken 
wurde. Ab. sar. 35^ u. ö. dass. — Uebrtr. 
Genes, r. sct. 67, 66° (mit Ansp. auf nidn, Gen. 
27, .37) Jizchak sagte zu Esau: 1:7373 qnn 
D'p^2 'tzi i? rfiDX xn^jmsia lasse ab von ihm, 
denn der Ofen (d. h. die Hölle) wird dir an 
jedem Ort geheizt. 

Diu^'j"]!] Parnitos, Name eines römischen 
Feldherrn. s. TW. 

Tjj"!3 (=bh.) Parnach, Name eines Amo- 
räers, der zumeist die Halachoth des R. Jocha- 
nan refeiirte. Schabb. 1-1». Meg. 32* u. ö. 

Dj"1£ 1) leiten, führen; übrtr. ernähren, 
verpflegen, Nahrung verschaffen. Stw. 

0-10, arab. • ^'3 (mit eingesch. 3) urspr. die 
Heerde auf den Weideplatz führen, sie lagern 
und weiden lassen. Aehnlich Bernstein, Lex. 
syr. zu liirsch, Chrestomathie, als Denom. von 
\ZjcS. — B. bath. 8* R. Jonathan ben Amram 
sagte zu Rabbi, welcher seine Magazine zur 
Zeit der Hungersnoth geöffnet hatte: ■'Dcj-d ■■an 
•\h -113N ni:a ii<b ib n73N nnp ■'33 ib n73N 
3333 ':03n3 lb -IMN -JDSnSN r!;33 13 DS isb 
3"nm Rabbi, gieb mir Nahrungsmittel! Jener 
sagte zu ihm: Mein Sohn, h.ast du die Bibel ge- 
lesen? Er antwortete: Nein. Hast du die 
Mischna gelernt? Er antwortete: Nein. Wenn 
dem so ist, versetzte jener, welchen Grund hätte 
ich, dich zu ernähren? Er antwortete ihm: 
Ernähre mich wie einen Hund und einen Raben 
(da auch Gott die Thiere verpflegt, Ps. 147, 9). 
Das. 11* fg. ö. Tem. 16* wenn der Arme zum Rei- 
chen kommt D'Ji?3 ■ic3id;3 cn ■'303nQ ib 1)3X1 
'31 ixb DN1 und zu ihm sagt: Ernähre mich, 
ernährt letzterer ihn, so ist es gut, wo nicht, 
so „begegnen der Reiche und der Arme ein- 
ander" (Spr. 22, 2). Wer den Einen reich ge- 
macht hat, macht ihn arm; wer den Andern arm 
gemacht hat, macht ihn reich. Git. 61* a''o:-iD73 
Dibu ■'s-.n ■'3373 . . . bsniiJ"' "^^'9 DJ d-'-.s: i^ry 
man soll nichtjüdische Arme ebenso wie die 
jüdischen Armen verpflegen, wegen des friedlichen 
Einvernehmens; d. h. um feindliche Gesinnungen 
zwischen den verschiedenen Glaubensbckennern 
zu verhüten. Chag. 15*" u. ö. — 2) übrtr. ver- 
sorgen, die nöthigen Bedürfnisse be- 



schaffen. Tosef. B. mez. VII mit. der Arbei- 
ter ist berechtigt, zum Arbeitgeber zu sagen: 
r!733 1131D ■'b iry IN -(yä IIP73 -3Nb73 •'b 0313 
Tii-ayia verschaffe mir entweder Arbeit auf dei- 
nem Besitzthuni, oder gieb mir meinen Lohn für 
das, was ich gearbeitet habe; d. h. du hast nicht 
das Recht, mir Anderer Arbeit zuzuweisen. Keth. 
57* man gewährt einer Jungfrau, nachdem sie 
von ihrem Verlobten zum Heirathen aufgefordert 
wurde, eine Frist von 12 Monaten; rix asnsb 
'31 n73S3' um sich (mit Kleidungsstücken, Haus- 
geräthen u. dgl.) zu versorgen. Ebenso gewährt 
man dem Manne eine Frist, lUsy ns C3n3b 
um sich mit dem Nöthigen zu versorgen. Exod. 
r. sct. 43 g. E., 138° ein Gleichniss von einem 
Könige, der betreffs seines brachliegenden Fel- 
des zu seinem Gärtner gesagt hatte: no:ns ■]b 
mia nniwX 0:1:1 o-'isr; ■]br; ans nnix nayi 
'31 013 ni'^ai gehe, verpflege das Grundstück 
und mache einen Weingarten daraus. Der Gärt- 
ner ging, verpflegte jenes Feld und verwandelte 
es in einen Weingarten u. s. w., vgl. o''iN. Nura. 
r. sct. 4, 190°<*. 

Hithpa. opiEnn ernährt, verpflegt wer- 
den. Kidd. 4, 13 (82*) t\^y•\ rm ■;i73-'73 n^si 
Nbni lysn xba i-'03i3n73 im ni:73iN onb Cü 
nx o?3cb TwNios ■'INI i3':;»T3b xbx ixio: sb 
^-l>•^^;c Nbx iy:;3 xba 03~3PNa ■;-'t ii^Iw^ ■'"ip 
^■^0313 nx "nnspi ^ü^S hast du jemals ein 
Thier oder einen Vogel gesehen, welche ein 
Handwerk haben; aber dessen ungeachtet, wer- 
den sie ohne Mühe ernährt! Wenn es nun die- 
sen, die blos erschaffen wurden, um mich zu be- 
dienen, so ergeht, um wie viel mehr müsste ich, 
der ich erschaffen wurde, um meinen Schöpfer 
zu bedienen, mich ohne Mühsal ernähren kön- 
nen! Allein ich habe meine Handlungen ver- 
dorben und hierdurch meine Ernährung beein- 
trächtigt! Ber. 28* s. 03i|. Keth. 67*'' R. Schi- 
meon sagte: T'ppT3 i^N o:i3n-b niii i3-<t<l lb ö'' 
N3n D"'i73iN 03i3n-b -:;ii i:*'Si ib ■;''n ib 
iiby "^pyt mino "»lo bi:3i 113073 wenn Jem., 
der Vermögen besitzt, sich nicht ernähren will, 
so kümmert man sich nicht um ihn; wenn er 
aber nichts hat und sich nicht von Anderen er- 
nähren lassen will, so sagt man zu ihm: Bringe 
ein Pfand und nimm etwas an! damit er sich 
beruhige; d. h. dass es ihn nicht schmerzen 
solle, Almosen zu empfangen. Das. ö. 

DJ"]? eh. (syr. waiJj£=03iE) leiten, füh- 
ren; ferner: ernähren, pflegen. — Ithpa. 
geleitet, verpflegt werden, s. TW. 

Dj"IS m. Adj. Leiter, Verwalter, Vor- 
steher, Verpfleger. Snh. 92* j'insira 0313 bo 
'31 rn33 linüi.i nx jeder Vorsteher, der die 
(iemeinde mit Sanfimuth leitet, wird sie auch 
in der zukünftigen Welt leiten. Chag. 5'' o:i3 
ii32:n bi' ns^Püo ein Vorsteher, der gegen die 



c;iE 



— 121 



Np:n3 



Gemeinde stolzirt. Ber. 28* R. Josua sagte zu 
dem Nasi, R. Gamliel, als er sich über die be- 
rnssten Wände des ersteren (vgl. ■'?:nE) gewan- 
dert hatte: rtrx "so ir:-D -pno iiib ib "'IN 
a''s:'iEn": er, naa wizdu ■'T'Tibn rc i-y^ca riv 
'j'':iT'': 1" nnii wehe der Generation, deren 
Vorsteher du bist, da du nicht einmal kennst 
die Qaal der Gelehrten, wodurch sie sich er- 
halten und womit sie sich ernähren! Arach. 17* 
R. Judan Xesia und die Rabbanen sind ver- 
schiedener Ansicht; -im c:~: 'cb ~n -7;n in 
nn 'D? w5~iD "73N der Eine sagt: Die Genera- 
tion richtet sich nach ihrem Verwalter; der An- 
dere sagte: Der Verwalter richtet sich nach der 
Generation. Ber. 55* n. ö. — PI. Taan. 9* 
•j-.nsi rrct2 in idn b}<^\s"'b pb na? D"'a:ns 's 
a''~iBT drei vorzügliche Verwalter entstanden für 
Israel, und zwar folgende: ilose, Aharon und 
Mirjam. Der erstere näml. brachte das Manna 
(Brot), der Zweite die Wolken der göttlichen 
Herrlichkeit (Schutz) und die Dritte den Brun- 
nen (Wasser). Joni. 86'' nsy D'm:: d^oitd ■':a 
im ~"wa bN~a''b a~b zwei wohlwollende Ver- 
walter entstanden für Israel, näml. Mose und 
David; beide erklärten sich bereit, ihr Leben für 
das Gemeindewohl hinzugeben, j. Pea VIII, 21* 
mit. •j'ci-D iTN 'rc •i-'T'?:y?3 •;\s man ernennt 
nicht znei Brüder gleichzeitig als Vorsteher. 
Git. 60* u. ö. 

q-lS, SOinS eh. (syr. U3^=vTg. o:-.b) 
Vorsteher, Verwalter, j. Pea VIII, 21* un. 

lÄ -\bT2i -jib -iKn d:~3 n\-T'r372 iiya na-'pr 'i 
'21 r;"'r''""3 den R. Akiba wollte man zum Vor- 
steher ernennen; er sagte zu den Gelehrten: Ich 
will mich zuvor mit meiner Frau berathen. 
Das. ö., s. auch TW. 

nCj"1£/. ]) Nahrung, Ernährung, Ver- 
pflegung, ßer. 3'' bei Tagesanbruch kamen 
die Gelehrten zu David; ^^bizr, i:'mN ib nss 
nc:-.:n-T -cb anb ^"N r.z'.s y:i^-x bx—c^ ^izv 
'd"i rtT" -T sie sagten zu ihm: Unser Herr und 
König, dein Volk Israel bedarf Nahrung. Er 
entgegnete ihnen: Gehet und ernährt euch Einer 
vom Andern u. s. w., vgl. ya^p. Das. 16'' ai'n 
-oma bö Leben mit Nahrung. Suc. 51'' in der 
Synagoge zu Alexandrien wandte sich jeder 
Handwerker an seine Zunft: no:nsT ipoihd Dam 
■in^2 ■'wtx und von da bezog er seinen Unterhalt 
und den Unterhalt seiner Familie. Das. 9*. lO** fg. 
j. Suc. V, 55'' ob. Genes, r. sct. 20, 21* nbiNs a-ipa 
q.^ a'sbs nbix; na nbisjb no;-i3T nsr-isb 
baa nbiNJ qs ar baa hoshd hj: a-i^bs no2-i3 
av die Schrift (Ps. 137, 24. 25) vergleicht „die 
Erlösung" „der Nahrung" und „die Nahrung der 
Erlösung"; denn so wie bei der Erlösung Wun- 
der geschehen, so geschehen auch bei der Naii- 
rung Wunder; so wie die Nahrung täglich statt- 
findet, so findet auch die Erlösung täglich statt. 

Letv, Neuliebr. a. Chald. Wörterbuch. IV. 



Das. sct. 97 Anf. dass. Schabb. 32\ 150'' u. ö- 
— 2) das zur Lebenserhaltung oder zur 
Bequemlichkeit Erforderliche. Pea 8, 7 
nrb rarn: ib l^:m: ^b wenn der Arme irgend- 
wo übernachtet, so muss man ihm das zum 
Nächtigen Erforderliche geben; in Schabb. 118* 
erklärt: n-'IS •'3T N1^^s Tragsessel und Bett. 
In Tosef. Pea IV mit. jedoch erklärt: nT'iüpl \n'Q 
Oel und Erbsen, also Nahrungsmittel. Keth. 
68* 3S2 iTava r;o:-iDb betreffs der Ausstattung 
schätzt man die Gesinnung des Vaters ab; d.h. 
wenn eine Waise sich verheirathen soll, so rich- 
tet man sich hinsichtlich der Mitgift ans der 
Nachlassenschaft ihres Vaters nach der Gesin- 
nung desselben, ob er freigiebig oder sparsam 
war. Das. r.-z^i? ro:-!D . . . bynn rio:ns was 
zum Bedarf des Mannes gehört, d. h. die Mit- 
gift; was zu ihrem eignen Bedarf gehört. Letz- 
teres wird das. auf doppelte Weise erklärt: 1) 
-'nai r;b''DN Nahrungsmittel; 2) N-i^cn NUJiab 
Bekleidung und Bedeckung, Deckbetten. — 
Uebrtr. Jom tob (Bez.) III Anf. rrsrns y^iiy 
in-12-' Nbo b-inaa Q-'-n^T bo rn:b man darf 
am Feiertage den Lebensunterhalt für den Bie- 
nenschwarm beschaffen, damit die Bienen nicht 
fortfliegen. Tosef. Ter. V g. E. ncrns ib O'' as 
"HN a"'p?3T2 wenn er einen Vorrath von anders- 
woher hat; d. h. Früchte, von welchen er den 
Zehnten für diese Mischung (bn'j) entrichten 
könne, j. Chall. III Auf., 59* dass. 

nd:1£, s*p9;i?, Nrno:"!? eh. (=r!3;ii) 

Nahrung, Verpflegung, Nahrungsmittel, 
s. TW. 

Ci;n3 oder DillS m. l) (syr. iüias) N. a. 
Ernährung, Verpflegung, s. TW. — 2) 
(=-3:11 nr. 2) Lagerstatt mit allem Zu- 
behör, Tragsessel und Polst er = n:"'b nasi-; 
s. d. Genes, r. sct. 68, 68* die Steine unter 
Jakobs Haupt 3"i:nDai nii'as ^^-^^^ rcrs (Jalk. 
I, 35'' o:~.idd) wurden unter ihm wie eine Bett- 
stelle und wie eine Lagerstatt. 

pi"!? Parel (von p:§ s. d.) ergötzen, er- 
freuen, vergnügt machen. — Ithp. pn|rN 
sich ergötzen. — Np-";-]:, Np^:~§ »».Er- 
götzlichkeit, Zartheit! s- TW! — PI. Gant, 
r. SV. IE-' -72, 30* bNTO'O i-ip-'r-^DT •j-'r^in ba 
nb-'a maT3 nrn abirn Tpi-isr-ii 'j-':::3na 
a''3T' 'j'^a nsn-'DO alles Wohlleben und alle Er- 
götzlichkeiten, was Israel geniesst und womit es 
sich in dieser Welt ergötzt, erfolgt wegen des 
Verdienstes der Beschneidung, welche stattfindet 
zwischen den Hüften. 

Sp;~12 od. Np;n2 mase. ein altes Klei- 
dungsstück, womit man Becken oder 
Eimer mit Wein zu bedecken pflegte. 
Ab. sar. 30* spjnDa niinsn saiaa KT^n -ib cd 
Ar. (Agg. überall spsinD) es blieb ihm Wein 

16 



Km:n2 



122 



DIE 



im Eimer übrig und er bedeckte ihn mit dem 
Kleidungsstück. Das. Nps-c •'ib^'r N-i73n pi^D 
der Weiu stieg über das Kleidungsstück empor. 
Schabb. 48* Np5ns73 N3a ■'N72 was für ein Un- 
terschied ist zwischen diesem und dem alten 
Kleidungsstück? d. h. weshalb soll das Bedecken 
des Beckens mit einem Turban verboten, aber 
mit einem alten Kleid erlaubt sein? Das. 139'' 
'dt NDi^T r!':>bsN Np3~3 ■'Nn ein altes Klei- 
dungsstück, das die Hälfte des Eimers bedeckt 
u. s. w. 

Nmj~l2 crmp. aus Nnqns s. d. 

D"]£ (=bh. Grndw. ns) 1) trennen, bre- 
chen, theilen. Part. pass. Tosef. Kel. B. mez. 
V Anf. 'an cni^n ';"'7JiPn; Vo "mo ed. Zkrm. 
(ed. Solk. •j'TiEr:) ein Lattengestell der Bäcker, 
das auseiiiandergerissen wurde, s. "iiio. — Uebrtr. 
yauj hy OID (Ms. M. und m. Ägg. überall bs 
»7212; in einigen Ägg. oft y73ffl ns crmp.) die 
Benedictionen des Schema vortragen, 
eig. theilen, näml. zwei Benedictionen vor und 
eine (resp. zwei) nach -erfolgter Lesung des 
Schema sprechen, vgl. yz'Z; in dem Falle näml. 
wenn zehn (oder sieben) Personen in die Syna- 
goge kommen, nachdem die Gemeinde das Schema 
mit den Benedictionen bereits gesprochen hatte. 
Des Schemäabschnittes selbst war wohl die Ge- 
meinde kundig und sprach ihn gemeinschaftlich. 
Meg. 4, 3. 5 (23''. 24^) cma ni- «■'dsd Ti::s7.:n 
S>M"i3 by derjenige, der aus den Propheten die 
Haftara vorliest (vgl. n:::), trägt auch (nach 
einer Gelehrten-Verordnung) die Benedictionen 
des Schema vor, vgl. auch niN73. Levit. r. sct. 
23, 166^ wenn zehn Personen in die Synagoge 
kommen, yiz-a by OTisb bis'' Ü1-,iz thn I'XT 
nraTaa n73iT ym'' nn» nnsi r;3\-in ■'53b ni^ybi 
DTiinr; ';"'3 und Keiner aus ihrer Mitte ver- 
steht, die Benedictionen des Schema vorzutragen 
und an das Vorbeterpult zu treten (um das 
Achtzehngebet zu sprechen), aber Einer (der 
hinzukommt) versteht es, so gleicht er „der 
Lilie unter den Dornen". Das. R. Elasar kam 
nach einem Orte, nachdem er den Unterricht 
des R. Akiba genossen hatte; by OTi;: rr'b T17:n 
'dt "iny riDTi- ■^rsb may 3~d y7:c man sagte 
zu ihm: Trage die Benedictionen des Schema 
vor, und er trug sie vor; gehe an das Vorbeter- 
pult und er trat hin, vgl. aon. Cant. r. sv. 
?:jüTO3, 12'^ dass., wo jedoch im ersteren Satz 
richtiger steht: y70ia by OTiD ITtU nntn. — 2) 
den Segen beim Brotanschneiden, Bre- 
chen (N^i:i73r; rann) sprechen; älinlich nr. 1. 
R. hasch. 2d^ aba i^miNb -oino ms ons-' xb 
■'S^bi Ti33b Nin o-no baN ar.-^y bDiN p dn 
ni7;3 panb ^13 irT'3 man darf nicht beim 
Anschneiden des Brotes für Gäste den Segen 
sprechen, ausser wenn man mit ihnen isst; 
dahingegen darf man beim Anschneiden des 
Brotes für seine Kinder und seine Hausleute 



(selbst wenn man nicht mit ihnen isst) den Segen 
sprechen, um sie an Geboterfüllungen zu ge- 
wöhnen. — 3) (=bh. b~E) ausbreiten. Part, 
pass. trop. Aboth 3, 16 bs by nonp miSTa 
D^^nr, das Netz (d. h. Gefahren, Krankheiten) 
ist über alle Lebenden ausgebreitet. Pes. ß*" s. 
rT7ii:7j. 

Nif.' B^SD und Nithpa. onsr: zerbrochen, 
getheilt werden. Teb. jom 3, 1 0"i3;o bDTN 
eine Speise (Frucht), die abgebrochen wurde, 
vgl. i-!y, nny. Chull. 127'' dass. B. mez. 7, 7 
(93*) T'bi:i''y lOnsriS wenn seine Feigenkuchen 
zerbrochen wurden. 

Hif. (denom. von nc")?) sich mit den Hu- 
fen oder Klauen hinstellen. Chull. 51'' 
ypnp ■'35 by S"'"i3~ das Thier stemmte seine 
Hufe auf die Erde, um sich zu erheben. Das. 
75'' dass. Uebrtr. Genes, r. sct. 22 g. E. „Kain 
ging hinaus vor Gott" (Gen. 4, 16), D''"iS73n ni:i 
ixm^n ri73n7:Di d. h. er ging hinaus wie das 
unreine, aber hufgespaltene Thier (bildl. für 
Esau, Rom, das dem Schweine verglichen wird 
und vorgiebt, rein zu sein, indem es seinen ge- 
spaltenen Huf vorzeigt; vgl. Levit. r. sct. 13 
g. E., s. auch tlba) und als ob er (durch seine 
zum Schein gethaiie Busse) seinen Schöpfer be- 
trüge; s. auch \-ir:. 

Pi. eig. durchbrechen lassen; vgl. nC";ie 
nr. 1. Keth. 2* u. ö. rsi:i nOT'S sie hatte Men- 
struation. Genes, r. sct. 48, 47"= (mit Bez. auf 
Gen. 18, 8) riKSüSi m5 nDT'E . . . nt; pT: rcn 
r!D"'y~ wo blieb denn das Brot („die Kuchen", 
die Sara angefertigt hatte, das. V. 6)? Allein 
sie hatte Menstruation, wodurch der Teig ver- 
unreinigt wurde. 

D"1S chalcl. (syr. ^j^jä^O'^e) 1) trennen, 
spalten, theilen, dah. auch ausbreiten. Dan. 
5, 25 fg. Snh. 40*, s. ■'iiD?:. Ben 55'' mit. N3Ty3 
'i-^'^-f (■'Ins) •'onij'i zur Zeit, wenn die Priester 
ihre Hände zum Segensprechen ausbreiten, 
j. Schabb. XX Anf., 17" 'ai rT'ybip iioiD iiin 
sie breiteten die Vorhänge aus u. s. w. j. Kil. 
I, 27* un. s. Nn::?^. j. Jom. VHI, 45'' mit. 
!^\-^bi3 013 er breitete seinen Mantel aus 
u. s. w., vgl. N'4^'73 und Nnbi:i. Bech. 40* 
„Wenn das Maul eines Thieres dem eines 
Schweines gleicht" (als ein Leibesfehler, Mischna 
das.), D"'n3n irs sb« c^^si vsan ni2-'n txb 
T3a sbT ai by q« sage nicht, dass blos 
wenn das Maul zugespitzt und die Lefzen ge- 
bogen (eig. geschnitten sind und es also ganz 
dem des Schweines gleicht), sondern auch, wenn 
es blos gebogen, obgleich niclit zugespitzt, so 
ist es auch als ein Feliler anzusehen. Schabb. 
48* s. -i^iro-i. Pes. 37'' u. ö. — 2) abschätzen, 
eig. mit dem Golde den abgeschätzten Gegen- 
stand decken, s. TW., vgl. ■'by, nby. B. mez. 
40* un. NT1T2 N.T'aj NfT'Ta HTin^' 'i D''":s R. Jnda 
schätzte ab (d. h. verkaufte) je sechs Mass Wein 



orE 



— 123 — 



D-lB 



für einen Sus. — 3) •'O'iE (sjt. -»jj^, vgl. auch 
üpis) verbreiten, veröffentlichen, s. TW. 
Ithpe. (syr. .^aifSL]) veröffentlicht, bekannt 
werden. Thr. r. sv. yb'2, 61° besser ist es, 
dass ich getödtet werde, ■[1"T'ü3''73 ';"'0~i2nn «bi 
NmabTiT wenn nur die Geheimnisse des Kelchs 
nicht bekannt werden. 

D1"IS m. (eig. Part, pass.) Getheiltes, Ab- 
gebrochenes. Men. 7, 2 (77'') bi::" Nb-,3 nnx 
Oins „Eines" (von jedem Opfer soll er darbrin- 
gen, ina, Lev. 7, 14), aber nicht ein gebroche- 
nes Stück. Das. 76* u. ö. j. Dem. I, 21'* mit. 
onc ein Stück Brot, Ggs. obo ein ganzes 
Brot. — Schek. 1, 3 n-,s? snaa noD- cn-D3 
;n~ cnD3 (so in den meisten Agg. und Ar. 
ed. pr.; im j. Tlmd. didd) in der Hälfte (der 
Vorbereitungszeit) vor Pesach, in der Hälfte 
vor dem Wochenfest, in der Hälfte vor dem 
Hüttenfeste; d. h. 15 Tage vor jedem der hier 
genannten Feste. Vgl. j. Schek. HI Anf., 47'' 
lyTCb Dii-p DT' D^aboi Nibs ons ■jrDm •;n bD 
T^mabriD T'CtitJ überall, wo hier ons (oi~:) 
steht, bedeutet es die Hälfte, näml. die Hälfte 
von den 30 Tagen vor jedem Feste, während 
welcher Zeit man die Gesetze des betreffenden 
Festes vorträgt; vgl. j. Pes. I, 27'' un. Meg. 4*. 
Tosef. B. mez. IV dass. 

nOnS/. (eig. Part. pass.=3i-is) nrspr. Ab- 
gebrochenes, Stück (d. h. kein ganzes) Brot; 
vollständig r-D rans (=bh. anb ns); blos vom 
Brot gebraucht, entsprechend dem nDTn: Ab- 
geschnittenes, Abgebrochenes von anderen Spei- 
sen; dann überh. Brot. j. Ber. VI, lO*" nn. 
bs ".aiwS i-iniyo bo na'^biaT •j-'an bo noTis 
yan bo nOTsn wenn Jem. ein abgebrochenes 
Stück vom Weizenbrot und ein ganzes Gersten- 
brot bat, so spreche er den Segen (N'::i-:r;) über 
das Stück vom Weizenbrot. Pes. 115''. 116* 
ob. r;onD3 1X3 ^15* "oi'sa ismc ^:y nw so wie 
der Arme zum Mahle gewöhnlich ein abgebroche- 
nes Brot hat, ebenso sei hier (d. h. die Mazza am 
ersten Pesachabend, ■'ij' nnb) ein abgebrochenes 
Stück, vgl. TW. SV. iDb. Cbnll. 7'' un. R. Pin- 
chas ben Jair n:"'i«a -otid by y:i3 «b T'?^-'?: 
ibis hat niemals ein Brot angeschnitten , das 
nicht sein Eigenthum war. R. hasch. 29'' u. ö. 
— PI. Dem. 5, 5 ns n-ion-,s Brotstücke. Tosef. 
Ter. V g. E. monnD . . . D^:Dn anb ba moms 
•fbin ba Brote vom Schaubrot, Brote von pro- 
fanem Getreide; vgl. auch j. Orl. II, 61* un. — 
Ferner Stücke überh., Theile. Esth. r. sv. 
obo ri;i23, lOl'^rioi-E m3b:3r; ns nbnpc o-:d 
Trsb -min •j^''^""^"« "'"•^''a ~~.si mnn ■'«■'d ihn 
«ab Persien heisst deshalb o"id, weil es das 
Reich stückweise erhalten hat, eines zur Zeit 
Tardas (Mithridates?), eines zur Zeit Adarkians 
und eines wird es in der zukünftigen Zeit er- 
halten. 



D"1£ m. 1) Abgebrochenes, Theil, Hälfte. 
Edij. 3, 3 onsT ~r: eine Mine und eine halbe 
Mine. Pea 8, 5 man giebt dem Armen u. s. w. 
aiD T31S vXD"'py '-! nb-'aT r;;?: in oder eine 
Mine dürrer Feigen. R. Akiba sagt: eine halbe 
Mine. Schebu. 42* u. ö. "^Tia ']"'3sb nsa 
ois TTibasni dein Vater hatte früher eine Mine 
(100 Sus) von mir zu fordern, ich gab ihm aber 
einen Theil davon zurück u. s. w. Trop. Taan. 
21'' ans p n;a eine vollgiltige Mine, die von 
einer halben (mangelhaften) Mine abstammt; 
bildl. für: ein grosser Gelehrter, Sohn 
eines raittelmässigen Gelehrten, vgl. nsa. 
Tanch. Balak, 234» vrr3 ans p nra vn ürrih 
Dr;\m3Na C'b-nj ps? t>Ci? sie beide (Bileam 
sowohl, als Balak) jeder war eine Mine, Sohn 
einer halben Mine, denn sie nannten sich grösser 
als ihre Väter; d. h. tids 1:3 . . . "iwa 133 
(Num. 23, 18. 24, 3 fg.) ist zu deuten: „sein 
Sohn, Schüler, ist Beor", „sein Sohn, Schüler ist 
Zippor". — 2) Peras, eig. ein halbes Brot, 
s. w. u. Chull. 35* u. ö. nb''DN •'^Da d-'td 
ans der Genuss einer unerlaubten Speise von 
der Grösse einer Olive (n^TD s. d.) während einer 
Zeit, in welcher ein Peras gegessen werden kann. 
Ab. sar. 67* u. ö. s. •C'Z'q. Vgl. Tosef. Mikw. 
VIII mit. s?73p -lan D'ii:^3 ':\a aia ni- nttai 
mpm-:; a-'s^a ■';■:: n«i5< •'av 'n rmrr« 'i inan 
Tiyi D"'i:^a ■'ra "laT ny^c wie viel ist die Grösse 
eines Peras? Zwei Hühnereier weniger etwas, 
so nach Ansicht des R. Juda. R. Jose sagt: 
Zwei grosse (eig. lachende, vgl. pna) Eier. 
Rabbi mass es nach zwei Eiern und etwas 
darüber. Mikw. 10, 7 a~ii3 "'Sn3D wie die Hälfte 
eines Peras; vgl. Tosef. Mikw. 1. c. anD ■'j:nD3 
ans nb^'a« ■'-a -■in3 wie die Hälfte eines Peras 
innerhalb der Zeit, dass man ein Peras essen kann. 
— PI. j. Hör. III, 47'' un. Zl^'S^^^ rb''as3 während 
des Essens zweier oder mehrerer Peras (Brothälf- 
ten), j. Schabb. I Anf., 2''. — 3) Zerbrochenes, 
insbes.an2r!n-'3die Stätte, wo durch die über 
das Grab geführte Pflugschar zerbrochene 
Todtengebeine liegen. Nid. 57* n"'3 O-inn 
3-^27! iT'a riwiy nr •'-in miapn wenn Jera. einen 
Begräbnissplatz umackert, so macht er ein pia 
a^sn; vgl. Raschi z. St.: ansi mac iiab ans 
m7:i:7n lansr-j aa b? das W. a-s bedeutet 
zerschlagen und zerbrochen, weil die Gebeine 
zerbrochen wurden. Ohol. 17, 1 fg. ns \3mnn 
'aT ans n-^a nciy nr "^-ir, n3pn wenn Jem. ein 
Grab pflügt, so macht er eine Todteugebeinstätte 
von 100 Ellen im Geviert. Maim. z. St. erklärt 
unser W. von ans nr. 3: ausbreiten, eig. die 
Ausbreitung des Grabes über die gedachte 
Strecke: vgl. auch ansn r'3. Das. 18, 2. 3. 4 
citirt in M. kat. 5'' nr.:: ]- ansn n^a nabo 
1''a"iD m-CT nap -a -cnn:-:) möi nap na naxc 
LA. Raschis in Nid. 57* (Agg. in Ohol. 1. c. ■ 
1''ai3 . . . mans) drei Arten von onsn n-'a 

16* 



TT 



124 



D"iE 



giebt es, näml. 1) ein Feld, in welchem sich ein 
Grab verloren hat; 2) ein Feld, in welchem ein 
Grab gepfiiigt wurde; 3) ein Feld, in welchem Gra- 
beshöhlen, Kuchs sind, vgl. -;i3. Tosef. Ahil. 
XVII Anf. r^3 nciy i-iN ra bo isi:73 c-nnn 
ns o-iinr; Nbs cns- n-'3 n^siyn ^b i-in a-isr: 
'si nabn iDpr: wenn Jem. einen Theil vom Kör- 
per einer Leiche pflügt, so macht er hierdurch 
kein oiDn »t'D; denn cnc" n^a ist blos, wenn 
man ein Grab pflügt. E. Elieser ben Jakob 
sagt: mbibnn tjN auch die Grabeshügel, die 
gepflügt wurden, bilden ein cncn ^■'2. Ohol. 
18, 1 fg. u. ö. — Selten ohne n^3. Tosef. Ahil. 
XVII Anf. ans m»3 wie das Mass eines dhd. 

012 m. (von o'iB nr. 3) 1) Vorhang, eig. 
was man ausbreitet. Das W. ist nicht das gr. 
cpäpo?. Num. r. sct. 10, 206"^ was that die 
Tochter Pharaos, die Salomo geheirathet hatte? 
bs 13 i-,yj-p-\ 157353 nbyab ib nninr ois v'^^ 
'si rT'b5n72i mmu D^53N ■'3''73 eine Art Vor- 
hang breitete sie über seinem Bette aus und 
setzte hinein verschiedene Arten von Edelsteinen 
und Diamanten, welche wie Sterne und Planeten 
glänzten. Als er nun des Morgens früh auf- 
stehen wollte und jene leuchtenden Körper er- 
blickte, so schlief er wieder ein bis zur vierten 
Tagesstunde. — 2) ausgebreitetes Netz. 
Tosef. Jom tob (Bez.) III Anf. lons rx nb5'7: 
'd") mü Dil 3i»M ed. Zkrm. (a. Agg. ba 
imD'iC'O) er zieht sein Netz am Rüsttage des 
Festes berauf. 

NOnS od. Kons cJ,. (syr. ]J-^£ od. ]J.Us 
=D1e) Vorhang. Chull. S*" NOnsi Nn-'bD Fetzen 
des Vorhanges. Meg. 26'' nbai Nccns ■'«n 
i-iia NiD-'ob Nn-'D-ia -^m ■'n nüit Nons ninayT: 
sb i^Ta73inb bas Mss. M. (anders in Agg.) wenn 
der Vorhang vor der Bundeslade moderte, so 
darf man aus ihm einen kleinen Vorhang oder 
eine Decke für die Gesetzrolle, aber nicht für 
die einzelnen Pentateuchrollen machen. — PI. 
Suc. 20** Nrms3i ■'D-ie Vorhänge vor den Thü- 
ren und Siebe, j. Git. VI, 48* un. nD''"ie crmp. 
aus NO''"io s. d. 

XHICia eh. f. (syr. \J.f£, eig.=vrg. ND'ie) 
Decke, operimentum. Scheelt. des E. Achai 
Abschn. Wajikra Anf. „Das Fett, das die Ein- 
geweide bedeckt" (Lev. 4, 8) smcini; nt: txir, 
das ist die Fettdecke, Verhängendes; vollständig 
N3-im Nmo''-iD, s. TW. 

np"12/. (=bh.) gespaltene Klaue. — PL 
j. Pes. VII, 35* un. und Chull. bb^ rio-jEi-; n^2 
die Stelle der Klauen oder Hufe. Das. 68'' 
bnsN "T'Tnn moiE bi3N T'Tnr; ns-ic zieht das 
Junge im Mutterlcibe des Thieres eine Klaue 
zurück, so darfst du sie essen; zieht es beide 
Klauen zurück, so darfst du sie ebenfalls essen. 
Aus Lev. 11, 2. 3 wird näml. deducirt, dass das - 



im Mutterleibe sich findende Thier nach dem 
Schlachten der Mutter gegessen werden darf, 
r!7ar;a3 . . . n^anan „das Thier im Thiere". 
Wenn nun das Junge beim Leben der Mutter 
beide Klauen aus dem Leibe gestreckt und eine 
derselben zurückgezogen hat, so darf diese 
(rrs"!?), nach dem Schlachten der Mutter ge- 
gessen werden; zieht es beide zurück, so dürfen 
beide (nb'i!;) gegessen werden. 

Nnp"!? eh. (syr. jL»js = !nD'iE) gespaltene 
Klaue', "s. TW. 

|np"l£ masc. Adj. (syr. \£J,fI) der Gross- 
klauige. Chull. 60* der Ochs po-iD ist gross- 
klauig, vgl. inons. 

SC~n£ m. (von o^2^) 1) Abzug, Entzie- 
hung, eig. das Abbrechen, vgl. m3 naT'D. 
Schabb. 129'' Samuel sagte: bs htzT! ndtis 
niTn'^ D-'piDri 'j-'ai üJ'):-' D'^pisn i-iai •{•'TaT» i-rbn 
Knaaa ^^ N7:nT ndtic bsiaa n73Ni ^y73->i 
'ai Nb ■'C'^Mm ^j-£i baN «naia ■'by7:i nyan« der 
Aderlass (eig. Blutentziehung = r;T]5r: von Tpj: 
entziehen) soll in je 30 Tagen stattfinden; an 
einer Lebensperiode angelangt (im 40. Lebens- 
jahre) soll man den Aderlass beschränken (etwa 
alle zwei Monate); an der darauffolgenden Pe- 
riode (im 60. Lebensjahre) soll man ihn noch 
mehr beschränken (etwa alle drei Monate). 
Samuel sagte ferner: Der Aderlass soll am 
Sonntag, Mittwoch oder am Freitag vorgenom- 
men werden; aber nicht am Montag oder Don- 
nerstag, weil es Gerichtstage sind; auch nicht 
am Dienstag, weil der Planet Mars an ihm 
herrscht, vgl. D"'"!Na. Nach Ar. bedeutet -[la 
'di D^ipHD,-; wenn Jem. das 50. Lebensalter er- 
reicht hat, so soll er sich in je zwei oder drei 
Monaten und in einem höheren Alter in je sie- 
ben Monaten oder auch alle Jahre einmal zur 
Ader lassen. — 2j Ausbreitung, Darlegung. 
Git. 37* Nnb72T no-iId die Darlegung (od. Ent- 
scheidung) der Angelegenheit; vgl. b^aTi-E. — 
^SD■^^E Ephoros, s. d. in 'id. — •'oms Git. 
28''', s. ;:7ri-'D-iiE. 

C"12 m. (viell. gr. TCopo?) eig. Durchgang; 
übrtr. Mittel, um Ausgaben zu bestreiten, 
Subsistenzmittel, Einkünfte. Mögl. Weise 
das gr. (fögoQ, eig. das Getragene, Darge- 
brachte; übrtr. dargebrachtes Geschenk 
(etwa wie nNba); gew. jedoch bedeutet 9opoj: 
Tribut. Maim. zur hier nächstflg. St. bemerkt: 
0-iü ist unterschieden von "ab; ersteres bedeu- 
tet eine Vergütigung, die Jem. freiwillig 
giebt; wenn z. B. ein Herr zu seinem Knechte 
oder ein Vater zu seinem Sohne sagt: Thue das 
und das, so werde ich dir etwas schenken! -lao 
hing, bedeutet: Lohn für geleisteten Dienst. — 
Aboth 1, 3 Antigonos, der Sochaür, sagte: bn 
bapb r37j by a"7r; pn ■i'C7:Ta?:r: D^nara iinn 



D1S 



125 — 



■^^ipiirons 



Nbü 2-ir; PN ■j-'üJica- a^i:;'3 nn Nbs cid 
D3"'by D-'^JO NnT2 ^-;^^ die bnpb r:?: by seid 
nicht wie die Knecbte, die den Herrn bedienen 
um ein Geschenk zu erlangen, sondern seid wie 
die Knecbte, die den Herrn bedienen nicht um 
ein Geschenk zu erlangen; denn die Ehrfurcht 
vor Gott sei euch stets gegenwärtig. Der Sinn 
ist nach obiger Worterklärung folgender: Bei 
der Erfüllung der göttlichen Gebote dürfet ihr 
nicht an das Gute denken, das Gott als den 
Tugendlohn euch verheissen hat; denket viel- 
mehr, dass ihr auch ohne den verheissenen 
Tugendlohn jene Gebote hättet erfüllen müssen, 
da ihr hierzu, aus Ehrfurcht vor Gott, ver- 
pflichtet seid. Taan. 25'' apaTo htto nnj'b 
lantt DTD ein Gleichniss von einem Knecht, der 
von [seinem Herrn ein Geschenk verlangte, s. 
pj>i2 , Vgl. auch rz U. B. bath. 2b^ b:3i3ii) ms^ 
mnrujui r-nnsb -inm lann ons wie ein 
Knecht, der, nachdem er von seinem Herrn ein 
Geschenk erhalten, sich umwendet und sich 
bückt u. s. w. Erub. 72''. 73* u. ö. j. Taan. I 
Anf., 63'^ R. Elieser sagt: Man betet um Regen 
am ersten Tage des Hüttenfestes naynö nyai 
135373 lO^D ymn Nir; lani: bs im ns ffiaaw 
denn während der Knecht seinen Herrn voll- 
ständig bedient (d. h. beim Nehmen des Fest- 
stransses) bittet er ihn um sein Geschenk, vgl. 
auch ^ibpTE. R. Josua sagt: Man verrichtet 
dieses Gebet am letzten Tage des Hüttenfestes; 
lancb "^iMO «bs 10"id S3in i^vr, \-^ü denn der 
Knecht bittet um sein Geschenk nur kurz vor 
der Geschenkvertheilung, d. h. kurz vor der 
Regenzeit im Marcheschwan, s. ny^ian. 

0*12 (=bh.) Persien. Esth. r. sv. ©buj nsica, 
101^ ein agad. Etymon unseres Ws., näml. von 
cnc theilen, s. nsiis g. E. — N. gent, ■'O-ie ni., 
n-'S/iE /. der Perser, die Perserin.' PI. 
D'^ons m., ni'OiE /. Sot. 49''. Esth. r. sv. 
nbo-'l", 105» s.'jicb Bd. II, 529% vgl. auch 
N'>"'b"'N, n")^3a, -"112 u. a. m. Ber. 8'' Rabban 
Gamliel sagte: ns nrns ■':« c-.aT nabaa 
Noan rT'33 ';"'yi:i:i •jrb-'SNn ^^nii: in D-'0"iDn 
"IHN ~m3 i-isi:!:! in drei Dingen liebe ich die 
Perser, sie sind züchtig in ihrem Essen (d. h. 
dass sie nicht auf der Strasse essen), keusch im 
Abtritt und keusch im ehelichen Umgang. Kidd. 
72" „Das zweite Thier gleicht dem Bär" (Dan. 
7, 5), "i-iba-nam ^ttd i^m-::! •;-'b3TNO i^^d-is ibj< 
3113 nm;» Dnb v*«"! ^i"'^ ~>'"^ yb-::.i2t 3in3 
das sind die Perser, welche essen und trinken 
wie ein Bär, welche mit Fett bedeckt sind wie 
ein Bär, mit Haar bewachsen sind wie ein Bär 
und nnstät sind wie ein Bär. 

(syr. ^Äjs="'0'iE, n-'onE) der Perser, die 
Perserin. Dan. 0, 29, s. auch TW. — j. Ber. 
VI, 10'' un. 'C1E nn ed. Lehm. (ed. Yen. u. a. 



113^;, 1. 113ns) ein Perser. B. kam. 59* «bp^T 
riNB-is die persische Palme, vgl. N72nN. — PI. 
Ber. 44'' Nni;;B-is iein persische (d. h. grosse) 
Holzkloben. ' Sciabb. 143* .. . ^-\i2n-\ •j-'Dijns 
NnnonDl die persischen Dattelkerne, die auch 
von Menschen gegessen werden. Schebi. 5, 1 
niNDTEn (in hbr. Form) persische (grosse) 
Feigen oder Datteln, die in zwei Jahren 
reifen. Tosef. Schebi. IV Anf. dass. 



u ^ ü ^ 



arab. 



HD"]?/, (pers. ^^^^, ..„.. ., 

TuapaffayyY]?) Parasange, die persische Meile, 
ungefähr % einer deutschen Meile. B. kam. 82'' 
»3nN br nBns mtori yms bwSTri ynx n^iynTi 
-31D mx-a Palästina wurde erschüttert 400 
Parasangen im Geviert, j. Taan. IV, 68° mit. 
steht dafür: Das an der Mauer herabgelassene 
Schwein rtonE QiyBnN bs— C^ ynNtt yEp sprang 
aus Palästina 40 Parasangen fort. — Meg. 3*. 
Taan. 10* 's b? nans msTj 'i Niirt Din::)^ yns 
rions riinJZ Egypten war 400 Parasangen im 
Geviert. — PI. Pes. 93''. 94* fg. niso-? m-i;? 
zehn Parasangen. 

XC12 eh. (syr. ViLtiJ=r:3-iE) Parasange, 
s. TW.'— PI. Chull. 59'' 13-ie' 77X73 nbn .300 
Parasangen. pes. 94* NKby 'inn 13-12 iDbs snio 
1313 NEbN yipm N373131 6000 Parasangen ist 
das Mass der Welt, die Dicke des Himmels 
(Rakia) ist 1000 Parasangen, vgl. jedoch N3ai3. 

DI'lI'SDTIS m. Adj. (gr. TCpsffßüxY)?) der Alte, 
Ehrwürdige. Exod. r. sct. 15, 114^ s. i-ai^ji-is. 

— i:3i33nE s. ipnannE. 

'712Cil3 s. bnarinE. 



ibn33inE s. ib^3Tins, 

niN'ip^nE s, 
nlsnnnE. 

Xp~D'n£ m. leeres Gefäss; viell. vom arab. 



X'^pnS, 1TOT1S s. ninTi-,E. 



^w3vls (Knochen), also knöchernes, leeres 

Gefäss; nach R. Chananel jedoch: leeres irde- 
nes Gefäss. — PI. Ab. sar. 65'' ip^aiiD ini'73T 
iniinnB (Ms. M. ipB'^mE) sie bringen leere Ge- 
fässe mit sich. 

■ xc:::pr,3 (nr:''aD"i£) s. N^j^njinE. 

n"|iipi"12/. (gr. Tcpooxaaia) patrocinium, 
Beschützung, Beschirmung, Vertheidi- 
gung, die der zpocTär»)?, Patron gewährt; vgl. 
Du Gange, Glossar. I, 1254. Deut. r. sct. 9, 
257'' „Vertraut nicht ... auf den Menschen, der 
keine Hilfe hat" (Ps. 146, 3). iJ'Tasu: V2 ba 
m3iy nbi3 ^lasinE :ix -lau' dit mE33 wer sich 
auf den vergänglichen Menschen stützt, dessen 
Beschützung ist vergänglich. 

]"'T'1pmC1"l£ m. (wahrsch. aus gr. äöTUXov 
entstanden) zur Stadt, acru, urbs, Gehören- 



fpüOIS 



— 126 — 



«210113 



des; eine weibliche Patzsache, worauf Jerusa- 
lem abgebildet war. j. Schabt. VI, 7"* un. die 
cäsareischen Gelehrten erklären an: bia T'y 
durch i-il5ipi:30Ti3 Ar. ed. pr. (Var. das. 
'jvbTJ-'P''::3"n2 : Agg. crmp. i^bpu pia ans) 
weibliche Putzsache mit der Abbildung Jeru- 
salems. 

]''pi:D13. i'pnOIS Tosef. Ahil. VII, s. 
^«^p2'ül?• 

r'lpIptiCll? m. pl. (wahrsch. contrh. aus 
TcposTOtTai. xaidapioy) Patrone des kaiser- 
lichen Palastes, Steuerbeamte. Kaiaa- 
piov^palatium, vgl. Du Gange, Glossar. I, 543. 
— Midrasch Tillim zu Ps. 17 Anf. D8 N^iC 

'dt DTiT ViJ '[■'ni:"'b wenn etwa der König seine 
Palastpatrone (Steuerbeamten) nach einer Stadt 
schickt, dass sie von ihren Bürgern 100 Gold- 
litra beitreiben sollen, könnten denn die Stadt- 
bewohner etwas von dieser Summe abziehen? 
d. h. könnten denn die Patrone einen Theil der 
beizutreibenden Steuern erlassen? mit Bez. auf 
Ex. 23, 21 : „Der Engel wird eure Sünden nicht 
verzeihen." 

NJ^pnS m. Adj. (von on:) zweigenreich, 
■vom Baume, dessen Aeste weit ausgebreitet sind. 
Schabb. 154'' NlDOns NTS«i:i3 (Ms. M. stti33 
n:dO".dt, Var. N:35-i3i) Gehölz eines zweigen- 
reichen Baumes. 

CD")2 1) verbreiten, bekannt machen. 
Das W. kommt von ans (vgl. 012 nr. 3, 'q-js) 
mit angeh. Mem. Jörn. 86'' D'Dinri TN i-i^jonsj^ 
'dt man macht bekannt (entlarvt) die Heuchler, 
um sie unschädlich zu machen. Sot. 9* N->n 
■'ibin ri7:0T'D aipnn -inD3 nno? sie (die Sota, 
des Ehebruchs Verdächtige) beging Unzüchtiges 
im Geheimen, daher machte sie Gott öffentlich 
bekannt, näml. durch die Strafen, die ihren 
Körper verunstalten, vgl. yns. j. Meg. I, 70'' 
ob. ymn nraa vrn-^ ^:t3 ra-zv conc:: n^rr ■'di 
D-iiT^a ny^ij: :!•CK^ 7T7:r3 i'''Zi Rabbi machte 
sich bekannt (d. h. durch Erleichterungen im 
Gesetze auffallend) an zwei Tagen im Jahre; er 
badete näml. am Fasttage des 17. des Tammus 
und setzte Pflanzungen ein am Purimfeste. Levit. 
r. sct. 32, 176°'" die Israeliten in der Wüste 
waren keusch; mnan n7:5-i^DT nn^r; rns denn 
eine gab es (die unzüchtig mit einem Egypter 
gelebt hatte) und die Schrift machte sie durch 
nähere Bezeichnungen bekannt: „Schelomith, die 
Tochter Dibri's aus dem Stamme Dan" (Lev. 
24, 10. 11). Das. ein Bastard lebt nicht länger 
als 30 Tage; bas DSI'is'^ irsa v-^a t'j^n 
NT- ■'n B3~SP3 DS aber nur dann, wenn er 
nicht als ein 'solcher bekannt ist, wenn er jedoch 
bekannt ist, lebt er länger, vgl. "ir;;:. j. Taan. 
I g. E., 64'' DJ:iis-3 (=DOTiDnj,' s. Dns. j. 



Snh. VII g. E., 25'" u. ö. — 2) übrtr. frei, 
preisgeben. Num. r. sct. 21, 243'' „Zur war 
das Oberhaupt der raidianitischen Könige"; "'sbi 
^3~\^ libpa ira ns dst'dt V2:iy pn htdö 
v^iba "innDi DinDn weil er jedoch sich erniedrigt 
und seine Tochter der Unzucht preisgegeben 
hatte, daher erniedrigte ihn die Schrift und 
nannte ihn als den dritten (vgl. Num. 25, 15 mit 
das. 31, 8). 

Cp*lB eh. (syr. .Ȁ^=DOns) verbreiten, 
bekannt machen. Pes. 112* noi; ■'72TonB das 
Wunder (der Erlösung aus Egypten, durch 
Wohlleben) bekannt zu machen. Meg. S*" 
NO13 ■'53iDnD das Wunder (der Rettung zur Zeit 
Ahaswer's, durch Verlesen der Estherrolle) be- 
kannt zu machen; s. auch TW. 

S21D"]2 masc. (syr. }.la>?aLs) 1) das Auf- 
decken, bes. der Scham. — 2) das Ver- 
breiten, Bekanntmachen, s. TW. — Im 
Hebr. steht gew. dafür «"'Crn: (iza^^tfLix), 
s. d. W. 

SjDIIS masc. (von ons nr. 2 = «■'ib-'y) Ab- 
Schätzung und abzuschätzender Werth, 
s. TW. 

n"'jD"l£/- Adj. (von n3";3) mit den Füssen 
(eig. mit den Klauen) herumlaufend, Her- 
umläuferin. Genes, r. sct. 18, 18"'' bs-n \'o »h 
'■D^ n^35-i2 «■'n ""-.rsi . . . r-^rsiD Nnn Nb\3 Gott 
erschuf das Weib nicht aus dem Fusse Adams, 
damit es nicht herumlaufe, aber dessen ungeach- 
tet ist die Frau eine Heruraläuferin; denn es 
heisst „Dina ging hinaus" (Gen. 34, 1 u. a.). 
Jelamd. z. St. rr'ionD Ar. (Varr. n-'5n-iD und 
ni;ps3. Tanch. z. St. liest r''3N::T'). — PI. 
Genes, r. sct. 45, 44'' ni':D-!E Ar. (Agg. ^T'5NS^^ 
s. d.) Herumläuferinnen. 

•11012 m. Adj. (etwa vom gr. TcepiovLoixai) 
Späher, Aufseher, der nach allen Seiten sich 
umsieht, bes. um die Gefangenen zu überwachen. 
Jelamd. zu Gen. 38, 1 tino-isb no« -«lobn Ar. ed. 
pr. SV. labD der Untersuchungsrichter übergiebt 
den Angeklagten dem Aufseher, s. "'■'•äbB. — 
C|i3"iE (jcpo'aoTOv) Gesicht, gew. qisns s. d. 

S'"20l"l2 m. pl. (gr. TrpoffwTta) Gesichter. 
Jelamd. zu Dt. 4, 4 (citirt vom Ar.) »bpi 
D"'DTiD (1 Kn. 5, 35) bedeutet: «■'dstid die Ge- 
sichter der Cherubim. 

N210l~l2 m. (wahrsch. gr. <j(ZTC9sipo;, trnsp.) 
Sapphir. Genes, r. sct. 65, 64" die beiden 
Arme Jakobs niT^N nsi NSiansn '\''^^•ay inna 
VTi by r;a''Dbr! Ar. (Agg. ndis shd-'t lies ein 
W. nsion^d) waren wie zwei Sapphirsänlen, 
und die Schrift sagt: „Ribka zog die Ziegenfelle 
über seine Hände" (Gen. 27, 14)! 



PD~S 



— 127 — 



y^E 



pD"]S m. (arab. ,^^li) 1) Pfirsichbaum, 

[x-»)Xsa ;:ipctx7]. Genes, r. sct. 42, 41* rnsn 
pO"iDT der Apfelbaum und der Pfirsichbaum, 
wovon jenes „Thal" beschattet ist, vgl. rjas im 
Piel. B. mez. 116'' un. Jem. sagte einst zum 
Andern: "jb 131)3 •'3N nr pois ^z:^ byiD nibn 
n-iin n;3NT «■'■'n 'n •'Dcb na;-;: Nm poncn npyjT 
N7ai-'p n-'bnrTi' pr bD pons nb T^ii'nb nns ich 
verkaufe dir den Ranken (oder Weinstock), der 
über diesen Pfirsichbaum gezogen ist! Als hier- 
auf der Pfirsichbaum ausgerissen und diese An- 
gelegenheit dem R. Chija vorgetragen wurde, so 
sagte er zu jenem: Du bist verpflichtet dem Käu- 
fer einen Pfirsichbaum herzustellen, so lange als 
der Ranken vorhanden ist. j. B. mez. X, 12" un. 
ip''0")D sein Pfirsichbaum, s. rr'bn. j. Kil. I, 27* 
nn. '31 po-iD 133 by TUN a-'S-in'o ■'13 wenn ein 
NichtJude einen Nussbaum auf einen Pfirsich- 
baum gepfropft hat, so darf der Jude, obgleich 
ihm ein solches Pfropfen verboten ist, ein Reis 
davon nehmen und es anderswo einsetzen. — 
PI. Kil. 1, 4 T'ipün 'j-'pp-iEn die Pfirsichbäume 
und die Mandelbäurae sind, obgleich einander 
ähnlich, dennoch heterogen. — 2) Pfirsiche, 
(i-rjXov Tuepcixov. — • PL Maasr. 1, 2 iippnErt 
Ar. (Var. = .\gg. i-ipo-iDN, s. d.). j. Pea VII,' 20* 
un., s. ciiDDC. — Maim. in s. Corament. zu Kil. 
1. c. bemerkt: Die Pfirsiche heissen arab. nisb« 
(niDbN. ^^'0 und span. laitoT'D (persigo, per- 

segas). Ferner: Pfirsiche sehen, so lange sie 
noch klein sind, im Anfange ihres Wachthums, 
wie die Mandeln aus; vgl. auch Low, Aram. 
Pflanzennamen, S. 148. 

Nl^'PIS. apOySi eh. (=po-i!:) 1) Pfirsich- 
baum, j. Kil. I, 27'' mit. R. Simon bar Rabbi 
npnBb b''3'Oa bai3ü T'i n-'pnonc Nipi373 nin 
(1. rr'psns) tränkte seinen Pfirsichbaum mit ge- 
kochtem Wein, um ihn süss zumachen. — 2) Pfir- 
siche, j. Pea VII, 20* un. N^n NDi"iN 'jib p-'DN 
'31 «p'^siD der Gärtner brachte ihnen eine Pfir- 
siche heraus, von der sie und ihre Eseltreiber 
assen und etwas davon noch übrig Hessen. Keth. 
112* ob. steht dafür spansN. — PI. j. Kil. I, 
27* un. N^p-'Dn-'D ■»Ti"'p \ir,zi2 p"'D3 na R. Sim- 
son zu Kil. 1, '4 (Agg. n^pons rr'-np) was ent- 
steht von ihnen (dem aufeinander gepfropften 
Nussbaum und Pfirsichbaum)? Maulbeeren (?) 
und Pfirsiche. Nach Pne Mosche: schwarze 
Pfirsiche. 

Ni^pi? od. X|^npi£ m. Netz, Schlinge. 
PL CliulL 141'' nosni •'pons n3-i rr'b tthn 
(Agg. ■'prip'is) Raba warf auf ihn (den fort- 
gcHogenen Vogel) Schlingen und fing ihn ein. 

mZ'^ü'flS) od. JW'i^'^piiS m. Adj. (viell. 
mit N3-i:, Ephoros zusammenhängend; wahr- 
scheinlich jedoch persisch) b e r r i c h t e r , 
Vorsitzender des Gerichtes. Git. 28'' 



3:73013112 diPH'bT i7:p!3 Knniü ibspu 13 
ibpia Nb 357311513110 Qinnibl inab Ar. ed. pr 
(Agg. 37:3\3 13110) die persischen Richter neh- 
men nur so lange Bestechung an, bis der 
Gerichtsvorsitzende das Todesurtel unterschrie- 
ben hat; wenn aber der Gerichtsvorsitzende be- 
reits das Urtel unterschrieben hat, so nehmen 
sie keine Bestechung an; so nach Erkl. des 
R. Chananel: bnjn iunn, vgl. Tosaf. z. St. 
Raschi hält 3733a 13110 für ein pers. Wort und 
erklärt es durch yi p3D gerichtliches Ur- 
tel: Bevor das gerichtliche Urtel unterschrieben 
ist u. s. w. 

NHinp"'"]?/. pl. (syr. ]ixi^i£,; 'nach Flei- 
scher Nachtrag im TW. II, 574* vom pers. 
Lä.wwj, &X«,w5, perestä, pereste) die Diene- 
rinnen, s. TW. Vgl. auch Lagarde, Ges. 
AbhandL, S. 79 „p. parastär diener von parastidan 
dienen." 

iXj^i'iipn?) m. Adj. (pers. Jdl ^i , id^yi, 

vgl. Fleischer Nachtrag im TW. II, S. ,574*) 
Gesandter. Git. öe** 1731173 niby Npnsiio npn 
es kam ein Gesandter aus Rom zu ihm (dem 
Kaiser Nero); vgl. Raschi: niba. (Nach Ar.: 
3n3, ein Schriftstück.) Ber. 58* nibs nuj 
Npnsiio der König schickte an R. Schescheth 
einen Gesandten. B. mez. 86* ob. Npnsiio inia 
niina N3b73"i man schickte ihm (dem Rabba 
bar Nachmani) einen königlichen Gesandten 
nach. Keth. 62* N3b73"i Npnsiio (Ar. liest 
Npill s. d.). — PI. Meg. 7* inc ippBiio N73biT 
vielleicht schickte man Gesandte, zur Bericht- 
erstattung u. s. w. 

Ni^npIS od. Xi^pinS m. Adj. (?) Find- 
ling oder: niedriger Mensch. Wahrsch. jed. 
rcapaciTWÖi; für ^apaairo?, parasitus, Schma- 
rotzer; vgl. Sachs, Beitr. I, 152. PI. Genes, r. ' 
sct. 41, 40* Gott dachte bei sich, als Abraham 
sich seinem Brudersohn Lot anschloss: p as 

nN DUJiiiii piart 173 VP'^'?"^ "'^^ "'"' '*''^"'"' Y''"' 
'31 iba (Ar. liest iipu^is" DiyniN) ebenso gut 
könnte er gehen und sich zwei (vierzig) Find- 
linge (Schmarotzer) von der Strasse holen, wel- 
chen er sein Vermögen als Erbschaft hinterlassen 
würde; ebenso wie er jetzt den Lot als seinen 
Erben einzusetzen beabsichtigt. — ipnoio, Ghull. 
14 1^ s. Nppi?. j. Kil. I, 27'' s. Npi3lE. 

yiS (=bh., syn. mit nif, Oie, yis u. a. 
Grndw. 10) 1) auflösen, bes. den Kopf ent- 
blössen, eig. das Haupthaar fliegen lassen. 
Sot. 23*. Sifra Emor cap. 1 Par. 2 u. ö., s. 
ßio. Pesik. Schor, 77" DniiDNi nx iiyno sie 
entblössten ihren Kopf aus Ehrfurcht beim Ver- 
nehmen des königlichen Ediktes, s. Nijjnnio. 
Levit. r. sct. 11, 155* u. ö. dass. — Üebrtf. 
Jom. 77* (mit Bez. auf Ez. 8, 16) Diyiio iinuj 



ri£ 



— 128 



i)-i2 



naw 'eVs i'T-'-iiTO T~i l'^^y sie entblössten 
sich und verrichteten ihre Xothdurft dem Höch- 
sten gegenüber {■r.'^i2 enphemistisch für nbT2), 
vgl. ny-r. Kidd. 72» steht dafür yy^-.siz Hifil. 
Genes, r. sct. 86, 84<^ s. -jir-ji--. — 2) die 
Eichel des männlichen Gliedes ent- 
blössen, d. h. die sie bedeckende dünne 
Haut, nach dem Beschneiden der Vorhaut, auf- 
reissen. Schabb. ISS*" 'j^y-i:i y'vz man muss 
die Vorhaut abschneiden und die Eichel (durch 
Aufreissen der dünnen Haut) entblössen. Das. ö., 
vgl. auch hvz g. E. Cant. r. sv. ^ibn-a ly, 10** 
'3T y-.iD in-N-, br,V2 rr- rraiz Mose beschnitt 
die Voi'haut, Aharon entblösste die Eichel u. s. w., 
s. br^-:. Num. r. sct. 11, 211'' dass. — .3) be- 
zahlen, solvere pretium, pecnniam. B. bath. 5"'' 
•i:7:t "iin3 -j^ry^s -b -,-:nt n-innb ';-:t rmpn 
i:-:t2 y~D^':i ^Nibi i':s: i:\v wenn der Gläubi- 
ger dem Schuldner einen Zahlungstermin fest- 
setzt; letzterer aber (auf die Klageerhebung des 
ersteren) einwendet: Ich habe dir bereits vor 
dem Termine bezahlt, so ist er nicht beglaubigt; 
denn jeder Gläubiger würde zufrieden sein, 
wenn der Schuldner zur Zeit des Termines be- 
zahlte. Nach einer andern Ansicht das.: 1^3? 
'dt t,K'2X 153 i'nDT crx der Mensch pflegt 
(wenn er gerade Geld hat) auch vor Eintreifen 
des Termines zu zahlen, damit er nicht behel- 
ligt werde. Das. 6* fg. Schebu. 41'' rs rr.biZT-, 
bs* ~":n' csi D^iyn -.ynicb ■j-'-i •;-« a-'irn n^nn 
-i:;N DwXi 2"iy3 iimsb "■'-ij: a-'irn Nbx ^:y-,sn 
rrT:b 'jnb i^bm -ribsi i:-bD •'rsn f^rr-iD ^b 
\!2az BT! wenn A. dem B. ein Darlehn in Gegen- 
wart von Zeugen giebt, so braucht letzterer ihm 
nicht vor Zeugen zu bezahlen (d. h. man glaubt 
seiner Aussage, dass er privatim gezahlt habe); 
sagt jener aber: Du sollst mir nicht anders, als 
in Gegenwart von Zeugen bezahlen, so muss 
ihm der Schuldner in Gegenwart von Zeugen 
zahlen; wenn letzterer hing, sagt: Ich habe dir 
in Gegenwart von N. und N., welche inzwischen 
nach überseeischen Landen ausgewandert sind, 
bezahlt, so ist er beglaubigt. Das. u. ö. hz 
IST Tiy-is Nb naiNS \T'ib sb ~.::-!Nr: wenn 
Jem. sagt: Ich habe mir nichts geliehen, so ist 
es, als ob er gesagt hätte: Ich habe nicht be- 
zahlt. A. näml. wurde gegen B. wegen eines 
ihm gegebenen Darlehns klagbar; Letzterer hing, 
leugnete, dass er sich jemals von A. Geld ge- 
liehen hätte. Die Aussage der hierauf vernom- 
menen Zeugen lautete: B. habe allerdings vom 
Kläger ein Darlehn erhalten, habe es ihm jedoch 
bereits zurückgezahlt. Raba verurtheilte den 
Beklagten zur Zahlung des streitigen Darlehns. 
Denn, sagte er, die Behauptung des Beklagten, 
dem Kläger niemals etwas schuldig gewesen zu 
sein, ist durch die Aussage der Zeugen wider- 
legt; das Zeugniss der letzteren aber, der Be- 
klagte hätte bereits die Schuld bezahlt, ist wie- 
derum durch dessen eigene Behauptung wider- 



legt; denn, da er behauptet, er wäre dem Klä- 
ger nie etwas schuldig gewesen, so konnte er 
ihm ja nichts bezahlt haben. Eine andere 
Ansicht s. in riE. Das. 42' fg., vgl. auch 
any. Part. pass. ' Keth. 19 '' u. ö. y:i-E lao 
ein bezahlter Wechsel, s. a'^wa-ü. B. bath. 
172*. 173* wenn ein Vater vor seinem Tode zu 
seinem Sohne sagt: ■'rsi yria "rni^va y^ i::a 
Yy^~|^ ibta m"i::c n-T">s ynii einer meiner 
Wechsel (die ich besitze) ist bereits bezahlt, ich 
weiss aber nicht welcher, so sind seine sämmt- 
licheu Wechsel zweifelshalber als bezahlt anzu- 
sehen. B. mez. 20''. 21* u. ö. — Ferner: ver- 
gelten, bestrafen, gew. jedoch: ?-d3 s. 
Nifal. 

Pi. ?-'■: entblössen, aufreissen. Sot. IS*" 
(mit Ansp. auf y-D^irio, vgl. Kai) bs-iaa Na 
irn^Di der Engel Gabriel kam und riss ihm die 
Geschlechtstheile auf (verstärkt von ano s. d.). 
j. Ber. IX g. E., 14= aa-'a 17 yr'B «b er ent- 
blösste sich (als er seine Xothdurft verrichten 
wollte) nicht eher als bis er sass, vgl. Nifal. 
Part. Pual Chull. ig*". 30* ry-ic": rrj-'nia ein 
aufgedecktes Schlachten; d. h. an einer Stelle, 
wo das Schlachten kenntlich ist, nicht an meh- 
reren Stellen. 

Nif. yrc: 1) sich entblössen, sich auf- 
decken. Ber. 62* -"'^12 '[■'y.23 ■j''so ■'mab 
D'^Jiri Nbs ich entnahm (aus dem Verfahren des 
R. Josua), dass man bei Verrichtung der Xoth- 
durft sich nicht stehend, sondern sitzend ent- 
blössen soll. — 2) bezahlt werden, sich be- 
zahlen lassen. Schebu. 45* T'joa sbo nyns:" 
eine Frau, die sich die Kethuba in Abwesenheit 
ihres Mannes auszahlen lässt. Das. 48* fg. 
B. bath. ö*" y^ü^ Nb a^'ain'' ^0^:12 yn^b Nan 
nyiaiaa Nbx wer sich von den Gütern der 
Waisen bezahlen lässt, soll blos nach Ableistung 
eines Eides bezahlt werden. B. mez. 1, 6 u. ö. 
— 3) (mit flg. ■;•: einer Pers.) bestrafen, eig. 
sich bezahlt machen. Aboth. 4, 4 T'yiDD 
■'ib^a i:a"a man bestraft ihn öffentlich, vgl. auch 
CD-;?. Ber. 62*, vgl. •j'^ca. Genes, r. sct. 96, 
93°' nayin i« T'yns: ^a'-saiyn ^n •{■'y-iüia oca 
so wie man den Anbeter des Götzen bestraft, 
ebenso bestraft man den angebeteten Götzen. 
Daher wurden näml. die Götzen Egjptens be- 
straft und daher wollte Jakob nicht in Egypten 
begraben werden, aus Furcht, die Egypter könn- 
ten ihn nach seinem Tode als eine Gottheit 
verehren. B. mez. 4, 2 (44") betreffs eines Ge- 
schäftsvertrages, wobei eine Partei, nach dem 
stricten Rechte zurücktreten darf, sagten die 
Gelehrten : njbs- -,m bia::r: mi ^CjS» y~2a 'M 
imana n;:iy irsc ■'■;:: ynsnb n-ny «nr:' der- 
jenige (d. h. Gott), der die Zeitgenossen der 
Sündfluth und die Zeitgenossen der Sprachen- 
verwirrung bestrafte, wird auch denjenigen be- 
strafen, der sein Wort nicht hält. (Heller in 
s. Tosaf. z. St. bemerkt: „Weil Gott von der Be- 



ns 



— 129 - 



nyns 



strafung der Menschen keinen Nutzen zieht, da- 
her steht hier das Kai und nicht das Nifal; V2 
y-is'i) bedeutet eig.=^i3in Dn'a y-iQ er zieht von 
ihnen seine aussenstehende Schuld ein. Diese 
Rücksicht wurde jedoch bei den Strafen, die 
erst erfolgen sollen, nicht genommen, daher 
steht hier das Nifal.) Sifra Achre Par. 9 „Ich 
bin Gott" (Lev. 18, 2); DiHm Nba ■'3N T'it ■'3n 

Nin ■'3N -13T3 Dbiab 'J73N31 riEi-b y-^l ■'3N 

im üMO io;n73t bi3«n -in iodstj \-iyn3ia 
Drf'ayj^D rjyn ax ns:: ins-'b ttitt Q^^-\-^nn 
ich bin Richter, aber auch voll Erbarmens; ich 
bin Richter, der bestraft, und ich bin der Ge- 
treue, der belohnt; ich bin derjenige, der die 
Zeitgenossen der SündHuth, die Sodomiter und 
die Egypter bestraft hat und ich werde auch 
euch bestrafen, wenn ihr ihre Handlungen nach- 
ahmen werdet. Exod. r. sct. 10 Anf. u. ö. 

ynS chald. (syr. "^4'®— *"!?) ^) lösen, los 
machen, entblössen. Chull. öO*" ■'yiDT nd-'h 
ira:3 die Stelle am Bauche des Thieres, welche 
die Fleischer entblössen, aufschlitzen, vgl. NPj;nD75. 
Das. 76" fg., s. Piais. — 2) bezahlen. Scliebu. 
41'' ''0N3 ib ]-'y~iD ';\-iy-.D iD ni-;3nb "ijjnt Ni-n 

nMN N73byU ■'-in ■'DN3 rT'J-lDl bTN l"!??:©"! pINI 

ni»nD "inn "»n ■'dn3 rr'b -i7:n ■'"in 13 ■'3N3 ■'•'3N 
'31 Einer sagte zum Andern : Wenn du mir das 
Darlehn zahlst, so zahle es mir in Gegenwart 
des N. und N. Der Schuldner aber bezahlte 
ihm in Gegenwart anderer Zeugen (d. h. diese 
bestätigten die Zahlung, während der Gläubiger 
behauptet: es wären falsche Zeugen). Abaji 
sagte: Der Gläubiger sagte dem Schuldner blos, 
dass er ihm in Gegenwart zweier Zeugen zahlen 
solle, letzterer zahlte ihm ja in Gegenwart 
zweier Zeugen (d. h. es kam dem Gläubiger 
nicht darauf an, welche Zeugen es sein sollten). 
Raba hing, sagte: Der Gläubiger hatte deshalb 
die Zeugen benannt, damit der Schuldner nicht 
etwa sagen könnte: Ich habe dir vor dem ersten 
Besten bezahlt. Da er also diesen Zeugen kei- 
nen Glauben schenkt, so ist der Schuldner zur 
Zahlung zu verurtheilen. Das. Zeugen sagten: 
in:\sT rfOTiN-i-i):« irirt^iinN-naN n^y-isi rr'onN 
rcsiD ■'-lax A. gab dem B. ein Darlehn, wel- 
ches letzterer aber bereits bezahlte. Abaji sagte: 
Dieselben Zeugen, welche die Entnahme des 
Darlehns bezeugten, bezeugten ja auch die Be- 
zahlung desselben, vgl. ync. Das. 42" fg. 

Ithpe. in^PN (syr. ^-.[.alj) bezahlt, vergol- 
ten werden, s. TW. — Sot. 22'' ■''2ni2 ynon-'b 
"■1513 ■'sm man wird diejenigen bestrafen, welche 
sich in Kaftane einhüllen, s. N'isia I. 

ynS masc. N. a. das Entblössen, Ent- 
blössnng. Keth. 72» un. bsiui mi^b mniN 
iDN-i yi-iDD "1x1:1 Nbo das y-iD"i (Num. 5, 18) 
enthält eine Warnung für die israelitischen 
Töchter, dass sie nicht mit entblösstem Haujite 

Lety, Neuhobr. u. Chald. Wörtorbuoh. IV. 



(Entblössung des Hauptes) ausgehen. Ber. 62* 
iyi-iD PN HNi-i i-iian ■jinü ]m ba so weit, dass 
ein Anderer nicht seine Entblössung sehen kann, 
muss Jemand sich vor Verrichtung der Noth- 
durft entfernen. 

y"IS (von y-is, arab. 'li) eig. Aufstieg, 

übrtr. das schnelle Vorgehen; nur mit vor- 
gesetztem 3 als Adv. yi-iD3 alsbald, schnell, 
j. Kidd. I, 59» un., s. a-ä:; s. auch TW. 

nyiS/em. PL niyns Vorragendes, Ab- 
stehendes. Gew. P15-1D1 m33D. . Chol. 8, 2 
man \iz rMdv- my-ism das W. myis be- 
deutet: Gegenstände, die von der Wand ab- 
stehen und nach der Strasse zu gewendet sind, 
j. Schebu. II, SS"! mit. Nas. 54="'. j. Nas. VII, 
56° mit. u. ö., s. n330. 

' TT.- 

nyi?/. N. a. 1) eig. Vorstehendes; dah. 
vom Haar: das Wildwachsenlasseu. j. Meg. 
I, 71'' mit. u. ö. s. mp-m- M. kat. 15» 'jin 
-iy\a biTJ Nbt» -yns das W. stid (beim Aus- 
sätzigen, Lev. 13, 45) bedeutet nichts Anderes 
als das Wildwachsenlasseu des Haares; so nach 
Ansicht des R. Elieser. R. Akiba sagt: -i3T 
■I313M yirra etwas, was ausserhalb des Körpers 
sich belindet; d. h. das Entblössen des Hauptes 
von der Kopfbedeckung, N-moi Nnms s. d. 
Sifra Tasria cap. 11 steht für erstere Ansicht: 
y-iD bnsb dass. — 2) das Entblössen des 
Hauptes. M. kat. 24» Samuel sagte: n»i-i3 
n3in . . . as-i das Entblössen des Kopfes des 
Leidtragenden am Sabbat ist eine Pflicht. Rah 
sagte: PTan ON":- py-iD qs auch das Ent- 
blössen des Kopfes ist freigestellt, ist keine 
Pflicht. Genes, r. sct. 100, 99'' dass. Das. ö. 
— 3) das Entblössen der Eichel des 
männlichen Gliedes nach erfolgter Beschnei- 
dung, s. inE nr. 2. Jeb. 71'' pyns mD^:i Nb 
'31 Bm3Nb nb^M das Entblössen der Eichel 
wurde dem Abraham nicht anbefohlen. Als Be- 
weis hierfür dient Jos. 5, 2, wo 3ra gedeutet 
wird: die fernere Beschneidung, Vollendung der- 
selben, j. Schabb. XIX, 17» mit. bi73i bv2^ 
(Gen. 17, 13), nynsb phnt rtbv^h phn das eine 
W. bedeutet die Beschneidung der Vorhaut, das 
andere W. bedeutet das Entblössen der Eichel; 
d. h. das Entfernen der unteren, dünnen Haut. 
Demnach wäre auch die letztere Operation be- 
reits dem Abraham anbefohlen worden, j. Jeb. 
VIII, 8'' un. und Deut. r. sct. 6 Auf. dass. j. Ned. 
III Ende, 38" pbvjb (pl. Ex. 4, 26), ^pob 1X3» 
•jis-^sb nnNT nyisb phn pibi» daraus ist 
(ausser der eigenthchen Beschneidung der Vor- 
haut) die doppelte Operation bei der Beschnei- 
dung erwiesen, näml. das Entblössen der Eichel 
und das Entfernen der Zäserchen; wonach also 
jene Operation dem Mose anbefohlen wurde, vgl. 
nb"«]: und y^y:. Gant. r. sv. ns^ ~2n, 19** u. ö. 

17 



HV^B 



130 — 



"■siiis 



— 4) Bezahlung, das Ablösen der Schuld- 
forderung. B. bath. 174* msa am bsn rsins 
die Zahlung an den Gläubiger ist ein Gebot; 
d. h. nicht blos dem Gläubiger zu zahlen, son- 
dern auch den Bürgen schadlos zu halten und 
ihn von der Bürgschaft zu befreien. Keth. 86* 
und Arach. 22" dass. 

N^pa ck. (=ny-'-iE nr. 4) Zahlung. Thr. 

r. SV. nb« by, 59'' "^lyinD 3-'02t T'n-'ab tn n:n 
ich werde in dein Haus kommen und die Zah- 
lung von dir in Empfang nehmen. 

Tly'T'D m. Bezahlung. Schebu. 41'' ^lyTiD 
«iby» eine wirkliche Bezahlung, kein Deposi- 
tum. M. kat. 9'' -ii:a nbisb Tuns y-yb Tna 
der NichtJude grämt sich immer, wo es sich um 
Bezahlung handelt; während der jüdische Schuld- 
ner froh ist, die Zahlung geleistet zu haben. 
B. mez. 16'' •jiyT'Db is^'C-'n «b iiynis Diisn ■>« 
iT^yt-p mn mpn rr^r-iDT nh-'n qnt wenn etwa 
(bei einem gefundeneu Wechsel) zu bedenken 
wäre, dass die Zahlung darauf bereits erfolgt 
sei; darauf braucht man nicht bedacht zu sein; 
denn hätte der Schuldner den Wechsel bereits 
bezahlt, so würde er ihn zerrissen haben. Das. 
17» fg. j. Keth. X g. E., 34» ^vn^D ^b N-" «b 
nT72 tibtt du sollst die Zahlung blos von die- 
sem Felde erhalten. B. kam. 96», s. ip-'niEN. 
Khl. r. SV. nrbb arj, 86» u. ö. 

X3>ni2 eh. 1) (syr. \£:LioI, lil^^^lisn-'E) 
Bezahlung. — 2) als Adj. (syr. U^c^s) Jem., 
der bestraft, Züchtiger, Vergelter, s. 
TW. 

miyilB/ew. eig. Bezahlung, insbes. Un- 
glück, Bestrafung böser Handlungen. 
Jörn. 76». Ber. 48'' u. ö. nmz . . . naiu ma 
msy-no Glück, Unglück, eig. was von göttlicher 
Eigenschaft ausgeht. Snh. 102» nsmTM ny 
msymcb imitm mpn . . . m;y-ncb eine Zeit, 
die für Unglück bestimmt ist; ein Ort, der für 
Unglück bestimmt ist. Taan. 23» l'^bis'' p"'« 
m:y"ns min »h^ nair: mia Nb mijyb Israel 
kann weder zuviel Glück, noch zuviel Unglück 
ertragen. Jeb. 63» sbN Dbiyb "nd m:ym2 ■['« 
bKnia"» b''3B3 Unglück kommt in die Welt blos 
um Israels willen, damit es Busse thue. B. bath. 
8» b^nirn Nbs Dbiyb nsn nsy-ns •j-'nü Dnis-i 
Y~{in ray ihr sehet nun, dass das Verderben 
nur des niedrigen Volkes halber in die Welt 
kommt; d. h. die Steuerlast, von der die Ge- 
lehrten befreit sind. Pesik. r. sct. 17, 35"^ alle 
Erstgeborenen der Thiere starben in Egypten; 
D^nmN in-i Nb-:) ö-'Nbub D^innOM D^^-,sMn Nbs 
n:y-nsn pn is-iby ns-'nr! i:nsT' allein des- 
halb, weil die Egypter, welche die Lämmer an- 
beten, nicht etwa sagen sollten: Unsere Gottheit 
brachte über uns dieses Unglück. — PL R. 
hasch. 18'' ni^iy-iE ms die Ordnung der Un- 



glücksfälle, d. h. die Trauer- und Fasttage. Taan. 
14» nrsyms k-'K ba alle Arten von Unglücks- 
fällen. Abofh 5, 8. Schabb. 118». 139» und 
sehr oft. 

Nrnjj/'I'IS chald. (syr. (£eLi;l5SLÄ=ni3y-iis) 
1) Bezahlung, Abzahlung. M. kat. 22» 
Nm:ymD3 Ms. M. (Agg. NnDymca) betreffs der 
Abzahlung, d. h. Revanche-Mahlzeit, vgl. t5nb''"iN. 
— 2) Unglücksfall, Bestrafung. B.' bath. 
14'' ■jsibnn?: «b NniDymsa ■'binns man beginnt 
nicht mit Unglück; daher fängt näml. die Reihe 
der Hagiographen nicht mit Hiob an, obgleich 
er zur Zeit des Mose gelebt haben soll. 

ti'lyia m. (=:;bh. cy-E, Stw. y-ic, s. siya-inc) 
Floh. Schabb. 107'' nnm mcT laiyns der 
Floh, der durch Begattung sieh vermehrt. — 
PI. Genes, r. sct. 20, 21» iiiDiy-isT yoM^^ Mücken 
und Flöhe, s. iDin^. 

']']B (gr.7i:opTO?o) mittelst einer Schnalle 
oder Heftel (zögizri) befestigen, anheftein. 
Schabb. 6, 6. 7 (65») T.iüli byi pNn by nsnis 
P3C3 nbnnsb r]TiDn Nbu nabm ynüBn 'byi 
die Frau darf am Sabbat (den Riemen am un- 
teren Theile der Hülle) an einen Stein, eine 
Nuss oder an eine Münze heftein; sie darf je- 
doch nicht von vorn herein am Sabbat (an die 
Münze, da man sie nicht fortbewegen darf, 
nirpia) heftein. Die Frauen ptlegten näml. die 
Hülle mittelst Riemens um den Hals zu be- 
festigen und den herabhängenden Saum der 
Hülle, die Schleppe um einen harten Gegenstand 
zu wickeln, damit letztere nicht auf die Erde 
falle. Das. niDnE dvto die medischen Frauen 
dürfen am Sabbat gebettelt ausgehen. Tosef. 
Schabb. IV (V) Ende bü''3n nana nbnna dd-iid 
naiaa sie darf von vornherein um einen solchen 
Gegenstand heftein, der am Sabbat fortbewegt 
werden darf. Jom. 52'' rtiimo nnTi n3ii:"'nrr 
'ai mmn 112 der äussere Vorhang im Tempel 
war an der Südseite und der innere an der 
Nordseite gebettelt. 

S211S masc. (gr. kj TrcpTr»;) Haken oder 
Ring, in welchen die Schlingen gebet- 
telt werden. PI. 'j''E"iie, n^e^ie (syr. ^ ";,'^)i 
s. TW. 

"'SlIIS /. (wahrsch. verk. aus gr. u7r£po'];ia) 
Verachtung. Ar. erklärt das W. durch ital. 
•jinii'etid (viell. zu lesen ■jiN-'bETiD). Genes, r. 
sct. 86 Anf. Gott sagte: ninia ■'jNt •'man ■'i^ 
■»EmD Ar. ed. pr. (Pseudoraschi liest NbiDiE; Agg. 
•jVTaa) sollte ich etwa Jakob, meinen erstgebore- 
nen Sohn mit Schande (d. h. durch Zwang) nach 
Egypten ziehen lassen! Nein, ich will zuvor 
seinen Sohn dorthin bringen , dem er gutwillig 
folgen wird, vgl. 1''bnpM. 



NrhSIB 



— 131 — 



is^a 



SrnS"!? m. (syr. \3.^s-^, arab. -f^r^J 

Portulak. PI. j. Erub. III, QO"* ob. n;:rns']2. 
j. Schebi. IX Anf., 38° N-'rns-is, als 'Üebers. 
von maibabn s. d. j. Pea VIII, 21* ob. Meg. 
18* ■'.rnn-if. j. Meg. II Anf. 73* 'ii'''"i° crmp. 
aus ii3inb-iD dass. 

''/'S'IS m. pl. (=ibEbE mit Wechsel der liqui- 
dae) Pfefferkörner. Schabb. 141* ibsns ■'Nn 
Ar. (Agg. ibsb^'D ■'3n) jene Pfeiferkörner. 

NlJISnS/. (etwa Tcapä-funda) Nebenbeu- 
tel, Behältniss, das an der Aussenseite des 
Geldbeutels (xnaiD) angebracht ist und aus wel- 
chem das hineingelegte Geld leicht herausfällt 
oder herausgenommen wird. Tosef. B. raez. VIII 

mit. IN 33331 "IM msHD 13n3U) IN Nn31Qni33 13n3 

a'iTi naNia wenn Jem. das ihm zur Aufbewah- 
rung gegebene Depositum in den Nebenbeutel 
oder auf die Spitze seines Daches gelegt hatte, 
von wo aus es gestohlen wurde oder verloren 
ging, so muss jener für den Schaden aufkom- 
men. 

XC''D"12/. eine feste, mit Pflanzen be- 
säete Erdscholle (ähnlich la "ibyia "ms 
d'a'O^ in der nächstflg. Stelle). Das W. hängt 
viell. mit syr. . ^.V^^^^ »^ alvearium, Bienenhaus 
zusammen. Ar. erklärt das W. als ein Compo- 
situm aus pers. Id (vgl. i-id, NHe): in die Höhe 
aufschiessen, von Taubenflügeln und Saaten, und 
NO"'D (s. d. W.) feste Erdscholle. Raschi, 
der das W. durch aips yii:? durchlöcherter 
Napf erklärt, citirt Namens der Geonim folgen- 
den Brauch, der zugleich zur Worterklärung 
dient: Jeder Familienvater nahm 22 oder 15 
Tage vor dem Neujahrsfest für jeden Knaben 
und jedes Mädchen des Hauses einen Korb aus 
Palmenzweigen, den man mit Erde und Vieh- 
excrementen füllte und den er mit Bohnen oder 
Erbsen besäete; welches Gefäss dann den Namen 
N3iD-nD führte. Am Rüsttage des Neujahrs- 
festes führte jedes Kind sein Gefäss sieben Mal 
um seinen Kopf herum und sprach die Formel: 
„Das sei für dieses (d. h. das Gefäss um den 
Kopf), das sei anstatt meiner, das sei der Um- 
tausch für mich" (htt TiD-'bn riTT m nnn m 
Timun), und wirft es dann in den Fluss. (Das 
scheint die Quelle für den später sicli entwickel- 
ten Missbrauch zu sein, dass man am Ilüsttagc des 
Versöhnungsfestes einen Hahn um den Kopf des 
Mannes und eine Henne um den Kopf der Frau 
(miDS) drei mal umschlug und die obenerwähnte 
Formel sprach; ein Brauch, der von den gröss- 
ten rabbinischen Autoritäten als ein heidnischer 
verworfen wurde; vgl. u. a. Kesponsen des R. 
Salom. bcn Adrath ed. Wien § 398, und Orach 
Chajim Titel Versöhnungsfest § 60.5.) — Schabb. 
81'' . . . nbrabab ■'".a «d'^d^d ijtn "2.x t:s 
Ntt^3 ^Tb NPNT b\sin NO-ionD \xr; •'■'3N -las 



'dt Nnb-in nn Ms. M. (anders in Agg.) Abaji 
sagte: Diese besäete Erdscholle (oder: dieses 
Gefäss) darf man am Sabbat von einer Stelle 
zur andern tragen. Abaji sagte ferner: Betreffs 
der Parpisa, wollen wir, da wir sie berührt 
haben, folgende Halacha sagen: Stand sie auf 
der Erde und Jem. legte sie am Sabbat auf 
Latten, so ist er wegen Ausreissens der Pflan- 
zen straffällig; stand sie auf Latten und er legte 
sie auf die Erde, so ist er wegen Säens straf- 
fällig. 

Ort2''?anS, pCpana m. Adj. (lat. prae- 
positus, TzgaiKoaixoi) Vorgesetzter, ein hoher 
Würdenträger, ähnlich dem praefectus urbis oder 
praefectus praetorio, vgl. Du Gange, Glossar. I, 
1216. — Num. r. sct. 1 g. E., 183" ein Gleich- 
niss von einem Könige, Ti'^nrt m3Ti3b lb iZ3"'ia 
'dt m3rabn n« n3)2 "jb oiü'^ODinDb -i72Tnt 
welcher viele Legionen hat und zu dem Vor» 
gesetzten sagt: Gehe und zähle die Legionen, 
s. irab. Exod. r. sct. 15, 114° imiasTisn s. 
•'UiaiiB. — PI. Num.r. sct. 7, 195* Gottes Reich 
ist ähnlich dem weltlichen Reich, nxn nnx 
ifl"' DTibNn rix •j-'ü-'piDnD ib «)■' mi laa ^b'a 
'dt T'ü-'OTDTiD ib du findest, dass ebenso wie 
der menschliche König Vorgesetzte hat, auch 
Gott Vorgesetzte hat; denn es heisst: „Nehmet 
auf die Zahl der Israeliten" (Num. 1, 2). Jelarad. 
zu Num. 10, 1 fg. (citirt vom Ar.) rtTiiD oiDinb 
iHNT nbnn i^nd i-iyoionsn ttit n53nb73b nieti 
'dt nbnn •j-'Na D\x^a3rr "jD m3r3bn -jd ein 
Gleichniss von einem Herzog (Souxaij, dux), der 
in den Krieg zog, wobei die Vorgesetzten vor- 
angingen und hierauf die Legionen folgten. So 
heisst es auch hier: „Die Fürsten sollen sich bei 
dir versammeln, die Kriegslager aufbrechen" 
u. s. w. 

n^DSlia j. Schabb. VI S" uu. s. nbasiiD.- 

12"1S Pilp. (arab. 'i"j von Tis) 1) sich 

in Todeszuckungen hin und herbewegen, 
sich auf der Erde wälzen. Snh. 37'' tot 
nE"iD73 5i-im quDU?^ sein Blut tröpfelte und der 
Erschlagene wälzte sich hin und her. Schebu. 
34* dass. Jom. 23* TNS73T pT3-'n bo T'2N N3 
■ji-'nj'i DDmsD Nin inn n^JwN ns-is« ni-dd 
13-1073 ■'33 der Vater des Kindes (das von der 
Altartreppe heruntergestossen wurde) kam und 
fand es, sich auf der Erde wälzend; er sagte: 
Möge er eure Sühne sein, noch wälzt sich mein 
Sohn; d. h. er lebt noch. j. Jom. II, 39'* mit. 
dass., wo jedoch ddh-idd ■'3n steht, ich möge 
eure Sühne sein, vgl. nnsD. j. Sot. IX Anf., 23° 
ob. TNS73 Nbi v^^ "inNb n3T ^n^ "iBisa imxn 
'dt wenn man Jenidn. hier sich in Todeszuckungen 
wälzen sieht, aber später ihn da nicht mehr 
findet, so ist anzunehmen, dass er durch ein 
Wunder wieder auflebte. Thr. r. Einleit. Auf., 

17* 



1E1E 



132 — 



xiiEnis 



44'' HKi "icnsi lüsn er schlug seinen Sohn, 
letzterer wälzte sich und starb. — 2) zer- 
schlagen, zerbröckeln, quirlen. Bez. l?*" 
airt ^ipb im n^-a -s-s er quirlte ein Ei 
und füllte damit den Fisch. Tosef. Bez. II Auf. 
riJT ■'35 ;? —1:^3 ists er quirlte ein Ei auf 
dem Fisch. Tosef. Scbabb. XII g. E. i-'-iE-.ca 
r3w3 nbinb i^po'bj man darf am Sabbat ein 
grosses Brot für einen Kranken zerbröckeln. 

"!£';£ eh. {=2^.■l~^) sich in Todeszuckun- 
gen wälzen. Cant. r. sv. ^yas, 17° -;2-3:3 13? 
NttTi Ninr; 53 er wälzte sich jenen ganzen Tag 
hindurch. Thr. r. sv. Dnasb, 63"^ das kleine 
Kind wollte sangen, nr:-; -3-1^721 3bn n3ca Nbi 
da es aber keine Milch bekam, da warf es sich 
hin und her, bis es starb, j. Schebu. III, 34"= 
nn. rr'b 3r;"'T ~d-e73 rrTittn er sah den Armen 
infolge des Hungers sich hin- und herwerfen, so 
gab er ihm ein Almosen. 

niS"l£ /. (von "iE "13 nr. 2) eig. Zerbrock- 
tes. Zerhacktes; insbes. (ähnlich tit'e) eine 
Speise, die aus Brotkrumen, zerhackten 
Kräutern u. dgl. bestand, welche als Vor- 
kost oder Zukost zum Brot genossen wurde 
(nsn ms-iD, oder ■jiTT^r; -«isbö msnD) und 
zum Anregen des Appetits diente. Eine ähn- 
liche Speise, die nach der Hauptmahl- 
zeit genossen wurde, bestand grösstentheils 
aus zerhackten gerösteten Aehren ('i""C"'3 s. d.) 
und verschiedenen Früchten, wie Mandeln und 
Zuckerwerken, der Nachtisch (-insbiU p"is13 
•jiTM-). — Ber. 42" "[^nr: Kz'ys r-3-3- br -5-3 
rsn bs "^ns "itvzr, nnsb'«:: ms-s- nt* Tiis 
nsn PS "i'cs ixb Pisnsn br pns-,Dn pn tjd 
wenn man den Segen über die Vorkost gespro- 
chen hat, so braucht man ihn nicht mehr über 
den Nachtisch zu sprechen; wenn man den Segen 
über das Brot gesprochen hat, so braucht man 
ihn nicht mehr über die Vorkost (auch über 
den Nachtisch) zu sprechen; aber der Segen- 
sprnch über die Vorkost befreit nicht, ihn über 
das Brot zu sprechen. Pes. 10, 3 rzTi rs'.s 
die Zukost zum Brot, vgl. ptth. Tosef. Pes. X 
dass. j. Ber. VI, lO** ob. die Ordnung des Mah- 
les ist folgende: Die Tischgenossen treten ein 
und setzen sich auf Stühle und Sessel, bis Alle 
versammelt sind. insT -nN bs i"''' anb "iN-'a- 
nnNT nnx bs D-iTb cm anb iN-'3n •i^:iyb ■jn3M 
nnsT ina ba pns-s anb iN''3n pns --■' büi3 
. . . T^"' anb iN-'sm n33m ib? i?:i:rb -\-aT2 
■[•'NT p^z •'T' b? -'an IHN p-Eic "inb ■iN''3n 
P1N-S13 cba -inN aiz-'b nrnsb ptc-. man setzt 
ihnen Wein vor, worüber jeder für sich den 
Segen spricht. Sodann bringt man ihnen Wasser 
zur Händewaschnng und jeder wäscht sich eine 
Hand; sodann setzt man ihnen die Vorkost vor, 
worüber jeder für sich den Segen spricht. Hier- 
auf besteigen die Tischgenossen die Sophas zur 



Tafelrunde (Beginn der eigentlichen Mahlzeit) 
und man setzt ihnen Wein vor, worüber sie den 
Segen sprechen, obgleich sie ihn bereits über 
den ersten Wein gesprochen haben; aber Einer 
spricht ihn für Alle. Sodann bringt man ihnen 
Wasser zum Händewaschen, womit sich jeder 
seine beiden Hände wäscht, obgleich er sich 
früher bereits eine Hand gewaschen hat. Hier- 
auf setzt man ihnen wiederum eine Nebenspeise 
(Zukost) vor, worüber Einer den Segen für Alle 
spricht. Es ist keinem Gaste, nach dem Ver- 
zehren der drei Nebenspeisen (Vorkost, Zukost 
und Nachtisch) der Eintritt gestattet. Tosef. 
Ber. IV steht überall piNn3-,3 pl. anst. pnD-!D. 
— PI. Suc. 27* R. Elieser antwortete einem 
Hausverwalter des Königs Agrippa auf seine An- 
frage: ob es wohl genüge, dass er eine Mahl- 
zeit in der Festhütte abhalte, da er auch sonst 
an jedem Tage blos eine Mahlzeit abzuhalten 
pflege? folgendes: r.-^z '•^''Ciziz nPN dt" b33 
'^•'•>S5:;3 npN 'n i^3i'i "^ssr ni33b piN-s-ic 
"ISip ""i33b PriN Pn3~3 an jedem andern Tage 
ziehst du so viele Nebenspeisen (Vorkost, Zu- 
kost und Nachtisch) dir zu lieb, heran, aber 
jetzt (am Feste) willst du auch nicht eine ein- 
zige Nebenspeise, deinem Schöpfer zu Ehren 
heranziehen! Schabb. 148'' un. ps aiN n:iH 
3P3n ■ja Nb b3N t'st: ■i\T:n3-D pst rnrns 
man darf am Sabbat seine Tischgäste und seine 
Zuspeisen mündlich, aber nicht ans einem ge- 
schriebenen Verzeichniss herzählen. Das. 149* 
dass. — 2) trop. Nebensächliches, Dazu- 
gehörendes. Aboth 3, 18 PiN''i::n''Ji msipp 
naanb PiN~DnD (Ar. liest pi->-i3-,5) die Berech- 
nung der Sonnenwenden und der Raummessungen 
sind blos nebensächliche Dinge zur Weisheit. 

N"'1£1S eh. (=r-iE-iE) Vorkost, Gemüse 
u. dgl. PI. Genes, r. sct. 17, H*" 1"';"i3~3 p'^n 
es ist im Topfe Gemüse, s. N3-'"!E. Levit.'r. sct. 
34, 179* dass. 

N-lTSliE, STSniS »«., SniEniS/e»!. (gr. ■?! 

7rop9'jpa) Purpur, eig. die Purpurfarbe, 
insbes. die damit gefärbten Kleider. Cant. 
r. sv. bi:»: i^, 24'' smsms i::s ■'S-'S 'i R. Simi 
übersetzt T,-ar?-^, (Ez. 16, 10) durch Purpur. Thr. 
r. Anf., 51* dass. Genes, r. sct. 75, 74''. Das. 
sct. 85 g. E. wird -?:'a p-nN (Jos. 7, 21) über- 
setzt N''b33 Nms'ms babylonisches Purpurkleid. 
Cant. r. sv. a-o, 33 "" dass. Exod. r. sct. 30, 
128° ein Gleichniss von einem Könige, a'':T'~3n3 
anb -7:s •wi3b sin'C n-13-:i33 %-^in it-'s ibo 
•ci3b •':nw n-12-133 appayi ban BPn:n Y-'^" 
'31 33" y~E:"i üT'bn" ■'r^'^aa-'^n den die ihn beglei- 
tenden rohen Menschen wegen seines Purpurs, wo- 
mit er bekleidet war, verhöhnten. Der König sagte 
hierauf zu ihnen: Alles Andere lasset ihr un- 
beachtet und beschäftigt euch blos mit meinem 
Purpurklcid; ich werde, bei eurem Leben sei es 



Nnisnis 



— 133 — 



n^ 



geschworen, das Kleid wechseln und euch be- 
strafen; mit Bez. auf Jes. 63, 1 fg. Das. sct. 
38 g. E. ein Gleichniss von dem Erzieher des 
Königssohnes, der für letztern Fürbitte thun 
wollte, sich aber fürchtete, dass die Palastwachen 
ihm Leides thun würden; TO^abn "jb'jn n^y ri72 

*13 157273 T'NTiTI?2T IPIN 'I\Sn IH^ID tb^ NTIDmS 

'sT liriN was that der König? Er bekleidete 
ihn mit seinem Purpur, damit Alle, die ihn 
sähen, sich vor ihm fürchteten. Ebenso beklei- 
dete Gott den Aharon mit den heiligen Priester- 
gewändern. Deut. r. sct. 7, 2.59'' ein Gleichniss 
von einem Königssohn, der seinen Vater bat, 
ihm eine Auszeichnung zu geben, damit Alle 
wüssten, dass er sein Sohn sei. Der König sagte 
zu ihm: ^1i3N■^3 "»ba m^y -jm ibc miBniD oinb 
'31 "J3 ■':3 nnxü bsn ij-tit bekleide dich mit 
meinem Purpur und setze meine Krone auf dein 
Haupt, sodann werden Alle wissen, dass du mein 
Sohn bist. Ebenso sagte Gott zu Israel: Be- 
obachtet meine Lehre und meine Gesetze, wo- 
durch Alle euch als Gottes Kinder anerkennen 
werden; mit Ansp. auf Spr. 2, 1 fg. Levit. r. 
sct. 34, 178° 5»3b7JT Nl-iDniD der Purpur des 
Königs. Das. sct. 6, 151* wird nm;;« ystn 
(Klgl. 2, 17) übersetzt m-'DT)D yra er zerriss 
seinen Purpur. Das. sct. 28, 172<' u. ö. Trop. 
Esth. r. SV. Tn-'T, 107" NjanriJo saban ntidiis 
|7D r!i:i3Tb rr^b ■'ii ri-'33T73b rr^b -in Npicn 
'st pD -)NDn73 -diJ-uj N-|iDmD in bNTO-' Wenn 
der Purpur des Königs öffentlich auf der Strasse 
verkauft wird, wehe dem Verkäufer, wehe dem 
Käufer; so ist auch Israel der Purpur, dessen 
sich Gott rühmt, das Haraan kaufen wollte 
n. s. w. Pesik. r. sct. 45, 76<^ msisn büi5 Td'pn 
■ibia NTisniD rnn Dr73u»i rjDn ^nn): Gott 
nimmt die Sünden aus der Wagschale (vgl. XD'22> 
und ns) und verbirgt sie unter seinem Purpur'. 
Midrasch Tillim zu Ps. 9, 13 jeden Frommen, 
den die Völker tödten, lams rih'pn biS'^nD 
N-^msmc Ni^iK n;aii' nhpn n« . . . Ni-iismon 
ümN )it ib-a schreibt Gott gleichsam in seinen 
Purpur ein; was thut Gott nun? Er bringt 
seinen Purpur hervor und richtet sie. Das. zu 
Ps. 22, 19, „auf mein Gewand werfen sie das 
Loos", "jbji bia Ni-iiD-^iD it das ist der Purpur 
des Königs. — PI. Exod. r. sct. 45 Anf. ■'»^o 'n 
niN^-i|"ii3 n»N R. Simi übersetzt t:^iy (Ex. 
33, 6) durch Purpurgewänder. Vgl. das. sct. 
51 g. E. N-i-ncms zur Erklärung von ■'ly (Ez. 
16, 11). Levit. r. sct. 2, 146'' n\Ta lb7jb bia73 
nn« •'N -fh ffl'ia T^-iisniE baa . . . ii-iis-nD ib 
MT b» Nb« ■'SIS?: ein" Gleichniss von einem 
König, der einen Purpurmantel hatte, betreffs 
dessen er seinem Diener die grösste Sorgfalt 
anempfahl. Letzterer sagte zu ihm: Betreffs 
aller andern Purpurmäntel, die du besitzest, er- 
theilst du mir nicht solche Befehle wie über 
diesen u. s. w., vgl. auch rnisy73. Pesik. Schek., 
IS*" p-nsniD lies i'^-ns-ns.'' 



jli'lla'lS s. lianiDsnE. — ixiid-is: Thr. r. sv. 
N-ipn,'64''"s. ■'oip. 

\"^B (=bh., verstärkt vonTi:, t'ie, Grndw. 
ns) 1) einreissen, trennen, durchbrechen. 
Pes. 56* 'st p■'mo^^D3^ p\-n333 mariD iiirms 
sie durchbrachen die Zäune (eig. machten Ein- 
brüche) ihrer Gemüse- und Baumgärten, vgl. 
Ti3. Men. 71* dass. Kil. 4, 4 u. ö. yn-ü-n das 
Durchbrochene, s. n?:?. j. Schabb. X, 12"= ob. 
n^ns r,D^■p ein durchbrochenes Behältniss. 
Trop. ■ Ber. 63* ypsb bna-' nnx \nt mns nas 
eig. du hast bereits umzäunt und kannst nicht 
mehr einreissen; d. h. nachdem du uns einmal 
gehoben hast, so wird es dir nicht mehr ge- 
lingen, uns zu erniedrigen. — 2) ausbreiten, 
sich verbreiten, zunehmen. Schabb. 13* 
bNnia-'a m-'ji nir-is i^^n -jy ns-n Nin siehe 
nur, wie sehr die Reinheit in Israel zugenom- 
men hat! j. Schabb. I, S*" un. dass. mit Ansp. auf 
1 Chr. 4, 38. — 3) ausgelassen sein, vollstän- 
dig TI3 yns den Zaun der Gesetze durch- 
brechen, j. Ab. sar. II, 41* ob. ■j-in:; nirno s<b 
a^asn bo du übertratest nicht das Verbot 
(durchbrachst nicht den Zaun) der Gelehrten. 
Levit. r. sct. 26, 169"= u. ö. s. nna. j. Keth. I, 
25* un. n72iT3 bs-ra-i msa ixid-' Nbü damit 
Israels Töchter nicht in Unzucht entarten. 
Part. pass. Das. ymo •'3D73 wegen eines Aus- 
gelassenen, Unsittlichen. Genes, r. sct. 70, 70'' 
nrn iimba -)-a-\tx ij-'n ync mt? ib^^sN selbst 
ein unzüchtiger Mensch würde nicht eine solche 
Redensart führen: „Gieb mir meine Frau" u. s. w. 
(Gen. 29, 21). Sot. 7* •j-'i:nE ausgelassene Men- 
schen, Ggs. von i^-iaD Fromme. Keth. 2'' fg. 
ni^tTHE freche Frauen, Ggs. myiDs; Keusche. 
Git. 46* u. ö. 

Nif. und Hithpa. durchbrochen w-erden. 
Tosef. Kil. II u. ö. s. nj:in73. Erub. O** -)i:n 
nbnab ns-isra liyj^ ein kleiner Hof, der nach ' 
einem grössern zu durchbrechen ist. Suc. 29'' 
biOD i-iby isiQS wenn die Blätter des Palraen- 
zweiges von ihm losgebrochen sind, so ist letz- 
terer untauglich, vgl. ins. Das. 32'' fg. Trop. 
Genes, r. sct. 97 Ende mnJi rjnyr; nstnca D3C3 
nniN in Sichem nahm die Buhlerei überhand, 
du aber hast ihr Einhalt gethan. j. Schabb. III, 
6* un. i3:-iDni NbtJ . . . yncnn tibo damit sie 
nicht ausgelassen, frech werden, s. ■'D3, nss im 
Piel. j. Bez. II, 61= mit. dass. 

ptlS eh. (=y'nE) niederreissen, durch- 
brechen, s. TW. — Ber. 54* Nb733 n-'by bca 
NltiD ein tolles (Alles niedcrreissendes) Kamel 
warf sich auf ihn. Trop. Taan. 24'' zwei Men- 
schen, Nnci-Q ■'Sne Np iim welche das Brot 
verächtlich behandelten, es einander zuwarfen. 

f*''"!2 m. Adj. (=bh., verstärkt von yns s. d.) 
1) ein ausgelassener, sitten- und zucht- 
loser Mensch, Frecher, eig. der den Zaun 



Nrans 



134 



XOli'IS 



der Gesetze durchbricht. PI. j. Ber. II, 
4'' un. ntin ■'^■'"lE die Frechen, Gesetzverächter 
der Generation, vgl. ]S'''5 (wo jedoch anst. I, 4'^ 
zu lesen ist: I, 4'' un.). Kidd. 71» iDiiaa 

seitdem die Zügellosen überhand nahmen, über- 
lieferte man die Aussprache des Tetragramms 
den Frommen in der Priesterschaft. — 2) trop. 
Ukz. 3, 6 DTiv ^Si"iB wird B. mez. 105* erklärt 
durch D^n-'T ■'yon (mit Ansp. auf Dan. 11, 14 
und Ez. 18, 10 yio) die Entarteten der 
Oliven; die näml. auch nach erlangter Reife 
klein, ungeniessbar und sauer sind, vgl. «bbN I. 

Sn^''']ß/. cJi. (vom vrg. yns) die Freche. 
Meg. 12'' «b NUyj ■'N73 . . . •'Nin ndsi-id inra 
•'NnN da sie (Waschti, die, nach der Agada, auf 
den Wunsch der Fürsten hätte nackt erschei- 
nen sollen) frech war, weshalb kam sie nicht? 

naiS, n^TS/ (=l>h. y-if m.) 1) Riss, 
Einbruch. B. bath. 53» 033-'T0 ^tz nsiD yiD 
nn NU"'! wenn Jem. einen Riss in der Maner 
machte, um da ein- und ausgehen zu können. 
Suc. 26» 33:ib riN-np TTi-iü der Einbruch ruft 
den Dieb herbei; ungefähr: Gelegenheit macht 
Diebe. Trop. Tanch. Wajischlach, 39» das Weib 
soll nicht geputzt ausgehen, nsiD i'':ni: i-'N'O 
a3;n ■'3Db -,nr3 nu!3n ■':sb denn man zeigt 
dem Frommen keinen Einbruch, um wie viel 
weniger dem Dieb. j. Git. III, 45» ob. j. Pea 
VII, 20» ob. u. ö. Trop. Kethub. ö*" nsiD 
npim ein enger Einbruch, bildl. für das Bei- 
wohnen in der ersten Zeit nach der Hochzeit. 
— PI. niJins Pes. 56» s. yns. Midd. 2, 3 f-' 
Di-nAi TiTn'"';i" ■'Db73 miriD-ä diu rn mins 
dreizehn Durchbrüche waren dort (im Soreg, s. 
inic), welche die griechischen Könige durch- 
brochen hatten (um sich Eingänge in den Tem- 
pel zu verschaffen) und welche die Makkabäer 
wieder ausgebessert haben, j. Schek. VI, 50» 
ob. dass. — 2) Ausbreitung, Erweiterung. 
Genes, r. sct. 73 g. E. das W. ynsii (Gen. 30, 
43) besagt: bu3 Na^nn i^yji nsiD ib nsnssffi 
N3n DbiS dass dem Laban eine Ausbreitung 
zutheil wurde, ähnlich derjenigen der zukünfti- 
gen Welt, mit Ansp. auf Mich. 2, 13. — 3) 
Ausgelassenheit, Gesetzübertretung. 
Genes, r. sct. 26, 25"' Q-'bnJr; yi nrNC nsns bs 
nsiB n:''N eine Ausgelassenheit, die nicht von 
den Grossen verübt wird, ist keine Ausgelassen- 
heit; d. h. das schlechte Beispiel der Vornehmen 
wirkt besonders nachtheilig. — 4) Unglücks- 
fall, Noth. Levit. r. sct. 34, 179'' wer dem 
Armen Wohlthaten erweist, heisst yno nna (Jes. 
58, 12); Tfn ■'by im r^'^'^ürs rihpn -.ax 
'3T nniN miai nns niayi mmab Gott sagt: 
Diesen Riss hätte ich umzäunen (d. h. den 
hungernden Armen beköstigen) sollen; du aber 
umzäuntest ihn, daher stelle ich dich dem Mose 



gleich, „der sich in den Riss gestellt hat, um 
den göttlichen Zorn abzuwenden" Ps. lOG, 23). 
— PI. Ber. 19» (Gebet der Leidtragenden:) 
Dein Wille o Gott, sei es, i:Tns~i3 "rnsniö 
D-'»n-i3 bxTa^ p-ia f?:? ba mansT dass du un- 
sere Risse (die erlittenen Unglücksfälle) und die 
Risse deines ganzen Volkes des Hauses Israel 
erbarmungsvoll umzäunest! 

NnijjnS eh. eig. (=:ni:-iE) Durchbruch, 
insbes. Ausgelassenheit, Frechheit. Sot. 
48» Nmi:''"iD ■'u:3 ■'ISt inas •'-i7:t wenn die Män- 
ner singen und die Weiber einstimmen, so ist 
das eine Ausgelassenheit. Das. 26'' NmS'<iD 
N7ob»3 eine blosse Frechheit, keine Bnhlerei. 
Jeb. 76» dass. B. mez. 91» man darf Thiere 
mit einander begatten, Nm^i-s Diica ib''DNT 
"f^-Vi nTiTa''ya Ntty:^ ■'N53 NSib was selbst 
nicht einmal als Ausgelassenheit anzusehen ist 
(dass man hierdurch ein unerlaubtes Gelüste 
bekäme) und zwar deshalb, weil der Viehzüch- 
ter mit seiner Arbeit beschäftigt ist. 

Ni^'TS chald. (^üste) Riss, Loch. PI. 
Schabb. 108» ■'ST'D ■'i;i''D verschiedene Risse, 
Löcher in der Haut. — Femer V^"'"!^ (=r^'i3£'^r) 
Risse in der Mauer, s. TW. 

ST^IS m. (=Nnii:E, syr. \^^, mit ein- 

gesch. n, Grndw. yo: trennen) 1) Wasser- 
behälter, Kanal; dafür auch tni^Js, eig.= 
np-'DS s.d. Durchschneidendes, s. TW. — 
2)' (= NS^t-i^E) Kern. Taan. 4» sami: •'«n 
^33 a35T '■['■'"'3 Nbp •'mm NT^sisb m isa-nn 
der junge Gelehrte gleicht dem Kern der Wein- 
beere unter der Scholle, der, wenn er einmal 
aufschiesst, immer mehr in die Höhe schiesst; 
s. auch Nb'^D'iny. — PI. B. mez. 84» ■'']"'sn2 
NpMiO NSTO-ii Ar. (Agg. N^TSS) die Kerne des 
rothen Granatapfels. Schabb. 21» ""mTSnoTa 
Nnia73 yia? aus seinen (des ivp^-p s. d.) Ker- 
nen bereitet man Oel. 

CJi"lS s. as-iE. — ypus-iD s. «prons. 

SCIÄia od. S,'::im2 m. Weln, der ans 
den Kernen (•'^STis s. d.) der Weinbeeren, 
welche mit Wasser angestellt werden, 
gewonnen wird; eine sehr schlechte Wein- 
sorte. Sollte viell. n?31t-i3 dasselbe sein? B. 
bath. 95'' R. Juda sagt: Beim Genuss des 
schlechten Weines, der in den Kramläden ver- 
kauft wird; lautet der Segenspruch: iid Niin 
IDjn „der die Fracht des Weines erschaffen 
hat." Nn3-ips piT^T N7:isnD3 rmn'' 'n rmai 
Ar. (Agg. N7::imD3) R. Juda jedoch gesteht, 
dass beim Genuss des sehr schlechten Wei- 
nes, der aus Traubenkernen gewonnen wird und 
der, weil er wie Essig schmeckt, blos an den 
Strassenecken verkauft wird, der Segenspruch 
nicht ']03n "ins sma lautet. — R. Chananel 



N::i^i£ 



— 135 



n-iE 



(vgl. den Comment. z. St.) liest NDiitncn: ver- 
dorbener Wein, der eine ganz andere 
Farbe als der gewöhnliche Wein hat. 

NjJJ"nS masc, grw. PI. iipaniD, "'ssnis (syr. 
jiJ,-i..s, j^lT.fs) Kerne der Weintranben; 
vgl. auch N'i''^ni nr. 2. Ab. sar. Si*" "'Sa-nn 
■•NMnNl die Traubenkerne der NichtJuden. Nas. 

■''3T' nach welcher Ansicht übersetzen wir (d. h. 
Onkelos, die Stelle jt nyi D'^ssina, Xum. 6, 4): 
„von den Kernen bis zu den Hülsen"? Nach 
der Ansicht des R. Jose, dass näml. iirnn: Kern, 
und 5T: Schale, Hülse bedeute, vgl. jiT und TW. 
SV. Nar. Pes. 42*" ■'3i:-nDnD Wein aus Trauben- 
kernen und Wasser, Ggs. "'pmna: Wasser auf 
Weinhefe. Ber. 38* s. N'j"""!:: und saqnip. 
Chull. 110* ^3smD3 iTO^n-'irj •^'N»n wobei'hast 
du die Euter gebraten V Bei Traubenkernen, 
die näml. nahe an der Kelter aufgehäuft lagen 
und angezündet wurden. Ein ähnliches Brenn- 
material waren ■'bsio (Bez. 21'') die Dattelkerne 
s. auch ncj. 

'^iIa'IS, •]1D"!D masc. (gr. TrpdffOTCov) 1) Ge- 
sichtsbildnng, Gesichtszug; übrtr. Ge- 
sicht überhaupt. Jeb. 16, 3 (120*) Didd ciisid 
Gesichtszug. Das. ö. Erub. 18* nT; r|ii:nD n 
•jiiüNnn DiNb ib Ms. M. (Ägg. qisq cjis-id rn) 
Adam hatte ein Doppelgesicht; mit Ansp. auf 
Ps. 139, 5 ■'3ms DnpT "iins „von der Rückseite 
und von der Vorderseite hast du mich gebildet." 
Ber. 61* T'sii:"iD m pl. Das. qiir-iD n?:« tn 
23T ~i72N im ein Autor übersetzt jbirn (Gen. 
2, 22): Gesicht; d. h. „Gott nahm eine seiner 
Seiten (des Doppelgesichtes) und formte daraus 
das Weib." Ein anderer Autor übersetzt ybi:: 
Anhang, Rippe. Genes, r. sct. 8 Anf. dass., wo 
auch rmsb^a übersetzt wird: Tinyo y-irm 
„von seinen beiden Seiten"; =j"bi: (Ex. 26, 26). 
j. Snh. IV, 22'' un. 'dt irT^Diitns ns-'O na •'3D73T 
weshalb unterschied Gott die Gesichtszüge der 
Menschen von einander? Damit sich nicht 
Einer des Andern Frau oder Besitzthum an- 
eigne. Trop. Exod. r. sct. 5, 107* "[•'Diins vi 
bipn NSi"' —T, die Stimme kam in doppelter 
Form, in verschiedenen Tönen heraus. — 2) 
plastisches Bild, Gesichtsform, Vorder- 
seite. Snh. 103'' nnwX riisiD ib niay nbnnn 
D'DiS-iD rtyaiN Ciionbn anfangs machte Menasse 
dem Götzenbild ein Gesicht, später aber vier 
Gesichter, um näml. der Gottheit an jeder Seite 
des Tempels Aergerniss zu bereiten (mit Bez. 
auf 2 Chr. 33, 7 boc singl. ; dahingegen V. 22 
D''b"'3Dn pl., vgl. auch nnis). Jom. 72'' apm 
j-n« rT,2r73 noin nn« qisno ~p^üb i^rro no??: 
niE3ii:-B -'S-:; -p-<üh unter opn (Ex. 28, 15. 39 fg.) 
ist Nadularbcit zu verstehen, daher hatte es blos 
ein Bild; unter 3;ün hing.: Weberarbeit, daher 
hatte es zwei Bilder, von jeder Seite eines. 



Tosef. Schek. HI g. E. dass. Ab. sar. 42'' ba 
mx (i-ncii:-!D73) riisnD?^ y^n y-\rv2 msiij-isn 
alle anderen plastischen Bilder, mit Ausnahme 
desjenigen des Menschen, dürfen angefertigt 
werden; letzteres wird näml. als ein Götzenbild 
angesehen. R. hasch. 24'' dass. Ab. sar. 12* 
'st D-ianDb D"'^ fnbp^jn nsiir-iD an Bilder 
(d. h. Rinnen, die gew. bilderartig geformt waren), 
welche das Wasser in den Grossstädten aus- 
strömen lassen, darf man nicht den Mund an- 
legen, um daraus zu trinken, weil es den An- 
schein hat, als ob man das Götzenbild küsste. 
Tosef. Ab. sar. VI (VII) steht dafür ipi sb 
riiuis ■'D b? Tu man darf nicht den Mund an 
die Mündung des Bildes legen, j. Ab. sar. III, 
42° un. R. Chanina ben Gamliel sagte: niD b'ü 
mcio^En 'j-'73nn rn ndn die Familienglieder 
meines väterlichen Hauses haben sich mit Bil- 
dern unterschrieben (viell. gesiegelt). R. Lasar 
ben Simon sagte: y-in nbiaiTiD vn niBio"i| ^^ 
ms bOM allerlei Bilder gab es in Jerusalem 
mit Ausnahme derjenigen der Menschen. 

S£1Ä"l2cÄ. (syr. ].io, ji=CliS"iE) Gesichts- 
zug, Gesicht, s. TW. — B. mez. 86* nnn 
n-i-nnsb rr'oisns er wandte sein Gesicht nach 
hinten zu; vgl. auch NCii:-,:. 

P*1S (— bh. Grndw. "id) eig. 1) trennen, 
absondern, dah. abladen. B. mez. 32* fg. 
'si pnnob rrnnri ■[« mita das biblische Gesetz 
(Ex. 22, 5) befiehlt blos abzuladen, aber nicht 
aufzuladen, vgl. i^ü. j. Schebi. III Anf., 34° s. 
nbEä73. j. B. kam. III, 3** mit. pns nnN . . . nTi 

inis'^a maD lujyi yp,^~\^ 'jrT'3\a i-isiya p^sia 
'dt wenn von Thieren, die einander auf einem 
schmalen Wege begegnen, auf welchem sie neben 
einander nicht gehen können, das eine nicht be- 
laden und das andere beladen ist, so muss 
man das nichtbeladene vor dem beladenen Thier 
ausweichen lassen; wenn sie aber beide beladen 
oder beide nicht beladen sind, so müssen die 
Besitzer derselben einen gütlichen Vergleich 
untereinander treffen. Dasselbe gilt von Wagen 
oder Schiffen, die auf Engpässen zusammen- 
treffen. Schabb. 88* ipis 3Tin3"i iJSU amna 
auf dem Choreb haben sie (bei der Gesetz- 
gebung) ihren Schmuck angelegt und auf dem 
Choreb haben sie (bei Anbetung des goldenen 
Kalbes) ihn abgelegt (Ex. 33, 6). Das. SS*** 
npmsb den Vorhang an der Thür loszumachen, 
Ggs. imü3b ihn auszuspannen. Trop. Cant. r. 
SV. 13N n-nnia, 8* np-nci nssrj ^^ nnps na 
riyiu ns-'N mai npTiDT niTm np-nsi n:yiü 
'ai so wie das Weib beladen wird und wieder 
ablegt (d. h. schwanger wird und gebärt), dann 
wieder beladen wird und ablegt, später aber 
nicht mehr beladen (schwanger) wird; ebenso 
wird Israel wicderholentlich unterjocht und be- 



n-15 



— 136 — 



P^E 



freit, später aber nicht mehr unterjocht werden. 
— bi? P"!S das Joch abnehmen, bildl. für: 
sich von seiner Obliegenheit lossagen. 
Aboth 3, 5 u. ö. s. bi?. Tosef. Sot. XIV Anf. 
seitdem die Richter, welche die Grossen bevor- 
zugten, überhand nahmen u. s. w. biT Qni2 npisi 
tni ~">33 ^b» b-,7 Dniby iD-'b^im 3"'7:a legten 
sie das Joch Gottes (das göttliche Gesetz) ab 
und Hessen sich von dem Joche der mensch- 
lichen Könige beherrschen. 

Nif. (denom. von pi|) verrenkt werden, 
ans dem Gelenk treten. Schabb. 147*. 148*. 
'st ';:",i3 Dsnu-" Nb ib;m it ipnsra •'72 Jem., 
dessen Hand oder Fuss verrenkt wurde, darf sie 
am Sabbat nicht im kalten Wasser behufs Hei- 
lung schwenken; er darf sie vielmehr blos wie 
gewöhnlich waschen. 

Pi. pi"'-: absondern, trennen. Schebi. 
2, 2 '[■'p~.D73 die Blätter vom Baume entfernen, 
s. b2T im Fiel. Ukz. 5, 5 a''Ti3N3 p-isb b'nnn 
wenn Jem. anfing, die äussere, harte Schale von 
den Nüssen abzulösen, j. Jom. I, 38"= ob. wäh- 
rend der sieben Einweihungstage nai73 ncn ht; 

irMOr; DTiDl . . . IpHSHT ITiÖyöl p072n PN 

ipTis ^sb^ iTasn salbte Mose die Stiftshütte, 
stellte sie auf und nahm sie wieder auseinander; 
am achten Tage aber stellte er sie auf und 
nahm sie nicht mehr auseinander. Sifra Zaw 
Olilluim Par. 1 g. E.) dass. Schabb. 95* nbin 
p~i3'2 D1C73 3"'"'n Jem., der am Sabbat melkt, 
ist wegen Ablösens (der Milch vom Thiere) 
straffällig; ähnlich dem Dreschen, OT, Ablösen 
der Körner. Keth. 60* Jem., der an Herz- 
klopfen leidet, darf am Sabbat die Milch von 
der Kuh saugen; mp«m T' -iHNbD p-:373 pJV 
■jjm T1T3 Nb NlJ'i: denn der Saugende löst die 
Milch gleichsam mit der Rückseite der Hand 
ab (d. h. nebensächlich, auf ungewöhnliche Weise, 
was blos rabbinisch verboten ist, vgl. "ihn); aber 
da, wo Schmerz vorhanden, haben die Rabbanan 
keine Erschwerung auferlegt, j. M. kat. I, 80** 
un. j. Ab. sar. HI, 43** mit. u. ö. — Part. Pual 
B. mez. 33* ob. p"nis-2 ein Thier, dem die La- 
dung abgenommen wurde. 

Nithpa. abgelöst, losgelöst werden, j. 
Jom. I, 58'= ob. p'isn; die Stiftshütte wurde aus- 
einandergenommen. Schabb. 17, 1 (122'') die 
Thüren, nnaa ipnDnvc: welche am Sabbat ab- 
genommen wurden, j. Schabb. XVII Anf., 16* 
dass. Tosef. Kel. B. mez. III Anf. npnDn: ed. 
Zkrm. (a. Agg. npbns) wenn die aus einzelnen 
Stücken zusammengesetzte Scheere auseinander- 
genommen wurde. Bech. 6^ ']"p-,Dn73 rrinniN 
amn "ib n? rr'by n-itin niass •j-'n-. n;73in die 
Glieder der Gebärerin kommen aus ihrem Ge- 
lenk und ihre Lebenskraft kommt erst nach 24 
Monaten wieder. Trop. Genes, r. sct. 36, 35° 
'ji VT^ T"by72 13"''' pnspj nachdem Noah's Wein- 
rausch von ihm nachgelassen hatte, „da wusste 
er, was sein jüngster Sohn ihm gethan" (Gen. 



9, 24). Jom. 72* „die Stangen" der Bundeslade 
1-'a72TS3 ';3''Ni i-ipiDP» Schüttelten sich hin und 
her, gingen aber nicht von den „Ringen" los, 
indem näml. ihre Spitzen dick waren; zur He- 
bung des Widerspruches von Ex. 25, 15 und 
das. 27, 7. 

p"lS eh. (sjt. wCjÄ=p~E) 1) ablösen, ab- 
sondern. — 2) loskaufen, auslösen. Dan. 
4, 24, s. auch TW. — Keth. 51*" nb nns »b 
a-<"'n . . . ^•^5Nb •'b ^ramni ■^i-'pnst« •^Naran dn 
T^T r^3 ■'san xina wenn der Mann bei der 
Hochzeit, seiner Frau auch nicht verschreibt: 
„Wenn du gefangen werden solltest, so würde 
ich dich auslösen", so ist er dennoch hierzu 
verpflichtet, weil dies eine gerichtliche Verord- 
nung ist, vgl. lip"!;:. — Intrnst. B. mez. 86* mit. 
Nn'OS pHD die Mauer stürzte ein, eig. löste 
sich auf. 

Pa. pnE auflösen, widerlegen, antwor- 
ten. 13. mez. 84* un. R. Jochanan sagte: -a 
■fb ib ■'cpa mn Nnb72 Nr72N mn •'d n^^pb 
Nmm Nb"'X37jT ■'pTT'D ib rr'b Nrpn373i Nn-'''onp 
'dt Nnpy7j"a Bar Lakisch (R. Simon) hat, so oft 
ich einen Vortrag hielt, mir 24 Einwände er- 
hoben, worauf ich ihm 24 Erwiderungen gab, 
infolge dessen der Lehrgegenstand sich von 
selbst erweiterte. Schabb. 145* u. ö. Nin 
nb pn373 Nini nb ^ttd er stellte die Frage 
auf und er selbst gab die Widerlegung der- 
selben, j. Taan. II, 66* un. ^p-iD yni ndo ms"' 
n7:n5 dieser Gelehrte weiss recht gut, sich selbst 
die Antwort zu geben. Ab. sar. 50** ö., s. -la:. 
— ChuU. 93* Npns^n ■'piii) rT"nn 7:73-3 beim 
Thiere, während es lebt, schütteln sich die 
Glieder, d. h. sie kommen aus der gewöhnlichen 
Lage. 

pTS m. eig. (=bh.) Scheidung; insbes. 1) 
Gelenk, articulus, d. h. die Stelle, wo zwei 
Glieder zusammentreffen. Chull. lOö*" rb^'üS 
laiT'P p"is- IV r;73i-nb pis- ny -j^binb D'^T' 
■p-\zir, ns •anp733 a''bJ"n D^'T' die Händewaschung 
vor dem Genuss profaner Speisen geschieht bis 
zum Gelenk (d. h. bis zum zweiten Gelenk der 
Finger, in der Mitte derselben; weil näml. diese 
Waschung blos als ein Anhängsel der Teruma 
[rüai-in ~no, s. d.] erfolgen muss, so genügt das 
Waschen der obern Fingertheile, womit man die 
Speisen berührt): die Händewaschung vor dem 
Genuss der Teruma geschieht bis zum Gelenk 
(d. h. bis zur Stelle, wo die Finger an das Hand- 
blatt schliessen); die Heiligungswaschung der 
Hände und Füsse im Tempel (Ex. 30, 19 fg.) 
geschieht bis zum Gelenk (d. h. wo die Hand 
an den Arm schliesst und ebenso an den Füssen 
bis zu den Knorpeln). Jadajim 2, 3 u. ö. — 
Ghnll. 134'' naiDnx ba -p-sr: \iz yinTn iht-is 
naisTN bis -p-itin i» pra . . . T ba na ny 
■>nb bo pnsn 173 •'nbn nnr« bsn ba ^aio ny 



P^£ 



- 137 — 



Npn^s 



»-n;-i; 3\a np^^ ny welches ist „der Bug" (eine 
Priestergabe, Dt. 18, 3 und ebenso der des Kasir- 
opfers, Num. 6, 19)? Von dem Gelenk des Knies 
an, bis zur Schuherplatte des Vorderfusses. „Der 
Schenkel" (eine Priestergabe von den Friedens- 
opfern,Lev. 7, 32) reicht von dem Gelenk des Knies 
an, bis zur Wade des Fusses, s. "aio. Welches 
ist „das Kinn" (ebenfalls eine Priestergabe, Dt. 
18, 3)? Von dem Gelenk des Kinnes an, bis 
zum Knorpel der Gurgel. Sifra Zaw (Milluim 
Par. 1) wird pD (Lev. 8, 23) erklärt: pns m 
■lyiSJ^Nn das ist das Mittelglied des Daumens. 

— PI. (übrtr. auf leblose Gegenstände) Tosef. 
Kel. B. mez. III Anf. ü^^;>'^^^ ba msD» eine 
Scheere, die aus Gliedern zusammengesetzt ist. 
Deut. r. sct. 3 Anf. D-'pns aipns n^raya mis?: 
ein Leuchter, der aus einzelnen Gliedern, Stücken 
zusammengesetzt ist (Bez. 22" steht dafür m';in 
s. d.). — 2) Theile in der Schrift, zwischen 
welchen eine Abtheilung, Abschnitt sich befin- 
det, Kapitel. R. hasch. 30'' hn ddidi iTin 
•p-\i:rt man wiederholt, spricht zweimal das Ka- 
pitel, d. h. den 81. Psalm. Wenn näml. der 
Neujahrstag auf Donnerstag traf, so sangen die 
Lewiten auf dem Duchan den 81. Psalm zwei- 
mal, näml. 1) als den Gesang des Donnerstag 
{UV b'J -i-ia) und 2) als den Gesang des Neu- 
jahrsfestes (nrj- '^jN-i b-ä -ii-:}), vgl. r,yä. — 
PI. das. 31* a''p";=- r^ P^nb niaan in-i ni2 
'sn ibbn was veranlasste die Gelehrten, die 
Kapitel so einzutheilen; d. h. für den Lewiten- 
gesang auf dem Duchan die Psalmen auf fol- 
gende Weise festzusetzen, dass am Sonntag 
Psalm 24, am Montag Psalm 48, am Dienstag 
Psalm 82, am Mittwoch Psalm 94, am Donners- 
tag Psalm 81, am Freitag Psalm 93 und am 
Sabbat Psalm 94 gesungen wurde? vgl. ■'jp, n^-p. 

— Ber. 2, 1. 2 (13") ']->3 D-^p-iDn T'a in ibs 
'z-\ rfJiab n^TON-, n^na das sind die Stellen 
(beim Schemäverlesen) zwischen den Abschnit- 
ten, näml. zwischen der ersten (dem Schema 
vorangehenden) und der zweiten Benediction, 
ferner zwischen der zweiten Benediction und dem 
„Schema", ferner zwischen Schema und „Wehaja-', 
ferner zwischen Wehaja und „Wajomer" und 
endlich zwischen Wajomer und „Emeth", vgl. 
Sii'ä. Chag. 13* die Forschungen über die 
Merkaba (Theogonie, d. h. Ez. cap. 1, vgl. 
~3317:) darf man auch nicht einem einzelnen 
Schüior vortragen: a^p-D ■'wNl ib ';"'-i3ia bns 
man darf ihm jedoch die Anfänge (d. h. die 
Erklärungen einzelner Verse) überliefern. Erub. 
54^ s. riDii:::. — 3) Zeitabschnitt, Periode. 
R. hasch. 35" ü'^pnc bia . . . msna die Bene- 
dictionen der Festtage (=t]"'373T). Wahrsch. 
gehört hierher Pes. 117" die Propheteij verord- 

■neten, p-iDi pis ba by ims ■;-'-^7:in in^o dass 
man das Hallel sage an jedem Feste. Taan. 
4, 1 (2G") PN i-iNoia D^ans niTDn n-'pns rnaboa 
'st üva Dr^ys 'i orr^BS (das. 26'' wie folgt er- 

Levt, Nouhebr. u. Chald. Wörterbuch. IV. 



klärt:) an drei Zeiten im Jahre erhoben die 
Priester ihre Hände (d. h. sprachen den Priester- 
segen) während der drei Gebete, näml. während 
des Morgengebetes, des Minchagebetes und des 
Schlussgebetes (~':''j;3 s. d.); und zwar an den 
Fasttagen, bei den Opferbeiständen (s. tztu 
nr. 2) und am Versöhnungstag; an letzterem, an 
welchem noch das Musafgebet hinzukommt, wird 
der Priestersegen viermal gesprochen. Schek. 
3, 1, s. 0^2. Schabb. 129^ s. N0-)n2. Taan. 
17"'' riND ip-iDT wird das. erklärt:' auch seine 
Jugendzeit war unbescholten. Tosef. Chag. II 
mit. mü ipisi dass. j. Jeb. XIII, 13'' un. die 
Unmündige warte, p-isb y^m binjno nv bis sie 
herangewachsen und die Reife erlangt hat. Keth. 
59'' npnsb ^lao nahe an ihrer Reife, vgl. nns 
nr. 4. j. Schek. III Anf., 47'' rtTb ■'pT's die 
Zeiten der Geburt; d. h. wenn die Thiere Junge 
werfen. Pes. 43". M. kat. 9" u. ö. 

Nf^lS, N;^TS eh. (=p-!2) 1) Glied, arti- 
culus, insbes. der Knorpel am Finger und 
an der Zehe, s. TW. — 2) Abschnitt, 
Lehrvortrag. Pes. 117" nio . . . Npi-iD ain 
spT'D der Anfang des Psalms, der Schluss des 
Psalms. j. Keth. VII Anf., 31'' mit. nON") 
NpT'DI der Anfang des Kapitels, Perek. Kidd. 
31" un. NpT'23 «■'■n mn id als er (Mar bar 
R. Asche) einen Vortrag abhielt. Das. 71". 
Pes. 100" an32 '-n n^pn^sb i?bps n3s ich traf 
ein bei dem Vortrag des R. Pinchas. j. Ned. 
VIII Anf., 40'^ ich will so lange fasten, bam -,y 
\-naia bändln ~y ■^pi-'D bis ich meinen Mischna- 
abschnitt vollendet habe, bis ich meinen Bibel- 
abschnitt vollendet habe. Schabb. 67" NpT'sa 
iwSnvisnMs. M.(Agg.pnDa) in demAbschnitt (d. h. 
Tosef. VII), der über die Verbote heidnischer 
(abergläubischer) Bräuche handelt, j. Kil. I Anf., 
26'^ u. ö. — PI. Keth. 62" wird '[•^b-'i^n erklärt: 
■'fj'i"'P ■'Sa Jünger eines in ihrer Stadt wohnen- 
den Lehrers, der ihnen Lchrvorträge hält und 
die nicht nöthig haben, die Lehrvorträge anders- 
wo zu besuchen. 

plT'S m. N. a. Auflösung, das Nieder- 
reissen. Num. r. sct. 4, 190" nyaa 'jpTT'S 
'ii myou^ ni-'sn nyiaa ■jnTJJSa mj'o?3 die 
Auflösung (das Auseinandernehmen der Tempel- 
geräthe) zur Zeit der Züge, fand auf dieselbe 
Weise statt wie ihr Aufstellen zur Zeit, als die 
Züge lagerten, näml. zuerst die Bundeslade, dann 
der Tisch u. s. w. — PI. j. Jom. I, 38'"= ob. 
'j-'piT'D niaOT PTf/ay yaü siebenmaliges Auf- 
stellen der Stiftshütte und sechsmaliges Niedor- 
reissen derselben, vgl. pnE im Piel. Das. niabia 
'j"'pTT'D riTOy dreizehnmaligcs Niederreisscn. 

NpITS cÄ. (=:pmiE) eig. das Auflösen, 
übrtr. Abwendung, Widerlegung. B. kam. 
117" "Nm NiiDip •'ksm N^isip ^xn inb "i7:n 
NpTT>D ■'sm Npii'^a er sagte ihnen die Frage 

18 



ni^^-^s 



— 138 — 



nVp^B 



und jene Frage und hierauf die Widerlegung 
und jene Widerlegung. Ab. sar. 30'' NpiT'EJ 
NPJSob eine Widerlegung betreffs einer Gefahr! 
d. h. gedenkst du etwa meine Ansicht, die dar- 
auf hinzielt, eine Lebensgefahr zu verhüten, so 
ohne Weiteres zu widerlegen! — PI. B. mez. 
84* ■'p.in? Widerlegungen, s. p^s. Hör. 13^. 

rij^nS/. N. a. 1) das Ablösen. Schabb. 

TS** "^sa rip''-iD "j-n V^ ^^^ diese Weise (einen 
Stein an einen Dattelbaum werfen, wodurch die 
Datteln abfielen) ist nicht die gewöhnliche Art 
des Losreissens, AbpHückens. — 2) Abladung. 
B. mez. 31*. 32* DjTI3 ~-p-<-iü das Abladen der 
Last eines Thieres muss unentgeltlich geschehen, 
s. nryu. 

Sj^llS m. Adj. (syr. iJops) der Erlöser, 
Befreier. Levit. r. sct. 32 g. E. ein Autor 
deutet nb; (Sach. 4, 2): xpiniD der Erlöser, vgl. 
Nbisa. Cant. r. sv. nsi ^b^^, 22'^ und Khl. r. 
sv! \-)3Tai, 80"= dass. Thr. r. sv. .-ibN by, 59'' 
■'Nlin-'T ■jirfp'ns TbTiN jetzt wurde der Er- 
löser der Juden, der Messias, geboren, vgl. 

«»•Ilipn^. NnjP"l''a/em. (syr. jlC^Ji, ähnlich 
Np-113 s. d.) Gelenk, Nacken, vertebra; ins- 
be's.' der Nacken, die Stelle, wo Kopf und Rumpf 
zusammenschliessen, s. TW. 

i''pJlK p"lS Perak-Onsin, Name eines Or- 
tes, viell. Proconnesus, vgl. Neub. G6ogr. 
d. Tlmd. p. 396. Esth. r. sv. iin, 102'= ü-<-iV2'J 
'j''D3iN pn372 cu bo Marmorsäulen aus Pro- 
connesus. 

Ti!5"]B denom. (von Nnp-'-iE). Ithpe. sich 
auf den Nacken, Rücken legen, s. TW. — 
Uebrtr. von leblosen Gegenständen. Men. 96'' 
der Verschluss, Rand des Tisches im Tempel 
'<7P11'''? "1^ ■'mpnD erhob sich schräg nach 
aussen zu. Ber. 13'' u. ö. Tip-iDS s. d. 

npna (viell. mit vrg. Vp";.! zusammenhängend). 
Hithpa. sich anschmiegen. Genes, r. sct. 45, 
44*= die Erzmütter waren unfruchtbar, iiD 

^■'•'133 -[nibyn by niip-i^n?: nr^nno Ar. ed. 
pr. (a. Agg. mpDin?:; Cant.'r. sv. \-i;r, IG* Nbu5 
mpD-in73 1--', Jalk. II, 178* liest mpnDn73) da- 
mit sie sich mit ihrer Schönheit ihren Männern 
anschmiegen. — '[■'ipnD Cant. r. sv. hnt V2, 18* 
crmp., s. T'npis. 

t'ljpilS m. Schlag, Hieb auf den Nacken 
oder Rücken (eig. zusammengesetzt aus p-iD 
und bnp). j. Ber. II, 5"= un. ein Spötter begeg- 
nete dem R. Jisa nn bnp-no rr'b arr^i und gab 
ihm einen Schlag auf den Nacken, s. NpDi7. 

pp"!? m. Adj. auf dem Rücken liegend. 
Ber. is*" siTä r\-^->p Nnp-» xb ppiE Jem., der 



auf dem Rücken liegt, darf nicht das Schema 
lesen; weil es wie eine Frechheit aussieht. Nid. 
14* dass. Pes. 108* Ti'i^or, ni':-o Nb ppID 
auf dem Rücken liegen, heisst nicht am Tische 
lagern; d. h. am ersten Pesachabend, wo man 
an der Tafelrunde auf Sophas lagern, sich an- 
lehnen muss (vgl. nisn, na-'^rj), erfüllt man 
durch solches Liegen nicht seine Pflicht. Ar. 
citirt auch eine LA. ppmsN, entsprechend dem 
^pncis s. d. Derselbe (vgl. auch Tosaf. in B. 
bath. 74* sv. -i^ji) führt auch eine Erkl. unseres 
Ws. an: Jem., der mit dem Gesichte nach 
unten zu liegt. 

ppniS masc. eine Erbsenart. Kil. 1, 1 

ppiiDH. j. Kil. I, 27* ob. N:-'3b-i:i ppmo R. 
Simson zu Kil. 1, 1 (Agg. naiab-ij). Älaim. z. 
St. erklärt unser W. ebenf. durch arab. isabs 

(,..LCXi>) die gemeine Platterbse; vgl. auch 
Low, Aram. Pflanzen, S. 172. 

Dlip-lS, Dp"13 s. DinijE. 

ViipillS m. (trnsp. aus npanr, gr. Tpomxc? 
sc. xijxXoi;) Wende, Wendekreis, insbes. 
Frühlingsanfang, j. Ab. sar. I, 39° mit. 
r;sipn bc rri;«-: mpno Tropikos (ein heidni- 
sches Fest) trifft auf den Anfang des Wende- 
kreises, d. h. Frühlingsanfang. 

]'':L:p')a oder ]'':i£:iP")2 m. pl., bes. '-jpns 
^^121 Wasserbehälter, vgl. syr. \Ltj^^ 
Wasserleitung, s. TW. 

N'7pTlS> Di'7ipi"l2 m. eig. (gr. Kigi.-As.riz) 
der Weitberühmte, dav. Perikles, Name 
eines Feldherrn, j. Snh. III, 21'' mit. bsy i^ 
'ri imD-irin NbpiiD als der Perikles nach Sep- 
phoris kam u. s. w. Ab. sar. 47'' aibpiiB bxü 
13^3 bs-ibJ^j '-] PN oiDDibs p Perikles ben 
Pelosphos fragte den R. Gamliel in Akko. 

n'PIpia/. (gr. TTpixXvjct?) Schuldverkün- 
digung, der gerichtliche Ausruf: Schul- 
dig. Pesik. Schuba, 159* liT3 ni-0 O^iio-'bb 
r■,■p^b Nin oi^^nn Nin;3 ^jit bs ^r-Lioipr; ■laDb 
p i3'N ribpn b3N] nbip-io buis xin rn^r, 
niin [nbipis brans Nin min xbo nr «bs 
'dt 017:^1 b:3iD Nin m. Mss. und Jalk. II, 144*= 
(in Ag. der Pesik. fehlt der hier eingeklammerte 
Satz, vgl. auch Buber, Anm. z. St.) ein Gleich- 
niss von einem Räuber (K-riaxTfi), der vor dem 
Untersuchungsrichter (oder Folterer, quaestiona- 
rius) gerichtet wird; so lange er sich letzterem 
widersetzt (hartnäckig seine Schuld läugnet), so 
wird er gegeisselt; wird er geständig, so ver- 
nimmt er die Schuldverkündigung (7rp6xXT]Ct<;). 
Gott hing, verfährt nicht also; denn bevor der 
Sünder seine Schuld eingesteht, vernimmt er die 
Schuldverkündigung; gesteht er, so erhält er den 



^'^p^? 



— 139 



^£lpr£ 



Freisprach, vgl. Biain III. Jalk. 11, 121^ dass. 
Pesik. Schuba, löO* rrbipno anb "jm: Nin er 
erlässt gegen sie die Schuldverkündigung, Auf- 
ruf; s. o?:3 Bd. II, 345^ 

t2"''7p*]£ masc. (gr. /rapocHXifj-of) Anwalt, 
Sachwalter, Fürsprecher, Ggs. -nj''::p: An- 
kläger. Aboth 4, 11 r•,:^■p r\na m^?: noiyn 
■jriN ::"'":5pnD ":b wer eine Tugend ausübt, erwirbt 
sich einen Anwalt. Sifra Tasria Par. 3 cap. 3 
üi'sp-.Dr; r;i:-i ms-,b 0:3:0 üi;p-i2b r;MiT nscan 
^mnn o:d:i „das Sündopfer" gleicht dem An- 
walt, der vor den Richter tritt, um ihn zu be- 
» sänftigen; sobald der Anwalt besänftigt hat, so 
kommt das Geschenk, d. h. „das Brandopfer". 
Seb. T*" dass. — PI. j. Ber. IV, 7'' mit. svb 2^:-:: 
Erb •j-'a'^bpnD ■':ü „Zwei für den Tag" (Nura. 
28, 3), d. 1. zwei Anwälte für den Tag, näml. 
die beiden Brandopfer- Lämmer. Schabb. Sa^' 
wenn Jem. den Richtplatz besteigt (s. Diina II), 
um gerichtet zu werden, i^a''bp":D ib m;''' dn 
riDiTSn m« bc •j-'Li-'bp^E p ibsi . . . bi^-': cbiij 
Cimi: 'D"'OJ':ii so wird er, wenn er gute An- 
wälte hat, gerettet. Die Anwälte des Menschen 
sind Busse und gute Handlungen. B. bath. 10* 
D'bnJ l-'^'^bpis. Tosef. Pea IV g. E. steht da- 
für b-ns ü'^bp-iD singl. — j. Taan. I Anf., 63"= weil 
die vier Pflanzen des Feststrausses am Wasser 
wachsen, D^7ob l^ü^bpiD •j-'Nn ■;- ";r^Db deshalb 
kommen sie als die Fürsprecher für das Was- 
ser; d. h. das Gebet um Regen beginnt am ersten 
Tag des Hüttenfestes, vgl. die. 

X:2"'^lP"]S eh. (syr. i;l::^£|^=a'^b^nE) An- 
walt, Sachwalter, s. TW. 

]'0'''7[P'12 m. pl. (viell. gr. TrspixaXufXfxaxa) 
Binden, bes. Stirnbinden. Kel. 26, 3 

l-^mna iiaibpnsn (Ar. Var. •;'^;::-<b-i3 , R. Sim- 
sen liest •;i73'':p-'iD) die Stirnbinden sind rein; 
weil sie nicht als besondere Geräthe anzusehen 
sind. 

]"''7pn£ m. Lederbezug der Hand, in wel- 
chen man die ganze Hand hineinsteckt, eine 
Art Handschuh, etwa Fausthandschuh; 
unterschieden von mi'nirs- nia: Handschuh, in 
welchem die Finger einzeln stecken. Aehnlich gr. 
zspixvYJixt.o;, ov: um die Wade Gebundenes. — 
PI. Kel. 24, 15 ,-;^n in:c b":: in i-irbp-s naba 
biai n:3 n?3ü nmu iinsn ba am^a'^uu riisi 
tnbaM nir;^ V^"'^P drei' Arten von Lederhand- 
schuhen giebt es: derjenige der Wild- und 
Vogelfänger hat die Unreinheit des Rütteins 
(vgl. Dn"]72), derjenige der Heuschrecken-Samm- 
ler hat die Unreinheit wie die der Leichen- 
berührnng, derjenige der Feigentrockner ist über- 
haupt rein. Maim. erklärt das W. durch arab. 
UNOpbN. (Bd. II, 13^ ist 2an hinzuzufügen.) 
Tosef. Kel. B. bath. II g. E. '\■ib■p,•2^ (ed. Zkrm. 
1''3''b5ns) dass. 



Davon NP'^p'cpns /. (gr. TZfayixaT'.XTj) Händ- 
lerin, Geschäftsfrau, s. TW. 

Di::p-|S s. Dip;:-.?. 

|ip"l3 masc. (von pnE, vgl. pnE) die Aus- 
lösung, Loskaufung. Keth. 4, 4 (46'') 31T1 
~n-i3p3T n:ip-D3 n"'m:iT7:3 der Mann ist ver- 
pflichtet, seine Ehefrau zu ernähren, sie (wenn 
sie gefangen wurde) loszukaufen und sie zu be- 
graben. Das. 47'' n-w?:: nnn n^m;iT": i:pn 
nnmna nnn nn-nnpi n--;^3 nnn r;:ip"PET t^ti 
man verordnete: ihr Nahrung zu geben für ihre 
Händearbeit (die dem Manne gehört), Los- 
kaufung für die Nutzniessung (der in die Ehe 
eingebrachten Güter, vgl. jib") und ihr Begräb- 
niss für die verschriebene Hochzeitssumrae, Ke- 
thuba. Ar. bemerkt richtig: Beköstigung und 
Händearbeit, beide sind beständig, ferner Los- 
kaufung und Nutzniessung, beide sind selten, 
und endlich Begräbniss und Auszahlung der Ke- 
thuba, beide kommen blos einmal vor; daher 
tritt das je eine an die Stelle des anderen. 

S:1p"1£, li^niS, N5""!12 cJi. (syr. \iIicL^= 
lipiE),/«)«. Nni;p-iiE Erlösung, Loskaufung, 
Rettung, s. TW.' 

CJlpna Khl. r. SV. D^-Oin bD, 72 ^ s. 
a-ji3-;E. 

CpnS, Dipl? s. 2?-E L — api-l s. c^-]:e. 

Cpp"12 m. (syn. mit C"p-E, s. oisnE I) Aus- 
putz, j. Ab. sar. I, 39* mit. a-'apiE c:;-: wegen 
Ausputzes des Kramladens, zur Verherrlichung 
des Götzen, vgl. "im-'j". 

''2^p^^£ /e»K. (gr. TcpoxoTcv]) eig. Gedeihen, 
übrtr. Zunahme an Ehren und Würden, 
hoher Rang. Genes, r. set. 12 Ende, IS"* büJ2 
Y^^n -i-:n nbnn "^barj n« "^ib?::!« 'iii^bb 
ib im: ^:s ■'ir! nbnn ■';D''b7ar! nr ■jr:ibi b^wSirr 
rid^r, -iizü "^D Dbu'b i:»?: Tim nVo ^sipi-is 
i:n ■'^- Mbnn 1:1^3:: nnc:* n-'h yiNm b\sin 
'an Dbn:'b n:737: Tiin xbc ■'EipnE nb •;n"'" ^in 
Gleichniss von einer Legion, welche die erste 
war, die dem Könige als dem Herrscher hul- 
digte. Der König sagte: Da diese Legion mir 
zuerst huldigte, so gebe ich ihr eine Würde, die 
nie von ihr weichen soll! Ebenso sagte Gott: 
Da die Erde die erste war, welche meinen Wil- 
len vollzog, so gebe ich ihr eine Würde, die nie 
von ihr weichen soll; daher heisst es: „Er 
gründete die Erde auf ihren Stützen, dass sie 
nimmer wanken soll" (Ps. 104, 5); vgl. auch 
li:i;n. (Ar. citirt Namens des R. Daniel: er 
hätte von einem christlichen Sprachkenner, 
ip-'ymj iDiaib-'D, erfahren, dass das W. im 
Griechischen: hohe Ehre bedeute, also xpo- 
xoJti]; Pseudoraschi z. St. hing, erklärt das W. 

18* 



-1-iE 



— 140 — 



'^•)B 



durch Pracht, Geschenk, wonach also wahrsch. 
■'Dipi-E ZU lesen wäre, x£ptxo:ri].) Das. sct. 48, 
46'' ii imD ■':->-ir! icsinu: •'12 bD -^b-ür, -:aN 
1^ "[ms ■'Dipi-D ifN nnDP53 nr . . . •'DipiiD 
'di ^■^^^< -[T -jb^n ■j^; nr^x nnrna riTi Y-"~ 
der König sagte: Jedem, der ihn (den Räuber- 
hauptmann) ergreift, werde ich eine Wurde ver- 
leihen. Da kam Einer und ergriif ihn. Der 
Eine sowohl, als auch der Andere waren beun- 
ruhigt. Der den Räuber eingefangen hatte, 
dachte bei sich: Welche Würde wird mir der 
König verleihen! Und der Andere dachte bei 
sich: Welche Strafe wird der König über mich 
verhängen! Ebenso werden in der zukünftigen 
Welt sowohl die Israeliten, als auch die Völker 
sich ängstigen; mit Bez. auf Hos. 3, 5 und Jes. 
33, 14. Das. sct. 90, 87^ (mit Bez. auf Gen. 
41, 40) ']-!2i2 yin ■'Dipi-D N--' N50 ausser dir 
soll es keine Würde geben. Levit. r. sct. 18 
ß. E., lei"* 'jms rihpm ^sipi-iD •jms om iian 
Dt ■'S'i'p'\~is der menschliche Herrscher verleiht 
Würden, auch Gott verleiht Würden; „Nehmet 
auf, erhebet die Häupter" (Num. 1, 2). Jelamd. 
zu Nura. 15, 37 fg. (citirt vom Ar.) Dnb imj 
■iDipinD er verleiht ihnen (den Heerführern) 
Würden. Ruth r. sv. r::n\a, 38* N-ispcnc crmp. 
aus N^Di^inE pl. die Würden. — PI. Genes, r. sct. 
95 g. E. mNDip-inü irrb pbnTa b^nrn (cit. vom 
Ar.) er fing an, ihnen Würden zu verleihen. 
Pesik.r. sct. 43, 73'* p-N3ipTiD r^rn Dbnrn ibn;n: 
si,e wurden in dieser Welt durch Würden ge- 
hoben.- 

Tl^ (Grndw. id), Pi. Ti-'S zerbröckeln, 
verschütten, eig. spalten, trennen. Pes. 10'' 
•pij-^n ba 13m . . . n-iDb nasi» ba id-it ■j-'n 
TiEb die Maus pflegt nicht das Brot zu zer- 
bröckeln; ein Kind pflegt es zu zerbröckeln. 
Das. 21" nnb r,-\^^^ -,-,fn (in einigen Agg. 
T1S53 t]») man zerbröckelt (das Gesäuerte vor 
Pesach) und zerstreut die Krumen in der Luft. 
Das. 28" dass. — j. Pes. H Anf., 28<= itdü 
bcn inT'DO da man das Gesäuerte zerbröckelte, 
so ist es vernichtet. — Tosef. Schebi. IV g. E. 
-ns . . . iimra , s. ^^••. 

T12 eh. (=irs). Ithpa. insnN zerbröckelt, 
zerschüttet werden, s. TW. — Pes. 74'' 
-i-ü'-iT NT'rca ein Teig aus feinem Mehl, der 
leicht zerbröckelt wird, s. nti;3C. 

"lins m. Adj. was zerbröckelt, zerhackt, 
quirlt. Bez. 14* m~D fy ein Holzstück zum 
Umrühren, Quirlen, der Quirl, Kochlöffel. Pes. I 
30'' dass. i 

"IlTS »H. N. a. 1) das Zerbröckeln. Pes. j 
28* mn-'s --ya b-'Tsp m-irrs ntjabi yan Ge- | 
säuertes, das man in alle anderen Flüsse (nicht j 
blos in das todte Meer) werfen kann, bedarf i 
des Zerbröckeins, weil es leicht von einem Schiffe i 



aufgenommen und am Pesach gegessen werden 
könnte; im Ggs. von einem Götzenbild, das, weil 
man es in das todte Meer werfen muss, nicht 
zuvor zerrieben zu werden braucht; so nach 
Ansicht Rabbas. R. Josef hing, sagt: yizn 
niT'E ■'ya xb (od. a''N53:2n) ornz-i Gesäuertes 
bedarf, da es sich im Wasser auflöst, nicht des 
Zerbröckeins. — 2) Zerbröckeltes, Brot- 
krumen; übrtr. eine Speise aus Brot- 
krumen, zerhackten Früchten u. dgl. j. 
Ber. VI g. E., 10"* un. by -ittiN niT'DT «rr^D 
bsN "ip^y -,1TiD- PS "j-iCiyö mp?23 mT'D- 

N"iD Nb np'^y -m-'Er! nx yaiv iino oipTaa 
wenn Jem. Brot und eine Speise aus Brotkrumen 
vor sich hat, so spricht er in dem Ort, wo die 
Krumenspeise als die Hauptspeise gilt, den 
Segen über die Speise; in dem Orte aber, wo 
diese Speise nicht als die Hauptspeise gilt, ist 
es nicht so, d. h. spricht man den Segen über 
das Brot. — PI. Schabb. 143* mns T'"1'T'E 
D^^o^2 Brotkrumen, die kleiner als eine Olive 
sind. j. M. kat. II, Sl*" mit. iinm-'o üpb73 mrr 
bDNT er sammelte Krumen und ass sie. Men. 
75'' D^nD -'S DTD -iMib niabn Di^ab biD'' mn-j 
nms nniN nxnb niwbn ■j-'m-.-'D -icy biD^" 
DTT^b -nTiD sbi D'nipsb unter rnns (Lev. 
2, 6) könnte mau verstehen, dass man den 
Opferkuchen in zwei Stücke theile; daher heisst 
es DTD; unter dte könnte man verstehen, dass 
man Krumen daraus mache; daher steht dabei 
nriN; d. h. ihn (den Opferkuchen) soll man in 
Brocken zerstückeln (d. h. jeden Brocken in 
zwei, vier Theile), aber nicht den Brocken wie- 
derum in kleine Brocken, Krumen zerstückeln. 
Ber. 37\ 52''. j. Chall. II g. E., öS"* u. ö. 

SinS eh. (eig. = "iit'e) Mehlbrei, Klei- 
ster, der aus zusammengerührten Kru- 
men besteht. Pes. 42* ■'DsaiNT Nins (Raschi: 
N^^^•"D) Kleister der Riemer, dessen sich auch 
die Schreiber zum Zusammenkleben der Perga- 
mente bedienen. 

'''1"'~12 Periri, Name eines Amoräers. j. Pea 
VII, 20'' ob. in^n-: r-b -i7:n ^3i Rabbi sagte 
zu R. Periri. 

ü"l£i (=bh., gew. 0-^ s. d.) 1) ausbreiten. 

Meg. 28* nmi:73 irnnb T'bmD v'' "^^^ '^''"'^ 
in der Synagoge keine Netze (zum Trocknen) 
ausbreiten. Exod. r. sct. 42, 137* die Engel 
wollten den Mose, als er im Himmel war, ver- 
derben; T-'b-j rihp- ffinDi riapn bia iNSDa rns 
imban"' xbia vby Mose jedoch erfasste den gött- 
lichen Thron und (iott breitete seine Hülle über 
ihn, damit jene ihn nicht verwunden sollten; 
mit Ansp. auf Tiäns, Hi. 26, 9. — 2) die Be- 
nedictionen des Schema vortragen, vgl. 
0-2. j. Mac. II, 31"* ob. mmsa nsn sbc bs 
la-ns rsNT dn nh ra'cj pn ^ä^~<3^^ ab irzv^ wer 
nie in seinem Leben die Lichter erblickte (d. h. 



141 — 



*^'1S 



der Blindgeborene) soll nicht das Schema mit 
den Benedictionen vortragen (weil darin die 
Schöpfung des Lichtes vorkommt); wenn er sie 
aber einmal gesehen, so darf er jene vortragen. 

tl*")S cJi. {—b-]B) ausbreiten. — Nnb-i-:/. 
die Ausbreitung, s. TW. 

ü"n£ m. Quitte. Tosef. Suc. II g. E., Jem., 
der am Hüttenfeste lieinen Paradiesapfel hat, 
cns IT'D biü"" Nb soll nicht etwa anstatt dessen 
eine Quitte nehmen. Suc. .31^ steht dafür ab 
•;'•:'" kVi •C'o weder eine Quitte noch einen 
Granatapfel. — PI. Kil. 1 , 4 ■j^'i^T^n. Maim. 
identiticirt es mit ■j-'-wi^n. j. Kil. I, 27^ mit. 
R.Jose erklärt das W. durch ';'';b~rcN (1. "["b^lDSN, 
s. d. W.) Quitten, mit Hinzufügung eines agad. 
Etymons: ■jr: ";; l'Sw yc^-^-i •;7:c s-p; nnbi 
n:b2 ~T Nbs nnpb c-:-: ib^N weshalb heissen 
diese Früchte: ';'"a"'~DV Weil es keine Baura- 
frucht giebt, die sich so zum Kochen eignet 
(dafür bestimmt ist) wie diese. Maasr. 1, 3 und 
j. Maasr, z. St., 48'' un. dass. Ukz. 1, 6 •{■'^■'■^E-, 
das Hai und Maim. ebenf. durch bj-2D, b;iDCN 
erklären. 

tini (=bh. Grndw. ~:Z) absondern, tren- 
nen, insbes. sich absondern, sich entfer- 
nen, wobei zu ergänzen z'4" se ipsum. Jörn. 
IS*" Abgeordnete der Grossen Synode beschwo- 
ren den Hohenpriester vor Eintritt des Yer- 
söhnuugstages , dass er beim Opferdienst nichts 
von ihren Lehren abändere. riDim "vDIId Nin 
•[■'mDi T'iaTiE irii (zu ergänzen nr:ir, i^i:?) 
hierauf entfernte er sich weinend (weil sie ihn 
im Verdacht hatten, er wäre ein Saduzäer); auch 
sie entfernten sich weinend(weil sie vielleicht einen 
Unschuldigen verdächtigten), j. Keth. I, 25'* un. 
j. Ter. VIII, 48'' un. u. ö. R. Tarfon sagte zu R. 
Akiba: v^rx lamDr; ^7:73 anisn ba wenn Jem. 
sich von dir trennt, so ist es, als ob er sich 
von seinem Leben trennte. Aboth 2, 4 bs 
Toü" i": 'wi-i^n sondere dich nicht von der 
Gemeinde ab; d. h. sage dich nicht von ihren 
Obliegenheiten los und beobachte ihre Bräuche. 
R. hasch. 17* steht dafür -.nas ■»r'iT:: t::~i''30, 
Piel. Num. r. sct. 9, 201'' „der Priester ent- 
blösste das Haupt der des Ehebruchs Verdäch- 
tigen" (Num. 5, 18); damit besagte er: no-D ns 
rsbm moiD7: rrnb 'i'^r.-a bs^ia-' nsn -^n-ra 
yb sn nn-: ■;-'cn-i nzb-'j ir.-c a^";r; f-na 
r'i:-,a --2 du sondertest dich von dem Wandel 
der israelitischen Tochter ab, welche bedeckten 
Hauptes (keusch) zu gelien pHegen und verfuhrst 
wie die NichtJüdinnen, welche mit entblösstcm 
Haupte gehen; nun hast du was du wolltest. 
j. M. kat. I, 80" un. (mit Bez. auf Lev. 13, 45) 
ib P-;:!:»-; --cn ib -snip ns?:":: Nnro •'is 
üTD dass die Unreinheit (d. h. der Unreine) 
Jedem zurufe und spreche: Entferne dich. j. 



Sot. IX, 23<^ ob. u. ö. dass. j. Nas. VII g. E.. 
5ß^ u. ü. 

Pi. "i-'E 1) absondern, sich absondern, 
fern halten, zu ergänzen Di:;;, i;;j:r se ipsum. 
Pes. 87'' Gott sagte zu dem Propheten Hosea: Du 
solltest von deinem Lehrer Mose Lehre anneh- 
men, rix na.sr; yj •o-.''d iKy ■^niar:: ';T"3Ta 
n:a"3 "^M^iy bnn nns der, als ich mit ihm geredet 
hatte, sich von seiner Frau trennte; so trenne 
auch du dich von der Buhlerin. Genes, r. sct. 
20, 21'', s. a7;n. Schabb. 87% s. 020 im Hitil. 
Kidd. 23* a-i^nb n~P2 mt r;nr:b w-'-'d n; der 
Eine ging in den Tod, der Andere ins Leben, 
s. nn-i-:. ChuU. 38'' in ähnlichein Falle: r,t 
ü^Tib IST'D riTi r^nvzb QT'D das trächtige Thier 
verendete, während das Junge geboren wurde. 
Trop. Pes. 49'' ibi373 ~,nv •j-.-'dt t,'.-:: Jem., 
der früher lernte, später aber sich davon los- 
sagte, ist ein weit grosserer Feind der Gelehr- 
ten als alle Anderen, Idioten u. dgl. Das. 70'' 
'st n:a •'smni ni" «td ■'Kr-rn p mir;-' Juda 
ben Dortai entfernte sich von den Gelehrten 
(wegen einer Meinungsverschiedenheit), er und 
sein Sohn Dortai und sie Hessen sich in Daroma 
nieder. — 2) eine Seereise unternehmen, 
eig. sich vom Festland entfernen, j. M. 
kat. III Anf., 81" in den Wochentagen des Festes 
bii^r; c^b w~Db mcN darf man nicht eine Reise 
zur See (auf dem grossen, d. h. Mittelländischen 
3Ieere) unternehmen, j. Jeb. XVI, 15'* ob. R. 
Akiba sagte: bnsn D^'n a-sa \-T'T3yTa r;ü5M 
einst machte ich eine Seereise u. s. w. j. Meg. 
II, 73'' ob. u. ö. DT! -"a-iSJa die Seefahrer. — 
3) erklären, deutlich machen, eig. den Sinn 
einer Stelle entnehmen und mittheilen. Seb. 13* 
u. ö. R. Tarfon sagte: Ich habe eine Tradition 
u. s. w. '^j-D.N -rs ND^pr '-I -J2it -c-sb ■'b yx^ 
'ai aber ich weiss nicht, sie zu erklären. R. 
Akiba sagte: Ich werde sie erklären. Snh. 7,5 
(55") DTün cns-'C nr D"n i:\s' rji;«- der 
Gotteslästerer ist nicht eher straffällig, als bis 
er den Gottesnamen deutlich ausspricht, d. h. 
das Tetragramm wie es geschrieben wird. Sot. 
38* „Ihr sollt meinen Namen auf die Söhne 
Israels legen" (Num. 6, 27); \x -i-iis^:- Dw3 
■^b "HT'JJ- viio . . . ii:'ra Nbx irs das be- 
deutet: mit dem deutliehen (vierbuchstabigen) 
Namen. Vielleicht jedoch ist hierunter die Um- 
schreibung (d. h. Adonaj, welcher Name gew. 
für das Tetragramm gesprochen wird) zu ver- 
stehen? Daher heisst es: „meinen Namen", d. i. 
der Name, der mir eigen ist. Unmöglich kann 
hier unter i",jid, wie sonst oft, eine Nebenbenen- 
nung, etwa D^rrbs, "'"n: u. dgl. zu verstehen sein, 
da die Schrift ausdrücklich rya sagt; vgl. auch 
Tosaf. z. St. Chag. 22" fa Dabo m7:ina r;73i 
"Hai naa rnx by aab',a niini-j-: wenn eure 
nicht erklärten Lehren so wichtig sind, um 
wie viel mehr eure erklärten Lehren! — Git. 
3G" i'cra7: z^t:.- -,rr-c irpr.-; nb-rr^ -:pn 



t:^iE 



142 



irn£ 



1"'c:'';3 iriTi^iw man hat eine grosse (d. h. 
nöthige) Verordnung erlassen , dass die Zeugen 
in Scheidebriefen ihre Namen deutlich schreiben, 
d. h. nicht blos durch Zeichen als Unterschrift, 
vgl. Nn^-n, 'j';"'q u. a. — Nithpa. deutlich 
genannt "werden. Levit. r. sct. 6, Ibf- änsn: 
'st i^3X na c-snji I7:ia sein Name wurde ge- 
nannt und seines Vaters Name wurde genannt 
u. s. w., s. N''^:. 

Hif. absondern, entfernen. Ter. 4, 1 fg. 
n-ioy7-i nmnn ^■'"iDn wenn Jem. die Hebe 
und die Zehnten absonderte, j. Pea II Anf., 16'' 
fg. r;N"'3 'Cn-ßr; wenn Jem. die Pea (den Ertrag 
des Eckfeldes, s. HN'^i:) abgesondert hat. Jom. 
1, 1 sieben Tage vor dem Versöhnungsfeste 
"[•^n-mE PDCbb irT'n^j bn:« in" •j-^c-'-id?: ent- 
fernt man den Hohenpriester aus seinem Hause 
nach der Halle der Räthe. Das. 8". 9^ fg. j. 
Mac. II, 31'' mit. nayn r;o52 la^nsn mnii:» abffl 
labu niy la-inBn ynsb iNaori ■jTT'ri drei 
Städte sonderte Mose ab (als Zufluchtsstädte) 
diesseits des Jordan; als die Israeliten nach Pa- 
lästina kamen, sonderten sie noch drei Städte 
ab. Trop. Levit. r. sct. 12, 156'= (mit Bez. auf 
Spr. 23, 32) D^inb nn-'/j 1^3 -a^-isiD nr ■jii'Di n-^ 
mnb DnN "p^ •{■'■'n •j-'ncr; "]3 so wie der Basi- 
lisk Leben und Tod trennt (d. h. die Lebenden 
tödtet), ebenso trennte der Wein Adam und 
Eva; nach der Ansicht, dass der Sündenfall des 
ersten Menschenpaares im Weingenuss bestand. 

'il'"l£i eh. (syr. j^.s='önü) scheiden, tren- 
nen, absondern, sich absondern. Seb. TS**" 
ffiins Nana lainsT bD jedes Thier, das sich 
aus der Menge absondert, hat sich aus der 
Mehrheit abgesondert, vgl. nin, N2n, s. auch TW. 

Pa. "ÖTE 1) sich entfernen. Genes, r. sct. 
6, T^ R. Nathan Kohen n-313 •0-iD?a m- trat 
eine Seereise an, eig. entfernte sich vom Fest- 
lande. Das. N-i):!-! ';-'b\X3 n:itj/J rr'b nias 
NnUnN iiB^D die Matrone sagte zu ihm: Wie, 
in diesen Tagen (im Winter) sollte man auf 
der See fahren, wunderbar! — 2) erklären, 
unterscheiden, j. Kil. I, 27" un. «an "jr^n 
MnDOiBi Nsn r:7;n3 -jr^n 'j7nn r;n;ciD"i n-'n 
'dt I7:n hier (d. h. in B. kam. cap. 5) erwähnt 
Rabbi das Verbot des heterogenen Wildes, er- 
klärt es aber dort (Kil. cap. 1); ebenso erwähnt 
er hier das Verbot des heterogenen Viehes, er- 
klärt es aber dort u. s. w. B. bath. 121* R. 
Jose bar Nathan yr^ ab^ NrT>:n73 Nnb nb ti»:; 
nCTisb rrib lernte diese Borajtha, wusste aber 
nicht, sie zu erklären, j. Ab. sar. II g. E., 42^* 
Nathan bar Ba sagte: ■j-'a manD-j n;n ^T^ 
'd"i '(■'Naü D"'5T "^nrny ich weiss unreine Fisch- 
eier von reinen zu unterscheiden u. s. w. 

Ithpa. klar, deutlich sein. Meg. 3* Nn'>imKl 
NS''Ki ya-iD'^m •'b''7: iO"'N ■'N-'nsT Nnbi?: Nuns-'): 
"iTanoTsn ib"'73 der Inhalt des Pentateuchs ist 
deutlich, klar; der Inhalt der Propheten hing. 



ist theils deutlich, theils aber auch undeutlich, 
geheimnissvoll. Daher hat man die Abfassung 
des Pentateuchtargums ohne Weiteres gestattet; 
gegen diejenige des Prophetentargums hing, an- 
fänglich Bedenken getragen. B. kam. 112'' u. ö. 
bNiJ^aT rT';"'7a •'b NwnD''73 iT^nb mir wurde von 
Samuel erklärt u. s. w. j. Keth. IV, 28'' un. 
roisK Nb"i rnrrN die Frage wurde gestellt, aber 
nicht beantwortet, erklärt. — Af. fernhal- 
ten. Schabb. 40'' u. ö. NmD"'N73 iütibn von 
Uehertretung der Verbote fernzuhalten, s. auch TW. 

ti^nS m. (eig. Part, pass.) 1) abgesondert, 

sich fernhaltend. PL D"'"im:, 'i"'"4^"'-- — 
Pes. 70'' -onsrn ip^; d-'-::tiet N^ii-j i^nt 'soll- 
ten wir etwa die Bibelverse nach Ansicht der 
Abgesonderten (Dissidenten, näml. Juda ben 
Dortai und seines Sohnes, die sich von den 
Gelehrten entfernten, vgl. ^c^^^ im Piel) erklä- 
ren? Tosef. Ber. III g. E. bC3 ü''zr2 bo bbiD 
'[■'•Jini)(?) man vereinigt (in der 12. Benediction 
des Achtzehngebetes) das Gebet gegen die Häre- 
tiker mit dem gegen die Dissidenten, eig. die 
sich vom Gesetze lossagten. Richtiger jedoch 
Oi~5a-i (j. Ber. II, 5" ob.), oder D^'i'aiD (j. 
Taan. II, 65'' ob.). — Sehr oft im moralischen 
Sinne: sich enthaltend. Tosef. Sot. XV 
g. E. bNTw''3 D'^OTiD 131 onp-iri n^3 3-,na7: 
y 1'ma vn Nbi "103 'j"'b3iN i^n Nbi seit der 
Tempelzerstörung nahmen in Israel die Ent- 
haltsamen zu, welche (wegen Trauer) kein Fleisch 
assen und keinen Wein tranken. B. bath. 60'' 
und Midr. Tillim zu Ps. 137 g. E. dass. Levit. 
r. sct. 24, 168* „Ihr sollt heilig sein" u. s. w. 
(Lev. 19, 2) n-^oinD v.in "p umD ■':ni2 düd 
so wie ich enthaltsam (d. h. fern von Unrein- 
heit) bin, ebenso sollt ihr enthaltsam sein. 
Sifra Kedoschim Anf. wird ü^-cisp erklärt: 
iTin QiainD „ihr sollt enthaltsam sein". — 
Insbes. 2) □■'•aiiD (sing. "OnE), Pharisäer, als 
Bezeichnung einer Sekte der Abgesonderten, die 
infolge strenger Beobachtung, zunächst der mo- 
saischen Gesetze, sich von den zügellosen, nie- 
drigen Menschen (y~.xr; ■'7:?) fernhielten; 
eine Art Genossenschaft der Gesetz- 
treuen, von denen Viele, wegen ihrer Gesetz- 
kunde, einen Gelehrtenbund (D''n3n, Genossen) 
bildeten. Erst später, als diese gelehrten 
Peruschim theils durch eigene Forschungen und 
Deutungen, theils durch die Angabe, im Besitz 
alter, überlieferter Gesetze zu sein, das mosaische 
Gesetz durch Hinzufügung vieler rabbinischer 
Lehren bereicherten und infolge dessen Viele 
von ihnen eine blosse Werkheiligkeit be- 
obachteten und ein scheinheiliges Leben führ- 
ten, traten ihnen, aus ihrer eigenen Mitte die 
Saduzäer (D'^pm:) entgegen, welche viele Schrift- 
deutungen und angebliche Traditionen der Pha- 
risäer verwarfen. — Schabb. 13" u. ö. 'Ci-is 
der Pharisäer, Ggs. yixr; Dr der Idiot, j. Ber. 



*JTl2 



— 143 — 



t^^n^s 



IX, 14'' mit. '21 p i'ci-iS -:.'z'ä es giebt sie- 
ben Arten von Pharisäern (von denen nur die 
zwei letztern im guten Sinne zu nelimen sind) 
und zwar 1) rasi'j: ctid der Schulterphari- 
säer, der gleichsam die von ihm verübten guten 
Handlungen auf seiner Schulter öffentlich zur 
Schau trägt, um damit zu prahlen (viell.: der 
gebückt erscheint, als ob die schwere 
Last der Tugenden seine Schulter nie- 
derdrücke); 2) •'Dpi; on3 der zeitgewin- 
nende Pharisäer, der da spricht: Warte nur 
ein wenig (eig. leihe mir nur einige Zeit), ich 
will zuvor ein gottgefälliges Werk ausüben; 3) 
■'ST"'p ^aiiD der abrechnende Pharisäer, 
der da spricht: Von meinen vielen Tugenden 
mögen meine wenigen bösen Handlungen abge- 
zogen werden; 4) n^^:- r,i2 oins der Pha- 
risäer der Sparsamkeit, der da spricht: 
Von meinem winzigen Vermögen spare ich mir 
etwas ab, um ein gottgefälliges Werk auszu- 
üben; 5) naoa'Ni \-Qin (xn^n) ?in •:i'\-\r> der 
Pharisäer, der da spricht: Möchte ich 
doch eine von mir begangene Sünde wis- 
sen, um als Sühne dafür eine Tugend 
auszuüben; 6) ns-;^ cns der gottesfürch- 
tige Pharisäer (=Hiob); 7) -3rts 'wniD der 
gottliebende Pharisäer (=Abraham). j. 
Sot. V, 20° nn. dass. -— In bab. Sot. 22'' wer- 
den diese Klassen von Pharisäern anders er- 
klärt und zum Theil auch anders benannt und 
zwar 1) i7JD-'ü TunD der Siehem-Pharisäer, 
der aus unlauteren Motiven fromm lebt, um 
z. B. von den Menschen geehrt oder beschenkt 
zu werden, auf die Weise wie Sichern (Gen. 34, 
1 fg.) sich beschneiden Hess; 2) •'cps üinn der 
Verwundungs-Pharisäer, der stets demuths- 
voU einherschleicht und die Füsse kaum von der 
Erde erhebt, infolge dessen sie verwundet wer- 
den; 3) WT'p cnD der Pharisäer des Blut- 
verlustes (eig. des Aderlasses), der aus 
angeblicher Furcht, ein Weib anzuschauen, die 
Augen zusammendrückt und sich das Gesicht 
blutig schlägt; 4) N"'3n?3 '^inD der Stössel- 
pharisäer, der mit gekrümmtem Rücken und 
bis zur Erde gebücktem Kopf einhergeht, so- 
dass er die Figur eines Stössels vom Mörser 
bildet; 5) -rarxi in -nain -'3 wiia der Pha- 
risäer, der da sagt: Giebt es wohl noch 
irgend eine Tugenil, die ich auszuüben 
hätte! 6) -3nN70 aiiD der Pharisäer aus 
Liebe zur Tugendbelohnung; 7) üi"id 
nN-1^53 der Pharisäer aus Furcht vor der 
göttlichen Strafe (welche zwei letzteren 
Klassen ebenfalls aus unlauteren Motiven die 
Frömmigkeit üben). Das. 20* u. ö. n^aiiD r3*3 
die Plage (Hinterlist) der Pharisäer, vgl. n:":. 
Das. 22'' der König Jannai (ein Saduzäer) sagte 
vor seinem Tode zu seiner Frau: i^i •'NTth Vn 

'ai ';'<"ai~iDb 'j^'jiTJ fürchte weder die Pharisäer, 



noch die Nicbtpharisäer, aber fürchte die Schein- 
heiligen (eig. Gefärbten), welche den Pharisäern 
ähnlich fromm thun (nachäffen); die dem „Simri" 
gleich handeln, aber dem „Pinchas" gleich, Lohn 
verlangen (vgl. Num. 25, 14 fg.). Kidd. 66* 
u. ö. — Sot. 20* nöns nax ein pharisäi- 
sches Weib, vgl. 131111 'u. a. 

t:"-!?' N'^""12 cJi. (syr. U43=öi-ie) 1) ab- 
gesondert, getrennt; daher ausserordent- 
lich, wunderbar. — 2) (als Sbst.) gew. im 

PI. fem. v4"'15' N^/4"'"?' ^s'''?^''1? (sy- \LLtfs) 
Wunder, eig. Sonderbares (=hbr. risbn>;), 
s. TW. 

ti'Tl"'£ m. N. a. 1) genauer, deutlicher 
Ausspruch; bes. oft mit vorges. n als Adv. : 
genau, deutlich. Snh. 7, 5 (56'') unmittelbar 
vor Verkündigung des gerichtlichen Urtels eines 
Gotteslästerers sagten die Richter zu dem Haupt- 
belastungs-Zeugen: -^jniDn r;'73\ao -53 -1173« 
sprich das, was du gehört hast, deutlich, so wie 
der Angeklagte die Gotteslästerung aussprach, 
näml. das Tetragramm in der eigentlichen, 
wirklichen Aussprache, nicht in einer Neben- 
benennung oder Umschreibung, wie Adonaj, s. 
das Verb, im Piel. Pes. 13* un. m7;}j >ai-|iD3 
'di "jb du sagtest uns ausdrücklich, dass u. s. w. 
j. Jom. II, SO"* ob. '31 Niin 'n nb i:n 011133 
R. Chija lehrte es ausdrücklich in der Boraj- 
tha. Chull. 95* u. ö. i73nx 01-1123 isb am N- 
■■3rN Nbb3"3 sbN diese Halacha Rab's wurde 
nicht aus^lrücklich gesagt, sondern blos aus dem 
Zusammenhange (gelegentlicher Aeusserung bei 
einem Vorfalle) entnommen. Schabb. 39'' u. ö. 
•^b yi730 NbbD73 1.x -jb J'i730 oni33 hast du 
dies ausdrücklich gehört, oder blos aus dem 
Zusammenhango entnommen? — 2) Erklärung. 
B. bafh. 52* i;ibD bo ^^1:3 ryu33 n'3NO piDi 
"(Oiii^b oi-;iD -Oi'i iNb DwSi 'iOTi"'=3 -oyi ■;- 
betreffs aller dieser (welche Werthgegenstände, 
z. B. von Frauen, Kindern u. dgl. in Verwah- 
rung genommen hatten, wobei jedoch Zweifel ob- 
walten, wer der rechtmässige Besitzer sei), welche 
kurz vor ihrem Tode sagten: Diese Deposita ge- 
hören dem N. N., verfahre man bei der Her- 
ausgabe laut der von ihnen abgegebenen Er- 
klärung; wo nicht (d. h. wenn Zweifel obwalten, 
ob jener Erklärung nicht Nebenabsichten zu 
Grunde lagen), so füge man jener Erklärung 
noch die eigne Erklärung hinzu; d. h. es liegt 
in diesem Falle dem Richter ob, den recht- 
mässigen Eigcnthümer zu ermitteln. Das. i« 
onii: noi' i.xb dni noni^D noy "]b N;-3ir;?3 
noiTsb wenn die Frau dir als glaubhaft be- 
kannt ist, so verfahre nach der von ihr abge- 
gebenen Erklärung; wo nicht, so füge ihrer Er- 
klärung noch eine Erklärung hinzu, j. Git. V 
g. E., 47* Ni- 01-1133 isb i7;roi ist denn (be- 
treffs der Gefässe, z. B. Mühle, Sieb u. dgl.) das 



N'iT'n^E 



— 144 — 



Leihen ohne ausdrückliche Angabc, zu welchem 
Behufe sie dienen sollen, nicht ebenso gut, als 
ob die Angabe der Benutzung gemacht worden 
wäre? Snh. 87* u. ö. n^s-.O •'13T: ict:'': ein 
Gesetz, dessen Erklärung sopherisch ist, vgl. 

Sw'ITB cJiald. (=ä^T'E) genauer, deut- 
licher Ausspruch, Erklärung, j. B. bath. 
IV Anf., 14"= N^"'n '-, ii:b ■w-'.sn n-w1--'3 iinr; bD 
^53N "13 sollte R. Chija bar Abba euch eine 
solche Erklärung gegeben haben? die näml. 
zu weit geht. Ab. sar. 4* i? ~7i'''!2b v~r Nb 
Npios ■'sm NwlTiD er (R. Safra, den du uns 
so sehr gerühmt hast) weiss nicht einmal uns 
die Erklärung jenes Bibelverses zu sagen! s. 
auch TW. 

nu'''n£/. N. a. das Absondern, Abson- 
derung. Jom. S*" -n ... nanpb inc-is ht 
'31 mnLib irw^-,D bei dem Einen (dem Hohen- 
priester, der sich sieben Tage vor dem Yer- 
Eöhnungstage von seinem Hause absonderte) ge- 
schah die Absonderung behufs Heiligkeit, 
vor seinem Eintritt in das Allerheiligste, damit 
er sich früher von den weltlichen Dingen fern 
halten sollte, und seine Brüder, die anderen 
Priester, durften ihn berühren; bei dem Anderen 
hing. (d. h. bei dem Priester, der, bevor er die 
rothe Kuh zubereiten sollte, sich ebenfalls sieben 
Tage früher von seinem Hause absondern musste) 
geschah die Absonderung behufs Reinheit, da- 
mit er nichts Unreines berührte, weshalb auch 
die anderen Priester ihn nicht berühren durften. 
Chull. 72'' 'jn^'^S': ';r-:;^-2 die Absonderung, das 
Abreissen der Lappen vom Kleide. Das. i4Tw''n3 
"inNO seine Absonderung vom Gliedc, d. h. das 
Abschneiden des Gliedes vom Embryo. Pes. 
22'" niS'^nDr; b? ~-'C bzp:: "'rs ich werde auch 
für die Unterlassung der Forschungen himmlischen 
Lohn erhalten, vgl. nii''--. — Ferner Peri- 
scha, N. pr. Sot. 9, 9 (47») nai-is p Ben 
Perischa, eig. Sohn der Enthaltsamkeit, den 
man später 'jns'r- p Mördersohn nannte. 

nVu"")£/. X. a. das Sichenthalten, Ab- 
sondern, Absonderung. Sot. 49* mit dem 
Tode des R. Gamliel mw''-,3T n"i-^ —mz 
hörte die Reinheit und das Sichfernhalten vom 
Bösen auf. Das. 20*. 21'', s. np.. Jom. 74*" 
„Gott sah unser Elend" (Dt. 26, 7), mcis it 
y\» ^m das ist das Sichfernhalten vom 
ehelichen Umgang, vgl. pnn. Num. r. sot. 10, 
208"^ mo-inD «b« mp;a ~Z3 rrniTJ ■j-'n das W. 
"it: bedeutet überall nur Enthaltsamkeit. In 
den Parall. steht dafür nc-s und r:u;~2r;. 
Midr. Tillim zu Ps. 15 Anf. nc"^ r.r^iz das 
Gebot der Enthaltsamkeit. — Genes, r. sct. 70, 
70"= mw-inD b'a np''\j3 das Küssen beim Ab- 
schied, beim Sichentfernen. 

rTv^lS/. 1) Abschnitt, insbes. Bibelab- 



schnitt, Kapitel, Psalm, eig. Abgesondertes, 
ähnlich "P'Zt (ähnlich bb. ~'C~-i Ausserordent- 
liches). B'er. g*". 10* ob. xVn r:;:- n':;-, — OS 
nrt -M br r.i^ir. -r'-c -c-: '-z . . . a^r. nc-iD 
■^ncxn nn S'^^si ■'~-N3 nn der erste und der 
zweite Psalm (nach unserer Abtheilung) bilden 
einen Psalm; denn R. Jochanan sagte: Jeden 
Psalm, der dem David lieb war, begann er mit 
■»TwS und schloss ihn mit itcn. (Tosaf. z. St. 
machen die richtige Bemerkung: Dies gilt nicht 
Mos von ^-as — da nur der einzige, hier erwähnte 
Psalm dieses Wort zum Anfang und Schlnss habe 
— sondern auch von ähnlichen Worten, z. B. nb-n, 
Ps. 145, ferner ni-.bbn, Ps. 146 fg.) Das. 63* 
ban na i^ibn n-ir ^si; b:c r;:rp -c-,2 nr-'N 
'j,: '-yi "■•r"'.T welches ist ein kleiner Abschnitt 
(Bibelvers), woran alle Hauptgesetze der Lehre 
hängen? „Auf allen deinen Wegen erkenne ihn" 
u. s. w. (Spr. 3, 6). Das. vz-id . . . tt" nanr 
m-,w:'5:i nttnn der Abschnitt des Xasir (Num. 
6, 1 fg.), der Abschnitt der Heben und Zehnten 
(das. cap. 18). Ber. 13* fg. yit'C} r-:;-= der Ab- 
schnitt Schema (Dt. 6, 4 fg.). B. bath. U*». 15* 
pb?:? ncns . . . a^ba r-a-.D der Abschnitt Bi- 
leams (Xura. 22, 2 fg.) der Abschnitt Amalek's 
(Ex. 17, 8 fg.). Meg. 21". 22» fg., vgl. auch 
p-DE. Sot. 32* u. ö. Exod. r. sct. 40 Anf. «b 
riw-c" br T-ar ich habe den Bibelabschnitt 
nicht durchgelesen. — PL Levit. r. sct. 24, 168* 
bai --rira n:"'3-. nc-2 i:b aTsn nr-i-,-: '; 
\n nbsi rr\-Jii2 a'c:: cicatt na a-' nnsi'rns 
'31 a"'a'np nc-Ei VP^" rc-.si O'ncs rano 
drei Abschnitte schrieb uns unser Lehrer Mose 
im Pentateuch, deren jeder je 60 Gebote ent- 
hält, näml. der Abschnitt der Pesachopfer (Ex. 
12, 1 fg.), der Abschnitt der Schäden, Civil- 
processe (Ex. 21,1 fg.) und der Abschnitt der Hei- 
ligkeit (Lev. 19, 1 fg.). Xach einer andern Zählung 
das. enthält jeder Abschnitt je 70 Gebote. Genes, 
r. sct. 90, 87* n-nna T:äii -.sb a^'nar: nT"0-in \-ia 
'ai rann nyns ro-iss S'^nab i5ni zwei Ab- 
schnitte schrieb uns Mose im Pentateuch, deren 
Erklärung wir aus dem Abschnitt des Bösewichts 
Pharao lernen: „Du wirst nur in der Höhe sein" 
(Dt. 28, 13); das könnte man deuten: mir (Gott) 
gleich; daher die Hinzufügung: p-,, allein. Das 
entnehmen wir aus der Ansprache Pharaos an 
Josef: „Du wirst über mein Haus gesetzt sein 
. . . allein, pi, betreffs des Thrones bin ich 
grösser als du" (Gen. 41, 40). Ebenso heisst 
es: „Heilig sollt ihr sein" (Lev. 19, 2); das 
könnte man deuten: mir gleich: daher die Hin- 
zufügnng: „denn heilig bin ich euer Gott", d. h. 
meine Heiligkeit ist grösser als die eurige. Auf 
dieselbe Weise heisst es: „Ich bin Pharao" 
(Gen. 41, 44); d. h. meine Grösse ist unerreich- 
bar. Ber. 8* un., s. N";p::. j. Schebu. VI Anf., 
36 "^ u. ö. n-r";: an*';' die Versetzung der 
Bibelabschnitte, s. a^T';;. Tosef. Schabb. I mit. 
-,isb rar -b'b inTvisis ';''3''pn73 am npirTi 



r T TT 



— 145 — 



nns 



nSM die Schulkinder sammt ihrem Lehrer dür- 
fen am Abend des Sabbat ihre Bibelabschnitte 
beim Licht der Lampe ordnen; was Anderen 
verboten ist. Schabb. 13" dass. mit einigen Ab- 
änderungen. ,j. Snh. XI, SO** ob. u. ö. ?31N 
T'^DnaianiiülD die vier Pentateuch- Abschnitte in 
den TefiUin. Das. nnTB3U3 riTiiano ^nu3 die zwei 
Pentateuch-Abschnitte in der Mesusa, s. nnT'q. 
2) Abzweigung, d. h. die vom untern Theil 
des Rückgrats ausgehenden und sich nach beiden 
Seiten abzweigenden Yenen. Chull. 45''. 46* 
iT'ii5''b'0 rfSU n^TOMT nianD die erste (nach dem 
Kopfe zugewendete), die zweite und die dritte 
Abzweigung. — PI. das. niäTcrt ■j''3 die Stelle 
am Rückgrat zwischen diesen Abzweigungen. 
Ber. 4, 4, s. nin^y Bd. III, 612\ — Tosef 
Schebi. IV Anf. •jVrpuJN n\a-)D die Abzweigung 
von Askalon, Grenzort Palästinas, j. Schebi. VI, 
SCy" mit. 

»Snty'lS, NmCnS cL (=n-ins) 1) Schei- 
dung, Trennung; bes. iimis runs, auch 
'ms mianD (syr. jiC^^Voj ^^l^as mit "Wechsel 
der liquidae) Scheideweg, s. TW. — 2) Bibel- 
abschnitt. Meg. i'^ r-;i-'3nNi ni Nnans mn^N 
ich will diesen Abschnitt durchgehen und ihn 
wiederholen, j. Ned. VIII Anf., 40'^ ■'n'üis mein 
Abschnitt, s. Np"i2. — PI. Ber. S** ob. Nn^^iönB 
nban die Wochenabschnitte der zwei Kalla- 
monate, s. MS3. j. Taan. III g. E., 67* lib"»« 
Nn-nDns T'mn jene zwei Psalmen. 

SlinS tnasc. (syr. llls. hbr. -ä-iE) Reiter. 
Schabb. lOG*" un. nüISS rfb ^an\N Elias er- 
schien ihm in Gestalt eines Reiters. Jeb. 121'' 
a-is^üT ^^n•'^373^3D ntm avit a-cns bv ban Ar. 
(.\gg. rr'b ^'^i) wehe über den rüstigen Reiter, 
der in Purabeditha lebte, nun aber gestorben ist. 
B. bath. 8^ s. tia-'nu. — PI. Ab. sar. 18* un. 
N«"inE 17: nriD n-'UJs: ü-'pa brN Ar. (Agg. nnD 
Ntt3~i3) er ging und benahm sich wie einer der 
Reiter. 

Skl*"lS masc. (syr. \^yo) Ochsenstecken, 
Stimulus. B. raez. 80* Nans •^•'■pzi derjenige, 
der den Ochsenstecken hält, um damit das 
Ackervich anzutreiben, vgl. ii2 III »V2 s. auch 
TW. 

StyTS eh. m. (hbr. iii-is) Mist, eig. Abge- 
sondertes, Excrement. Chull. 116'' abn 
Nin NTabSD NuniD nn o:iD?3n die im Magen 
gesammelte Milch ist blos Mist. Bech. 7'' die 
Haut, die das Gesicht eines Esels bei der Ge- 
burt umschliesst, sin N'abyn nüjt'd ist blos 
Mist; vgl. auch «nns. 

]:ti/"lS und ]"irnS masc. (bh. 1^^3-12 und 
laTSPE, syr. \i^.^-^) Abschrift, Exemplar, 
s.' TW. 

Levt, Neubcbr. u. Chold. Würterbuch. IV. 



N\^:Vi:^-l2 od. S^^jntpa Parschunja.Pasch- 
runja, Name eines Ortes in Babylon. Erub. 
104* N-'3TO-iD?2 Np-'N'n Ms. Oxf (Ms.M. wsmffl-iD«; 
Agg. N''3iTi3D73) R. Ika aus Parschunja. Pes. 
91* dass. 

yti>"lS, yt^'TS masc. Ebenholz oder Bux- 
baum. Tosef. Kel. B. mez. II Ende yuj-D, 
j'ttJT'D. Kel. 12, 8 steht dafür »tidüN, s. d. 

sp^Tky■^s s. n:3%-^'4e. 

n"lS (syn. mit ms, ans Grndw. ns). Pa. 
nnE (syr. J.Js) scheiden, spalten, sich aus- 
breiten, s. TW. — Ithpa. abgeschieden, 
abgebrochen sein, werden. Bez. 2* NbsiN 
ms''?:"! ein zum Speisen Dienendes, das von 
Anderem abgeschieden wurde, z. B. ein Ei von 
der Henne. Pes. 85* lai Tns-'an "[N^jd es ist 
als ob die Speisen (z. B. das Fleisch eines Glie- 
des) von einander abgebrochen wären. Chull. 
73* dass. — • Pi. verachten. Khl. r. sv. nx 
bDn, 72'' 'st Bbij' bo 131?J7:3 n'n^E tnn Salomo 
verachtete das Geld der Welt, indem er sagte: 
„Alles ist eitel". Thr. r. sv. ^■yü^^, 63'' itiid?:, 
s. -ins. 

^sHliS m. eig. Bruehtheil, daher ein We- 
niges, Wenige, etwas. Kidd. 70*, s. sn-'-i'iaia. 
B. mez. 118* Nsm smiD sDn •'ynTT •'ia3\N ■^Wny 
NmTD die Menschen pHegen, da etwas und dort 
etwas zu säen. Men. 53'' tt^j"'?: smD bipicbi 
man nehme etwas davon. Git. 34"* ~~m NnrnsT 
Einige nannten sie Sara, vgl. xr~\'iZ. Das. Se*"" 
Nn-nc nbsn einige Hilfe. Das.' die Eingeweide 
NTTiiD xrms nm dehnten sich nach und nach. 
Snh. (,1'^. Meg. 28'' u. ö. — Im j. Tlmd. scheint 
unser W. nicht vorzukommen, j. Ber. II, 5* un. 
Nn-n-3 s. d. in 'is. 

Nj"il"}2 m. (syr. i£j..s=Nän!:) Mist, Unrath, 
Excrement. Snh. 67'' NniDi m Blut und 
Mist. Chull. 18* wenn ein Fleischer nicht rituell 
geschlachtet hat, ib'^DNT Nmoa rr^b z'oow^ 
pn;;: «b ■'»a ■'nDSb so besudelt man das Fleisch 
mit Mist, damit es auch an einen Nichtjudeu 
nicht verkauft werden könne. Git. 56* 3^n"'N 
NyiSD Nnns nb es setzte sich Mist an ihrem 
Fusse an. Seb. 85* u. ö. Genes, r. sct. 90, 97= 
wird ninianDn (Ri. 3, 22) übersetzt n\m3 
„sein Mist''. 

XmS m. Nabel, s. TW. 

iTjö masc. 1) (^bh. , syr. L-^) Perath, 

Euphrat, E'j9f(X'CYj? (die vorgesetzte Silbe sü 
bezeichnet: lieblich, angenehm, eig. „der gut 
Vorwärtsgehende [vgl. Delitzsch, Gen. 4. A. 536]). 
Genes, r. sct. 16, 16", woselbst mehrere Deu- 
tungen unseres Ws.: iin3ij>\a ny rtniT msö niD 
■mD7:a n-.D T'nm x^s rttra» ms ms-'soa im« 

19 



'N^':^n^-l^ 



— 146 



nenj/ia nsDa 



ibim dieser Strom heisst 



„Perath", weil er sich immer mehr erweitert, 
bis man mit Schiffen darauf fährt; ferner „Pe- 
rath", weil sein Gewässer die Pflanzen frucht- 
bar macht und vermehrt; ferner „Perath", weil 
er immer mehr abnimmt, bis man ihn mit einer 
Schaufel Erde verstopfen kann; vgl. auch 
1'L::ri%x. Das. Y'^P T'* ~'^- ^'^-'- 2"'-,3iN 
■'ms C'rinin •'•er:: ■5''-;^ ■•r-s ünb -:2n •]bi- 
'31 man sagt zum Perath: Weshalb machst du 
kein Geräusch? Er antwortet: Das habe ich 
nicht nöthig, denn meine Thaten (die Bewirknng 
der Fruchtbarkeit) machen mich hinlänglich be- 
kannt; im Ggs. zum Chiddekel (Vp"n s. d.), der 
geräuschvoll fliesst. Suc. öS* r\-zi N"biD der 
"Wasserfall des Perath. — 2) mit Zusammen- 
setzungen, als Ortsname. Jom. 10* ■j'CCt n~.2 
„Perath Mesene" als Uebersetzung von main-i 
-T»? (Gen. 10, 11). q^cm^T rno „Perath Bor- 
sef oder Bursyppa", als Uebersetzung von nbr ; 
beide Städte, oder richtiger: Kreise des dort 
fliessenden Euphrat, liegen am unteren Enphrat. 
Kidd. 72* ■'c-im ri-;E (=C1''B-,13-;); vgl. Berliner, 
Beitr. zur Geogr. n. s. w., S. 58 fg. — Viell. 
davon 'jiNTn.3 m. plur. die Bewohner der 
Perathstä'dte, s. TW. 

nS'prnlli /fj«. (gr. itporiCfiia sc. f,[jiEpa) 
vorbestimmter, anberaumter Tag,. Ter- 
min. Pesik. Bachodesch, 103'' fg. wT'pc ~':<:b 
y;ni3 ii^D r;N''::rn"nc —b :'3pT -:i-:::2 
nr-ncr ^;3^■^a nron ■'-.- t;;:n r;x-'5:TTT-.s 
'dt nsinb Ar. (Äg. n-"7:%-ittiE) , vgl. auch Buber 
Anm. z. St.) ein Gleichniss von einem König, 
der sich eine Matrone angetraut und ihr (zur 
Hochzeit) einen Termin anberaumt hatte. Als 
nun der Termin angelangt war, sagte man : Nun 
ist die Zeit eingetroffen, dass die Matrone unter 
den Hochzeitsbaldachin trete. Ebenso sagte 
man, als die Zeit der Gesetzgebung angelangt 
war: Nun ist der Termin, dass Israel die Gottes- 
lehre erhalte! Mechil. Beschallach Par. I Anf. 
Dsbü NrjTim-iE y:irT ';im::piNri onb i-«« 
'dt c"'"i^ab "nrnb die Verwalter (actores, welche 
Pharao mit den Israeliten mitgeschickt hatte) 
sagten zu ihnen: Nun ist euer Termin gekom- 
men, um nach Egypten zurückzukehren! Habt 
ihr ja selbst gesagt: „Eine dreitägige Reise 
wollen wir in der Wüste machen" u. s. w. (Ex. 
8, 23). Midr. Tillim zu Ps. 14 g. E. pb ba« 
(1. N^'CTTTis) N-'a;::cTic vnpi '^btt r^ cnNw "bTa 
irm innac DT'b r!D::n -^bK y:^ ita •^rbs ai'a 
N"';2;ücnD 33?;^ i:a r;rn-:cb -z^'a -b" ''^ 
'dt (1. N''7:T\~n~2) ein Gleichniss von einem 
Königssohn, der eine Königstochter sich ange- 
traut und sie beide den Hochzeitstermin auf 
einen bestimmten Tag anberaumt hatten; der 
Königssohn sowohl, als auch die Königstochter 
harrten auf ihren Freudentag. So heisst es 
auch: „Der Tag der Rache ist in meinem Her- 



zen aufbewahrt und das Jahr meiner Erlösten 
kommt" (Jes. 63, 4). 

■■Sjin"!? m. pl. (hbr. CT^n^E) Vornehme, 
Edle^ s. TW. 

"w£ (=:i3i;) fortgehen, entkommen. 
Genes, r. sct. 79, 77^ naos nn Ar. der Vogel 
entkam; richtiger nsod s. Din'»i III. 

n'u£ (=bh. Piel; syn. mit •pb^, pOE, ans. 
Grndw. ce^ce) zerreissen, spalten, j. Jeb. 
XVI, lö"* mit. Jem. wurde von einem Räuber 
verfolgt, nnasT r">T bis mn^^a nbr:! er klam- 
merte sich an einen Olivenzweig und spaltete 
ihn vom Baume ab, um eine Waffe zu haben. 
Jeb. 122'' dass. Das. zweimal. Tosef. Jeb. XIV 
g. E. Tosef. Neg. V g. E. 'j"':2"":r; 'ja noD wenn 
man das Gewebe von den Fäden abtrennte. — 
Nif. abgespalten werden, j. Pea VII, 20'' 
ob. Ina nns ncs: einer der Zweige wurde ab- 
gespalten. Schebi. 4, 6 nCErc ib''N ein Baum, 
der sich spaltete. Risse bekam. Ukz. 3, 8 "iin"' 
':i r;w-::w n'^^xn ba ein Reis des Feigenbaumes, 
das abgespalten wurde. Tosef. Kel. B. kam. I 
mit. 

n'wE chald. (sjT. ^.^t^ — rr^t) abspalten, 
auseinanderreissen, s. TW. — M. kat. lO*" 
Nbp''T ncEi isa "N- (Ar. ed. pr. liest nasm, 
Tafel, vgl. sniCDP) wenn Jem. die Zweige des 
Dattelbanmes abspaltete, ihn entzweigte. B. bath. 
54* nCET (Ar. ed. pr. noEm) dass. — Pa. 
n\iE=Peal. Bez. 33'' smbN ';b ijtt't rrdq-: mn 
NmbN er spaltete die Zweige vom Baume ab 
und gab uns mehrere Stäbe. — Ithpe. eig. ge- 
spalten werden. Uebrtr. Kidd. 81* n::^ "«r) 
HwE''« (1. nj-t;) n;-t sabsb als R. Amram bis 
zur Hälfte der Treppe kam, so hielt er seine 
Füsse gewaltsam auseinander, um seine Leiden- 
schaft zu bezwingen. Ar. sv. nCDN liest nOEN 
Q~'2V ■'3 N""!: Feuer brach im Hause Amram's 
aus. 

rirj''Ii'£/. N. a. (syr. ]^^~ ^) Abzweigung, 

Schabb. i09'' Nbp-'T; --^-wEN ':Ea ■'lEa -»dt 
wenn Jem. (der an Würmern in den Eingewei- 
den leidet) Stuhlgang haben will, so soll er ihn 
an der Stelle haben, wo der Palmbaum gespal- 
ten ist. 

l2w£ (=bh. Grndw. iSD syn. mit de) eig. 
trennen, absondern: insbes. 1) ausstrecken, 
ausbreiten. Schabb. 1, 1. 2 fg. pn -:?- ras 
yinb IT' PS r-ar; bra ::wE . . . a^^rsb tt' wenn 
der Arme seine Hand nach Innen ausstreckte 
(um von dem Hausbesitzer eine Gabe zu em- 
pfangen); wenn der Hausbesitzer seine Hand 
nach Aussen streckte (um dem Armen etwas zu 
geben) u. s. w. Pes. 118'' Roms Beamte, 'j-'::aiEa 
'd: t rc'E Ms. M. (in Agg. fehlt no''D) welche 



i 



Dtl'S 



147 — 



II^ÜB 



die Handfläche stets hinreichen, um Geld zu 
nehmen, aber den Willen der Geber nicht er- 
füllen; mit Ansp. auf Dsin?: (Ps. 68, 31), 
vgl. DE. Keth. 13, 5 (108'') Jem. versprach 
seinem Schwiegersohn vor der Hochzeit eine 
Mitgift, b:>-\rt m ib cosi nun aber streckte 
er ihm den Fuss entgegen ; d. h. anstatt ihm die 
Hand mit dem versprochenen Gelde zu reichen, 
stösst er ihn mit dem Fusse fort, vgl. oD3. 
Chnll. 37" fg. m^Tnr; sbn mi nüffls das Thie'r 
streckte beim Schlachten den Vorderfuss aus, 
ohne ihn zurückzuziehen ; Zeichen des Verendens. 
— Uebrtr. j. Snh. VI, 23" mit. it b? r\T^izr, na 
bz) "iNttJ nmN ■'3N qN nbr2 np->y3 it ij-aso 
libn: m^nb np'^yn p^T ■j^aaisn so wie der 
Gotteslästerer wird, weil er seine Hand an die 
Hauptsache legte (d. h. die Gottheit verletzte, 
vgl. ~\]>^^y), aufgehängt, ebenso füge ich hinzu, 
dass Alle, welche Hauptsünden begingen (d. h. 
alle Gesteinigten), ebenfalls gehäugt werden. 
Tosef. Snh. XIII Anf. 'dt binra ■jn'^T' i:ju:3'i; 
diejenigen, welche ihre Hände nach dem Tempel 
ausstreckten (d. h. die ersten Jndenchristeu, 
welche durch ihre Verleumdungen die Zerstörung 
desselben bewirkten), werden in aller Ewigkeit 
gerichtet werden. R. hasch. 17* dass. Levit. r. 
sct. 2, 146° 'dt T ib i^cjais man reicht ihm 
die Hand, d. h. nimmt ihn ins Judenthum auf, 
vgl. q;s. K. hasch. 26'' die Posaune des Neu- 
jahrsfestes sei ein geradgestrecktes Hörn von 
einem Steinbock, üräs (vgl. bi;^), als Symbol: ^ns 
flaTOnn Dnb masiffl dass sie ihre Herzen durch 
Busse gerad machen sollen, j. R. hasch. III, 58'' 
ob., vgl. auch üTÜB. — 2) erklären, Schrift- 
erklärungen vortragen; im Ggs. zu: Deu- 
tungen, Forschungen vortragen. Num. r. sct. 18, 
236'' nn-iy nnsn aiaisi aai-' n-'r> •'N3i 'i R. Jan- 
nai sass am Thore seiner Stadt und trug Schrift- 
erklärungen vor. Exod. r. sct. 47, 141'' riTiT 
i73sy T^ab i;-'3 rtniN uöidt dT'a min nnb 
n^ba Mose lernte am Tage die Gesetzlehre 
von Gott; aber des Nachts erklärte er sie für 
sich allein. 

Pi. :3-iE ausstrecken, ausdehnen, j. Suh. 
III, 21" un. •jmD'i NiaiDi VTi nx ütüdM b'^nnn 
ri-iyau! mT'ca er fing an, seine Hände auszu- 
strecken und mit den Früchten des Sabbatjahres 
Geschäfte zu treiben. Das. ö. — Part. Pual 
j. Nas. IX, 57'' mit. T'bj-i iD"n3 aaffliM inr in 
lab by T'TI nii^-^^D?; was bedeutet: „Der Todte 
liegt wie gewöhnlich" (Mischna das.)? Wenn 
seine Füsse ausgestreckt sind und seine Hände 
auf seinem Herzen liegen. 

Ilithpa. und Nithpa. sich ausstrecken, sich 
dehnen, j. Snh. VIII Anf., 26"- qsn uuJDnnu373 
wenn die erhöhte Stelle am männlichen Gliede 
sich dehnt, j. Jeb. I, 2* un. qan uffionnia ty 
dass. von der weiblichen Scham, s. qa II. B. 
bath. 120* n72ip7:b ■^dtt; nrm 'j''::73p- macps 
die Falten, Runzeln (der Jochebed, die zu ihrer 



Hochzeit sehr alt gewesen sein soll) dehnten 
sich und ihre Schönheit kehrte wieder. 

L2ti'2 eh. (syr. ^.^,AS = ::ä2) 1) ausstrecken, 
j. Pea VIII g. E., 21'' un. ■jd'^tj iijüjd xbn n-iT 
■jirupiT' -b die Hände, die sich nicht ausstreck- 
ten, um dir Almosen zu geben, mögen abgehackt 
werden; vgl. 1720, N73p. j. Schek. V g. E., 49'' 
dass. Trop. R. hasch. 26'' man bläst am Ver- 
söhnungsfeste (nach einer andern Ansicht: am 
Neujahrsfeste) mit geradgestreckter Posaune, nüD 
^hsiz ^DU riTST u:-'3-'N ijiaDT als Symbol: je 
mehr der Mensch seine Gesinnung gerade macht, 
desto besser ist es, vgl. ü'CE, s. auch 15:3. — 
2) die Schrift oder auch eine Haldcha 
erklären. Genes, r. sct. 17, l?** '[■'an'' iiin 
■ji^UJE sie sassen und erklärten. B. mez. IS"" 
Nan lJ-'UJD Np Raba erklärte, entschied u. s. w. 
Kidd. 9^ ob. rrjao nin s-'yan -ina nachdem er 
diese Frage aufgestellt hatte, widerlegte er sie, 
erklärte er es u. s. w. Thr. r. sv. nins tti, 56* 
Vpis nN73 ^niby -J^ffis er erklärte dabei 100 
Forschungen. — Pes. 113*, s. uüd. B. mez. 90'' 
Nin Nn73 miBo aus jener Borajtha kannst du 
wenigstens eine der Fragen erklären, beantwor- 
ten. Hör. 13'' N3m d"i5 uas er erklärte, lernte 
und wiederholte es. 

aViT'E m., narii'S/. (elg. Part. pass. 1) ge- 
radgestreckt, daher auch einfach, ohne 
Biegung, ohne Vorrichtung. Schabb. 104* 
rjüTOD 1^2£ . . . nuTüD ps das geradgestreckte 
Nun, das geradgestreckte Zade (Nun finale, 
Zade finale). Das. 103'' i-^uiöd die gerad- 
gestreckten Buchstaben, s. Cjss. Men. 35'' 'n 
;aT£)S •'iHTa •^tun 'n qiss ^in73 N3ns R. Kahana 
zeigte eine Krumrabiegung (d. h. von der Wur- 
zel des krummgebogenen Daumens bis zur 
Spitze des Zeigefingers, als das Längenmass für 
den Riemen der Tefilla, vgl. n"j"ij:); R. Asche 
zeigte eine Geradstreckung (d. h. von der Spitze 
des Daumens bis zur Spitze des Zeigefingers, 
als das erforderliche Längenmass), vgl. Ar. sv. 
qa 7. Nach Raschi bedeutet Ejica: die Ent- 
fernung des Zeigefingers vom Mittelfinger (wenn 
man die beiden Finger auseinanderbiegt, krümmt); 
UTOD hing. : die gerade Entfernung des Daumens 
vom Zeigefinger. Schabb. 106* dass. Mechil. Be- 
schallach Anf. y-iNb nuTOD "j-n ndtpn DN''an «b 
'ai -ian7:n "^-n Nbs bsmai Gott führte die Israe- 
liten nicht auf dem geraden Wege nach Palästina, 
sondern durch die Wüste (Ex. 13, 17 fg.). Nach 
einer andern Deutung das. trop. mp72n DN^an Nb 
'■zt nuTOsa Gott führte sie nicht auf einfache 
Weise, d. h. nicht ohne Hinderniss. Cant. r. sv. 
ns'' "^sn, 11'' maa •jiirb einfache Redeweise, 
d. h. ohne Parallelismus, vgl. yi^b Bd. II, 529*. 
B. bath. 10, 1 (160* fg.) -jtod -J3 ein glatter, 
einfacher Scheidebrief (Document), Ggs. nffiip7a 
geknüpft, vgl. aa. Schabb. 63* -,aiiSD der ein- 
ig* 



Dlt^'S 



— 148 



NHB-'l^'S 



facbe Wortsinn der Bibel, vgl. anpi^ nr. 4. j. 
R. hasch. III, 58'' ob. n^inNb rrorcs rr:izib hüitod 
ein geradtönender Schall vor dem Lärmblasen 
(mmn s. d.) und ein geradtönender Schall nach 
demselben. — PI. m. j. Schabb. X g. E., 12'' 
']iq:i'äE einfache Beutel, Ggs. •j''bQip?2 doppelte. 
Schabb. 123'' y;' ■'ba ^'^q^^^ ungeformte (glatte) 
Eohstücke von Holz, die blös nach rabbinischem 
Gesetze Unreinheit annehmen. B. bath. 66". 
Kel. 2, 1 fg. dass. Tosef. Kel. B. mez. IV Anf. 
'di ribnan ■jnban iiJia msna ■'ba ^utod ein- 
fache metallene Rohstücke, wie z. B. Tischdeckel, 
Tafel u. dgl. — 2) unaE (Ggs. von niaa) eig. 
Einfacher, d. h. der Nachgeborene,' nicht 
Erstgeborener. Der Name scheint vom Erb- 
recht herzurühren: Derjenige, der einen ein- 
fachen Theil der Erbschaft erhält; im 
Ggs. zum Erstgeborenen, der einen zweifachen 
Theil erhält. Bech. 52'' (mit Bez. auf di31D •'D, 
Dt, 21, 17) nM UTOD pbnb miDn pbn ■a-'pM 
nian-i rrnaa pbn t\n niaiT' uiizjd pbn die 
Schrift vergleicht den Antheil der Erstgeburt 
dem Antheil des Nachgeborenen; so wie der 
Antheil des Nachgeborenen eine Erbschaft 
ist, so ist auch der Antheil der Erstgeburt als 
eine Erbschaft anzusehen. B. bath. 124* dass. 
Das. 'di ai^sy irr^aN onb n'^snc üiödt man 
ein Erstgeborener und ein Nachgeborener, denen 
ihr Vater Weintrauben hinterlassen hatte u. s. w. 
Das. üTOsm niTT ■'D313 •j''3T yiNT m33 Ninn 
'dt ■'TJn b^^i2b ^ntJD ■'33 V2D-' biTN jener Erst- 
geborene verkaufte seine eigenen und des Nach- 
geborenen Güter; da kamen die verwaisten Kin- 
der des Nachgeborenen, um die Datteln der 
Güter zu essen u. s. w. — PI. Num. r. sct. 6, 
193'= bNnC'' mDa nnn D'^ibn ■'üräp iD333 die 
Nachgeboreuen der Lewiten traten an die Stelle 
der Erstgeborenen der Israeliten; vgl. Num. 
8, 18. 

üTu*?, tllÜ^Si m. N. act. das Ausstrecken, 
Ausdehnen. Ber. 34'' d^T' utod it nNinnian 
D"'b:ni das „Sichbücken" bedeutet das Ausstrecken 
der Hände und Füsse; als Beweis hierfür dient: 
„Werden wir denn kommen, um uns vor dir 
zur Erde zu bücken?" (Gen. 37, 10). Meg. 
22'' dass. Das. D-'T' uiffiiD «bs -mn moN Nb 
D^ibam die Schrift (Lev. 26, 1) verbietet blos 
das Ausstrecken der Hände und Füsse. j. Taan. 
IV, 69* ob. von den Erschlagenen Bethars wurde 
eine Mauer gezogen, d"'T' uiu:''st mit'p abiJ die 
manneshoch mit ausgesti'eckten Händen war. j. 
Git. VHI Anf., 49^ j. Ab. sar. IV g. E., 44'' 
D'^T' ■jra-'Db yin . . . D'^T üTO-'E "^inn inner- 
halb des Raumes der Händeausstreckung; aus- 
serhalb des Raumes der Händeausstreckung. 
Das. V, 44'' un. 45* ob. dass. 

nL2''ki?B/. N. a. 1) das Ausstrecken, j. 
Jom. V, 42'' un. dit naiffls das Ausstrecken der 



Hände. Das. ö. — 2) das Auskleiden, Ent- 
kleiden, j. Jom. III, 40° mit. r;a^OE c^pn 
onptt rm^ao ri« anpa n-a-'nb r<i2 nc^bb die 
Schrift (Lev. 16, 22. 23) vergleicht das Sichent- 
kleiden dem Sichankleiden; so wie der Priester 
vor dem Sicbankleiden den Körper waschen 
(heiligen) muss, ebenso muss er sich vor dem 
Entkleiden waschen. 

Nüi^'S, SprC'S m. eig. (=syr. ^Is) Aus- 
dehnung; übrtr. die Auslegung, einfache 
(d.h. nichtagadische) Bibelerklärung. Keth. 
lll''un. 2\-iD ■'N53D NnpT n^uiac wie ist der 
einfache Wortsinn des Bibelverses aufzufassen? 
Chull. 6* u. ö. dass. j. Snh. I Anf 18* n^^TODS 
N"'''npn wie der einfache Wortsinn des Verses; 
vgl. auch ::toe. 

Sp"^'£i m. (eig. Part. Peil, syr. ^*aä) 1) 
etwas Glattes, Einfaches; oft als Adv. 
glatt, selbstverständlich, nicht fraglich. 
Meg. 3'' und sehr oft -»b NU-'iaD das ist mir klar, 
nicht fraglich, j. Pes. VII, 34'' mit, ^s^ nü^od 
Nnb^u dies ist selbstverständlich, j. Schabb. X 
Ende, 12'' pni'^b tx'Ji^zi^ rf^iT' 'nb nd-'-i^it -12 
"imiN was dem R. Jirmeja als zweifelhaft galt, 
war dem Jizchak Orjou nicht fraglich. Oft als 
Frage: B. bath. 137* fg. 'ai nmtit ^m2 «•j-'«53 
selbstverständlich: (d. h. wozu braucht der Autor 
das zu erweisen?) Man hätte denken können 
u. s. w. B. mez. 16* u. ö. — PI. fem. j. Bez. I, 
60'' mit. pv^r, ^nab ]^^■^^ ';3a-b p-'i^T ybr^ 
■[iDb pin:: liaib die Dinge, die den Rabbanan 
als zweifelhaft galten, sind für euch selbstver- 
ständlich; was den Rabbanan als selbstverständ- 
lich galt, ist euch zweifelhaft. (Davon rührt 
auch der Name der syrischen Bibelübersetzung 
her, Peschita [eigentl. = N::'iE], vollständig 
(iLjLAA.2 (iCoaifi; die einfache, d. h. wört- 
liche, den Sinn der Schrift wiedergebende 
Uebersetzung, im Ggs. zu den paraphrasti- 
schen Targumim.) — 2) (als Sbst. syr. i^l»AS 
und NT''öD, vgl. Lagarde, Ges. Abh. p. 79) 
Scheidemünze; nur PI. ■':3''iä2 (=■'::"'■}!?, 
'(■'^■'"11;) kleine Münzen, etwa Pfennige. B. 
mez. 16'' N~iEDT lü^iTaD die kleinen Münzen, die 
man dem Dokumentenschreiber geben muss. Das. 
17* fg. dass. 

Srna''v'£/. (eig.==syr. jlojl.^) Einfach- 
heit; insbes. das Erbrecht der auf den 
Erstgeborenen folgenden (eig. einfachen) 
Söhne, vgl. ütoe nr. 2. Sot. 13* Esau erhob 
Einspruch gegen die Begrabung Jakob's in der 
Doppelhöhle, indem er sagte: Jakob begrub die 
Lea auf seinem Antheil; die noch übrig geblie- 
bene Grabstätte gehört also mir. n''b n»N 
Nm::-'OD NmT'aa ■'5-'3TT in3 inb lax nri3-'3T 
■'3-'3T ■'7; die Söhne Jakob's sagten zu ihm: Du 



SrEDl^'S 



— 149 — 



Kmy*i!^£ 



hast sie gleichzeitig mit der Erstgeburt ver- 
kauft! Worauf Esau: Wenn ich auch das Recht 
des Erstgeborenen verkaufte , habe ich denn 
auch das Recht des einfachen Sohnes verkauft? 
— In hbr. Form riü-'C-: dass. j. B. bath. VIII, 
16'' ob. •l•>a^5 m:;""wS die einfache Erbschaft 
seines Vaters, Ggs. t>2N nb"'DD die doppelte 
Erbschaft (der Erstgeburt) seines Vaters. Das. 
auch r!::^'iE dass.. Ggs. nb-cs. 

N^ptt'? s. tsri-'C-r. — •jrä-E='ivss s. d. 

~!i'£, S2v'l£ m. (syr. ^) Handbreite, 
palma, dass., was hbr. ncr. Stw. -j-i^ (syr. 
^) messen, s. TW. — PI. j. Suc. III Anf., 53"= 

un. i-<pipT i-'DiaiE . . . i'3-i3"i T'3'ä^s grosse 
Handbreiten, kleine Handbreiten. Suc. 5'' pOi: 
■;"—£" ■'1- -"D rT'nVn ''S'q^B •jt^c ■'in -■02 
'dt ■'saiD wie viel betrug die Höhe der Stifts- 
hütte'? 60 Faustbreiten. Wie viel also der 
dritte Theil derselben? 20 Faustbreiten. 

'?w*£ eig. (=arab. J^i) träge sein, zu- 
rückbleiben. — Hif. nachschleppen, her- 
abhängen lassen. Men. 85 *" □■'"O- "instb 
T~inNb T'bD b^'is— irDNb?^ nachdem er seine 
Arbeit vollendet hatte, so schleppte er seine 
Geräthe hinter sich nach. Kil. 9, 5 n^'^iJaü 
bp:33 •[•'b-'ODa (Agg. des j. Tlmd. •;-b-''::Dn 
ir;'^":int!b) die Frommen Hessen sie (die Gewän- 
der von heterogener Gattung, die sie zu ver- 
kaufen trugen) mittelst des Stockes nachschlep- 
pen, j. Kil. IX Anf., 31'^ unter nb?"' sb (Lev. 
19, 19) könnte man verstehen- rs b"'w';^ Nb 
'ri T'TiNb "Bipn dass man den Korb mit 
Kleidern von heterogener Gattung von hinten 
nicht nachschleppen darf; daher heisst es (Dt. 
22, 11) irnbr Nb „du darfst dich nicht damit 
bekleiden^'. Bez. 4, 1 (29"). j. Bez. IV Anf., 
62''. Ber. 62'' s. N-r.-r. B. mez. 42* u. ö. j. 
Suc. V, 55* un. wird ^'y-ps?: erklärt: i-'b-'acTa 
man lässt den Docht herabhängen. Part. Hof. 
j. B. kam. II, 3" mit. 'n iimnNb pb'icn?: incip 
wenn sein Korb mit Früchten von seinem Rücken 
herabhing. — Trop. Genes, r. sct. 22 g. E. b-'C^r; 
NS''i irnrNb n^'nan Kain warf Gottes Strafrede 
hinter sich (d. h. er Hess sie unbeachtet) und 
ging hinaus. Pesik. Schuba, 160" b'CD'iD Ni:^ 
T'-.'nNb C'13T dass. Levit. r. sct. 10, lö.?"" steht 
T'niD b-'-csn; vgl. auch "y:, ni;: im Hifil. 

;1'iy"'2. iI^'S s. d. in '-D, vgl. auch •jp-äs. 

>"u£ (=bh., syn. mit riaE, yas, Grndw. "iE 
=:0!:) eig. durchbrechen, dah. Gesetze, 
Pflichten übertreten; insbes. muthwillig 
sündigen, freveln, vgl. yni. Git. 57* ob. 
bsTC yiaiD der Abtrünnige Israels, d. h. Jesus. 
Das. m7:is ■'N^nsb bxn«:^ ■'ymo i'-a na iTn «n 
Dbiyn siehe nur, welch ein Unterschied zwischen 
den Abtrünnigen Israels und den Propheten der 



Völker! d. h. Jesus rieth dem Onkelos, zum 
Judenthum überzugehen, um das Gute von den 
Juden zu lernen, Bileam hing, widerrieth ihm: 
„Suche nicht ihr Heil und ihr Gutes" (Dt. 23, 7). 
Tosef. Snh. XIII Anf. •'yci2 ]ziy^ bNTC' ""yoiD 
'31 DSn-'sb •j^TiT' 121:13 Dbiy~ ni?:is Israeliten, 
die an ihrem Körper freveln, sowie Xichtjuden, 
die an ihrem Körper freveln, stürzen in die 
Hülle, wo sie 12 Monate hindurch gestraft wer- 
den. R. hasch. 17* dass. Ersteres wird das. 
erklärt: Juden, die das Gesetz der Tefillin ver- 
werfen; Letzteres: NichtJuden, die der Buhlerei 
ergeben sind. B. mez. 36'' n;sb rxir^i ns y^'D 
riDi-D — rtJi wenn der Hüter des Viehes an 
demselben frevelte (er verschloss nicht den Stall) ; 
dasselbe ging aber auf die Wiese und starb 
eines natürlichen Todes, vgl. rtyc:;. Das. 
34Mg. ' " 

yv'2 eh. (==y42) freveln. Git. 36* ein 
Jugendlehrer, ^pira yi32 nim der gegen die 
Schulkinder frevelte; d. h. sie übermässig züch- 
tigte. Mac. 16'' dass. Taan. 24* un. ^sa bs 
'di rr^b Nj"'nn\27: yasi jedes Schulkind, das 
sich widersetzt (nicht lernen will), beschenke 
ich u. s. w. 

"«.'""w*?/. X. a. (=bh. y-CB m.) frevent- 
liche Handlung, rauthwilliges Verschul- 
den, Fahrlässigkeit, j. Schabb. XIV, 14"= 
un. D'^TZ'Ci ■'T'3 nnNi nyass dtm nyjni Q^yan 
99 (von 100 Menschen) sterben durch eigenes 
Verschulden und blos Einer eines natürlichen 
Todes. -- B. mez. 94''. 95* □■'by33 -yos eine 
Fahrlässigkeit, die der Hüter eines Thieres bei 
Anwesenheit des Eigenthümers desselben sich zu 
Schulden kommen Hess, infolge dessen das Thier 
I beschädigt wurde (vgl. Ex. 22, 14). Das. 36'' 
fg. u. ö. Cj1N3 id"Ci ny^CDS inbnn anfänglich 
fand eine Fahrlässigkeit, später aber eine Ver.; 
unglückung statt. Wenn z. B. der Hüter eines 
Thieres den Stall unverschlossen Hess (wo es 
hätte von Räubern geraubt, oder von wilden 
Thieren gefressen werden können) , das Thier 
jedoch auf die Wiese lief, wo es auf natürliche 
Weise verendete u. dgl. m. ß. kam. 56* u. ö., 
s. auch den nächstHg. Art. 

Xrny^w'a c/i. (syr. jf=^^s=^r4^) fre- 
ventliches Handeln, Fahrlässigkeit. B. 
mez. 42* Jem. verwahrte das ihm anvertraute 
Depositum in einer Binsenhütte, von wo es 
gestohlen wurde. R. Josef sagte: 3a b" qN 
NriycD N"ii: "jisyb nt: Nimii;: ■'3:5 i'rybn 
3''"'n c:iX3 1D101 r;y^ai:3 inbnn ni- nt; ob- 
gleich ein solches Autbewahren betrefl's der 
Diebe ein gutes Aufbewahren ist, so ist es doch 
betreffs des Feuers eine Fahrlässigkeit; in Fäl- 
len aber, wo anfänglich eine Fahrlässigkeit, 
später eine Verunglückung stattfand, ist der 
Hüter schuldig, vgl. ny-i:. Ein anderer Autor 



t^EtTE 



— 150 — 



li'S'tL'S 



referirte Namens des R.Josef: iijj'bn 35 b^ CIN 
N-'n smT'ai •'353 i"'3yb N^n smy'iDs N"n3 
"iiUE D31N3 1D1D1 nynusn inbnm obgleich ein 
solclies Aufbewahren betreffs des Feuers eine 
Fahrlässigkeit war, so war es doch betreffs der 
Diebe ein gutes Aufbewahren; wo aber anfäng- 
lich eine Fahrlässigkeit, später eine Verun- 
glückung stattfand, so ist der Hüter nicht schul- 
dig. Das. Jem. nahm Geld in Verwahrung; als 
es aber von ihm zurückverlangt wurde, sagte 
er: Ich weiss nicht, wo ich es hingelegt habe. 
Raba sagte hierauf: n-'h Nm^f^TaD nsst' Nb ho 
Qibo b"'; jeder Einwand; „Ich weiss nicht" ist 
eine Fahrlässigkeit, gehe und bezahle. Meg. 
26'' u. ö. 

Ü2'\^B Pilp. (von "äiiB, syn. mit ö'^Ti:?: von 
ffi'iu; mit Wechsel von u und s) tasten, füh- 
len' bes. untersuchen, prüfen, j. Keth. I, 
25* un. '31 NS731 ffisOD wenn 'er untersuchte 
und fand die Virginität. Das. ö. In bah. Keth. 
12" steht dafür ^iz-an s. d. Exod. r. sct. 2.5, 
123'^ ';'^3^''nr7:a Ni:7j dn i\-nTj'«a ODas;o am ^03 
'31 DIN ■'■3 -ib wenn der Mensch seine Wechsel 
durchsucht, so zeigt er die Schuldscheine vor, 
nach vfelchen er von Anderen etwas zu fordern 
hat, unterdrückt aber diejenigen Schuldscheine, 
nach welchen er schuldet ; das Umgekehrte aber 
findet bei Gott statt. — Trop. Ber. ö'* wenn 
Jem. von Schmerzen heimgesucht wird, lasTas"» 
mm biu33 nbn-i nj:?^ sbi iss-as . . . Tiujyan 
in -ins bo T'mD'' n::': Nbn nbn üni ... so 
untersuche er seine Handlungen; untersuchte er 
und fand nichts Tadelhaftes, so schreibe er sie 
der Störung vom Gesetzstudium zu; hat er auch 
letztere nicht ermittelt, so sind es Schmerzen, 
die aus der göttlichen Liebe ausgehen, vgl. iis-;. 
Erub. IS*" ^^3:^723 HJcms'' der Mensch untersuche 
seine Handlungen, näml. die begangenen Sünden, 
um sie zu bereuen. Var. T373U57a'', s. iBaTL'jj. 

tl-'S'ii'B chald. (=fflEt:E) betasten, unter- 
suchen, j. Schabb. VI g. E., S"* iiihdisdi ■j-'bTN 
Nn3i3n '[iriDiaNi sie gingen, untersuchten den 
Platz und fanden eine Schlange. Levit. r. sct. 
22, 125"^ yyu nm-' ■jinDTiJsi -iitostodt ■j^bTN 
1-'"iO''pn ■'«■nn-' bs fffi^3 iisns man ging, durch- 
suchte ihn (den Depeschenträger, mbs, der durch 
eine Schlange getödtet worden) und fand ihn, 
böse Edikte tragend gegen die Juden Cäsareas. 
Genes, r. sct. 10, lO«* und Khl. r. sv. 'jTin-'i, 83* 
dass. j. Kil. IX, 32* ob. Nnirp 137: N3N» tiiM 
■jiiasiDDTii (1. i''U-'''n) fTDin mas iiby :i^^■^^^^a^ 
Trb so oft R. Samuel bar Jizchak ein Kleid ans 
der Walker- Werkstätte gebracht hatte, so setzte 
er darüber zehn Schneider, die das Kleid un- 
tersuchten, ob nicht heterogene Fäden hinein- 
gewebt wurden. Genes, r. sct. 49, 49*" üdUSD 
N3in untersuche die Rechtssache; mit Bez. auf 
Hi. 34, 32. Thr. r. sv. n33, 54'' N3n ^i-pusm 



■'"731S3 0303721 ''3b 3? „Ich Spreche mit mei- 
nem Herzen und untersuche meine Handlungen" 
(Ps. 77, 7). Levit. r. sct. 36, ISl*" Nnn3 ^tosod 
■;in30Ni Np03 lODOs . . . N-icbs bsb Npyo 
'31 ■(■'sTins 'j"'b''N ';73 man untersuchte zu jener 
Zeit alle Schiffe; man untersuchte den Sack und 
fand einige jener Paradiesäpfel u. s. w. 

'i^lEU/'S m. N. a. 1) Durchsuchung, Un- 
tersuchung. — 2) der Ort, der untersucht, 
aufgesucht wird, s. TW. 

'd^'^B I m. eine kleine Thür, Pfört- 
chen innerhalb eines Thores, eig. wohl 
die aufzusuchende Oeffnung. Tarn. 1, 3 (28*) 
der Tempelaufseher nahm die Schlüssel pn nnc 
'dt Ososn und öffnete das Pförtchen. Exod. 
r. sct. 42, 137* nd3 nnnM odos 'r\:2-pr, ib nns 
11133 Gott öffnete dem Mose ein Pförtchen un- 
terhalb des Thrones seiner Herrlichkeit, damit 
er den Engeln, die ihn tödten wollten, ent- 
schlüpfe. Num. r. sct. 13, 218% s. '!"'-iru!l:B. Pesik. 
r. sct. 5, S*" dass. Git. 54'' rr'iiTnT N72bni 
OSOD3 vielleicht sah man die Handlung des 
Priesters durch ein Pförtchen! — PI. Schek. 
6, 3 an der Ostseite des Tempels war das Thor 
Nikanor, nnsi i;-'72-'3 in» ib vn ';"'Öeöd ■':oi 
■)bN7:03 welches zwei Pförtchen hatte, eines zu 
seiner Rechten und eines zu seiner Linken. 
Pesik. Anija, 136'' das Ostthor des Tempels in 
der zukünftigen Welt nnx pN ■j'^Odod ■'Jon Nir; 
nrba~i72 bo (richtiger Pesik. r. sct. 32, 60* ';3N73 
nnt* n3iu) das Thor selbst, sowie seine zwei 
Pförtchen werden aus einem Edelstein sein. 
Seb. 55'' ms"'bnri n-'33 r- i^odoc ""SO zwei 
Pförtchen gab es in der Zelle, wo man die 
Schlachtmesser aufbewahrte. Genes, r. sct. 1 
Anf. der Baumeister hat Karten und Tafeln, 
noiy Nin "jN-Ti a-i-nn noiy xin "jnti nnb 
■jioaOD um zu wissen, wo er die Kammern und 
wo er die Pförtchen (viell. die kleineu Käm- 
merlein) anbringen solle. 

w'£ii'E II niasc. (syr. ll^^^) Wanze, eig. 
Tastendes. Stw. ood syn. mit 0073, von der 
schleichenden Bewegung dieses Thieres so be- 
nannt. Ar. ed. pr. erklärt das W. durch arab. 

P3 ( ij), ebenso Maim. — Ter. 8, 2 d»a üTO 
ODOD er verspürte (im Essen) den Geschmack 
einer Wanze. Nid. 58'' I3n"i3 13-IN riT Odod 
iTT'ns I72y:2i bei der Wanze gleicht die Länge 
ihrer Breite und der Geschmack ihrem Gerüche, 
j. Ber. IX, 13' un. s. Nj^by. 

tyS'iyS m. (=OD''OE) 1) Steinchen. — PI. 
j. Snh. III, 21* mit. i^ias-'Op3 pnoMn wenn Jem. 
mit Steinchen Ilazard spielt. — 2) Gesimse. 
Midd. 1, 6, s. ss-'SE. Tosef. Ahil. XVIII mit. 
OD"'OD ed. Zkrm. (ed. Solk. ds^'Od). 



n*i'»'ii"S 



151 — 



^ITE 



nii'£ü'*S Pispesa, Name eines Amoräers. 

j. Schebi. VI, 36"= un. iot' 'i V2^•p -)Kk n-wCa-'D 
Pispesa sagte in Gegenwart des R. Jose u. s. w. 

Spü'12 m. (=N::-i7E s. d.) eine Handbreite. 
Jalk. II, 156* speis NJ-t^p klein wie eine 
Handbreite, s. 0|:. — xpCE Schabb. 21*, s. 

S^'lPUlS od. NÄjpü'12/m. eine Rabin, 
weiblicher Rabe. B. bath. 73'' N::p\:;is Nrs 
Nj-Jnb r;'?b3T Ar. (Agg. sitjp'Ois) eine Rabin 
kam und verschlang den Waltisch. 

"1U?£ (ähnlich arab. LJ»i, Grndw. ujs syn. 

mit od) Grndbedeut. ist: lose, abgelöst, auf- 
gelöst sein; dah. 1) insbes. oft von einer 
geronnenen oder gefrorenen Masse, die 
aufgelöst, lau wurde. Part. pass. Tanch. 
Wajescheb, 44* ein Ehemann, der die Absicht 
hatte, sich von seiner Frau zn scheiden, brachte 
den Scheidebrief nach Hause und sagte zu sei- 
ner Frau, die ihm einen Becher Wein brachte: 
n3D ^b rnswN nriE oid ■^b p:;Ta'C T-'n^: 'nj: 
Psnaa -n\£= aia "jb'jwab mT? -rN- ^'-v n-^^n 
IT'3 iPsnm ü:!" gehe aus meinem Hause, denn 
du hast mir einen Becher mit lau gemachtem 
Wein eingeschenkt! Sie entgegnete ihm: Hast 
du denn etwa gewusst, dass ich dir einen Becher 
mit lau gemachtem Wein einschenken würde, da 
du bereits den Scheidebrief geschrieben und ihn 
mitbrachtest? — Gew. jedoch Part. act. Mechilta 
Beschallach Par. 4 htt T^bi' rnmr n'cnnc -[i^a 
']bnm -'iis sobald die Sonne auf das Manna 
schien, so löste es sich immer mehr auf (als 
Uebersetzung von oa3l, Ex. 16, 21). Genes, 
r. sct. 86 Ende T»m i''nrn-i :;iTa ib -iWn im 
'm T>"naiB lim i''-,-dic iinm-i der Herr des 
Josef sagte zu Letzterem: Schenke heisse Ge- 
tränke ein! so waren sie heiss. Sodann sagte 
er: Schenke laue Getränke ein! und sie waren 
lau. Er sagte hierauf: Du treibst wohl Zauberei 
u. s. Vi. Vgl. 'i-n. B. mez. 29'' ']"'-iwTE- ns3 ein 
Becher mit lauem Getränk, ein schädlicher 
Trunk. ChuU. 94'' steht dafür ^-,T:jDn. Sifra 
Mezora Anf. cap. 1 n^inciD a'r: laues Wasser, 
Ggs. von D"'Ti D"'7: fliessendes Quellwasser, j. 
Schabb. XX Auf., 17° un. ')i~uis. Ggs. von -[iins: 
kaltes Wasser, j. Pes. 11 g. E., 29" -[-«noiD, Ggs. 
■;Tim"i heisses Wasser. Trop. j. Ber. II, 5'' 
un. und j. Nid. III, öC mit. s. ii3, ni3. j. Nid. 
III Anf., 50*^ u. ö. — 2) von einer Forde- 
rung losmachen, daher bei streitigen Fällen: 
sich vergleichen, j. Keth. X g. E. 34" T-is 
•'rcn -,M "laiD . . . iTwX"- i": er vergleicht sich 
mit dem ersten, er vergleicht sich mit dem 
zweiten, der auf den Besitz des Feldes Anspruch 
macht; eig. er macht es los. 

Hif. T'i'Dn 1) lau machen. Schabb. 40'' 
man darf sich nicht am Sabbat nach dem Wa- 



schen mit kaltem Wasser vors Feuer stellen, 
vbj'w Ctt T'OS'i'C irsa weil man das Wasser 
am Körper lau macht. Das. 41" isinb ';m3 
';~,"'\3Dr;b ^~z D'^mna D"'n man darf am Sabbat 
in einen heissen Kessel viel Wasser giessen, um 
es lau zu machen. Das. ö. j. Schabb. III, 6'' 
ob. p-iOD^b, Ggs. von ■jaanb: es warm zu 
machen. Das. r::bT,:3 i^r/C 2ipB3 T'asrib "im^ 
nübic TT ';-'N\3 aipM3 T'CE-b mCiXT man darf 
lau machen da, wo die Hand zurückzuckt (vor 
Hitze); man darf aber nicht lau machen, wo 
die Hand nicht zurückzuckt, vgl. nbc. Levit. r. 
sct. 26, 170'' Tibr I3r3i p-'-irsr; er machte die 
Kohlen lau (d. h. benahm ihnen die Hitze) und 
schüttete sie auf ihn (Jörn. 77" steht dafür 
a^bro" i":3i:3 die Kohlen wurden abgekühlt). 
Trop. Pesik. r. Sachor g. E. wird -j-ip (Dt. 25, 
18) gedeutet: -|-^-wDr; Amalek machte dich lau, 
d. h. benahm dir die Lebenslust. — 2) sich 
mit Jemdm. aussöhnen, eig. den Streit 
auflösen, j. Sot. V, 20"= un. Abraham ver- 
wandelte den bösen Trieb in einen guten T'",r2"T 
'31 "iry und söhnte sich mit ihm aus; mit Ansp. 
auf Neb. 9, 8: „Er schloss mit ihm den Bund", 
j. Ber. IX, 14'' un. Tcsm crmp. aus i^üs-i. 

Pi. Ti-iE losmachen, ablösen, j. Schabb. 
VII, 10" un. ■jniasTa nr ■'in n-'^iipa ^^•^>n iddpo: 
"52:: Dipöa wenn Jemds. Kleider am Sabbat 
sich in Dorngesträuche verwickelten, so darf er 
sie an einem geheimen Ort (wo ihn Niemand 
sieht) losmachen. Tosef. Erab. XI (VIII) T'aDa 
n^: man macht die Dornen mit der Hand los. 
j. B. mez. VI g. E., 11" ob. i<-'n;3N •';n ixa 
pa 'ir. -113T •js-2 -;c!3b bis-io insi r;n^;:3 
Tcsb bis-' "ii-'S":: im^a -[■'Dsb derjenige Autor, 
der da sagt: Die Einziehung eines Thieres zu 
herrschaftlichen Diensten, äy^apsia, gleicht dem 
Verenden (d. h. dass wenn ein gemiethetes 
Thier zu Frohndienst eingezogen wurde, der 
Miether dem Vermiether ein anderes Thier zu- 
stellen müsse, ebenso als ob es verendet wäre), 
spricht von dem Falle, dass der Miether das 
Thier hätte losmachen, der Confiscirung ent- 
ziehen können; derjenige Autor, der da sagt: 
Der Miether ist berechtigt zu sagen: Hier hast 
du das deinige (d. h. das Thier ist ja da, nimm 
es), spricht von dem Falle, dass der Miether es 
nicht hätte losmachen können; da kann näml. 
der Miether sagen: Diese Confiscirung hast du 
deinem Missgeschick zuzuschreiben. Pesik. r. 
sct. 13, 24" ein Gleichniss vom Wächter eines 
Weingartens, in welchen sein Freund eindrang, 
um Weintrauben zu stehlen. 12 m"'J Mffl? Tiiz 
. . . r.n^T, ^-i-::^i ^■:y ao tzv r;^r:c aban pn 
absr; nx '^'a^- t-iC^d -jwS^r; -pn -nrr ib n72iN 
'm was that der Wächter? Er reizte gegen den 
Eindringling seinen Hund, der dort war; sodann 
aber machte er letzteren von jenem los. So 
oft er nun seinen Freund an den Diebstahl der 
Weintrauben erinnern wollte, rief er ihm zu: 



•)\^B> 



152 



xrnii'S 



Gedenke, wie ich den Hund von dir losmachte! 
Ebenso rief Gott Israel zu: Sei deiner bösen 
Handlungen in „Refidim" eingedenk, wo ich 
den Amalek von dir abwehrte! — Uebtr. (vgl. 
nnÜ!?) j. Snh. I, IS*" un. ■jibiD^' V^* "iT'2''E12! D^3t3 
•jnn "iiTrib wenn zwei Richter im Processe einen 
Vergleich bewirkten, so können die Parteien 
nicht widerrufen. 

Nithpa. sich von etwas losmachen, oder: 
sich mit Jemdm. aussöhnen. Genes, r. sct. 
22 g. E., 23"= Adam fragte den Kain: niay; mz 
Tinii'cnjT nniiBP ■'n"'i2:y tb "i7:n "^^i^ was ist 
aus deinem Gerichte geschehen? Letzterer er- 
widerte: Ich that Busse und so machte ich mich 
los. Levit. r. sct. 10, 153'' dass. 

Ti^'S eh. (syr. j^s, i.AS="näE) 1) auflösen, 
sich auflösen. Snh. 67'' Seira kaufte in (dem 
zauberreichen) Alexandrien einen Esel; tiau "»a 
'ai -HüD N''"3 i-'ipwNb als er ging, um letzterem 
Wasser zu trinken zu geben, löste sich die Zau- 
berei auf (weil sie näml, vor dem Wasser nicht 
bestehen kann); infolge dessen verwandelte sich 
der Esel in seinen früheren Zustand und es 
wurde aus ihm ein Brett. Das. Jannai kehrte 
bei einer Gastwirthin ein, die Zauberei betrieb; 
■^NriN spvab p'^bo nasm snan ■'«in n-'-^pu:« 
Npiffln NnnNN ■'spi ::i3-:t a^^m nb muJD nman 
er gab ihr etwas zu trinken, infolge dessen sie 
sich in einen Esel verwandelte; er beritt sie und 
gelangte so auf die Strasse. Hier kam ihre 
Freuiidin und löste den Zauber von ihr; man 
sah nun, dass er auf einem Weibe auf der Strasse 
ritt. — 2) Speisen durch Kauen, Zer- 
malmen auflösen. — 3) (hbr. ins) einen 
Traum auflösen, deuten. Dan. 5, 16 fg., 
s. auch TW. 

Pa. 1) losmachen, ablösen. Pesik. Schek., 
11" Esau (Rom) gleicht dem Dornstrauch, nsi 
N3M IM «insna N'^m san yiz nb -iödm der, 
wenn du ihn von hier losmachst, sich dort an- 
hängt; d. h. es belastet mit den verschiedensten 
Steuern, vgl. Nri"^"'q. Uebrtr. Pesik. Schuba, 
164'* ~U"'n3 "iiSE zahle deine Münzen, eig. löse 
deine Schuld. — Ithpa. das. ■TiEn73T '^^2^ is 
'31 11U1-ID ~ii2Er3n •jT'DT "'TjinD bi's zur Zeit, 
dass er sein Geld (seine Schuld) zahlt. Als er 
aber sein Geld zahlte u. s. w. • — 2) deuten, 
auflösen, von Träumen. Jom. 28*' D''bn Nin 
naD72 Nim wie, er träumte und er selbst deu- 
tete den Traum! bildl. d. h. sollte etwa derjenige, 
der gefragt hatte, ob bereits der östliche Him- 
mel hell sei, sich selbst geantwortet haben: Ja, 
•jn? Ber. 56* -jn?: n'.n vzhn -iödm Ni-in nn 
INübi NHT'bj'Jib rrib "nasa khjn nib aT!""! 
Nmyi-ijb rfb nosa N-ia« nib aTf ubi Bar 
Hedja war ein Traumdeuter; demjenigen, der ihm 
Belohnung gab, deutete er den Traum zum 
Guten; demjenigen aber, der ihm keine Beloh- 
nung gab, deutete er ihn zum Bösen. Part. pass. 



das. 55'' N"'-ip53 NbT KmjND t4'S'3 Nbn N'abn 
ein Traum, der nicht gedeutet wird, gleicht 
einem Brief, der nicht gelesen wird. 

NTi:'"S,XTi;>''a»i.l)(=hbr.TiE) Auflösung, 
Deutung. Dan. 2, 4 fg. 4, 4 fg. — 2) Laues, 
Laugemachtes, bes. laues Wasser. — 3) 
das Wiederkäuen, wiedergekäute Speise, 
s. TW. 

"'"iVwS masc. pl. 1) (=hbr. T'-äii:) laues 
Wasser. ChuU. 46'' fg. ■'Itos, Ggs. von rran 
und i-|iip: heisses, kaltes Wasser. — 2) Ab. 
sar. 34'' u. ö. aufthauende Schneemassen. 
Nach Ar. die Unebenheiten des Ufers; 
bes. inTODT ■'bipy, s. d. Kidd. 73'' •;:■' ■'-nas 
■'siDN 31073 13 ein Kind, das auf einer solchen 
Stelle aufgefunden wird, ist als ein Findling zu 
halten. 

TlTCSif. das Vergleichen, Auseinander- 
setzung, d. h. die gütliche Beilegung einer 
Processsache, eig. die Auflösung des Streites. 
(Der Samarit. übersetzt auch asa?:. Gen. 18, 25, 
durch iTOD, vgl. Kirchheim, Karme Schomron 
p. 50.) — Ber. 10* un. (mit Ansp. auf Khl. 
8, 1) ■'im T'a mi3D rna:?b yni->a nd^n3 rz 
'31 a"'p''n:i wer ist wie Gott, der da wusste, 
einen Ausgleich zwischen jenen beiden Frommen 
zu machen? Chiskija näml. verlangte, dass 
Jesaja ihn, den König, zuerst besuche; Jesaja 
wiederum verlangte, dass Chiskija ihn, den Pro- 
pheten, zuerst besuche. Gott Hess daher den 
Chiskija krank werden und befahl dem Jesaja 
den Kranken zu besuchen (Jes. 38, 1). Keth. 
95" Personen, die gegenseitig Forderungen auf- 
einander nachweisen . . . on^sia m'^s las'iia is 
bis sie unter einander einen Vergleich machen, 
j. B. kam. III, 3'* mit. s. pns. Levit. r. sct. 6, 
151* wird yS3 (Klgl. 2, 17) gedeutet: tod mfflD 
er machte einen Vergleich, vgl. y'X3. — Insbes. 
oft: der gütliche Vergleich zwischen 
Processführenden, der vom Gerichte, 
dem Schiedsrichter ausgeht. Snh. 5'' 'J■'^^ 
l^nn n373 mujD n3 -si 3'^3t33 mosi mab\33 
D^sia 1713 niTnb T'bi3i ';^:-'T iby3 i:na D'':a 
ir!3 -iitnb i-'bi3i y,-^i ■,i,y3 ii}i nniSD larj 
das gerichtliche Urtel muss von drei Richtern 
ausgehen, der gütliche Vergleich kann auch von 
zwei Richtern ausgehen; der Vergleich ist oft 
bindender, als das gerichtliche Urtel, denn wenn 
zwei Richter das Urtel gefällt haben, so kön- 
nen die Processirenden davon zurücktreten; 
wenn aber zwei Richter einen Vergleich gemacht 
haben, so können die Processirenden nicht davon 
zurücktreten. Das. 6* fg. u. ö. j. Snh. I, IS"" 
mit. nrnn nsn3- n3''-!:: mosr; qN auch beim 
gütlichen Vergleich ist die Erwägung der An- 
sichten erforderlich. 

SmTil*ScA. (svr. ii.js^s=n"ii32) gütlicher 
Vergleich, s. TW. 



N:i{i'is 



— 153 — 



Nn^£ 



N^TylE »«(TSC. (syr. }lls, hbr. linr-r) Deu- 
tung, Erklärung von Träumen, s. TW. 
tyiti'S w. Bekleidung. Stw. -iOD, arab. 

jjij sich ausbreiten, wovon bh. es Hi. 35, 15, 
Grndw. iss, wovon auch eis und "iEÖ!;. Thr. 
r. SV. TQ-i, 53° cias ibj-;3 n-'bT N7:b'n3 n'^nn 
Ar. (Agg. izJ-'aD s. d.) ich sah im Traume, dass 
ich keine Fussbekleidung anhatte. 

Nü'iw'a/. Vogel, eig. der nach der Weite 
Fliegende. PI. Levit. r. sct. 22, 165^ T^nn N73n 
'31 Nni NT icnsnn ■j-'öiÖE Ar. (Agg. -[inES 
l-'-sanT: = Num. r. sct. 18, 236"*) er sah zwei 
Vögel mit einander zanken, deren einer den an- 
deren tödtete; sodann holte ersterer ein Kraut 
herbei, das er auf den anderen legte, wodurch 
letzterer wieder auflebte. 

K;ü^'-'J2 od. arSZ'^ m. (Stw. aMjD = raD) 
ein Kraut mit breiten, auf der Erde lie- 
genden Blättern. Schabb. 110'' als ein Heil- 
mittel gegen heftigen Blutfluss N:ai'i:D ■'n"'b 
'si rT'~.:;cbT Ar. (Agg. sriiaac) nehme man ein 
breitblätteriges Kraut, breite es u. s. w. 

SJ3\'^^S m. Adj. (wahrsch. pers.) Ortsvor- 
steher. Nid. 25* ob. •'Np Nnii3-2iDn n:3tos 
■"sp Nob? ibiDT rr'icin i7 sb-'iT Nisb rrh 
rr'Snn n? NninaaisT N33\-ta3b Ar. (Agg. 
N3"'3nia"iD; ebenso Num. r. sct. 9, 202'*) der Orts- 
vorsteher Pumbedithas reichte dem Diener Ada 
bis zu seinen Lenden; alle anderen Menschen 
reichten dem Ortsvorsteher Pumbedithas bis zu 
seinen Lenden. Gegen die Erkl. Ar. 's nis^'p^üs 
sei N. pr. eines Mannes, Paschtichna, bemer- 
ken Tosaph. z. St., welche die obige Erkl. 
Namens des R. Chananel citiren, richtig, es hätte 
dann Nr-inaaisn heissen müssen. 

]n*ii^'S/. (bh. nniiE, pl. DN-^iäE [die masc- 
Endung im Plur. ist häufig, vgl. njE, pl. d"'3E 
u. V. a.] Grndw. us ist wahrsch. koptischen Ur- 
sprungs, mit y^3, Byssus oder &q Lein zusam- 
menhängend) Lein, Flachs. Kil. 9, 9 s. t^b. 
Kel. 16, 6 Ines ■'Ci? Flachsarbeiter, j. Kil. IX 
Anf., Sl** Q-' büJ 'jncs Flachs des Meeres, d. h. 
Bast, der sich in den Rohren findet. Schabb. 
27'' Mischna i3 T'p-'bna i''N yyr; -ja N:iT'r! ba 
Inas Nbs von Allem, was vom Baume kommt, 
darf man am Sabbat blos Flachs (als Docht) 
brennen. Gem. das. vergleicht hiermit \-ia33 
yyn (Jos. 2, 6). Das. 28'^ fg. B. kam. 62'' ijpcd 
sein Flachs. Genes, r. sct. 16 Anf. tnno lies 
■>Di«53 l^iDbin rrj-'m incc biitt Pischon (Phasis, 
Name des Flusses, agadisch abgeleitet), welcher 
Flachs erzeugt (s. oben D"' b\S inffio), ferner, 
weil sein Wasser ruhig fliesst. 

'in^'S m. Flachsarbeiter, Flachshänd- 
ler, j. Jeb. xnr, 13"= mit. nojsiia npi3Tia niaya 

Lett, Nouhebr. u. Chald. Wörterbuch. IV. 



'51 i5ni3Dr! 112 iniüD bii^'^b einst kam ein Mäd- 
chen, um Flachs von dem Flachshändler zu 
kaufen n. s. w. Genes, r. sct. 32, 30*^* ■'rn-cjDr! 
bs rjE-' ibo posna rni^ xina r,T:i3 ntn 
©•'p7:o '\^o^ bDi nnnn-OT: n-'H ncm^ Nina pr 
•[r'jsn-c 5111 N1-0 nyoal rsaniaa n^- rfby 
N^na ly rnn n^by "a^pb p-<3DJ3 id^n ny-i ibic 
r?pi3 wenn der Flachsarbeiter weiss, dass sein 
Flachs gut ist, so wird letzterer, je mehr jener 
ihn schlägt, besser und je mehr er daraufklopft, 
fester; wenn er aber weiss, dass sein Flachs 
schlecht ist, so wird letzterer, kaum schlägt 
jener ein einziges Mal darauf, sich zerfasern. 
Daher prüft Gatt blos die Frommen, nicht aber 
die Frevler. Das. sct. 34 Anf. und Cant. r. sv. 
ib inn, 16"* dass. wo iari\2s anst. iba ■jnwD 
steht. 

n? I m., nbn ns (viell. zu lesen ribnns ein 
W.) eine Hülsenfrucht, etwa Erbse oder 
Bohne, j. Dem. II, 22"= un. nbn nDi iiomiHrt 
die Lupinen und die Bohnen. 

nS n Numerale zwei. Stw. rr^, s. d. eig. 
theilen. Snh. 4'' u. ö. a^no ipi-ssn rs Path 
bedeutet in Phrygien: zwei, vgl. uu. 

nS in masc. (=bh. von nns) eig. Stück 
Brot (wie nons, vollständig anb nsins), dann 
überhaupt Brot, Speise. B. mez. 107 '' HD 
ni-n-ü die Morgenspeise, Frühstück, das viele 
Krankheiten abhält, vgl. -jna (woselbst jedoch 
107'' anst. 170 zu lesen ist)." Ab. sar. 35'' nsn 
1-y:: pc-i das Brot und das Oel der Nicht- 
juden darf man nicht gemessen, j. Ab. sar. II, 
41"* mit. Nin •;ina rt^i::^ bKno pd ■j-'nu) Dipa 
'si mma d^i; pd NrtPw an einem Orte, wo 
Brot von Juden nicht zu bekommen ist, sollte 
eigentlich das Brot der NichtJuden erlaubt sein 
u. s. w. Das. auch andere Ansichten. Schabb. 
17'' Dion i:ii byi ^J" Diir7j i^nai \n-^z) b? nn 
-inx n3T Dica inimsD by^ pipiia die Gelehr- 
ten verboten das Brot und das Oel der Nicht- 
juden wegen ihres Weines (den sie libirt haben 
könnten), ihren Wein verbot man wegen ihrer 
Töchter (die man heirathen könnte), ihre Töch- 
ter verbot man wegen Götzendienstes (wozu sie 
verleiten könnten), vgl. auch pi;pn. — Horaj. 
13'' ■jiMns PD auf Kohlen gebackenes Brot, vgl. 
auch iJ-^i-r. Erub. 81* inn ps . . . rniN pd 
Q"":5iy PS . . . Brot aus Reis, Brot aus Hirse, 
Brot aus Linsen. Jom. 74'' u. ö. ib53 pd Brot 
im Korb, s. bc. Tosef. B. kam. X mit. u. ö. 
s. bi^i:. Trop. Schabb. 62'' nb^a? pd s. lyo. 

N»T£, XHiTE, Snni2 eh. (syr. jlvsz=:vrg. 

PE, arab. ^;JLij) Brot. Ber.40'' NriSNm tT>ia 
der Herr dieses Brotes, s. -ryna, vgl. auch N3E, 
NPaiE. j. Bez. I, 60° un. oj-iponNb np^d •'iirT 
NP3iffl3 (1. np^d NB-iTsb) er erlaubte, für den 

20 



xns 



— 154 — 



ins 



Feldherrn Ursicinus am Sabbat Brot zu backen. 
Levit. r. sct. 5 g. E. s. non. j. Dem. I, 22* mit. 
Tf'T'K (1. NPms) Nmn-D b33 das Brot fiel ihm 
herab, j. Ter. VIII, 45'' ob. man darf nicht 
legen sTfia rr.nn npiq ßrot unter den Arm, 
ein Aberglaube, j. Ab. sar. II, 41* un. Nnmo 
dass., vgl. auch "iiT'S. — Nnis s. d. in 'id. 

SriB s. NnN2. — NPE weit, offen sein, s. 

TD. 

nxnSi KlXnS »«. weiter, offener Platz, 
Strasse, dass., was hbr. airi, s. TW. 

X;nB, N:Nna masc. Oberkleld, Hülle; 
wahrsch. mit hbr. b'iaTiE zusammenhängend, s. 
TW. ■ ■' 

CjHS, XCiinS »n. (=spät. bh. nanE, syr. 
Viu^^i^) 1) Wort, Befehl, Edikt. — 2) 
Sache, Etwas. Esr. 4, 17. Dan. 4, 11. 3, 16 
fg. und sehr oft in den Trgg., s. TW. — Meg. 
9* wird DjnD (Esth. 1, 20) als ein chald. Wort 
erklärt, das hebräisch geschrieben ist, üijin 
NipM iirDTü. — Das W. ist altpersisch pati- 
gama, neupers. paigäm, Befehl, eig. Zugegange- 
nes, s. Lagarde, Ges. Abhandl. S. 79 und Gese- 
nius, hbr. Wrtrb. 

Kn:inS oder Xnijiria Pethugta, .Path- 
gutha, Name eines Ortes. Levit. r. sct. .5, 149'' 
NrjinDU aus Pethugta, das. als Abbreviatur ge- 
deutet; qij nriDö der Wein verleitet den Kör- 
per. Num. r. sct. 10, 206° Yar. Nmans dass., 
vgl. NraqbE nr. 3. 

"llinS festhalten, einengen, s. TW. 

NminS Ab. sar. 33'' s. nte. 

nn2 (=bh. Grndw. ns eig. spalten, theilen, 
auseinanderklaffen, daher) 1) öffnen, aufthun. 
Schabb. 104^ ib ';''nmD man öffnet ihm, bildl. 
für: man lässt ihm den freien Willen, s. yiQ. 
j. Ber. VI g. E., 10'' n^ntt) n^^nm rr^nn bD by 'i 
3''a73m 31Ü- -{"na . . . rfhy "^la?: hti nms 
Rabbi hat bei jedem Fass Wein, das er öffnete, 
den Segen gesprochen: Gelobt sei (Gott), der 
gütig ist und Gutes thut! Das. R. Akiba hat, 
bei Gelegenheit der Hochzeit seines Sohnes, 
Simon, ht: nmD nT;u; n-iam n^3n bD by 
■]iriiT73bm •;3an ■'^nb ndu is'-i7jn -i7:int rfby •^-\z^z 
über jedes Fass, das er öffnete, den Segen ge- 
sprochen und hinzugefügt: Guter Wein auf das 
liCben der Gelehrten und ihrer Schüler! j. Taan. 
I, 48'' mit. „Die Erde öffnet sich" (Jes. 45, 8), 
nsTn "i^Db rnniD n^-ü nxT- -3^p:3 wie das 
Weib, das sich vor dem Manne öffnet. Schabb. 
48" i-inriD xb bat« naon nNii:n n-'a ii-iTia 
man darf die Halsweite eines Hemdes am Sab- 
bat auflösen (d. h. die von den Wäschern ge- 



machten Knoten aufknüpfen), aber nicht die 
Oeffnung von vornherein machen. Part. pass. 
Snh. 94* nm-: ein offener Buchstabe. Meg. 3* 
'j'^mPD offene Buchstaben, d. h, ^di::«, wenn sie 
nicht am Ende eines Wortes stehen, Ggs. Dino, 
1''):ino geschlossen, finale. Sifra Achre Anf. 
mriD ein deutlicher Ausspruch, s. oro. Keth. 9* 
u. ö. s. nns. Schabb. 103'' mriD ^a'SV\ aira 
nujD wenn man anstatt eines geschlossenen Buch- 
staben ("[Dii'j72 finale) einen offenen geschrieben 
hat, so schadet es nicht, vgl. auch he nr. 3. 
Levit. r. sct. 14, 158* hpd: Dbiy- ■T'\\b nS'' 
mns- DnoiT airar; wenn der Embryo in die 
Luft der Welt kommt, so wird das Glied, das 
im Mutterleibe geschlossen war, geöffnet (z. B. 
die Augen, Ohren u. dgl.), und dasjenige, das 
früher geöffnet war, geschlossen. — 2) einen 
Satz beginnen, Ggs. D"'''D schliessen. Ber. 9*". 
10* ob. •'n;DN3 na nno David begann den Psalm 
mit incN, vgl. n-ins. Arach. lO*". B. kam. 27* 
u. ö., s. DW I. Schek. 5, 1 iSTiM nr rrnns 
a-'iana nmD n-Tra n-'nno vz'ä Nip: n'ibi 
ymb D-'Sau; 3•!V^ iiamTi unter „Petachja" (Name 
eines Tempelherrn) ist Mardechai zu verstehen; 
weshalb führte er den Xaraen Petachja? Weil er 
mit den Worten begann und darüber Forschungen 
anstellte: er war auch der 70 Sprachen kundig. 
Ueber die Sprachforschungen desselben, vgl. 
na-iy, T'ii22 u. a. — 3) (denom. von nns) eig. 
Eingang verschaffen, trop. Veranlassung 
geben. Ned. 9, 1 (64*) Vax niaaa onsb ';-'nmD 
Tiaaa ib i^nrnD-r ly pns 'n itzh . . . vnni 
T'N p DN mp'jn niaaa ib inns-' 173nt T^ax 
ü''~n'2 man giebt dem Menschen Veranlassung 
(seine Gelübde zu bereuen, damit der Gelehrte 
sie auflösen könne, vgl. "ipt:), indem man ihm 
die seinem Vater und seiner Mutter schul- 
dige Ehre vorhält (d. h. man giebt ihm zu be- 
denken, es gereiche seinen Eltern zur Schande, 
dass ihr Sohn sich Gelübde auferlege, was 
sündhaft sei, vgl. nnj II). R. Zadok entgegnete: 
Anstatt ihm die Ehre seiner Eltern vorzuhalten, 
möge man ihm lieber die Ehre Gottes (das 
Sündhafte der Gelübde) vorhalten; demnach 
würden die Gelübde ganz aufhören (d. h. durch 
solche Vorhaltungen würde er, trotzdem, dass 
er seine Gelübde nicht bereue, aus Schande eine 
Reue vorgeben; oder auch: Er würde, ohne bei 
dem Gelehrten anzufragen, die Gelübde übertre- 
ten; da er eine solche Veranlassung sich selbst 
erdichten würde). Das. 64''. 65'' u. ö. Das. 22''. 
77^ s. n-jnn. 

Pi. nriii (^bh.) eingraben in Holz oder 
Stein, eingraviren, Par. 3, 8 man errichtete 
einen Holzstoss zum Verbrennen der rothen Kuh 
miibn na i'nrD'aT und grub darin Fensterchen 
aus; damit die Flamme, durch die hincindrin- 
gendc Luft, sich besser entzünde, j. Ab. sar. 
III, 43'' un. D^'mrT'D na n^D wenn Jeni. in den 
Götzenhain Sculpturen eingrub. 



nn£ 



— 155 






nnB eh. (syr. >_,»;!^=nr!E) 1) öffnen, auf- 
thun. ' Dan. 6, 11. 7, 10, s. auch TW. — Taan. 
24* nnD^a sbn ... NnbDXT n33 n.nDrob N\nN 
■'^■'na Nna sie kam, um die Thür des Getreide- 
magazins zu öffnen, aber die Thür konnte wegen 
des davorliegenden Getreides nicht geöffnet wer- 
den. — 2) einleiten, Einleitung zu einem 
Vortrag machen; vgl. Ps. 49, 5. Genes, r. sct. 
1 Anf. nns n-yci- 'n R. Hoschaja leitete den 
Vortrag wie folgt ein. Ruth r. sct. 1 Anf. und sehr 
oft, vgl. auch NrjPE. B. kam. 112'' rT'b inrsT pi3 
Nns «bn rfb inV::i n:^13 wenn das Gericht 
Jemds. Processsache eingeleitet und nach ihm 
geschickt hat, ohne dass er gekommen ist, so 
vernimmt man die Zeugen in seiner Abwesen- 
heit. — Af.=Peal nr. 1. Thr. r. sv. Tiai, öl** 
riTiiD rT'b nPDN er öffnete ihm sein Haus. 

Ithpa. geöffnet werden. Git. 69" un. 
'st ibnn niinn rT'b n^rb ■'mrsnwb (Raschi 
liest •'n\-i2b Sbst.) damit die Blasen Jemds. sich 
öffnen (um den Eiter herauszubekommen), blase 
man ihm Gartenkresse ein u.s.w. Das. %^'° NmE-^j: 
nrD"'S xbn eine Ziege, dienoch nie gebar, eig. deren 
Mutterleib noch nicht geöffnet wurde. Pes. 42'' ob. 
Levit. r. sct. 22, 165'' ein Blinder und ein Sehen- 
der assen ein und dasselbe Kraut; •^•cz mm ■j-'t 
■;T;n ia ybv Nbn ■'»rDN htd mm i-'ni npcns 
sn-inDb N'^ao Ninn üJ-'nJT -\y infolge dessen 
wurde derjenige, der früher blind war, sehend 
(eig. seine Augen wurden geöffnet) und der- 
jenige, der früher sehend war, wurde blind; sie 
gingen nicht eher von da fort, bis jener Blinde 
den früher Sehenden geführt hatte. Das. die 
Eselin des R. Jannai frass ein Kraut, wovon sie 
blind wurde; rnnürsi nnx Na'Cy nbsNT sie 
frass hierauf ein anderes Kraut, wodurch sie 
sehend wurde. Khl. r. sv. ';i"in''T, SS**" dass., 
vgl. auch Nnns-x 

nni£ m. (syn. mit nnE) Oeffnung. Ivel. 
11, 2 T^sn nnna nmsn die Oeffnung unter der 
Thürangel. Ohol. 3, 7 •o-'i nou nmD 13 •O"' 
riDC nms ■ipn"'j:''3 wenn in dem Kanal die 
Oeffnung einer Faustbreite (im Geviert) und beim 
Aufhören (äusserem Ende) desselben ebenfalls 
die Oeffnung einer Faustbreite vorhanden ist. 
Das. 13, 2 fg. u. ö. dass. 

nnniS/. verschluss, d.h. ein Schloss, 
das mittelst eines Schlüssels oder auch 
eines Handdrucks geöffnet wird. B. bath. 
99* wenn Jcm. einen Brunnen im Gehöfte eines 
Andern besitzt, ib nds hti nnmc ib nau* nr 
nnms so macht der Eine sowohl, als auch der 
Andere sich einen Verschluss, so dass Keiner 
ohne Einwilligung des Andern den Brunnen 
öffnen kann. Maim. z. St. erklärt rnnic: Thor- 
weg für den Einen zu seiner Wohnung und für 
den Andern zu seinem Brunnen. Kel. 13, 6 'jOn 
nPS733\ai mnmsDia Duaia der Zahn am Bleche, 



am Schloss und am Schlüssel, vgl. auch qn. — 
PI. Tam. 3, 7 rinniEr: die Verschlüsse im Tem- 
pel, vgl. na;. Num.'r. sct. 12, 215* -,7:n 'n-z^o 'n 
nnrns ibj» R. Simai erklärte mro (1 Kn. 7, 50) 
durch Verschlusse, vgl. nnis. 

n\"l5 m. Adj. das Pflügende, eig. den 
Erdboden Oeffnendes (vgl. Jes. 28, 24); 
dah. Pflugschar. Kil. 2, 6 b'O "j'-abp riobo 
n\-is drei Furchen der Pflugschar. Nach Maim. 
bedeutet n\-iE (pass.): das Geöffnete oder 
Spalt des Erdbodens, j. Kil. II, 28* ob. und 
j. Pea II Anf., 16<' dass. 

n\12. Sn\~B m. (eig. Part. Peal von hpe) 
der Sehende, dessen Augen offen sind 
(=hbr. ni5E s. d.). Ggs. von -T"iy, Nr:D. Git. 
69* ob. '3T Nn-iPD -[\sr! mb «?:■'": der 'Sehende 
sage zu dem Blinden u. s. w., vgl. niiy. Levit. 
r. sct. 22 u. ö., s. nnE im Ithpael. 

Sn\"lB- nriTlS m. Eröffnung, einleiten- 
des Gerichtsverfahren. R. hasch. 31'' Ame- 
mar hatte eine Frau zum Gerichte vorgeladen, 
welche aber nicht erschien; mib^:^ Nn\iE 3pd 
'dt er schrieb nun ein Eröffnungsedikt gegen sie 
(Raschi erklärt das W. überall: npS\:j nro 
Schriftstück des Bannes, s. jedoch w. u.). B. 
kam. 112'' wenn der wegen Wechselschuld Ver- 
klagte erklärt; Er würde Zeugen vorführen, 
welche den Wechsel entkräften; er erscheint aber 
nicht, srT'PE 'j3-'3pd xpn xb "iN nria mb la^i::: 
■j^DPS SPS Nb 'N . . . ■j''-2Ti i-rtSP mib-'y (rimps) 
rT'03^:N NPDmx so wartet man auf ihn acht Tage 
(näml. Montag, Donnerstag und Montag, die 
Gerichtstage); kommt er dann nicht, so erlässt 
man das Eröffnungsedikt mit Gewährung einer 
Frist von 90 Tagen (während welcher Zeit er 
sich Geld verschaffen soll); kommt er aber auch 
dann nicht, so erlässt man das Edikt über Con- 
fiscirung seiner Güter. Das. der Gerichtsbote 
ist ebenso beglaubigt, wie zwei Personen; -im 
nanJi Np N;i»m •jvd N^^-'Eb bns NP?3':5b ib-ia 
sb . . . rT'b das gilt jedoch blos vom Banne 
(d. h. wenn der Gerichtsbote aussagt; Der Be- 
klagte weigere sich, trotz der gerichtlichen Vor- 
ladung, zu erscheinen, so legt man ihn sofort 
in den Bann); aber hinsichtlich des Erlasses 
eines Einleitungsverfahrens ist der Gerichtsbote 
nicht beglaubigt; weil der Beklagte hierdurch 
zur Zahlung der Schreibegebühren verurtheilt 
werden würde. Das. 113* ö. 

rirfna/. N. a. l) das Oeffnen, das Sich- 
öffnen. B. kam. 49'' s. m;-;2. Das. 50* u. ö. 
Pes. 54* un. ■j^isn "'S p^pdi iiPNn ■'3 prrPD 
das Sichöffnen des Maules der Eselin (Bileam's) 
und das Sichöffnen des Schlundes der Erde (zum 
Verschlingen der Rotte Korach's), zu den zehn 
Dingen gehörend, welche Freitag vor Abend im 
Zwielicht erschaffen wurden; vgl. Aboth 5, 6. 

20* 



nns 



156 — 



]in-£ 



Schabb. 129* "inpr: nir^riD das Sichöffnen des 
Muttermundes der Gebärenden. Nid. 21* u. ö. 
dass. Genes, r. sei. 13, 14* die zweite Benedic- 
tion des Acbtzehngebetes enthält das Gebet um 
Regen (Nahrung) und das Gebet um Wieder- 
aufleben der Todten; ühtid riTai nnTis nT3 
'ai denn bei dem Einen steht „Oeffnen" (nns, 
Dt. 28, 12) und bei dem Andern steht ebenfalls 
„Oeffnen" (nnD, Ez. 37, 12). — 2) Einlei- 
tung, Veranlassung zum Bereuen u. dgl., 
vgl. riPE nr. 3. j. Ned. VIII g. E., 41* nriTiD 
-nj die Veranlassung zum Bereuen eines Ge- 
lübdes, um es auflösen zu können, j. Nas. II, 
52* mit. dass. — Cant. r. sv. ^:pT2;i, 4"= ism 
'dt ririTiD iinni i^iny die Rabbanan wandten 
jene Verse als Einleitung ihres Vortrages an. 

nn£ m. (=:bh.) Oeffnung, insbes. 1) Thür, 
Pforte, j. Keth. IV. 28"* ob. yi nia nns die 
Pforte des Gerichtshofes, dafür öfter •yj-ö s. d. 
Trop. B. mez. 7, 5 (92*) n^sn ns ümo N^i^ 
T'jDD er würde die Thür vor sich verschliessen; 
d. h. Niemand würde ihn als Arbeiter miethen, 
vgl. DnD. — PI. B. bath. 9, 1 (139'') wenn der 
Vater wenig Vermögen als Erbschaft hinterliess, 
a-^nrEn by ibso'' D-^sam i:iti mDnn so wer- 
den die Töchter davon ernährt, die Söhne aber 
können betteln gehen, eig. an den Thüren bet- 
teln; so nach einer Ansicht. Keth. 43* fg. dass. 
Das. 13, 3 Donnen b? Tirni dass. — Üebrtr. 
die weibliche Scham. Levit. r. sct. 19, 164** 
Jojakini wohnte seiner Mutter bei; n::''0 nriDa 
D3D3 TD in die Oeffnung, aus welcher er ge- 
kommen (geboren wurde), drang er ein. Keth. 
9*'' fg. mns nnD eig. die Thüre ist geöffnet, 
d. h. das Mädchen ist nicht mehr Jungfer, 
j. Keth. I, 25* mit. mna nns- Nin dass. 
— PI. Schabb. 62'' wird b'^aTiD (Jes. 3, 24) 
als Compositum gedeutet: iTb ']''N''372r; T'D'7^ 
nb^iJ die Oefl'nungen, welche zur Ausgelassen- 
heit führen. (Das bh. b'iJ^ns jedoch scheint 
compon. aus td: weit, und b-'J^Nbia, Nnbis 
Mantel: „weiter Mantel".) Das. wird auch inns 
my (Jes. 3, 17) gedeutet: ny-'D -[rfnnD lujyaiB 
ihre Scham wurde wie ein Wald, d. h. voll 
Haare. — 2) trop. Eingang, Veranlassung. 
Genes, r. sct. 91, 88* 300 Nasiräer kamen zu 
Simon ben Schetach; nns onb N2ia '[■'iB?3m MN?3b 
nrc NSM Nb ')-'Tanm riN/jbi für 150 fand er 
eine Veranlassung (um ihr Nasirat aufzulösen), 
für die anderen 150 aber fand er keine Ver- 
anlassung. Das. sct. 38, 37* pb nnDTD iwbJO 
'di nnyi n7:N3\3 rraniDn bia nns rihpn diese 
Stelle (Gen. 11, 16) besagt, dass Gott den Zeit- 
genossen der Sprachenverwirrung den Eingang 
zur Busse eröffnete, denn es heisst: „und nun" 
{pr^'S'i, ein W., das Dt. 10, 1 auf Busse ange- 
wandt wird). Cant. r. sv. n:u)'' ■'3N, 25* „öffne 
mir" (HL. 5, 2); Gott sagt zu den Israeliten: 
bffi mina nawri bia in« nno -»b inrs •'23 



DT'snpi mb;y t^'rfvi cnno Dsb nms ■'3ni ana 
ia D''0323 meine Kinder, öffnet mir eine Pforte 
der Busse, wenn auch so klein wie eine Nadel- 
spitze, so werde ich euch Pforten (der Gnade) 
öffnen, durch welche Wagen und Karren hinein- 
gehen können. Genes, r. sct. 85, 83'' „Sie sass 
D-'S-'y nnSD (Gen. 38, 14), ni3^y nbira T^btt 
'dt 13 PT'ibn D''3'':'n bsia nnsa das besagt, 
dass sie ihre Augen richtete gegen die Pforte, 
worauf Aller Augen gerichtet sind (d. h. Gott); 
denn sie betete, dass sie von dieser Stätte nicht 
leer ausgehen möge. j. Keth. XIII Auf., 35" 
dass. j. Schabb. VII, 9" ob. sbia riT Nir; "iS-'S 
'n'y\7\ bia "nn-'s by "oy diesem Manne ist es an- 
zusehen, dass er nie an den Eingang des Gesetz- 
studiuras gestreift hat. Khl. r. sv. bsn riN, 78'' 
,, Alles machte er schön zu seiner Zeit" (Khl. 3, 11) 
'■z>^ mnnn ns> mno nncn nr (ähnl. mnnr; -\v 3p3 
s. d.) diese Pforte ist tief bis zum Abgrund ge- 
öffnet, d. h. vielsagend, sinnreich. Denn hätte 
Jemd. anders diesen Ausspruch gethan, da hiesse 
es, diesem Mann erscheint das wenig Gute, das er 
genossen, lobenswerth; aber von Salomo, der so 
viel Vermögen und so viele Vergnügungen hatte, 
ist diese Aeusserung gehaltvoll. (Bei den Gram- 
matikern: nnD, Patach, der Vocal A, der mit 
weit geöffnetem Munde vernehmbar wird. Denom. 
mrs, nrnno: patachirt.) 

SnnS, Xnn'"S eh. (syr. V.:j.^=nnE) Oeff- 
nung, Eingang, Pforte, Thür. Snh. 110* 
Mose betete (Num. 16, 30), Nnn's ■'aTipb dass 
die Oeffnung der Hölle sich der Rotte Korach's 
nähern möge, wo sie hinabsinken soll; da sonst 
nichts Neues mehr erschaffen wird, s. auch TW. 
— Uebrtr. Meg. 10'' Nnano iNnb «nno nb nns 
'dt »ymz er machte eine Einleitung für diesen 
Abschnitt aus Folgendem. Mac. 10'' dass. Exod. 
r. sct. 1, 101'' 'dt N-ip \^nb «nns i-inns 'j33-i 
die Rabbanan machten für diesen Bibelvers fol- 
gende Einleitung. 

nns m. Adj. Meissler. PI. j. Schek. IV, 

48* ob. D'':3N ■'riFiE Steinmetze, Meissler. 

ninS m. (=bh.) Eingrabung, übrtr. ein- 
gegrabene Arbeit, Sculptur. j. Nid. III, 
50'^ mit. i^^ns ib T"« D-'bJni D''T' mn-'S die Ein- 
grabung der Hände und Füsse hat der Embryo 
noch nicht, j. Ab. sar. III, 43'' un. Nin iJJin 
mn"'D3 hinsichtlich der Sculptur beim Götzen 
ist es erschwerend. — PI. das. DTiwEn nx T'33>r! 
wenn man die Sculpturen entfernte; vgl. auch 
npE im Piel. Ohol. 14, 1 D"'mnsm m-ia»n die 
Gesimse und die Sculpturen über den Thüren 
oder Fenstern. 

pnjnS m., nur st. c. he iinns (=bh.) die 
Oeffnung des Mundes; übrtr. Veranlas- 
sung zum Tadel. Sifra Wajikra cap. 2 Par. 2 

■jnib Nbia «r nfi3 m?:N pnp nMN3c mptt bs 



157 — 



N^ns 



mib Y'^nb nc y.nrz überall, wo in der 
Schrift „Opfer" erwähnt wird, steht das Tetra- 
gramm daneben (näml. 'nb p-.p, nicht etwa bx, 
•»na u. dgl.), um den Häretikern keine Veran- 
lassung zur Widerrede zu geben. Genes, r. sct. 
8, 9'' •jisirab i-,z yr,rz üiz'.tz rtrtx-a mp-J brn 
ms: nmar nj:im nrN an jeder Stelle, wo du 
für die Häretiker eine Veranlassung für die Irr- 
lehre antriffst, findest du auch nebenan die 
Widerlegung; so z. B. neben DTibs pl. , den 
singl. N-12 (Gen. 1, 2). E.xod. r. sct. 13, 112^ 
Levit. r. sct. 20, IßS'', wo die Schrift den Tod 
der Söhne Aharon's erwähnt, erwähnt sie auch 
ihre Schuld; -iaib abny \N3b r,ü ■jirtrü ntt' nVc 
DT'a T^n l-'bpbiptt D-'OJ'M um den Menschen 
keine Veranlassung zum Tadeln zu geben , dass 
sie etwa sagten: jene hatten lasterhafte Hand- 
lungen, vgl. ^n-iio. Num. r. sct. 2, 186* dass. 

\"12. nri3(=bh. Gmdw.riD spalten, vgl. pe 111 
und nns) weit sein. — Pi. nn-»-? überreden, 
eig. Jemds. Herz offen, für etwas em- 
pfänglich machen; gew. im Übeln Sinne: 
verleiten, verführen, j. Snh. X, 28* mit. 
der starke Ammoniterwein, j|i;r: ns rtii^n Nina 
nijTb welcher den Körper zur Bnhlerei verlei- 
tet; vgl. auch NPjw-:. Snh. 38* un. (mit Ansp. 
auf \-i3 -^12, Spr.'Ö, 16) noN nrb inps 173 wer 
hat jenen (den Adam) verleitet? Das Weib. 
Keth. 39*'' fg. nriDJan Jem., der eine Jungfrau 
verleitet, verführt". Part. pass. das. nnic;: die 
Verführte. Das. 42* fg. ^-^a rx n'n^s' du ver- 
führtest meine Tochter. — Zuweilen im guten 
Sinne, j. Kidd. III, 64'= mit. aj ^n->b ims dtsx: 
man redet ihm gut zu, einen Scheidebrief zu 
geben (bab. Kidd. 65* steht dafür •j-'cpn'C, man 
bittet ihn). Genes, r. sct. 71, Tl*" wird \-ibP2: 
(Gen. 30, 6) gedeutet: ^•^^-'□ (od. t^o:) \-id-i: 
■'b? TiriN T''bri ich habe hoch geschätzt, über- 
redet und gehoben meine Schwester über mich. 
Levit. r. sct. 29, IT^"" wird r^yi-]r\ ^sii-' (Ps. 
89, 16) gedeutet: Dw-^mn nx mPDb D''-|13-j ina 
n^Tina die da verstehen, ihren Schöpfer durch 
Posaunenschall zu überreden. — j. Keth. III, 
27'' mit. ribnaa \x (l.nn'p-'cria) i.-i\-TiDri':: -ips\-i 
ib (über die Form vgl. Spr. 24, 28) das ist zu 
erklären: dass er sie überredete oder dass sie 
ihm die Strafgelder (für ihre Schande u. dgl.) 
geschenkt hat. 

Nithpa. sich überreden lassen. Keth. 41*" 
fg. nPPiPjO T.^y: eine Jungfrau, die sich über- 
reden, verführen Hess. Genes, r. sct. 17, 17'' 
'dt piPEPnb m: •cxn r-.n ^zd^ weshalb lässt 
sich der Mann leicht überreden, die Frau aber 
nicht u. s. w.? s. nij, vgl. auch oi'S. Esth. r. 
Anf., 99'= wird dpdn (Esr. 4, 13) gedeutet: 
■■a 11:3 Dna nvsrjz p-iabttno di-i2t ib-ios 
rpT73 NT; PiNop^pV PTias-'y selbst die Dinge, 
woran sich das Königshaus ergötzt, wie z. B. die 
~>^ Theater und Circnsplätze, beschädigt diese Nation. 



TiL, Nri£ eh. (syr. ^l^=nriB) weit, breit 
sein, s. TW. 

"'ins »««sc. (eig. Part, pass.) ausgebreitet. 
Ber. 58'' aNnr; iipd Ms. M. (Agg. und Ar. 
■'■'1PS pl.; 11PD sing, ist jedoch richtiger, ent- 
sprechend Nöian, lann u. a.) der Breitköpfige; 
vgl. lat. capito, ein Leibesfehler. 

'HS »K. (sjT. ii.s,VrLs) die Weite, Strecke. 
Chull. 139'' Nb''52 •'rz'2 in der Entfernung eines 
Mil. — j. Ab. sar. 1 Anf., 39* sam ■'psa gegen 
Abend. Das. ö. Genes, r. sct. 78, 77'' dass. 
Das. sct. 65, 64'^ saOT «aan \nD ba an jedem 
Freitag Abend, s. auch TW. 

S''rn£ m. (syr. ^:ls) die Breite, Ggs. von 
NSmN: Länge. Jeb. 63* E. Elasar sah ein Feld, 
«•'Pisb Na~.D "■'a ■'nm in welchem Kohl auf 
den Beeten der Breite nach gepflanzt war. — 
"■'PID j. Keth. VII, 31" mit. crmp., s. ins. 

Snrn?, S\-nS\-l£ fem. (syr. ]LllJ) die 
Weite, Breite, s". TW. 

"'ins. 'in"'S tn. N. a. das Ueberreden, Zu- 
reden, Verführung, j. Keth. II Ende, 27* 
iHMN ■'ip-'E! nsni ■':Dn sie sagten es aus Furcht 
oder infolge Zuredens, j. B. kam. X Anf., 7'' 
un. dass. Tosef. Keth. III mit. wenn sie hin- 
ausgingen und zurückkehrten, so sind sie nicht 
beglaubigt, -^^:^1z'. ••Vün '-^'•r'^ ab» tos n'sü 
nx-^n ed. Wilna u. a. (ed. Zkrm. unrichtig Nbs 
'-1TI 'pa) denn sie sagten es blos in Folge 
Ueberredung oder aus Furcht. Exod. r. sct. 3, 
105'^ ~izi ib^ai iNDa "Pis ■'P"'P's iip-'s nbnpa 
l^y "iai73 ■'IN P"CN anfangs habe ich dich über- 
redet, aber von jetzt ab werde ich mit dir blos die 
Wahrheit reden. — Insbes. oft: Verführung 
einer Jungfrau, sowie das Recht der Ver,- 
führten, dass der Verführer gezwungen wird, 
sie zu heirathen oder Strafgeld zu zahlen (vgl. Ex. 
22, 15). Keth. 35'' ■'Ip^d xn aap Nb inb i\x 
sie (die zur Ehe Verbotenen u. dgl.) haben weder 
Strafgeld noch das Recht der Verführten zu 
verlangen. Das. 36* fg. u. ö. 

N^nS. irnS m. (arab. ^i) Edler, für 
das Gute Empfänglicher. Genes, r. sct. 87 
Anf. N-'aiya •'ib 'n -)5:n D"'üaöri ibs a-'wxpsa «"ini 
N\-is NpiJ-'b i'^mii: Ar. (Agg. ri\ic Npi;'');b) 
„Ich sah D^'NPsa" (Spr. 7, 7), das sind die 
Stämme. R. Lewi sagte: In Arabien nennt man 

das Kind N-ipD VI- Snh. 110'' dass. (mit Bez. 

auf D\NPD, Ps. 116, 6) R. Akiba sagte: Die klei- 
nen Kinder der israelitischen Frevler werden der 
zukünftigen Welt theilhaftig werden ; -»a^aa pi3 
N^PD spii^'b 'j^Tip D"'~ denn in den Seeküsten 
nennt man das Kind: nvd Edler. — Ferner 



N\1£ 



158 



rb'r\s. 



N. pr. j. Schek. II g. E., 47'' n-'\-id nn (=n3 
«■«inD) Bar Patja. 

NTlS m. rundes, hohles Gefäss, Korb 

oder Eimer (arab. ,£^ den Korb von Datteln 
ausleeren; was mit unserem W. zusammenhängen 
dürfte). Git. 69'' 'dt ^31317JT n^hd ^r\-h Nannjcb 
gegen Hüftenschmerzen (ischyadicum) nehme man 
als Heilmittel einen Eimer (oder Topf) voll Saft 
kleiner Fische und rolle ihn u. s. w., vgl. NSi'nyi;. 
Ueber B. bath. 8* s. N^;"i3. Uebrtr. Ab. sar. 
le** N7331N NTI2 eig. schwafzer Topf, bildl. für: 
Gelehrter, der infolge fleissiger Studien 
auf die Reinheit seiner Kleider nicht 
achtet, vgl. ■'72ns. Pes. 28*. Meg. 14'' und 
Ber. 50* dass. Raschi: irdener Topf. — PI. 
Ab. sar. SS*" ■'03"'72 "'m NnvPD Ar. (Agg. NrnnpE) 
die irdenen Geschirre aus Be Michse. 

"HS ver mi s ch en , zusammen rühren. 
Grndvv. ns, eig. wohl zerschlagen. Genes, r. sct. 
4 g. E. 6'' nT3 riT pnDi ü^n", -ON nnpr; bü: 
tjijjo Tu'; \-lz^ Gott nahm Feuer und Wasser, 
vermischte sie mit einander und daraus wurde 
der Himmel erschaffen. Das. sct. 10 Anf., s. 
r\vjm. Xum. r. sct. 12, 214° dass. — Part. pass. 
Sifra Tasria (Negaim) cap. 2 Par. 2 ibüDia "inün 
Dbna JiT?3ri ms T^sna "jinsn jitt:- ^''^ ^l'e 
Mischfarbe (das Gemischte) des Schnees gleicht 
dem mit Wasser gemischten Wein; die Misch- 
farbe des Kalks gleicht dem mit Milch gemisch- 
ten Blut. Das. cap. 14 „Gelb oder roth" (Lev. 
13, 49) 'finsa D-'S^Oü^a i-'niu nJ^b:: das besagt, 
dass die Aussätze von gemischter Farbe nicht 
verunreinigen. Neg. 1, 2, vgl. to. Gant. r. sv. 
niN::, 19'' nrn nr ^rwE mm a« „Feuer 
und Hagel waren mit einander vermischt" (Ex. 
9, 24). 

TjriS eh. (s}T. Pa. ^.i3=':jriE) vermischen, 
s. TW.' — Part. Peil Nid. 7* ND^■^E Nb Cnn 
riMinn irrn SD-'riD jon n73inn inn dort ist die 
Teruma (Teighebe) mit dem Getreide nicht ver- 
mischt, hier aber ist die Teruma damit ver- 
mischt. Uebrtr. Pes. 63* . . . 'j'^bi?: r^a ■'STe 
1ibi72 n-^n ■'DT3 Nb es sind (durch den Aus- 
spruch D-ibnj'T T'bi73) Beschnittene darin ver- 
mischt, enthalten; da aber sind Beschnittene 
nicht darin vermischt. 

SSnS masc. Gebund, eig. Zusammenge- 
wickeltes, Gemischtes. Chull. 105* tono 
■'DIN! ein Gebund Hölzer. B. mez. SO*" dass. — 
PL Kidd. 9* Nri-'^DPD -«iTain Gebünde von Ge- 
rumpel, Trödelwaaren. 

pf:i2n2 od. jnpiJnS >«. pl. Decken oder 
Hüllen, die zum Dienste des Götzen 
(«nans) dienen, s. TW. 

S"I2»~1S m. (syr. j^^L^ä „=p. paikar=a. pat- 



ker" u. s. w. Lagarde, Ges. Abhandl. p. 79) 
Bild, Idol, Götze, s. TW. — Jalk. I, 306"= 
-iDncn crmp., 1. = Sifre Haasinu § 309 opncr;, 
UTcauxoc, der Oberst, s. d. 

"^n? (arab. JJi-). Pi. bn: 1) drehen, um- 
wickeln. Men. 39'' Rabba bar bar Ghana 
sagt (mit Bez. auf Dt. 22, 12 und Num. 19, 15): 
bTD IN b''"3 TS die Schaufäden sollen entweder 
aus einem geflochtenen Seil oder aus einem um- 
wickelten Seil bestehen. Rab hing, sagt: abiyb 
bina NriNT Nin Ni-i^ab D-'b-'nj «•'nm li^yn b"'ns 
^^2^^\■a i-bmsi b^iy nu? nsaiN n-'b-'n; o-iio 
(anst. inbniDi l. = Jeb. 5'' inbnsT Piel) die 
Schaufäden müssen eigentlich aus einem gefloch- 
tenen Seil bestehen; das W. a"'b"'i:» (Dt. 1. c.) 
giebt blos die Zahl an; denn b■'^3 sing, würde 
zwei Fäden (da zu einem geflochtenen Seil we- 
nigstens zwei Fäden gehören) bezeichnen; a"'b'''7J 
hing. pl. bezeichnet vier Fäden, was besagt: 
Mache ein Seil und umwickele es von innen; 
d. h. die vier Fäden ziehe man durch die Oeff- 
nung des Zipfels und umwickele den unteren 
Theil mittelst eines der Fäden. Tanch. Sche- 
lach, 214'' ibncb ']"'"i:: Nim man muss die 
Schaufäden umwickeln. Num. r. sct. 17, 233'' 
dass. — 2) übrtr. verdrehen, verkrümmen. 
Genes, r. sct. 94, 92* „die Söhne Naftalis" (Gen. 
46, 24) (1. 'jibnD73) Tibrns inc . . . ■j-'bmDTa po 
"T'rn mi^y pn welche verkrümmt (schlecht) 
waren, indem sie jenes Gewebe schlecht (für 
den Götzen) anwandten, vgl. T'J HI. 

/HS cliald. Pa. b-iris (syr. '^:,.3=br;s nr. 2) 
verdrehen, verkrümmen, s. TW. 

n'7^~lS/. eig. (=b^■7S m.) Geflochtenes, 
Umwickeltes, insbes. 1) Docht. Schabb. 2, 
1 (20'') -i3n7ar! rbTs p"«- pbTr) ein Docht 
aus Bast, ein Docht aus einem länglichen Kraut, 
vgl. N-TDÖ. Das. 21* fg. u. ö. nsb nbTD ein 
Docht für die Lampe. B. kam. 20*, s. NnSESN. 
— PI. Schabb. 20'' ^^b^-:2 bios die Dochte, die 
am Sabbat nicht gebraunt werden dürfen. Das. 
21* fg. Di;73TaT nb-TE Dochte und Oele. — 2) 
Stange oder Strahl oder Kette von glü- 
hendem Metall. Snh. 52* dem zum Verbreu- 
nungstode Verurtheilten sperrt man den Mund 
weit auf; rs -^inb pmTi ribTEn rs p-'bn72i 
"33 DN (od. nTJim) n-ittim ^•'Tz '\^^h miT'i 
r573 (in Gem. das. erkl. naN bü nbTs) sodann 
macht man die bleierne Kette glühend, wirft sie 
in seinen Mund, sodass sie in seinen Leib sinkt 
und die Eingeweide verbrennt. j. Snh. VII 
Anf, 24'' un. ein Autor sagt: y?3 bo nb'rS3 
Nni:n73 nti die Mischna spricht von einer me- 
tallenen Kette (=bab. Gem.); ein anderer Autor 
sagt: Nni:n7j n"- ::s: bw nbTD3 die Mischua 
spricht von einem Naphthastrahl. Jeb. G*" Tvz 
1""3ttO bics "b T,'2 r;bN~s bTO"'3 'b was ist der 



n'-^is 



— 159 — 



ÜHE 



Unterschied zwischen dem Glühen einer Kette 
oder dem Kochen der Farbenstoffe? Schabb. 
106* dass. — Bildl. Git. 58" un. mb\-iD tu 
Tnn 123 zwei Dochte in einer Lampe, d. h. eine 
Ehefrau, die mit einem fremden Mann buhlte. 

^>r\^, Hr\1>'r\-;> eh. (syr. %,{^, j;:i^,L^= 

r;b\-i!:) Docht, gedrehter und nmgewicliel- 
ter Faden, j. Schabb. II, 4'' ob. d-'S: -^^ax '-i 
Nb-rs 3153 Nb N"b '" Nb'ns R. Ammi benutzte 
einen Docht (der mit Oel der verunreinigten 
Teruma geschwängert war); K. Laja benutzte 
einen solchen Docht nicht. Das. 532: n:ni i-'33 
'si NPb\-iD da ich den Docht eintauche u. s. w. 
Ned. 49'' n3N b« srbTD bleierner Docht, 
Kette, s. üb-?. — PI. Git. (lO" N^^^^p^-np bnjsi 
man tiechte zwei Dochte. — rtrb'nii eine Boh- 
nenart, j. Kil. I, 27* ob., Var! NnbiSD s. d. 

N/iri'S »I. N. a. (syr. "(Le^) Verkehrtes, 
Hinterlist, eig. Gedrehtes, s. TW. — PI. 
übrtr. Genes, r. sct. 71, 71'' (mit Ansp. auf 
■'nbnsj. Gen. 30, 8) Rahel sagte: Nb rp^'b^n-'E 
'dt l''"'nn •'T'-i waren denn die Windungen 
Jakob's (die verschiedenen Ereignisse und Be- 
weggründe, die ihn zur Herkunft veranlassten) 
nicht um meinetwillen? Kam er denn nicht zu 
Laban, um mich zu heirathen? 

N;?rß od. Xj'^riS »«. Adj. Jem., derver- 
kehrt, hinterlistig ist, perversus, s. TW. 

'7in'7nS m. (=bh. bpbrE) Verkehrter, 
Gekrümmter, Ränkevoller. PI. Sifre Haa- 
sinu § 308 Mose sagte zu Israel: D'j?3piy dpn 
-n.xb Nbs D^abin aPN ';\x opx D-'bipbpsi ihr 
seid Verkehrte und Verkrümmte, ihr geht blos 
dem Feuer entgegen, um von ihm verbrannt zu 
werden. 

ITliTS, CiiTS. DiTSs. d. in '-o. — j. Schabb. 
XIII, 14* un. □p-'D3 Nir; ni: bNii^o (1. on-'D3, 
gr. m~of) Samuel fing am Feiertage die Fische 
im Fasse. 

''Nir.priÖ masc. pl. die Verderber, eig. 
Schlangenartige (von ips mit eingesch. n), 
s. TW. 

]\"1£ m. (von TD, vgl. n;pie) dicke Bohle, 
die in der Breite Hegt, Querbalken. Man 
pflegte näml. in dem Zwischenraum zwischen 
zwei benachbarten Häusern einen hölzernen Pfahl 
oder eine Steinsäule aufrecht zu stellen, an wel- 
cher Querbalken angebracht wurden, deren einer 
nach diesem und deren anderer nach jenem 
Hause ausging und als Stützen derselben dien- 
ten. Die hohe, aufrecht stehende Säule wird: 
•>SNn, und die ([uerlicgende Bohle: fDZ genannt. 
Neg. 13, 2 b;:;n: lasis nsn: itdi axi rrsn p-3 
ba PN rrz•z^ ibuj pn Vjis itcs n.Nns ibia px 
lT'3n wenn an einem Hause, das mit aufrecht- 



stehender Säule und Querbalken gebaut ist, ein 
Aussatz sich an der Säule zeigt, so muss man 
letztere ganz niederreissen; wenn er sich aber 
an einem der Querbalken zeigt, so reisst man 
nur den aussätzigen Balken nieder und lässt den 
andern Balken stehen. 

jijIS m. Adj. (arab. "LH) Goldschmied. 
Tosef. Kel. B. bath. IV mit. ■jPDn -ny ed. Zkrm. 
(a. Agg. ■jPDn s. d.) das Schurzfell des Gold- 
schmiedes. Die LA. IPD scheint unrichtig zu 
sein; denn von ]r<^3, MjP'^S Lein hätte das Adj.: 
pPD lauten müssen. 

Sjn"'S m. (syr. \2lJ1, hbr. •jpe, verwandt mit 
bns: sich winden) Otter, giftige Schlange, 
s. TW. 

N^JlnS m. Adj. (arab. ^Jjli) Machthaber, 
Angreifer, tentator, s. TW. 

n2n2 Pilp. (von PPE s. d., syr. l^l^) zer- 
schlagen, zerstückeln, j. Snh. IX, 20*' un. 
^sa C D-iSiS TisPii ein Zerschlagen der Eier 
ist hier, d. h. geschmacklose Redensart, vgl. 
n^'^s. Cant. r. sv. ^:id7j5, 13° dass., vgl. auch 
yEyE. — Hithpalp. zerschlagen, zerschellt 
werden, j. Kil. VII Anf., 30^ yir-,:: -nzTit snn 
s^n PDPDP13 ns-'DT V"'"^ ''3N N7:bi: das gilt 
blos von einem harten Felsen (in welchen die 
Wurzeln der Pflanzen nicht eindringen können), 
aber an einem weichen Stein zerschlägt sich die 
Weiupflanze. 

pn? (arab. ,^^, syn. mit p3E, Grndw. ps 
= od) spalten; übrtr. öffnen, loslassen, 
werfen, j. Snh. IX, 27* mit. urzrt p;3N pr^-D 
imsiiiüi ü^zn vby iN31 T'by wenn er einen 
Wasserkanal gegen Jemdn. öffnete und das Was- 
ser kam über diesen und schwemmte ihn fort, j.- 
Schabb. I, 3'^ un. snjvj nr;b ü^^:- pjjn 'j-'ppiD 
p-a man darf am Freitag einen Wasserkanal 
nach einem Garten zu öffnen. Genes, r. sct. 16 
Anf., 16'' so lange Adam fromm war, ^'axn '1 
PPS r;E'"";723 ppiD rr- pii-: spaltete (vidi, 
verschloss) er die vier Ilauptströme mittelst 
einer Schaufel. — Pi. dass. Genes, r. sct. 51 
g. E., 51* nPN bns i^zy rriJiy nps -'S nanba 
•jnbü pn-ar; pr^z^ Krieg darfst du mit den 
Moabitern nicht führen, aber du darfst ihre 
Flüsse verstopfen (od.: ableiten). Tosef. Mikw. 
III Anf. •\•pT>z^: ed. Zkrm. (a. Agg. ipcE3). 

pnS cÄffW. (=pps) werfen, schleudern. 
Snh. 95* Nl^J rr^ ppD er schleuderte einen 
Pfeil gegen ihn, vgl. auch xpi?:. Das. 107* 
dass. Pes. 62'' rT'3 pPD sbp bpa er nahm eine 
Erdscholle und warf sie gegen ihn. B. kam. 35% 
s. np"t;. Git. 68'' "sie nsa r3n.x rppPD er 
warf ihn 100 Parasangen. Ab. sar. 17'' dass. 



nn^E 



— 160 — 



■lins 



pn"'S. SJ^iTS masc. (syr. iAiVs = N];üB, gr. 
uiTxaxwv) eig. Zettel, Blatt aus der 
Schreibtafel oder die Schreibtafel, j. 
Sot. I, 27'' un. 'dt pn-'S m mns schreibe 
einen Zettel u. s. w. Num. r. sct. 9, 203'' 
dass. B. mez. 86* NS-ip-i» »pn^D bsi: ein 
Zettel (oder Edikt) fiel vom Himmel herab. 
Kidd. 70* vgl. n373TrT. Das. 73'' «pnD ibn ein 
Zettel hängt an' dem aufgefundenen Kind, als 
Zeichen, dass es kein Findling ist. Hör. 13'' 
(1. NpnD3) Npooa Nn-'-'^np iinna nrt sie schrie- 
ben die Fragen auf einen Zettel auf. Trop. 
Sot. 12* Jochebed hatte vpährend ihrer Schwan- 
gerschaft keine Schmerzen; miipni: D^iösb 1X373 
Wn ba ripiT^öa ttt «bia daraus ist zu ent- 
nehmen, dass die frommen Frauen nicht auf dem 
Zettel der Eva standen; d. h. nicht das Ver- 
häugniss derselben, Schmerzen der Schwanger- 
schaft zu haben, theilten. Snh. 102" „Jerobeam 
ging aus Jerusalem" (1 Kn. 11, 29), Nsr^ta 
DbiaiT» bu) npH-isa das bedeutet: er ging aus 
dem Verzeichniss Jerusalems fort, d. h. er ge- 
hörte nicht mehr dorthin, j. Bic. III, 65** mit. 
•'273n73 n-iby b-iap Nbi Npnion mrr niT^ 'n siin 
auch R. Jona stand auf dem Zettel (der zu 
wählenden Häupter in der Akademie); er nahm 
es aber nicht an, angestellt zu werden. — PI. 
Snh. 17* T^pHE. Das. ö., s. Npu^s. Genes, r. 
sct. 91, H8'' i-ipriB bnp?: ü^ap r-iäs» i7:n mm 
'dt dort befand sich Menasche, der die Zettel 
annahm u. s. w. Num. r. sct. 4, 189*''. Das. sct. 
19, 237<= u. ö. 

«I^jT£ od. N|^P?/. l)(syr. \Ä:J) Pokal, 
Becher, s. TW., vgl. jedoch Nnps. — 2) 
(=Nnpc trnsp. s. ü-^b) Thal, Bruchthal. 
ChulL 31* NppD NbiDT -isyb mb ^wa-i er 
hält bereit den Staub des ganzen Thaies; viell. 
jedoch crmp. aus snps. 

")nÖ (=bh., eig.=:arab. Ixi spalten, Grndw. 

ns) deuten, erklären, auslegen, syn. mit 
uffis und TCD s. d. W.; insbes. von Träumen. 
Ber. 55'' nns Dys dbunnia rn m^aibn i-in-ic -ib 
HT ib "inau: r,■l2^ DbiD bi:N ^nDbm mbn innbn 
rtT "ib "ins Nb 24 Traumdeuter gab es in Jeru- 
salem. Einst hatte ich einen Traum und ging 
zu Allen; aber die Deutung, die mir der Eine 
gab, gab mir nicht der Andere. — Nif. das. 
Öibn 'Jim "iF|s:ia mbn ein Traum, der in einem 
andern Traum gedeutet wird. 

"ins chald. (=-1112) 1) deuten, erklären 
überh.; für Träume deuten steht gew. nas s. d. 
Tam. 32* Alexander von Macedonien fragte die 
Gelehrten des Südens : Wer ist der Klügste un- 
ter euch? «m '[■'inü tnriD NsbiD mb inas 
N3-ins nnD ^jb masn urb^n bD sie antworteten 
ihm: Wir sind alle von gleichem Werth; denn 
Alles, worüber du uns gefragt hattest, erklärten 



wir sämmtlich auf gleiche Weise. Keth. 107'' 
■'sn "»biD rf3 irr'nnD habet ihr so viel erklärt? 
Sehr oft in j. Gem. j. Ber. II Ende, 5'^ N2X h''^-^ 
bs'ibna pHD nriD ich kann das erklären nach 
der Ansicht des Rabban Gamliel. Das. VII, 
11* un. bNy73U3'' 'nD inDTi du kannst das nach 
Ansicht des R. Ismael erklären, j. Maas, scheni 
IV, 55'' mit. j. Dem. IV, 24» ob. j. Ab. sar. 
III, 43'' mit. u. ö. Insbes. oft niit'd nns s. den 
nächstflg. Art. — 2) eig. erschlaffen, nach- 
lassen, fatiscere; übrtr. (von Farben) kraft- 
los, dunkel sein. Part. Peil Nid. 20* Nrt 
■■•nTiDa Nn ■'T^ibia Ar. (Agg. i-nns) hier ist die 
Rede' von hellrothen Kleidern, dort aber von 
abgetragenen (schmutzigen, schwarzen oder schä- 
bigen) Kleidern. Raschi: ■'-nn3 Mappen und 
Laken der Badediener, welche schwarz sind. 

Pa. auflösen in einer Flüssigkeit, j. 
B. mez. IV Ende, 9"* riTimno nnoM mn er 
löste auf, weichte seine Siebe, vgl. ntto. 

nnS. N"in''S m. l) (=N-i\ä-'E) Erklärung, 
Deutung. .Jeb. 97'' inD npo iDb bis^'b es ist 
euch zugefallen etwas Geheimnissvolles (Räthsel), 
das der Lösung bedarf, j. Schebu. I Anf., 32'' 
■j-nn NinE nb nns er gab hierfür eine andere Er- 
klärung, j. Dem. VII Ende, 26"= Nbx "^b l""« 
nV2i'p N-in"'D '[■'nriD du hast blos die erste Er- 
klärung anzunehmen, j. Nas. V Anf., 53^ un. 
!T')3T' 'ti mnBD wie die Erklärung des R. Jir- 
meja. — PI. j. Pea IV, 15'' mit. •[1b^s3 nib ipd 
j{in-ipi3 er erklärte es ihm durch folgende Er- 
klärungen, j. Git. VIH, 49° mit. Nnii-inD ';'<b''Na 
(I. Nii-inD) dass. j. Erub. IV g. E., 22* nb ins 
linriE •ji-in er gab hierfür zwei Erklärungen, 
j. Pea VII, 20* mit. u. ö. — 2) (=ii"iiai2 s. d. 
in 'ns, gr. Tionjpiov) Becher, Pokal. PI. j. 
Ab. sar. II, 41" ob. «113-3-1 NijjnniB grosse 
Becher. 

N"linS m. Adj. (syr. ((als) Deuter, Er- 
klärer. Khl. r. SV. TiTip BN, 94"* snnn brs« 
Ni?3bn "nriD ^aab Nn^iabn jener Schüler ging zu 
einem Traumdeuter. Vgl. Tanch. Balak, 230'' 
wo auch nniPE (Num. 22, 5, wie rriinE gedeu- 
tet wird) m'inb" -iTH riTi m72ibn nnis' nbnrn 
'dt DDTp anfänglich war Bileam ein Traumdeu- 
ter, später aber wurde er ein Zauberer. Num. 
r. sct. 20, 240" dass. (Ebenso übersetzt der 
Samaritaner mins durch mTUJE="nns, Gen. 
40, 8, durch müD; vgl. S. Kohn, Samaritanische 
Studien, S. 67.) 

SjiinS m. (hbr. liins) Deutung, Erklä- 
rung, von Träumen, s. TW. 

]nnS »2. (vomnE nr. 2) kraftlos, schwach, 
mager. — NHTannE /. Schwäche, Mager- 
keit, s. TW.; vgl! 'Fleischer, das. H, 574". 

"lins, SninS masc, NniinS/. (syr. Jo.\i 



T T : 



161 — 



NNi* 



J5=;.s) Tisch. Stw. nns von ns: weit, breit, 
aasgestreckt sein, vgl. ~nbiä und 'jnri. Cant. 
r. SV. yyT:D, l?"" M-nns n-no „sie ordnete den 
Tisch" (Jes. 21, 5). Schabb. 36* u. ö. N-ir= 
N-iiPD NmiPD NmiPD was früher: n-ipd 
(grosser Tisch) hiess, heisst jetzt: Nmin-3 
(kleiner Tisch), was früher NornnD hiess, heisst 
jetzt: Nmrs, vgl. Nri-i:iisn. Taan. 25" die Frau 
des R. Chanina bar Dosa erzählte ihrem Manne: 
Kam- N-nnDN ■'baxT ■'p'^ni: ■'T'rr NJabnn •'NTn 
•'nm NmnDN nbat* rxi ^j'id nbn rfb p\st 
'di •'"HD ich sah im Traume, dass die Frommen 
in der zukünftigen Welt an einem goldnen Tisch, 
der drei Füsse hat, essen werden, dass du aber 
an einem Tisch, der blos zwei Füsse hat, essen 
wirst. Man hatte ihm nämlich infolge seines 
Gebetes vom Himmel einen Fuss des goldenen 
Tisches {anrns Niir^T n?":) in) herabgereicht. 
Seine Frau sagte ferner zu ihm: b'2Vii "jb nit'j 
NninsN i:ni ütczi a-i-,r\£n aizby •'bi: -ibsN 
'31 ~on':"7 wurde es dir denn gleichgiltig sein, 
dass, während alle Anderen an einem vollkom- 
menen (dreibeinigen) Tisch essen, wir an einem 
mangelhaften (zweibeinigen) Tische essen sollten. 
(Ms. M. hat hier überall N3n anstatt Nmni:.) 
Schabb. 129* s. dd^'^. — Ferner Nmrs Pethora, 
N. pr. j. Schek III, 47° mit. u. ö., vgl. Nbnc I. 

n^Snlni; m. Adj. (=hbr. •'rnb.-i, Tpa-s^i-r»]?) 
Geldwechsler, eig. der am Wechseltisch sitzt. 
ChuU. 54'' riNmr-: N3m^ Ar. (Agg. r.zn 'n) Jo- 
chana, der Geldwechsler. 

IJtl'nS HI. Adj. Jera., der nächst dem 
Könige den zweiten Rang einnimmt, s. 
TW. — ijäns s. laänE. 

DriB (=bh., arab. ^^^ Grndw. rc, wovon 
auch TD, nns u. a.) 1) brechen, spalten, 
zerbröckeln. Men. 18*'' ... pps Nbl bbn Nb 



nm-:: DTS ';rrSw in wenn man das Mehl- 
opfer nicht mit Oel umrührte oder nicht zer- 
brockte, oder wenn man es in viele Stücke zer- 
brockte u. s. w. Das. 75*'' -■'T2 inniD ibiDT 
alle Mehlopfer zerbrockt man in Stücke von 
der Grösse einer Olive, j. Ber. VII, 10* un. 
steht dafür iptd ihr Zerbrocken, näml. vom 
Sbst. nnTs ( = irnTD). — 2) (=td, nri-is 
s. d.) überreden, verführen. Part. pass. 
j. Keth. I Anf., 24"* nnw: psa r;3i:N pso wenn 
es zweifelhaft ist, ob sie genothzüchtigt oder 
verführt wurde. 

riiypSif. X. a. 1) das Zerbrocken. Men. 
75* in der Mischna: alle Mehlopfer, die in einem 
Gefässe zubereitet werden, nn^D mnyu bedür- 
fen des Zerbrockens. Gem. das. mmb nnia 
nPTDb pinr^n bs das W. nn:» (Lev. 2, 1) be- 
sagt: dass alle Mehlopfer des Zerbrockens be- 
dürfen. Das. 75* R. Simon sagte; D^inr r<r,t'2 
Ina ';-'NC ^icr r.rT-: pa i\x n^n-: ps pn:-:T 
nn\-iD '\r,3 ^^ r;2:r:p ■jna ■;'nc bn r.-^i-'-zp beim 
Mehlopfer der Priester und beim Mehlopfer des 
Hohenpriesters (Lev. 5, 15) findet das Zerbrocken 
nicht statt, weil bei ihnen das Entnehmen der 
Handvoll (Lev. 5, 8) nicht stattfindet ; wo aber 
das Entnehmen der Handvoll nicht stattfindet, 
findet auch das Zerbrocken nicht statt. B. kam. 
19'' un. rtn-nsT n^^rts Ebiyb Ar. sv. td (Agg. 
Nmrsi) hier ist die Rede vom Vieh (nicht vom 
Wild), welches Brot in Brühe zerbrockte; was 
nicht seine Art ist. — PI. Men. 18'' u. ö. 
niP'Piin die verschiedenen Arten des Zer- 
brockens. — 2) concret. der Brocken. PI. 
DT'Pü. Men. IS*". 75'' nPTB sbi DTTDb riPis 
DTT-Jb das Mehlopfer (Lev. 2, 6) soll man in 
Brocken theilen, aber nicht einen Brocken in 
mehrere Brocken, vgl. ~,i~pü. 

Xn»T£, SnniS Brot, s. NP-E. 



'^* 



jk Zade, der achtzehnte Buchstabe des Alpha- 
bets, wechselt oft mit den ihm in der Aussprache 
verwandten Zischbuchstaben, mit t, und -ä, 
ferner mit ü, s. d.; vgl. auch p. — Zuweilen 
wird 1: (ähnlich dorn 0) dem Stamm vorgesetzt, 
z. B. Dnbs (=3r;bö, von nnb) brennen, ent- 
zünden: vgl. •'31:, r!3:i, Nn^, syn. mit ^as, nns 
■wollen u. m. a. 

Lett, Nouhcbr. u. Chald. VVörterbnch. IV. 



SS^' ^S^schmutzig, hässlichsein. Part. 
^n:; (syr. ]],) hässlich, schmutzig, j. Ter. 
XI Ende, 48'' V'*^ T"'"''^" '^T' "-" b3N- p-'33 
"■'n l'^pOJTi/^ im Trauerhausc, wo die Anwesen- 
den schmutzige Kleider tragen, werden sie sich 
mit den Lichtern beschäftigen. j. Taan. I, 
64"^ ob. ■;\s^ ';":n-j schinutzige Kleider, Ggs. 

21 



arn'j 



— 162 — 



V^P^ T'3Nn reiue Kleider. Levit. r. sct. 5 
g. E., 150^ i-iNis: !Ti3M (1. 1''NJ:) seine Kleider 
waren schmutzig. — Pa. (syr. jj.) beschmutzen, 
besudeln, als Schmutz verachten. j. 
Schabb. IX, ll** mit. wird n:: (Jes. 30, 22) ge- 
deutet: inbaD inNi: (letzteres W. zur Erklärung 
unseres Ws.) verachte den Götzen als Schmutz, 
j. Ab. sar. III, 43* un. dass. 

NflS;^*/- (syr. \iV., syn. mit hbr. riNi:) Häss- 
lichkeit; trop. Sündhaftigkeit, Schlech- 
tes, s. TW. 

X"S>' s. n::i:. 

*SjJ comm. (=bh. Stw. •[NS=i3i:, arab. ^j^ 
dünn, abgezehrt sein) Kleinvieh, bes. Schafe. 
Trop. Genes, r. sct. 42, 40'^ Achas sagte: ■[■'n DK 
•{■'S DN in:; 'j-'N a''t5\-i i^n qn d-'Ot i^n d^^t^ 
□bii' 'j-'N ni'n i'^n dn r.y^~^ i""« inj: giebt es 
keine ßöckchen, so giebt es keine Böcke, giebt 
es keine Böcke, so giebt es keine Schafe, giebt 
es keine Schafe, so giebt es keinen Hirten, giebt 
es keinen Hirten, so giebt es keine Welt; d. h. 
ich will die Kinder vernichten, damit keine 
Schüler, keine Gelehrten u. s. w. seien. ' — B. 
mez. 5, 6 (70'') bna in:: eisernes Kleinvieh, 
Eisern Vieh. Vgl. Tosef. B. mez. V b^pjJ 
asT ibo y^:^r,^ m^ibnm ipon;: brnn -[n:: ms 
r:cb 1^- brna ■jn:: iht-int •;mi-',nN3 n^-^n -\di2 
rtaizn ybv rtvnD:.' in inn nb ~■2n^ tn:; riNU 
ybo ■'br nbi'- nriNi -jbc iiT-iam nnbnn nnr bö 
mcN '-2TinNn nnj<T imx bza der Mann darf 
Eisern Kleinvieh von seiner Frau übernehmen 
(d. h. es ist nicht als Wucher anzusehen, s. w. u.), 
dass die Geburten und Schuren ihm gehören 
sollen und dass er, wenn die Thiere verenden, 
das Fehlende ersetzen müsse. Was ist unter 
Eisern Kleinvieh zu verstehen? Wenn Jem., 
der 100 Schafe vor sich stehen hat, zum An- 
dern sagt: Diese sollen dir auf 100 Golddenare 
angerechnet sein, ihre Geburten und Schuren 
sollen dir gehören; dafür aber sollst du mir 
nach Ablauf einer bestimmten Zeit für jedes 
Stück einen Sela geben; so ist das wegen Wu- 
chers verboten; vgl. ^or, rrii". j. B. mez. V, 
10° ob. dass. B. kam. 89* u. ö. bT"i2 'jNlt •'DD2 
die Güter des eisernen Kleinviehs; d. h. solche 
Güter, welche die Frau ihrem Ehemanne als 
sein Eigenthum verschreibt, wofür er die Summe 
des Werthes derselben ihr im Scheidungs- oder 
Todesfalle auszahlen zu lassen sich verpHichtet. 
Jeb. 7, 1 (66*) bn3 •jni: innr Sklaven des 
Eisern Viehes, Ggs. :nb73 ina?, s. jib?^. j. Jeb. 
VII, 8* ob. u. 0. 

Der gütigen Mittheilung des Herrn Prof. 
Momrasen verdanke ich hinsichtlich des „Eisern 
Viehes" einigen Aufschluss — womit im Wesent- 
lichen Herr Prof. Brunner in seiner geehrten Zu- 
schrift übereinstimmt — ; der Inhalt dieser ge- 
fälligen Schreiben soll hier auszugsweise mit- 



getheilt werden: Betreifs der Mitgift ist (wie 
oben zu ersehen) der Gegensatz der dos non 
aestimata und dos aestimata. Werden die 
Dotalgegenstände ohne Abschätzung hingegeben, 
so werden sie bei Auflösung der Ehe so wie sie 
sind, zurückgegeben und sind sie untergegangen, 
so trifft der Schaden die Frau. Werden sie ab- 
geschätzt gegeben, so können sie nicht anders 
zurückgegeben werden, als unter Deckung der 
inzwischen eingetretenen Vernutzung von Seiten 
des Mannes, und insofern kann eine Heerde, ein 
Sklave, die dazu gehörten, allerdings „eisern" 
genannt werden. Der Ausdruck ist unrömisch, 
aber die Bestimmung selbst entspricht dem römi- 
schen Rechte . . . 

Dies gilt auch hinsichtlich der Pachtung, bei 
welcher auch nicht selten der Verpächter das 
ihm gehörende lebende Inventar dem Pächter 
abgeschätzt hingab. Das war auch im gleichen 
Sinne „eisernes Vieh" . . . 

Das germanische Recht hat für gleiche Ver- 
hältnisse gleichen Ausdruck. Die Ausdrücke 
„Immervieh, Immerrind" gehen bis ins drei- 
zehnte Jahrb. zurück; und auch im Dänischen 
und Czechischen finden sich ähnliche Benennun- 
gen. Ist das nicht blos ein zufälliges Zusam- 
mentreffen, so könnte leicht der jüdische Sprach- 
gebrauch (brnn •jNi:) der ältere sein u. s. w. 

Hinzuzufügen wäre noch, dass auch Herr 
Dr. jur. Honigmann mir vor längerer Zeit 
freundlichst mitgetheilt hatte, dass auch das 
deutsche Recht einen sogenannten „Eisernvieh- 
Vertrag" kennt. Dieser besteht darin, dass 
der Verpächter eines Gutes dem Pächter einen 
bestimmten Viehbestand (lebendes Inventarium) 
übergiebt, und der Pächter sich dagegen ver- 
pflichtet, bei Aufhebung der Pacht, dieselbe Zahl 
und Qualität an Vieh zurückzuliefern. Was der 
Pächter zum Ersatz der eingehenden Stücke an- 
schafft, wird ipso jure sofort Eigenthum des 
Verpächters, ohne dass dieser die Gefahr (casus) 
zu tragen hat. Deshalb, weil eben dieses 
Vieh für den Eigenthümer niemals unter- 
geht, trägt es den Namen „eisernes Vieh" 
u. s. w. 

ISJ» 1) (arab. 'Lo) gehen, schleichen. 

Ab. sar. 30* itn^ ap mm N-i-nn Ninnb rr^m 
rfnnb •^nsT Ar. (Agg. in::n) er sah eine Schlange, 
die herbeischlich und zu ihm kam. — 2) (Part, 
von -i^i:) umwickeln, zusammenbinden. 
Ab. sar. 30* Npsnca ni-iNi: Ar. (Agg. i.-iiTisi, 
Ms. M. rr'T'"'!:) er wickelte um ihn (den zurück- 
gebliebenen Wein) einen Lappen, vgl. spanD. 
Men. 37'' rr'Taibji, rr^-iNUT in73 ■'NM Ar. (Agg. 
rr'initn) wenn Jem. seinen Mantel umwickelt, 
zusammenrollt u. s. w. 

2JJ»i. (=bh. Stw. 23i:, arab. _^) Eidechse, 
eig. die Schleichende. Sifra Schemini cap. 6 



N2: 



— 1G3 — 



':ii' 



Par. 5 32: b'C D-'r:3 nn-; in:r:b n2:n nr 3j: 
Nm:»bai D^rcin pi -^mnn unter ri: (Lev. 
11, 29) ist die Eidechse za verstehen; "inlirab 
fügt hinzu die verschiedenen Arten der Eidechse, 
näml. den Chabarbar, den Sking (s. Bd. III, 422*) 
und den Salamander. Chull. 127* dass. (wo jedoch 
mir anst. "a-iin steht). Das. R. Huna bar Torta 
erzälilt: si:ii ai:n Vr "jinD ni-c cni \-t'n-i 
arrirD« "mj' ich sah, dass eine Schlange sich 
um eine Eidechse ringelte (begattete), aus wel- 
chen der •^^~ty, s. d. abstammte. Exod. r. sct. 
15 g. E., 116* 3sn ns iriNnm nna^n ps riyr 
Gott erschütterte das Festland und zeigte dem 
Mose die Eidechse. Lewys. Zool. d. Tim. S. 230 
fg. versteht unter 31: die Kröte; vgl. auch 
Fleischer im TW. I, 425''. 

S^Jf oder S'2^* eh. (=3::) Eidechse, s. TW. 

NZ*"!^ eh. (:=hbr. 3::) Sänfte, vom sanften, 
über dem Boden hingleitenden Gange so be- 
nannt, s. TW. 

Z"*^. X2"'i* s. d. in '^2:. — N32: wollen, s. 
■3i:. 

N^AW. (=::bh. Grndw. 3s verbinden, vgl. n3K) 
Heer, Schaar = nn3, eig. Verbundene; übrtr. 
(=b^n) Macht. Genes, r. sct. 10, 10"= (mit Ansp. 
auf }*32:, Hi. 7, 1 und 14, 14) ib N32: r;3T as 
bs3 15 X3S iT'3 nby t^dd r;33 rby N3j: ixb dni 
ib N32: ir'^'^sm in2 bss T^by N3i: r7:T -137:73 
'^^ T'b;' N3i inpam i;nj •]ir3 mw ist der 
Mensch tugendhaft (oder: glücklich), so ist die 
Macht für ihn, wo nicht, so überfällt ihn die 
Macht; führt näml. der Mensch ein Gebäude 
auf und es gelingt ihm, so besitzt er die Macht; 
stürzt er aber vom Bau herab und stirbt, so 
kommt die Macht über ihn; isst er Brot und 
es bekommt ihm, so ist es eine Macht für ihn; 
wenn es aber in seiner Kehle stecken bleibt 
und ihn erwürgt, so ist es eine Macht über ihn. 

— PI. das. n-n mxb rihpn r,:r2 D''5?32: T,i-\n 
'dt ibc I^VT j'i3Pb viele Mächte bereitete 
Gott für den Menschen, um seine Gerechtsame 
(Strafe, Sixaiov) einzufordern, die vielen Bären, 
Löwen, Schlangen u. s. w. Cant. r. sv. ^•^?3a^;, 
14"'' bc N3i:3 ms3:!:3 ynssn a''7:iaa lyaan 
risai: ir-:;3 n-üi: ba ^32:31 nbr?: Gott „be- 
schwor" Israel bei Himmel und Erde, denn 
mN32:3 (HL. 3, 5) bedeutet: beim Heere des 
Himmels und beim Heere der Erde, bei den 
zwei Heeren. Das. noch andere Deutungen. 

— D"'N3S Gazellen, s. ■'3S. 

n21if/c)». (verk. aus ri35i:n s. n) Gestell 
einer Kanne in Form eines Dreifusses. 
j. Erub. V, 22"= un. nsis c-'iiays wenn die 
Häuser in Form eines Dreifusses stehen. In 
der Parallele n3ii:n s. d., vgl. auch -,31:. 

12a. Srn2j|/. (syr. a=., |2.ai=., von 131:, 
nas s.d.) das Verlangen, Wollen, Wille. 



Dan. 6, 18, s. auch TW. — Jom. 86'' un. ^3 3-1 
T-i^cs: 132:3 "3- -;-:s n^t p-'-ib p^:: mr; 
•jp-'-ii T^3? Nin rr'b ri\-ii3 133:1 p'c; Nbüpb 
nN-2:-'3 r;N-'3 «nris •'Sibi b^^y r;\-i"'3b als Rab 
zu einer Gerichtssitzung ging, sagte er von sich 
selbst Folgendes: Aus freiem Willen geht er 
dem Tode entgegen (d. h. der Gefahr, ein fal- 
sches Urtel zu fällen), doch erschwingt er dabei 
nicht seines Hauses Bedarf (das von seiner Fa- 
milie verlangte, da er das Richteramt unbesol- 
det verwaltete), leer wird er nach Hause gehen; 
dass die Heimkehr so sündenlos wäre wie der 
Hingang! Das. 87^ wird in Agg. dass. auch 
Namens Rabas erzählt; was jedoch weder im 
Ms. M. noch in der Parall. Snh. 7'' steht. 

~n2j>. "in2"'i* (samarit. ly^-^, rr^::, mit 
Wechsel von n und ;'; zuweilen -,n3X crmp.) 
eig. Sbst. Weniges, ein Bischen; gevr. jedoch 
als Adv. wenig, paulnm. Das W. ist zusam- 
mengesetzt aus 3''J: (32:) und in, eig. ein Fäser- 
chen, s. 3''2:, vgl. auch Fleischer, Xachtr. im TW. 
II, 574''. Das W. kommt oft in j. Gem. und 
zuweilen in den Midraschim und j. Trgg. vor. 
j. Ber. I, 3'' ob. ■j-iia"'» (nn3^2:) nn3''2: •ji:-'Nt r^ •ja 
da es nur wenige Verse sind, so wird man die 
Gedanken darauf richten, j. Schabb. I, 3* un. 
dass. j. Pea VII Anf., 20"* Na-iJoi nn3''2: N3^7: 
in3"'S von da ein Wenig und von dort ein 
Wenig, j. Kil. VI, 30'' mit. j. Chall. II g. E., 
58*. j. Erub. VIH Anf., 25». j. Jom. VI, 43* mit. 
nn3'':i 'l'^aniN warte ein wenig, j. Suc. V, 55'^ ob. 
p^bD72i '7n3^2: (1. biab"a73) b"::bion n'^b r^n mr: 
nn3''2: pbc73i nn3^2: (bebe?:) bcbic?: nnaii: 
David sah den Saul w-ie er seine Hülle eine 
kurze Zeit über den Körper herabhängen liess 
und eine kurze Zeit sie entfernte; bald darauf 
wieder eine kurze Zeit sie herabhängen liess 
und eine kurze Zeit entfernte, j. Keth. VI, 30* 
un. s. N-'-i. j. Taan. III, 66"= ob. Genes, r. sct. 
39, 37* 'u. ö. 

I22Ä* (=bh. syn. mit yas s. d.) anfassen, 
darreichen. Chag. 22'' wird ni:''3i:r; r''3 er- 
klärt: iU3ii:':i aip73 die Stelle des Gefässes, wo 
man dasselbe anfasst, um es Anderen zu reichen. 

ni^''2'4 fem. N. a. das Anfassen, Darrei- 
chem Chag. 3, 1 (20'') r;-j-'32:n n'>3 die Stelle 
des Anfassens, Darreichens, d. h. der Henkel 
des Gefässes. Das. 22'' r;ü-'3i:r: r-'3 Ms. M. 
überall (Agg. nt^airn). Kel. 25, 7. 8 .113 
-:;-'32:r; n'3 . . . ir:3''32: R. Sirason z. St. (Agg. 
nyi32:- n'^a). Tosef. Kel. B. bath. III g. E. 
dass., vgl. nr-iai:. 

"2^', n:;** (=bh. Grndw. 32:, arab. L.^ 
Conj. I und |.a.«ö Conj. III imminuit in rem) 
eig. sich hervorbringen, beugen, neigen, 
dah. anschwellen, j. B. kam. VIII Anf., 6'' 
wird rTn3n . . . n^ia (Ex. 21, 25) erklärt: 

21* 



— 164 — 



lins 



r2Si ib;-. :iD by raii m- :!= V? iiDCn t^id 
er brannte Jeradn. mit einem Spiess an der Hand- 
fläche, wodurch sie anschwoll, oder an der Fuss- 
sohle, wodurch sie anschwoll. Das. ö. — Nif. nai:: 
angeschwellt werden, j. Sot. V Anf., 20» ob. 
nbn mDTn -i7:iN ■•:« nm» iv~'^ n51 ims ipnn 
ria^:5^ nnö iibi;» D-^'o -laiN ^2n «bs . . . nb 
edd.^Amst. und Sitom. (ed. Krot. crmp. rna 
r-iairn fem.) wenn das bittere Prüfungswasser 
(das die Sota trinkt, Num. 5, 17 fg.) bei dem 
Manne, nicht aber bei der Frau das Anschwel- 
len des Leibes bewirkte, so nimmt man an, dass 
die Verdienste ihrer sonstigen Tugendhaftigkeit 
ihre Strafe hinhielten. (Dort wird näml. behaup- 
tet, dass das Prüfungswasser, welches die Buh- 
lerin trinkt, nicht blos bei ihr, sondern auch 
beim Buhlen die Strafe der Anschwellung des 
Leibes bewirke; dass ferner nach Ansicht eines 
Autors, die Tugendhaftigkeit sie zwar vor An- 
schwellung des Leibes schütze, dass sie aber 
dennoch hinsieche, vgl. -[ii;. Woher kommt es 
also, dass, wenn bei ihr gar kein Kennzeichen 
der Strafe sich zeigt, dem Manne der Leib an- 
schwillt? Worauf die Antwort:) Ich nehme an, 
dass er nicht zugedecktes Wasser (in welches 
eine Schlange ihr Gift geworfen haben mochte, 
vgl. i^b'^a) getrunken, infolge dessen sein Leib 
anschwoll. Das. auch im umgekehrten Falle: 
nbn mar- ^a^N ■'In ims ipnn «bi nrns ipnn 
n-inüii nnö i^brM u-'iz -i;jin ■>:« Nbx ... n^b 
wenn das Prüfungswasser bei ihr, aber nicht bei 
ihm tlas Anschwellen bewirkte, so nehme ich 
an, dass seine sonstige Tugendhaftigkeit ihn ge- 
schützt habe. Allein, wird entgegnet, in dem 
Falle hätte sich ja das Kennzeichen der Strafe, 
das Hinsiechen bei ihm zeigen müssen; daraus 
aber, dass dies nicht erfolgte, musste auf seine, 
und also auch auf ihre Unschuld geschlossen 
werden; woher also kommt es, dass ihr Leib 
angeschwollen ist? Antwort: Ich nehme an, 
dass sie nicht zugedecktes Wasser trank, infolge 
dessen ihr Leib anschwoll. 

PL naa, sas anschwellen machen. 
Uebrtr. Tosef. Peä IV mit. nona ns r!32:nr: 
wenn Jem. thut, als ob sein Leib angeschwollen 
wäre (eig. er macht ihn anschwellen), um das 
Mitleid der Menschen zu erregen, j. Pea VIII, 
21'' ob. snSTan dass. 



'ZÄ, KZa cliald. (syr. ^.=hbr. ■'nN, natj) 
wollen, Lust haben. Dan^ 4, 14. 22 fg., s. 
auch TW. — Snh. 65'' ein römischer Feldherr 
fragte den R. Akiba: ib T3n ü-'izivz nv nm 
r;: rao •'as ■'TaT rr^b i?:« ^131572 nas nm 
^as ■'itt-i was ist der Unterschied zwischen dem 
einen Tag und den anderen Tagen (d. h. zwi- 
schen dem Sabbat und den Wochentagen, woher 
denn seine Bevorzugung)? Jener entgegnete: 
Was ist denn der Unterschied zwischen einem 
Manne und den anderen Männern (d. h. woher 



deine Bevorzugung als Feldherr)? Letzterer ent- 
gegnete: Weil mein Herr (der Kaiser) es so 
will. Worauf R. Akiba: Auch den Sabbat will 
mein Herr (Gott) bevorzugen. 

•"^^ m. (=bh., eig. Lust, Verlangen) Ga- 
zelle', zum Hirschgeschlechte gehörend; daher 
oft: Hirsch, j. Git. II, 44" un. pp b? lanD 
,^^_ ^venu man den Scheidebrief auf das Hörn 
einer Gazelle schrieb. Keth. 107'' vmrn n-:ri 
laiin pp by er legte sein Geld auf das Horu 
der Gazelle, d. h. er wird um sein Geld kom- 
men, ebenso als ob er es auf das Geweih der 
Gazelle gelegt hätte, da letztere schnell läuft 
und das Geweih oft von ihr abfällt. Das. 112* 
(mit Ansp. auf -as nbn:, Jer. 3, 11») Palästina 
wird der Gazelle verglichen; Tny ^N ^as n^a 
n-im-i-'D npTna nrx bs-iia-' yi'* ^** ''"^^^ P"'"" 
so wie das abgezogene Fell der Gazelle nicht 
mehr den Körper derselben einschliessen kann, 
ebenso wenig kann Palästina seinen Ueberfluss 
an Früchten fassen. Nach einer andern Deu- 
tung das. y-iN qs nrnn hoiz bp r,t ■'ai: nw 
n^mi^s PN busab m^nNn ba^a nbp bsnu:^ so 
wie die Gazelle schneller als alle anderen Thiere 
ist, ebenso ist Palästina schneller als alle an- 
deren Länder im Reifen seiner Früchte. Exod. 
r. sct. 32, 131'' noch andere Deutungen des er- 
wähnten Bibelverses. Cant. r. sv. ^im ma, 34<= 
„Gleiche der Gazelle" (HL. 8, 14); riT ■^as n73 

nns nr:i>T nmns nnx ns^'y r-^ »<^^^ "^^.^ 
'3^ -3 -j:i53p so wie die Gazelle, wenn sie 
schläft, ein Auge geöffnet und ein Auge ge- 
schlossen hat; ebenso sieht Gott auf Israel, 
wenn es tugendhaft ist, mit seinen beiden 
Augen ('n ■^ry, Ps. 34, 16), wenn es aber nicht 
tugendhaft ist, blos mit einem Auge ('n y», 
Ps. 33, 18). Chull. 59'' mbi:i273 V^t "^^ '^^^ 
Gazelle, deren Hörner nicht gezackt, gabelförmig 
sind, vgl. b^E (wo jedoch 59 anstatt 39 zu lesen 
ist).' Raschi' erklärt hier unser W. durch „Stein- 
bock" pifr^-JO, da das Geweih der Gazelle 
gabelförmig ist; was jedoch von den Tosaf. 
verworfen und von ihnen mbilioa durch krumm- 
gebogen erklärt wird. Lewys. Zool. d. Tlmd. 
S 113 muthmasst darunter das Reh. Kidd. 
82b n. ö. — PI. Genes, r. sct. 31, 30" D'sai: s. 
a^sin. Schabb. 128* D^'^ai: dass.; s. auch «as. 
Tosei Bech. III mit. D^^ai m-n» die Felle der 
Gazellen. Bech. 29'' steht dafür D'^sa:: noa das 
Fleisch der Gazellen. 



~^2'4f- (=bh.) weibliche Gazelle. Chull. 
19^ n-i'^a^r! ■;a'' ^"'"'nn v^ «an nr . . . •'is Koj 
ist dasjenige Thier, das von einem Bock und 
von einer Gazelle abstammt: so nach einer 
Ansicht, vgl. -^13. Das. 80^ 132*. 

iTji* m. 1) (syr. \^l) Lust, Verlangen, 
Wille. Keth. 111* (mit Ansp. auf Ez. 26, 20) 
ys na ■'irai: ys-a D"n rpnw na isvasa yn« 



V2'^ 



— 165 






2"n —\~" das Land, nach welchem ich Ver- 
langen habe (d. h. Palästina), dessen Todte wer- 
den wieder aufleben; ein Land aber, nach wel- 
chem ich nicht Verlangen habe, dessen Todte 
werden nicht wieder aufleben. Genes, r. sct. 10, 
10"= (mit Ansp. auf sai:, Hi. 7, 1) 1:1-31: bn 
ynsn 5:' «bs irs mx ba (in manchen Agg. 
fehlt Nbx, vgl. jedoch Jalk. z. St.) „alles Ver- 
langen des Menschen ist nur nach dem, was 
auf der Erde ist." Das. sct. 12 g. E., s. 'cipinii. 
Esod. r. sct. 1, 102'' r,-22-£- (1 Chr. 4, 8) be- 
deutet: Tzn]}— bc i^i-ns rjwyo der nach dem 
"Willen Gottes handelte. Das. sct. 25, 123'= -nb^ 
mioirr: (Hos. 12, 6) bedeutet: ir-a:^ rrci'j Kirr:: 
i-rT'~33 der seinen Willen an seinen Geschöpfen 
vollzieht; oder auch: T'SNb^n iriinj: r::iv a-\~'C 
der seinen Willen durch seine Engel vollzieht. 
Midr. Tillim zu Ps. 52 Auf. „Verleihe nicht 
deinen Mund" u. s. w. (Khl. 5, 5), -ns'iJ ^113^3 
•jms nnx iini im; d. h. in dem Willen, dass 
du giebst, aber doch nicht giebst, d. h. ungern 
giebst. Meg. lö*" ili-ni: i'">2":yb denjenigen, die 
seinen Willen vollziehen; mit Bez. auf -32:, Jes. 
28, 4. Deut. r. sct, 11, 262<* irrni: r-ir; N-:a 
172517 TN annb rd^r, b-ä vielleicht ist das Ver- 
langen Gottes angelangt, seine Welt zu erneuen. 
Cant. r. sv. ■'vy^-cr., 14* nxniin (HL. 3, 5), 
C3 -:v3i: \T<cri abirn ■'ii-^i: icra pi3n ib« 
darunter sind die Erzväter zu verstehen, welche 
nach meinem Willen in der Welt handelten und 
an welchen ich meinen Willen vollzog. Eine 
andere Deutung s. in n2S. — 2) Schöne, 
Glanz. R. hasch. 11» wird asai: (Gen. 2, 1) 
gedeutet: 1^?^b 1^5^33 irsipa riot<-;3 nc7a b^ 
iS".^: 1:1-31:3 1X13: alle Schöpfungen der Ur- 
zeit wurden in ihrer „Statur" erschaffen (d. h. 
völlig ausgewachsen, nicht der Vervollkommnung 
bedürftig); sie wurden ferner mit ihrem, „aus- 
gebildeten Verstand" erschaffen; sie wurden end- 
lich in ihrem „Glänze" erschaffen. Chull. 60* 
dass. Nach einer Erkl. Ar.'s bedeutet b:i''3i: 
ihr „Wille, Zufriedenheit" (von nr. 1). 

yZ^ (arab. k^ eintauchen, vgl. yaS) 1) 

färben. Orl. 3, 1 fg. nb-y •'2->bp3 ir3i:',:: ■!;3 
ein Kleid, das man mit den Schalen der Früchte 
in den ersten drei Jahren der Pflanzung färbte. 
Schabb. 73* ismsr: Jem., der die Wolle färbt. 
Das. 75»''. j. Schebi. VII Anf., 37" u. ü. — 
Part. pass. Genes, r. sct. 96, 93"* D-yiss D'^bs 
buntgefärbte Kleider. Xum. r. sct. 2, 183'' s. 
r,^■q. Meg. 24'' Nb o-::d 017132: i^iTi i-no •'tt 
VDS ns sc- ein Priester, dessen Hände mit 
Waid gefärbt sind, darf nicht den Priestersegen 
sprechen. Uebrtr. Sot. 22'' i-'7i3i:ri eig. die 
Gefärbten, d.h. die Scheinheiligen, die an- 
ders erscheinen als sie sind, vgl. önE. — 2) 
mit den Fingern (ni733:N, vgl. N73i:) an- 
fassen. Chag. 22'' -«^pj-i 2ips i:ni-'''i ".na 



1-7312: r7-~ R. Jochanan erklärte das n-3 
rm-3"ir; der Mischna: die Stelle des Gefässes, 
welche diejenigen, die sich ekeln, anfassen, d. h. 
Henkel. Da jedoch der j. Tlmd. in der Mischna 
r;7-3i:ri r-3 hat, so bezieht sich die Erkl. des 
R. Jochanan, des Redacteurs des j. Tlmd., auf 
-7-32:" n-3. Raschi's Erkl. ist gezwungen. 

Hif. 7-3'^" (denom. von 5^732:, 73"::n) die 
Finger vorstrecken. Jom. V, 1 (22*) wenn 
viele Priester da waren, welche den Tempel- 
dienst des Ascheforträumens vom Altar voll- 
ziehen wollten, so liefen sie auf der Treppe und 
derjenige, der zuerst in den vier Ellen des Al- 
tars angelangt war, vollzog den Terapeldienst. 
17-32:7: ir;b -t:iN r;:is-:n i-nc a-;*:; 1-- 3ni 
(in j. Jom. II, 39'' ob. erklärt: 73i:n is-::i~) 
wenn zwei der Laufenden in gleicher Entfernung 
waren, so rief der Vorgesetzte: Stecket die 
Finger vor! Die Priester stellten sich näml. 
ringsherum im Kreise auf, und hierauf nannte 
der Beamte eine beliebige Zahl, die weit grösser 
war, als diejenige der anwesenden Priester. Von 
deren Einem nahm er die Kopfbedeckung ab, 
als Zeichen, dass von ihm die Zählung begann, 
und demjenigen Priester, bei welchem die Zahl 
aufhörte, wurde der Tempeldienst zutheil. Man 
zählte aber nicht die Personen, weil ein solches 
Zählen als ein böses Omen galt, sondern blos 
die vorgestreckten Finger. Maim. bemerkt, dass 
alle vier Loose im Tempel (s. 3— ü) auf die hier 
erwähnte Weise stattfanden. Tara. 28* dass. 

yZjJ eh. (syr. ^^^.=732:) 1) tauchen, ein- 
tauchen, j. Taan. IV g. E., 69° mit. 732: nirt 
N::::p3 n-rs-s er tauchte sein Brot in Asche, 
j. Schabb. H, 4'' ob., s. Nb-ns. Khl. r. sv. ri3iy 
-■•irn, 87'' Ni-rnT ^^•:^3 --r73::N N^^ 732: er 
tauchte einen seiner Finger in das Schweine- 
blut, vgl. "!::::. — 2) färben, j. B. kam. IX 
Anf., 6'' un. ddis 1732:1 p^iiD r;-73-'i: r.-b -as 
Di-:-::7 3:: ni- p?2io r!-r732: ib-N rSo -itsn 
'31 asiN --r732:T 1131 -i:» riCam wenn der 
Besitzer der Wolle zum Färber sagte: Färbe 
sie roth, jener aber sie schwarz färbte; so kann 
Ersterer zu Letzterem sagen: Hättest du sie 
roth gefärbt, so wäre sie 25 Minen werth; da 
du sie aber schwarz färbtest, so ist sie blos 20 
Minen werth u. s. w. Men. 42'' fg. — Pa. be- 
netzen. Dan. 4, 22. — Itbpa. 73::3:n benetzt 
werden. Dan. 4, 12. 20 fg., s. auch TW. 

'^^'4 wt. Farbe (bh. a-73;: pl. gefärbte 
Kleider). Mikw. 7, 3 732:r; vz Farbewasser. 
Num. r. sct. 2, ISS** sehr oft, s. r:572. — PI. 
Schebi. 7, 1. 2 fg. 1-73Sn yü'a Ar. (Agg. 
1-73i2:r!) von den Farbeärten. Vgl. j. Schebi. 
VII Anf., 37'' ntt-sb i-73S . . . atsb 1-732: 
Farbegewächse für Menschen, Farbegewächse fürs 
Vieh. 

SV*5i* eh. 1) (syr. \-l^ =9^^) Farbe, Ge- 



16(3 — 






färbtes, s. TW. — Schabb. 75* je länger der 
Chilson beim Zerquetschen lebt, desto besser ist 
er, rry^""-^ b^'^''bi ■'st: ^d (Ar. liest nTi:"'bn), 
weil hierdurch seine Farbe klarer wird. j. Pes. 
III Anf., 29'ä s. n;:^7. — 2) (syr. i:Ic:=N;-2^N) 
Finger, digitus, auch Zehe beim Geflügel, 
s. TW. 

'^2'4 nt. Adj. (arab. cLli) Färb er. j. Schabb. 

I, 3^ ob. und das. VI, 8^ mit. Nnmn :?3in 
i:tn3w der Färber mit der Probe der gefärb- 
ten Zeuge an seinem Ohr. Schabb. ll'' dass. 
B. kam. 100'' r,~iv in-'npm rasb -,M:: ';m:r! 
wenn Jem. dem Färber Wolle übergiebt, aber 
der Kessel verbrannte sie. — PI. Pes. 3, 1 (42*'') 
a"'"3^ rz l'zi- der Brei der Färber. Tosef. 
Schebi. V Anf. y"~'^~ die Färber, s. "JiH. j. 
Schebi. IX g. E., 39* mit. j. Schabb. Yli,' lO^ 
ob. u. ö. 

S>^2Ä eh. (syr. jl^r=?3^) Färber. Git. 
52'' syDiS a~;^2? Amram, der Färber. 

n/'^iV- N. a. 1) das Färben, j. Schebi. 
VII Anf., 37'' —"■'aST rsD'^O das Bestreichen und 
das Färben, j. Schabb. VII, 10'= ob. r;;"2S n": 
D''5S* m-.iy3 r;::r;33 ';^-l:3-iC-3 tttw p-c-;^ -n-n 
a^;3nKa welches Färben fand in der Stiftshütte 
statt? (Am Sabbat sind näml. blos solche Ar- 
beiten verboten, die in der Stiftshütte vorkamen.) 
Man. peitschte die Thiere mit den rothgefärbten 
Fellen der Widder, damit jene näml. ebenfalls rothe 
Felle bekämen. Men.42''. — 2) das Anlegen der 
Finger. Kel. 25, 7 r^^'z'^r, r^n m. Agg. (Var. 
r!ü"'3S s. d.) die Stelle des Anlegens der Finger, 
Henkel. Das. Mischna 8 inyis;: rr^a sein 
Henkel. Chag. 3, 1 im j. Tlmd. nyns- n-'a. 
Das. m Anf., 78'* ob. ü. dass., vgl. ^ns nr. 2. 

yi2JJ I». (=bh., arab. «a^) Hyäne, üaiva, 

eig. gefärbtes, geflecktes oder gestreiftes Thier. 
j. Schabb. I, 3'' mit. r.n-pz rrijy: narn na:; die 
männliche Hyäne verwandelt sich (nach sieben- 
jähriger Metamorphose) in ein Weibchen. B. 
kam. 16* i\^'JiV rr:;?: n^ra :^r:: rnsb laT rias 
die männliche Hyäne verwandelt sich nach sie- 
ben Jahren in einen q;!:? s. d.; vgl. auch «-tn 
und ST":-::, j. B. kam. I Ende, 2"= -.st "13S 
■'"NO Hwp Ni-a ny:: ib a''"0 die männliche 
Hyäne ist zu Zeiten so gefährlich wie ein Löwe. 
(Der von Aristoteles als fabelhaft bezeichnete 
Glaube an eine Metamorphose, bes. bei der 
Hyäne, war im Alterthum allgemein verbreitet; 
daher auch die verschiedenen Bezeichnungen 
für dieses Thier, welche Raschi in B. kam. 1. c. 
von den verschiedenen Zeiten der Metamorphose 
erklärt; vgl. auch Sachs, Beitr. I, 154 und 
Lewys. Zool. d. Tlmd. S. 76 fg. Maim. in s. 
Comment. z. St. bemerkt zu D5T",3 der Mischna: 



Dieses Thier wird arab. ras;«. 



Jl) genannt.) 



Genes, r. sct. 7 g. E., S*" r- "c::^ r-.irt »lasn 
nK' v-'^a cn-a:: -:'ia Hrc i5 ■^■'i sin pib 
Tsizr, yc ~:'Z~ die Hyäne stammt von einem 
weissen Keim ab und hat 365 Farbearten nach 
der Anzahl der Tage des Sonnenjahres. Tanch. 
Tasria Anf., 153* berichtet dies vom Pfau, on::. 

C'^IZa (=bh. S'-b^) Zeboim, Xame eines 
Ortes, viell. eig. Hyänenort. Chall. 4, 10 "isrs 
D''-i2S ■" die Bewohner des Gebirges Zeboim. 
Bic. 1, 3 dass. 

a'";i;Z'4 c/*. (=3-^1-2:) Zeboaja. J.Maas, 
scheni V, 56* ob. n-'^'::: b-i"z der Thurm (oder: 
Anhübe, Burg) Zeboaja. Genes, r. sct. 94, 91'= 
und Levit. r. sct. 17, 160"^ dass. Thr. r. sv. r?3, 
62* N^'^ya^T NDii;: dass. 

]1>2I» m. (bh. '(-'-rj? ^^- P>'-) Farbe; gew. 
PI. j. keth. VII, 31° mit. T'iiras •^133 gefärbte 
Kleider. Num. r. sct. 13, 221"= pis«- n?-«-'' 
';^:';"3:i ^i'^'z yc 'r~'C die Vorhänge der Stifts- 
hütte, welche verschiedene Farben hatten. Das. 
sct. 17, 233''. Ber. 57'' u. ö. Pesik. r. sct. 20, 
39* Gott öffnete dem Mose den Himmel und 
zeigte ihm den himmlischen Tempel. ir;N~,m 



v:d5 -iizn 



sc;: 3rT/2 -•ct2 z''Z^yz:i 



rais 



nw a;ir yc -1:13-1 



I --- 



-i-n 13 --28 



B'':"i;'3i -"3~M n::- rTP 
^^^; riwN-.i -th (1. y.-iz-b) 
NT: -iT ir -i:2N a^b r,:z:- wiar a"C3-/r:; a^asr?: 
a-'w:« -N-.-i ~Tn Y''*'--"' ~ti~ ''~ ~'za rrar 
■j^a;-!« NT; IT nb -:2n . . . a-.TN ciab a-'caib 
Nb a^ciab a-'aaib anc T.ii -n-i T'-.'.riNb -'.tn 
-iTn i:\a rrbin N^r; it ib -ins pn- «bi am« 
pb ciab B-'dzb irre a-rn; T':2b hnti T':2b 
~.Tw:: w":; N^n it "b ~.5:s Gott zeigte dem Mose 
die vier Farben, die letzterer später beim Bau 
der Stiftshütte (vgl. Ex. 25, 30) anwandte. Mose 
aber sprach: Herr der Welt, ich fasse nicht die 
Anwendung der vier Farben; worauf Gott zu 
ihm sagte: Wende dich zu deiner Rechten! Als 
er sich dahin gewandt, sah er eine Engelsschaar 
mit einem Gewand bekleidet, das dem Meer 
glich. Gott sagte zu ihm: Das ist die blaue 
Wolle. Wende dich nun zu deiner Linken! 
Dahin sich wendend, sah Mose Männer mit 
rothem Gewand bekleidet. Gott sagte zu 
ihm: Das ist Purpur. Jener wandte sich 
rückwärts um und erblickte eine Schaar mit 
Gewändern bekleidet, die weder roth noch 
gelblich (oder: grünlich) waren. Gott sagte 
zu ihm: Das ist die Kermesfarbe. Mose 
wandte sich nun vorwärts und erblickte allda 
Schaaren, die weiss gekleidet waren. Gott 
sagte zu ihm: Das ist der gezwirnte Bys- 
sus! — Ueber die Farbenlehre im rahbinischen 
Schriftthum, vgl. bes. den höchst lichtvollen 
Aufsatz im „Nord und Süd" V, 14. S. 254 fg.: 






167 



r\2'j 



Der Talmud und die Farbenlehre, von Franz 
Delitzsch. 

N':iy2i* eh. (syr. Vi^:^^^^^^^^^) Farbe, 
Gefärbtes, s. TW. — Pl.^ Schabb. 65" die 
Fäden, welche die Tochter Samuel's in den Ohren 
trugen, iirr ']-':ij'35:T waren roth gefärbt. 

I^IS (=bh., arab. "X^ Conj. 11 sammeln, 

Grndw. 3:^ .J^ anhängen, davon auch na:: 
s. d.) häufen, aufhänfen, aufschütten. 
Jom. 52'' Qi^nsn ■<^i by mDpr; nx lai: er 
schüttete das Rauchwerk auf die Kohlen. Tarn. 
1, 4 (28'') ns^-n ^3^ Vi" n-ibron dn na:: man 
häufte die Kohlen auf dem Fussboden. j. B. 
bath. III Anf., IS* m-PD iDinb nas er schüttete 
in dem Hause die Früchte. Das. Nif. mT'D 
"!3K''b T'TNTiü Früchte, welche geeignet sind, 
aufgehäuft zu werden, j. Taan. II Anf., G5" ';''Nin 
n3T72n •'35 by -inax nb-'Ns pnsi ba tidn man 
betrachtet die Asche Jizchak's (der geopfert 
werden sollte), als ob sie aufgehäuft läge auf 
dem Altar, vgl. r;7''2?- — Hof. angehäuft, 
zusammengetragen werden. Snh. .38^ un. 
i-icr "i3Sin ibiD Dbiyn b^'2 ^i'Chi- ms der 
Staub, aus welchem Adam gebildet werden sollte, 
wurde aus der ganzen Welt zusammengehäuft. 
Das. 38'' ob. Tisy -i3iin naTONT nro in der 
ersten Tagesstunde wurde der Staub für Adam 
zusammengetragen. 

12^' eh. (— nna) anhäufen, aufschütten, 
s. TW.' 

IZij "l^^Jk masc. Haufen, Schicht, j. 
Schebi. I Anf., 33 '' ob. nans ';-'"'TO53 wenn die 
Bäume im Haufen stehen ; d. h. nicht in einer Reihe, 
mTO. (Pne Mosche liest nai::, s. d. W., für 
n3isn, B. bath. 83'', was vielleicht richtig ist.) 
j. Schabb. IV g. E., 7* ob. nmp ba 13^ eine 
Schicht (Haufen) von Balken. Dafür auch mia 
s. d., mit Erweichung des 3 in it. Ruth r. 
g. E., 43'' ein König verlor einst einen Edel- 
stein im Sande; m-i3D'2 N''3m nssn n« nns 
'31 rTNi:a ubi intxr, na::- tn n33-i er häufte 
den Sand auf, brachte Siebe und siebte das 
eine Häufchen, fand aber den Edelstein nicht 
u. s. w. Genes, r. sct. 39, 38'' steht dafür rra?! 
D''Ti3i: vom nächstrtg. ms:: dass., vgl. 13373. 

■nZi*. 112'''^ m. (bh. Dn^3^ pl.) 1) Haufen, 
Angehäuftes. Pes. 10" yan bo nn?« -n3:: 
ein Haufen von gesäuerten Broten. — PI. das. 
O*" yan ba nntn -S73 ba vi^a-'u: yan neun 
Haufen von ungesäuertem und ein Haufen von 
gesäuertem Gebäck. Das. ■jima-ii ^'U zwei Hau- 
fen. B. mez. 24'' un. ■'•nsri: . . . mT'D i"n3:: 
m?:3 Häufchen von Früchten, Häufchen von 
Münzen. Pea G, 5 Q-'n^T ■'■n3''i: ^3id zwei Hau- 
fen Oliven, j. Pea VI, 19° un. «bx rm2» ab 



üb D^'n^T N- 'jim3'':: die Mischna spricht blos 
von Olivenhaufen, aber nicht von einzelnen Oli- 
ven. — 2) Menschenhaufe, Versammlung, 
Gemeinde, cx.Xo?. Ber. 34'' -n3i: rr'bü der 
Vorbeter der Gemeinde, eig. ihr Abgeordneter. 
Das. 18'' u. ü. vgl. Tis. Keth. 106'' u. ö. mranp 
113:: die Gemeindeopfer. Erub. 92''. B. kam. 
79^ Ab. sar. 36», s. nnra. Taan. 11* -ly^ZTzr, ba 
-113'':: n-3n:3 hntii ttdix -n3^::r: ay vz:iy wer 
die Leiden der Gemeinde mitempfindet, ist so 
glücklich, den Trost der Gemeinde zu erleben. 
Das. lO*" u. ö., s. aaiE, vgl. auch l^TJ'. j. Maasr. 
scheni V, 56'' ob. betreffs jeder Halacha, die dir 
zweifelhaft ist, nr::! :)m; •".13:!:" "•'Nn -N-n ns 
'dt 1^01273 Nbn Nma-':: -[-iMn ';3ni siehe dich 
um, wie die Gemeinde verfährt und darnach 
führe dich; wir sehen aber, dass die Gemeinde 
die Zehnten nicht entrichtet u. s. w. Das. üJ''i 
■>N7:a n''33 -n3^i: giebt es denn eine Gemeinde, 
welche die Ilalachoth der Schule Schammai's 
befolgt? Da nämlich die Halacha gew. nach 
Ansicht der Schule Ilillers entschieden wird, vgl. 
bp na. 

■nri', NniriV nni^i' ehahl (=vrg. nias 
nr. 2) Menschenhaufe, Versammlung, Ge- 
meinde, j. Git. III g. E., 45" un. -na"':: D-<b 
■':yiü rr'bia ■n3"':i: nib iny rr'bia es giebt weder 
eine Gemeinde, die ganz reich, noch eine Ge- 
meinde, die ganz arm wäre. j. Schabb. III, 5'' 
ob. -)b"i3on i'TTi^ 'na im73 mn Nm3i::3 vor 
der Gemeinde (d. h. im öffentlichen Vortrage) 
lehrte er nach der Ansicht des R. Jochanan 
Sandalar. Keth. 49'', s. npidn. Taan. 25" ■nSD-'N 
N-m-: •'nsi in-'-'aib «1131:: ■^-izr\i es ist mög- 
lich, dass, wenn die Gemeinde sich demüthigte, 
Regen kommen würde. Ruth r. sv. 1313, 42'* 
--113::. j. Pea VIII, 21" ob. u. o. — PI. j. Git. 
III, 45" un. 11^1-13 Ni^'ii3^^b libN'i5N sie liehen 
den Gemeinden Geld. 

riT^i'/- N. a. das Häufen, Haufen. Ohol. 
17, 3 wenn Jem. pflügt m73syn nT'3::73 (Var. 
n-n3::73) aus einem Haufen von Todtengebei- 
nen. 

j-^ii>^2<^ »«. pl. (lat. cibaria) Speisen. Pesik. 
r. sct. 16, 33<* (mit Bez. auf 1 Kn. 8, 2) -irTa 
ni-inaijj Speisearten. Pesik. Eth korbani, SS*" 
hat dafür NT'n3n3, viell. richtiger. 

n2jJi miJJ (letzt, mit Erweichung des 3 in 
m) vereinigen, verbinden. Grndw. aS, s. 
Nas u. a. Ber. 6'' un. Nbs Nn33 «b obiyn bs 
nrV m3:cb Ar. (Agg. mii:b) die ganze Welt 
wurde blos dazu erschaffen, um sich mit diesem 
(dem Frommen) zu verbinden. Schabb. 30'' dass. 
l'art. pasä. Levit. r. sct. 17 Anf., 160» D\ni3i: sb 
m::y3 sie sind nicht verbunden (bestraft) mit 
Leiden, Strafen der Sünden; mit Ansp. auf 



nn-j 



168 



xn::i* 



m2:s-in, Ps. 73, 4, vgl. auch nh U; vgl. jedoch ' 

nZÄ chald. (=r32:) verbinden, sich zu 
Jemdm. gesellen, j. Keth. V, 30* mit. R. Jo- 
chanan sagte: nM"'N tv it^st «■'laab n:n n-'sn 
ich kenne die Frauen, die sich (als ich geboren 
wurde) meiner Mutter anschlössen. — Pa. n^^ii 
darreichen, zubereiten, eig. nahe bringen. 
Chull. 60'' der Kaiser sagte zu R. Josua ben 
Chananja: isiinbi«? N?a-: rr'b rr'^jr-'NT Nrj'a 
ich möchte eurem Gott ein Mahl reichen. Das. 
NWby minn sn-'nm ni^jh rr^a:!;: pns gehe und 
reiche sie ihm am Ufer des Flusses Rebitha, wo 
ein weiter Raum ist. R. hasch. 17* ~-ö iniDS 
NnniT (Ms. M. itit) bereitet ihm die Sterbe- 
kleider! M. kat. 27* n^n "^T^b Nmnr rr'a:: 
bereite die Sterbekleider für den andern Sohn, 
der sterben wird. — Scheiiltoth des R. Achai 
Breschith Anf. rrib rr'nsa nn als er das Haus 
angefertigt hatte. 

Ithpa. sich Jemdm. anschliessen, zu 
Jemdm. sich gesellen (;=ji_TjTN s. n"T> B. 
bath. 80* Nb k\a\S3 Nr-i3 Nnn::^:': Nnaa nji^'N 
Nnaüiirj Ar. (Agg. Nm::^:^/:) die Mutter der 
Taube gesellt sich zu ihrer Tochter (der jungen 
Taube), die Tochter aber gesellt sich nicht zur 
Mutter, d. h. sie folgt mehr der männlichen 
Taube, mit der sie sich begattet. Das. ö. 

rC.'4 m. 1) Paar, miteinander Verbun- 
denes.' PI. DT^i: (=bh. Ruth 2, 10). Mcn. 
10, 9 (71*) ^rrm bax ns-'nzi ims nos"' Nb 
D'nns Tlmd. Agg. u. Maira. (Mischnaj. aTn3!£ 
Part, pass.) man soll die Omergarben nicht in 
üebunde binden, sondern blos in gepaarten Häuf- 
chen ohne Verbindung aufstellen. Erub. 10, 1 
(95*) ns-'is IN DT33: IN^"^ (das. 97* erklärt: 
Nm^ pinDT nD^iD ■'iit i^t D\-i3i:) Jem. fand sie 
(die Tefillin, welche aus einem Paare bestehen, 
näml. Hand- und Kopftcfilla, 'jibsn bo JIt) in 
Paaren (d. h. jedes Paar für sich und dann meh- 
rere Paare zusammengebunden), oder Gebunde 
(d. h. zusammengewickelt, ohne dass jedes Paar 
für sich gebunden wäre). Das. . . . i3a~ nnia 
""a^bon P3:;3 beim zweiten Paar, beim dritten 
Paar. j. Erub. X Anf., 26* un. rrcjbiü ü'iiw Ni::; 
"303 pT ']t::n"i nni:;: ■jtont ;ii pni3 'j\n3^ 
■'w^bU3 pT wenn Jem. zwei oder drei Paare der 
Tefillin findet, so untersuche er das erste Paar 
(d. h. die zusammengehörenden Hand- und Kopf- 
tcfilla, ob sie nicht unbrauchbar geworden sind) 
von dem ersten Paar und ebenso vom zweiten 
und vom dritten Paar. Das. bsM m;iT 'j pm3 
:^32:t n3i: man untersuche drei zasammeuge- 
hörcndc Paare von jedem Paar. — 2) fem. 
Zange, von den zwei aneinander geschlossenen 
Bestandtheilen dieses Werkzeuges so benannt; 
ähnlich s^t eig. Paar, übrtr. Scheere, nach der 
Doppelklinge benannt. Erub. 104'' yv bw P3S \ 



eine hölzerne Zange. Snh. 52* TD rx nms 
in3n:j3 Nb;a P31:3 man öffnet seinen (des zum 
Verbrennungstode Verurtheilten) Mund mittelst 
einer Zange zwangsweise, um näml. den erglüh- 
ten bleiernen Strahl (od. Kette) in seinen Mund 
werfen zu können, vgl. fibTiE nr. 2. Aboth 5, 6 
rfTa;' P3i:3 rsi: eine Zange wird mittelst einer 
andern Zange angefertigt; d. h. die erste Zange 
war also durch ein Wunder am Freitag vor 
Abend im Zwielicht erschaffen. Pes. 54* steht 
dafür blos -3:;" rjN dass., s. den nächstflg. 
Art. 

Xn2i*, SnZ-S, Snm* eh. (=-r3i:) l) Ver- 
bindung, Gesellschaft. B. kam. 9*" Nnas 
cna Np 'O-m (Raschi Var. Krrn::) die Verbin- 
dung des Taubstummen (mit dem Feuer, durch 
welches er den Brand gestiftet hat) verursachte 
den Schaden. Das. 59'' dass. Pes. 79'' N.i3SbT 
Ar. (Agg. Nmiiibl), s. nbi3"'q. B. bath. 21* ein 
Schulkind, das nicht lernen will, «ms ■'iri"'b 
"■'I3nb möge den Anderen Gesellschaft leisten; 
d. h. es wird später sich ein Beispiel nehmen 
und den Antrieb zum Lernen bekommen. Ab. 
sar. 51* Nabi's NnTii:b blos zur Gesellschaft. 
B. kam. 60'' dass. Suc. 52* un. NpTn Nn-.iN 
Na"'03 'j\iaj:T Ar. (Agg. iTmiti) die Reise (deren 
Ziel) ist weit, jedoch unser Zusammensein ist 
angenehm. — 2) Zange. Git. bQ^ Nr33: •jJ-'bpia 
nb i^pso Nn-'3m rr'b •;;-'büpi lipmb ir-^bpai 
mau nimmt eine Zaiige, ergreift den Drachen 
(äpäx.wv) und tödtet ihn, aber das Fass erhält 
man; bildl. für: Wir hofften immer, durch die 
Entfernung der Zeloten die Stadt Jerusalem zu 
erhalten, vgl. ia:E. Keth. 77'' Nn3j:3 rr^b b'^po 
Trb "ibpi man ergreift das Reptil mittelst der 
Zange und verbrennt es. Pes. 54* Nr3i:3 Nrai: 
'^D^ n3J' \»^ sn-irap «»132:1 Ti3yn;3 eine Zange 
wird mittelst einer andern Zange angefertigt; 
wer aber hat die erste Zange angefertigt'? Dar- 
aus ist erwiesen, dass die erste Zange eine gött- 
liche Schöpfung war. Dagegen jedoch wird das. 
eingewendet: '31 ivd r;:y3pii oisia nsay^ niasN 
es wäre ja möglich, dass man das Metall in eine 
Form gegossen und die Zange fertig hergestellt 
habe! Tosef. Chag. I g. E. und Tosef. Erub. 
XI (VHI) g. E. wird der oben citirte Satz (mit 
Bez. auf Chag. 1, 8 und Tosef. 1. c. „Die Hala- 
choth des Sabbat, der Chagiga u. s. w. gleichen 
Bergen, die an einem Haar hängen, es giebt 
dafür wenig Bibelstellen, aber viele Satzungen 
und sie haben keine Stütze für sich") wie folgt 
angewendet: Nn3S -i7:is j-airf 't ht; in3''?3 
'■y\ Nn3::3 darauf sagte R. Josua: „Eine Zange" 
u. s. w. ; d. h. diesen vielen rabbinischen Satzun- 
gen lag unzweifelhaft ursprünglich ein göttliches 
Gesetz zu Grunde, worauf die Gelehrten weiter 
bauten. (Tosaf. in Chag. 10'' sv. m^iva lesen 
in der Tosefta -n3j:3 nnsi: [für nn3s] Weni- 
ges am Wenigen; d. h. für diese vielen Gesetze 



Nnri- 



— 169 — 



m:« 



giebt es nur wenige Bibelstellen, woran wenige 
Andeutungen hängen, j. Erab. X Ende, 26'' 
wird auf diesen Ausspruch des R. Josua Folgen- 
des bemerkt: ndi nmnj: rfüo iTab rns Nnn:;?^ 
mn"'3ia n^^D n;:b nns —r\-<3'Ciz so wie man 
von der einen ursprünglichen Zange die Anfer- 
tigung so vieler Zangen erlernt hat, ebenso kann 
man auch aus der einen, hier erwähnten Erlaub- 
niss einer rabbinischen Satzung (mna s. d.) auch 
andere ähnliche Erlaubnisse erlernen. — 3) 
(syr. jlts^r von l.^,, decorare, ornare, fucare) 1 
Schminke, das Schminken. Diese Bedeut. 
verhält sich zu nr. 1, wie Nbca zu bsu (s. d.), I 
eig. Anhängendes, übrtr. Tinktur, Schminke 
u. dgl. Michael, in Gast. Le.x. Syr. hv. bringt 
hiermit in Verbindung das bh. -d^, 2 Chr. 3, 
1.5: Knauf, eig. Säulenverzierung, s. TW. 

S'n2i' od. Snri'/. (eig.=3^2: s. d.) Holz- 
späne oder Gesträuch, Gezweige, Stroh- 
halm u. dgl. Schabb. isg'' un. •Oj-'n p--i: ab 
'st NrrnDT N731DN Nn22: Ar. (Ms. O.xf. NnN3i: 
NPTiST N531D3; Agg. Nn"'^:''!:, vgl. xn^ns) man 
darf nicht am Sabbat Gezweige an der Mündung 
des Krügleins anbringen. ChuU. 67'' -ciij-'b t<b 
nrja •o-'-iD N7jbiT NP-iiNn snairn xnr^Ta a;-'« 
'31 NDab bc; mm Nnnirb Ar. (Agg. Npi-'ni:^ 
NrT''3i:52 pl.) man darf nicht Bier (Getränk von 
Datteln, in welchem gewöhnlich Maden sind) 
des Abends durch Gezweige, Späne eingiessen; 
denn es könnte davon eine Made auf das Ge- 
zweige kommen und von da in den Becher fal- 
len; wenn man es dann tränke (in der Meinung, 
dass die Made in dem Getränk gelegen — eine 
solche Made darf man nänil. geniessen, yna 
D"'52n, aber durch das Fallen auf das Gezweige 
■wurde es zum Genüsse verboten, y-iNr; yita). 
Das. lOö'^ un. Abaji sagte: Früher dachte ich, 

dass man das "Wasser aus der Mündung des 
Kruges (vor dem Trinken) wegen der darauf 
schwimmenden Späne u. dgl. ausgiesse; später 
jedoch erfuhr ich, dass dies wegen schädlichen 
Wassers geschieht; d. h. es könnte ein böser 
Geist davon getrunken haben, aber durch das 
Abgiessen hört die Schädlichkeit auf. Ab. sar. 
75'' ob. i3\iJ-'-'7J NDn-iDi Nnnin Ar. (anders in 
Agg.) die Gcräthe aus Gezweige oder Flachs 
lässt man (bevor man sie benutzt) längere Zeit 
liegen u. s. w. Suc. 29" ob. nhid-':!: i.-t^i?: Np 
(1. Nnn^^, Ms. M. t<rT'''3''i: pl.j man bringt Ge- 
zweige. Tamid 30" NriDiST Nbnn ein Strick aus 
Bast oder Strohhalmen. 

~A ni. (=bh. von Tis s. d.) Seite. B. mez. 
11" u. ö. mna nsn n?:iy er stand an der Seite 
seines Feldes. PI. gew. D'''i'i}i s. ins. — Oft I 
übrtr. B. mez. 6;}" u. ö. rr'mn hr.a n'i:"Wucher 
auf einer Seite, worüber eine Meinungsver- 
schiedenheit obwaltet, ob dies als Wucher anzu- j 

Levy, Neuhebr. u. Chald. Wörterbuch. IV. 



sehen sei oder nicht. Wenn näml. A. von B. 
ein Darlehn nimmt und ihm dafür sein Feld mit der 
Bedingung verkauft, dass es ihm bis zu einem 
gewissen Termin freistehen solle, die Schuld ab- 
zuzahlen und das Feld zurückzunehmen (Rück- 
kaufsgeschäft) , so liegt hier ein einseitiger Wu- 
cher vor. Denn zahlt der Schuldner das Dar- 
lehn ab und nimmt sein Feld zurück, so hat 
der Gläubiger bis dahin die Felderträge für sein 
ausgeliehenes Geld genossen; möglich aber auch, 
dass der Schuldner das Darlehn nicht abzahlt, 
in welchem Falle der Gläubiger als Käufer jenes 
P^ekles, die ihm gehörenden Erträge desselben 
auf rechtmässige Weise genossen hat. — Snh. 
32* ni:n •\^2 •\-'b^nrti2 mi23D3 ij-'t bei peinlichen 
(Kriminal-) Rechten beginnt man von der Seite; 
d. h. man hört zuerst die Ansicht des kleinsten 
Richters und steigt dann mit dem Anhören der 
Stimmen aufwärts bis zu dem grössten Richter; 
damit näml. die je kleineren Richter nicht gegen 
die Ansichten der grösseren stimmen sollen. 
Das. 36" in der Akademie Rabbis ir;'''':-'i:7o inbi: 
■'bnrü nn n^n 112 fing man bei allen (auch 
bei civilrechtlichen Processen, aus besonderer 
Bescheidenheit) die Abstimmungen von dem ge- 
ringsten Richter an. — B. kam. 1, l (2") n::n 
'ri ina-i: mon die Seite, in welcher beide (in 
manchen Stücken sich unterscheidenden) Fälle 
einander gleichen, besteht darin, dass u. s. w., 
s. iN"l. Schabb. 132^ B. mez. 11» u. ö. dass. 
Kidd.' 78" nsn nJoa nb ^-l■'173 der Autor erweist 
diese Halacha aus der Seite, wo beide Fälle ein- 
ander gleichen. — Jeb. 77"'' miai' is ■jriD ö"' 
ms ns . . . bei beiden ist eine Seite der Sünde, 
der Strafe der Ausrottung vorhanden. — Genes. 
r. sct. 8, 9'' mia ■jrmian ihre Widerlegung steht 
an der Seite, j. Ber. IX, 12'' un. fg. vgl. T'tj, 
linns u. m. a. — Kidd. 74'' n-qd mj:?3 p ci« 
hierdurch stände an ihrer Seite die Wider- 
legung. R. Chananel liest riTjJi-j: von der 
Stelle ihrer Befestigung, ihres Zusammen- 
schlusses. — j. Ber. I, 2'^ mit. ns ni ind auf 
welche Weise? j. Keth. III, 27'' ob. dass. Tosef. 
B. mez. VII Anf. 12: nr^D dass. Tosef. B. kam. 
IX Anf. ^^:T•'S (contrah. aus nj: r,ro). Cech. 
."JS'' i:s: nrio; gew. jedoch im babyl. Tlmd. 
n!:^3 s. d. 

TS eh. (=vrg. ns) Seite. Dan. 6, 5. 7, 2.5; 
s. n-ij:. 

Nl^ m. eh. (von •'ns) Vorsatz. Dan. 3, 14. 

"i~i{, Pi. TIS (arab. ^J^) etwas seitwärts 
thun, nach der Seite hin wenden. Genes, 
r. sct. 8, 9'' der Mensch sieht den Engeln gleich. 
Tii:73 nt NbN Nn^jnx nsn n3\*< nwnm sieht 
denn etwa das Thier nicht? Wunderbar! Allein, 
der Mensch sieht auch (selbst wenn sein Gesicht 
nach vorn gerichtet ist) von der Seite, d. h. 
schielt. Das. sct. 14, 15" dass. Jörn. 55" Ninas 

22 



•'J 



— 170 



Tibyab it' nn::B während der Hohepriester am 
Versöhnungstage „die eine Sprengung" nach 
oben zu vollzog (Lev. IC, 14), wandte er das 
Handblatt (die Finger nach oben richtend) nach 
unten zu; und während er „die sieben Spren- 
gungen" nach unten zu vollzog, wandte er 
sein Handblatt nach oben zu. Schabb. 102'' 
ai^n pNn TN -rwzr, Jem., der am Sabbat den 
Baustein an die Seite rückt (um ihn in den 
Grund des Gebäudes zu setzen), ist wegen Sab- 
batentweihung straffällig. Bez. 32'' bilJ D^ianN 
3m DT'a pniib -ima Noan n-in die Steine des 
Abtritts darf man am Feiertage seitwärts schie- 
ben, um daraus einen Sitz zu machen. Part, 
pass. B. bath. 99" wird aiyiiyi: (2 Chr. 3, 10) 
erklärt: ia-,73 lüESr: T'Mbna nn^is ii-ini::?;: die 
Gesichter der Cherubim waren seitwärts gewandt, 
wie das eines Schülers, der sich von seinem 
Lehrer verabschiedet; zur Hebung des Wider- 
spruches von 2 Chr. 3, 13 („Ihre Gesichter waren 
dem Tempel zugewendet") und Ex. 25, 20 
(„Ihre Gesichter waren eines dem andern 
zugewendet".) 

TjA eh. (syr. j., Af. die Augen wohin rich- 
ten) richten, lenken, s. TW. — Pa. Ti^ 
(=Tn::) seitwärts lenken, nach der Seite 
richten. Af. dass. Schabb. 102'' ■'yn MNnn 
nid:»! "^y^T^ der unten liegende Grundstein des 
Gebäudes bedarf des Hin- und Herwendens und 
des Legens des Schuttes, wodurch der Stein fest- 
sitzt. Jom. 37" wird 1317213 1^0" erklärt: mi:73n 
iiti}:n der Segen (Priesterfürst) ging seitwärts 
vom Hohenpriester; d. h. nicht ganz „zu seiner 
Rechten" (was unverschämt, ma) und ebenso 
wenig hinter ihm (was grossthuerisch wäre, Sj 
mi) ; also weder ganz rechts noch ganz hinten. 
B. bath. 99" inn^N ■ni:7jn die Gesichter der 
Cherubim waren seitwärts gewendet, s. vrg. Art. 
Ende. Schabb. 141" s. «3:13. 

~li* m. (verstärkt von ns; bh. Tii: Zedad, 
Ortsname) Seite; nur PI. ChuU. 8" Vl''^ '''^ 
Seiten des Schlachtmessers. Das. 49" ina l'S.'a 
yii'^ iDia73 . . . von einer Seite des Darmes 
(Haube), von beiden Seiten, j. Schabb. XHI 
Ende, 14'' ibi« iiTS . . . ri7jr!3 '''^.T^ die Sei- 
ten eines Thieres, die Seiten eines Baumes. 
Snh. 104'' ';iTiJ:b r;:D3 bxTai der Jude ver- 
richtet die Nothdurft an den Seiten des Weges. 
Genes, r. sct. 22, 22'', s. Nipbs. — Uebrtr. j. 
Pea VI, 19"= ob. bp"i ';inni: 131073' n73in ni?t£) 13*7 
'dt litis iSiüM etwas, was von zwei Seiten schwer 
und von zwei Seiten leicht ist. Oft i3np 'jinnilb 
er lehrt diese Halacha nach verschiedenen Sei- 
ten, Fällen. 

Nlli' eh. (=Tis:) Seite, s. TW. — PI. j. 
Schabb. VII, 10" mit. '31 Nittüa S<-i3n73 13 wenn 



die Frau die Getreidekörner an den Seiten am 
Sabbat aufbricht u. s. w. 

Sn^i m. (syr. j^?,) Augenschminke, 
fucus, stibium. Stw. 'mi:, eig. den Blick rich- 
ten, s. TW. 

HÄi ^<»~n~^ /. (von 112: s. d.) Verheerung, 
Zerstörung, Entsetzen. Thr. r. sv. DT17373, 
57° wird r;M73ni5 (Klgl. 1, 13) übersetzt: njrb 
zum Entsetzen, s. auch TW. 

y'Jffem. eh. (=::hbr. nni:, riT^, von tis) 
Speise. Levit. r. sct. 33 Anf., 177* -na 15 ';13T 
Nai3 ni: ■ . • N3üi kaufe mir eine gute Speise, 
kaufe mir eine schlechte Speise, s. l^ib. 

njki ni^ (=bh.) 1) nach Jemdm. fahn- 
den, ihm nach dem Leben trachten, auf- 
lauern. Grndw. T^i, eig. von der Seite über- 
fallen. R. hasch. 22" mi3 iinpib Drib mii: Dnt 
mbpu (Ms. Oxf. ri"n3 Dnb mis) wenn man 
ihnen (den Zeugen, die den verjüngten Neumond 
vor dem Gerichtscollegium anmelden sollten) 
auf dem Wege dorthin auflauert, so nehmen sie 
Stöcke mit sich. — 2) verheert, zerstört 
werden. Cant. r. sv. nsi "jS-, 11" die 70 Far- 
ren, welche Israel am Hüttenfeste opfert, 1333 
Dn73 obiyr; nisi nV^j r\V2iü aiy3i3 entsprechen 
den 70 Völkerschaften, damit die Welt nicht 
von ihnen verheert werde; d. h. damit sie nicht 
untergehen, wodurch die Welt verwüstet sein 
würde. 

'"lÄ*, X"li* chald. 1) (=nii:) auflauern, 
fahnden, fangen. Levit. r. sct. 34, 178** 
ipbiD3 iiaifflsm 113112: Ar. (Agg. . . . -11311-130 
ipb03 crmp.) sie fingen sie und sperrten sie 
im Gefängniss (cpuXax-»]) ein. Trop. j. Kil. I, 
27" un. cipb Uli bs Mi.-miTa N3n3 ois Nsn 
nii12£i hier breitete Kahana seine Schlinge gegen 
Resch Lakisch aus und fing ihn; d. h. er wider- 
legte ihn gründlich. — 2) sich ängstigen, 
I bange sein. j. Ber. I Anf., 2" die Bewohner 
i kleiner Ortschaften pflegen schon am Tage vom 
i Felde fortzugehen, «min i73p7a iib 112:1 weil 
j ihnen vor den wilden Thieren bange ist, vgl. 
pipi. Levit. r. sct. 12, 155'^ Nm^s i» ib 112: 
ich ängstige mich vor den Wächtern. Khl. r. 
SV. r!733n n3iy, 87'' Scbimeon ben Schetach 
sagte zum König Jannai : Ich hörte, dass du 
über mich aufgebracht bist, xbi ']3ia3 ib ni2:i 
nipisi i33b:3pn deshalb ängstigte ich mich vor 
dir, du möchtest mich tödten und entHoh. — 
3) (syr. jf,, (5.) zerstört werden. Thr. r. 
SV. yb3, 61'' wird 112: (Klgl. 4, 18) übersetzt: 
Nnii:3bD ';ibiS3 NDbnb73 xmiN r)Nii2: der Weg 
ist verheert, dass man nicht auf jenen Strassen 
gehen kann. 

Af. 11SN und Pa. 11s 1) zerstören, ver- 
wüsten. — 2) verlachen, verspotten, s. 



Knr" 



171 



TW. — Ithpe. 'niirs , ■'■;:2:;x 1) eingefangen 
werden, j. Ber. I, 2* un.'N''";:N3 n'^^inN ich 
wurde zum Frohndienst eingefangen, s. N"'n3:N. 
Genes, r. set. 79, TT"*, s. -r^^:::. — Trop. Xid."' 45* 
'3 nnsb nr ■'-2:r73 n?^ Nin "T^srN die Jungfer- 
schaft eines kleinen ]\Iiidchens wird nicht vor 
dem Älter von drei Jahren entzogen. Das. ö. 

— 2) sich üher etwas lustig machen, 
verspotten, s. TW. 

NnVlÄ/. (sjT. \Lq^\) Zerstörung, Ver- 
wüstung, s. TW. 

Sn^ ntasc. 1) Jagd, bes. Menschenver- 
strickung, Ueber listung. — 2) eine 
Eidechsenart, wohl vom Aufenthalt in wüsten 
Orten so benannt, s. TW. — 3) Sifra Schemini 
cap. 5 Par. 4 Niii: eine Heuschreckenart. 
Chnll. 66* steht dieses W. nicht. 

■""iS (syr. f?') Zadi oder Zade, Xame des 
18. Buchstaben im Alphabet. Schabb. 104* "'nis 
::-cs p-'n:: qiD2 •p-'-r^ --jics ^^^ nsics Ms. M. 
(Agg. p''ni:) das krummgebogene Zade (am An- 
fang und in der Mitte der Wörter) und das ! 
gradgestreckte Zade (Schlnsszade) ist zu den- [ 
ten: Der Fromme ist gebeugt, der Fromme wird 
auch aufgerichtet, j. Meg. I, 71*^ mit. s. -^^•^i'-'a. 

X>,1^ masc. (syr. \:L.u , arab. s^ö^^) der ; 
Schlaf, Schläfe, tempus. Grndw. ns eig. die , 
Seite des Gesichtes. Schabb. 80'' nai N5"iS 
N?ni: (Ar. Var. nt's na) die Stelle des längeren | 
und die des kürzeren Haares an den Schläfen. : 

— PI. Nid. SO*" vj'-j:: '3 die beiden Schläfen des 
Embryos. Levit. r. sct. 14, 158* dass., s. 0(5:2. ! 
Sifra Kedoschim Par. 3 cap. 7: „Ihr sollt nicht 
die Ecke eures Kopfes ringsherum abscheeren" 
(Lev. 19, 27); p^7:i '\^-'i2 s-'y-t^r. an ibs das 
sind die Schläfen an dieser und an jener Seite. 
Vgl. Mac. 20'' -nn-übi "."n ^mnxb vr^Ä mioan rtr 
':i das ist derjenige, der seine Schläfen mit den 
Theilcn hinter den Ohren und mit seiner Stirn 
gleich macht: d. h. der die oberen Theile des 
Backenbartes an den Schläfen abrasirt, so dass 
diese ebenso haarlos sind wie die Stellen hinter 
den Ohren and wie die Stirn. Ned. 49'', s. -i^rt. 

plÄ* (— bh., eig. wie arab. |JjJi fest, 
hart sein; übrtr. wie ■'3T, nDj) gerecht, 
tugendhaft (durch Tugenden stark) sein, 
j. Snh. IV, 22'' ob. ■pi'z-< -^z^i^ p^l: dn '-131 
'dt ^5•'^3 du könntest glauben, dass er (der 
Frevler), wenn er in deinem Gerichte als ge- 
recht erklärt wurde, auch in meinem himm- 
lischen Gericht als gerecht ausgehen wird; da- 
her heisst es: „Ich werde nicht den Frevler als 
gerecht ausgehen lassen" (Ex. 23, 7). 

Pi. p-ii:, p-^^ und Hif. -p^^r^r. 1) (mit darauf- 
folgendem y~-) die göttliche Strafe als 
verdient, das Gottesgericht als gerecht 



anerkennen. Sifra Schemini Anf. y::-::-^ -va 
d-'p^n:; B"'T.ybT . . . i-^in rs Tby pni: -p i^-.s 
TN vV? p-!is Drtn^N i-"ir; hn z-<^y a^p-'-:i?:a 
p^^S T1-; . . . i^ir; nx T<rr pn-ri -p?' . . . -•'^^: 
'2T y-iTi PS Tby als Aharon das gehört hatte 
(näml. „durch mir Nahestehende werde ich ge- 
heiligt werden" Lev. 10, 3), so erkannte er die 
göttliche Strafe als eine gerechte an („er 
schwieg" das.). Bei den Frommen ist es ge- 
wöhnlich, dass sie das Gottesgericht als ein ge- 
rechtes anerkennen. Abraham erkannte es als 
ein gerechtes an („Ich bin Staub und Asche", 
Gen. 18, 27); Jakob erkannte es als ein gerech- 
tes an („Ich bin zu gering für die Gnade" 
n. s. w.. Gen. 32, 11); David erkannte es als ein 
gerechtes an („Meine Wunden modern und eitern 
wegen meiner Thorheit", Ps. 38, 6). Das. „Sie 
thaten wie Mose gesagt" (Lev. 10, 7). ipvs 
ipnci 'j-'-ri PN arfb;' sie erkannten die gött- 
liche Strafe als eine gerechte an nnd schwiegen. 
Ber. 19" der Leidtragende p.\ i^br p-'-;:;:^! ^a^y 
'dt ■ji-- steht und erkennt die göttliche Strafe 
als eine gerechte an, indem er sagt: Herr der 
Welt, ich habe viel gegen dich gesündigt u. s. w. 
Taan. 11*. j. Sot. VIII, 22' mit. p-^^^-a rrp-r^ 
X^tr, ns rbr der König Judas hiess ..Zidkija" 
(2 Kn. 24, 17 fg.), weil er die göttliche Strafe 
als eine gerechte anerkannte. Hör. ll** un. steht 
dafür: Xebukadnezar sagte zu Zidkija: p-^Ti:-» rr» 
■'D -,i-tizr\ DN ■;■'■'" '"^i* T-^ ^ott verhänge 
über dich die gerechte (wohl verdiente) 
Strafe, wenn du mir abtrünnig werden soll- 
test. ^2) gerecht, tugendhaft machen. 
Taan. 8* ■j'^p-'i^cn r;::ttba iiz-^y px ^^1:^127; ba 
nb^-Job?: yir, -i-ib;- wenn Jem. sich auf Erden 
tugendhaft zu machen, sich zu vervollkommnen 
sucht, so vervollkommnet man im Himmel sein 
Recht; d. h. man bestraft ihn, selbst wegen der 
geringsten Vergehen, um einst seine Tugenden 
vollkommen zu belohnen. Genes, r. sct. 43, 42* 
(mit Ansp. auf p-;::-iDba, Gen. 14, 18) mp53r: 
racv PN pi-;^-a n-n jener Ort (Jerusalem) 
macht seine Bewohner tugendhaft. Levit. r. sct. 
3 Anf. (mit Ansp. auf Khl. 3, 16) D-'pp-;:i— j 2ip7: 
'üi •\y-C~r, n-c-c . . . pirrbs 2^-^N-p^ an dem 
Orte, wo ich sie (durch die Gesetzgebung im 
Horeb) tugendhaft gemacht und sie göttliche 
Wesen genannt habe, daselbst wurden sie frevel- 
haft und beteten das goldene Kalb au. 

p"lk, p*~J> eh. (syr. ^~s>], Ä in t erweicht, 
—•pi^) fest, gerecht sein, s. TW. — Part. 
Hofal. Git. 86* dieser Sklave nnnrb pisi;; ist 
für die Sklaverei geeignet , d. h. es ist dagegen 
kein Einwand zu erheben, vgl. ■'Ti-in. 

pl~i>V pi~'JJ ni. 'S. a. (mit daraufflg. y-ir.) 
die Anerkennung des Rechtes, bes. der 
verdienten göttlichen Strafe. Ab. sar. 
18* -cb-i- irrb ir:iT:o ibbn ü'p-'ns ü^bn; nMD 



172 — 



vrj 



•j^nn pns: ri-^n i^-n pii^a: bo ms-ipa wie . 
gross waren jene Frommen (R. Chananja ben I 
Teradjon, seine Frau und seine Tochter), welchen ; 
drei Bibelverse der Anerkennung des Rechtes ' 
in den Mund kamen zur Zeit, als sie die gerechte : 
Strafe Gottes anerkannten. Sifre Haasinu § 307 \ 
steht dafür bia a-'piCD ri-ab'J in-i?::::: nn^i: ryn 
'J■'^^ pni: zur Zeit ihrer Leiden brachten sie 1 
drei Verse der Anerkennung des göttlichen Rech- j 
tes hervor. Tanch. Ree, 360'^ „Dein, o Gott 
ist die Gerechtigkeit" (Dan. 9, 7), Nin ';■'^r; piTJ: ' 
das ist die Anerkennung des Rechtes. 

p"'"^ m. Adj. (— bb., syn. mit ■'N2T) 1) eig. 
der Tapfere, Starke, Sieger (vgl. bh. Jes. j 
49, 24 pilSE ■'D'a „die Gefangenschaft des Star- ' 
ken, Siegers", Parall. -nns). Aboth 1, 2 )'is:y£i ■ 
"p^i:!- Simon, der Tapfere, Einer der Letzten i 
der grossen Synode. Jom. SO*" u. ö. — Insbes. 
oft 2) gerecht, tugendhaft, fromm. So \ 
bedeutet auch äpexT], virtus, urspr. Tapferkeit, 
sodann übrtr. Tugend. Ber. 7"'' ib aiui p'^ns j 
maa i^^iNa p-'ns ib "m p^ns -iT^a "p^Tz ein 
Frommer, dem es gut geht, das ist der voll- j 
kommen Fromme; ein Frommer, dem es schlecht | 
geht, das ist der unvollkommen Fromme. Das. ö. 
Genes, r. sct. 49, 49'' nbia' biD ipin:: der Ge- 
rechte der Welt, d. h. Gott. Jom. 37" p-^~X 
CTjbiy der Gerechte der Welten dass. — PI. 
Ber. 10" D^pi'vS: s. nnö:- Das. 18" „Die Le- 
benden wissen, dass sie sterben werden" (Khl. 
9, 5),-D"'Ti -iix-fpi ';nrT'733U3 D-'P''"i:i: ibN das sind 
die Frommen, welche auch nach ihrem Tode: 
„Lebende" genannt werden. Das. 61'' D^p-'IS 
. . . ycz'i'a y-i ns-^ D-'i-on . . . pcTi: am n::*' 
psTO ~n !^T n''3"i3i3 die Frommen richtet der 
Trieb zum Guten (Ps. 109, 22); die Frevler 
richtet der Trieb zum Bösen (Ps. 36, 2); die 
Mittelmenschen richtet sowohl der eine, als auch 
der andere Trieb (Ps. 109, 31). R. hasch. Ib^. 
Pes. 11 9'' u. ö. Genes, r. sct. 49, 49" üyiz ba 
3TD Dp"'~i: Dn03 IJ^NITÜ betreffs der Frommen, 
die im Bibelabschnitt von Sodom erwähnt wer- 
den, lautet das W. Qpi-i^: defect (Gen. 18, 26 
fg.), d. h. unvollkommen Fromme. — Fem. 
n]5n^ die Fromme. Meg. lO*" npT2£!^ "inON 
die fromme Esther. Genes, r. sct. 45, 44"= Hagar 
sagte: Meine Gebieterin Sara r!v''Ni rp-rz nsn; 
Nb\i3 ü-^TO nna int npii: nn-'r; ib« npii: 
^maynJ ihn nb^bn ■'Sni i-;",3yn5 erscheint 
fromm, ist aber nicht fromm; denn wäre sie 
fromm gewesen, sehet nur, in wie vielen Jahren 
sie nicht schwanger wurde, während ich in 
einer Nacht (des Zusammenlebens mit Abra- 
ham) schwanger wurde. Das. 45'' npis:r; nniN 
jene Fromme, näml. Hagar. Das. sct. 71 , 70'' 
dass. von Lea. Das. sct. 63, 61'' Ribka's Vater 
und alle ihre Verwandten waren betrügerisch, 
'st Dn^ra73 riNi:-'T2 ^^r, rpni:-i und diese 
Fromme, die von ihnen abstammte, glich „der 



Lilie unter den Dornen". Levit. r. sct. 5, 149". 
Das. sct. 19, 162". Num. r. sct. 14, 225"' wird 

•p-'-iZ •jiob (Spr. 10, 20) gedeutet: npi:: ';T:;b 
das Gebet der frommen Rahel. Ruth r. sv. N2:m, 
37'' npli:- nms jene Fromme, näml. Noomi. 
— PI. Cant. r. sv. ■'Idujü, 7" nip-''ixr; die from- 
men Frauen. 

J<P"'~i* chald. (syr. Va-»n = P"'^¥) gerecht, 
fromm, s. TW. — PI. Suc. 45" N'sby mns Nb 
DT' bsa r.z-'D^ idn T'bnpJin ■'pina Nn'';ai ■[■«nbpTa 
die Welt besitzt niemals weniger als 36 Fromme, 
welche täglich der Gottheit ansichtig sind. Genes, 
r. sct. 35, 34"= steht dafür: -n7:yb bis"' abn^n T'N 
D"'p^^i D'^Tübiaü mnon die Welt kann nicht bei 
weniger als dreissig Frommen bestehen. Ber. 
61'' y^i:ah in im725 ly^j-ib Nbs saby i-q-'n sb 
■'"11723 die Welt ist blos entweder für die voll- 
endeten Frevler (welche diese Welt ganz ge- 
niessen) oder für die vollendeten Frommen 
(welche jene Welt ganz gemessen) erschaffen 
worden. Git. 57" u. ö. 

]p"ii ni. Adj. Frommer, Tugendhafter. 
Schabi). 156" . . . pii: id; tt' p^2:3-; "1X73 ■'s- 
mi73D Ipil^T wer unter der Herrschaft des Pla- 
neten Jupiter geboren wird, wird ein tugend- 
hafter Mann sein, d. h. tugendhaft in der Aus- 
übung von Wohlthaten. — Fem. rr'jp'is. PL 
j. Snh. X g. E., 29 "* nrapnin die 'frommen 
Frauen. Snh. 112" nr^pts d-'a; dass. j. Sot. 
VII Anf., 21'' s. -isns. Genes, r. sct. 37 Auf. 
Abraham dachte bei sich; nzy niiTO 1jX''On 
nrsp-ti: ';nii: Nn727JT bsii'N ich will den Isaak 
mit einer der Töchter Aner's, Eschkol's und 
Mamre's verheirathen, welche fromm sind. Exod. 
r. sct. 1, 101" imN3 vr,v nripii: cüa nscn 
d"'"S7273 bN"TC5'' ibsj" mn wegen der verdienst- 
lichen Handlungen der frommen Frauen jener 
Zeit wurde Israel aus Egypten erlöst. Num. r. 
sct. 21, 244" rripTsn m-iDn D-'ia; kluge und 
fromme Frauen. 

P~jJ m. (=bh.) eig. Gerechtigkeit. Chag. 
12'' u. ö. s. ninTi". — 2) übrtr. der Planet 
Jupiter. Schabb. 156"'' ob. Gott sagte zu 
Abraham (der unter der Herrschaft des Jupiter 
geboren worden sein soll): Israels Geschicke 
sind nicht von Glückssternen abhängig; ^N72 
TT'b ■n^z-'-a'pilzi Nimna :i~iyi23 -piz -Kpi -jnyT 
'dt mT73a denkst du etwa, dass, weil der Pla- 
net Jupiter im Westen steht (in der kalten 
Zone, die zum Kindererzeugen nicht geeignet 
ist, dass du deshalb kinderlos bleiben wirst); 
ich werde ihn kreisen lassen und ihn im Osten 
hinstellen; mit Ansp. auf pn:;, Jes. 41, 2. Genes, 
r. sct. 43, 41"' ib T'N7j r;T; -piz bxTi der Planet 
Jupiter leuchtete ihm, dem Abraham. Pesik. r. 
sct. 20, 38'' T'nsia pni: N-na nriN n» vinNT 
'j'^ir; .-IN arfbi' p''n:c-b nai^r! was wirst du, 
fragte der Engel Gott, nach ihm (dem Saturn, 



1 11^ l^ 

't t : 



— 17£ 



'pn:: 



■"naffi) erschaffen? Den Jupiter; weil Gott einst 
über sie das Recht ergehen lassen wird. 

npiiV- (=bh.) 1) Gerechtigkeit, Wohl- 
that. Chag. 12'' s. Pinny. Pes. 87'' wird r-pi'S 
isnrns (Ri. 5, 11 wie liTirs) gedeutet: npis 
n7:iNr! y^h i-i:a biSTj^n rrnpr; rrcy Gott 
hat Israel eine Wohlthat erwiesen, dass er sie 
unter die Völker zerstreute; damit man sie nicht 
auf einmal vernichten könne. — 2) oft Almo- 
sen, eA£Y][j.ocüvYj. Schabb. 118'' R. Jose sagte: 
npis 'pbna!: «bi rjp-:; 'n^;?: ■'pbn sn^ ich 
wünsche mir einen Theil mit den Einkassirern 
der Almosen, aber nicht mit den Vertheilern 
der Almosen; weil letztere näml. nicht immer 
regelrecht verfahren; vgl. auch "'N23, rt"": und 
psE. Snh. 49'' r.T.^-pr, bztz -p-rx nbii; Al- 
mosen ist verdienstvoller, als alle Opfer. B. 
bath. 10'' (mit Bez. auf Spr. 10, 34) rN-Lin'O aas 
r\-ii2-\si b? n-iEnn np^i: -p bN-c by nona 
Dbiyr! so wie „das Sündopfer" Israel sühnt, 
ebenso sühnt „Almosen" (oder: Wohlthaten 
überhaupt) die Völker, j. Taan. II, 65'' ob. 'i 
nbsp \rt nbwSi nap n-.'^Tjr; pn i'^birn?: ci^t 
nmOPinpni:! drei Dinge vernichten das büseVer- 
hängniss, näml. folgende: Gebet, Almosen und 
Busse. Aboth 5, 1.3 'dt rrpi-z i;pi;3 pihd ym« 
vier Klassen gibt es unter denjenigen, die Al- 
mosen geben: Mancher giebt selbst, will aber 
nicht, dass Andere geben; der ist engherzig 
gegen das Vermögen Anderer. Mancher will, 
dass Andere geben, er selbst aber giebt nichts; 
der ist engherzig gegen sein eigenes Vermögen. 
Mancher giebt selbst, will auch, dass Andere 
geben; das ist ein Frommer. Mancher giebt 
selbst nichts, wU auch nicht, dass Andere geben; 
das ist ein Bösewicht. Snh. 16''. Ab. sar. 16'' 



nf3-i*, an^T4 cL (syi-. U;i=^i?'7=i) ^°^^- 
that, Almosen. Dan. 4, 24, s. auch TW. — 
Ber. 6'' NPpi:: np-'Z^pt nh:;« das Verdienstliche 
beim Fasten sind die Almosen, die man des 
Abends an die Armen behufs Anschaffung von 
Lebensmitteln vertheilt. — t?pnp"ii: dass. s. TW. 

pTi'4 Zaduk (.Joseph. Ant., s. w. u. 2a55ou- 
xo?, Sadduk), Name eines Schülers des So- 
chäers Antigenes. Aboth de R. Nathan V Anti- 
genes hatte zwei Schüler, Zaduk und Boethos, 
welche den Lehrsatz ihres Meisters (,,Seid nicht 
wie die Knechte, die den Herrn bedienen, um 
Lohn zu erhalten" u. s. w., vgl. o~e) ihren Schü- 
lern und letztere wiederum ihren Schülern mit- 
thcilten, ohne eine Erklärung dieses Satzes zu 
geben. ■j-'^nT« tti ibs n72N •jrr'-nN ipnpTi "iiizy 
a-'p''ni: bo i"^ra ipmi a^-^^3^; n-'-'npü i;-'pi3N 
■;•: ic-.'ET it:j' ~p y.rs tt: sb NDn abirn 
•;•::::■ ^ri:b a-w-^-,: T'n p— lor -i-^on- rt-ipr: 
er;?: ins-'T 12'w a-b •[■'N N^r; abiybi nrr; abiyn 
•j-ipins iN-ip:i •j'Oin-'m fpins p-i- pincca a-'pa 



C-P-: a-b ';^aip-'ai -pi-,^ Bcb Ar. sv. »,^3 p^^a 
(anders in Agg., vgl. auch Maim. Comment. zu 
Aboth 1, 3 und R. Sam. ben Meir zu B. bath. 
115'') Letztere dachten über die Worte ihrer 
Lehrer nach und sagten: Hätten unsere Vor- 
verdern gewusst, dass es eine Wiederauflebung 
der Todten und eine Belohnung der Frommen 
in der zukünftigen Welt geben würde, so hätten 
sie nicht desgleichen gelehrt. Sie trennten sich 
nun von der (traditionellen) Lehre, indem sie 
sagten: Die Pharisäer haben die Tradition, sich 
in dieser Welt zu quälen, ohne eine Belohnung 
in der zukünftigen Welt zu erwarten. Von 
ihnen stammten zwei bösartige Sekten ab, die 
Saduzäer und die Boethusäer; Saduzäer 
wurden sie nach Zaduk und Boethusäer nach 
Boethes genannt, — Ferner pi-j^ Zadek, Name 
eines Tannaiten, Zeitgenossen der Tem.pelzer- 
störung. Git. 56*''. Tosef. Nid. IV Anf. u. ö. 

"•""l"^ »i. PI. a■'p^^^ Saduzäer, Anhänger 
der (missverstandenen) Lehre des Zaduk (imd 
des Boethos), Gegner der Peruschim (^-i-oins) 
Pharisäer, welche erstere zui- Zeit des zweiten 
Tempels lebten und viele angeblich traditionelle 
Schrifterklärungen verwarfen, vgl. än-.E. Jom. 
19^ vgl. ä-E. Sifra Achre Par. 2 cap'. 3 „Der 
Priester soll legen das Rauchwerk auf das Feuer 
(die brennenden Kohlen) vor Gott" (Lev. 16, 
13). ■"iria a^:E2 a-'^a-'n yina:: ipp"" sbc 
as aijsaa ai:a'^i yina;: '[■pr,-^ a-'-irnN a^ni:- 
aip?:- ■':Eb n73im bp p a^wi? ani n-aa -;sb 
'ai P~iBar! b" -«"s irrJa ""D -i731K'. diese Stelle 
besagt, dass er das Rauch werk nicht draussen 
(im Tempel) zubereite und es hinein (in das 
Allerheiligste) trage; denn die Saduzäer sagen: 
Man muss es draussen zubereiten und hineintragen; 
wenn man, sagten sie, auf diese Weise vor einem 
menschlichen König verfährt (dass man seine 
Speisen oder Rauchwerke im Vorzimmer zube- 
reite), um wie viel mehr vor Gott, üeberdies 
heisst es ja: „Mit der Wolke (des Rauch- 
werks) werde ich vor dem Gnadenstuhl erschei- 
nen" (Lev. 16, 2). j. Jom. I g. E., 39^ dass. 
Jom. 53*. Das. 19'' ■;-'pp-i3 nns ^pinica -ffi^u 
IS br ri« 133 nb -::n •.■'as ia yy^ ... y-ina?: 
■j-'UjmEri 1X3 i:n ■;-'S-,-%-i53 n:s iip^-rw ein Sa- 
duzäer hatte einst das Rauchwerk draussen zu- 
bereitet und CS hineingetragen, worüber er sich 
bei seinem Austritt sehr freute. Sein Vater je- 
doch, der ihm begegnete, sagte zu ihm: Mein 
Sohn, obgleich wir Saduzäer sind, so müssen 
wir uns doch vor den Pharisäern fürchten. (Die 
Tosef. hat hier, wie sonst oft, ^oip-'a, l-'5iP''a 
für "pTTi:, a-'pin::.) Jadain 4, 6. 7, s. ntiü und 
pii::, vgl. auch a'5. Tesef. Chag. III g. E. 
B-'iaiN a-'pins:^ ".Tn n-.iian pn -.b''a::r!C nMJyai 
nsab- -nN"2 a''b''a::wc a-'an-.s is-.i -.xia einst 
Hessen die Pharisäer den Tempelleuchter (behufs 
levitischer Reinigung) eintauchen; da sagten die 



:r\'^ 



— 174 — 



N^"i* 



Saduzäer: Kommet her und sehet, wie die Pha- 
risäer den leuchtenden Mond eintauchen! j. 
Chag. III, 79'^ mit. steht dafür r.izn b:b: s. d. 

— j. B. bath. YII Anf., 16* ob. a^-7:\s i^---:cr! 

'naa nsnn Ta ■»■ra-n"' ■'in nsw -nd- ■'rn 
■'DiSTnu i"'T 15''N die Saduzäer sagen: Die 
Tochter eines Sohnes und die eigene Tochter 
sind gleich erbberechtigt (gegen die Ansicht der 
Pharisäer, dass in diesem Falle blos die erstere 
erbberechtigt sei) ; denn sie führen folgenden 
Beweis: Da die Tochter meines Sohnes, welche 
blos aus den Gerechtsamen meines Sohnes kommt, 
mich beerbt, um wie viel mehr beerbt mich 
meine Tochter, die von mir selbst abstammt. — 
B. bath. 115^. Nid. SS*" ijnri; ■jnrn T'P"'"^ »"'■'"^ 
'dt rrn-D in inn 'jn'naN ■'Dmn nsbb die 
Töchter der Saduzäer werden, so lange sie das 
Verfahren ihrer Eltern (hinsichtlich der Reiui- 
gungsgesetze) beobachten, wie Samaritanerinnen 
behandelt. — Snh. 33"" „bei Kriminalprocessen 
darf das Gericht das ausgesprochene Urtel be- 
hufs Freisprechung, nicht aber behufs Ver- 
urtheilung später widerrufen" (Mlschna das.); 
bat* ia x^T\i2 ■j^pTisn •j-'nc ".ana nr-jc Nim 
N"in a-i -la inp b-iT la i^Ti:: i-pn::?!':: lana nr:: 
das gilt blos von dem Falle, dass der Richter 
sich geirrt hat in einer Lehre, welcher die Sa- 
duzäer nicht beistimmen (die pharisäische Schrift- 
auslegung nicht als gültig anerkennen); wenn 
der Richter sich aber in einem Falle geirrt hat, 
dem .die Saduzäer beistimmen, sodann heisst es: 
gehe in die Schule, um die Bibel zu lesen: d. h. 
da widerruft man das Urtcl, das gegen die all- 
gemein angenommene biblische Lehre 
verstösst. Hör. 4* Tn^a -y •j-'a-'^n i'^-i r-'a iin 
1-'pTi::-U5 -lana bat« la "i^^ivz lyn^ir. iwa nana 
Nin an ^a np b'-T HTzy-j: \x53 ii-n^D la x^ivz 
ein Gericht ist nicht eher als ein dissentirendes 
straffällig (ni-:« ^p" s. d.), als bis es ein Gesetz 
lehrt, womit die Saduzäer nicht einverstanden 
sind, bei einem Gesetz aber, womit die Sadu- 
zäer einverstanden sind, ist das dissentirende 
Gericht nicht straffällig; weshalb? Weil es 
dann heisst: Lerne die Bibel in der Schule; 
d. h. eine solche Lehrweise wird nicht mehr als 
ein Irrthum, sondern als eine Fahrlässigkeit an- 
gesehen. Es muss näml. sein m"n und -nnv, 
ein biblisches Gesetz, wie die Gelehr- 
ten (d. h. die Pharisäer) es lehren; vgl. nsia. 

— Hör. 11». Ned. 49'" u. ö. ^pTii:, D-'p-ns 
crmp. aus y'!2, ü''ZV2 s. d.; da überhaupt nach 
der Tempelzerstörung die Saduzäer nicht mehr 
vorkommen. Maim. in s. Commeut. zu Aboth 
1, 3 behauptet, dass die Saduzäer in Egjpten 
und in anderen Ländern noch zu seiner Zeit 
lebten und den Namen csnp, Karäcr führten. 
•- Jad. 4, 8 aa-'br ■':n baip -"b-bi ^^i-,:! -tza 
iz-j-z i-rciz üT b":n::- ns i-'ama crsu; a-'oins 
'ai so in Mischnaj. (in Tlmd. Agg. blos •'pns 



ohne ■'b-'bi) der ib^b; -pT;:: sagte: Ich klage 
euch Pharisäer an, dass ihr im Scheidebrief 
(oder: in Documenten überhaupt, vgl. Maim. z. 
St.) den Namen des jezeitigen Herrschers neben 
Mose schreibt u. s. w., vgl. b'^'2. 

Herr Rabbiner Dr. S. Cohn machte mich be- 
treffs dieser Mischna auf Joseph. Ant. 18, 1, 1 
frdlchst. aufmerksam : Nachdem Joseph, gleich Anf. 
des Cap. des Sadduk (Zaduk) in Gemeinschaft mit 
Juda erwähnt hatte, die sich gegen den Ceusus 
auflehnten, spricht er von beiden, die eine neue 
philosophische Lehre einführten, und endlich am 
Ende des Cap., nachdem er von den drei Sek- 
ten der Pharisäer, Saduzäer und Essäer ge- 
sprochen, erwähnt er des Juda, der eine 4. Sekte 
stiftete, die neben Gott keinen Herrn duldete. 
Da er nun früher Juda auch neben Sadduk 
nennt, welche beide eine vierte philosophische 
Lehre gründeten, so ist darunter ohne Zweifel 
diese 4. Sekte zu verstehen und unter dem (in 
Jad. 1. c.) gedachten ■'b"'b; "pn:: dieser Sadduk 
gemeint. Wenn Joseph, den Juda zuerst den 
Gauloniten (aus Gamala), dann aber den Ga- 
liläer nennt (vgl. auch Apost. Gesch. 5, 37), so 
wurde diese Schwierigkeit schon von Anderen ge- 
löst, dass Gamala an Galiläa gegrenzt haben 
soll. — 

Demnach dürfte ■'b''bi ^pns (oder blos -^pt-,:! 
s. ob.) in pns zu emendiren sein; etwa: „Za- 
duk, der sich dem Galiläer Juda angeschlossen 
hatte". Oder, viell. ist ipni: in ■jis zu emen- 
diren : der gaUläische Sektirer, näml. Juda. 

Fem. "-n'^ Saduzäerin. PI. Tosef. Nid. 
V Anf. die Frau eines Saduzäers sagte zum 
Hohenpriester: -jbia nvp^n:; ■'c: n:Nw '3 by tis 
Danb nbSw: obgleich wir Saduzäerinnen sind, 
so befragen wir doch sämmtlich (betreffs der 
Reinigungsgesetze) den pharisäischen Gelehrten. 
Das. R. Jose sagte: nnT^ nT^pn^a T'N'>pa t5n 
'dt ban \n wir kennen das Verfahren der Sa- 
duzäerinnen mehr als alle Anderen. — Dahing. 
ist das. nnj* r;pn::a -•zy^2 ed. Zkrm. crmp., 
lies =: ed. Zolkiew und Nas. SS*" nnt» •'pnsa. 

S|^TIi Zeduka, Name eines Ortes, j. Dem. 

II, 22= ob. Npnj:T NmrsabN 'i R. Alexander 
ans Zeduka. 

S"l~i>/. (wahrscheinlich persisch) Gewand 
ans Hanf. Raschi übers, das Wort überall 
durch CTaDp "isa, xävvaßi?, cannabis; viell. 
jedoch: Hülle von grobem Zeug über- 
haupt. M. kat. 27'' ib'DS syzbs sin; Nin-sm 
NTiT na NTiSa Ar. (Agg. nttt na) jetzt ist der 
Brauch, dass man die Leichen selbst in einem 
Hanfgewand, das blos einen Sus kostet, bestat- 
tet, Ketb. S*" dass. — PI. B. mez. 60» NiB 
■'1-i: ■pi^izb (Agg. i-;-,:s:) Raba erlaubte, die 
Hanfgewänder mittelst Holzkloben dünn zu schla- 
gen. — Davon Adj. PI. Nri^--ji:. • B. mez. 51* 



N^i^ii* 



— 175 



^:!^'^s 



R. Cbisda sagte: n\-ia-')30n ^3n-j '?3n Nnimsn 
sb rfby ■'"T'P''T das gilt blos von Hanfkieidern 
(bei denen, da sie keinen grossen Werth baben, 
das Gesetz der Uebervortbeilung, vgl. "NJis, 
nicht stattfindet), aber Kleider, die dem Men- 
schen, da er sie gewöhnlich benutzt, tbeuer 
sind, verkauft er blos für einen hohen Preis. 

N^I^Ia m. Adj. Jem., der Ilanfkleider 
oder sonst Gewänder aus grobem Zeug 
verkauft. — PI. B. niez. 51^ ■'srr'T •'i'.iTisn 
riNiab rms hier ist die Rede von Verkäufern 
der Haufkleider, bei deren Entnahme von 100 
Ellen (da sie nicht leicht verkäuflich sind) man 
vier Ellen darein giebt. 

2'il'4 (=bh., arab. J'. f , .^ ^ verstärkt von nnr 

s. d.) Grndw. ni: (wovon auch b~:i, ~i~'^, vgl. 
TIT, eig. schimmern) 1) glänzen, goldroth 
sein. Trop. Men. IS'' ibann EjOT' ba v^s lan:: 
das Gesicht des Babyloniers Josef glänzte vor 
Freude. Das. 68". ChuU. 7" und Pes. 113" ob. 
dass. von verschiedenen Männern. Sifra Tasria 
Par. 5 cap. 8 mn3:m anxr; das rothe und das 
glänzend rothe Haar. Das. rmyia "'nu! 1D vn 
rnj<T nm-i nns* ix mma nnsT nrnna: nnx 
rijab wenn am Aussatz zwei Haare waren, ein 
glänzend rothes und ein schwarzes, oder ein 
glänzend rothes und ein weisses Haar. Ned. 
49" V^^"^ T"° '^"'"''^ heute glänzt dein Gesicht 
infolge des Genusses einer wohlschmeckenden 
Speise, Gemüse. Keth. 103" D-iansT iizins T':d 
ib riD"' )'a'^S wenn das Gesicht des Sterbenden 
glänzend und roth war, so ist das für ihn von 
guter Vorbedeutung, Ggs. l-^piTi T-jr, wenn sein 
Gesicht gelblich war, was von schlechter Vor- 
bedeutung ist. — 2) laut, hell aufschreien; 
eig. roth vor Ausgelassenheit, vor Aer- 
gerniss oder Streitsucht werden. Sifrc 
Haasinu § 309 Anf. „Wie, gegen Gott verfahret 
ihr also!" (Dt. 32, 5). laiy riTin nnsb b-aa 
a^y^iior: ib nas pran oiüorbn i-^i^ amsi 
3mi:T -!:2^y nns ciLiarba ^;D^ abu'^o rrjia 
'dt "jmsrib -i:n DN n;^ ein Gleichniss von 
.Temdm., der laut aufschrie (sich frech benahm) 
gegen einen Senator (3mOT'b3=om''bi3, ßouXsu- 
TT]?) auf der Strasse. Da sagten die Zuhörer 
zu ihm: Du Narr in der Welt, wie, gegen den 
Senator erfrechst du dich, zu schreien! Wür- 
dest du etwa gegen ihn, wenn er dich schlägt 
oder deine Kleider zerreisst, etwas vermögen? 
Das. Jem., 'ai rnN li'n amsi niiiy rt^rro der 
sich erfrecht, gegen seinen Vater zu schreien 
u. s. w. Snh. 105" „Die Aeltesten Moabs und 
die Aeltesten Midjans (die nach der Agada mit 
einander verfeindet waren) gingen zusammen" 
(Xnm. 22, 7). tt^t ms-a vna a^aba ■"iiab bc^: 
"inxn -.»N nnsn b? dnt n3 mb riT i-iam:; 
Na nn;:bn imt< i^.ir. avn nriy ■'3wN ■;\x as 
aNTn unni arf:\a labr: •'b? Ar. (Agg. i^ainx) 



ein Gleichniss von zwei Hunden, die in der 
Heerde -waren und die gegeneinander laut bell- 
ten. Als jedoch der Wolf über einen der beiden 
herfiel, so dachte der Andere bei sich : Komme ich 
jenem nicht zu Hilfe, so wird der Wolf heute 
ihn tödten und morgen über mich herfallen! 
Da gingen sie beide zusammen und tödteten den 
Wolf. Tanchuma Waera, 71" i-'ain:: nnai tun 
'di nib T,-! „Feuer, Blitz und Hagel" (Ex. 9, 
24) sind sonst gegeneinander kriegerisch; als 
Gott jedoch die Egypter bekämpfen wollte, so 
stiftete er zwischen jenen Frieden, damit sie die 
letzteren zu Grunde richten sollten. Dafür auch 
"i^aiaT s. aa'^. 

Hif. a'^r!2:rT 1) glänzen. Midd. 2, 3 inona 
a"'niM das Kupfer der Pforten Nikanors glänzte. 
j. Jom. HI, 41* mit. nm-'i aTiütu rt->r, -[D-cim 
a~T biua ~Ei ihr Kupfer glänzte und sah schö- 
ner aus als Gold. Part. Hof. j. Suc. V g. E., 
55'' ob. an5:nü noni ■'ba glanzvolles Kupfer- 
gescbirr. Sifra Wajikra Par. 7 cap. 8 ti7:''N73 
la^nir-'ö?; •j-'biaD n'T' "lia von welchem Alter 
an sind die jungen Tauben als Opfer untaug- 
lich? Wenn sie eine glänzende Farbe bekom- 
men, Ggs. la-'Mfaja s. anr. Chull. 22 ''^ dass. 
— 2) vor Gram oder Aufregung lant auf- 
schreien, s. Kai. M. kat. 24" n::«a nst'.t 
D-iai iw r:-j«a n^ti i5in rby •ji^"'^^'^ ^^^"^ 
-f^S 'j-'aTi^i'J (Ms. M. iinTi::?:, viell. richtig, s. 
niüc) über einen Todten, der auf der Bahre hin- 
ausgetragen wird (was blos bei Erwachsenen 
geschah), schreit man vor Gram auf; über den- 
jenigen aber, der nicht auf der Bahre hinaus- 
getragen wird, schreit man nicht laut auf. 

2'n'4 eh. 1) glänzen, s. TW. — 2) vor 
Aerger laut aufschreien, zanken. Levit. 
r. sct. 9, 153" 'j^aTii: lins iia NnT'a-j nb 1''173N 
Nöm ■'aab yiv IDTn die Nachbarinnen (einer 
Frau, die oft mit ihrem Manne zankte) sagten , 
zu ihr: Wenn ihr beide wieder zanken werdet, 
so werden wir mit dir zum Prediger gehen. — 
Pa. a'^ria ärgern, s. TW. — Khl. r. sv. ny 
ü5pab, 77'' rt^na ay ain::u rT'73i.i lar er (der 
Kaufmann, der auf dem Schiffe fuhr) stellte sich, 
als ob er mit seinem Sohne zankte u. s. w. 

^lIT'jk m. X. a. das Glänzen, Glanzfarbe. 
1) Sifra Wajikra Par. 7 cap. 8 ain^sn rbnn 
'ai nT3"ai riTaia beim Anfange der Glanzfarbe 
sind sowohl die jungen Tauben, als auch die 
Turteltauben als Opfer untauglich. Chull. 22»" 
dass. — 2) Sifra Tasria Par. 5 cap. 8 mman 
biiia is-^N 3ir;''2:r:" b'^iu die schwarze Farbe 
schützt bei Aussätzen vor Anzeichen der Un- 
reinheit; die Glanzfarbc aber schützt nicht. 

nZTljJ/. N. a. der Schmerz, oder: der 
.\ufschrei vor Schmerzen, vgl. Ilif. nr. 2. 
Jalk. I, 87" „Er wird nicht sterben, aber er 
wird aufs Krankenlager fallen" (Ex. 21, 18). 



^■^i• 



— 176 



ISIS 



np"i73 ■'T'b r;s"'3n na-'nsn":: n^ja das besagt, 
dass der Schmerz, Gram zum Tode führt. 

Tli' (syr. ^Tt. ^ ]A. syn. mit ti::) dursteo, 
Durst haben. — Af. -n^N dursten lassen, 
s. TW. 

S^Hi', N:ni'> XrnnA/.(syr. tJ'^r)Trocken- 
heit, Dürre, s. TW. (Davon bh. n^i:, •ji-'S 
verkürzt aus n^nx, ivnit trocknes, dürres, 
eig. durstiges Land, Wüstenei; ferner Q-'^i: 
m. pl. verkürzt aus □■'^-i: Wüstenbewohner.) 

'711a (=bh., syn. mit nrjS, Grndw. TX, s. 
ans) glänzen. — Hif. 1) intrnst. glänzen. 
Genes, r. sct. 97 Anf. »mbin:;?: T'Sdt n:!:i Josef 
ging hinaus (nachdem er den väterlichen Segen 
erhalten hatte) und sein Gesicht glänzte vor 
Freude. — 2) glänzen machen, erleuchten. 
Pesik. r. sct. 20, 38^ nun ddid n-i3 n73 ^:d731 
ibiD abi:'n ba hn b^niira an-3N irns nt 
nj^nn weshalb erschuf Gott das Gestirn Sonne? 
Das entspricht unserem Erzvater Abraham, 
welcher die ganze Welt, der Sonne gleich, er- 
leuchtete. 

7r\'4 cJi. (syr. \A, = b-'^) glänzen, hell 
sein; dann übrtr. hell tönen, jubeln, (von 
Rossen) Aviehern, s. TW. — Pesik. r. sct. 10, 
27'' .•jT'Ts -131 "'1DN i''bn:it ■vp-'r,'2ri es leuchtete 
und glänzte das Gesicht des Bar Padjon 
(=Padja). In den Parall. ^idn 'j-'bnT s. bnT= 
bn::- 

'^<'7t /• (syr- ?%'. , "^'nT, arab. JLj^, bh. 
nbn^::) 1) das Jauchzen vor Freude. Num. 
r.'sct'. 10, 206* als Salomo den Tempelbau voll- 
endet hatte, rbr,'^ ü'ä T'm n?is ni n^~a Nia: 
nbns nnbsi n;'-o ra nrnsT -CTpJi- n^z rn/JC 
U!np7cn n^3 nbns): nn"i nrns na heirathete er 
Bithja, die Tochter Pharao's; es war dort das 
Jauchzen vor Freude über den Tempel und das 
Jauchzen wegen der Heirathder Tochter Phaiao's; 
aber das Jauchzen wegen der Heirath der Tochter 
Pharao's übertönte das Jauchzen wegen des Tem- 
pels. — 2) das Wiehern. Sot. 8, 1 (42*) „Euer 
Herz erweiche nicht" (Dt. 20, 3) D^iOiO nbns ^ZD'a 
mann mi:n:wT vor dem Wiehern der Rosse und 
dem Blitzen der Schwerter. Sifre Schoftini 
§ 192 stehen die letzten zwei Worte nicht. Das. 
riTnUT aiDiD nbns bip . . . rao er hörte das 
Wiehern der Pferde und zitterte. 

"iriJJ (syn. mit bn::, nnt) glänzen, klar 
sein. — Hif. glänzen machen. Levit. r. sct. 
5, 149'' ■T'ni:72T "lycjn pn T'a5:o ■jii-'psrwN i;3'a 
i\->Ä~ TN das Oniphicinumöl, welches das Haar 
ausfallen und den Körper glänzen macht. In 
der Parall. steht py;:T s. inj". 

inik chald. (=nns) glänzen, klar sein. 



Uebrtr. Kidd. 39* in^-.nj: sb ihr seid nicht 
klar; d. h. diese Halachoth sind euch nicht so 
recht verständlich, klar. Aehnlich das. «b 

in-'-Jin. 

"IHÄ, Snni* eh. (hbr. nn:c) Glanz, Glanz- 
fleck, bei Aussätzen, s. TW. — Bez. 14'' -•'^tn 
n"'~.ns r|"'bp mm (Ms. M. n^cibp mm) er sah, 
dass der Glanz (die glänzende, frische Farbe der 
Graupe) entfernt war. (Dav. bh. n^, Jes. 5, 30 
für ins, n elidirt: Glanzkörper, Mond.) 

K"linjJ m. (=ninT, bh. nni:) Glanz, Licht- 
strahl, 's. TW. 

N"in''i* m. Oel, eig. Glänzendes (=bh. 

nns';). Kidd. 48'' Nn Niana sn Nian sn 
Niri-'Sa hier ist die Rede von Wasser, dort 
von Wein und anderswo von Oel. Nach einer 
Erkl. Easchi's wäre Nnn"'i: =^ «""'S s. d. Saft. 
Bech. 40" N-,ms LA. des R. Chananel: Glän- 
zendes, vgl. N^"'i:. 

Nia, Sm', ""l^* (arab. l^-o, syr. (o.^) eig. 
brennen, zünden; übrtr. verdorren, ver- 
trocknen. Pes. 56* ■'ns 'sn mb ^-as ab "'S 
Ar. (Agg. iiNi:) wenn man mit dem Palmbaum 
nicht so verfährt, so vertrocknet er. Das. 110'' 
Nbp-'T «nsi Nnn: ypc Ar. (Ms. M. ms; Agg. 
crmp. ypsn «bp-- mis) das Fasergewebe ging 
los und der Palmbaura verdorrte. Das. 111* 
mSHD 11S1 seine Füsse vertrockneten. — Pa. 
vertrocknen, verbrennen, trnst. B. bath. 
24'' un. n^b ^:,^'2i n''3"'b3 ^■'n^ Np3« b"N der 
Staub dringt in das Herz der Palme und ver- 
trocknet sie. 

nXii' /. (=bh.) Excrement, Schmutz. 
Stw. N1S, syn. mit NNS, syr. ]],, s.d. Pesik. 
Dibre Jirmeja, 111* wird ns (Jes. 30, 22) er- 
klärt: ib -;jNn nNiS nenne den Götzen: Schmutz. 
Levit. r. sct. 19 Auf. R. Asse beobachtete die in 
einem Topf eingeschlossene Eabenbrut; nrON 
'51 'j'^cw m^:? nNisi nsis ••,■'13^1 da fand 
er, dass sie Excremeute auswarfen und das Ex- 
crement brachte Mücken hervor, vgl. Ip:^?. 

"iXii niasc. (von -iis, arab. '(_^ med. Waw) 

Bruchthal (=nyp3). B. bath. 36* nNnS3 \x 
ü'a^^'p UTim: wenn das Grummet sich im Thale 
Mehusas befindet. 

ISI^ masc. (=bh. Stw. ms sich drehen) 

Hals. Chull. 19^ ny^ncb Tca isisn b3 
der ganze Hals ist tauglich als Schlachtstelle, 
Ggs. npib73, s. d. Uebrtr. j. Snh. VI, 23'' un. 
D'^iJ'n -1N1S3 ■'ibn 173T •'-in sein Blut (falls er 
unschuldig hingerichtet wird) soll an dem Halse 
der Zeugen hängen ; d. h. die Verantwortlichkeit 
würde sie trefl'en. Snh. 44'' u. ö., s. "ibip. Ab. 
sar. 30* i-.Nis byi vy über mich und meinen 



-INIi* 



177 



'li* 



Hals; d. h. ich übernehme die Verantwortlich- 
keit, ihr könnt euch darauf verlassen. 

ISli', -]r4, iSnii* eh. (syr. jro^^vrg. nsi:;) 
Hals. Dan. 5, tI'iö; s. auchTW. 

112, 1^2 (=bh. arab. t>L^, syr. j" syn. mit 
■'li: s. d.) nachspähen, jagen, fangen, j. 
Schabb. VH, KP mit. sms 1^2^'' 1^^ Jem., der 
einen Fisch am Sabbat fängt. Trop. j. B. bath. X 
Ende, 17'' T'-'is mm tdj "la mvz sii-a nm^ 

■'■'33 Nb inx i^Ji ■'■'3:1 inx ';a aus jeuer Halacha 
könnte man Folgendes entnehmen: Wenn Einer 
dem Andern auf der Strasse nachjagt (d. h. ihn 
martert, dass er ihm die Schuld bezahle, vgl. 
pyn nr. 2) und ein Dritter herbeikommt und zu 
ihm sagt: Lasse ihn los, ich werde für ihn zah- 
len, so würde der Gläubiger von dem Bürgen 
die Schuld einfordern, von dem Schuldner aber 
nicht einfordern. Trop. Das. VHI, IG"* ob. man 
bringt zwei weisse Pferde und lässt Jemdn. auf 
beiden reiten; n3n073i iSia bTN )'^it Ntn biN '[■'Ti 
mba T''':i «b das eine Pferd geht dahin und 
das andere geht dorthin; so stellt sich heraus, 
dass er nicht weiter kommt. 

Ithpe. eingejagt, eingefangen werden. 
Levit. r. sct. 30, ITl** riNüO^'b Ninn ^■'^r!^^ jeuer 
Käubcr wurde eingefangen, j. Jeb. XVI Anf., 
15° 'di 'jinbiD TiT^ilPX sie wurden sämmtiich 
eingefangen, vgl. i'i'ia. j. Sot. IX, 23"= un. u. ö. 
s. auch T'S. 

T - 

J<n"';']1i{ /. (von n!is, wie bh. rrj^'i:) Speise, 
Leckerspeise, bes. Trauermahl, das man 
den Leidtragenden zu essen gab. PI. Schabb. 
136-'' bs^ab D^yn Np sn-'^i-iii: Ar. (Ms. M. 
Nrn^ims; Agg. Nn^a-mii:} du' wünschest wohl, 
das Trauermahl zu essen; d. h. du beobachtest 
Trauer wegen des Todes eines noch nicht 30 
Tage alten Kindes, was unnöthig ist. M. kat. 
20'' Nn-'-'m:k Agg. und Ar. dass. 

mj{' miJJ (=bh. nis) schreien, hell, laut 
sprechen. Grndw. "iS, vgl. i-ji:. Insbes. oft: 
sich wegen eines erfahrenen Unrechts 
beklagen, oder: sein Leid klagen; Ggs. 
pniä schweigen, s. v. a. Eingeständniss machen. 
Keth. 14'' fg. misi -IT7353 Jem., der, wenn man 
ihn: Bastard nennt, schreit. B. mez. 24'' «bm 
byi bs5'i3 in^'a by nnSD nujy: miai ^Ta^3> 
n'^n nynüö inrso Jener schreit ja (was als 
Beweis dienen sollte, dass er den Gegenstand 
noch nicht als verloren betrachtet)! Das ist 
so: wie Jem. schreit wegen seines Hauses, das 
eingestürzt oder wegen seines Schiffes, das im 
Meere untergegangen ist; d. h. es ist blos ein 
Aufschrei des Schmerzes. B. bath. 138* ins 
mi ciioabi Nip^j»: pmiaa isa Nnp'^yjj miira 
hier ist die Rede davon, dass er von vorn her- 

LavY, Nouhebr. u. ChaU. Wörlorbuoh. IV. 



ein schrie, dort aber davon, dass er anfangs schwieg 
und später schrie, j. M. kat. HI, 82'' ob. -pinn 
miiib -^^-i^r-a ■jNDJJ an „Schweige vom Stöhnen" 
(Ez. 24, 17); daraus ist erwiesen, dass jeder an- 
dere Leidtragende sein Leid anklagen muss. 

PL laut zurufen. Tosef. Schabb. VI g. E., 
'di HDn bD3\-i Nbü b-'D'CJa m:nb nnniran wenn 
ein Weib in den Backofen hinoinschreit, damit 
das Brot nicht in Stücke zerfalle, so ist das 
als ein Aberglaube, heidnischer Brauch verboten. 
Schabb. 67'' •j^o-'nsb nmi2:72n wenn ein Weib 
in die Graupen hineinschreit, ebenfalls ein heid- 
nischer Brauch. Tosef. Schabb. VI (VII) g. E. 
steht dafür inxb nii^'i:?:::, Var. Tmxb n:3:ii3rr. 

ni^*, ny\'4 ^h. (=m:£) l) schreien. B. raez. 
6* fg. mii: m- nachher schrie er. Das. ö. Suc. 
31" ■;73nD 'n nn totun Nbi nmix sie schrie (be- 
klagte sich wegen eines ihr zugefügten Unrech- 
tes); R. Nachman jedoch kümmerte sich nicht 
darum. B. bath. 54'' nijjp nnn^ xp \NnN sie 
kam und schrie vor ihm. — Uebrtr. B. kam. 
86* Jem. hatte Beulen am Kopfe inaibpuji 
n-^b imi^Ji Ar. ed. pr. sv. IDünp, s. d. (Agg. 
"inina ■'mii:-!) man entfernte sie und sie 
schmerzten ihn. — 2) (=hbr. «np) ein- 
laden. Levit. r. sct. 28, 172*'' bsb '-^In ms 
N-isp nnb mi: Nbi laa-i Rabbi lud (zur Hoch- 
zeit seines Sohnes) alle Gelehrten ein, aber den 
Bar Kapera lud er nicht ein. Das. «in in?3 
'di n^b imn:;: Nbn •jn wer ist derjenige, den 
wir nicht eingeladen haben u. s. w.? Das. ö. 
j. Sot. IX, 24'' un. Niaaansa i^^mii: iiim sie 
boten die Waare feil. — 3) nennen, den 
Namen ausrufen, j. Schabb. IX, 11'' mit. u. ö. 
'■D^ N3^j Nbrsb l^'mii: i^jn dort nennt man den 
tüchtigen Arbeiter u. s. w., vgl. N-ii7:j> und 
li--n-. Genes, r. sct. 87 Anf., vgl. «b'-^i^,' N\-n3 
u. m. a. T . . , ,- 

Af. mi2:N zum Schreien veranlassen. 
Erub. 60* in-a-n.12 ■'33 nby nmiira Nbi nn sieh 
zu, dass du nicht die Besucher des Studien- 
hauses zum Aufschrei gegen jene Halacha ver- 
anlassest! Ab. sar. 74* dass. Schabb. 33'' die 
Thränen fielen auf seinen wunden Körper •jmiitJjpn 
fT'b und sie verursachten ihm Schmerz. 

nnil^V- (=bh. nnii:) Geschrei, Ausruf, 
j. Taan. IV, 68* mit. nmii: \-'i'2 wegen eines 
Rufes. — PI. Pes. 57* nmis: nimis 3'3n« 
'di niTSn vier Ausrufe Hess die Tempelhalle 
ertönen u. s. w. Sot. 42*. 

N'nvi*, xnnii* od. Niiii*, xnniiv««. (syr. 

jiu..a, = nmi:) Geschrei, Klagegeschrei, s. 
TW. 

"■1^*, Pa. ■'i:c (arab. ^'^=nyz) schreien, 

lärmen. ChuU. 53* un. Np in3w^i •>^■s.■n Nin 
ppnprj Ar. sv. ■'is?: (Agg. \siyM) wenn der Löwe 

23 



'Td 



178 



UTJ 



lärmt und die Thiere im Stalle sind unruhig 
u. s. w., s. ■''ly. B. mez. 24(?) NbN püN Nb 

ni ib n^b V"'^'^ ^2" r""^'^ N-"' -'^i"- SV. ■'■11:72 
das gilt blos dann, wenn sie nicht schreien, 
wenn sie aber schreien u. s. w. Genes, r. sct. 
65, 65* i^x nro^s ^■^3a 111^1:» 3p;"ü i^ta 
lujyb ü''T' Ar. sv. (Var. = Agg. C]i:Ei:73) wenu 
Jakob's Nachkommen in den Synagogen schreien, 
laut beten, so hat Esau keine Hände, d. h. ver- 
mag er nichts. Levit. r. sct. 16, 159"= s. ';bip. 

"'IjJi niJk (arab. LI^="'N2i, NNl?) schmutzig 
sein. Bech. 29'' ■'isi i^ib^s n7ii: Ar. (Agg. 
^iSi::i) gewaschene und schmutzige Wolle. Das. 
jedoch erklärt: inNiiiü pib?^ gewaschen von 
seinem Schmutze. Chull. 135" -ii^ Nbi pib73 
gewaschene, aber nicht schmutzige Wolle. 

■"IS) miJ eig. syn. mit 3^; fest sein. — Pi. 
Uli: (=bh.) befehlen, anordnen. Men. AA^ 
r-iT^S i;toj"1 ''by ma ■'an Rabbi, befiehl (dei- 
nen Schülern) betreffs meiner, dass sie mich als 
Proselytiu aufnehmen! Schabb. 151* u. ö. B. 
bath. löl** fg. V^P ■'^2 ^^ '^^''''^ nnn« n^S73 
wenn Jem. im Sterben etwas anordnet, so ist 
eine Zusicherung (durch Mantelgriff u. dgl.) 
nicht nöthig. Part. pass. Kidd. 31* u. ö. bii3 
naiyi miiia la-iNtJ ■'7373 1-,-0M'-\ ^1111:73 ein grösse- 
res Verdienst hat derjenige, der ein ihm anbe- 
fohlenes Gebot vollzieht, als derjenige, dem es 
nicht anbefohlen wurde und es vollzieht; Erste- 
ren näml. versucht die Leidenschaft zur Ueber- 
tretung zu bewegen. — Nithpa. befehligt 
werden. Kidd. 38* bN-iOi m::::: mi?^ mbia 
'si yisb ino^'333 drei Gebote wurden den 
Israeliten bei ihrem Eintritt in Palästina anbe- 
fohlen, j. Meg. I, 70** un. die Männer der Grossen 
Synode sagten, als Mardechai und Esther ver- 
langten, dass die Estherrolle den kanonischen 
Büchern einverleibt werde; isimSj'a m::?^?! nbN 
Tny ins n'^dJ l\s n-aiz i;b n7jN "^di rnD7o id7j 
'si nny7a nn Dsb Cinb „das sind die Gebote" 
(Lev. 27, 34), die uns anbefohlen wurden aus dem 
Munde des Mose; und so sagte uns Mose: Kein 
Prophet ist von nun an berechtigt, euch ein 
neues Gebot zu ertheilen! Aber dessen unge- 
achtet fand man später eine Stützung für die 
Aufnahme dieses Buches, vgl. ans. 

nN1^/e»n. Befehl, Anordnung. B. bath. 
147* (mit Bez. auf in:, 2 Kn. 20, 1 und lii^i, 
2 Sm. 17, 23) üldbyn i^Niirn eine blosse An- 
ordnung (ohne besondere Zusicherung, s. vrg. 
Art.) genügte. Sot. 17*. 

''IT'j} m. N. a. Befehl, das Anbefohlene. 

j. Kil. I, 27'' ob. riNJiinn Nbx iivi:^ n\iD iin 
betreffs der Gräser, D-'kSiai, steht das W. ■in:i73b 
nicht beim Befehl (dass sie „nach ihrer Art" 
wachsen sollen), sondern blos bei ihrem Wach- 
sen (Gen. 1, 11. 12), während bei den Bäumen, 



auch beim Befehl: "i:->)2b steht, j. Schabb. XVI, 
15"^ un. ■'iri:'! m-'MN das Sprechen und das Be- 
fehlen, j. Jom. I, 3.S'' mit. ■'iTi^: Befehl, Ggs. zu 
r!ii:7j Gebot, das man eigentlich thun soll. Genes, 
r. sct. 19, Id^ ich führte den Adam ins Para- 
dies i-'iTii: by 1351 vn"'ii2:i und ich ertheilte 
ihm den Befehl, er aber übertrat meinen Be- 
fehl. Num. r. sct. 7, 195*^ ■'iii: n72N5':: ü^p2 bs 
rmnb jm;i ri"oy?3 nycn tr2 iiiiin überall, 
wo in der Schrift „Befehlen", is, steht, so be- 
zieht sich der Befehl alsbald auf die Zeit der be- 
treffenden Handlung und ist auch in den spä- 
tem Generationen zu befolgen. R. Juda ben 
Betera sagt: tt-,-'T sbN mp-a bsn ■'iiit 'j-'N das 
„Befehlen" bedeutet überall nur eine Anspor- 
nung. Genes, r. sct. 35 Anf. u. ö. — PI. j. Ber. 
IV, 8* ob. die 18 Benedictionen im Gebet nsja 
■'jD p\a73 iTiJ-iSn nnso 'i'';'^!"'^ ri''' entsprechen 
den 18 Befehlen (m::), die im zweiten Abschnitt 
der Stiftshütte vorkommen; d. h. Ex. cap. 37 
fg. Levit. r. sct. 1, 145'' niansa 3T3 Di-'Tii: n"'' 
^miün© riTibn ri'i laas pa73 18 Befehle stehen 
im Abschnitte der Stiftshütte, den 18 Knorpeln 
im Rückgrat entsprechend. 

br^ s. b^i?. 

Cli* perf. D2: (syr. io,=bh. Qiis, arab. [»Lo) 
fasten, sich des Essens und Trinkens 
enthalten, j. Chall. I, 57= mit. i-'7aTi y-^n ü^ 
er fastete das Versöhnungsfest an zwei Tagen, 
vgl. «7511:. j. Taan. II, 66* un., s. Nnanr. j. 
Dem. II, 26'' mit. j. Chag. II, 77'' un'. 'Mirjam, 
n»DnD7:"i n»"'-':: nnm welche fastete und es 
öffentlich bekannt machte, j. Sot. III, 19* mit. 
rfbina mniN n?^''''::?: n^:73"i: nbina irr^by is'^o'ir; 
man fügte hinzu (zu den scheinheiligen Pharisäern, 
welche verderblich wirken) die fastende Jung- 
frau; denn dadurch, dass sie fastet (nijii::-: 
contrh. aus N72iii: ']7a), verliert sie ihre Jung- 
fräulichkeit. In bab. Sot. 22* steht dafür rT<;i'>bi:, 
s. d. 

DiS m. (=bh.) Fasten, Fasttag. R. hasch. 
18'' -iT^Tn ■nmy:ii ito":; inb •'npi dii: nnb ■'np 
Diit Dibuj i'^N nnwffibi inciab TTf Diba •a-'ö 
der Prophet (Sach. 8, 19) nennt jene vier Tage: 
„Fasten", bald darauf aber: „Wonne und Freude" ! 
Zur Zeit, wenn Friede herrscht, werden sie 
Wonne und Freude sein; wenn aber kein Friede 
herrscht, sollen sie Fasten sein. Nach einer an- 
dern Ansicht: Dil: m3b73n nT'Ta ©i wenn Re- 
gierungsedikte (behufs Religionsverfolgung) an- 
geordnet sind, soll Fasten sein. — PI. j. Bez. 
II g. E., 61'' im DTOiitn •[73 vjia i-inöin 
nT'jynn seine Zähne wurden infolge des Fastens 
und der Kasteiungen schwarz. — Josef Kimchi 
(cit. von David Kimchi in s. hbr. Lex. sv. D12: 
und von Luzzatto in s. Comment. zu Jer. cap. 
36) bemerkt, dass mi:, 1 Kn. 21, 9. 12 und Jer. 
36, 9, nicht Fasten, sondern „Volksversamm- 



nj:i: 



179 — 



Nn^i'ii* 



luiig" bedeute (walirsch. von Q;3^, arab. ^^, 

Pilp. üi:7J2i:) und zwar in der Bedeutung des 
nh. n'jii: s. d. Wiewohl letzteres W. von n:3i: 
abstammt, so dürfte dennoch Jos. Kimchi's Er- 
klärung richtig sein. 

S'lili' dt. (syr. ^c!=Di2:) Fasten, Ka- 
steien, bes. Fasttag, j. Jom. VIII, 44^ mit. 
N3n NUIS der grosse Fasttag, d. h. der Ver- 
söhnungstag, im Ggs. zu den anderen Fasttagen 
und bes. zu dem Neunten des Ab. Das. 48* un. 
fg. j. Chall. I, 57° ob. xm NMi::b i^an xi2r\ 
';i53T' ii-in dort (in Babylon) beobachtete man 
aus Bcsorgniss (dass viell. die Kalenderberech- 
nung unrichtig sei) den Brauch, das Versöhnungs- 
fest an zwei Tagen zu feiern, j. Ab. sar. I, SQ*" un. 
— Uebrtr. Tem. 29* N73ixn N-i?:\x ein Lamm 
des Kasteiens, das näml. infolge des Hungers 
abgemagert ist. 

Hy"! j{ /. (für riyi^-; = bh. yi:£v Stw. ?a-, 
viell. vri) eig. Ausgebreitetes, daher Pol- 
ster öder Oberdecke. PI. j. Keth. X, 33'' un. 
niyis- \^2^ nonan \'a von der Unterdecke und 
von den Oberdecken, vgl. nän3 nr. 2. Das. 
nbibn imsaia minin die Polster von jener 
(llochzeits-) Nacht. 

»IIa perf. :;:; (=hh., eh. Cj^u s. d.) fliessen, 
schwimmen. Sifre Schoftim § 205 „Der Er- 
schlagene liegt auf dem Felde" (Dt. 21, 1), 
D"'?2;i ""^D by eis Nbi aber nicht, wenn er auf 
dem Wasser schwimmt. Sot. 44'' dass. j. Pea 
VI, 19° mit. j. Schabb. I, 3'' ob. i^S ein Gift, das 
auf einem Getränk schwimmt, j. Ab. sar. II, 41** ob. 
u. ö. Abotli 2, 6 D^Mn •':d b;' nssa rb-:Jbi3 ein 
Schädel, welcher auf dem Wasser schwamm; vgl. 
qi:2 im Afel. Machsch. 4, 5 ';-'::im •;^Tn-'3n das aus 
dem Gefäss ablaufende oder das darüber tliessende 
Wasser. Schabb. 12" lisirm Raschi (Agg. 
1'^DSDm) dass. Teb. jom 2, 4 rt):Tin bia 1730 
■jTT'DS by tis: Ool der Teruma floss auf dem Ge- 
bäck, j. Sot. IX, 24'' un. ns:; rba zur Erkl. 
des Ws. D'^-jii: s. öib. 

Hif. schwimmen, fliessen lassen, über- 
schwemmen. Genes, r. sct. 38, 37'' wird yo-'i 
(Gen. 11, 8 gedeutet wie rjii^i) DTi iniby ci-'^ri 
"[HTa mnausn 'b Cj^'^im Gott liess das Meer über 
sie strömen und schwemmte 30 Familien von 
ihnen fort. Lcvit. r. sct. 27 Anf. „die Berge" 
widerstehen der Tiefe, '31 Dbu'n tj-'i' Nbia dass 
letztere die Welt nicht überschwemme, ebenso 
hält „die Tugendhaftigkeit" das Verderben ab; 
mit Bez. auf Ps. 36, 7. Nid. 19» D'';^ :i3:-'72l 
man lässt das Wasser darüber hinwegHiessen. 
Das. 20" dass. j. Nid. II g. E., 50'' wird dies 
erklärt: n''b:27a 135 b? D'^w ci^r: man lässt das 
Wasser auf einen Lappen fliessen. Tosef. Nid. 
III g. E. Dv: (1. n^by) ^-'•;'J V\-''Z-z'\ ed. Solk. u. a. 
(ed. Zkrm. crmp. NSMi) dass. 



NSIÄ, T\^'"4 m. (arab. ^Jo) Wolle, bes. 

wollene Flocken, die, ähnlich der baum- 
wollenen Watte, zusammengeleimt oder geheftelt 
sind. Tosef. Schabb. V (VI) Anf. NDi^nT m. 
Agg. (ed. Zkrm. -i72i: i-Dism, vgl. Note das.; 
ed. Wilna ns-'2:2i), vgl. T'-iiji:. Schabb. 50" 
SD-':;^ dass. Sifra Schemini cap. 7 Par. 6 bi3i 
l>3 nuib ni73bn rtD-'in tqx man könnte denken, 
dass auch wollene Flocken (auf welche etwas 
Unreines gefallen ist, gewaschen werden müssen); 
daher heisst es: „Gewand" (Lev. H, 32 nsa) 
d. h. fertiges Kleid. — PI. j. B. kam. IX Auf., 
6'* D-'sni: iNffiyoD wenn der Dieb aus der ge- 
stohleneu Wolle Flocken machte. Das. 1312:73 
lis^b Nba D-isi:; ai N73a 01312: Nba 1131b das 
Waschen der Wolle ohne Zubereitung der 
Flocken kommt vor; giebt es denn aber auch 
Flocken der Wolle ohne vorangegangenes Waschen 
derselben? Schabb. 48" -i53i: 1313: Flocken der 
Wolle. B. bath. 19" dass. i<aii: Bedeckung 
s. in 'd::. 

j'liJ perf. •}.-:: (=:bh.) glänzen, blühen, 
vgl. yii:. — Hif.'yi3:r; l) aufblühen lassen, 
entstehen lassen. Genes, r. sct. 28 Anf. der 
Rückgrat des Menschen, yii:73 ~d^n 137373M5 
Nnb nipj'b inan ns aus welchem Gott den 
Menschen in der zukünftigen Welt wieder auf- 
leben lässt, s. Tib IL Khl. r. sv. ni3J73 DJ, 97'' 
yi3:ü mxri, wahrsch. zu lesen yi3:?3 ^^'pn 
dass.; viell. jedoch ist yiS73 hier intrnst. auf- 
blühen. — 2) sorgfältig, genau schauen, 
eig. die Augen blicken lassen. Jom. 67" iin 
yNTii 'ji::ii:73 sie schauten genau. Trop. Chag. 
14b yijj-, er schaute, d. h. vertiefte sich in meta- 
physische Betrachtungen, j. Chag. II, 77'' ob. 
dass., s. JOE im Nifal. — Hof. hervorge- 
bracht, eig. zum Blühen gebracht, gezei- 
tigt werden. Kidd. 66" ini b? nsin y^wi 
rriiyia p irrbs das Unglück wurde hervor- 
gebracht durch Elasar ben Poira, dass näml. 
Jannai die Pharisäer hinrichten liess, vgl. yi::. 
— Tosef. Schabb. VI ni:ii:53n s. nii:. — Ferner 
yii:, Pi. yiij: s. d. 

XiTi'IÄ/ 1) Glanz, Strahl. B. bath. 73" 
eine Welle brachte das Schiff zum Untersinken, 
ni'lii-i3 imnin niidt Nni^iis 13 iTnn73 und es 
zeigte sich wie ein weisser Feuerstrahl an ihrer 
Spitze, welcher von einem schädlichen Geiste 
hergerührt haben soll. Taan. 25" Nnii:ii: pa: 
üi!iiaN73 NliST ein Feuerstrahl kam aus seiner 
Stirn, Schabb. 26", s. inj. — 2) (svr. jL.'sf) 

her ab wallen des Haar. Men.42"m"iiab ']inai 
iN73ni(T Nni::i2: 13 man muss die unten zusammen- 
gedrehten Schaufäden von einander trennen wie 
das herabwallende Haar (Lockengekräusel) der 
NichtJuden, Römer. Mögl. Weise bedeutet auch 
^5n12:^j: in den hier vorangehenden Stellen eben- 
so: Feuerstreifen. Bez. 36'' nnisisa nüp3 

23* 



Sr^i'li' 



— 180 



rr\r^ 



mpSNl ergreifet die Maus an ihrem Schweif 
und ziehet sie heraus. 

SJ^iili* tnasc. Adj. (denom. von n^::"'::) mit 
einem Federbüschel versehen. PI. Chull. 
Q2^ ,;,,^,i^ i;TaDiD eine Tauhenart; nach Kaschi 
■'^72:1::' Zuziani, Ortsname, vgl. Nimis. 

pTJ (=bh., arab. A-L.i) eng sein. Uebrtr. 
j.Schabb. I, 3'' un. n3n mn pi2:n ab ängstige dich 
nicht, denn ich bin ein Geist (nicht ein Weib, wofür du 
mich hältst). — Hif. •p'^'^ri^ beengen, bedrängen. 
Snh. 104'' tiiiy il-iN bwS-iii;''b p'^3:7:r! bs wer Israel 
bedrängt, der ermüdet nicht; mit Ansp. auf Jes. 
8, 23. j. Kil. IX, 32'' ob., u. ö. •j^pi:;?: s. p^i:?;. 

pli* m. Spitzberg, Felsenberg, eig. Zu- 
sammengedrängtes; übrtr. Zok, Name des Ber- 
ges, von welchem man am Versöhnungstage den 
Bock des Asasel herunterstürzte. Jom. G6'', 67* 
'p^^^ iy\ DboiTin mDiD t:jj' zehn Hütten be- 
fanden sich von Jerusalem bis zum Zok. Das. ö. 
— PL B. mez. 36'', 93'' nbD:i vp'i^^ ■'ON-ib nnby 
'd"! OjIN "T ■'iri wenn das dem Hüter übergebene 
Thier von selbst auf Bergspitzen ging, von da 
herunterfiel und verendete, so ist es als ein Un- 
glücksfall anzusehen, wobei der Hüter nicht für 
den Schaden aufzukommen braucht. Das. nbrn 
'dt 'i'^piii ^"i^Nib wenn der Hüter das Thier auf 
Bergspitzen führte, so ist er zu Schadenersatz 
verpflichtet. 

NDplJi cJt. f. (hbr. rip^ii) Bedrängniss, s. 
TW.' " 

"iTJ perf. ni: ( = bh., arab. 'L^, Grndw. ni, 

dav. auch n-i:, n:;;-; u. a.) 1) eig. einengen, 
umwickeln."' B. kam. 49'' -'S b;* -n::b ■'31 
riibT Ti^b rfb TON "l^iii Nin inimbi: gebraucht 
man denn etwa den Wechsel, um ihn um den 
Becher zu wickeln? (d. h. der Wechsel dient ja 
blos als ein Mittel zum Einkassiren der Schuld; 
ein Einwand gegen die Ansicht, dass der Wech- 
sel um seiner selbst willen als ein Stück Papier 
erworben werden kann!) K. Nachman entgeg- 
nete: Allerdings kann man ihn zum Einwickeln 
verwenden; wörtlich ja, einzuwickeln und ein- 
zuwickeln. B. mez. 7'' u. ö. dass. — 2) for- 
men, bilden, malen, eig. mit dem Werkzeug 
einpressen, ausdrücken. Schabb. 75'' mii: "Sn 
'dt ibsa jem., der am Sabbat eine Figur auf 
einem Gefäss malt, ist wegen Vollendung einer 
Arbeit straffällig, a'':2E3 ns?:, s. lä-'aE. Das. 
103'' u. ö. Genes, r. sct. 7 Auf. (mit Bez. auf 
Gen. 1, 20) nm^ n:: uni nai -[b;: abirn-c smsn 
':t 0^733 T.-ifz -li: nd'pn bnN n-^n-'n gewöhn- 
lich gescLieht's, dass der menschliche König 
(■^bjo ist viell. zu streichen, also blos: der 
Mensch) ein Gebild auf dem Trocknen formt, 
Gott hing, formt ein Gebild im Wasser. Snh. 
9P ob. Ti D"'nn 1?2 aus dem Wasser (bildl. für 



den flüssigen Samen) bildet er den Menschen; 
s. auch T":^. 

IIa ckald. perf. ns (syr. 5r=vrg. -111:) um- 
wickeln, zusammenbinden. Snh. 48°' ""N" 
'21 n-'n -i:ii yb^n rr'n ->:£.v2b rr^SJOTNi sTno 
ein Tuch, das Jem. bestimmt hatte, um darin 
die Tefillin einzuwickeln und wickelt sie darin 
ein u. s. w. Ber. 23'' dass.; mögl. Weise von 
nni:, is s. d. j. Ber. IV, 7° ob. n^nbu T'-':: mn 
'dt a"rt er rollte den Mantel Rabs zusammen, 
j. Taan. IV, 67"= mit. u. ö. Part. Peil B. mez. 
24'' vier Sus n3"'10d ■'I''";^"' welche in ein Ge- 
wand eingebunden waren. Chull. lOö* •'b"'» ba 
'st DTm T'''i~ Alles, was umwickelt und ver- 
siegelt ist u. s. w. — -ii;;2i formen, s. in '■'2;. 

mii* Hals, s. -N^s. 

niT^fem. (=bh.) 1) Form, Gestalt, j. 
Schebi. VIII, 38" ob. imis bpbpnsuj b-'iaan eine 
Speise, deren Gestalt verdorben wurde, j. Pes. 

VI g. E., 33'' u. ö. inm:: i^n^'n seine Fleisch- 
farbe soll entfernt werden, s. i^y im Pual. j. 
B. bath. IV Anf., 14*" nno mni: die Form einer 
Thür. j. Erub. I, 18° mit. u. ö. dass. j. Schabb. 

VII g. E., lO"* n3iD mmo ■2-^->n rtn^^ ibs bni^n 
Jem., der am Sabbat ein geformtes Gefäss dreht, ist 
wegen Bauens straffällig, vgl. Pne Mosche z. St. 
(Korb, haeda liest ■'-,i3: = bpi ■'"n:r Weiden- 
geflecht). Nid. 25'' D''jD nms die Form eines 
Gesichtes. B. bath. 54* u. ö. — 2) Gebild, Fi- 
gur. Genes, r. sct. 73, 72'' ib-n mi:: das Ge- 
bild des Kindes. Num. r. sct. 9 Anf., 198'' rmis 
I3iy~ das Gebild des Embryos. Genes, r. sct. 
24 Anf. (mit Bez. auf Jes. 29, 15. 16) ymiz 
'31 nymab t.s^'l^j m^vb nms sie vergleichen 
das Gebild dem Bildner, die Pflanze dem Pflan- 
zer. Deut. r. sct. 10 Anf., 248'' dass. Genes, r. 
sct. 27 Anf. rt-ni: 'ji73n5:ia D\s''35 ba ina bns 
msTTib gross ist die Kraft der Propheten (d. h. 
sie erlauben sich viel), dass sie das Gebild sei- 
nem Bildner (Gott) vergleichen ; mit Bez. auf 
Dan. 8, 16 und Ez. 1, 26, in welchen Stellen 
Gott in der Gestalt eines Menschen dargestellt 
wird. Khl. r. sv. ■':n im^DT, 76'' und das. sv. 
D=nnD ■'72, 89"= dass. — PI. Num. r. sct. 9, 203'= 
ein König der Araber sagte einst zu K. Akiba: 
Ich bin ein Mohr, meine Frau ist eine IMohrin, 
und sie gebar einen weissen Sohn; ich will ihn 
tödten, weil meine Frau gebuhlt haben muss. 
"ib nj^N m33b in mmnü ^nia nini:; ib -itjn 
r,'<Ty mn nur porn?: n-iTiaD nb "i7aN msab 
'an 'jnD N^irs mbii manb- mmsa R. Akiba 
fragte ihn: Sind die Gemälde in deinem Hause 
schwarz oder weiss? Worauf der König: Sie 
sind weiss. Jener sagte zu ihm: Deine Frau 
sah, als du ihr beiwohntest, die w^eissen Bilder 
an, daher gebar sie ein ihnen ähnliches Kind. Das- 
selbe findest du auch bei den Stäben Jakob's, 
vgl. •<\in3. — 3) äussere Form. Kidd. 49* 



xnll' 



181 






'31 ir-iii:: piss öJinan wenn Jem. einen Bibel- 
vers nach der äussern Form (d. h. wörtlich) 
übersetzt u. s. w., s. ca-jr. Taan. 16'' wenn kein 
Gelehrter anwesend ist,' der das Gebet am Fast- 
tage vortrage, nrii Vc :^s nTcix so trägt es 
sonst ein Mann von Ansehen vor. M. kat. 9* 
un. rrmi: Vci ü"'-:n Männer von Ansehen, Bil- 
dung. 

STÄ, SnniÄ' cJi. (syr. ]iiol=rr.^:i.) Bild, 
Form, Gestalt. B. mez. 69'' na mitb m;n 
'31 'o:-'N ri3 i2i:T sn-n:: den Pachtzins des 
Kramladens (darf man erweitern, vgl. t-^z im 
Hifil), um darin ein Bild zu malen, das den 
Leuten gefällt; wodurch näml. der Absatz der 
Waare vergrössert wird. Jom. 54* B"'3T13 
■'Ti^^-p Tin Nnm^T die Cherubim im zweiten Tem- 
pel waren blos gemalt, keine plastische Arbeit; 
da die eigentlichen Cherubim im zweiten Tem- 
pel fehlten, vgl. -i^--:. B. bath. Si"* Nn-;ii:3, 
vgl. Tosaf. Jom. 54* sv. c^nr. B. mez. 45'' 
smii: das Gepräge einer Münze, vgl. r'zü?:. 
Uebrtr. Schabb. 63 '' Nrnj'?:-:j'7 Nn-ii2; die Ge- 
stalt (Form) einer halachischen Abhandlung. 

"11a (^bh.)Zor, TjTus, Name der bekann- 
ten Stadt Phöniziens; eig. (=-!ii:) Fels, Fel- 
senstadt. Genes, r. sct. 61, 60'' n'rro m:; bs 
■'»na nsn -a-nz airsn ri:■'^5r -.11:3 N;:a N-p?:3 
nma niriDr; überall, wo in der Bibel -ij: plene 
(mit Waw) steht, ist die Stadt Tyrus darun- 
ter zu verstehen; wo hing, li: defect steht, 
ist darunter Rom zu verstehen, näml. (^"is) 
der Feind. Tanch. Bo, 73'' dass. mit dem Zu- 
satz: bN'icb miii-o NT!-:! welches Israel be- 
drängte. Pesik. r. sct. 17 g. E., 36'' u. ö. dass. 
j. B. kam. IV, 4'' mit. und sonst oft. — Mit 
angeh. Nun inis Tyrus. j. Dem. II, 22° un. 
^•'ns'ps •'Nni 'imi:i Tyrus wird unzweifelhaft 
(hinsichtl. der Zehnten) wie Cäsarea behandelt. 

'"lIS m. gent. tyrisch, in Tyrus üblich. 

B. kam. 90'' ■'Tii: nsa die tyrische Mine , Ggs. 
r;3''i73 r;:o die Landesmine ; letztere ein Achtel 
der erstercn. j. Keth. I, 25'' ob. bp-n 'jbiDT 
■'-ns r;:«3 anp- sie werden sämmtlich nach 
dem heiligen Sekel, d. i. nach der lyrischen Mine 
berechnet. Bech. 49''. Genes, r. sct. 84, 82° 
n. ö., s. naa. — Fem. n'''iis tyrisch. Maasr. 
3, 5 ni"T)S nsn ein tyrischer Hof, s. i2:n. — 
PI. m. c7i. j. Mcg. II, 73'' un. 13 «•'^n 'n nam 
«■'^nisb N3 R. Chija bar Ba trug diese Lehre 
den Tyrern vor. j. Schabb. II Anf. , 4' ■'N~.ii: 
dass. — -«"ns Weiden, s. -ij:. 

Wmi' m. (von -ms = -^3::) Haufen. PI. 

■IT:- ^ - ; ~ -y 

Kidd. 72"' •'rini: '"pnTi:; \'^'z p^s:; Elias würde 
aus unserer Mitte die Illegitimen haufenweise 
herausheben. — Schabb. 136" NP-'iTmi:, s. 

NP-'JTIS. 

mila s. r3i:. — NP-ni: s. snai:. 



mik hören, s. r^rc. — r-'rpii:: s. n'^ip'^^:;. 
Sjlln^ m. Dürre, Trockenheit, s. TW. 

iT}'4 (syr- ^J, hbr. nn::, verstärkt von Tii: 
s. d.) dürre, trocken sein, eig. glänzen- 
von der Sonne beschienen sein. Part. Peil 
linTij; trocken; ferner: schimmernd, s. TW., 
s. auch n^Hi. 

■'ni*. NHiJ (verstärkt von ■'r:::, Grndw. n::; 
hbr. nnrc) durstig sein, verlechzen. Genes, 
r. sct. 98, 96'' t:: :;3-l:372 wer viel schwatzt, be- 
kommt Durst, j. Jom. VI, 43** mit. ni^hj: ich 
habe Durst. Das. n:n N^n^: n3S (fem.) Vater, 
ich habe Durst, j. Pes. X Anf., 37'' R. Judan 
Nasi N-:;! nno badete (am Küsttage des Pesach) 
und war durstig. — Af. ^niiN lechzen, dur- 
sten lassen, s. TW. 

NOVni*, Srnn^* /. heftiger Durst, das 
Verlechzen, j. Jom. VI, 43'' mit. R. Mana er- 
laubte dem R. Chaggai, der am Fasttage vor 
Durst verlechzt war, zu trinken. "iN^i ~rb ~,-Zii 
nb nbrs ib n-i-;:3 -;3 n-'b -.-in "i-vnj: ma? 
Ersterer (der inzwischen fortgegangen war) 
fragte den Letzteren: Wie ging es mit deinem 
Durst? R. Chaggai antwortete ihm: Von der 
Zeit ab, als du mir zu trinken erlaubt hast, 
hörte der Durst auf, obgleich ich nicht getrun- 
ken habe. Man gelüstet näml. blos nach Ver- 
botenem. M. kat. 2* das W. yrh-ci (s. d.) Nso-^b 
«•^n Nmn:ii bedeutet: Verlechzen; s. auch TW. 

nTß f. 1) (=bh.) Gestank, Moder, 
Stinkiges. Stw. •jns, Grundwort ni:, ver- 
wandt mit arab. ^^j^ beschmutzen. Pesik. 

Dibre Jirmeja Anf., 111* eis zb-;"3w" ;r!:?3 
i-iby n::^p3 t::2:i aisys ncb-jT a-'r:: n:ns b3^^? 
'31 r!;?;'2 gewöhnlich kommt es in der Welt 
vor, dass Jem., der zwei oder dreimal Stinkiges 
(Uebelriechendes) isst, davor Ekel empfindet; ihr 
aber dient dem Götzen, dem ..Schmutz" (ns^:; s.d.) 
so viele Jahre, ohne Ekel zu empfinden. Jalk. Echa 
II, 165" dass. Ter. 10, 1 -zrx^ n\-in niirr 'n 
Niamrr; tn b^cb Nbs irN'O R. Juda erlaubt, 
eine übelriechende Speise, in welche man die 
Zwiebel der Teruma gelegt hat, zu essen; denn 
letztere dient blos dazu, um den Schmutz des 
Uebelriechenden zu entfernen; vgl. Maim. Nach 
den anderen C'ommontt. gehört diese St. zu 
nr. 2. j. Maas, scheni II, 53'' un. dass. — 2) 
zerhackte, eingelegte Fische. Ned. 51'' 
'3T HDi-o nim3 moN ninsn i^j mijn wenn Jem. 
gelobt, keine eingelegten Fischstücke zu essen, 
so darf er die zerhackte Masse des Thunfisches 
nicht essen. (Im Rituale, z. D. im Musaf des 
Versöhnungsfestes u. m. steht n:ni:, auch ins m. 
in trop. Bedeutung: Schlechtigkeit, Sünde. 
Dcnom. ^ins, nn^ns schmutzig, d. h. sünd- 
haft.) 



x:n'j 



— 182 



sn^i' 



N:ni*, xn:ni' chau. (syr. j:;i:^=r:2ni) i) 

stinkiges, stinkende Flüssigkeit, s. TW. 
— 2) zerhackte Fiscliniasse. j. Ned. VI, 
SO** ob. NJn:: rr^b 'jinT Nin er kauft ihm zer- 
hackte Fischstücke, vgl. auch Nn'^-q. Ab. 
sar. 39* NiniB Nnn3 nm ^sn;^i: ■'NH die klei- 
nen Fische des Flusses Bab dürfen gegessen 
werden; weil in jenem Fluss keine unreinen 
Fische vorhanden sind. Das. 40" Nn:n:;T NmN 
eine Schiffsladung von zerhackten Fischen. Suc. 
18^ Suh. 49% s. -^iiSTj. 

''\\y4 niasc. collect, was zur zerhackten 
Fischmasse gehört. Xed. öl'' •'b'J "'n- -i7:n 
■^y3\-i •'n:3 •j-'n^i: wenn Jem. geloht: •[in"'!: nicht 
zu essen, wie ist es? d. h. ist ';in''j:=n3ni:, wo- 
zu der Fischsaft nicht gehört, oder ist darin 
auch der Fischsaft enthalten? 

riÄ'ni' Pilp. (von nns,) 1) reinigen, glät- 
ten, poliren, eig. klar machen. B. mez. 
84* Waffen sind als vollendet, fertig zu betrach- 
ten, D1723 '[ni:TO:^'0;: wenn man sie mit Wasser 
reinigt. R. hasch. 33* iniinxb ■'13 nm7j ■ji-'T üvz 
Wasser oder Wein darf man in die Posaune am 
Neujahrsfeste giessen, um sie zu reinigen, hell- 
tönend zu machen. Nid. 25'' ob. imx fpnin 
ini:nj:73T 'ii 'j'^ano •j'^ca man untersucht den 
Abortus mit Oel, denn das Oel ist milde und 

macht ihn glatt, j. Nid. 11 g. E., 50* nu nini:?^ 

•j^nsnsu Blutflecke, die auf dem Kleide glatt 
liegen, nicht in dasselbe eindringen. Levit. r. sct. 
1, 145'' rnOTü):? polirt, s. n;-i:-?dn. — 2)übrtr. 
glatte Redensarten führen. Deut. r. sct. 1 
Anf., 248* wer die Frucht jenes „Lebensbaumes" 
(Ez. 47, 12) geniesst, nniinii'oi nN3-,n73 i:iiab 
min inma T''3 dessen Zunge wird geheilt 
und bringt alsbald die Worte der Gesetzlehre 
klar hervor. Genes, r. sct. 94, 92* wird bsJSni 
(Gen. 46, 24) gedeutet: Dn^rca 'j-'nsrni-a -jn 
Dn^-nns^3 •;^J''yb73T sie bringen glatte (gleiss- 
nerische) Worte mit ihren Zähnen und Spott- 
reden mit ihren Lippen hervor. 

n'4r\'4 eh. Palp. (=n^n7:) glätten, poli- 
ren, s. TW. 

n]Är\'4 m. N. a. 1) das Blitzen, Blinken. 
Sot. 8," 1 (42*) mmn msrn^s das Blitzen 
der Schwerter. — PI. Midrasch Tillim zu Ps. 
18, 8 bnn bia i^n^^rm ^r?: N'^am nins "im 
l^n^ini^l-a pO DipnD N^an n'apn rjNi Pharao kam 
dann und brachte verschiedene blitzende eiserne 
Waffen; aber auch Gott holte Blitze herbei, 
welche klar sind. — 2) helle Tropfen, die 
aus einer Masse hervorquillen. Ab. sar. 
35* abn ■'niitni: Milchtropfen, die im Käse zu- 
rückbleiben" Schabb. 144'' \i2iä ''mxni: Oel- 
tropfen in dem Saft der Oelpresse. Tosef. 
Tohar. X Anf. dass., s. bnia. B. kam. 25* •'miJns 
r:3''t Tropfen des Schleimflusses. 



SniÄn^ m. {=m:in:i. nr. 1) das Glänzen, 
Politur. — 'jn2:n:i/. pl. (hbr. nimtns) klare, 
deutliche Worte, s. TW. 

»Tnii'n^J/. (=m:in:: nr. 2) Flüssigkeit, 
Tropfen! j. Jeb. XII g. E., 13* V:: n^nisns 
pn Flüssigkeit vom Speichel, die sich beim 
Blutspeien befindet. Genes, r. sct. 81 Anf., 79'' 
dass. 

piHi m. (=bh. "ph^i; Grndw. ni:, eig. hell- 
tönen) Gelächter, Spott. Genes, r. sct. 53, 
53* NbwN . . . i'y aha pini bn riT- ■^rabn •j-'n 
'31 CrjT m^ira das W. pn:: (Gen. 21, 6) be- 
deutet nichts anderes als Götzendienst (^Ex. 
32, 6); ferner Blutvergiessen (2 Sm. 2, 14) u. m. 

"llili in. Adj. (=bh. nhs, Grndw. nis) blen- 
dend weiss. Ber. 31 '' „Ein Kind der Men- 
schen" (1 Sm. 1, 11), -nn:: sbi Drix Nb Ar. u. 
Ms. M. (Agg. üba) weder ein schwarzes, noch 
ein blendend weisses. 

XT^U^ m. (gr. a-c[xo,aa) das Harte, Stahl. 
Ber. 62* N73^2: Ar. Var., s. N7aL:oN. 

«np^: m. {=a-\^s) Seite, Wand, s. TW. 

2''V »"• (= a"'? s. d., eig. vom arab. jJjUä: 
was hervorgeht, herauskommt, daher) Faser, 
Faser eben. ChuU. 124* N::i^n 3''i:3 i":n:n 
137373 wenn Jem. eine Faser berührt, die aus ihm 
(dem abgezogenen Fell, von der Fleischseite) her- 
abhängt; so nach Raschi und Maim.; vgl. auch 
Tosef. Ukz. I Anf. a-'On yjiS" dass. (Ar. sv. 
au 3 erklärt n'^a durch Fettigkeit.) — PL 
Levit. r. sct. 17 Anf. m3-iybi V?^^^ "'-'* ^''- ^^^ 
Einen dienen als Fasern und Fäden, vgl. 'jici-iSON 
(wos. jedoch 17 anstatt 16 zu lesen ist). Tro'p. 
das. die Rabbanan sagen: DiaiiJri Düb "i^N 
pD 1PT3^0 m3iy b\a (1. ü-'3''2:ri) sie haben keine 
Fäserchen der Sünden, wodurch sie sterben 
sollten. 

X^'^ c7i. (=aij:), gew. PL la-«:; Holzspäne, 
Gehölz, Gezweige, eig. was vom Holz oder 
von den Bäumen abgeschlagen wird. B. kam. 
93* s. ncd: IL Taan. 23'' ob. uip:-3 mn ■'r 
^iisHD nns N73-'b5i rfE/HD nnN ■^a-'^ tnn ■'n-':: 
als Abba Cliilkija Gehölz aufsammelte, so trug 
er das Gehölz auf der einen Schulter und den 
Mantel auf der andern Schulter. Das. ö. — 
Ferner: Fäserchen oder Wurzeln von Ge- 
würzhölzern od. Gewürzkräutern. B. mez. 
29'' un. b3N N^5^2: 1-,-^z NIO abi aha ■;-i73n i<bi 
M3 ib n-'b N''2'j: rr^a nt:-' nur in dem Falle 
sagen wir (dass ein laues Getränk in einem me- 
tallenen Gefäss schädlich ist, vgl. ■ji-i-ii:), wenn 
man keine Fäserchen von Gewürzhölzern (oder 
Wurzeln von Gewürzkräutern) hineinthut; wenn 
man aber solche Fäserchen hineinthut, so scha- 
det CS nicht. Chull. 84'' dass. — sna"'^ /. oder 



T2i 



— 183 — 



ab^'j 



Nn^ii:, N'";\"'ai: pI- Holzspäne, Gesträuch, 
s. yras in'ni:. — «a^^ Sänfte, s. d. in 'an. 

yj (syr. ^j^, )f^, von ri?) eig. Sbst. (=is) 
Seite; gew. 'als Präp. bei, an, zur Seite, 
penes, apud, s. TW. 

T'J, TIS perf. -72: (syr. j.", bh. 1^) 1) (Geflügel 
oder Wild) jagen, fangen, nachstellen, s. 
TiJ£. — ■ 2) einen Menschen für sich ein- 
nehmen, an sich fesseln, s. TW. 

N'-fi' m. (syr. (^^, hbr. n-;!?) 1) Jagd. — 
2) übrtr. das Verstricken, Nachstellen der 
SIenschen. — 3) Wildpret, erjagtes Thier, 
s. TW. 

"1"^, N~"^ masc. (bh. Ti:, syr. j^^) Jäger. 
Genes, r. sct. 19, 19'' (mit Bez. auf'Ez. 37, 3: 
„Werden diese Gebeine wieder aufleben? Herr, 
Gott, du weisst es") T^a nD'na nnino "nsiab 
nna IN 1-rn •'T'a\a it ib -lax nnsa y^c Tis 
nra n^ya in rs^n mya ^n ib nas ein Gleich- 
niss von einem Vogel, der sich in der Hand 
eines Jägers befand. Letzterer begegnete Jemdm. 
und fragte ihn: Ist das, was ich in meiner Hand 
habe, ein lebendes oder ein todtes Wesen? 
Worauf jener ihm antwortete: Willst du, so ist 
es ein lebendes, willst du, so ist es ein todtes 
Wesen. Das. sct. 79, 77^* R. Simon bar Jochai 
sass am Eingange der Hohle; D^Np T^i: in N73n 
min nbipisD yaio mn nai . . . ■ji-is-'i: tis:i 
tnsna Nb N^aa inyba» mss -las rriabsi NTSna 
»153 naT T3S3 naai naa rns by er sah einen 
Jäger, der Vögel fing . . . Als der Vogel den Be- 
fehl der Züchtigung vernahm, so wurde er ein- 
gefangen und in die Schlinge gezogen. R. Si- 
mon sagte hierauf: Auch ein Vogel wird ohne 
den göttlichen Willen nicht eingefangen, um 
wie viel weniger eine Menschenseole! vgl. auch 
oia^n und ribip^Dp. j. Schebi. IX, 38'' mit. dass., 
wo jedoch Nia^ crmp. aus NTSna. Mum. r. sct. 
12, 214'' wird laipi riDa (Ps. 91, 3) übersetzt: 
NT^m Nrns^o „das Netz des Jägers." M. kat. 
11* NT^iS Nns der Jäger Ada. — Uebrtr. 
Ab. sar. 19'" R. Schcsbi deutete (die St. Spr. 
12, 27) 'Na-in T^s D-ia-i Ti-iNi sbi irrii «b 
„der trügerische Jäger (bildl. für einen Schüler, 
der das Gesetzstudium oberflächlich betreibt, um 
mit seinem Scharfsinn zu prahlen) wird nicht 
leben und nicht ein hohes Alter erreichen; was 
sonst die Gesetzlehrc vcrheisst (näml. 'jin"' Ab- 
breviatur von ■jns«-' nini und iTi: = TS ge- 
nommen). B. Scheschetli deutete jene St.: niia 
•^nn"' iNain „wird denn der hinterlistige Jäger 
(bildl. für einen Schüler, der seinen Lehrer 
täuscht, indem er vorgiebt, das Erlernte noch 
nicht zu verstehen, um sich mehr Belehrung zu 
verschaffen) sein Wildpret (d. h. erhaschte Lehre) 
nicht rösten, davon keinen Gewinn ziehen? vgl. 
rjnn. Erub. 54'' dass. 



"'jI'^ masc. Adj. der Ueberlistende, der 
auf Menschen fahndet, sie überlistet, 
verstrickt. Genes, r. sct. 63, 62* i^t«!: lanrc 
maa ns n^aa li: Esau (Rom), der Verheerende 
und Ueberlistende, der im Hause überlistet und 
auf dem Felde verheert. Schlingen legt; mit 
Ansp. auf riT^J . . . n^s (Gen. 25, 27). 

jT,^, i""'!'^ Za'idan, Saida, Ortsname für 
das ältere und grössere Sidon. Khl. r. sv. \-ia;a, 
75"' pi^S ia i^lNiciE . . . ini\x er brachte Fa- 
sane aus Zaidau. Esth. r. Anf., 99'' i^mx NaN 
piü m\^ Abba Orjan, der Vorsteher Zaidans. 
— Davon das Gent. 

n'^;~"i', N\':°>* m. aus Zaidan. j. Jeb. IX 
Anf., 10* MiJliiS IST' '-1 R. Jose aus Zaidan, 
Schüler des R. Jirmeja. Das. XII, 12'' mit. dass. 
j. Nas. VII Ende, 56'' N^ariJ:. Das. 56° un. ^an 

rfST^i:, 1. 's 1011 '-I dass. 

■"jlTj» m. gent. von -[iTS (=bh. liTS) Si- 
douier. PI. Kel. 4, 3 D^iiTSr! sidonische Ge- 
fässe, Schalen. 

nriT^jJ Zejadta, Ortsname, viell. = Beth- 
Saida. j. Meg. I, 70* un. 

b^'J od. hVA eh. (=hbr. bbs) klar, lauter, 
rein sein. Trop. Pes. 110'' mn nonia iy 
b"s mn Nb "[biNi inzi3 macia nrntNi b^^s 
'st mffissa nmra xbi bis zum 16. Becher 
Wein war er (jener Gatte der Zauberin) hellen 
Sinnes, nüchtern und nahm sich in Acht (vor 
dem Trinken einer Doppelzahl , mjiT s. d.) ; 
aber von da ab war er nicht mehr klaren Sin- 
nes, und das Weib brachte ihm eine Doppel- 
zahl Becher Weines bei, infolge dessen er be- 
zaubert wurde. Schabb. 23* das Olivenöl, b^^ST 
isu mmn: Ar. ed. pr. (Agg. b^bs) dessen Licht 
sehr hell ist, d. h. heller als das anderer Oele. 
Das. ee*" als R. Huna und Andere berauscht 
waren, so bestrichen sie ihre Hände und Füsse 
mit Oel und Salz; Nnaa sn b^ST lain ^a ■'laxi 
Nni^bs na NiDbDT Nian b^sib und sagten: So 
wie dieses Oel klar ist, so möge auch der Wein 
dfes N. N., Sohnes der N. N., klar werden; d. h. 
dass wir nüchtern werden. Das. sie warfen einen 
Spund vom Fasse ins Wasser und sagten: ia 
-:3 NiJbDT Nian b^s^b Ny^o iNn bis^bn la^n 
Npisbo so wie dieser Spund klar wird, so möge 
auch der Wein des N. N., Sohnes der N. N., 
klar werden. Das. 75* s. NyaS. Trop. Erub. 
64* R. Nachman sagte: Ni^ra übl naD ba 
iNnyi ■'Nb-'S Nb Nnam snyai so lange ich 
nicht ein Viertel Log Wein getrunken habe, ist 
mein Sinn nicht klar, heiter. 

X^"'!* m. eh. (=^hbr. b^bs) klar. B. mez. 40'' 
Nb-Sa mb Nn"»: es ist ihm lieb, ein klares Getränk 
zu haben. — PI. Chull. öS*" ■''31s klares Wasser, 
Ggs. i-i^ay trübes. — Fem. Jeb. 113* nryi 



xm^^i' 



— 184 



•i'' 
P' 



Nnb-'i: ein klarer, heiterer Verstand. Viell. ge- 
hört hierher auch Bech. 21'': was bedeutet qi2^a 
(SchmutzHuss, s. d. W.)? snbiiT Nrnm ■^njJNnD 
NmTi "i^N (wahrsch. zu lesen Nnb^iTi Nn^m) 
wie man sagt: Der klare, ablaufende Schmutz 
erdrückt den Fötus. Mögl. Weise ist zu lesen 
Nmsn: wie die Hirten sagen u. s. w. Die Com- 
mentt., vgl. auch Nachmanides Hilchoth Bech. 
cap. 3 mit Algasis Comment., citiren diese St., 
ohne sie zu erklären. 

Hr\)b'''4 fem. Klarheit. Erub. 65^ ardbr. 
'si Nrnb-'S N''3'3 Ms. M. (Agg. Nmba) die Ha- 
lacha bedarf der Klarheit (eines klaren Kopfes) 
u. s. w. Meg. 28'' Nrnb^:;: n''j*3 Nny^o-a dass. 

n"'20"^/. Adj. fastend, sich kasteiend. 
j. Sot. ili, 19* mit. r>^m^^'£ r^bnnn die sich ka- 
steiende Jungfrau; s. m::, vgl. auch n-';i;'b^. 

]''''i5 Fiel 1) bezeichnen, kenntlich ma- 
cheu. Stw. l^'Z, arab. 'l^ beschützen, eig. 
umringen, wie hbr. nno. Schek. 1, 1 am ersten 
Tage des Adar mapn by ■j'^D^^ru (in einigen 
Agg. 'npn pn) bezeichnet man die Gräber; 
d. h. man untersucht die Grabstätten, die man 
durch Kalkaufguss bezeichnet hatte (vgl. B. kam. 
69" riiJ'S.y^ mim aii2^o der Kalk diente hierzu 
als Zeichen, weil er so weiss ist, wie die Todten- 
gebeine), damit die Priester sich von ihnen, als 
von unreinen Plätzen fern halten. Diejenigen 
Gräber nun, deren Kalk von dem Winterregen 
weggeschwemmt war, bezeichnete man von neuem. 
M. kat. 2* nmapn b'J •\-<'j^^^12 Ms. M. (Agg. 
'apn dn) mau darf auch in den Wochentagen 
des Festes die Gräber bezeichnen. Vgl. hierzu 
j. Schek. I, 46'' mit. nns^n ms?: isiij: "aa ab 
iBDiai D^Mu::» bia ciuia m^a man hat ja bereits 
im Monat Adar die Gräber bezeichnet (woher 
kommt es, dass man sie in der Festwoche be- 
zeichnet)? Hier ist die Rede davon, dass ein 
Regenguss kam, der jene Zeichen wegschwemmte. 
j. M. kat. I, 80'' un. und j. Maas, scheni V Anf., 
55"* dass. — j. Schek. 1. c. (mit Bez. auf Ez. 
39, 15) ms T^v^'Z'j- by i-^z^-'^zlzv prj Dxr 
pia 71331 nbuban by\ rnTiar: by -,1311^:7:0 p^^j 
irib pi?o ii^i: . . . r.yf2-p pN 13:» b^ iiai^xj^-o 
aus D2iy ist erwiesen, dass man „die Todten- 
gebeine" bezeichnen muss, aus ms ist erwiesen, 
dass man „den Rückgrat und Schädel" einer 
Leiche (als die Hauptbestandtheile des Men- 
schen, selbst ohne Rumpf) bezeichnen muss; aus 
n33i ist erwiesen, dass man auf einem, am 
Grabe festsitzenden, „eingemauerten Stein" be- 
zeichnen muss (d. h. nicht auf einem losen Stein, 
welcher fortgerückt werden könnte, infolge dessen 
man auch den reinen Boden als zur Grabstätte 
gehörend, halten würde); aus ii^ri ist erwiesen, 
dass eine „Bezeichnung durch Kalkaufguss" 
nöthigist; denn sonst hätte n3i:73 stehen müssen. 



Snh. Tl'' u. ö. Part. pass. Tosef. Schek. I und 
j. Sot. IX, 23'= ob. n3i;;:iS53 nn« pN ni:73 wenn 
man einen mit Kalk bezeichneten Stein findet. 
M. kat. 5''. &^ V'^^'^ "'f^^ "'^'^ wenn eine 
Grenze bezeichnet ist. ' — Maas, scheni 5, 1 DID 
rüzin mTnp3 imN ■;-'3iiS72 i^-^n den Weingar- 
ten im vierten Jahre der Pflanzung (dessen 
Früchte ausserhalb Jerusalems nicht gegessen 
werden dürfen, vgl. ans) bezeichnet man durch 
Aufhäufen von Erdschollen. Vgl. B. kam. 69* 
qs n3''73 riNsn nd\s naiN M73 n^ia ^d n373-'o 
rrj^i3 ■'•'iJnnNb i-i-o spis^Ji ^s ^as ixn diese 
Bezeichnung dient zur Andeutung: Wie die 
Erde; d. h. so wie mau von der Erde (durch 
Besäen u. dgl.) einen Genuss haben kann, ebenso 
darf man von diesen Früchten, wenn sie aus- 
gelöst wurden, einen Genuss haben. Levit. r. 
sct. 6, 151* i^Siisan crmp., s. ym, vgl. auch 
yi2l73p. — 2) auszeichnen, gew. Part. pass. 
Genes, r. sct. 85, 83'' (mit Ansp. auf b^rs. Gen. 
38, 18) ynD3 iir;:^::?^ ina i^rnnso das sind die 
Gelehrten des Synedriums, welche durch Trod- 
deln (Schaufäden am Ehrenmantel, n^bu) aus- 
gezeichnet sind. Exod. r. sct. 52 g. E. wird 
1112: m33 (HL. 3, 11) gedeutet: '[i3-'-'i:cHn d-'33 
^b die Kinder, die für mich (durch die Gesetze) 
ausgezeichnet sind. Thr. r. sv. in^np, 60* (mit 
Ansp. auf Jer. 31, 21) bNTOi Tria msa3 ■'3i-'2:n 
1-3 '[■'3111^:53 du sollst dich auszeichnen durch 
Befolgung der Gebote, wodurch Israel ausge- 
zeichnet war. Ber. 8* „Gott liebt iTii: i-iyo" (Ps. 
87, 2) n3ibr!3 ii3iii^73n ai-^ya d. i. die Pforten 
(Studienhäuser), welche durch die Halacha aus- 
gezeichnet sind. Schabb. 145'' iTabn n73 ■>3Da 
min 133 isiN-a isb T-s-iiiisio b333Ta D^aDn wes- 
halb sind die Gelehrten Babylons ausgezeichnet 
(mit schönen Kleidern geputzt)'? Weil sie keine 
Gelehrten sind (wie die Palästinenser) und sich 
daher durch schöne Bekleidung Achtung ver- 
schaifen müssen. Nach einer andern Ansicht: 
■!73ip73 133 isiNia isb •j-'S"'-'!::» sie zeichnen sich 
deshalb durch schöne Kleider aus, weil sie nicht 
in ihrer Heimath wohnen, woselbst sie geachtet 
dastanden, vgl. NSnin. 

j"!» eh. Pa. (=1-'::^ nr. 1) bezeichnen. B. 
bath. 58* Nrny» i^:;^': mn nN33 'n R. Ban- 
naah bezeichnete die Höhlen, wo hervorragende 
Verstorbene begraben waren. Das. ö. 

I^i* m. N. a. 1) das Bezeichnen, nament- 
lich der Grabstätten durch Kalkaufguss. M. 
kat. 5* '31 y^:n2 mirn i» nn^p iiiicb V2-\ wo 
findet sich in der Bibel die Bezeichnung der 
Gräber (die Verpflichtung dazu) angedeutet? In 
Ez. 39, 15. Das. auch andere Andeutungen, j. 
Schek. I, 46* mit. und Parallelen, s. ■j-';;!:. — 2) 
(=bh.) Mal, insbes. der mit Kalk über- 
gossene Grabstein, Grabmal. M. kat. ö*" 
PN TC2nb Nbo nN73rj mpaa -[vs •[•'T^ayis t»« 



nri 



185 — 



p^ 



bNliü"' ■y:» ns T<33n5 man darf das Grabmal 
nicht auf den unreinen Ort (d. h. oberhalb des 
Grabes) setzen, um nicht den reinen Speisen 
Schaden zuzufügen (d. h. man könnte heilige 
Speisen bis unmittelbar an das Grabmal tragen, 
wodurch sie, weil darunter eine Leiche begra- 
ben liegt, verunreinigt würden); man darf aber 
auch nicht das Grabmal entfernt vom Grabe 
setzen, um Palästina keinen Schaden zuzufügen 
(man würde näml. auch den Zwischenraum zwi- 
schen dem Grabmal und dem Grabe als einen 
unreinen ansehen). Das. 6* und Tosef. Schek. I 
Anf. dass. Exod. r. sct. 52 g. E. (mit Ansp. auf 
li'S, HL. 3, 11, vgl. auch i->m) r.-n iri: n:^ 
?3:£N3 •j-'N-: bN-c "^n yasxa nsn: so wie 
das Denkmal durch Hinzeigen mit dem Finger 
kenntlich wird, so wird auch Israel durch das 
Hinzeigen mit dem Finger kenntlich. — 3) 
Merkmal, Zeichen in einer Schriftstelle 



(=1'3-'D). PI. Erub. 54'= 



n-iri5 T'r''"^ ''"' 



machet Merkmale für die Thora; mit Ansp. auf 
Jer. 31, 21. 

nrs. D'ris, lir:»;. s-jlr^' s. in '::z. 

plr^ in. (ähnlich bh. pr::) Zugebunde- 
nes. Stw. ■py^, syn. mit pro s. d.. arab. JjJ^ 
eng sein. Tosef. IMaasr. I Anf. r;-\an TWN'a p""^ 
piiab piri: imorb tt^t Kräuter, die man auf 
dem Felde (in grossem Haufen) gebunden hat, 
woraus man ein (kleines) Gebund für den Markt 
zu machen beabsichtigt, j. Maasr. I, 49* un. 
piri: naisb vri' s^iriT m-Jn bnj pii's t:;"in 
':i piiab "i'jp dass. 

SpirS eh. (=pir2:) Gebundenes, Ge- 
fängniss, s. TW, II, 333''. 

yii I eig. schimmern, blühen, s. y^s. 

Grndw. ■>::, arab. tLi leuchten. — Pi. y'';;s 
l) lallen, schreien, pipen. Pesik. Dibre 
Jirmeja Anf., HO*" -'bp:: ":i'S Ar. (Ag. 'CC 
crmp.) lalle mit deiner Stimme; eine Uebers. 
von ^bns (Jes. 10, 30). Jalk. II, 44" dass. 
Genes, r. sct. 65, 65* mpirn aa örssu as 
'31 abipa T"^'::» Ar. (Var. = Agg. •;''2::si:an) 
wenn ihr dort (in den Schulen) junge Kinder 
antrefft, die ihre Stimmen ertönen lassen, so 
werdet ihr ihnen nicht beikommen. Levit. r. 
sct. 6, 151» wird a^:^::.:'::: (Jes. 8, 19) über- 
setzt: •fsii-'^i-zr; (Agg. crmp. i-';-'''^»") welche lal- 
len, pipen. Tosef. Schabb. VI g., s. ni::. Khl. 
r. Anf., 70"= yi^nsTi ni2 bs i'Ti-'T VT.is'J "'■"lElt 
wenn ein Vogel zwitscherte, so wusste Salomo, 
weshalb er zwitschert. — 2) (denom. von n"'i:i2j) 
mit SchaufäJen versehen. Schabb. 13P as 
irT'b:: y""^ wenn er an seinem Mantel Schau- 
fäden anbrachte. Part. pass. Schabb. 25'' i'<:"'nD 
-[■■ai^l^iSTan Hüllen mit Schaufäden. Men. 42'', 

I.Evv, Xouholir. u. Chald. Wörterbuch. IV. 



43» rs-'"Ä-: n-'bü ein Mantel mit Schaufäden. 
Pesik. r.'sct/lö, 32= dass. 

p^ II eh. (=vrg. y-3c nr. 1). Pael y^s (syr. 
.=.,.*."=.) lallen, pipen, zwitschern. Nid. 42'' 

3 03 3 

pvaaar: •[•'3 y-s-r rrryiz-:: Ar. (Agg. ynsi) ich 
hörte das Kind bei seiner Geburt am Freitag kui-z 
vor Abend pipen, schreien. Khl. r. sv. t;jdi, 
97'' ■[•'::3'b -'jn ■;i:^vs7: •j^-s-'j: y::3 ^^ Naa yn.-; 
nT-» snspb ir« wenn der Greis die Vögel 
zwitschern hört, so denkt er, Räuber kom- 
men, um ihn zu überfallen. Uebrtr. ChuU. 84^' 
r,3 p n-'b y^^'^ bnj« y^-s xbi sbx p7aN «b 
nur in dem Falle sagen wir (dass laues Getränk 
in einem metallenen Gefäss schädlich ist, vgl. 
xa-^s und t^e), wenn es nicht siedet, auf- 
wallt, wenn es aber siedet, so schadet es 
nicht. B. mez. 29'' un. y"ns dass. 

p^ III m. (=bh. von yis) 1) eig. etwas 
Schimmerndes, insbes. das goldne Stirn- 
blech des Hohenpriesters. Schabb. 63'' ys 
qpim m?3ss \-tj am-n nn; bc oa \-<-a^ 
nbsnb ^- ■i'T' ya^a 'an vhy n^^3^ i^ab irsn 
'st naab b a-pi das Stirnblech war eine Art 
Goldplatte, zwei Finger breit und von einem 
Ohr bis zum andern reichend; geschrieben war 
darauf: ~r (d. h. das Tetragramm) auf der obe- 
ren und b 'üTp auf der unteren Zeile; d. h. die 
untere Zeile hörte da auf, wo die obere Zeile an- 
fing, da man es sonst nicht hätte lesen können, 
vgl. Tosaf. z. St. — R. Elasar bar Jose bezeugte, 
dass auf dem Stirnblech, das er in Rom ge- 
sehen, rrx --'ca 'rtb cnp ai.nai die Worte 
'-b anp auf einer Zeile standen. Seb. 88'' 
die Priestergewänder bewirkten Sühne: y"2£ 
'ai a"":: V"y by -iDa'a das Stirnblech sühnte 
die Frechheit des Gesichtes u. s. w. Genes, r. 
sct. 71, 71» y^i: niai yj: nra bei dem Einen 
sowohl, als auch dei dem Andern kommt y^s 
vor; d. h. sowohl der Hohepriester, der von 
Lewi, als auch der König (David), der von 
Juda abstammte, trug ein Stirnblech. Letzteres 
wahrsch. eine Ansp. auf ys-, Ps. 132, 18; vgl. 
auch 2>ü. — 2) Blume. Trop. Genes, r. sct. 
53, 52*' ■i::-':: bai seine (des Abimelech) Blume, 
Macht welkt ; mit Ansp. auf Jes. 40, 8.— PI. Schabb. 
145'' (mit Ansp. auf mal y:c\ Jes. 27, 6) das 
zielt auf die babylonischen Gelehrten, •[■'Cij'üJ 
mirb a^n~i3i l"'^'-^ welche Blumen und Blü- 
then für die Gesetzlebre machen. — 3) Fa- 
sern, die aus der Haut, oder Haare, die 
vom Kopfe ausgehen. Tosef. Schabb. IX(X) 
mit. 1311 Tiiaa ■j-'S-'i:"! -an nanso piai: 
na'wa ^^ba: der Nagel, der vom Finger zum 
grossen Theil abgelöst ist, sowie die Fäserchen 
des Fingers, die zum grossen Theil abgelöst 
sind, dürfen am Sabbat entfernt werden. Schabb. 
19, 6 (137») -b-'^n ns y3aj'?:n 'j-'S-'i: die Fa- • 
Sern der Vorhaut, die bei der Beschneidung ab- 

24 



Ki'i* 



— 186 — 



gelöst werden müssen, j. Schabb. XIX, 17* mit. 
j. Med. III Ende, 38 ** u. ö. dass., s. r.s-^'.s 
nr. 3. — j. Ab. sar. III, 42'^ mit. iipm inrx 
TiNiSts 'j-'N^T' •j'^i^iiU) bD wann ist „ein Drache" 
(als die Abbildung eines Götzen)? Wenn Fa- 
sern von seinem Halse ausgehen. Ab. sar. 43* 
steht dafür: rpiD i-^n '[■'^'i: ib ü'ia bs wenn 
er Fasern zwischen seinen Halsknorpeln hat. 
Tosef. Sot. III Anf. -ja^^b i^if^tn ib m;n N^rt 
•r,-'-ni2 r;b;'7:b nianpi ■^-i^'nn ban n-'^'o ps sie 
(die des Ehebruchs Verdächtige) umgürtete sich 
vor dem Buhlen mit Troddeln, daher bringt der 
Priester einen von Gerten geflochtenen Strick, 
den er oberhalb ihrer Brüste bindet. 

KTj» m. (=yii:) 1) goldenes Stirnblech. 

— 2) Name eines Edelsteins, Smaragd. 

— 3) Name eines Eaubvogels, Strauss 
oder Habicht, eig. Hochfliegendes, s. TW. 

nT'4 f. (=bh.) 1) Blume, j. Suc. HI Anf., 
53"^ init^S ""£3' wenn des Palmenzweiges Blume 
(die obere Spitze desselben) vertrocknet ist. — 
2) Quaste, Troddel, insbes. die gesetzlich 
vorgeschriebenen Schanfäden, Zizith. j. 
M. kat. III, 82* un. iri:-'2:b nban 131-11 br nr^^ 
Jemand darf (in den Wochentagen des Festes) 
die blaue Wolle zu seinen Schaufäden auf sei- 
nen Lenden spinnen; d. h. mit einiger Abwei- 
chung von dem gewöhnlichen Spinnen. M. kat. 
19* ini^ci^tb dass. Kel. 16, 4 Dionia;: «lunipD 
nn2£i2£ PN "ffiyiT (npsii) nipii (Ar. liest 
^iini^Jii:) der Lederschurz (ist als ein fertiges 
Gewand anzusehen), wenn man ihn umsäumt, 
die Löcher daran angebracht und seine Trod- 
deln hineingezogen hat. Maim. erkl. oiLimpo 
n^iil . . . eine lederneTischdecke, in deren 
Mitte man eine glänzende Verzierung 
(nais ähnlich y^-Ji) anbrachte. Git. 56* u. ö. 
■'21 bs> n-nJ3 initi:: nmnis noDn ni^tia p 
mnODn Ben Zizith Kassath (hiess einer der 
Magnaten Jerusalems), weil seine Schaufäden auf 
den Polstern nachgeschleppt wurden. 

riT?/. (=bh.) 1) Vorderhaar, Haar- 
locke. Sifra Achre cap. 13 g. E. „Nach ihren 
Gesetzen sollt ihr nicht wandeln" (Lev. 18, 3), 
^T2'\'p mDon sb-ai nii:i:i b^5n Nbci "nnan Nbio 
nsia (Rabed liest mp:n) d. i. du sollst dich 
nicht, gleich den Götzendienern, putzen, dir 
keine Haarlocken wachsen lassen und nicht den 
Lippenbart abscheren. Seb. 26* Di;e3 Nin 
ynna inii:ixi wenn das Thier innerhalb der 
Tempelhalle steht und sein Kopfhaar (viell.: 
Schweif) sich ausserhalb befindet. — 2) Quaste, 
Troddel, insbes. oft die gesetzlich vorge- 
schriebenen Schaufäden an den vier 
Zipfeln des Kleides, Zizith, die zum Theil 
aus blauer Wolle (nbDP), zum Theil aus weisser 
Wolle (pb) bestehen. Men. 41* sbN pistii: yN 
ima72 sbN ni^i:: iisn n:;ii das W. pi^ij: be- 



deutet nichts anderes, als etwas Hervorgehendes 
(näml. von n^i, ns abgeleitet, d. h. die Trod- 
del, die vom Zipfel hervorsteht, durchzogen 
wird); femer bedeutet nisi::: blos einen sehr 
kleinen Theil. Das. 44* fg. pi^ti^: piita das 
Gebot der Zizith. — PI. Sifre Schelath §. 115 
mi:73 ipyn-iNü it pk it pinr??: pi'Xi:; rniN 
1" pnN die vier Schaufäden verhindern einan- 
der (d. h. wenn man blos ein, zwei oder drei 
Fäden hat, so darf man sie nicht anbringen), 
denn die vier derselben bilden ein Gebot. R. 
Ismael sagte: Es sind vier Gebote. Men. 28*. 
43* man darf ein mit Schaufäden versehenes 
Kleid nicht eher an einen NichtJuden verkau- 
fen, nipii^i^: iipia iy bis man seine Schau- 
fäden abnimmt. Das. 44* insri iip-i^iii: '1 1N3 
V2S by ib seine vier Schaufäden kamen und 
schlugen ihn aufs Gesicht, der näml. nahe daran 
war, der Buhlerei zu verfallen. 

NriTÄ* eh. (=pi:ii::) 1) Vorderhaar, s. 

TW. — 2) (syr. ]L^o^) Troddel, Schau- 
fäden, Zizith. j. Snb'. X, 28'= mit. NPiaii: 
nipbiST die Troddel (oder Schaufäden) seines 
Mantels. Midr. Tillim zu Ps. 7, 5 r,J2 mn "la« 
Nffiin yapb NPi^ii: y::p 113 David sagte (als 
er den Zipfel vom Mantel Sauls abgeschnitten 
hatte, 1 Sm. 24, 5): Was ist denn für ein Un- 
terschied zwischen demjenigen, der die Schau- 
fäden (am Zipfel) abschneidet und demjenigen, 
der den Kopf Jemds. abbackt! (Vgl. j. Suc. V, 
55" ob. die Hausleute Saul's waren keusch, weder 
eine Ferse noch eine Zeh wurde an ihnen ge- 
sehen, weil näml. letztere von den Schaufäden 
bedeckt waren. Diese Keuschheitsrück- 
sicht dürfte dem Gebote der Schaufäden 
zu Grunde liegen; vgl. auch Ende des vrg. 
Arts.) — 3) Flossfedern. — 4) Flügel 
eines Heeres, und übrtr. Flügel des Win- 
des, s. TW. — Dafür oft npi::^;; s. d. in 'i::. 

■'Iä''j{ Zizi, eine Schallnachahmung, hinzielend 

auf yis:, yi;i3:, eig. (syr. \l,o'^) Zwitschern, 
Pipen, ein Ausruf des Spottes. 1) Men. 42* iNn 
isn NSy?3"a i^ii: was für ein Zizi (Zwitschern) höre 
ich hier! d. h. R. Ada spricht die Benediction beim 
Anbringen der Schaufäden: pisjii: piiüsb „Zi- 
zith zu machen", was unstatthaft ist. — 2) 
Ber. 42* N:i"Si\a Npn 1^:1:^ ij<!j was höre ich da 
für ein Zizi! d. h. sie sprechen die Benediction 
Nij:i7d~ „Mozi" beim Genuss solcher Speisen, 
wobei jene Benediction nicht zu sprechen ist. 

"•nirV. 'niiTS/- (=3-1? ipipiy) Abend- 
zeit, j. Jeb. XVI, 15"^ ob. zwei Personen gingen, 
um Netze auszulegen ipisiJtb plib (in einigen 
Agg. impisb) im Jordan zur Abendzeit. 

yp'''4 m. pl. (von p"ii£ = psi: giessen, ein- 
schütten); nur PI. st. c. mip ipii: was zum 



W'.^ 



— 187 — 



n-s 



Würzen gekochter Speisen dient, wie 
Wein, Gewürze u. dgl. Jörn. 75* „Man kochte 
das Manna im Topf" (Xum. 11, 18). nabn 
1i2r, D5 niTp ■'p':: bsTO-'b anb inia das be- 
sagt, dass den Israeliten die Würzen gekochter 
Speisen mit dem Manna gleichzeitig herabgefal- 
len sind. B. mez. S&^. Keth. 65". Pes. 56* 
u. ö. — ipT'S j. Schek. III, 47'^ mit. ed. Krotosch. 
crmp., l.=den Parall. ipT'O s. d. 

il^^i'. ]0'^ m. Adj. (von pi:: s. d. = piy; 
die Formverschiedenheit ist wie )b-3, ibiia 
u. V. a. ; letztere Form ist im paläst. Dialekt die 
übliche) der Engherzige, Geizige. PL Pes. 
7, 8 (81'') '31 r;-ii2rT ^isb in« i^oma i^ipii:;:! 
die Geizigen (die beim Verbrennen untauglichen 
Opferfieisches sich einen Genuss von den ge- 
weihten Hölzern verschaffen wollten) verbrann- 
ten es vor der Tempelhalle. Das. 82*. j. Pes. 
VII, 35* ob. man bestrafte solche Geizige da- 
durch, dass man ihnen nicht einmal gestattete, 
das untaugliche Opferfleisch bei ihren eigenen 
Hölzern und auf ihrem Dache zu verbrennen. 
"ins bza "^b ;nn ip'^i:: Mine i^^ns N3b y-inb 
ip-'is rfb mii: pn n::i •jp-'ij: rfb m^ sb das 
geschah deshalb, um dem Nachfolger kund zu 
thun, dass jener geizig war. Als Beweis diene 
dir, dass, während man Jemdm., der ähnlich 
verfährt, nicht den Namen Geiziger beilegt, jenen 
hing, geizig nennt. 

"l^Ji Zcjar, Grenzort Palästinas, j. Dem. II, 
22^ ob. T^iST Tii: Tyrus und Zejar. 

T]». i^'^^I? '"• (von Ti: nr. 1) 1) Bedräng- 
niss, Drangsal. — 2) Belagerung, Ein- 
engung, s. TW. 

TS bilden, s. nns nr. 2. — Ithpe. gebil- 
detwerden. Sot. 45'' n'pr-'i:«;^ ibi i2£rT'72 "'s 
"isn"'53 sp wenn das Kind im Mutterleibe ge- 
bildet wird, so wird es von seiner Mitte aus 
(d. h. von seinem Nabel, i^nn^^ija) gebildet. 

TÄ, T»a m. Adj. Bildner, Maler. Genes. 
r. sct. 1, 3'* die Philosophen sagten zu R. Gam- 
liel: D'sn'io n:;-:-:; «bs DDTibN ni- b^^5 T'-'S 
'si im« ny'OUJ ü^3-\'i^ euer Gott ist zwar ein 
grosser Bildner, allein er fand bereits gute 
Stoffe, die ihm zu Hilfe kamen, näml. Tohu 
und Bohu, Finsterniss, Wind, Wasser und Chaos. 
Ber. 10* irnbNS T"':; ';iN „es giebt keinen 
Bildner, wie unseren Gott"; mit Ansp. auf "ni:, 
1 Sm. 2, 2. Khl. r. sv. \-ti:di, 76'' Nin -iii:n 
'st nN3 "1"^ „der Schöpfer" ist der treffliche 
Bildner; mit Ausp. auf Gen. 2, 7. 8 li:''. Num. 
r. sct. 9 Anf., 198'' „Den Schöpfer, der dich er- 
zeugt hat, -"wn" (Dt. 32, 18). m^rr •'on bo ■i'-\'' 
bo •fiip-'N IS n-'.-ia "ii-iiib . . . -i^iin it« ön 
ia?i ^b-:- -73 ib "n::« qix-ic- -r:;b N3 ~bi: 
'st i^ti -ib-j-i.-i: "p T'-'::- r?:-wa it's -hn "ib': 
das Jod in -an ist klein geschrieben (minus- 



culum, wonach das W. wie lan zu deuten ist), 
d. h. die Hand des Bildners (-112: =-i'i:) ist 
schwach geworden. Ein Gleichniss von einem 
Maler, der das Bild (£i)t3vi.ov) des Königs malte, 
zu dem man aber, als er die Gesichtszüge voll- 
enden wollte, sagte: Der König ist gestorben 
und ein anderer König trat an seine Stelle. 
Als der Maler das hörte, so erschlafften seine 
Hände und er sagte: Was soll ich nun aus die- 
ser Malerei machen, soll ich das Bild des frü- 
heren Königs oder das des neuen Königs malen? 
Dasselbe gilt von dem Fötus der buhlerischen 
Ehefrau; Gott ist gleichsam zweifelhaft, ob er 
ihm das Gepräge des Ehemannes oder das des 
Buhlen aufdrücken soll! — PI. Tosef. Kel. B. 
bath. II g. E. die Betten '[i-i'^^S bis ed. Solk. (ed. 
Zkrm. mmis) der Maler. 

NT^Ä' eh. (syr. 1^!=-!^:^) Bildner, Maler, 
s. TW. ^ 

"iri', kSnrJT »H. Malerei, Bildniss, Ge- 
mälde, s. TW. 

Ti' I masc. Saft von Fleisch, Fischen 
oder Früchten. Stw. ms nr. 1, eig. was 
durch Drücken, Pressen herauskommt. Ab. sar. 
2, 6. 7 (35". 39") "1^2: ... nsT ia i^s-:: -|i2£ 
mi ia a^C Saft, in welchem keine Fischtheile 
liegen, Saft, in welchem Fischtheile liegen. Das. 
40* "j-PS der Fischsaft, Ggs. lüti,: die Fisch- 
stücke. Ter. 10, 8 -noN inii: ni2'^ ii vom un- 
reinen Fische ist auch der Saft zum Genüsse 
verboten. Chull. 99" nim Nttbrn n^^t- T'S der 
Saft, der als eine blosse Ausschwitzung (nicht 
Wesentliches) anzusehen ist. Pes. 24" . . . T^i: 
Ni- NJib^D -y'T der Saft der Früchte, mit 
Ausnahme dessen von Weintrauben undOelbeeren, 
ist blos eine Ausschwitzung. Sifra Schemini 
cap. 4 Par. 3 nsT püTii -j-i':: pn mosb yj>vi 
DnbUJ -ijp- „ein Gräuel" (von den unreinen 
Fischen, Lev. 11, 12), das verbietet auch ihren 
Saft, ihre Brühe und ihre Gallerte. Chull. 112" 
und 120* wird dass. von D\Na::- (Lev. 11, 31) 
erwiesen. Ned. 51" u. ö. 

NTÄ' eh. (=vrg. -1^^) Saft. j. Ter. VIH, 45" 
un. N-pi: '[■'nn jener Saft. 

T^ II m. (=bh. Stw. -\^•£, arab. '.Lms, sich 

drehen) Thürangel. Erub. 11" und Men. 33* 
s. NPP?N. Kel. 11, 2, s. nriE. Erub. 102" 
r;;-'n73n «b bais •c^p»2 iirnnn t'j: •j-'T'TnJJ 
-nSN INS"! 1X3 ITbi-m (Gem. das. nbs T'i:) man 
darf den untersten Thürangel (der aus den Fu- 
gen gegangen, am Sabbat) im Tempel wieder 
cinheben (weil näml. solche Arbeiten, die am 
Sabbat blos rabbinisch verboten sind, im Tem- 
l)el verrichtet werden dürfen, vgl. nnp), aber 
nicht auf dem Lande, d. h. ausserhalb des Tem- 
pels; den oberen Thürangel darf man weder 

24* 



NT:i 



— 188 — 



'Ti 



dort noch hier wieder einheben: weil dies eine 
schwere Arbeit ist. — L'ebrtr. .Thür. j. Nas. 
Vm, 57» on. -r; =— 'i: ■'-;':vc:- -tjvj— j:n 
'di cVi"T"3 Militärposten und Thorwächter gab 
es in Jerusalem, die am Rüsttage des Pesach 
badeten und Abends ihr Pesachopfer assen. Es 
waren näml. Nichtjnden, die aber bei ihrem 
Eintritt in jüdische Dienste sich beschneiden 
lassen mussten; um aber das Pesachopfer zu 
essen, mussten sie auch baden. — PI. Bech. 45» 
(mit Bez. auf 1 Sm. 4, 19 1 r^2; c— ^ic =C2 
rrcsb E""'!: T.z so wie das Haus Thürangeln 
hat, so hat auch der Körper des Weibes Angeln. 
Das. ~w: ""'S Angeln des Fleisches, die auch 
beim Manne vorhanden sind: mit Bez. auf Jes. 
21, 3 und Dan. lO, 16. Levit. r. sct. 14, 158» 
dass. 

S^Ä, Nr.Ti* ck. (syr. j:^'! = vrg. -s) 1) 
Thürangel. ' j. Chag. II, 77'* un. ay-irn n^r^ 
!n;~N2 y^ap a:"';- die Angel von der Pforte 
der Hölle sitzt in ihrem (der Mirjamj Ohr fest. 
— 2) Zapfen an den Brettern (=hbr. ri-^), 
s. TW. 

ST^Ä Zajra, Name eines unreinen Vogels, 
s. TW.' 

Nn>* m. (syr. ]l^^ Spalt, Höhlung. Stw. 
-■-iS^N-i spalten, aufreissen. Pes. 40^ r\ST ];-'z 
N'c -i-D ^5^'? N^~^2: -i~z da sie (die Weizenkörner) 
Spalte haben, so dringt das Wasser in sie ein. Das. 
ob. man darf am Pesach nicht zwei Weizen- 
körner im Wasser zusammenkochen, nitn Nttb-^T 
'2T nr-nm n^-'Ä; snr'n N-n denn ein Korn 
könnte sich in deu Spalt des andern setzen, 
wohin das Wasser nicht eindringt, infolge dessen 
eine Säuerung entstehen würde. Ab. sar. 6b^ 
V':" r""pi2^r nr:-'^-^2: 2;n wegen ihrer Höh- 
lungen sind die Weizenkörner wie gespalten zu 
betrachten. — Nid. 23» Ni-.-'2:n Nn N7:31N3 Nn 
hier ist die Rede vom Schwarzen des Auges 
(das der Mensch ebenso wie das Thier hat): 
dort aber von der Höhlung des Auges. R. Cha- 
nanel liest N^-^S eig. das Glänzende, d. h. 
das Roths, das den Augapfel umringt; vgl. 
auch syr. jiov }^. rubor oculi. 

P'^ masc. Adj. (von -'i; II) Jem., dessen 
Augen zucken, convulsiv sind; viell. trie- 
fend, s. w. u. Bech. 43'' Mischna i-^sr: wird 
das. 44» erklärt: rr:"j:T rrj^-\~r^ vr? seine 
Augen sind zuckend und convulsiv, vgl. 'cji. 
Haim. erklärt i-PS: Jem., dessen Augen stets 
triefen (von ".-'S I) und zwar nach der Borajtha 
das.: mcbiT m'yS"-. Tosef. Bech. V Anf. rry 
ni':-^:::: (so ist zu lesen anst. n-^iTSS, Var. 
m";~'"r"') Part. pass. dass. Ar. und Raschi 
erklären das W.: Jem., dessen Augenhöhlen 
rund sind, etwa von N^n"'S. 



N»7rr'i* od. Nr,";Ti' eh. (=hbr. rn-^s, pl. 
r">:-'S, s. vrg. Art.) zuckend, convulsiv, 
oder triefend, von den Augen. PI. ";rT":T'2:, 
s. TW. 



r\-"4, rr^ (syr. .^^ 



) hören, horchen. Die 
Grndbedeut. ist: hingewendet, zugeneigt 
sein, vom Ohre. Keth. 63» 'n rr^ijs ■'T>n5 ■<« 
wenn er auf mich hören wollte u. s. w. Pes. SS*". 
Ah. sar. 28'' ■'3C bTS mirT'b n-'''i: inx wer 
wird dem Juda gehorchen, der die Sabbate ent- 
weihte! Er hatte näml. das Schminken des 
leidenden Auges erlaubt. Jeb. 89» r"3: ■'ra i-,r,3 
ni-ij: Nb txZTZ ^^2 bei zwei Gefässen wird man 
gehorchen, bei einem und demselben Gefässe 
aber wird man nicht gehorchen; d. h. wenn man 
zu Jemdm. sagt: er müsse die Hebe, die er be- 
reits aus einem Gefässe entrichtet habe, noch 
einmal vom zweiten Gefässe entrichten, so wird 
er es befolgen; wenn man aber zu ihm sagt: 
er müsse aus demselben Gefässe die Hebe noch 
einmal entrichten, so wird ei*es nicht befolgen. 
B. kam. 113» n^Yd r'-i: er gehorcht, befolgt 
das gerichtliche Urtel. 

Af. r-^N, n"i:N (syr. I...,)), vollst. n;t)n r^i:}* 
das Ohr hinneigen, dah. (=NjmN ibsis) auf 
etwas hören, gehorchen. B. bath. 74» rr'ss 
n-73C -N^a Merke auf das, was du hörst. Snh. 
110» dass. Ab. sar. 38'' n-ib ■ir"'Sn «b gehor- 
chet ihm nicht. Keth. 60» u. ö., s. Nbbs. — 
Selten Pael dass. j. Taan. I, 64» nn. PN^riEiDai 
rrb r.'^:,'4'z später wirst du ihm gehorchen. 

iT'Ji Präp. (=n^i;) gegen, gen, adversus, 
s. TW. 

KiTI^/. (syr. jlc^t) das Vernehmen, eig. 
das Hinneigen das Ohres, namentlich vom Hören 
in der Nähe des Sprechenden, s. TW. — ■«n^n-'S, 
s. %-ii:i^}£. 

iTJiTli*. iTJrnia /. Adj. Aufhorcherin. 
Genes, r.sct. 18, 18'''' Gott erschuf das Weib 
nicht aus dem Ohre Adams, rr'lr-'-'i: Nnn «biD 
nirni'i: N^n "'"im damit die Frau nicht eine 
Aufhorcherin sei, aber dennoch ist sie eine Auf- 
horcherin; „Sarah horchte" (Gen. 18, 10 u. m.). 
— PI. das. sct. 45, 44"* ni'jrj-'-x Aufhorcherin- 
nen, eine böse Eigenschaft der Weiber. Deut, 
r. sct. 6, 258'^'' rfsmis. PI. ni'2rn-s dass. 

Smn^Ä oder Nirfli m. Adj. (gr. aa^pd?) 
hinfällig, gebrechlich, schwächlich. Thr. 
r. SV. rrins ttt, 56» R. Jochanan ben Sakkai 
erhob sich, als er den R. Zadok erblickte. n^N 
C"p PN NTin-'^i: y,r, •'mp i« ci;x""Scdn n^b 
Yt;-. b? Ar. (Agg. N^ms N30 '[■'nn) Vespasian 
sagte hierauf zu ihm: Wie, vor diesem gebrech- 
lichen Greise erhebst du dich! 

/S masc. (=bh. Stw. bbs s. d., aram. bbü) 



i<b"J 



189 



n&A 



SchatteD. Pes. 114* Nbi b^3 nffi